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Rennradregion Fuschlsee

Rennradregion Fuschlsee

28.06.15 08:47 12.037Text: Lukas SchnitzerFotos: NoSaneWo am 13. September 2015 die neu geführte Strecke der Eddy Merckx Classic zum ersten Mal gestartet wird, muss es auch Potenzial für Rennradtouren geben. Hier nun ein kleiner Auszug aus den Touren rund um Fuschl am See.28.06.15 08:47 12.095

Rennradregion Fuschlsee

28.06.15 08:47 12.095 Lukas Schnitzer NoSane This story is also available in EnglishWo am 13. September 2015 die neu geführte Strecke der Eddy Merckx Classic zum ersten Mal gestartet wird, muss es auch Potenzial für Rennradtouren geben. Hier nun ein kleiner Auszug aus den Touren rund um Fuschl am See.28.06.15 08:47 12.095

Es gibt Regionen, denen ein gewisser Ruf vorauseilt. Lungenberstende Passstraßen, die sich in kurzen Kehren und endlos langen Rampen gen Himmel winden. Windverhältnisse, die selbst bei gestandenen Radfahrern nach und nach Tränen der Verzweiflung rinnen lassen. Hitze, Schnee, Regen, Staub und schlechte Straßen. Alles hat Edouard Louis Joseph Baron Merckx – oder einfach nur Eddy Merckx – in seinen 13 Profijahren erlebt und gesehen.

Jeweils fünf Siege bei der Tour de France und dem Giro d‘ Italia, sowie einen Sieg bei der Vuelta a España konnte der Belgier für sich verbuchen. Sieben Mal gewann er Mailand–Sanremo, fünf Mal Lüttich–Bastogne–Lüttich, drei Mal Paris–Roubaix und je zwei Mal die Lombardei-Rundfahrt sowie die Flandern-Rundfahrt. Sein 1972 in Mexico aufgestellter Stundenweltrekord sollte beinahe 30 Jahre bestehen bleiben.

All dies trägt dazu bei, dass der Kannibale heute als größter Rennfahrer der Geschichte gilt. Viel hat Merckx in seiner Karriere durchlitten. Aber es sind weder die Pyrenäen, noch die französischen Alpen, und auch nicht die geschichtsträchtigen Straßen Italiens, die ihn heute magisch anziehen. Im Rahmen der WM im Jahre 2006 lernte er das seenreiche Salzkammergut kennen und schätzen und ist seither ein großer Fan der Region. Schon seit Jahren fährt der mittlerweile 70-jährige wöchentlich eine Tour mit Freunden. Einmal jährlich geht die Gruppe dann gemeinsam auf Reisen.

Die Region Salzburgerland-Salzkammergut und das nach ihm benannte Rennen – die Eddy Merckx Classic – entwickelten sich zum Fixpunkt des Ausflugs, und so kommt es, dass Eddy und seine Freunde Jahr für Jahr an der Startlinie anzutreffen sind.

Besagter Start befindet sich übrigens 2015 erstmals in der kleinen Gemeinde Fuschl am See, die mit dem Rennrad- und Triathlonhotel Mohrenwirt auch den Ausgangspunkt für unsere Erkundungsreisen in der Region beheimatet. Die Teilnehmer der 169 km langen Strecke mit ihren 2.609 Hm werden am 13. September an nicht weniger als elf Seen der Region vorbeistrampeln.

Generell sind die Seen in der Region recht dominant, wenn auch deren Umgebung und Lage stark wechselt. Von hügeligem Geläuf über flache Passagen und wilde Schluchten bis zu giftigen Anstiegen eignet sich Fuschl als Ausgangsort für vielfältige Trainingsansprüche und Genusstouren.

An sich ist Fuschl am See ein kleines, beschauliches Örtchen im Salzburger Flachgau. Nur rund 20 km von der Landeshauptstadt Salzburg mit ihrem reichhaltigen Kultur- und Freizeitangebot entfernt, liegt es am östlichen Ufer des Fuschlsees auf 669 m über dem Meeresniveau verstreut.

Doch man sollte sich vom Seen- und Bergidyll nicht täuschen lassen. Mit dem Österreichquartier eines allseits bekannten, heimischen Energydrink-Herstellers samt beeindruckendem Campusgelände vermag das Örtchen bei einem abendlichen Spaziergang durchaus zu überraschen. Die Nähe zur Stadt Salzburg, das kristallklare Wasser des Fuschlsees und die vielen Ausflugsziele in der näheren Umgebung haben das Potenzial den Aufenthalt auch für mitreisende Kinder und Partner zu einem Erlebnis zu machen.

Bereits erwähnte, 169 km lange Eddy Merckx Strecke (es gibt natürlich, wie bei Marathons üblich, auch kürzere Alternative mit 106 bzw. 63 km) führt quer durch die gesamte Region. Für unsere Ausflüge entschieden wir uns, ausgehend vom Mohrenwirt, die südliche und nördliche Umgebung der Rennstrecke an getrennten Tagen zu befahren. Man will ja schließlich auch ein wenig die Gegend genießen, in den Seen schwimmen und Kaffee schlürfen.

Unsere erste Tour führt uns über das südliche Seeufer, das nicht Teil der neuen Rennstrecke ist, nach Hof, wo wir auf eine Extraschleife der A-Strecke einbiegen. Teils auf Bundesstraßen, teils auf Nebenstraßen und Güterwegen, rollen wir in ein Seitental, vorbei an Wald - dem Dorf, nicht der Ansammlung an Bäumen - bis zum Hintersee.

Die breite Straße endet hier vor dem Panorama der zauberhaften Osterhorngruppe. Nur eine schmale, gut asphaltierte Straße führt entlang des Almbachs weiter. Leider dient sie auch den Einheimischen als Hauptroute, man sollte also stets bereit sein, dem einen oder anderen Pkw Platz zu machen. An allzu unübersichtlichen Stellen haben sich die Locals angewohnt, prophylaktisch zu hupen. Ohren auf kann also so manche Schrecksekunde verhindern.

Hintersee

Anfangs noch ein ruhiger Bach, wird die gewaltige Kraft des Wassers Meter für Meter deutlicher. Erst schuf der Almbach noch eine breitere Ebene, in der die Pferde grasen, bevor er sich ein letztes Mal sammelt und anschließend tief in die Landschaft einschneidet.

Unvermittelt wird die Gegend wilder, der Bachlauf mit dem Auge immer schwieriger zu verfolgen. Wir befinden uns jetzt in der Strubklamm, einem landschaftlichen Highlight der Region. Ohne wirklich Höhenmeter machen zu müssen, wähnt man sich auf einer steilen Passstraße, so rau und ursprünglich hat sich die Landschaft hier geformt. Die Strecke führt durch einen kurzen, aber unbeleuchteten Tunnel, immer mit Blick in die Schlucht.

Wem der Sinn nach etwas Adrenalin steht, der kann hier auch gemeinsam mit Canyoning Guides in die Klamm abtauchen. In Summe laden über 20 verschiedene Schluchten in der Region dazu ein, sich unter fachkundigen Augen durch Wasserfälle abzuseilen, in tiefe Tümpel zu springen und im glasklaren Wasser zu treiben. Doch wir auf unseren Rennrädern wollen nicht treiben sondern rollen, und so lassen wir die Strubklamm hinter uns und bewegen uns weiter Richtung Wiesthalstausee.

Der 1909 errichtete Stausee dient heute vor allem den Bewohnern der Stadt Salzburg als Naherholungsgebiet. Und auch die Fliegenfischer fühlen sich hier im Landschaftsschutzgebiet sichtlich wohl. Dutzende ältere Herren in Gummikleidern zeugen davon.

Auf kleinen Sträßchen mit großen Traktoren geht es hüglig weiter, herrliches Bergpanorama ist unser ständiger Begleiter. Als wir schließlich auf eine noch kleinere Straße abbiege,n bäumt sich dieselbe plötzlich bis zu 15 % steil auf. Mit Sicht auf Wieserhörndl, Ochsenberg und Faistenauer Schafberg gewinnen wir so schnell an Höhe. Endlich oben angekommen, lockt der sonnige Gastgarten der Zistelalm.

Wiestalstausee

Die Stadt Salzburg liegt uns hier zu Füßen, während wir uns mit Hausmannskost und Kuchen verwöhnen lassen. Vom Kaffee aufgepeitscht, stehen nun zwei Optionen zur Wahl. Die letzten 200 Hm rauf auf den Gaisberg, damit man sagen kann man war oben; oder gleich der A-Strecke folgend in die Abfahrt und weiter Richtung Unterkoppel, wo sich die drei Strecken wieder vereinen.

Der 1.287 m hohe Gaisberg mit seinem markanten Sender dient in der Gegend immer wieder als willkommene Orientierungshilfe. Dementsprechend lohnend ist auch die zusätzliche Mühe und der Ausblick bis tief ins bayerische Grenzgebiet.

Auf unserem Rückweg nach Fuschl säumen immer wieder Hinweisschilder mit Bezug auf den Salzburgring unseren Weg. Wer mit autobegeistertem Nachwuchs in die Region gereist ist, dem sei der Salzburgring oder die Oldtimeraustellung "Meilensteine der Mobilität" rund um den österreichischen Autopionier Ferdinand Porsche am Mattsee nähergelegt. Nach einem Badetag im glasklaren Fuschlsee bestimmt eine willkommene Abwechslung für Groß und Klein.

Nachdem wir wieder beim Mohrenwirt eingerollt sind, unsere Räder im geräumigen Radlager, das eigentlich ein eigenes Nebengebäude darstellt, aufgehängt und uns umgezogen haben, lassen wir den Tag am Seeufer ausklingen. Nebenbei erwähnt: Wer lieber ohne eigenes Rad verreist, für den stehen in besagtem Radlager auch Rennräder und MTBs von Canyon bereit.

Am zweiten Tag entschließen wir uns dazu, Fuschl - wie es auch die Rennteilnehmer am 13. September tun werden - gen Thalgau zu verlassen. Bereits wenige hundert Meter nach dem Ortskern beginnt ein überraschend knackiger Anstieg, der aber mit einer herrlichen Aussicht über den See belohnt. Mit kalten Beinen und vollem Magen (die Auswahl am Frühstücksbuffet war reichhaltig, die Beherrschung ob all der kleinen Weckerl und Törtchen, der Eier und des Specks eher nicht vorhanden) hecheln wir im Wiegetritt durch die letzte Kurve des Anstiegs. Rennteilnehmer, fühlt euch gewarnt! Vor dem Bewerb ein paar Meter einzurollen, könnte hier sicherlich nicht schaden.

Was sich uns heute eröffnet, steht in starkem Kontrast zum gestrigen Tag. Sanfte und hügelige, fast schon oberösterreichisch anmutende Landschaft bettet die Seen ein. Diese Vielfalt an Topographie und damit auch Trainingsmöglichkeiten ist sicher einer der Mitgründe, warum der begeisterte Hobbytriathlet und Hotelbesitzer Jakob Schmidlechner seit Jahren Triathleten und Rennradfahrer als begeisterte Stammgäste in seinem Hotel begrüßen darf. Von der gebotenen Qualität der 4 Sterne Unterkunft erzählen auch die unzähligen Bilder und Autogramme von Red Bull Athleten, die bei Terminen und dem einen oder anderen Trainingsaufenthalt beim Mohrenwirt genächtigt haben.

Mohrenwirt

Das 4**** Hotel Mohrenwirt liegt 300 m vom Fuschlsee entfernt im Ortszentrum von Fuschl, und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Bereits seit 1846 besteht der Mohrenwirt, im Jahre 1929 gelangte er in den Besitz der Familie Schmidlechner. Besitzer Jakob Schmidlechner führt nun den Mohrenwirt sowie seinen Vornamen in der bereits dritten Generation.

Seit der Hotelier den Rad- und Triathlonsport für sich entdeckt hat, wurde auch der Anspruch des Hotels immer sportlicher. Mit zahlreichen Rad- und Laufstrecken in unmittelbarer Nähe, sowie dem Fuschleseebad, in dessen 25 m Becken den Hotelgästen über die Sommermonate vormittags zwei Bahnen gratis zur Verfügung stehen, stehen zahlreiche Trainingsmöglichkeiten zur Auswahl. Ein großzügiger, videoüberwachter Radkeller samt Canyon-Verleih und Werkstatt, sowie ein auf Sportler ausgelegtes Frühstücksbuffet mit Birchermüsli und Proteinshakes machen ebenfalls deutlich, dass sich hier jemand Gedanken um sein sportliches Klientel macht. Wer sich für die Sportler-Vollpension entscheidet, bekommt neben dem Frühstückbuffet mit hohem Vollwertanteil auch ein Energiepaket für unterwegs, einen nachmittäglichen Aprés-Bike Snack sowie ein 5-gängiges Abendmenü mit Salatbuffet.

Wer sich sein Training im Urlaub nicht selbst organisieren möchte, für den bietet der Mohrenwirt auch diverse Camps. Von Rennrad- über Schwimm- bis hin zu Triathlon-Kursen reicht hier das Angebot. Und auch für diverse Sportveranstaltungen schnürt Jakob Schmidlechner spezielle Packages. So etwa auch für die Eddy Merckx Classic: Ab € 350,- kann man von 9. bis 13.09.2015 im Mohrenwirt nächtigen, und sich gemeinsam mit Ex-Profi Marcel Wüst auf das sonntägliche Rennen vorbereiten.

Hier im nördlichen Teil der Region ist die Seendichte nochmals um einiges höher. Im Zentrum unserer Runde liegt der vor allem bei Seglern, Wind- und Kitesurfern beliebte Wallersee. In den vergangen Jahrhunderten wurde sein Wasserspiegel immer wieder bewusst abgesenkt, um Land zu gewinnen. Dabei entstand ein breiter Schilfgürtel und das bis zu fünf Meter tiefe Wenger Moor, das heute als Naturschutzgebiet zahlreiche seltene Wasservögel, Fische und seit kurzem auch wieder Biber beheimatet. Mit seinen bis zu 25 ° C lädt er an sonnigen Tagen auch zu einem Badestopp ein.
Ebenfalls ganz in der Nähe, nämlich in Henndorf, befindet sich das Tierparadies Gut Aiderbichl. Von Shimpanse bis Waschbär, von Lama bis Hochlandrind, leben hier so einige Tierarten in einer großen Patchworkfamilie zusammen.

Wallersee

Wallersee

28.06.15 08:47 12.037Der bei Seglern sehr beliebte Wallersee ist das größte Gewässer im Salzburger Alpenvorland. Mit dem Wenger Moor hat er aber auch eine reiche Flora und Fauna zu bieten. Auch das Gut Aiderbichl liegt ganz in der Nähe.

Wallersee

28.06.15 08:47 This story is also available in EnglishDer bei Seglern sehr beliebte Wallersee ist das größte Gewässer im Salzburger Alpenvorland. Mit dem Wenger Moor hat er aber auch eine reiche Flora und Fauna zu bieten. Auch das Gut Aiderbichl liegt ganz in der Nähe.

Am Punkt der Streckenteilung in Seeham liegen Obertrumer See, Mattsee und Grabensee dicht aneinander gedrängt. Die beiden letztgenannten bilden gleichzeitig die Grenze zu Oberösterreich, welche die Fahrer der A-Strecke hier auch überschreiten, um eine weitere Extraschleife zu drehen. Wir folgen der B-Strecke und schlängeln uns zwischen den mit Kanälen verbunden Seen weiter durchs voralpine Hügelland.

Obertrumer See
Grabensee
Mattsee

In Neumarkt am Wallersee machen uns gewaltige Steinsäulen, Baumstümpfe und Steine im Hinterhof eines großen Gebäudes am Ortsausgang neugierig. Ein emsig herumeilender Herr entpuppt sich als Künstler, der Skulpturen in allen Dimensionen erschafft, wie ein Blick in seinen Garten verrät. Johann Weyringer hat die ganze Welt bereist, sich für seine Malereien und Skulpturen Inspiration geholt und Techniken angeeignet. Heute verschmelzen seine Tischlerlehre, sein Architekturstudium und seine Malerei zu Gesamtkunstwerken.

Die großen Säulen, die uns angelockt haben, seien tonnenschwere Walzen aus der Papierindustrie, erzählt er uns. Die marmorüberzogenen Stahlrollen wurden durch neue, leistungsfähigere Technologien ersetzt und ausgemustert. Bei Johann Weyringer bekommen sie ein zweites Leben, werden zweckentfremdet zu monumentalen Säulen im römischen Stil. Und auch im Radsport hat er indirekt seine Spuren hinterlassen. Denn die Trikots für dieses Radrennen, die Eddy Merckx Classic, erzählt er weiter, als er unsere Rennräder entdeckt, die hat er ebenfalls entworfen und gestaltet.

Irrsee

Irrsee

28.06.15 08:47 12.037Der oberösterreichische Irrsee gilt als wärmster Badesee des Salzkammergutes. Der See, der im Volksmund auch als Zellersee bezeichnet wird, soll der Sage nach zur Bestrafung einer unbarmherzigen Schlossherrin entstanden sein. Eines Tages öffneten sich die Himmelspforten und setzten Schloss und Kirche unter Wasser. Bei ruhigem Wasser soll man die Gebäude noch heute sehen können...

Irrsee

28.06.15 08:47 This story is also available in EnglishDer oberösterreichische Irrsee gilt als wärmster Badesee des Salzkammergutes. Der See, der im Volksmund auch als Zellersee bezeichnet wird, soll der Sage nach zur Bestrafung einer unbarmherzigen Schlossherrin entstanden sein. Eines Tages öffneten sich die Himmelspforten und setzten Schloss und Kirche unter Wasser. Bei ruhigem Wasser soll man die Gebäude noch heute sehen können...

Wenige Kilometer nach unserem kurzen Abstecher verlassen wir die vielbefahrene Straße, auf der wir uns seit der Streckenteilung befunden haben, und biegen ab ins Sommerholz. Über malerische kleine Wege fahren wir am Rücken des Henndorfer Waldes von Hof zu Hof. Über griffige Serpentinen lassen wir uns zum oberösterreichischen Irrsee abfallen.

Das Rennen verläuft ab hier wieder entlang der Bundesstraße am Ostufer, wir bleiben aber am anderen Seeufer und nähern uns über Radwege dem Mondsee. Hier wird die Gegend wieder wilder, erste schroffe Felswände prägen das Panorama. Strengt man seine Augen an, kann man in der markanten Drachenwand, welche am Südwestufer des Sees emporragt, beinahe die Bergsportler dabei beobachten, wie sie über den Klettersteig aufsteigen.

Mondsee

Mondsee

28.06.15 08:47 12.037Der Mondsee war einst mit dem Attersee verbunden und Heimat der sogenannten Mondseekulur. Durch einen gewaltigen Felssturz wurden die beiden Seen voneinander getrennt und zudem die Mondseekultur vor 5000 Jahren ausgelöscht. Heute kann man ihre Pfahlbauten im Pfahlbaumuseum bewundern.

Mondsee

28.06.15 08:47 This story is also available in EnglishDer Mondsee war einst mit dem Attersee verbunden und Heimat der sogenannten Mondseekulur. Durch einen gewaltigen Felssturz wurden die beiden Seen voneinander getrennt und zudem die Mondseekultur vor 5000 Jahren ausgelöscht. Heute kann man ihre Pfahlbauten im Pfahlbaumuseum bewundern.

Ob seiner beeindruckenden 11 km Länge und 1,5 km Breite beinahe unglaublich, befindet sich der Mondsee tatsächlich in Privateigentum. Besiedelt war das Gebiet bereits rund 3500 v.Chr. worauf diverse Funde von Pfahlbauten und Keramik der sogenannten Mondseekultur hindeuten. Damals war der See allerdings noch viel größer weil mit dem Attersee verbunden.

Krottensee

Krottensee

28.06.15 08:47 12.037Zwischen Mondsee und Wolfgangsee gelegen, ist das Schloss Hüttenstein am Ufer des mystischen Krottensees gelegen. Am Grund des 46 m tiefen Sees, der offensichtlich seit Jahrhunderten als Mülleimer der Schlossherren diente, fanden Taucher unter anderem eine komplette Schlossküche.

Krottensee

28.06.15 08:47 This story is also available in EnglishZwischen Mondsee und Wolfgangsee gelegen, ist das Schloss Hüttenstein am Ufer des mystischen Krottensees gelegen. Am Grund des 46 m tiefen Sees, der offensichtlich seit Jahrhunderten als Mülleimer der Schlossherren diente, fanden Taucher unter anderem eine komplette Schlossküche.

Am Attersee führt uns unsere Route jedoch nicht vorbei, wir passieren vielmehr den kleinen Krottensee als Vorboten zum Wolfgangsee, wo hinter Sankt Gilgen der letzte Anstieg für uns sowie für alle drei Strecken der Eddy Merckx Classic beginnt.

Etwa 200 Hm und ein paar Kilometer später machen wir es uns auf der Terrasse hinter dem Mohrenwirt gemütlich. Elektrolyte werden aufgefüllt, und ein nachmittäglicher Kaiserschmarren vor dem mehrgängigen Abendmenü verschwindet ebenfalls im Nu in unseren Bäuchen.

Wolfgangsee

Wolfgangsee

28.06.15 08:47 12.037Ganz in der Nähe des Wolfgangsees bietet das Wanderparadies Postalm ausreichend Möglichkeiten für ausgedehnte Wanderungen. Aber auch seine Unterwasserwelt gilt in Taucherkreisen als lohnenswertes Ausflugsziel.

Wolfgangsee

28.06.15 08:47 This story is also available in EnglishGanz in der Nähe des Wolfgangsees bietet das Wanderparadies Postalm ausreichend Möglichkeiten für ausgedehnte Wanderungen. Aber auch seine Unterwasserwelt gilt in Taucherkreisen als lohnenswertes Ausflugsziel.

Hoteleigentümer Jakob Schmidlechner gesellt sich noch kurz zu uns und erzählt uns von der anstehenden Eddy Merckx Classic. Insgesamt werden am 13. September fünf Rennen von Fuschl aus starten. Drei davon für Radfahrer und zwei für Handbiker. Die 169 km (2.609 Hm) A-Strecke sowie die 106 km (1.593 Hm) B-Strecke bleiben den Rennradfahrern vorbehalten. Auf der 63 km (918 Hm) C-Strecke können sich Handbiker ebenso melden. Eine eigene 20 km Runde mit 256 Hm bleibt für Handbikes exklusiv.

Aus der Kombination Rollstuhlfahrer und Red Bull in unmittelbarer Startnähe ergibt sich auch eine Kooperation mit der Stiftung Wings for Live, die sich seit Jahren in der Forschung für Heilmethoden von Querschnittslähmung engagiert. Nicht nur werden die Handbikerennen unterstützt, sondern auch eine VIP Ausfahrt am Vortag der Rennen zu Gunsten von Wings for Live organisiert. Die ersten 150 Anmeldungen können sich dabei gegen eine Spende von € 200,- Seite an Seite mit Eddy Merckx und einigen Red Bull Athleten für das große Rennen, oder auch nur zum Spaß warmrollen. Ein von Eddy Merckx handsigniertes Trikot sowie ein mehrgängiges Menü im Mohrenwirt sind ebenfalls inbegriffen. Der Reinerlös des Events geht an Wings for Live.

Fuschlsee

Es gibt also sowohl für Kinder und Betreuerstab, als auch für Radfahrer viel zu entdecken rund um den Fuschlsee. Ob bei der  Eddy Merckx Classic oder einfach im Rahmen eines sportlichen Sommerurlaubs für die ganze Familie: Monotonie und Langeweile werden hier wohl kaum aufkommen ...


Ergebnis 1 bis 13 von 13
  1. #1
    Registrierter Benutzer
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    krieglach
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    Rennradregion Fuschlsee

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  2. #2
    rund und gsund Avatar von NoFlash
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    schöne Gegend, da muss ich mal hin

  3. #3
    powered by STP-Stiftung Avatar von 6.8
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    Der Mohrenwirt und meine verblassende Erinnerung an den Fuschelseetriathlon.
    Wird wohl wieder mal was für ein verlängertes Wochenende.
    Keep calm and carry on

  4. #4
    Registrierter Benutzer
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    Toller Report.

    Was ist das für ein Wirt auf den Bildern 5, 17, 57?
    Zistel oder ein anderer?
    Danke.
    Geändert von roadbiker (28-06-2015 um 21:44 Uhr)
    Posing isn't everything. It's the only thing!

  5. #5
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    krieglach
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    Mit dem Blick auf Salzburg? Das ist die Zistelalm.

  6. #6
    muuuuuuh! Avatar von oJay
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    Zitat Zitat von lukiss Beitrag anzeigen
    Mit dem Blick auf Salzburg? Das ist die Zistelalm.
    stimmt

    tolle bilder, schön dort zu wohnen wo andere (rad-) urlaub machen!
    Kein Tier würde sich so quälen, wie ich es heute getan habe
    Henry Anglade

  7. #7
    Geht scho! Avatar von FloImSchnee
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    Super Fotos!
    Hier kaufe ich ein: Bike-Station Bad Ischl

  8. #8
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    Gibts diese Routen auch irgendwo als Gps-Download?

  9. #9
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    krieglach
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    Hier gibts einige Routen in der Region http://www.mohrenwirt.at/racethelake...erreich.htmDie Touren die wir gefahren sind gibts großteils auf der HP von der EMC unter Strecken.

  10. #10
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    Hallo Humberto
    ich habe die Routen von da, werden aber wohl die gleichen sein :-) http://www.rennrad-austria.at/de/touren , wir waren heuer im Mai mit den Rennrädern am Fuschlsee beim Mohrenwirt und es war super dort..z.b Unterkunft und Sreckne!! z.b. eine sehr schöne Einrollrunde um den Attersee und Mondsee und zur abwechslung rund um den Fuschlseelaufen.

  11. #11
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    Super,werde mich gleich reinhauen. Danke.

  12. #12
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    Die fertigkauften Wedges ausn Sackerl( Bild 4) sind ein absolutes "no go"!

  13. #13
    Admin Avatar von NoSane
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    Zitat Zitat von humberto Beitrag anzeigen
    Die fertigkauften Wedges ausn Sackerl( Bild 4) sind ein absolutes "no go"!
    dafür waren Steak und Ausblick auf der Zistelalm fein