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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tiroler Politiker fordert Todesstrafe



wo-ufp1
20-04-2012, 00:59
...

Radon
20-04-2012, 06:37
na ja, es gibt schon Verbrechen, wo man verleitet sein würde diese Strafe wieder einzuführen. zb. wenn ein Erwachsener mit einem Besenstiel einen dreijährigen Totprügelt....

Aber generell bin ich gegen die Todesstrafe.
Es ist doch eh viel mehr Strafe, wenn man so sein Subjekt bis an sein Lebensende einsperrt und seiner Freiheit beraubt...leider gibts halt diese echten "lebenslangen" Strafen bei uns nicht.

maxtc
20-04-2012, 11:19
manche würden vielleicht sagen: ich finde das grausam, aber notwendig.

shroeder
20-04-2012, 11:31
manche würden vielleicht sagen: ich finde das grausam, aber notwendig.

prinzipiell a super sache. spart den unbescholtenen bürgern viele steuergelder. bedauerlicherweise kammas wegen der hohen fehlerquoten in der urteilsfindung ned guten gewissens einführn...

Andhino
20-04-2012, 13:01
Ich bin auch für die Todesstrafe bei Politikern! :D

tane
20-04-2012, 13:30
“Many that live deserve death. And some that die deserve life. Can you give it to them? Then do not be too eager to deal out death in judgement. For even the very wise cannot see all ends.”
tolkien, lord of the rings

tane
20-04-2012, 13:31
"an eye for an eye - makes the whole world blind!"

tane
20-04-2012, 13:41
Many of us do not believe in capital punishment, because thus society takes from a man what society cannot give

Death penalty is the special and eternal sign of barbarism.

bs99
20-04-2012, 14:10
Die Todesstrafe verletzt die UN Menschenrechtscharta, die Österreich ratifiziert hat; würde also geltendes Recht verletzen.
Die Äußerung war nichts anderes als der intellektuelle Furz eines Mandatars einer Partei, die... lassen wir das lieber ;)

nija
20-04-2012, 15:57
Mit der Meldung is er halt im Gespräch! Hat er sein Ziel wohl erreicht! :rolleyes:

Ich find auch, dass wenn man lebenslang wo eingesperrt is, dass das die größere Qual sein muss. Außerdem denke ich mir, wie kommt man dazu sich das Recht zu nehmen über Leben und Tod zu entscheiden?! Irgendwie is man dann ja auch ned besser, oder?

Ich wäre für tatsächlich lebenslange Haftstrafen.

wo-ufp1
20-04-2012, 16:15
Die Todesstrafe verletzt die UN Menschenrechtscharta, die Österreich ratifiziert hat; würde also geltendes Recht verletzen.
Die Äußerung war nichts anderes als der intellektuelle Furz eines Mandatars einer Partei, die... lassen wir das lieber ;)

Mit der Meldung is er halt im Gespräch! Hat er sein Ziel wohl erreicht! :rolleyes:

Genau deshalb habe ich mein Eingangsposting gelöscht.
Weil es klar war, das sich manche (wohl eher viele) einfach nicht informieren können und wollen.

Vielleicht solltet ihr euch über die Hintergründe informieren (wie das ganze überhaupt zu stande gekommen ist) bevor ihr auf irgend jemanden losgeht.
Und welchen Hintergrund dieser Furz hat:
1. die Wahl war schon lange geschlagen, daher gar nicht notwenig nachher etwas zu sagen
2. hat er doch eine gewisse Bildung und Ausbildung; und nebenbei ist er auch "nur" ein Mensch mit vier Kindern...Also Familienvater.

Todesstrafe und Menschenrechtskonvention/-charta.
Was vom Menschen eingeführt wurde, kann von diesem auch wieder abgeschafft werden, vor allem wenn sich, wenn es auf demokratischer Weise passiert, die Einstellungen zu gewissen Themen ändern.
Aber daran werden wohl auch so Greueltaten wie in Ruanda, Nah Ost Konflikt, jetzt in Syrien oder im ehemaligen Jugoslawien nichts ändern.


Außerdem denke ich mir, wie kommt man dazu sich das Recht zu nehmen über Leben und Tod zu entscheiden?! Irgendwie is man dann ja auch ned besser, oder?

Wieso? Wir=der Staat macht das doch auch bei anderen Strafen.
Bei Verhängung von "nur" Steuerdelikten genau so wie bei Urteile über Kinderschänder-/mörder, über Doping und den Haftrahmen (bis zu lebenslänglich).
Wir legitimieren den Staat/Richter dazu, dies zu machen.



Ich find auch, dass wenn man lebenslang wo eingesperrt is, dass das die größere Qual sein muss

Zumindest muss es möglich sein darüber zu diskutieren oder zumindest über die Bestrafung (zB Lebenslang oder doch nur 10-15 Jahre) und den Haftbedingungen (Studium, Fachhochschule, Werkmeisterprüfung oder Steine klopfen, Wald vom Unrat säubern etc.).

jayson
21-04-2012, 12:00
Ich denke ja, dass alleine die Angst vor den harten Strafen den einen oder anderen abschrecken würde.
Ich halte mich da dann lieber an guten Infoseiten wie schlagbohrmaschine.net (http://www.schlagbohrmaschine.net/).
Also ruhig mal rumschauen...

Schine
21-04-2012, 12:50
Ich denke ja, dass alleine die Angst vor den harten Strafen den einen oder anderen abschrecken würde. Denn wer noch nicht im Knast dahinsiecht, der hängt auch noch am Leben und denkt der Tod wär die schlimmste Strafe.

Da gibt es aber zahlreiche Studien die das Gegenteil beweisen. Die Todesstrafe hat nachweislich keinen abschreckenden Charakter.

Buchdrucker47
21-04-2012, 16:36
prinzipiell a super sache. spart den unbescholtenen bürgern viele steuergelder. bedauerlicherweise kammas wegen der hohen fehlerquoten in der urteilsfindung ned guten gewissens einführn...

Was soll ich da noch schreiben?!

Ich konnte den skurrilen Meinungen unseres Shroeders fast nie etwas abgewinnen :qualm:, aber lieber 999 Schuldige "leben" in der Zelle, als EIN Unschuldiger wird hingerichtet. (Versetzt Euch in seine (ihre) Lage)!
(Wobei noch zu bemerken wäre, dass einige Deliquenten selbst den Wunsch äußerten, lieber hingerichtet zu werden, als unter
diesen für sie lebensunwerten Umständen noch jahrzehntelang in einer Zelle "aufbewahrt" zu werden).
(Vor kurzem, also vor 200 Jahren hätte man noch die Phrase gewählt: "Zu schmachten". Wie romantisch)!

Auch wenn es Leute gibt, die sich aufgrund eines Facharzt - Studiums (z.B. Psychologie, Psychiatrie)
anmaßen, über Tod und Leben urteilen zu dürfen, ist es noch immer eine ethische Frage und die hat nichts mit
Hochschulbildung, sondern mit Herzensbildung zu tun.

Was aber um Gottes Willen nicht heißen soll, dass ich einer dieser "Gutmenschen" wäre, die mehr Mitleid mit dem
Täter, als mit dem Opfer (den Opfern) hätten!

Das ist leider ein Thema, wo mir die Satire im Federkiel erstirbt, trotzdem wollte ich meinen Senf dazugeben.

Es grüßt Euch,

der Hans :wink:

revilO
21-04-2012, 17:48
aus welchem Grund auch immer kosten zum Tode Verurteilte in den USA dem Steuerzahler mehr als lebenslang Eingesperrte

dennoch stellt sich bei jemandem, der ohne Zweifel 77 Menschen getötet hat, nichts bereut, immer wieder so handeln würde und damit eine ständige Gefahr darstellt (ein Gutachten spricht gar von Zurechnungsfähigkeit - verrückt), die Frage, wie man den sicher von der Menschheit fernhält

RadRiese
21-04-2012, 23:20
Genau deshalb habe ich mein Eingangsposting gelöscht.
Weil es klar war, das sich manche (wohl eher viele) einfach nicht informieren können und wollen.

wenns eh klar war, warum hast dus dann erst erstellt?


Vielleicht solltet ihr euch über die Hintergründe informieren (wie das ganze überhaupt zu stande gekommen ist) bevor ihr auf irgend jemanden losgeht.
Und welchen Hintergrund dieser Furz hat:
1. die Wahl war schon lange geschlagen, daher gar nicht notwenig nachher etwas zu sagen
2. hat er doch eine gewisse Bildung und Ausbildung; und nebenbei ist er auch "nur" ein Mensch mit vier Kindern...Also Familienvater.

1. nach der wahl ist vor der wahl... das kann genauso ein plan der bundes-schwarzen sein, sich wieder mehr in die "law-and-order"-ecke zu stellen. und der zeitpunkt wäre deshalb gut, weil, sollte es größere wellen schlagen und viel aufregung verursachen, hätten es die meisten bis zur wahl schon wieder vergessen. nur bei denen, die es gut heißen, würde es vielleicht hängen bleiben..
2. zur bildung: "1966: Start Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck, weil das Einzelkind "Jürgi" nach dem Willen der Eltern unbedingt ein Doktor werden sollte. Also wählte ich den Weg des geringsten Widerstandes und das war in meinen Augen das Jusstudium." (Zitat von seiner Homepage)
und schnacksln kann jeder, und mehr kann man daraus nicht schließen...
wie du geschrieben hast: informieren sollte man sich...

sonst bin ich eigentlich einer meinung mit Buchdrucker47. vorallem der gedanke daran, einen unschuldigen menschen hinzurichten, schreckt mich vor dem gedanken an eine gutheißung der todesstrafe ab. (nebenbei ist die vielzitierte abschreckung reinster schwachsinn)

zu dem norweger, auch wenns eigentlich OT ist, aber dann doch irgendwie zusammenhängt, weil derzeit sicher viel mehr menschen die todesstrafe fordern als üblich: der rechtsstaat ist für alle da, auch für die, die ihn nicht akzeptieren wollen. das ist nun mal das system, auf das man sich geeinigt hat und auch wenn es den menschen nicht passt: prozess und urteil müssen in diesem rahmen stattfinden. alles andere wäre willkür und die frage "wo zieht man eine grenze?" stellt sich. weil grundsätzlich könnte man ja auch sagen dass jeder, der ein verbrechen begeht, das geltende recht offenbar nicht akzeptieren will.
deshalb ist es gut und richtig, dass es auch in diesem extremfällen so konsequent durchgezogen wird (wobei ich mir nicht sicher bin, in wievielen ländern das möglich wäre, deswegen gebührt den norwegern auch übermäßiger respekt. in vielen anderen ländern wäre er glaube ich einfach "schlecht geschützt" gewesen und ein angehöriger eines opfers hätte ihn erwischt)
und zurechnungsfähig: das ist ja keine einteilung in "passt in unser wertesystem" und "passt uns garnicht" sondern eine feststellung des psychischen zustandes. wenn er klar und sauber auf einer linie bleibt, ist er ja sogar eindeutig zurechnungsfähig. es macht nix besser (oder schlimmer), aber dass er zurechnungsfähig sein soll, überrascht und stört mich nicht.

skorpio01
22-04-2012, 12:17
lieber 999 Schuldige "leben" in der Zelle, als EIN Unschuldiger wird hingerichtet. (Versetzt Euch in seine (ihre) Lage)!
(Wobei noch zu bemerken wäre, dass einige Deliquenten selbst den Wunsch äußerten, lieber hingerichtet zu werden, als unter
diesen für sie lebensunwerten Umständen noch jahrzehntelang in einer Zelle "aufbewahrt" zu werden).
(Vor kurzem, also vor 200 Jahren hätte man noch die Phrase gewählt: "Zu schmachten". Wie romantisch)!

Auch wenn es Leute gibt, die sich aufgrund eines Facharzt - Studiums (z.B. Psychologie, Psychiatrie)
anmaßen, über Tod und Leben urteilen zu dürfen, ist es noch immer eine ethische Frage und die hat nichts mit
Hochschulbildung, sondern mit Herzensbildung zu tun.

Was aber um Gottes Willen nicht heißen soll, dass ich einer dieser "Gutmenschen" wäre, die mehr Mitleid mit dem
Täter, als mit dem Opfer (den Opfern) hätten!

Das ist leider ein Thema, wo mir die Satire im Federkiel erstirbt, trotzdem wollte ich meinen Senf dazugeben.

so sehe ich das auch,

wo-ufp1
22-04-2012, 21:32
1. nach der wahl ist vor der wahl... das kann genauso ein plan der bundes-schwarzen sein, sich wieder mehr in die "law-and-order"-ecke zu stellen. und der zeitpunkt wäre deshalb gut, weil, sollte es größere wellen schlagen und viel aufregung verursachen, hätten es die meisten bis zur wahl schon wieder vergessen. nur bei denen, die es gut heißen, würde es vielleicht hängen bleiben..
Der Threadtitel war vielleicht auch etwas unpassend von mir übernommen. Die reißerische Schlagzeile wurde jedoch von "den Medien" gemacht (geschrieben).

Am Samstag hat der Tiroler Wirtschaftskammerpräsident und Wirtschaftsbundobmann Jürgen Bodenseer (ÖVP) an einer Facebook (https://www.facebook.com/)-Umfrage teilgenommen. "Wie sollen Kinderschänder bestraft werden?", wollte jemand wissen. Zur Wahl standen dabei sechs Antwortmöglichkeiten, unter anderem "Kastrieren und ein paar Jahre Knast" und auch die Todesstrafe. Was Bodenseer gewählt hat, ist auf seinem öffentlich zugänglichen Profil ersichtlich: "Todesstrafe!!!". Der 65-Jährige ergänzt in seinem Eintrag, der als Screenshot auf dietiwag.org (http://www.dietiwag.at/blog/index.php) veröffentlicht wurde: "Ich wäre in krassen Fällen bei voller Zurechungungsfähigkeit für die Wiedereinführung der Todesstrafe."
http://derstandard.at/1334530942326/Tiroler-WK-Praesident-VP-Bodenseer-denkt-laut-ueber-Wiedereinfuehrung-der-Todesstrafe-nach



sonst bin ich eigentlich einer meinung mit Buchdrucker47. vorallem der gedanke daran, einen unschuldigen menschen hinzurichten, schreckt mich vor dem gedanken an eine gutheißung der todesstrafe ab.
Es gibt wohl nur wenige vernünftige Menschen, die einen unschuldigen hinrichten wollen.

Das ist wohl auch das Problem, dass viele mit der Todesstrafe haben/hätten. Es geht um die Beweise/Beweisbarkeit. In den allermeisten Fällen bleiben Zweifel oder können welche übrig bleiben.
In Amerika sind es offensichtlich die Armen und/oder Schwarzen, die öfters verurteilt werden, keinen fairen Prozeß bekommen, wo dieser manipuliert bzw. Beweise gefälscht wurden oder die sich einfach keinen Anwalt leisten können usw. usf. Und Fehler begeht "die Justiz" hüben wie drüben auch immer wieder; wie einige Fälle leider immer wieder beweisen :(.

Und abgesehen ob jetzt die zum Tode verurteilten oder die Lebenslänglichen mehr kosten, Fakt ist aber auch, dass es, zwar nicht viele aber doch, Fälle gibt, die recht eindeutig sind.
ZB diejenigen die auf frischer Tat "ertappt" wurden (John Hinckley (http://www.myvideo.at/watch/6084284/Das_Ronald_Reagan_Attentat), Mehmet Ali Agca (http://www.videoportal.sf.tv/video?id=2d7c5410-fb15-4912-8500-8668b1a628b9), Abu Nidal (http://www.historisch.apa.at/cms/apa-historisch/dossier.html?dossierID=AHD_19851227_AHD0001), Ilich Ramírez Sánchez (Carlos), (http://www.spiegel.de/thema/carlos/) baader-meinhof, breivik).



(Wobei noch zu bemerken wäre, dass einige Deliquenten selbst den Wunsch äußerten, lieber hingerichtet zu werden, als unter
diesen für sie lebensunwerten Umständen noch jahrzehntelang in einer Zelle "aufbewahrt" zu werden).
Den Wunsch würde ich ihnen nicht erfüllen. Dann hätten sie wohl alles erreicht (Menschen ermordet und anderen noch aufbürden sie zu töten) :mad:.

Sicher wirst du, als Buchdrucker, den alten Ausdruck Treideln (oder schweres "Schiffziehen" (http://de.wikipedia.org/wiki/Josephinisches_Strafgesetz)) kennen.
Im Grunde halte ich "lebenslänglich" (auch wenn es das so gut wie nicht mehr gibt) für schlimmer als die Todesstrafe.



Auch wenn es Leute gibt, die sich aufgrund eines Facharzt - Studiums (z.B. Psychologie, Psychiatrie)
Recht(swissenschaft)


anmaßen, über Tod und Leben urteilen zu dürfen, ist es noch immer eine ethische Frage und die hat nichts mit
Hochschulbildung, sondern mit Herzensbildung zu tun.
Und wenn, gegebenenfalls, die Herzen der Menschen die Wiedereinführung befürworten würden?
Dann hätte man eben auch die Legitimität.
Unabhängig von Bildung; demokratisch eben... (was zugegebenermaßen auch ein Problem sein kann, siehe Piratenpartei und deren Ideen...).

lg wo-ufp1

Buchdrucker47
22-04-2012, 22:38
@ wo

Natürlich weiß ich, was "treideln" bedeutet und habe sogar die Original-Gesetzbücher aus dieser Zeit zuhause.
Das war damals, besonders winters, viel schlimmer als die Todesstrafe. Die Deliquenten durchquerten Fluss-
läufe, ohne der Möglichkeit, anschließend die Kleidung gegen trockene wechseln zu dürfen. Die Ernährung
war Wasser und Brot und der Arbeitstag dauerte sommers 14 Stunden. Das hielten die Wenigsten durch.
Es war tatsächlich wie in einem KZ. Vernichtung durch Arbeit. (Auch Galeerensklaven hatten ein ähnliches Los).

Und jetzt zitierst Du mich und missverstehst mich:

Wenn ich von Herzensbildung spreche, dann ist dieser Begriff nicht nur bei mir, sondern auch bei vielen (fast) allen
Menschen positiv besetzt.

Ich habe noch nie von negativer, oder mieser Herzensbildung gehört oder gelesen.
(Es liegt mir fern, hier den Überdrüberweißalles zu spielen, aber wenn man so wie
ich ca 5000 Bücher gelesen hat, bekommt man schon ein sog. "Gspür" für die
Sprache und deren Zweideutigkeiten. Bei "Herzensbildung" ist es absolut eindeutig
positiv besetzt.

Anders ist es bei dem "Gesunden Menschenverstand", ein schwammiger Begriff, den die Nazis
ausnützten (besonders Goebbels), um Randgruppen zu diffamieren.

Also, lieber "wo", das Forum ist, wie Du sicher weißt, nicht nur dazu da, um zu diskutieren, sondern
auch um die semantische Bedeutung eines Wortes zu klären. Ist diese Bedeutung nicht geklärt, hat es
absolut keinen Sinn weiterzudiskutieren, da zwei Menschen, die sich ansonsten eigentlich sympathisch
fänden, von völlig verschiedenen Voraussetzungen ausgehen, weil sie sich vorher! nicht geeinigt
haben, was eine gemeinsame Verhandlungsbasis ist, nämlich der wirkliche Sinn eines Wortes.
(Wirklich in dem Sinne, dass bis auf 5% Imbecile auch alle das selbe darunter verstehen).

Liebe Grüße,

Hans

snowy
21-05-2012, 12:52
@ wo

.....(Es liegt mir fern, hier den Überdrüberweißalles zu spielen, aber wenn man so wie
ich ca 5000 Bücher gelesen hat...
Liebe Grüße,

Hans

Hallo Hans,

alle Achtung ! Wenn ich jetzt mal nur eine sehr grobe Milchmädchenrechung anstelle, dann hast du 0,46 Bücher pro Tag (!!!) gelesen...
Das ist schon eine beachtliche Leistung (in aller Bescheidenheit, die du ja auch zum Ausdruck bringen wolltest)
Da kann ich mit meinen 3 Asterix bei weitem nicht mithalten, daher beende ich meinen Post schnellstmöglich ....

Alles Gute weiterhin, die Welt ist voller Bücher !

shroeder
21-05-2012, 13:34
Hallo Hans,

alle Achtung ! Wenn ich jetzt mal nur eine sehr grobe Milchmädchenrechung anstelle, dann hast du 0,46 Bücher pro Tag (!!!) gelesen...
Das ist schon eine beachtliche Leistung (in aller Bescheidenheit, die du ja auch zum Ausdruck bringen wolltest)
Da kann ich mit meinen 3 Asterix bei weitem nicht mithalten, daher beende ich meinen Post schnellstmöglich ....

Alles Gute weiterhin, die Welt ist voller Bücher !

unabhängig davon, dass ich dem hans mengenmäßig grobe untertreibung im hinblick auf die genannte zahl gelesener bücher unterstelle...

wie hast das grechnet?

AFX
21-05-2012, 15:42
wie hast das grechnet?
das würd mich auch interessieren...weil wenn ich auch so eine milchmädchenrechnung wage (und den buchdrucker erst ab dem 10.lebensjahr mit dem "buchlesen" beginnen lasse).....sehe ich, dass er im schnitt alle 4 tage ein buch gelesen hat...
das ist viel, aber kann durchaus stimmen...;):wink:

Buchdrucker47
21-05-2012, 16:22
Ich möchte mir, da es sich hier um einen guten Bekannten von mir handelt, erlauben,
auch meinen Senf dazuzugeben.

Der Buchdrucker liest seit seinem fünften Lebensjahr und zwar nicht alle vier Tage ein
Buch, sondern manchmal vier Bücher an einem Tag.
(Zugegebenermaßen sind da Schwarten a la "Zauberberg" oder "Strudelhofstiege" nicht
dabei).

Vor drei Wochen holte er sich 14 Bücher aus seiner Buchhandlung, - sieben Tage später
waren sie schon wieder ausgelesen.

Der Buchdrucker liest manchmal drei Tage lang nix, weil Schönwetter herrscht und er
sich deshalb leider gezwungen sieht, mit dem Rad alle umliegenden Schanigärten auf
deren Funktionstüchtigkeit zu kontrollieren.

Regnet es aber, dann kann es passieren, dass er, unterbrochen von kleinen Pinkelpausen,
14 Stunden täglich die Zeilen durcheilt.
Neuerdings auch auf Google-Books, weil da tausende Bücher aus dem 16., 17., und 18 Jhdt.
eingescannt sind, bei denen das Urheberrecht schon erloschen ist.
Hauptsächlich Reisebeschreibungen und naturwissenschaftliche Werke, zB. Medizin.

Ich hoffe, zum besseren Verständnis der Lesegewohnheiten des Buchdruckers beigetragen zu haben.

Amor librorum nos unit!

Hans :zwinker:

:wink:

shroeder
21-05-2012, 16:28
das würd mich auch interessieren...weil wenn ich auch so eine milchmädchenrechnung wage (und den buchdrucker erst ab dem 10.lebensjahr mit dem "buchlesen" beginnen lasse).....sehe ich, dass er im schnitt alle 4 tage ein buch gelesen hat...
das ist viel, aber kann durchaus stimmen...;):wink:

gut. also zwei rechnen scho mal gleich und kommen zum selben ergebnis :D

ich hab gut 2,5tsd bücher zhaus, davon gut 10-20% immer ungelesen, dazu jahrelang 2-3 bücher/woche aus der bücherei, die bücher die ich bei der scheidung zurückgelassen hab... da komm ich sicher auf 3tsd, hab aber die letzten 10 jahre so gut wie nix gelesen...

deswegn glaub ich dem hans die 5tsd ned, das muss mehr sein....

edith zeigt, der herr buchdrucker erklärt sich eh selbst während ich tippe... :wink:

SirDogder
22-05-2012, 07:14
Auch wenn es Leute gibt, die sich aufgrund eines Facharzt - Studiums (z.B. Psychologie, Psychiatrie)
anmaßen, über Tod und Leben urteilen zu dürfen, ist es noch immer eine ethische Frage und die hat nichts mit
Hochschulbildung, sondern mit Herzensbildung zu tun.




Eigentlich habe ich mir selbst zur Maxime gemacht, zu Buchdrucker Postings keine reflexartige Meinung mehr abzugeben, aber das hier verschlägt mir irgendwie die Sprache.

Wie genau meinst du das? Auf was beziehst du dich?

Meine Frau ist so eine Psychologin, sie hat das studiert und arbeitet jetzt als Trainerin. Aber wo in "himmelherrgottsnamen" steht, dass sich sich anmaßt, über Leben und Tod zu urteilen? Psychologen haben es in einer Welt, wo soziale Arbeit ohnedies als nicht bezahlungswürdig angesehen wird und als "Ehrensache" gilt - ein hartes Leben. Nebenbei haben sich die meisten Psychologen, die das studiert haben ohnedies ein hartes Los eingebrockt, man studiert endlos.... Jobs gibts eigentlich nicht und wenn du endlich zu einem echten Menschen vorgelassen wirst - dem man helfen kann und will, musst man noch eine Million Zusatzqualifikationen absolvieren. Kurz - es ist ein Job, der hauptsächlich von der eigenen Überzeugung lebt, Menschen helfen zu wollen.

Oder hat es etwas mit dem Eingangsposting zu tun, das ich nicht lesen kann, weil sich der TE auf meiner Ignorierliste befindet?

Bitte um kurze Antwort, ohne beleidigt zu sein und ohne mich anzugreifen - ich will nicht oberlehrerhaftig sein als notwendig, das liegt weit außerhalb meiner persönlichen Intentions - Quantität.

shroeder
22-05-2012, 07:46
:rofl:

ventoux
22-05-2012, 09:02
Ich würde jedem verurteilten Schwerverbrecher selbst die Wahl lassen und ihnen einen Strick in ihre Zelle an die Decke hängen.Dann würde man nicht über Tod oder Leben entscheiden und nicht gegen Grundsatzrechte verstossen.
Leute wie Breivik,Fritzl oder irgendwelche Kinderschänder haben kein Recht zu leben und von anderen durchgefüttert zu werden.

snowy
22-05-2012, 10:08
Ich möchte mir, da es sich hier um einen guten Bekannten von mir handelt, erlauben,
auch meinen Senf dazuzugeben.

Der Buchdrucker liest seit seinem fünften Lebensjahr und zwar nicht alle vier Tage ein
Buch, sondern manchmal vier Bücher an einem Tag.
(Zugegebenermaßen sind da Schwarten a la "Zauberberg" oder "Strudelhofstiege" nicht
dabei).

Vor drei Wochen holte er sich 14 Bücher aus seiner Buchhandlung, - sieben Tage später
waren sie schon wieder ausgelesen.

Der Buchdrucker liest manchmal drei Tage lang nix, weil Schönwetter herrscht und er
sich deshalb leider gezwungen sieht, mit dem Rad alle umliegenden Schanigärten auf
deren Funktionstüchtigkeit zu kontrollieren.

Regnet es aber, dann kann es passieren, dass er, unterbrochen von kleinen Pinkelpausen,
14 Stunden täglich die Zeilen durcheilt.
Neuerdings auch auf Google-Books, weil da tausende Bücher aus dem 16., 17., und 18 Jhdt.
eingescannt sind, bei denen das Urheberrecht schon erloschen ist.
Hauptsächlich Reisebeschreibungen und naturwissenschaftliche Werke, zB. Medizin.

Ich hoffe, zum besseren Verständnis der Lesegewohnheiten des Buchdruckers beigetragen zu haben.

Amor librorum nos unit!

Hans :zwinker:

:wink:

Tja ich hab das mit "Milchmädchenrechnung" übertitelt und mich dann auch noch verrechnet. Mein Wert sollte noch invertiert werden 1/x und dann
wären wir bei alle 2 Tage ein Buch....
Was auch meiner Sicht (man beachte die Kontiniuität !) immer noch der Wahnsinn schlechthin ist (ich muß da wieder meine 3 Asterix erwähnen)

Offensichtlich scheint nicht mal die fürchterliche Kurrentschrift deine Lesegeschwindigkeit zu drosseln, die ja bei einigen der eingescannten Büchern
noch zu finden ist....
Ok, also ich muß einsehen "geht nicht -gibt's nicht".
Ich werd mir gleich noch ein Clever&Smart reinziehen (regnet eh ziemlich)

cu

Buchdrucker47
22-05-2012, 13:31
@snowy! Kleine Korrektur: Die Schrift die Du meinst, heißt gotische Schrift, Von dieser gibt es auch noch viele
Unterarten, zB. "Schwabacher", "Tannenberg", "Angelsächsisch" usw.
Die sind nicht nur bei einigen, sondern bei fast allen dieser Bücher zu finden, außer bei Nichtdeutschen.
Dass ich diese Schrift genau so schnell lese wie eine Antiqua ist nur Übungssache, außerdem
mussten wir sie in der Berufsschule lernen (lesen und schreiben).

Die Kurrentschrift, später Sütterlin, ist eine Schreibschrift, d.h., man hat sie noch mit dem
Gänsefederkiel geschrieben.

Bitte diesen kleinen Exkurs nicht als schulmeisternd zu empfinden,
l.G,
Hans :)

Buchdrucker47
22-05-2012, 14:05
:rofl:

Welch bacchantische Fröhlichkeit, dear shroeder!
Übersteigt diese nicht weit Deine persönliche Intentions-Quantität?

Hans :)

shroeder
22-05-2012, 14:15
Welch bacchantische Fröhlichkeit, dear shroeder!
Übersteigt diese nicht weit Deine persönliche Intentions-Quantität?

Hans :)

ich zelebrier heut den tag der zwanghaften freude. sonst dreh ich durch.

unabhängig davon hat des dodgers kommentar mich zur folgenden fragestellung bracht: "wie aufgeblasen muss eines mannes ego sein, um aus den zitierten ausführungen des buchdruckers einen tätlichen angriff gegen die dem buchdrucker vermutlich völlig fremde frau zu konstruiern?"

der zu erwartende, von fassungslosigkeit und unverständnis geprägte gesichtsausdruck des befragten (im falle die frage gestellt würde) hat mich dann lachen machen. verstehst?

btw: meine beste hälfte ist auch studierte psychologin :D

:wink:

Buchdrucker47
22-05-2012, 15:13
ich zelebrier heut den tag der zwanghaften freude. sonst dreh ich durch.

unabhängig davon hat des dodgers kommentar mich zur folgenden fragestellung bracht: "wie aufgeblasen muss eines mannes ego sein, um aus den zitierten ausführungen des buchdruckers einen tätlichen angriff gegen die dem buchdrucker vermutlich völlig fremde frau zu konstruiern?"

der zu erwartende, von fassungslosigkeit und unverständnis geprägte gesichtsausdruck des befragten (im falle die frage gestellt würde) hat mich dann lachen machen. verstehst?

btw: meine beste hälfte ist auch studierte psychologin :D

:wink:

Na, da kann ich ja nur gratulieren! Wenn es nicht Du wärest, hätte ich mir erlaubt zu bemerken, dass Du da
rhetorisch einen schweren Stand hättest bei etwaigen Diskussionen.

Was mein Posting bezüglich der Psychiater anbelangt, war es schon jedem klar, dass es sich um gerichtliche
Sachverständige handelt, nach deren Gutachten sich dann der (die) Richter(in) im wahrsten Sinn des Wortes
richtet.

Dodger hat mich gebeten, ihn nicht zu beleidigen, also schreib` ich am besten gar nichts, da kann nix
schiefgehen.

Hans

:wavey: Weiterfreuen!

SirDogder
22-05-2012, 15:16
unabhängig davon hat des dodgers kommentar mich zur folgenden fragestellung bracht: "wie aufgeblasen muss eines mannes ego sein, um aus den zitierten ausführungen des buchdruckers einen tätlichen angriff gegen die dem buchdrucker vermutlich völlig fremde frau zu konstruiern?"

der zu erwartende, von fassungslosigkeit und unverständnis geprägte gesichtsausdruck des befragten (im falle die frage gestellt würde) hat mich dann lachen machen. verstehst?



Impliziert dieser langatmig aufgesetzte Satz irgendwo eine Beleidigung für mich, die ich sicher verdient habe?

Ich weiß, ich sollt es langsam besser wissen - ich halt schon meine Pappn, halt mich an meine Maximen und schleich mich aus dem Thread. Nebenbei sollt ich wirklich meine Ignorierliste updaten.

shroeder
22-05-2012, 15:35
Impliziert dieser langatmig aufgesetzte Satz irgendwo eine Beleidigung für mich, die ich sicher verdient habe?

auf jeden fall, aber schon schön versteckt.


Nebenbei sollt ich wirklich meine Ignorierliste updaten.

und den nick auf vogel strauß ändern lassen? :D

Buchdrucker47
22-05-2012, 15:54
auf jeden fall, aber schon schön versteckt.



und den nick auf vogel strauß ändern lassen? :D


Wie niedlich: "Eine Beleidigung die ich sicher verdient habe"!
Da schmilzt jemandem die Butter auf dem Kopf!

Grenzgenial: "Den Nick auf Vogel Strauß ändern lassen"?
Oder wie man dzt. in der BRD spricht: "Erste Sahne"!

Es lassen sich auch viel leichter Monologe verfertigen, wenn man alle Boardies
auf der Ignorierliste hat! Niemand kann widersprechen, man hat immer Recht!

:zwinker: :wink:

snowy
22-05-2012, 17:07
@snowy! Kleine Korrektur: Die Schrift die Du meinst, heißt gotische Schrift, Von dieser gibt es auch noch viele
Unterarten, zB. "Schwabacher", "Tannenberg", "Angelsächsisch" usw.
Die sind nicht nur bei einigen, sondern bei fast allen dieser Bücher zu finden, außer bei Nichtdeutschen.
Dass ich diese Schrift genau so schnell lese wie eine Antiqua ist nur Übungssache, außerdem
mussten wir sie in der Berufsschule lernen (lesen und schreiben).

Die Kurrentschrift, später Sütterlin, ist eine Schreibschrift, d.h., man hat sie noch mit dem
Gänsefederkiel geschrieben.

Bitte diesen kleinen Exkurs nicht als schulmeisternd zu empfinden,
l.G,
Hans :)

Nein, nein, habe wieder was dazugelernt. Ich mein halt diese druckschrift da wo das s ausschaut wie a f und ma dann nix mehr
versteht, weil der Gehirn da oft net so schnell umrechnen will...
Da hab ich an Kurrent gedacht und lag extrem daneben. Auch wenn's schön ausschaut, lesen tu ich die nicht gern und ziemlich
langsam. (damit ich nicht ganz OT bin schreib ich noch dazu, dass die Schrift zu lesen für mich fast so schlimm ist wie die Todesstrafe .... deren Anhänger ich übrigens genausowenig bin wie ein Wähler von HC, der diese Schrift aber sicher gut lesen wird können, da ja 90% seines Gedankengutes original in eben dieser abgefasst sein dürfte.)

Buchdrucker47
22-05-2012, 20:39
Nein, nein, habe wieder was dazugelernt. Ich mein halt diese druckschrift da wo das s ausschaut wie a f und ma dann nix mehr
versteht, weil der Gehirn da oft net so schnell umrechnen will...
Da hab ich an Kurrent gedacht und lag extrem daneben. Auch wenn's schön ausschaut, lesen tu ich die nicht gern und ziemlich
langsam. (damit ich nicht ganz OT bin schreib ich noch dazu, dass die Schrift zu lesen für mich fast so schlimm ist wie die Todesstrafe .... deren Anhänger ich übrigens genausowenig bin wie ein Wähler von HC, der diese Schrift aber sicher gut lesen wird können, da ja 90% seines Gedankengutes original in eben dieser abgefasst sein dürfte.)

@ snowy! Jetzt hast Du Dich aber ganz schön in einen Wickel reingeplaudert!
Der H.C. kann diese Schrift genauso schlecht, oder eher schlechter lesen wie Du.
Er ist Zahntechniker, nicht mein Freund und wird es, solange ich lebe, auch nicht werden!
Aber ja, er denkt "gotisch", hat seine Burschenschafterfreunde, die ihn aber insgeheim
verachten, weil er kein Akademiker ist, ja, nicht einmal ein Maturant!

Seltsamerweise hat das 1933 bei "unserem" Dolferl niemand gestört!

Gute Nacht, Snowy,

wünscht Dir der

Hans :zwinker:

:wink:

snowy
23-05-2012, 18:55
...Also jetzt bin ich kurz einer kleinen Verwechslung "aufgesessen" und hatte kurz an den Hr. Dr. Dollfuß denken müssen,
aber der is ja ein Dr. und dann is mir erst klar geworden, dass wir in der unteren Stmk. ja Adi sagen und es stimmt wieder :)

Ja wirklich studieren hätt da auch nix genützt zumindest was mit Mathematik wäre nix weil das mit dem 1000 jährigen Reich,
da iss er ja rein rechnerisch schon ziemlich daneben gelegen.
(Da bin ja ich mit meiner Milchmädchenrechnung noch genauer)

Der HC hat ja die Kappln von die Burschen ja sicher nur aus modischen Überlegungen in die Kammera gehalten incl.
Zahntechnikerlächeln. Ob die ihn mögen ? - keine Ahnung- sein Gsichterl is halt doch noch zu glatt, beim Paintball
spielen bleiben auch bei Kopfschüssen zumindest keine optischen Spuren zurück.

Bevor ich noch mehr OT werde, wünsch ich dir noch einen lesefreien Abend (oder doch lieber einen lesereichen ?)
:)

Buchdrucker47
23-05-2012, 20:51
...Also jetzt bin ich kurz einer kleinen Verwechslung "aufgesessen" und hatte kurz an den Hr. Dr. Dollfuß denken müssen,
aber der is ja ein Dr. und dann is mir erst klar geworden, dass wir in der unteren Stmk. ja Adi sagen und es stimmt wieder :)

Ja wirklich studieren hätt da auch nix genützt zumindest was mit Mathematik wäre nix weil das mit dem 1000 jährigen Reich,
da iss er ja rein rechnerisch schon ziemlich daneben gelegen.
(Da bin ja ich mit meiner Milchmädchenrechnung noch genauer)

Der HC hat ja die Kappln von die Burschen ja sicher nur aus modischen Überlegungen in die Kammera gehalten incl.
Zahntechnikerlächeln. Ob die ihn mögen ? - keine Ahnung- sein Gsichterl is halt doch noch zu glatt, beim Paintball
spielen bleiben auch bei Kopfschüssen zumindest keine optischen Spuren zurück.

Bevor ich noch mehr OT werde, wünsch ich dir noch einen lesefreien Abend (oder doch lieber einen lesereichen ?)
:)

Ad eins: Danke für den "lesereichen Abend"!
Ad zwei: Es blieben auch bei scharfer Munition keine Spuren zurück.
(Nur wo etwas (Hirn) vorhanden, kann es auch zerstört werden).
Ad drei: Die "Kappeln" von den Burschen, die ja nur im Hier und Jetzt leben,
sind natürlich trotz Studiums nicht bereit, sich eine Zukunft vorzustellen, die
anders aussähe, wie die "ruhmreiche" Vergangenheit.
Ad vier: Ich wünschte mir, dass solche Themen in einem Bikeboard nicht zur
Sprache gebracht würden.
Andererseits ist es mir doch lieber, darüber zu diskutieren, als den ganzen
Scheiß von 1933 - 1945 noch einmal durchleben zu müssen!

Schlaf gut, aber verschlaf nicht die Realität!

Hans :zwinker:

:wink:

wo-ufp1
24-05-2012, 09:04
Wie niedlich: "Eine Beleidigung die ich sicher verdient habe"!
Da schmilzt jemandem die Butter auf dem Kopf!

Grenzgenial: "Den Nick auf Vogel Strauß ändern lassen"?
Oder wie man dzt. in der BRD spricht: "Erste Sahne"!

Es lassen sich auch viel leichter Monologe verfertigen, wenn man alle Boardies
auf der Ignorierliste hat! Niemand kann widersprechen, man hat immer Recht!
Schau, jeder hat das Recht hier oder woanders seine Meinung kundzutun.
Ich finde es interessant, auch andere Meinungen und Argumente zu lesen.
Selbst manche Ungustln oder schwache Köpfe bringen immer wieder etwas lesenswertes hervor.
Und selbst bei manchen, die geistig auf meiner Ignor Liste sind, habe ich immer noch die Hoffnung, sie würden auch etwas konstruktives dazu beisteuern. Wie gesagt, zu ein paar wenigen Prozent gelingt ihnen das auch.
Die restlichen postings sprechen dann eh ihre eigene Sprache. Das sind dann die Störpostings, die Querschläger, die Troll Postings usw. Einfach nur ungut sein, irgendwie auffallen wollen und deppert sein. Wobei bei manchen das provozieren wenigstens den ein oder anderen zum Nachdenken anreget.

Bei Leuten die eh nur lustige oder sinnbefreite postings absetzten, oder denen eh alles wurscht ist, zahlt es sich demnach auch kaum aus, ernsthaft zu diskutieren. Vielleicht ist das BB ja auch nicht der richtige Ort dafür, etwas über den Tellerrad des Fahrrads zu diskutieren :rolleyes:.



Ad vier: Ich wünschte mir, dass solche Themen in einem Bikeboard nicht zur
Sprache gebracht würden.

Dann halt nicht.
Dann mach bitte einen eigenen Thread über Helvetica, Times New Roman und Arial auf :zwinker:.

snowy
24-05-2012, 09:14
@Buchdrucker47
Ja, geb ich dir natürlich recht ! Müsste nicht in dem Forum besprochen werden,aber wo wir schon so "schön OT sind ...:)
Weiters hat der HC schon wieder textuell mehr Bühne bekommen, als es überhaupt sinnvoll ist.
Und was das Durchleben dieser vergangenene Zeitspanne betrifft, bin ich mir nicht so sicher, ob wir als Bevölkerung das Thema
schon ausreichend durchdekliniert haben. Es wiederholt sich eigentlich nix auf dieselbe Art, aber auch eine lokalere und abgeschwächte Form
wäre immer noch für viele unerträglich.
Zu dem Thema gäb's ja wirklick ordentlich was zu schreiben, glaube aber das ich das schriftlich nicht entsprechend rüberbringen kann.
Aber aus meiner Sicht läuft die "Aufarbeitungsdebatte" in die falsche Richtung ebenso der Teilaspekt der Vermögensrestitution ist
höchst scheinheilig und hilft wieder nur den sog. Eliten der "Geschädigten", die andere Masse derer die eben keine Egon Schieles herumhängen hatten
lässt man wegsterben im wörtlichen Sinn.
Auch wenn ich jetzt eine Drüberkriegen sollte, bin ich doch ein Anhänger des Resonanzgesetzes und daraus leite ich ab das nicht ein einzelner
Führer (wie krank der auch immer war) ein ganzes Volk "verhetzen" kann. Das ist nur möglich wenn in jedem einzelnen seelisch desolate Anteile
in Resonanz gehen. ( Krieg Nr. 1 hat ja ausreichend dafür gesorgt, dass da sehr viele schwer traumatisierte Menschen übergeblieben sind, die dann
gar nicht anders konnten vieles in der Erziehung auf ihre Kinder zu übertragen.
In dieser Erkenntnis liegt eigentlich schon der Schlüssel den "Wiederholungszwang" zu durchbrechen....

Wer bin ich, dass ich dir einen Buchtipp geben könnte (da muß ich grad selber lachen) aber neben den 3 Asterix hab ich auch noch Alice Miller
(nicht Schwarzer !!! *ggg*) gelesen und die hat mich sehr beeindruckt (z.b.: Du sollst nicht merken) das wird eigentlich nebenbei (weil eigentlich geht's
da um was Anderes) diese "Entstehungsdynamik" von damals skizziert.
Sehr gscheite Frau !

Buchdrucker47
25-05-2012, 22:26
Lieber Wo, über den oder das "TELLERRAD" des Fahrrads zu diskutieren ist eine Aufgabe, die sogar angehenden Maschinenbauingenieuren

schwerfällt. (Auch Druckmaschinen hatten früher ein Tellerrad)! Meine aus dem Jahre 1870 hat es jetzt noch).

Vielleicht handelt es sich hier um eine gastronomische Erfindung, deren ich altersbedingt noch nicht gewahr wurde?

Man bringt, tellerradbedingt, die Speisen in Kürze zu den hungrigen Gästen, und erntet, so man nicht stürzt,

stürmischen Applaus!?

Der Duden (Herkunftswörterbuch) verrät mir, ohne rot zu werden, dass das Wort "Teller" aus dem 13. Jhdt.stammt

und aus dem Romanischen entlehnt ist. es bedeutet soviel wie: Hackbrett, auf dem die Speisen zerlegt werden.

Hoffentlich bin ich schon "Off Topic", - ich hielte ja die ständigen Vorwürfe "Off Topic" zu schreiben,

ja sonst psychisch gar nicht mehr aus!

Die lapidare und marginale Bemerkung (im Thema:Todesstrafe), dass ich schon einige tausend Bücher

gelesen hätte, hat einige Boardies bewogen, deren Meinung, meine Lesegewohnheiten betreffend, zu

posten.

Nun war plötzlich ich "Off Topic", ohne es zu wollen. Ich hab` ja nur, wie es die Höflichkeit gebietet,

geantwortet.

Und schon wieder Kritik! "Off Topic, Off Topic"!

Meine bescheidene Meinung dazu?

Schreibst Du "Off Topic" oder im "Bblauderstübchen", dann lass Dich nicht beirren, es gibt, außerhalb des Radfahrens,

auch noch eine Realität!

Es grüßt Euch herzlich,

der Hans :)

wo-ufp1
28-08-2012, 10:07
Manchmal kann man schon verzweifeln, ob "unseres" Rechtssystems:
Auch wenn es sich, Gott sei Dank, nur um die Spitze des Eisberges und nicht um den Regelfall handelt,
fragt man sich, was man noch alles tun muss, um Lebenslang oder die Todesstrafe zu bekommen :mad: :k:?

Die Ex-Frau des belgischen Kindermörders Marc Dutroux begeht Entführung, Freiheitsberaubung und Mord an kleinen, wehrlosen und unschuldigen Kindern. Dafür bekommt sie nur 30 Jahren und, quasi den Gutschein :rolleyes: für eine vorzeitige Entlassung, welche jetzt geschen ist.


Gericht entscheidet über Freilassung von Dutroux-Komplizin (http://orf.at/stories/2137782/)

Ein Berufungsgericht in Brüssel entscheidet heute über die vorzeitige Freilassung der Ex-Frau des belgischen Kindermörders Marc Dutroux. Das Gericht wird voraussichtlich den Einspruch der Familien der Dutroux-Opfer abweisen.

Die 52-jährige Michelle Martin, die als Komplizin ihres Mannes verurteilt wurde, dürfte dann nach 16 Jahren hinter Gittern in den nächsten Tagen auf freien Fuß kommen. Martin war als Mittäterin zu 30 Jahren Haft verurteilt worden.


Vier Mädchen starben

Die „Affäre Dutroux“ hatte in den 1990er Jahren ganz Belgien erschüttert. Der Mann entführte sechs Mädchen, missbrauchte sie und kerkerte sie in seinem Keller in einem geheimen Verlies ein. Vier der Mädchen starben. Seine Ehefrau wurde als Mittäterin rechtskräftig verurteilt. Sie ließ die beiden Mädchen Julie und Melissa verhungern. Martin will künftig in einem Kloster in der Nähe von Namur leben.

6.8
28-08-2012, 10:28
Da gebe ich dir recht, es ist tatsächlich schwer zu verdauen.

Für den gläubigen Menschen hat die Religion ja das Fegefeuer und das göttliche Gericht aber eben auch die Vergebung nach der Beichte erfunden, noch nicht mal da wird einem hoffnung gegeben.

Tragisch, dass in unserem Rechtssystem immer noch der Wert und der Besitz über dem Leben steht.

yellow
29-08-2012, 08:16
was man noch alles tun muss, um Lebenslang oder die Todesstrafe zu bekommen :mad: :k:?Wolfgang, Dein Post wundert mich jetzt ein wenig.
Ich frage mich gerade ... bist Du plötzlich pro?
Denn irgendwie hatte ich das Gegenteil (von diesem Thread hier) im Kopf ...
:confused:

PS: bei Dingen wie den von Dir genannten - also Personen die so weit außerhalb der Gesellschaft stehen, dass sie für diese einfach nur ein unnötiges Ärgernis (und eine Gefahr) darstellen - bin ich klar dafür.
Glücklicherweise geht es unserer Gesellschaft (noch) gut genug, dass wir es uns leisten können, auch für diese "Menschen" zu sorgen

wo-ufp1
29-08-2012, 09:01
Wolfgang, Dein Post wundert mich jetzt ein wenig.
Ich frage mich gerade ... bist Du plötzlich pro?
Denn irgendwie hatte ich das Gegenteil (von diesem Thread hier) im Kopf ...
:confused:

PS: bei Dingen wie den von Dir genannten - also Personen die so weit außerhalb der Gesellschaft stehen, dass sie für diese einfach nur ein unnötiges Ärgernis (und eine Gefahr) darstellen - bin ich klar dafür.
Glücklicherweise geht es unserer Gesellschaft (noch) gut genug, dass wir es uns leisten können, auch für diese "Menschen" zu sorgen
Das sehe ich genau so wie du.
Grundsätzlich bin ich kein befürworter der Todesstrafe. Aber in gewissen Fällen, siehe die Beispiele oben, bin ich dafür. Und selbst dann muss man "aufpassen" das alles seine Richtigkeit hat. D.h. noch mehr als bei einem normalen Verfahren (Diebstahl, Betrug, fahrlässige Krida etc) und das die Beweise hieb und stichfest sind.

Der Staat (der ja wir sind) nimmt sich das Recht und verurteilt Menschen (durch Gerichte/Richter/Geschworene) und erlegt ihnen entsprechende Strafen auf. Wenn jemand mit seinen Taten so weit außerhalb der Gesellschaft steht/stehen will, dann soll er das auch weiterhin tun können, nämlich im Gefängnis, in der Hölle :devil: oder wenn er daran glaubt, dann halt im Himmel (mit x Jungfrauen).
Hauptsache er kann niemanden mehr ein Leid auf Erden antun...:wink:.

Man kann schon mal einen Fehler machen. Wer macht den nicht? Aber ein geplanter Mord ist für mich kein Fehler, kein Hoppala, kein "'tschuldigung Herr Rat, i hab nur a bissal gsoffn und dann ist ma de Hand ausgrutscht" :rolleyes:. Und auch in Kriegssituationen muss man andere Maßstäbe anlegen (siehe die aktuellen Beispiele im nahen Osten).

Palooza
29-08-2012, 09:39
Da das Thema ohnehin in schöner Regelmäßigkeit abgearbeitet wird, mein Senf dazu und dabei lasse ich sogar die Moralkeule stecken:

Eine befreundete Psychologin hat mir zu dem Thema mal ein paar Dutzend Abhandlungen über die Schmerzverarbeitung von Hinterbliebenen von Mordopfern in die Hand gedrückt. Unisono: die Todesstrafe hilft den Hinterbliebenen in keinster Weise bei der Bewältigung des Schmerzes. In den USA verhindert es sogar die erfolgreiche Abarbeitung der Trauer, da zwischen Urteilsverkündung und der Vollstreckung Jahre vergehen und sich die Betroffenen über diese Zeit in ein Rachegefühl steigern.
Interessant auch: Ein Großteil der Menschen, die in den USA einer Hinrichtung beiwohnen sind danach gegen die Todesstrafe.

Auch wenn ich es seltsam finde - aber das Death Penalty Info Center in den USA liefert Zahlen über die Kosten, die eine Todesstrafe so mit sich bringt. Die sind höher als die Sicherheitsverwahrung einer Person auf höchster Sicherheitsstufe über einen Zeitraum von 40 Jahren.

Die Abschreckung ist offenbar auch kein Grund für eine Todesstrafe: Kanada, Großbritannien, der US-Bundesstaat New York... überall wo die Todesstrafe abgeschafft wurde, sanken die Anzahl an Gewaltverbrachen (in Kanada sogar um 23%).

Wenn dann manchmal diese Ausreißer in Europa auftauchen, wie der Dutroux-Fall, und die Stimmen für eine Todesstrafe und ein härteres Strafrecht wieder laut werden, verweise ich ganz gern auf dieses Papier: http://bjs.ojp.usdoj.gov/content/pub/pdf/gap.pdf
Eine ausführliche Diskussion der University of California at Davis, die das "milde" deutsche Strafverfolgungssystem mit dem sehr drakonischen US-amerikanischen System vergleicht und sehr eindrucksvoll aufzeigt, dass ein hartes Strafsystem keinen Mord, keine Vergewaltigung und auch keinen Wiederholungstäter verhindern kann.

wo-ufp1
29-08-2012, 10:00
Eine befreundete Psychologin hat mir zu dem Thema mal ein paar Dutzend Abhandlungen über die Schmerzverarbeitung von Hinterbliebenen von Mordopfern in die Hand gedrückt. Unisono: die Todesstrafe hilft den Hinterbliebenen in keinster Weise bei der Bewältigung des Schmerzes. In den USA verhindert es sogar die erfolgreiche Abarbeitung der Trauer, da zwischen Urteilsverkündung und der Vollstreckung Jahre vergehen und sich die Betroffenen über diese Zeit in ein Rachegefühl steigern.
Interessant auch: Ein Großteil der Menschen, die in den USA einer Hinrichtung beiwohnen sind danach gegen die Todesstrafe.

Auch wenn ich es seltsam finde - aber das Death Penalty Info Center in den USA liefert Zahlen über die Kosten, die eine Todesstrafe so mit sich bringt. Die sind höher als die Sicherheitsverwahrung einer Person auf höchster Sicherheitsstufe über einen Zeitraum von 40 Jahren.
Interessant.
Es wäre auch interessant, wie es aussähe, wenn die "Erledigung" (welch ein Wort in diesem Zusammenhang) rascher vonstatten gehen würde.

Warum aber die Sicherheitsverwahrung billiger als die Todesstrafe kommt, ersscheint mir nicht klar.



Die Abschreckung ist offenbar auch kein Grund für eine Todesstrafe: Kanada, Großbritannien, der US-Bundesstaat New York... überall wo die Todesstrafe abgeschafft wurde, sanken die Anzahl an Gewaltverbrachen (in Kanada sogar um 23%).
Nicht bös sein, aber das kann man sachlich nicht ernst nehmen. Das können keine seriösen Studien zu Tage fördern.
Das kaum bis niemanden die Todesstrafe vor einem Verbrechen abschrecken wird, würde ich auch glauben. Aber das ohne die Todesstrafe die Gewaltverbrechen zurückgehen :f:. Man muss halt auch dazu sagen, dass die Qualität der Verbrecher/n in etwa gleich geblieben ist, die Qualität der Strafverfolger (DNS, Spurensicherung, Afis etc) um ein beträchtliches gestiegen sind.



Wenn dann manchmal diese Ausreißer in Europa auftauchen, wie der Dutroux-Fall
Gott sei Dank werden solche Fälle die Ausnahme bleiben. Daher wäre die Todesstrafe auch ein relativ kleines Randthema, aber nichts desto trotz zu überlegen.



dass ein hartes Strafsystem keinen Mord, keine Vergewaltigung und auch keinen Wiederholungstäter verhindern kann.
Siehe oben. Verhindern nicht, kann aber mitunter für (teilweise) Gerechtigkeit, Rachebedürfnisse, Wiedergutmachung, und, im Falle von lebenslänglich, sehr wohl weitere Taten verhindern.
Wenn wir solche Menschen wieder raus lassen, und dazu hat ein jeder das Recht (wenn er seine Strafe, seine Schuldigkeit, abgesessen hat), dann sollten wir uns überlegen, wie er wieder eingegliedert werden und das er nicht wieder rückfällig wird.
Sogenannte Begleitmaßnahmen. Leider hat der Täter schon einmal Leid und Kosten verursacht. Und jetzt tut er es wieder, weil auch die Begleitmaßnahmen (Ein-, Umschulung, Resozialisierung etc) auch Geld kosten. Doch ist es besser dieses Geld in ihn zu investieren, als das er wieder rückfällig wird und anderen Leid und Kosten zufügt.

Palooza
29-08-2012, 10:22
Interessant.
Es wäre auch interessant, wie es aussähe, wenn die "Erledigung" (welch ein Wort in diesem Zusammenhang) rascher vonstatten gehen würde.

Das wäre verheerend. Seit der Wiedereinführung der Todesstrafen in einigen US-Bundesstaaten 1976 wurden bis März 2010 136 Gefangene aus den Todestrakten entlassen, weil ihre Unschuld doch noch irgendwie bewiesen wurde. Würde man jetzt den Zeitraum zwischen Urteil und Vollstreckung verkürzen, wäre jeder 7. Hingerichtete ein Unschuldiger.



Warum aber die Sicherheitsverwahrung billiger als die Todesstrafe kommt, ersscheint mir nicht klar.


Schon mal überlegt, was so ein Todesurteil schon allein an bürokratischem Aufwand bedeutet? Wenn man schon "legal" einen Mord begehen will, muss man sich das eben auch was kosten lassen. Dazu kommt, dass Häftlinge in ihrer Haftzeit ja durchaus produktiv beschäftigt werden können (und auch werden). Ein Todesurteil kostet dagegen nur.


Nicht bös sein, aber das kann man sachlich nicht ernst nehmen. Das können keine seriösen Studien zu Tage fördern.
Das kaum bis niemanden die Todesstrafe vor einem Verbrechen abschrecken wird, würde ich auch glauben. Aber das ohne die Todesstrafe die Gewaltverbrechen zurückgehen :f:. Man muss halt auch dazu sagen, dass die Qualität der Verbrecher/n in etwa gleich geblieben ist, die Qualität der Strafverfolger (DNS, Spurensicherung, Afis etc) um ein beträchtliches gestiegen sind.
Das sind keine Studien, das sind ganz normale, offizielle Zahlen aus Statistiken. Kurzes Beispiel dazu:
Morde in Kanada 2001: 554
Morde in Kanada 1975 (1 Jahr vor der Abschaffung der Todesstrafe): 721
Das zeigt zumindest auf, dass die Todesstrafe definitiv nicht abgeschreckt haben kann.



Siehe oben. Verhindern nicht, kann aber mitunter für (teilweise) Gerechtigkeit, Rachebedürfnisse, Wiedergutmachung, und, im Falle von lebenslänglich, sehr wohl weitere Taten verhindern.


Würdest du dir das Papier, das ich oben verlinkt habe in Ruhe durchlesen, würdest du erkennen, dass zumindest die Empirie zeigt, dass ein härteres Strafsystem das eben nicht kann.

6.8
29-08-2012, 10:35
Die Todesstrafe lehne ich schon aus humanen Gründen ab, das wäre zu einfach, für gläubige Straftäter sogar die Erlösung.

Einzelhaft bis zum Tod ist Folter und nicht gerade Erstrebenswert, gerade in einer angeblich christlich geprägten Gesellschaft.

Eine adäquate Methode fällt mir aber auch nicht ein.

yellow
29-08-2012, 11:02
die erste Tat verhindern, kann allerdings keine Bestrafung
... aber die Folgetaten
(nachdem die Leute geheilt wieder in die Gesellschaft zurückgelassen werden)
(PS: ich LEHNE ES BEI BESTIMMTEN TATEN AB, dass da eine Heilung (oder Büße, Sühne, Einsicht des Unrechts, ...) möglich ist)

wie schon getippt: es geht uns glücklicherweise gut genug, auch über solche Themen nachdenken zu können.
Eine Gesellschaft mit stark beschränkten Ressourcen könnte sich diesen Luxus nicht leisten
& nachdem der Vollzug eines solchen Urteils nicht reversibel ist, ist auch die Anwendung äußerst problematisch

wo-ufp1
29-08-2012, 11:08
Die Todesstrafe lehne ich schon aus humanen Gründen ab, das wäre zu einfach, für gläubige Straftäter sogar die Erlösung.

Einzelhaft bis zum Tod ist Folter und nicht gerade Erstrebenswert, gerade in einer angeblich christlich geprägten Gesellschaft.

Eine adäquate Methode fällt mir aber auch nicht ein.
Todesstrafe = Grausam.
Lebenslang = Grausam.
Einzelhaft = Grausam.

Aber der Mord den jemand begeht, ist ???

Aus rein praktischen, wirtschaftlichen und inhumanen Überlegungen, wäre also die lebenslange Einzelhaft der Todesstrafe vorzuziehen.

wo-ufp1
29-08-2012, 11:19
die erste Tat verhindern, kann allerdings keine Bestrafung
... aber die Folgetaten
(nachdem die Leute geheilt wieder in die Gesellschaft zurückgelassen werden)
(PS: ich LEHNE ES BEI BESTIMMTEN TATEN AB, dass da eine Heilung (oder Büße, Sühne, Einsicht des Unrechts, ...) möglich ist)
Der Klassiker: Jack Unterweger. Und man darf auch auf Mag. Helmut Frodl gespannt sein :rolleyes:.

fredf
29-08-2012, 12:07
Man muss halt auch dazu sagen, dass die Qualität der Verbrecher/n in etwa gleich geblieben ist, die Qualität der Strafverfolger (DNS, Spurensicherung, Afis etc) um ein beträchtliches gestiegen sind.


Welche dir zur Verfügung stehenden Quellen hast du bei diesem Vergleich berücksichtigt?

fredf
29-08-2012, 12:11
(PS: ich LEHNE ES BEI BESTIMMTEN TATEN AB, dass da eine Heilung (oder Büße, Sühne, Einsicht des Unrechts, ...) möglich ist)


Wo und wann ist Heilung, Buße, Sühne, Einsicht des Unrechts nicht möglich. Bitte um Definition.

yellow
29-08-2012, 12:30
das Thema Dutroux wurde genannt ...

wo-ufp1
29-08-2012, 12:32
Welche dir zur Verfügung stehenden Quellen hast du bei diesem Vergleich berücksichtigt?
Wenn du auf wissenschaftliche Arbeiten anspielst, dann keine.
Ansonsten Dokumentationen, Reportagen, Aussagen von Polizisten, Ärzten, Autopsie – Mysteriöse Todesfälle, Medical Detektives und natürlich ;) CSI.

st. k.aus
29-08-2012, 13:17
...

was ist mit dem #1 auf seite 1 passiert??

soulman
29-08-2012, 14:39
todesstrafe is a blödsinn.
wem nutzt a toter? niemand.
deswegen bin ich für die einführung von arbeitslagern.
16h am tag 7 tage in der woche.
das is fein.
warum grad arbeitslager?
weil so einerseits aus diesen personen ein nutzen gezogen würde und wenn man weiss wie viele der derzeitigen insassen draussen gelebt haben und was sie gewohnt sind, so wäre ein aufenthalt in einem österreichischen gefängnis für diese menschen so etwa wie für mich in einem ****-hotel.
damit kann man diese menschen nicht bestrafen. da müssen schon wesentlich härtere mittel ran.

nach dem motto "rent a knacki" würd ich das z.b. so machen:
irgendwo wird eine autobahn ausgebessert, repariert oder gar neu gebaut.
dann kann die baufirma eine knastbrigade anfordern.
da wird das arbeitslager dann quasi direkt dort hin verlegt.
und geht scho....die knackis dürfen dann statt dem bagger mit krampen und schaufel die trasse herrichten.
so hat die baufirma statt einem teuren bagger zu leasen oder gar zu kaufen wesentlich kosten eingespart,
weil die knackis arbeiten ja gratis.
nur muss man dann halt statt einem bagger 30 knackis hinstellen. und? mir hams ja.
im falle von aufräumarbeiten nach murenabgängen wie jüngst in der steiermark oder wie nach lawinenkatastrophen wären gefängnisbrigaden ebenfalls ein ideales hilfsmittel.
einsatzmöglichkewiten gibts jedenfalls genug.

ein weiterer vorteil ist, dass die knackis keinem kollektivvertrag unterliegen und auch keinem arbeiter- noch angestelltengesetz, wodurch sie zeitlich viel flexibler eingesetzt werden können. nachtarbeit und sonn- u. feiertagsarbeit sind somit vom tisch.
angefordert können gefangenenbrigaden nur von unternehmen werden, die im öffentlichen interesse handeln, also der allgemeinheit nutzen. dein komposthaufen derfst dir selber umgraben.

allerdings würde ich nicht jeden der eine gefängnisstrafe ausgefasst hat in ein lager stecken.
weil wenn z.b ein bis dato unbescholtener bürger, womöglich noch mit familie, einer nach firmenfeier mit nachweislich "ums" zuviel alkohol einen unfall verursacht und sein beifahrer ist schwer verletzt, sodaß das eine schwere körperverletzung aus fahrlässigkeit nach sich zieht und es somit zu einer gefängnisstrafe von 3 mon unbedingt kommt...na den setz i ins häfen und ned auf die autobahn.

feristelli
29-08-2012, 14:44
was ist mit dem #1 auf seite 1 passiert??

das steht in #11 ;)

soulman
29-08-2012, 14:47
Wenn du auf wissenschaftliche Arbeiten anspielst, dann keine.
Ansonsten Dokumentationen, Reportagen, Aussagen von Polizisten, Ärzten, Autopsie – Mysteriöse Todesfälle, Medical Detektives und natürlich ;) CSI.
schmeiss endlich deinen fernseher aus dem fenster!
du verblödest sonst noch!

st. k.aus
29-08-2012, 15:35
das steht in #11 ;)

:rofl:

wo-ufp1
01-09-2012, 08:24
:rofl:
Und, Meinungen :zzzz: oder nur lurken :wink:.


4.9.2012. 22:30 ORF2
VPS 22:30
Länge: 51min
UT
Wiederholung am
06.09.2012, 11:50


kreuz und quer

Dreimal Todesstrafe

In dreiunddreißig Bundesstaaten der USA ist die Todesstrafe noch heute im Gesetz verankert. Aber ist sie noch zeitgemäß? Befürworter und Gegner kommen zu Wort. Vor allem aber geht es um die Betroffenen: die Verurteilen, auf die die Hinrichtung wartet, und die Angehörigen der Opfer, der Täter und der zu Unrecht Verurteilten. Drei Schicksale sind es, die Arnaud Gaillard & Florent Vassault in ihrer Dokumentation unter die Lupe nehmen.

http://tv.orf.at/program/orf2/20120904/575423501/

Anschließend
23:20

VPS 23:20 Stereo
16:9 VB
ORF 2 Europe
Länge: 47min
UT


kreuz und quer

Menschen töten

Wie weit entfernt sind wir davon, einen Menschen zu töten? Wie lebt man mit dem Bewusstsein, einen Menschen getötet zu haben? Wir begegnen einem ehemaligen IRA-Terroristen, gemeinsam mit der Tochter seines Opfers; einem Wehrmachtssoldaten der über seine Erfahrungen im 2. Weltkrieg spricht; dem Kriminalpsycholgen Thomas Müller, dem Gerichtspsychiater Reinhard Haller, der Sachbuchautorin Dorothee Frank und dem Gefängnisseelsorger Arno Preis. Ein Film von Jonny Roth

http://tv.orf.at/program/orf2/20120904/599427901/

maxtc
01-09-2012, 09:57
todesstrafe is a blödsinn.
wem nutzt a toter? niemand.
deswegen bin ich für die einführung von arbeitslagern.
16h am tag 7 tage in der woche.
das is fein.Ich sag's doch immer, in Russland ist die Welt noch in Ordnung. Dort findet sich sogar für Berufsdemonstranten was, nicht nur für Kriminelle. Zar Putin als Innen- und Justizminister.

snowy
15-09-2012, 20:06
Da gebe ich dir recht, es ist tatsächlich schwer zu verdauen.

Für den gläubigen Menschen hat die Religion ja das Fegefeuer und das göttliche Gericht aber eben auch die Vergebung nach der Beichte erfunden, noch nicht mal da wird einem hoffnung gegeben.

Tragisch, dass in unserem Rechtssystem immer noch der Wert und der Besitz über dem Leben steht.

Bitte net bös sein für die scherzhaft gemeinte Berichtigung, aber das Fegefeuer hat der Ratztinger ratz-fatz wieder abgeschafft....

DtraiLex
16-09-2012, 10:59
.

6.8
16-09-2012, 11:23
Bitte net bös sein für die scherzhaft gemeinte Berichtigung, aber das Fegefeuer hat der Ratztinger ratz-fatz wieder abgeschafft....

Unschuldige Kinder welche nur von der Erbsünde belastet wurden dürfen jetzt das Fegefeuer auslassen, das ist doch sehr nett, der Rest darf immer noch grillen.

Aber wer will schon nach da oben, wir erwarten das Elysion, das ewige Trainingslager auf den Kanaren.