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BAfH
23-02-2015, 10:55
Hallo zusammen,

ich bin jetzt schon seit längerem am überlegen, ob ich mir für zu Hause ein NAS (2-bay) anschaffen soll oder ob`s doch eine Serverlösung sein soll.

Habe seit ein paar Wochen auch ein Devolo-Starter-Kit installiert - funktioniert spitze

Folgende Vorgaben hätte ich:

- Roadmovies direkt über`s Netzwerk am Laptop abspielen (geht das überhaupt mit einem NAS?)
- zentrale Verwaltung der Familienfotos und -Videos inkl. Streaming auf Tablets und TV
- kosten sollt`s halt auch nicht übermäßig

Bitte um zahlreiche Ratschläge.

Danke

LG

Duckshark
23-02-2015, 11:26
Prinzipiell ist ein NAS ja ein Server. Die Geräte, die man landläufig in Abgrenzung zu NAS als Server bezeichnet unterscheiden sich außer in der Gehäuseform vor allem in der Ausstattung. Die Geräte können halt mit schnellerer Hardware bestückt werden und sind dann eben deutlich leistungsfähiger. Man sollte allerdings neben den höheren Anschaffungskosten auch die laufenden Kosten im Blick behalten. Je nach Aufbau können da bei 24h Betrieb übers Jahr schon einige Euros für den Strom zusammenkommen.

Für deine Vorhaben würde ich ein NAS nehmen. Beliebte Geräte kommen z.B. von Synology (z.B. DS 214 oder DS 215) oder QNAP.

Chlorhexamed
23-02-2015, 11:36
Seh ich genau so. War auch vor derselben Entscheidung - und seit einem halben Jahr rennt ein Synology NAS ohne Probleme. Und da passt's mit den Kosten auch. Gibt sogar eine eigene APP dafür - dann gehts Bilder / Videos schauen noch leichter... Und wenn Du Dich damit ein wenig beschäftigst... alles kein Problem.
Server war mir zu teuer.

grey
23-02-2015, 11:44
Hallo zusammen,

ich bin jetzt schon seit längerem am überlegen, ob ich mir für zu Hause ein NAS (2-bay) anschaffen soll oder ob`s doch eine Serverlösung sein soll.


was wäre das für eine "serverlösung" deiner Meinung nach?


- Roadmovies direkt über`s Netzwerk am Laptop abspielen (geht das überhaupt mit einem NAS?)
Ist an Roadmovies etwas anders als an normalen Videos? Wenn dieses abspielgerät/programm als quelle (SMB) Shares akzeptiert wird das wohl je nach Netzwerkperformance mehr oder weniger so gut gehen wie lokal.
Das kannst ja auch ohne nas testen, netzwerkshare lokal oder auf anderem Gerät einrichten und mal schauen ob du irgendwo \\deinpc\deinroadmovies als quelle in deinem roadmovieabspielprogramm eintragen kannst.
Hab aber keine Ahnung was Roadmovies sein sollen oder daran besonders ist.

Wenn für das Streaming Video (realtime) konvertiert werden muss, muss das Gerät schon recht viel power haben. Das "billigste" 2-Bay Nas mit ARM wird da uU. keine freude bereiten, da sollte man schon eine version mit x86 (AMD/Intel) ins auge nehmen.

Ich bin mit www.qnap.com/i/de/ ganz zufrieden, hab aber jetzt nur ältere 4-Bay im Einsatz. (kein Streaming, aber normale NAS anwendungen + VPN + filesync (qsync) + iscsi target für vmware snapshot backups)

http://www.smallnetbuilder.com/ kann auch eine Hilfe bei der Auswahl sein.

GrazerTourer
23-02-2015, 11:51
Also das was du beschreibst kann jede Synology oder Qnap NAS problemlos! Ich habe am meisten Erfahrung mit Synology und kann soie dir wärmstens empfehlen. Aktuell würde ich zur DS214play greifen oder eine DS214+ nehmen. Je nachdem welche Endgeräte du sonst so verwendest. Vorteil bei der Play: JEder noch so doofe Smart-TV mit noch so wenigen Formaten sollte deine Videos abspielen können, da sie direkt vom NAS transkodiert geliefert werden.

BAfH
23-02-2015, 12:24
was wäre das für eine "serverlösung" deiner Meinung nach?




genau das wär meine frage - habe diesbezüglich keine Ahnung

marty777
23-02-2015, 14:02
Z.B.: Windows Media Center Edition (ab Win7 Prof. Modus includiert).
Damit kannst deine Bilder u. Videos aus deiner User Bibiliothek per DLNA freigeben (was die meisten Smart TVs/BR-Player abspielen können).

Alternativ kann ich folgendes vorschlagen (billiger als NAS oder Server).
Einen Media Player mit USB Festplatte per HDMI an den TV hängen.
Der Media Player kann alles (fast, weil es gibt immer was neues) abspielen und wenn du neue Inhalte auf die Platte spielen willst, nimmst die USB Platte und hängst sie an den PC und kopierst das Gewünschte auf die USB Platte (wie z.B. mit Prog. wie UNISON geht das recht gut automatisiert).

Damit gibt es auch keinen hohen Standby Strom und die Anschaffungskosten sind zumeist 2stellig.
Nachteil: noch eine Fernbedienung u. manuelles Abgleichen nötig.

Karl_rudolf
23-02-2015, 14:29
vor 2 Wochen hat mein Cluster über 2 Synologie Boxen eine Identitätskrise bekommen und sich mitsamt den Daten verabschiedet (die Daten waren zwar bedingt noch da, allerdings waren die Datenbanken inkonsistent). Wenn man sich die Software-/Patchzyklen der Cluster SW ansieht dann weis man auch das hier noch sehr viel gemacht wird ....
Synologie als Single-Instanz sind ein paar erfolgreich und unauffällig im Einsatz; Als Cluster rate ich ab.
Ein Cluster ist jedoch für ein home-office erfahrungsgemäß ohnehin weniger ein Thema.

Siegfried
23-02-2015, 15:58
Ich bin hier beileibe kein Spezialist, aber ich hab daheim folgende Konstellation:

-) Stand-PC
-) Laptop
-) MacBook
-) IPad
-) 2x IPhone
-) HP-Netzwerkdrucker
-) Iomega Home Storage NAS

Das ganze über Kabel und WLan miteinander verschachtelt und kreuz/quer freigegeben.

Bei mir werden auch Musikdatenbanken (ITunes), Familienbilder, usw... am NAS abgelegt, und über den integrierten Mediaserver (keine Ahnung wie das auf gscheid heißt) erkennen sowohl Windows7, als auch IOS und OSX alles, was da drauf ist und stellen es mir übers Netzwerk zur Verfügung.

Ist soweit eine feine Geschichte, allerdings ist es eben ein Eingleisiges System. Da ist nix mit Redundanz, hin- und hersichern,... das muss man dann halt zu Fuß machen.

Für den normalen Hausgebrauch ist das aber, finde ich, eine sehr kommode Lösung.

NoFlash
23-02-2015, 16:37
ich schaffe mir auch gerade einen Synologie DS215 an, weil mir Dropbox und co. zuwider sind. aber egal wofür du dich entscheidest, System gut absichern nicht vergessen! http://derstandard.at/2000011951714/Filme-Musik-Logindaten-190000-Festplatten-ungesichert-im-Netz

Duckshark
23-02-2015, 16:38
Sehe ich genauso. Ein NAS-System was gleichzeitig auch als Backup dient und somit im RAID (nicht 0) betrieben werden muss, wird dann doch recht schnell ziemlich teuer, weil es ein größeres System und mehr Festplatten braucht. USB-Festplatten oder Ähnliches haben die meisten sowieso, weil man damit auch bisher schon das Backup organisiert. Darüber hinaus halte ich ein Backup auch nur für wichtige Dateien oder große Musiksammlungen (deren Neurippen enorm viel Zeit kostet) für sinnvoll. Die eigenen DVDs, Blurays oder Ähnliches redundant zu sichern wäre es mir nicht wert.

Alternativ kann ich folgendes vorschlagen (billiger als NAS oder Server).
Einen Media Player mit USB Festplatte per HDMI an den TV hängen.
Der Media Player kann alles (fast, weil es gibt immer was neues) abspielen und wenn du neue Inhalte auf die Platte spielen willst, nimmst die USB Platte und hängst sie an den PC und kopierst das Gewünschte auf die USB Platte (wie z.B. mit Prog. wie UNISON geht das recht gut automatisiert).

Damit gibt es auch keinen hohen Standby Strom und die Anschaffungskosten sind zumeist 2stellig.
Nachteil: noch eine Fernbedienung u. manuelles Abgleichen nötig.

Das wiederum halte ich nicht für sinnvoll. Gerade bei den günstigeren Media-Playern ist die Bedienung oft grauslich, der Funktionsumfang begrenzt (ein ordentlicher Smart-TV mit ext. Festplatte kann das gleiche oder mehr) und es ist wieder nur eine Insellösung. Die Anforderungen des TE das Gerät als zentrale Verwaltung für Mediendateien ist damit kaum möglich bzw. Murks und mit Streaming auf Smartphone oder Tablet ist komplett essig.
Für mich sind solche Lösungen nicht mehr zeitgemäß bzw. nur bei sehr eingeschränktem Budget und minimalem Anforderungsprofil sinnvoll. Eine zentrale Stelle für die Daten haben, die ich dann per PC, Notebook, Smartphone, Telefon (auch von unterwegs aus), Streaming-Client, Smart-TV usw. abrufen kann wäre meine Herangehensweise.

marty777
23-02-2015, 17:38
Wie gesagt, alles eine Frage des Budgets u. des Aufwands.
Ich bin mit meinem WD TV HD Live ziemlich zufrieden. Aber wie gesagt, der macht nicht auf Server, sondern er kann "nur" auf Netzwerk zugreifen und gibt die lokale USB Platte als SMB Share frei. Da bei meiner Wohnung die Verbindung zu einem externen DLNA Server bzw. Media Center nur mit WLAN möglich wäre, hab ich mich dann für das USB-Kabel u. eben USB-Platte entschieden. Per WLAN einen ganzen Film zu sehen und evtl. noch vor u. zurückspulen ist etwas für Masochisten (die Bandbreite von HD Informationen die über das WLAN müssen sollte man nicht außer Acht lassen). ;)

Also vielleicht gibt es NAS Geräte u. WLAN Router die flott genug dafür sind, aber das wird dann nicht billig.
Ich lese hier gerne über jede funktionierende streaming Lösung, die andere Leute im Einsatz haben.:cool:

grey
23-02-2015, 18:14
Ich bekomm sogar über einen 3 Jahre alten 802.11n router netto gut 130 Mbit/s, ein aktueller AC lässt da noch deutlich mehr zu.. ( welche Datenrate hat eine normale bluray, 30Mbit/s?)
Das sollte heutzutage kein Thema mehr sein.

marty777
24-02-2015, 10:09
Ich hab mir das Zeug auch vor 3 Jahren angesehen - gibt also inzwischen sicher modernere Geräte, zu weniger Geld.

Bezüglich WLAN und Netto Durchsatz darf ich aber kurz Aufklärung betreiben?
802.11g der alte 54 Mbit/s Standard schafft netto nur ca. 2,2MByte/sek. Das reicht nicht für einen unkomprimierten HD Stream. Bei mkv Videos mit asynchronem Ton, kann es dann schon zu Problemen kommen (Bild, oder Ton Aussetzer). Eine Blu-ray disk hat bis zu 40 Mbit/sek. für Bild u. 12Mbit/sek. für Ton definiert. Sprengt also den alten WLAN Standard locker.

802.11n - was lange nur draft status hatte - schafft die von dir genannten 12MByte/sek., wenn nicht gerade jemand anders in deiner Umgebung sein WLAN nutzt. Die Frequenzen gehen da schnell aus, weil von den offiziellen 2,4GHz 12 Kanälen nur 3 ohne Kanalübersprechen genutzt werden können und 802.11n bereits 2 belegt. Wenn ich meine Wohnung ausmesse, habe ich "nur" 5 andere WLAN Netze. Da sind Datenkollisionen vorprogrammiert (da reicht ein Nachbar der youtube surft, während du einen HD Film über WLAN sehen willst), und der Stream wird deutlich langsamer. Mit den neuen 5GHz Kanälen sollte es besser werden, aber je höher die Frequenz, desto empfindlicher die Übertragung gegenüber Störungen (Mikrowelle, Geschirrspühler, Staubsauger,..).

Wenn du alle Parameter (es dürfen dann keine nicht 802.11n Geräte dein WLAN nutzen, sonst bricht der Durchsatz auch ein) in deiner Wohnung - also besser im eigenen Haus - unter Kontrolle hast, ist WLAN sicher für HD Inhalte möglich. Sonst empfehle ich das gute alte Ethernet zu verwenden. ;)

MalcolmX
24-02-2015, 10:15
Ist das nicht ein wenig theoretisch?

Ich hab lauter Standardzeug, von nix wirklich Ahnung und zB Chromecast über WLAN geht problemlos in HD... alles nur Standardeinstellungen.

grey
24-02-2015, 10:23
802.11n kann sowohl 2.4 als auch auf 5ghz senden, ich rede von einem gut 3 Jahre alten wndr3800 in einem Bürogebäude. (Mit sehr vielen anderen WLAN netzen, deshalb wird auch das 5ghz Netz bevorzugt)
Neu oder besonders teuer ist nichts daran, schon lange nicht.

Edit:


aber je höher die Frequenz, desto empfindlicher die Übertragung gegenüber Störungen (Mikrowelle, Geschirrspühler, Staubsauger

Die Geräte würde ich schnellstmöglich entsorgen wenn sie den 5ghz Bereich stören.
Das ist Unfug, richtig ist aber, dass 5ghz auch nicht immer eine Lösung ist.

GrazerTourer
24-02-2015, 10:27
Backup: Ein NAS als Backup System zu verwenden ist nur bedingt empfehlenswert. Ich stöpsle alle x Monate eine externe Festplatte an mein NAS an und starte ein Backup. Dann wandert die Platte wieder in den Schrank.

Durchsatz: HD über WLAN geht bedingt. Diverse avis oder mkvs kann man je nach Komprimierung schon abspielen. Bei "unkomprimierten" Blu Ray Images geht nix mehr... Das NAS würde ich aber ohnehin mit Kabel am Router anstecken. Ebenso den Mediaplayer. WLAN ist immer eine Krücke.

Also: NAS+MEdiaplayer (oder eben kein MEdiaplayer und Smart-TV...). Backup weiterhin manuell machen bzw wichtige Daten am Rechner und am NAS gespiegelt. Das is als Privatanwender bezahlbar, halbwegs praktisch und eine gute Lösung.

marty777
24-02-2015, 13:45
Chromecast geht laut Wikipedia nur mit 720p Auflösung. Und willst du wirklich alles Google zum Fraß vorwerfen, was du ansiehst!? :rolleyes:
http://tvthek.orf.at/program/Google-Netzwerk-der-Macht/7082587

Wie gesagt, mit 5GHz wird es besser (weil mehr Kanäle vorhanden und kein Übersprechen). Die alten 54 Mbit Geräte werden damit aber nicht glücklich (mein TV u. der BR Player - auch erst 3 Jahre alt, können nur 54Mbit, und die waren nicht billig).
Probier es doch mal aus, ob dein Geschirrspühler nicht für eine Unterbrechung im WLAN verantwortlich ist. Ein Ethernetkabel ist immun. So manche Geräte sind zwar geschirrmt, aber keine Schirmung ist 100%.

WLAN ist ein Broadcast Medium und vergleichbar mit einermToken Ring Netzwerk, wo nur einer Senden kann. Bei einem Ethernet Switch, können gleichzeit mehrere senden u. empfangen.

Empfehlen kann ich jedenfalls sich die vorhanden WLAN Netzte vor einer Anschaffung mal anzusehen, damit man dann keine bösen Überraschungen erlebt, zb. mit der App "inSSIDer".

grey
24-02-2015, 15:12
Falsch, Chromecast kann sehr wohl 1080p, nur zB. mirroring von chrome-tabs ist mit 720p limitiert. Letzteres ist aber nicht unbedingt das Haupteinsatzgebiet, solche Dinge kann ein normaler Miracast Stick sowieso besser.

Datenschutz ist natürlich bedenklich, wie generell bei allen Cloud Anwendungen, Suchengines, Smartphones oder gar Windows Media Player.
Generell weiß Google natürlich sowieso welches YT Video man sich gerade reinzieht, Chromecast hin oder her.
Der Inhalt der von z.B. Allcast App direkt zum Chromecast gestreamed wird, wird natürlich nicht hochgeladen, bei den Metadaten würde ich aber auch davon ausgehen.

Um 35€ + ggf. paar zusätzliche Daten bekommt man ein recht gutes Streaming Gerät, muss eh jeder für sich entscheiden ob man den Deal eingehen will.


Nur weil du vielleicht ein miserables 802.11g Wifi zuhause hast, heißt das nicht, dass wlan generell für den Zweck nicht funktioniert.
Deine Mikrowelle oder Geschirrspüler wird ein 5Ghz Netz aber dennoch nur beeinträchtigen wenn du den Router reinstellst und das Gerät einschaltest, ob man das aber dann noch "störung" nennen kann?
5Ghz hat insgesamt schlechtere Reichweite und ein größeres Problem mit Hindernissen (Wände), in recht stark besiedelten Gebieten ist das aber auch ein Grund warum es, neben der größeren Anzahl an Kanälen, besser funktioniert. (weniger fremde Wlans in Reichweite die die Umgebung zumüllen)
Glücklich wird man mit 5Ghz aber sicher nicht, wenn man glaubt den Router in den Keller eines Einfamilienhauses zu stellen und dann noch zu erwarten im 1. Stock irgendwas sinnvolles zu empfangen.

802.11g in die Diskussion einzubringen ist zwecklos, der Standard ist längst überholt und hat einfach keine Relevanz mehr. Abwärtskompatibilität in dem man ein 2,4ghz Netz laufen lässt gerne, aber ansonsten braucht man wirklich daran keinen Gedanken mehr zu verschwenden. Zumal es sowieso fraglich ist, ob solche Geräte überhaupt die entsprechenden Dateien verarbeiten können.


Lan ist super, wenn man "zufällig" eine Verkabelung in der Wand hat oder sowieso neubaut, keine Frage.
Nachdem aber sogar viele aktuelle Ultrabooks LAN nur noch per Adapter konsumieren können, sieht man schon wo die Reise hingehen wird. (Hauptsache der Laptop ist 2mm dünner und 10g leichter)

Ändert aber alles nix, dass an den Aussagen

. Per WLAN einen ganzen Film zu sehen und evtl. noch vor u. zurückspulen ist etwas für Masochisten (die Bandbreite von HD Informationen die über das WLAN müssen sollte man nicht außer Acht lassen).
...
Also vielleicht gibt es NAS Geräte u. WLAN Router die flott genug dafür sind, aber das wird dann nicht billig.

..
Mit den neuen 5GHz Kanälen sollte es besser werden, aber je höher die Frequenz, desto empfindlicher die Übertragung gegenüber Störungen (Mikrowelle, Geschirrspühler, Staubsauger,..).


nicht viel dran ist.


Ich hab zuhause einen Chromecast und im Büro einen PTV3000 (Miracast) am Beamer, beides ganz nett.
Der Chromecast ist von der Bedienung her unschlagbar. (Netflix, YT, Allcast)
Direktes Streamen von Allcast zum Chromecast ist bei zB. 15Mbit/s 1080p ist kein Thema, 1080p50+ schaut aber eher schlecht aus.

GrazerTourer
24-02-2015, 15:20
Lan ist super, wenn man "zufällig" eine Verkabelung in der Wand hat oder sowieso neubaut, keine Frage.

Wenn man wirklich kein Kabel verlegen oder einziehen kann, ist ein Powerline Adapter oft keine schlechte Lösung. Das würde ich mir ehrlich gesagt überlegen und in die Kosten von einem NAS evtl. mit ein kalkulieren. Man hat schon mehr Freude, wenn man nicht nur über WLAN Arbeiten muss. Gerade wenn ich bspw haufenweise kleine Dateien kopiere, werde ich über WLAN wahnsinnig (Fotos vom PC auf das NAS). Das geht über LAN bedeutend schneller.

marty777
24-02-2015, 15:25
Ich kann halt nur aus meiner Netgear WLAN Router Erfahrung sprechen, und die ist schlecht (sogar updates der Firmware gab es, half aber nix). Wie gesagt, ein 3 Jahre alter TV (Panasonic) und BR Player (Philips) kennen noch KEIN 802.11n (Ethernet Anschluß haben sie aber schon). Also ist das sehr wohl relevant.

Aber schreibt bitte ruhig ein paar funktionierende Beispiele eurer NAS u WLAN Router Beispiele. Vielleicht rüste ich ja mal auf und dann würd ich gerne wissen was die Leute so im Einsatz haben. :wink:
Chromecast ist für mich z.B. neu, und außer dem Wikipedia Artikel kenne ich es nicht.

grey
24-02-2015, 15:50
In manchen Fällen kann man schon sinnvoll Powerlan einsetzen, wenn man durch viele Wände bzw. Stockwerke muss oder wenn "wichtige" Geräte 802.11 AC (oder 5Ghz N) untauglich sind aber dennoch flotte Anbindung brauchen und noch zufällig einen Lan Port haben.

Läuft aber auch nicht Störungsfrei und wird auch mit sehr optimistischen Bandbreitenangaben vermarktet, da macht es oft mehr sinn vielleicht doch mal den vor +5 Jahren vom Provider gelieferten Substandard-Router zu ersetzen.

Kommt halt auch auf die bestehende Umgebung an.

GrazerTourer
24-02-2015, 16:09
Aber schreibt bitte ruhig ein paar funktionierende Beispiele eurer NAS u WLAN Router Beispiele.

Linksys E3500 Router mit deaktiviertem WLAN, Synology DS212+ NAS. WLAN kommt vom 3 Webgate und funktioniert sehr gut. Für draußen hab ich noch einen Fritz! Repeater.
NAS, Multimediazeug hängt mittels Kabel im Netzwerk. Der Rest per WLAN.

zum Chromecast:
Ja, ansich ist das Ding praktisch, aber ich bin kein Fan (habe aber einen). Was mich stört:
- ich muss das Handy oder das Tablet verwenden, wenn ich etwas schauen will. Bei Inhalten aus dem eigenen Netzwerk ist das extrem nervig, bei Videotheken ist es natürlich ok, weil die Oberfläche passt. Ich habe eine Fernbedienung einfach viel lieber. Ich kann dabei am Sofa knotzen und muss nicht erst das Handy holen usw usf. Ich kann das Ding mit einer nornmalen Fernbedienung blind bedienen! Luxus pur!
Zum Fotos Anschauen ist das Chromecast mE ungeeignet. Ich habe selten so ein langsames Teil gesehen... Videos schaun geht gut.

Der Nexus Player, wenn wir bei google bleiben..., könnte klass sein. Mit gut gemachten Apps und einer normalen Fernbedienung (Logitech Harmony kompatibel!) wäre das ideal!

MalcolmX
24-02-2015, 16:24
Also ich schau mit dem Chromecast hauptsächlich über die Redbull Tv App (die laggt ein bisschen wie die Webversion auch) oder auf YT dann irgendwelche Autogschichtln wie die vom Jay Leno usw... oder Downhillvideos auf pinkbike etc...
Für das ist das Chromecast Teil genial... und geht auch ganz flüssig in der jeweiligen 1080p Version - Chris Harris on Cars zB hat eine wirklich herrliche Qualität...

GrazerTourer
24-02-2015, 16:27
Ja, das ist auch ok.
MJeine Anwendung ist aber hauptsächlich das Abspielen von Videodateien vom NAS. DAfür finde ich das Ding nicht ideal. Da ist eine Fernbedienung g'scheiter, weil ich ja einfach nur aus einer Liste (Ordnerstruktur) die Datei auswähle und fertig... Und wie ich das erste Mal ein paar Fotos herzeigen wollte, wurde es richtig peinlich. Ladezeiten von 5-10 Sekunden pro Foto (getestet in 2 verschiedenen WLANs)! :D

MalcolmX
24-02-2015, 16:33
Fotos ist schade aber das mach ich idR eh direkt über den Fernseher... da geht's hinreichend flott...

GrazerTourer
24-02-2015, 16:37
Fotos ist schade aber das mach ich idR eh direkt über den Fernseher... da geht's hinreichend flott...

Nicht wenn man einen (sehr guten Plasma) von Panasonic hat.... der ist alles andere als smart. :D

grey
24-02-2015, 16:42
Ich hab die Videos am Tablet liegen und wenn ich sie am großen Bildschirm sehen will stream ich sie mit Allcast zum Chromecast.
Ansonsten auch den DH-WC auf Redbull, YT, div. Bikefilmchen auf verschiedene Plattformen und halt Netflix wenn das Angebot mal wieder interessanter wird.

NAS & Chromecast ist aber wirklich nicht gerade die beste Kombination, das müsste doch mit irgendeinem dlna-client besser funktionieren.
Bedienung find ich gut weil sie über Smartphone/Tablet funktioniert, diese halbherzigen YT Apps auf div. BD-Playern die mit der Fernbedienung bedient werden müssen sind einfach ein Krampf.
Auch die Allcast App ist recht gut zu bedienen, aber da bringts dir halt nix wenn die Dateien auf dem Nas liegen.

Chromecast ist für deinen Einsatzzweck einfach das falsche Gerät..

GrazerTourer
24-02-2015, 16:45
Chromecast ist für deinen Einsatzzweck einfach das falsche Gerät..

Ja, deswegen hab ich ja noch den alten XTreamer zu Hause, der brav seinen Dienst tut! :) Den bediene ich mit der Harmony, so wie alle andern Geräte daheim und habe meine Ruhe.

Lässig wäre eben so ein Player wie der Nexus mit IR Fernbedienung und optimierten Apps dafür. wenn ich lustig bin, bedien ich diverse Apps mit dem Handy und streame über den Player -> genau so wie mitdem Chromecast. Wenn ich aber am Sofa liegen will, nimm ich die Fernbedienung und klick mich durch gute Bibliotheken von Netflix und co... das wäre doch so einfach! :)

funkymaster
25-02-2015, 23:38
Weils irgendwie nicht so richtig durchgekommen ist.
Warum als Client für sämtliche Audio und Video Gschichten nicht einfach einen kleinen Einplatinencomputer mit Kodi + Squeezelight oder sonstiger clientseitiger Mediensoftware verwenden und am jeweiligen Gerät anstecken?.
Bedienung geht bei Kodi z.b. auch mit dem Logitech Rumblepad. Ich mag die Touchfernbedienungen am TV auch nicht so, da muss man immer hinsehen, welche Taste man drücken will. Eine Fernbedienungsapp gibt es für Kodi und den LMS natürlich auch. Ob dann über LAN oder WLAN angebunden wird, ist dann sowieso ein anderes Thema, das hier eh schon besprochen wurde.

Alternativ könnte man noch max2play nutzen. Da hab ich aber keine Erfahrung damit und kann deshalb keine Empfehlung abgeben.

lg

GrazerTourer
26-02-2015, 09:39
Ich bin auch einer der gerne mti einem Raspberry bastelt und hab mir bspw. eine komplette Online-Wetterstation damit gebaut. Für so Multimediaanwendungen finde ich die Basteleien aber nicht so zielführend. Das Wichtigste ist, dass man seine Videos problemlos und einfach schauen kann. Sprich: kein langes Booten, keine Verzögerungen, einfachste Bedienung. Fertig! Das ist mit den ganzen xmbc und co Dingern nie so richtig ideal. Die Dinger sind zu langsam, booten nicht schnell genug. Die Bibliotheken sind in Wahrheit außer hübsch einfach nur unpraktisch langsam usw usf. Ich halte davon nix. Das muss schnell gehen. Einschalten, mit der Fernbedienung aus einer Liste die Datei wählen und schauen. zack, fertig! Alles andere ist für mich so viel Aufwand, dass ich den Fernseher erst gar nicht einschalte *g* Normales TV nutze ich ja auch nur so: einschalten - EPG durchscrollen - etwas auswählen, schauen. Das geht sehr schnell und am Rücken liegend ohne dabei die Fernbedienung anschauen zu müssen.

roadrunner82
26-02-2015, 09:52
Ich habe auch ein raspi B+ mit Kodi in Verwendung. Die Geschwindigkeit ist mit den alten Bs schon grenzwertig. Mal schauen wie es jetzt mit den RPi2s wird. Die sollten jetzt ja genug Dampf haben. :)
Die Navigation mit Fernbedienung ist wie der GT schon sagt viel zu aufwendig. Aber wer will das schon wenn es yatse gibt.

Und eines muss einem auch klar sein. Wenn man so etwas baut braucht man schon eine gewisse Zeit bis man alles so hat wie man will. Ich will meines aber nicht mehr missen.

funkymaster
27-02-2015, 01:09
ODROID ist z.B. ein Gerät mit mehr Leistung.
Hab gerade 2 U3 zur Hand gehabt. Die Dinger booten in ein paar Sekunden und laufen auch sonst absolut flüssig.
Mit dem mitgelieferten Lubuntu hab ich 1080p aber nicht ruckelfrei abspielen können.
Bei max2play wird das mit den U3's behauptet, weiß aber nicht welche Distro die verwenden.
Zugegeben verwende ich selbst einen HTPC mit SSD's und der bootet nicht länger als die meisten herkömmlichen Abspielgeräte.
Das sollte auch mit den Bastelplatinen zum günstigen Preis möglich sein.

Rumblepad ist mMn eine perfekte Fernbedienung für Kodi
164323

Wegen der Handhabung. Die Medien liegen zentral am NAS und die Bibliothek ebenso in einer mysql Datenbank, die zu allen Clients gesynct wird. Macht Kodi mit den richtigen Einstellungen ja alles selber. :)
Läuft alles flott und ist auch für meine Frau nutzbar. Das ist ja schließlich das Entscheidende für die Akzeptanz von so einem System. ;)
Also hat man in der Kombination genau das wovon GT spricht:

.... kein langes Booten, keine Verzögerungen, einfachste Bedienung. Fertig! .....

Aber zugegeben, die Einrichtung ist schon eher was für Bastler. Nur wenn es einmal läuft ist es für mich einfach genial.

BAfH
27-02-2015, 06:04
Hallo

vielen Dank für die vielen Antworten

den nicht so ganz unwesentlichen Punkt dass die GöGa auch damit umgehen soll bzw. kann habe ich eingangs nicht erwähnt, kam dann aber eh von selbst

tendiere derzeit zu einem 2-bay-nas (gespiegelt) und als zusatzoption noch eine USB-Platte

LG

GrazerTourer
03-03-2015, 11:50
tendiere derzeit zu einem 2-bay-nas (gespiegelt) und als zusatzoption noch eine USB-Platte


Das Spiegeln würde ich mi ehrlich gesagt fast sparen, wenn du eh auf USB sicherst. Das ist doch übertrieben.... Da würde ich eher zwei richtig gute langlebige Platten kaufen und gleich viel (oder mehr) Speicherplatz mit ordentlich Qualität zum gleichen Preis bekommen (Beide Platten aber extra und kein Array, also Raid0 machen!!!!)

gweep
18-03-2015, 18:14
Vorweg: Ich bin in der IT als Admin tätig und habe natürlich schon einiges an Ausfällen erlebt und will daher gerne selbst die Kontrolle über das was ich mache, bzw. über meine Daten.

Für zu Hause habe ich einen HP MicroServer ProLiant N54L mit 6GB Ram. Da ich außer Daten nichts darauf speichere, habe ich 2x 1TB Festplatten im Raid1 (gespiegelt) auf der das System sowie VM läuft und ich die Software ablege in einem Share, die ich für die Installation brauche. Geplant war eigentlich auch ein Update Server, aber lohnt sich für die paar Geräte im Haushalt nicht so wirklich, zumal die Leitung mit 15/150MBit stark genug ist. Als Datenplatte habe ich 2x 3TB gespiegelt und eine 3TB Platte ist statt dem DVD-Laufwerk verbaut, auf der halt Datenmüll landet der unwichtig ist.

Der Datendurchsatz ist so hoch, wie GBit eben möglich ist. Also ca. 100MB/s, es sind natürlich auch mal etwas mehr. Hängt alles von den Daten ab, kann auch mit 60MB/s nur laufen, gerade wenn es viele kleine Daten sind.

Würde und werde ich auch weiterhin so machen. Ich habe für den Server 200 Euro bezahlt, ohne Platten versteht sich, ein aktueller der G8 Serie mit einem Celeron Prozessor kostet 230 Euro, also nicht die Welt. Die meisten NAS um den Preis schaffen kein GBit. OS mit man entweder Linux nehmen oder sich entsprechendes Server Windows zulegen, kostet natürlich ne stange, keine Frage. Gibt aber auch NAS-Linux-Distribtionen als Lösung.

Als mein Backup verwende ich einen alten Rechner den ich habe, ein Core2Duo mit 8GB Ram, der hat 2x 160GB System Notebook-Platten und 8x 1.5TB Eco-Green Platten von Samsung. Den dreh ich nur auf, wenn ich dann 1x im Monat ein Backup mache. Client wird auch dorthin gesichert, weil die Fotos natürlich auch gesichert gehören.

Zu RAID1, gerade Software Raid - das lässt sich leicht auslesen, bei Windows z.B. wird eine Platte kaputt, einfach in ein USB-Gehäuse und am PC anstecken, Daten können ausgelesen werden. Das wird bei höheren Raid Version dann schon komplizierter, also Raid 5 & 6.

Wer meint er ist der Aufgabe einen Server zu installieren und konfigurieren nicht gewachsen, greift aber besser zu einer NAS. Die sind in der Regel genauso Deppen sicher zu bedienen wie die ganzen Home-Router. Allerdings muss man für eine GBit Leistung auch in etwa das doppelte hinlegen.