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Zu Gast bei power2max

Zu Gast bei power2max

09.11.16 09:05 44.394Text: Reini Hörmann (Factory), NoPain (NG)Fotos: Erwin HaidenPower2max hat sich in den letzten Jahren als einer der erfolgreichsten Hersteller von Fahrrad-Leistungsmessern am internationalen Markt etabliert. Beim Werksbesuch erhielten wir Einsicht in das komplexe Thema der Leistungsmessung an Fahrrädern.
Plus: Erste Eindrücke vom neuen p2m NG09.11.16 09:05 44.935

Zu Gast bei power2max

09.11.16 09:05 44.935 Reini Hörmann (Factory), NoPain (NG) Erwin Haiden This story is also available in EnglishPower2max hat sich in den letzten Jahren als einer der erfolgreichsten Hersteller von Fahrrad-Leistungsmessern am internationalen Markt etabliert. Beim Werksbesuch erhielten wir Einsicht in das komplexe Thema der Leistungsmessung an Fahrrädern.
Plus: Erste Eindrücke vom neuen p2m NG09.11.16 09:05 44.935

Power2max hat sich in den letzten Jahren als einer der erfolgreichsten Hersteller von Fahrrad-Leistungsmessern am internationalen Markt etabliert. Der Name steht für Haltbarkeit, hohe Genauigkeit, für ein wirklich faires Preis-Leistungsverhältnis und seit September diesen Jahres auch für einen Vuelta Gesamtsieg. Unser Werksbesuch gewährte uns tiefe Einblicke in das äußerst komplexe Thema der Leistungsmessung an Fahrrädern.

Die Geschichte von power2max (Entwicklung, Marketing und Vertrieb) und Saxonar (Entwicklung, Produktion und Logistik) beginnt im Jahr 2006. Marco Rockstroh und sein Freund sowie Geschäftspartner Andreas Görnitz arbeiteten damals in der Automobilindustrie. Für einen namhaften Fahrzeughersteller produzierten sie hochwertige Drahtlosprodukte. Genau dieses Know-how sollte sich in Folge als enorm wertvoll für die Erfinder des power2max Sensors erweisen.

Schon zu dieser Zeit befassten sich das Duo intensiv mit dem Thema Leistungsmessung für Radsportler. Viele Ideen wurden erdacht und danach wieder verworfen, doch schon bald nahm ein bestimmtes Konzept realistische Formen an, von dem beide gleichermaßen überzeugt waren: Sie wollten einen Leistungsmesser entwickeln, der sowohl für Hobby- und auch Profisportler perfekt geeignet wäre. Damit war die Zielsetzung klar:

Der Sensor musste zuverlässige, reproduzierbare Messungen bringen, und zwar bei allen Witterungsverhältnissen. Es sollte keine beweglichen Teile in der Konstruktion geben, um ein nahezu verschleißfreies Produkt anbieten zu können. Die Handhabung hatte einfach zu sein, man wollte sich auf das Wesentliche für Training und Wettkampf konzentrieren und nicht auf Schnickschnack und Verkaufsgags - und das alles zu einem erschwinglichen Preis.

Der enorm hohe Anspruch der erfahrenen Techniker brachte in Folge auch viele Probleme mit sich, die es zu lösen galt; der Weg zum fertigen Produkt sollte somit kein leichter sein.

Für die Umsetzung der Zielvorgaben wurde die Entwicklung in die Hauptbereiche Mechanik, Elektronik und Software geteilt. So gingen vier Jahre ins Land, bis schließlich im Jahr 2010 der "Classic Sensor" auf der Eurobike Messe vorgestellt werden konnte. Bereits das erste Produkt dieser jungen Firma war komplett ausentwickelt, systematisch getestet und zertifiziert.

Von da an ging es Schlag auf Schlag: die Verkaufszahlen stiegen von Beginn an stetig, nach Mitteleuropa kamen neue Lieferregionen wie Australien, Neuseeland und Asien dazu, es folgten Nordamerika und Südafrika. Das Einsatzspektrum wurde ausgeweitet, die Sensoren danach auch für Mountainbikes kompatibel gemacht, und eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte nahm ihren Lauf ...

BB goes p2m

Wir platzen direkt in ein Meeting der Verantwortlichen und kurz darauf in die Kaffeepause der Mitarbeiter. In der Gemeinschaftsküche werden wir sogleich freundlich aufgenommen, auch wir bekommen heißen Kaffee zur Stärkung, das Meeting wird für uns unterbrochen.
Stolz erzählt uns der stets gut gelaunte Andreas, der die erste Hausführung übernimmt, dass es sich bei dem neu renovierten, mit modernster Technik ausgestatteten Gebäude, um eine ehemalige Molkerei handelt. "Käseberg" wurde der Hügel, auf dem sich das Saxonar/power2max Firmengelände heute befindet, früher genannt. Neben der Firma zeugt ein riesiger Schornstein aus roten Ziegeln von vergangenen Zeiten.

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Die Stimmung im gesamten Haus ist entspannt. Es gibt keine Hektik, dennoch wird stetig entwickelt und produziert. Beinahe alle Beschäftigten kommen aus der direkten Umgebung. Auch Andreas hat sich sein Familiendomizil nur wenige Kilometer von seiner Arbeitsstätte eingerichtet, Marco hingegen fährt von Chemnitz in die Arbeit. Meist jedoch, so erzählt er, entwickelt und wirkt er aber zu Hause vor dem Computer.

Vom Firmenstandort profitieren sowohl die Kommunen als auch die Familien, die hier eine sichere und gut bezahlte Arbeitsstätte finden. Marco und Andreas setzen nicht nur auf kühl optimierte Gewinne, und schon gar nicht auf ein künstlich aufgeblasenes Geschäftsmodell - sie setzen auf Bewährtes. Und genau diese Philosophie spiegelt sich auch in den hergestellten Produkten wider, deren Einzelteile fast ausschließlich in Deutschland produziert werden. Schnörkellos und trotzdem optisch ansprechend, langlebig, exakt und "reduziert" auf maximal genaue Messergebnisse, Kompatibilität und Anwenderfreundlichkeit.

Produktion

Von der Qualität und Präzision konnten wir uns in vielen Tests bereits selbst überzeugen - dennoch werden wir in Folge fast erschlagen von all den technischen Innovationen und Informationen, die auf uns niederprasseln.

Niemals hätten wir gedacht, dass an der Entwicklung eines solchen Sensors so viele Menschen beteiligt sind, dass dermaßen viele Arbeitsstunden investiert werden müssen, "nur" um ein Trainingstool für den Radleralltag zu bauen, und dass so penibel auf jedes noch so kleine Detail geachtet werden muss, wenn es dann wirklich genau sein soll.

Schon minimale Feuchtigkeit in der Umgebung der Dehnmessstreifen sorgt für Ungenauigkeit, ebenso ist die Lage dieser Streifen von essentieller Bedeutung.
Schritt für Schritt werden wir Zeugen der Entstehung eines Type S Sensors. An jeder Station, bei jedem Arbeitsschritt arbeiten gut ausgebildete Menschen. Es gibt kaum automatisiert unterstütztes Arbeiten, keine Roboterarme waschen und setzen Computerplatinen ein, und trotzdem - oder vielleicht gerade deshalb - wird hier auf einem Level produziert, das weltweit seinesgleichen sucht.

 "High Tech, Long Life" 

Man-made by power2max

Power2max - Dynamischer Prüfstand

Der sichere Beweis, dass auch eine menschliche Geschäftsphilosophie mit Handschlagqualität zu höchster Produktqualität führen kann, wird uns kurz darauf am völlig neu (und kostenintensiv) entwickelten, firmeneigenen dynamischen Prüfstand geliefert. Gerade rechtzeitig kommen wir dazu, als der zuständige Techniker die Standfestigkeit und vor allem die Genauigkeit eines NG Sensors überprüft.

NG steht für New Generation, laut Marco die aktuelle Spitze der firmeneigenen Evolution. Der betreffende Sensor wurde kurz davor vom Institut Zedler auf Materialermüdung überprüft. Rechnete man die bisherige Lebensdauer in gefahrene Kilometer um, so der Techniker, haben wir einen Sensor vor uns, der ca. 200.000 bis 400.000 Kilometer auf dem Buckel hat. Mit diesem Wert ist seine Lebenserwartung abgelaufen, dennoch wurden bei Zedler keinerlei Ermüdungen am Sensor festgestellt. Er könnte also noch immer betrieben werden.

Nach einer Rekalibrierung beginnt auf dem besagten dynamischen Prüfstand ein umfassender Test, der zeigen soll, wie genau oder ungenau ein so massiv gebrauchter Sensor noch ist. Wir werden darauf hingewiesen, dass es sich um einen Einzeltest handeln würde, und ein anderer Sensor mit diesen Betriebsstunden auch andere Ergebnisse bringen könnte.

Dennoch sind wir schwer beeindruckt, denn das Testprotokoll zeigt Unglaubliches. Beinahe aufs Watt genau stimmen die Messungen des Sensors mit der geeichten Anzeige des Prüfstandes überein. Auf unsere Bitte hin wird der Test wiederholt, wiederum mit demselben Ergebnis. Der NG zeigt fast auf ein Watt genaue Werte.

Danach will es dann Marco wirklich wissen, und so stellt er den dynamischen Prüfstand kurzerhand auf seine maximale Last ein. Seiner Aussage nach wirken sich vor allem Wattwerte jenseits der 700 Watt auf die Materialermüdung aus, also wäre die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der ausgediente Sensor unter Volllast brechen könnte. Mit gehörigem Respekt treten wir alle - trotz vorhandener Schutzabdeckung - ein paar Schritte zurück, und dann passiert ... nichts. Auch weitere Versuche, den Sensor zu zerstören, scheitern. Der Prüfstand beendet jeweils das Protokoll, ohne irgendeinen Schaden am Gerät angerichtet zu haben.

Vertrieb

Abgeschlossen wird die Führung bei der Kalibrierung - jeder Sensor wird, bevor er verpackt in den Verkauf geht, auf einer eigens gebauten Station zur höchsten Präzision gebracht und danach durch einen "Wächter" auf seine Genauigkeit überprüft. Schlagen Kalibrierung und Überprüfung fehl, wird der Sensor ausgemustert. In der Regel muss ein power2max Sensor nicht wieder kalibriert werden; im Gegensatz zur 2% Messtoleranz der bisherigen Powermeter misst der NG die geleisteten Watt auf mindestens 1% genau.

Fotos vom statischen Kalibrierstand waren uns nicht gestattet, da es sich dabei um eine absolut einzigartige High-Tech-Messstation und quasi um ein Firmengeheimnis handelt. Bei power2max werden alle Sensoren "stand alone" kalibriert, d.h. ohne Kurbelarme, Kettenblätter, Schrauben oder Fahrradketten. So kann die hohe Genauigkeit unabhängig von der verwendeten Kettenblattgröße, Materialsteifigkeit, Kurbellänge, etc. garantiert werden, und der Kunde kann beliebig oft seine Konfigurationen ändern, ohne dass sein Powermeter eine erneute Kalibrierung benötigt.

Der Tag, der uns sicherlich lange in Erinnerung bleiben wird, ging mit einer gemeinsamen Radrunde zu Ende, bei der wir uns einen ersten Eindruck vom NG verschaffen konnten. Schlussendlich bleibt zu sagen: Diese Firma wird zwar enorm professionell und modern geführt, aber die Menschlichkeit bleibt dabei nicht auf der Strecke - beeindruckend!

Erste Eindrücke vom neuen p2m NG

Die Gelegenheit war günstig, und so bemächtigte ich mich unverzüglich eines p2m NG Leistungsmessers der Vorserie inklusive einer FSA K-Force Light Kurbel. Seither habe ich damit über 1.000 problemlose Kilometer bei jedem Wind und Wetter zurückgelegt. Dabei liegt die Betonung auf dem Wort "jedem", denn zwei Drittel der Zeit hat es geregnet und war's kalt. Optimale Bedingungen also für ein Gerät, das der Temperaturdrift trotzen und wasserdicht sein möchte.

Aber nun alles der Reihe nach. Vor der ersten Ausfahrt hing ich das Ding sicherheitshalber mal ein paar Stunden an den Strom, denn der NG besitzt einen integrierten Akku mit einer Laufzeit von ca. 150 Stunden, welcher per Micro-USB-Port und Standardkabel geladen werden kann. Sprich: Wegfall der zwei kleinen, fummeligen Schrauben, des Batteriedeckels und des dünnen Gummidichtrings. Außerdem lässt sich im Notfall ein Micro-USB-Kabel einfacher auftreiben als eine Renata CR2450N Batterie.

Auch das Pairing mit dem Radcomputer gestaltete sich gewohnt simpel. Da der neue NG die Leistungsdaten sowohl per ANT+ als auch per Bluetooth Smart aussendet, koppelte und testete ich ihn parallel mit zwei Endgeräten: dem Garmin Edge 520 und einem Wahoo Elemnt. Weder konnten während der gesamten Testdauer Interferenzen festgestellt werden, noch brachte ein mühevoller Abgleich der gespeicherten Daten beider Endgeräte Abweichungen zutage.

p2m NG Features

p2m NG w/ FSA K-Force Light

Akku - Der power2max NG wird mit einem Akku betrieben. Die Akku-Laufzeit beträgt ca. 150 Stunden und kann per Micro USB-Port und dem mitglieferten Standard-Kabel geladen werden.

ANT+ / Bluetooth - Die Leistungsdaten werden per ANT + oder Bluetooth an den Radcomputer oder das Smartphone gesendet. Die Firmware kann außerdem per Bluetooth am letzten Stand gehalten werden.

Genauigkeit & TC+ - Der power2max NG ermittelt nun die Leistung mit einer Genauigkeit von +/- 1%. Die vier Dehnmessstreifen, welche anders angeordnet bzw. ausgerichtet sind, sorgen gemeinsam mit der neuen Spider-Konstruktion für eine höhere Präzision und nahezu keine Temperatur-Drift. Trotzdem verfügt der NG über die Temperatur Kompensation plus. Bei dem bewährten Verfahren zur Kompensation der Temperatureinflüsse wandert jeder Powermeter in einen Klimaschrank, worin seine individuelle Temperatur-Kennlinie zwischen -20 und +70 Grad Celsius ermittelt und gespeichert wird. Damit soll das Risiko der Drift gegen Null gehen.

NG Metrics - Der NG misst folgende Daten: Leistung, Trittfrequenz, Rechts-Links-Verteilung, Drehmoment, runder Tritt

Simple2use² - Auto-Null, kein Batteriewechsel, Trittfrequenzermittlung ohne externen Magneten, Kettenblattwechsel ohne Einfluss auf die Genauigkeit möglich.

Built2resist - Der NG Leistungsmesser bietet immer und überall verlässliche Leistungsdaten, ist wasserdicht, beinahe verschleißfrei und sehr robust.

Ride with Style - Für den NG gibt es Farbringe und Akku-Abdeckungen in den verschiedensten Farben, um den Powermeter bestmöglich an die bestehende Kurbel oder das Rad anpassen zu können.

Made in Germany - power2max Leistungsmesser werden in Deutschland entwickelt und nach höchsten Qualitätsstandards in Handarbeit umweltschonend gefertigt.

  • Die Entwicklungsgeschichte: p2m Classic (obsolet), Type S  (weiterhin im Programm), NG (neu ab Herbst 2016)
    Die Entwicklungsgeschichte: p2m Classic (obsolet), Type S (weiterhin im Programm), NG (neu ab Herbst 2016)
    Die Entwicklungsgeschichte: p2m Classic (obsolet), Type S (weiterhin im Programm), NG (neu ab Herbst 2016)

Generell verfügt der p2m NG über eine deutlich lebhaftere Wattanzeige (Leistung 1s), welche die Realität in Echtzeit sehr gut widerspiegelt - d.h. die Werte am Display passen mit der gefühlten Anstrengung und der Topographie besser zusammen, als dies bei früheren Geräten oder Leistungsmessern anderer Hersteller der Fall ist. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase konnte ich sehr gut mit dieser Einstellung fahren und gewünschte Wattbereiche halten. Die geglättete Wattanzeige (Leistung 3s) ist meiner Meinung nach beim NG nicht mehr notwendig, bleibt aber dennoch eine Frage der persönlichen Vorliebe.

Der neue NG nach 1.000 Kilometern

Über die höhere Genauigkeit von +/- 1% vermag ich nach den reinen Outdoor-Fahrten keine Einschätzung abzugeben - selbstverständlich waren die Werte stets plausibel, für eine Kontrolle fehlte aber ein Referenz-Gerät mit derselben Präzision. Positiv fielen mir die deutlich weniger verzögerten Trittfrequenzwerte auf, wofür das neue Sensordesign, verbesserte Algorithmen und ein schnellerer Beschleunigungssensor verantwortlich zeichnen. Nur mehr gefühlte zwei Sekunden hinkt die Anzeige der Echtzeit hinterher, was in meinen Augen akzeptabel und vermutlich auch der Grund für die schnellere bzw. lebhaftere Wattanzeige ist.

Dank der zahlreichen Regenfahrten konnte sich der NG auch in puncto Wasserdichtheit beweisen. Natürlich reichen 1.000 Kilometer noch lange nicht aus, um ihm das Bikeboard.at "IPX7"-Gütesiegel zu verleihen, aber zumindest hat er sich bis dato wacker geschlagen.

Fast zu schön, um wahr zu sein: Der neue NG mit höherer Genauigkeit, weniger Gewicht, neuen Features und eingebautem Akku - ohne einem einzigen Bug? Nun ja... Während eines der letzten Rides musste ich - trotz leichter Steigung, stetigem Tritt, gleichmäßiger Trittfrequenz und gefühlt gleicher Anstrengung - immer wieder plötzliche, signifikante Watt-Ausreißer nach unten beobachten. Garantiert ohne Spindowns, Schaltmanöver oder anderen externen Einflüssen. Der Mega-Bug war gefunden - ich machte mich sofort an die Analyse samt Dokumentation und informierte den Hersteller.
Aber der Fehler war bekannt, die Software bereits korrigiert und ein neues Firmware-Update verfügbar. Denn per Smartphone lässt sich der NG jederzeit komfortabel (ohne Schrauben, Anstecken oder gar Einschicken) immer auf den letzten Software-Stand bringen.

Es ist damit zu rechnen, dass bis zum Erscheinen des Serienprodukts (fast) alle Kinderkrankheiten beseitigt sind. Und falls nicht, macht es der Kunde später per Smartphone-App ganz einfach selbst.


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  1. #61
    fällt dir an den reaktionszeiten der verschiedenen pms was auf - wenn du zb vector u p2m vergleichst? rein gefühlt ist der ng sensor mmn viel schneller als der classic

  2. #62
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    Mal eine Frage zur Kalibrierung.
    Power2max schreibt ja folgendes:
    Der power2max Leistungsmesser wird im Werk mittels eines 0,1% genauen Drehmomentsensors kalibriert. Eine Kalibrierung durch den Nutzer ist danach nicht mehr notwendig.

    Habe am Wochenende das SRM vom Slate runter genommen, da die Kurbel knackte. Welle ist eingelaufen.
    Da ich ja ein unbenutztes power2max samt Rotor Kurbel noch in der Garage hatte, wurde dies umgehen montiert. Alles ohne Probleme.
    Nach dem pairing mit dem Garmin 820 fragt dieses natürlich nach, ob das PM kalibriert werden soll.
    Verstehe ich das richtig, dass dies nicht nötig ist?
    Beim SRM mache ich dies vor jeder Fahrt mit Kurbelstellung 6 Uhr.
    Passiert eigentlich etwas im PM, falls dann doch via Garmin kalibriert wird?

    Gilt dann sowohl für das alte als auch für das NG?

  3. #63
    Registrierter Benutzer Avatar von mahatma
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    Zitat Zitat von Reini Hörmann Beitrag anzeigen
    fällt dir an den reaktionszeiten der verschiedenen pms was auf - wenn du zb vector u p2m vergleichst? rein gefühlt ist der ng sensor mmn viel schneller als der classic
    Ich bin zuletzt mit 3s average gefahren, damit ich die Zahlen während der Fahrt leichter vergleichen kann und da ist mir kein wesentlicher Unterschied zwischen Vector und NG aufgefallen. An den alten P2M kann ich mich nicht mehr erinnern. Bin ich zuletzt 2013 gefahren.
    "Without action, you aren't going anywhere" - http://blog.jpansy.at

  4. #64
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    @zett78: Du musst aufpassen die Begriffe nicht zu vermischen. Was auf den Garmin Geräten als "Kalibrierung" bezeichnet wird ist eigentlich eine Nullung. Dabei darf keine Last am PM anliegen. Der Elektronik wird damit mitgeteilt, dass bei den aktuellen Messwerten genau 0 Nm Kraft anliegen.

    Die eigentliche Kalibrierung bzw. besser Eichung findet im Werk statt. Dort wird gegen geeichte Gewichte oder rotierende Messgeräte (vereinfacht gesagt) festgelegt, welche Messwerte bei bekannten Gewichten anliegen (z.B. 40kg und 20kg). Daraus kann die Elektronik dann bei allen anderen gemessenen Kräften gemeinsam mit der Umdrehungsgeschwindigkeit (Winkelgeschwindigkeit, Kadenz) die Leistung in Watt errechnen.

    Bei den meisten PMs wird die Eichung fix im Werk durchgeführt und kann selbst nicht verändert werden. Bei einem SRM kann man auch selbst eichen.

    Die Nullung kann man bei jedem PM manuell auslösen indem man am Radcomputer "kalibriert". Manche besitzen eine automatische Kalibrierung, die immer dann auslöst, wenn der PM glaubt, dass keine Last anliegt (typischerweise, wenn man rollt und für eine gewisse Zeit nicht tritt).

    Bei manchen PMs kann man diese automatische Kalibrierung ausschalten, da es dabei auch zu Fehlern kommen kann (z.B. Fixie, Bahn, aber auch bei Zeitfahren sinnvoll die Automatik zu deaktivieren). Bei SRM und P2M NG geht das, bei den alten P2Ms (meines wissens) nicht.

    Heisst so viel wie dass dein alter P2M sowieso automatisch nullt, wenn du einmal für 2s rollst und du dir somit die manuelle Nullung sparen kannst sofern du nicht ein Start Ziel Zeitfahren planst oder direkt am Fuß eines Berges wohnst.
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  5. #65
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    Top Info, danke!!

  6. #66
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    Edit weil: bringt nix
    Geändert von bucket (21-02-2017 um 13:05 Uhr)

  7. #67
    Zitat Zitat von mahatma Beitrag anzeigen
    Ich bin zuletzt mit 3s average gefahren, damit ich die Zahlen während der Fahrt leichter vergleichen kann und da ist mir kein wesentlicher Unterschied zwischen Vector und NG aufgefallen. An den alten P2M kann ich mich nicht mehr erinnern. Bin ich zuletzt 2013 gefahren.


    könntest du mir den gefallen tun, ein paarmal ohne 3sec avg u dasselbe training mit 3sec avg fahren, und mir per pm mitteilen, ob du irgendwo tendenziell einen unterschied erkennen kannst? also zb bei gesamt durchschnittswerten, np, oder gewichteter leistung u dir deine wattgrafik sehr genau anschauen - wenn du ohne avg fährst...wäre nett u hat einen grund

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