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18. Raiffeisen Granitmarathon

18. Raiffeisen Granitmarathon

24.05.18 10:00 5.677Text: NoMan, PMFotos: Mathias Lauringer Video: Bud&Terence FilmKleinzell im Mühlkreis blickt erneut auf ein gelungenes MTB-Wochenende zurück. Marathon und mehr lockte fast tausend Starter ins Granitland.24.05.18 10:00 5.735

18. Raiffeisen Granitmarathon

24.05.18 10:00 5.7355 Kommentare NoMan, PM Mathias Lauringer Video: Bud&Terence FilmKleinzell im Mühlkreis blickt erneut auf ein gelungenes MTB-Wochenende zurück. Marathon und mehr lockte fast tausend Starter ins Granitland.24.05.18 10:00 5.735

Es hat liebe und lange Tradition: Zu Pfingsten dreht sich im Oberen Mühlviertel alles rund ums Mountainbike. Wenn das 1.500-Seelen Dorf Kleinzell zum Marathon lädt, kommt nicht nur das Who-is-Who der Langstreckenszene. Auch zahlreiche Hobbysportler finden Jahr für Jahr den Weg ins Hügelland ob der Donau, um sich auf mindestens so abwechslungsreichen wie knackigen Strecken mit Gleichgesinnten zu messen. Begleitet werden sie – auch das eine langgelebte Tradition – auf Schritt und Tritt von einem Publikum, das seinesgleichen sucht.
„Unglaublich, wo überall wer gestanden ist. Alle haben uns angefeuert, auch die Streckenposten. Fast schon legendär sind die Jungs, die im Steinbruch Party machen. Für die ist die zweite Runde sicher ebenso hart wie für uns“, schmunzelt Master-Fahrer René Reidinger.

Bewährter Brauch in Kleinzell ist es aber auch, zuerst einmal die Kleinen ranzulassen. Und so eröffneten auch heuer wieder die Kinder und Jugendlichen die 18. Auflage des Granitmarathon. 170 Kinder zeigten bei der ASVÖ Junior Granit Challenge auf altersgerechten Rundkursen in sechs Altersklassen, wer die Marathonstars der Zukunft sein könnten. "Ein beachtliches Starterfeld, wurde doch heuer leider der Austria Youngster Cup aus Kleinzell abgezogen", so OK-Chef Jürgen Scalet erfreut.
Bei der anschließenden Siegerehrung in der Mountainbike-Arena wurden dann nicht nur die Schnellsten, sondern kurzerhand alle Youngster stimmungsvoll gefeiert. Manch Elternteil konnte dabei die eine oder andere stolze Träne nicht verbergen.

Am Sonntag war für die Erwachsenen - Profis, Halbprofis oder Hobbysportler - angerichtet. Der Wettergott zeigte sich milde gestimmt: trocken und 20 Grad - besser kann Marathonwetter nicht sein.
Knapp 800 Starter gingen auf vier Distanzen in die Rennen durch das hüglige und daher ausgesprochen anspruchsvolle Granitland. "Der Steinbruch ist zwar der berühmteste Streckenabschnitt. Aber es gibt mindestens zehn Stiche, die steiler und länger sind als dieser Anstieg", beschreibt René Reidinger die topogafische Mühlviertler Spezialität.

Die Topfavoriten bei den Herren wurden ihrer Rolle gerecht. So machten sich die Texpa Simplon-Teamkollegen Christoph Soukup und Matthias Alberti aus Deutschland den Sieg auf der Xtreme Distanz (90 km/ 3.100 Hm) aus. Mit einer bärenstarken Zeit von 04:01:08 konnte sich schlussendlich der Niederösterreicher nach 2016 die begehrte Granittrophäe erneut sichern. "In den letzten Kilometern reichte mein Turbo gottseidank für den Sieg aus", so ein mit Strecke, Untergrund und Leistung zufriedener Soukup.
Bei den Damen setzte sich in Abwesenheit von Seriensiegerin Sabine Sommer die Österreicherin Angelika Tazreiter durch. Gefolgt von Barbara Mayer, konnte sie mit einer Zeit von 4:43:40 ihren ersten Sieg samt - ein Novum 2018, übrigens auch bei den Herren - gelbem Trikot in Kleinzell bejubeln.
Auf der 60-Kilometerdistanz fuhr Topfavorit Wolfgang Krenn einen hart erkämpften Sieg vor Andreas Dollinger und Christoph Mick ein. Bei den Damen war die Entscheidung da schon klarer: Lokalmatadorin Karo Neumüller kam als erste und rund zehn Minuten vor der ebenfalls aus dem Mühlviertel stammenden Claudia Egginger über die Ziellinie.

Im restlichen Teilnehmerfeld ging es nicht weniger rasant zu. Actionreiche Abfahrten auf den Singletrails, spannende Positionskämpfe auf den unzähligen kurzen Anstiegen und tapfere Kämpfe bis zum Schluss mit vielen überwundenen Schweinehunden wurden von den Zuschauern an der Strecke und im Ziel mit viel Applaus belohnt. Besonders in den offiziellen Fanzonen in Lembach und Kleinzell war die Stimmung sensationell. „Das zeigt, dass der Granitmarathon nicht nur bei den eingefleischten Mountainbikern, sondern auch bei den Zuschauern in der Region einen großen Stellenwert hat“, freute sich Jürgen Scalet.
Und noch etwas entlockte dem OK-Chef ein breites Grinsen: der große Andrang in der Bike-Expo. „Mit mehr als 20 Ausstellern haben wir für die Zuschauer ein weiteres Highlight in der Mountainbike-Arena geschaffen“, resümierte der Veranstaltungsleiter, der sich gleichzeitig bei allen Helfern und Sponsoren für ihren Einsatz bedankte sowie den Gestürzten und Verletzten gute Besserung wünschte.


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