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Garmin Edge MTB im Test

Garmin Edge MTB im Test

11.02.26 07:19 2.415Text: Erwin Haiden
Erwin Haiden

Größe: 180 cm
Schrittlänge: 85 cm
Gewicht: 73 kg
Fahrstil/-können: Gemütlicher Allround-Mountainbiker, gerne auch knackig bergab

Rennrad & Gravel: Das Abenteuer steht im Vordergrund

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Fotos: Erwin Haiden
Der Edge MTB ist kompakt, robust und bietet fürs Mountainbiken zugeschnitte Funktionen - allerdings nicht ohne den einen oder anderen Kompromiss.11.02.26 07:19 4.457

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11.02.26 07:19 4.4573 Kommentare Erwin Haiden
Erwin Haiden

Größe: 180 cm
Schrittlänge: 85 cm
Gewicht: 73 kg
Fahrstil/-können: Gemütlicher Allround-Mountainbiker, gerne auch knackig bergab

Rennrad & Gravel: Das Abenteuer steht im Vordergrund

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Der Edge MTB ist kompakt, robust und bietet fürs Mountainbiken zugeschnitte Funktionen - allerdings nicht ohne den einen oder anderen Kompromiss.11.02.26 07:19 4.457

Letztes Jahr stellte Garmin mit dem Edge MTB ein Gerät vor, welches sich, nomen est omen, gezielt an Mountainbiker - vor allem Enduro- und Downhill-Fahrer - richtet. Damit besetzt Garmin nicht nur eine Nische zwischen dem kleinen, minimalistischen Edge 130 und der deutlich umfangreicheren Edge 500 und 800-Serie, sondern bringt auch einige neue Funktionen, die exklusiv am Edge MTB Premiere gefeiert haben, wie etwa die 5Hz Aufzeichnung für präzisere Messung von Downhill-Abschnitten. Das alles gibt’s verpackt in ein ebenso Downhill-taugliches, extra gummiertes Gehäuse mit Gorilla Glass und einer neuen Halterung fürs Oberrohr. In diesem Test gibt’s von mir ein paar grundlegende Überlegungen zu dem Gerät, Einsatzempfehlungen ebenso wie ein paar Eindrücke aus der Praxis.

 Ein Ziel ohne Kurs ist nur ein Wunsch. 

Oder: Jeder Funktion ihre Aufgabe, frei nach Antoine de Saint-Exupéry
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Was steckt dahinter - Ziel & Positionierung

Garmin hat mit dem Edge MTB ein Gerät entwickelt, das kleiner, leichter und speziell fürs Gelände ausgelegt sein soll. Der Fokus liegt auf Trail, Downhill und Enduro - weniger auf klassischen Trainings­metriken oder Allzweck­einsatz. Der Edge MTB ist etwa 20-25 % kleiner als z.B. der Edge 540 und mit 56 Gramm auch ganze 30 g leichter als der 540er.

Gleichzeitig fehlen beim Edge MTB zahlreiche Features, die man von den "großen" Modellen von Garmin gewohnt ist - etwa Smart Recording, Trainings­belastung oder WLAN. Garmin nimmt hier also bewusst einen Schnitt im Funktions­umfang, um sich auf eine Nische zu konzentrieren. Ob und wie sich das am Trail bemerkbar macht, erfahrt ihr nach den Hard-Facts.

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Das Paket

Die Schachtel ist klein, aber genau wie das Gerät selbst vollgepackt mit Inhalt. Neben der Standard-Lenkerhalterung gibt's die neue Oberrohrhalterung mit im Paket, deren Platzierung vor allem im wilden Gelände oder auf Downhill-Geräten ihre Vorteile hat. Wer zusätzlich auf Nummer sicher gehen will, das Gerät nicht zu verlieren, fixiert zusätzlich noch den Fangriemen, den ich persönlich aber seit 20 Jahren konsequent weglasse, ohne jemals ein Gerät verloren zu haben.

Die schier unendlich lange Liste der Möglichkeiten des kleinen Garmin Edge MTB kann sich durchaus sehen lassen. Selbst bei diesem Gerät der Einsteigerklasse ins Garmin-Universum sticht der üppige Funktionsumfang sofort ins Auge und hebt sich von vielen ähnlichen GPS-Radcomputern anderer Marken ab.

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Hardware

  • Gummierte Tasten, um Schmutz und Dreck im Gelände besser zu widerstehen
  • Display aus Gorilla Glass - einem robusten Glas mit erhöhter Bruch- und Kratzfestigkeit
  • Neue Halterung: Im Lieferumfang ist eine Top-Tube-Mount enthalten (fürs Oberrohr) plus klassischer Lenker-/Vorbauhalter. Garmin beschreibt dies als Vorteil beim Trail-Einsatz.
  • Akku: Laut Angaben bis zu 14 Stunden im 5 Hz-Modus, bis zu 26 Stunden im Stromsparmodus

Allgemein

Abmessungen 50,4 x 77,8 x 19,8 mm
Gewicht 58 g
Wasserdichtigkeit IPX7
Anzeigetyp Transflektives TFT-Display
Anzeigegröße 54,10 mm (2,13 Zoll) Diagonale
Anzeigeauflösung 240 x 320 Pixel
Farbdisplay JA
Batterietyp Lithium-Ionen-Akku
Akkulaufzeit Bis zu 14 Stunden (anspruchsvolle Nutzung)
Bis zu 26 Stunden im Energiesparmodus
Batteriesparmodus JA
Möglichkeit, Karten hinzuzufügen JA
Basiskarte JA
Integrierte TrailForks-Traildaten Ja (einschließlich optimiertem ForkSight-Modus)
Speicher- und Leistungskapazität 32 GB interner Speicher
Wegpunkte 200
Routen 100 Strecken
Aktivitätenspeicher Bis zu 200 Stunden
Sensoren GPS
GLONASS
Galileo
Barometrischer Höhenmesser
Gyroskop
Beschleunigungs­messer
Sensor für das Umgebungslicht
GPS-Aufzeichnung mit 5 Hz
MULTI-FREQUENZ
Magnetometer
Konnektivität BLUETOOTH®, ANT+®
Smartphone-Kompatibilität iPhone®, Android™
Tägliche Smart-Funktionen Connect IQ™ (downloadbare Displaydesigns, Datenfelder und Apps)
CONNECT IQ™-STORE AUF DEM GERÄT
Erhalte Smart Notifications
SMS-Antwort/Anruf per SMS ablehnen (nur Android™)
Wetter
Einstellungssynchronisierung in Echtzeit mit Garmin Connect™ Mobile
Musikfunktionen
VIRB®-Fernbedienung
SMART-TRAINER-BEDIENUNG
Garmin Share
Sicherheits- und Tracking-Funktionen Notfallhilfe
LiveTrack
GroupTrack
Group Ride (Cycling)
GroupRide Wettkämpfe und -Auszeichnungen
Mitteilungen von Fahrer zu Fahrer
Ereigniserkennung (einschließlich Offroad)
GroupRide Unfallbenachrichtigung
Community Gefahrenstellen
FIND MY EDGE
Fahrrad Alarm
Wetterwarnungen
Mit inReach® kompatibel
Trainings-, Planungs- und Analysefunktionen Anpassbare Datenseiten
Herunterladbare Trainingspläne
Tägliche Trainingsvorschläge
Primäre und sekundäre Trainingsziele
Auto Pause®
Intervalltraining
Erweiterte Trainings
Auto Lap®
Vo2 Max
Trainingsbelastung - Radfahren
Erholungsratgeber
Virtual Partner
Virtual Racer™
Segmente
Auto-Seitenwechsel
Physio TrueUp
Outdoor-Freizeitfunktionen
ClimbPro - mit geplanten Strecken
ClimbPro - ohne geplante Strecken
Radfahrfunktionen
Strecken (zum Antreten gegen vorherige Aktivitäten)
Zeit- oder Distanz-Alarm (beim Erreichen eines voreingestellten Wertes ertönt ein Alarm)
Leistungsbezogene anaerobe Schwelle (FTP)
MTB-DYNAMICS
Gravity MTB Profil Support (Downhill, Enduro, E-Enduro)
Zeitmesspunkte
Kompatibel mit Varia™-Radar (rückwärtiges Radar)
Kompatibel mit Varia Radar
Kompatibel mit Varia™-Fahrradlichtern
Mit Leistungsmessgeräten kompatibel (Anzeige von Leistungsdaten von kompatiblen ANT™ + -Leistungsmessern dritter Anbieter)
TopoActive-Karten - Radfahren
Trendline-Popularity-Routing
Heatmap für die Beliebtheit
Fahrraddynamik kompatibel
Konnektivität Edge®-Fernbedienung
Varia™ Fernbedienung
Elektronische Schaltung ANT + ™
INTEGRATION VON SHIMANO DI2 SYNCHRO SHIFT
SRAM-AXS Integration
Externe Anzeige (eine Garmin-Uhr kann Datenseiten mit dem Edge® teilen)
Outdoor-Freizeitfunktionen ClimbPro - mit geplanten Strecken
ClimbPro - ohne geplante Strecken
Preis € 399,- (UVP)
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Die wichtigsten Trail-/MTB-spezifische Funktionen

  • 5 Hz GNSS-Aufzeichnung: Statt wie üblich 1 Messung pro Sekunde werden bei Abfahrten 5 Messungen pro Sekunde aufgezeichnet. Das Ziel: Genauere Linien, insbesondere bei schnellen Switchbacks oder engen Trails.
  • Fahrprofile "Downhill MTB", "Enduro", "eEnduro": Spezielle Modi für den Einsatz im Gelände.
  • Automatische Run-Erkennung im Downhill-Modus: Das Gerät erkennt Abfahrten automatisch und wechselt ggf. in den schnellen 5 Hz-Modus.
  • Splitzeiten: Virtuelle Zwischen­zeiten (Startpunkt + bis zu 10 Gates) auf einem Trail. Ziel: Zeiten vergleichen, Lines optimieren.
  • Erweiterter Forksight/Trail-Daten: Dank Integration mit TrailForks: Beim Abzweigen werden Trail-Namen, Schwierigkeits­grad u. a. angezeigt; nach der Fahrt erfolgt eine Aufschlüsselung, wie viel Zeit man auf welcher Trail-Kategorie verbracht hat.

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Einschränkungen / bewusst weggelassene Features

  • Keine Smart Recording Option
  • Kein WLAN
  • Keine Trainings­belastungs-/Trainingsstatus-Funktionen (z. B. Load, Race-Event-Kalender, etc.)
  • Kein Touchscreen
  • Speicherplatz bleibt bei 32 GB

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Erster Eindruck: Montage und Inbetriebnahme

Wer in jüngster Zeit ein Garmin-Gerät in Verwendung hatte, wird sich relativ schnell zurechtfinden. Sehr gelungen ist mittlerweile die Möglichkeit, Profile (und Sensoren) via Garmin Connect einfach von einem Gerät zum anderen zu übertragen. Damit entfällt schon einmal ein Großteil des initialen Setup-Aufwands. Dazu kommt, dass man die meisten Seiten, Profile und Funktionen mittlerweile am Gerät selbst oder - meist komfortabler - übers Handy einrichten kann. So ist mein Test-Garmin innerhalb weniger Minuten voll einsatzbereit. Die neue Oberrohrhalterung ist eine willkommene Alternative für den MTB Einsatz, auch wenn ich persönlich die zentrale Montage über dem Vorbau bevorzuge. Der Lesbarkeit tut die Oberrohrmontage jedenfalls keinen Abbruch.

Garmin-Neulinge oder Umsteiger werden nicht darum herumkommen, in die einen oder andern Untiefen der Garmin-Menüs einzutauchen - spätestens dann, wenn irgendein Alarm los geht, denn von denen gibt es viele: Herzfrequenz, Auto-Pause, Crash-Detection oder - mein Lieblingsalarm - der Hinweis auf Gefahren. Da haben es die Amerikaner mit meiner Sicherheit wohl ein wenig zu weit getrieben, wenn mitten im Wienerwald vor einem Hund gewarnt wird...

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  • Holla, die Trailfee! Was es alles zu entdecken gibt!Holla, die Trailfee! Was es alles zu entdecken gibt!
    Holla, die Trailfee! Was es alles zu entdecken gibt!
    Holla, die Trailfee! Was es alles zu entdecken gibt!
  • Die Menüs sind mittlerweile recht übersichtlich.Die Menüs sind mittlerweile recht übersichtlich.
    Die Menüs sind mittlerweile recht übersichtlich.
    Die Menüs sind mittlerweile recht übersichtlich.
  • Homescreen und Display-Lesbarkeit sehr gutHomescreen und Display-Lesbarkeit sehr gut
    Homescreen und Display-Lesbarkeit sehr gut
    Homescreen und Display-Lesbarkeit sehr gut
  • Popularity-Routing für optimale Planung unterwegsPopularity-Routing für optimale Planung unterwegs
    Popularity-Routing für optimale Planung unterwegs
    Popularity-Routing für optimale Planung unterwegs

Praxis­einsatz - was funktioniert gut und was weniger

Wer sich jedoch von initialen Alarmmeldungen nicht unterkriegen lässt, hat in kürzester Zeit einen top konfigurierten Begleiter zur GPS-Aufzeichnung, Navigation und Trainingssteuerung sowie -analyse, den man in der Regel dann nicht mehr allzu oft zu weiter konfigurieren muss. Das ist zumindest meine Erfahrung, von ein paar Software-Updates abgesehen.

Was gut funktioniert
  • Die robuste Bauweise: Das kleinere Format und die massive Halterung sind im Gelände grundsätzlich nicht verkehrt.
  • Das Display ist dank adaptiver Hintergrundbeleuchtung im Vergleich zu so manchem anderen Hersteller in fast allen Lebenslagen gut lesbar.
  • Bedienung im Gelände: Die physischen Knöpfe bieten meiner Meinung nach sogar noch besseres haptisches Feedback als bei Edge 540 und Co.
  • Garmin Kartendarstellung zählt zu den besten der Industrie
    Garmin Kartendarstellung zählt zu den besten der Industrie
    Garmin Kartendarstellung zählt zu den besten der Industrie

Hat man sich einmal an die Knopfbedienung gewöhnt, klappt damit selbst das Scrollen auf der Kartenansicht, wobei hier natürlich die größeren Geräte mit Touchscreen deutlich im Vorteil sind. Trotzdem findet man sich relativ schnell zurecht. Dabei hilft in dem Zusammenhang der etwas reduzierte Funktionsumfang ebenso wie die mittlerweile deutlich übersichtlichere Menüführung, die aufs Wesentliche abzielt und viele Funktionen erst kontextbezogen anzeigt (z. B. Höhendiagramm, Kartenansichten, Trainingsdetails, etc.). Bis auf einige Trainingsseiten und Hardware-Einschränkungen (wie das fehlende WLAN) bietet auch der kleine Edge MTB etliches, was das Bikerherz begehrt: Polularity-Karten und Routenplanung, Groupride, Trainingsempfehlungen, Climb Pro, Zurück zum Start Navi, Varia Kompatibilität, Bike Alarm und vieles, vieles mehr. Aus Erfahrung hat hier jeder andere Wünsche und Anforderungen an das, was so ein Radcomputer können muss. In meinem Fall sind ein präziser Höhenmesser, gute Karten und Climb-Pro die Killerfeatures.

Die Akkulaufzeit ist mit bis zu 14 Stunden "bei anspruchsvoller Nutzung” und bis 26 Stunden im Energiesparmodus für die meisten Anwendungsfälle im Rahmen. Wer eine Powerbank nutzt, kann das Gerät mit USB-C laden; hier muss man nur darauf achten, dass das Kabel keinen zu dicken Stecker hat, der dann wie in meinem Fall am Gehäuse ansteht.

  • Das Display ist auch in schwierigen Lichtverhältnissen deutlich zu lesen.Das Display ist auch in schwierigen Lichtverhältnissen deutlich zu lesen.
    Das Display ist auch in schwierigen Lichtverhältnissen deutlich zu lesen.
    Das Display ist auch in schwierigen Lichtverhältnissen deutlich zu lesen.
  • Die neue Halterung ist eine willkommene Alternative am MTB.Die neue Halterung ist eine willkommene Alternative am MTB.
    Die neue Halterung ist eine willkommene Alternative am MTB.
    Die neue Halterung ist eine willkommene Alternative am MTB.
  • Womit wollen wir anfangen?Womit wollen wir anfangen?
    Womit wollen wir anfangen?
    Womit wollen wir anfangen?
  • Ein Groupride funktioniert auch am Edge MTB...Ein Groupride funktioniert auch am Edge MTB...
    Ein Groupride funktioniert auch am Edge MTB...
    Ein Groupride funktioniert auch am Edge MTB...
  • ... ebenso wie die relativ übersichtliche Navigation mit der Karte.... ebenso wie die relativ übersichtliche Navigation mit der Karte.
    ... ebenso wie die relativ übersichtliche Navigation mit der Karte.
    ... ebenso wie die relativ übersichtliche Navigation mit der Karte.
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Die Krux mit den neuen Funktionen

Wo Licht ist, ist auch Schatten - so auch bei den MTB-spezifischen Funktionen. Es ist super, die Trainingsdaten nach Anstieg und Abfahrt zu trennen. Vor allem im liftunterstützten Downhill-Einsatz dürfte das ein geniales Feature sein, das mittlerweile auch seinen Weg auf andere neue Garmin-Geräte gefunden hat. Im Enduro-Einsatz muss man manuell zwischen den Modi wechseln, was je nach Gelände, Trainingsintensität und Vergesslichkeit des Bikers oft nicht so einfach umzusetzen ist. Wenn man im Eifer des Gefechts vergisst umzuschalten, wird der Track in der Abfahrt eben nicht mit 5 Hz, sondern nur 1 Hz aufgezeichnet oder umgekehrt. Generell macht die 5 Hz Technologie meiner Meinung nach vor allem bei den Splitzeiten Sinn, denn ob Spitzkehren am GPS-Track jetzt so viel präziser aufgezeichnet werden müssen, um als solche analysiert zu werden, ist fraglich.

  • Manche Ladekabel stehen am Gehäuse an.Manche Ladekabel stehen am Gehäuse an.
    Manche Ladekabel stehen am Gehäuse an.
    Manche Ladekabel stehen am Gehäuse an.
  • Das manuelle Umschalten zwischen Enduro Up- und Downhill ist nichts für Vergessliche!Das manuelle Umschalten zwischen Enduro Up- und Downhill ist nichts für Vergessliche!
    Das manuelle Umschalten zwischen Enduro Up- und Downhill ist nichts für Vergessliche!
    Das manuelle Umschalten zwischen Enduro Up- und Downhill ist nichts für Vergessliche!
  • Nicht alle Warnungen ergeben Sinn (z.B. Warnung vor dem Hunde)...Nicht alle Warnungen ergeben Sinn (z.B. Warnung vor dem Hunde)...
    Nicht alle Warnungen ergeben Sinn (z.B. Warnung vor dem Hunde)...
    Nicht alle Warnungen ergeben Sinn (z.B. Warnung vor dem Hunde)...
  • Mein Uphill-SchicksalMein Uphill-Schicksal
    Mein Uphill-Schicksal
    Mein Uphill-Schicksal
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Apropos Split-Zeiten: Diese zweite MTB-spezifische Funktion habe ich nur rudimentär getestet, aber im Wesentlichen die Erfahrung gemacht, die auch viele User in den Garmin-Foren berichten (Quelle). In der Theorie suggerieren die 5 Hz Aufzeichnung und die Splitzeiten eine Genauigkeit, die in der Praxis schwer nutzbar ist. Auch mein Gefühl als Techniker sagt mir, dass die Genauigkeit trotz 5 Hz Aufzeichnung nicht in dem Zehntel- oder gar Hundertstel-Bereich ist, in dem sie sein müsste, um valide Aussagen zu produzieren. Der vorwiegende Einsatz am MTB im Wald und das damit verbundene höhere GPS-Signal-Rauschen tragen sicher ihr Übriges dazu bei. Am Bike hat man zumindest in unseren Breiten selten freie Sicht auf den Himmel oder eine Strecke wie beim Straßen-Mannschaftszeitfahren am Pannoniaring.

  • Out of control modeOut of control mode
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  • Jetzt wird's ernst!Jetzt wird's ernst!
    Jetzt wird's ernst!
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  • Am Ende die Bestzeit in den Chip gebranntAm Ende die Bestzeit in den Chip gebrannt
    Am Ende die Bestzeit in den Chip gebrannt
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  • Die Tourenübersicht als BeispielDie Tourenübersicht als Beispiel
    Die Tourenübersicht als Beispiel
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  • Die Menüs sind größtenteils kontextbezogenDie Menüs sind größtenteils kontextbezogen
    Die Menüs sind größtenteils kontextbezogen
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  • Optionale Karten sind möglichOptionale Karten sind möglich
    Optionale Karten sind möglich
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  • Die Skala vom Höhenprofil ist anpassbarDie Skala vom Höhenprofil ist anpassbar
    Die Skala vom Höhenprofil ist anpassbar
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  • Die Suche nach Alarmen und Autopause kennt jeder Garmin-User.Die Suche nach Alarmen und Autopause kennt jeder Garmin-User.
    Die Suche nach Alarmen und Autopause kennt jeder Garmin-User.
    Die Suche nach Alarmen und Autopause kennt jeder Garmin-User.

Einsatzbereich & Zielgruppe

Ich sehe im Wesentlich zwei Zielgruppen, für die das Gerät interessant sein könnte. Wer sich zu beiden zählt, umso besser. Das wären zum einen Downhill-Fahrer, die die automatische 5 Hz Aufzeichnung und Umschaltung vom Up- und Downhill-Modus suchen. Dies erleichtert und verfeinert die nachträgliche Auswertung der Daten. Die zweite Zielgruppe sind jene, denen ein Edge 130 und ähnliche Monochrom-Geräte zu rudimentär sind, aber ein größerer Edge 550 schon wieder zu mächtig über dem Lenker oder Oberrohr thront.

Geschaffen für

Eignung Eigenschaften
Minimalisten Wesentlich mehr Funktionen als der Edge 130 bei ebenfalls kompaktem Gehäuse
Grobmotoriker Alle, die aufgrund ihrer riesigen Hände keine Touchscreens mögen oder ihre elektronischen Begleiter auch gerne fallen lassen
Bruchpiloten Samt Überschneidungen mit obiger Gruppe: jeder der es geschafft hat, schon einmal einen GPS-Computer zu zerstören
Schmeichler Ein Touchscreen ist ein Touchscreen ist ein Touchscreen
Universalsportler Dafür fehlen dann doch ein paar (v. a. Trainings-)Funktionen im Vergleich mit den größeren Edge-Geräten.
Schaßaugerte Wer große Displays mag oder wie ich nur mehr einen Schritt von Altersweitsichtigkeit entfernt ist, wird ein größeres Display zu schätzen wissen.
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Fazit

Garmin Edge MTB
Modelljahr: 2025
Testdauer: 6 Monate
Preis: € 399,- UVP
+ Robust
+ Klein
+ Leicht
+ Funktionsumfang
+ 5 Hz Downhill-Aufzeichnung
o 5 Hz im Enduro-Einsatz
o Nicht das universellste Pferd im Garmin-Stall
BB-Urteil: Klein, leicht und kompakt mit Kompromissen

Garmin hat mit dem Edge MTB ein Gerät gebaut, das auf den ersten Blick wie ein abgespeckter Edge 550 wirkt, aber im Trail-Einsatz unter bestimmten Voraussetzungen durchaus Sinn macht. Fans physischer Knöpfe werden auf ihre Rechnung kommen, Lesbarkeit und Funktionsumfang im Allgemeinen ist top. Die Akkulaufzeit ist akzeptabel und der Funktionsumfang wird für viele Biker mehr als ausreichend sein.

Die 5 Hz Abtastrate, die hauptsächlich auf die Splitzeiten-Funktion für Downhills abzielt, funktioniert leider nicht immer, wie sie sollte, und im Enduro-Modus sollte man nicht vergessen, zwischen Auf- und Abfahrt umschalten, wenn einem die 5 Hz Daten wichtig sind. Generell sehe ich diese Funktion noch am ehesten im Downhill-Einsatz im Bikepark sinnvoll.

Neben den immer besser werdenden User-Interfaces absolut top sind vor allem das robuste, kleine und relativ leichte Gehäuse und das bei fast allen Lichtverhältnissen gut lesbare Display. So wird der Edge MTB, denke ich, seine Anhänger finden, und ich bin mir ziemlich sicher, dass die die eine oder andere Funktion noch mit Software-Updates feingeschliffen und weiter verbessert wird.

  • Garmin Edge MTB im Test

Geschrieben
Der Edge MTB ist kompakt, robust und bietet fürs Mountainbiken zugeschnitte Funktionen - allerdings nicht ohne den einen oder anderen Kompromiss.



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Geschrieben
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Damit besetzt Garmin nicht nur eine Nische zwischen dem kleinen, minimalistischen Edge 130 und der deutlich umfangreicheren Edge 500 und 800-Serie

Diese Nische besetzt Garmin meiner Meinung schon seit längerem auch mit dem oft unter seinem Wert gehandelten Edge Explore 2.

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