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Größe: 175 cm Schrittlänge: 84 cm Gewicht: 70 kg Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt
Was haben die drei erfolgreichen Reifenmischungen Black Chili (Conti), Gripton (Specialized) und Addix (Schwalbe) gemeinsam? Die Antwort ist einfach: Einerseits zählen sie unumstritten zu den absoluten Benchmarks unter den Fahrradreifen, andererseits hatte bei allen drei Entwicklungen der Deutsche Wolfgang Arenz, seines Zeichens der wohl bekannteste und zugleich erfolgreichste Compounder der Fahrradbranche, seine Finger mit im Spiel.
Black (schwarz) Chili Compound - entwickelt für Continental in 2005 und verfeinert bis 2011, noch immer der maßgebliche Erfolgsgarant für die hochwertigen Fahrradreifen von Continental.Gripton - entwickelt für Specialized in 2012 und optimiert bis 2015, schnellster und gleichzeitig besonders griffiger Compound am Markt, ermöglichte Akzeptanz und Verkauf der Specialized Top-Reifen bei Händlern.Addix - von 2016 bis 2017 entwickelt, Laufstreifenmischung der Top-Modelle von Schwalbe, begeisterte Fachpresse, Industrie, Handel und Endkunden; mehrere verschiedene Compounds optimieren die Eigenschaften je nach Einsatzzweck. Sein Reifenentwicklungen fuhren unzählige Testsiege in der Fachpresse ein und waren Garant für noch mehr Siege, Rekorde und Weltmeistertitel auf der Straße, beim Mountainbiken, im Triathlon und auf der Ultra-Langstrecke. Aber nicht nur, dass seine unter Conti- bzw. Specialized-Flagge gefertigten Prototypen über Jahre von einigen der weltbesten Profis gefahren wurden, haben sich noch vor der Markteinführung von Wolfpack-Tires zwei Pro-Tour Teams für den Kauf von Wolfpack Reifen entschieden.Quelle: Wolfpack-Tires
Mit seiner nunmehr eigenen Marke Wolfpack Tires hat es sich Wolfgang zum Ziel gesetzt, mit den modernsten Mitteln die besten Fahrradreifen für den jeweiligen Einsatzzweck zu bauen - ohne Marketing-Bullshit und zu angemessenen Marktpreisen. Nach eigenen Angaben will Wolfgang dies dank einer engen Zusammenarbeit mit Spitzensportlern, bahnbrechenden Gummimischungen, optimierten Reifenprofilen und einer revolutionären Karkasse sichergestellt wissen.Wir durften uns von der Performance zweier Wolfpack Cross MTB Allrounder während eines 4-tägigen Etappenrennens bei trockenen, frühlingshaften Bedingungen sowie zu Hause bei nass-kaltem Winterwetter ein erstes Urteil bilden.
Da die Reifen ihre Jungfräulichkeit beim Samarathon-Winterabenteuer in der Wüste Negev verlieren sollten und ich vom Schlimmsten ausging, kam nur die Tubeless-Montage mit Dichtmilch in Frage. Beim Auspacken der Reifen fielen mir sofort ihre saubere Verarbeitung, die hochwertige Haptik und die robusten Seitenwände positiv auf. Zudem fühlte sich die Mischung sehr soft und fast schon "klebrig" an - alle Zeichen standen auf Grip.Die Montage selbst ging im wahrsten Sinne einfach von der Hand, sprich: gänzlich ohne Reifenheber und ohne Kompressor. Die Reifen ließen sich mit wenig Kraft über die Felgen wuchten und sprangen schon nach einigen beherzten Hüben mit meiner Crankbros Standpumpe (auch ohne dem Burst Tank) präzise und lautstark in die Flanken. Zwar hielt sich der Luftverlust auch schon ohne Milch in Grenzen, aber dennoch füllte ich 60 ml Stans Tire Sealant in jedes Laufrad. Ein wenig überraschend war, dass nach dem neuerlichen Aufpumpen an keiner einzigen Stelle auch nur ein Tröpfchen Milch austrat und sich am Druck, selbst nach einigen Tagen Standzeit, nichts Messbares änderte.Im Vergleich zu den vorher montierten Conti Race-King Protection in 29x2,2 sind die Wolfpack Cross auf meinen Laufrädern bei gleichem Druck um rund einen Millimeter breiter, besitzen eine deutlich vertrauenswürdigere Seitenwand und wiegen um 71 Gramm mehr pro Reifen (688 g vs 617 g), was auf die massive Karkasse zurückzuführen ist und völlig in Ordnung geht. Preislich sind sie mit 39,99 Euro VK deutlich günstiger als die 62,90 Euro teuren Contis aus Korbach.
In grip we trust.
Nach einem Anfängerfehler mit weit mehr als 2 Bar in den Reifen - schuld waren die Hektik am Start und ein defektes Manometer der Standpumpe im Servicezelt - senkte ich den Druck auf exakt 1,5 Bar und fuhr damit die erste Etappe fertig. Am Tag zwei über 76 km und 1.360 Hm auf unzähligen Singletrails auf Schotter, Lava-Geröll und im tiefen Sand reduzierte ich sogar noch weiter auf 1,25 Bar, was sich auch an den folgenden Tagen für die Kombination aus Systemgewicht von rund 82 kg + Hardtail + Tubeless bestens bewährte.Die Wolfpack Cross rollten gut, boten eine ausgezeichnete Dämpfung, perfekten Pannenschutz und außerordentlich hohen Grip. Besonders Pannenschutz und Grip möchte ich hier hervorheben. Die Reifen trotzten den Elementen ohne einen einzigen Defekt, sie überlebten scharfkantige Lavabrocken genauso wie gröbere Steine und meterhohe Sprünge (okay, 40 cm hohe Sprünge). Viele der anderen Teams hatten trotz solider Tubeless-Setups mit zahlreichen Pannen zu kämpfen - meistens waren die Seitenwände ihrer Reifen betroffen.
Auch beim Grip hatte Wolfgang nicht zuviel versprochen: vorne beste Kontrolle, hinten souveränste Traktion - im Trockenen, im tiefen Geröll und sogar auf den schmierigen "Slick-Rock-Sections", die wir am vierten Tag bei leichtem Nieselregen zu bewältigen hatten. Aber auch mit den aktuell noch winterlichen Bedingungen im Heimtland kamen die Reifen gut zurecht.Im Gegenzug wäre es allerdings mehr als nur logisch, dass die Reifen aufgrund ihrer massiven Seitenwände, der Grip-Mischung, ihres Profilaufbaus und des daraus resultierenden Mehrgewichts etwas zäher abrollen müssten als die marktbesten Race-Reifen. Im direkten Vergleich zum Canyon meines Partners musste ich in der Ebene und bei Rückenwind schon ein wenig mehr reinhacken als dieser mit seiner Kombi aus einem Schwalbe Rocket Ron vorne und einem Rock Razor Snakeskin Semislick hinten, was aber auch an seiner höheren Schwungmasse und am vollgefederten Mountainbike liegen hätte können. In jedem Fall zeichnete sich bei ihm schon nach einigen hundert Kilometern ein weitaus größerer Stollenverbrauch (siehe Foto #4) ab als bei meinen Wolfpacks.
Seine formidable Gummimischung und die spezielle Karkasse machen den Wolfpack Cross zu einem verlässlichen Allrounder und bieten ein Maximum an Traktion und Kontrolle im Trockenen und bei Nässe. Zudem graben sich die aggressiven Stollen bestens in den Untergrund ein und besitzen eine ausgezeichnete Selbstreinigung. Der Pannenschutz des Reifens ist enorm, Rollwiderstand und Gewicht liegen im guten Mittelfeld.Einsatz bei Cross Country und Marathon: als optimale Allround-Kombi empfiehlt sich der Wolfpack Cross vorne und hinten. Wer es etwas schneller möchte, kombiniert den Cross vorne mit dem MTB Race hinten, und wer auf den totalen Grip abzielt, fährt vorne den Trail und hinten den Cross.Nähere Infos im ausgewählten Fachhandel oder Online unter wolfpack-tires.com
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