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Training und Rennen mit dem Powermeter

Grundsätzlich hat man mit einem Leistungsmesser (Powermeter) einen zusätzlichen und sehr präzisen Anhaltspunkt beim Training und im Wettkampf: die auf dem eigenen Rad erbrachte Leistung - gemessen in Watt. Diese unterliegt weniger Schwankungen als der Pulsschlag. Mageninhalt, Höhe, Witterung, gesundheitliche Verfassung, Umweltbedingungen usw. spielen im Gegensatz zur Pulsmessung keine Rolle.

AKTION: Während ich die Wattwerte meiner Tretleistung innerhalb von 1-2 Sekunden am Display sehe und mich sofort danach richten kann, hinkt der Puls immer zeitlich hinterher (z.B. beim Intervalltraining, bei TTs oder am Berg). Eine Dosierung bei knackigen Intervallen oder kurzen Zeitfahrrennen ist anhand des Herzschlags relativ schwierig. Mittels Powermeter kann ich schon von Beginn an meine Leistung im gewünschten Zielbereich erbringen.

REAKTION: Den Herzschlag sollte man dennoch nicht vernachlässigen und stets im Auge behalten - sei es bei intensiven Intervallen, wo der Puls nicht "entgleiten" sollte, oder bei langen Grundlagen-Ausfahrten, wo schon ein minimal zu hoher Puls über einen längeren Zeitraum zu einem "Ausbrennen" führen kann. Außerdem ist der Pulsschlag bei angehendem Übertraining oder einem Infekt ein wichtiges Feedback des Körpers, wenn die Herzrate trotz hoher Leistungsentfaltung einfach nicht in den gewohnten Bereich ansteigen will.

Funktionsweise der Leistungsmesser

Vereinfacht: Die gängigen Modelle messen die Verwindung an der Tretkurbel bzw. an der Hinterradnabe mittels Dehnmessstreifen, der Wattsensor sendet permanent die geleisteten WATT und die aktuelle TRITTFREQUENZ an den zugehörigen Fahrradcomputer.

Je nach Fahrradcomputer oder Einstellung werden diese Werte in Echtzeit am Display angezeigt (aktuelle Watt, Durchschnitt, Maximal, Durchschnitt eines Intervalls, geleistete KJoule, etc.) und jede Sekunde gespeichert. So können die Daten während des Trainings oder beim Wettkampf im Auge behalten und danach zur Auswertung auf den Computer überspielt werden. Der Trainingserfolg oder die tatsächliche Leistung während eines Rennens werden so messbar und auch vergleichbar, was anhand eines Durchschnitts-Pulses, Durchschnitts-Geschwindigkeit oder der Platzierungen und Zeiten in Ergebnislisten nicht möglich ist (Topografie, Wetter, Gegner, Windschatten, etc.).

Einsatzgebiete

  • Leistungstest auf der Walze oder bei kurzem EZF (z.B. Testprotokoll nach Hunter Allen oder Petra Marchart) mit dem eigenen Rad inkl. Powermeter
  • Training (Intervalle nach Watt, intensive Sprinttrainings, Wattschnitt während GA-Trainings)
  • Rennen (Triathlon, EZF, Bergrennen, lange Anstiege)
  • Auswertung der Renndaten (Straßenrennen, XC, Kriterium, Marathon)

Häufige Fehler und Gefahren

  • Trainingsbereiche: Wattwerte neu ermitteln, keine bisherigen Leistungstests als Basis nehmen
  • Herzschlag: das Feedback des Körpers stets im Auge behalten und rechtzeitig reagieren
  • Kalibrierung: automatische Nullpunkt-Kalibrierung einschalten (Temperaturwechsel), Überprüfung nach Sturz, "Steigungsfaktor" mancher Geräte muss von Zeit zu Zeit oder nach einem Wechsel der Kettenblätter kalibriert werden
  • keine Vergleiche mit fremden Wattdaten, wenn du nicht selbst das andere Gerät kalibriert hast!

POWERMETER 2011 – DREI AKTUELLE MODELLE IM VERGLEICH

Tech Specs



Powertap SL+ 2.4









SRM Dura Ace 7900









power2max Rotor 3D+









Hersteller

Saris

Schoberer Rad Messtechnik

Saxonar

Spezifikations-Beispiel

Mavic Cosmic Carbone SL PowerTap

Shimano Dura Ace 7900, 130mm, 39/53

Rotor 3D+, 130mm, 39/53

Gewicht des Sensors

412g

197g

256g

Mehrgewicht

160g (gegenüber Original-Mavic-Nabe)

185g (gegenüber Original-DA-Kurbel)

198g (gegenüber Original-Spider)

Übertragung

2.4 GHz Ant+ Sport

2.4 GHz Ant+ Sport

2.4 GHz Ant+ Sport

Dehnmessstreifen

k.A.

8

4

Trittfrequenzen

40-240 U/min (ca. 10% ungenau !!!)

30-250 U/min (sehr genau)

30-180 U/min (sehr genau)

TF-Magnet

optionaler Magnet empfohlen

Magnet unter dem Tretlager

nicht notwendig (Software)

Wattleistung

0 - 1.999 Watt

0 - 4.096 Watt

0 - 2.999 Watt

Messgenauigkeit

+/- 1.5% (bis zu +/- 6% bei Maximalbelastung)

+/- 2%

+/- 2%

Höhenmessung

nein

ja

- (kein Computer erhältlich)

Batterie Lebensdauer

ca. 300-400 Stunden (Nabe)
2x EPX76 (Nabe), CR2032 (Computer)

ca. 1.400 Stunden
Austausch nur im Werk

ca. 300-400 Stunden
Standard CR2450 Batterie

Kalibrierung

k.A., Kalibrierung nur im Werk möglich

2 Jahre garantiert, mit dem Batterie Service empfohlen, Kalibrierung im Werk oder do-it-yourself mit Gewicht

2 Jahre garantiert, (vermutlich bis zu 8 Jahren nicht notwendig)

Computer

Powertap Computer (im Set enthalten)

SRM Powercontrol VI oder 7 (im Set)

keiner

Software

Powertap Power Agent (im Set)

SRM Trainingsystem (im Set) oder als kostenlosen Download auf www.SRM.de

keine

Garmin kompatibel

ja, Edge 500, 705, 800 (komplettes Package ab € 299,- mit HF-Gurt, Cadenz, etc.)

ja, Edge 500, 705, 800 (komplettes Package ab € 299,- mit HF-Gurt, Cadenz, etc.)

ja, Edge 500, 705, 800 (komplettes Package ab € 299,- mit HF-Gurt, Cadenz, etc.)
WKO+ kompatibel

ja (Trainingpeaks WKO+ kostet online ca. € 100,-)

ja (Trainingpeaks WKO+ kostet online ca. € 100,-)

ja (Trainingpeaks WKO+ kostet online ca. € 100,-)
MTB Variante

ja, verschiedene Naben erhältlich

ja, verschiedene Kurbeln (2f, 3f)

3f mit 30/39/52 möglich (Kettenlinie!)

Powermeter Preis

Sl 2.4+ Nabe
ca. € 900,-

SRM PM + Kurbel + Kettenblätter
ca. € 3.100,- (z.B. FSA Gossamer ab. € ab 1.800,-)

Sensor + Kettenblätter + Rotor 3D+

ca. € 1.345,- (Sensor only € 690,-)

Set-Preis

Mavic LR Cosmic Carbone SL + Computer + HF-Gurt + Software + Zubehör


HR: ca. 1.250,-
HR/VR: ca. 1.765,-

SRM PM + Kurbel + PCVII + Kettenblätter + HF-Gurt + Software + Ladegerät + Zubehör
ca. € 3.750,- (z.B. FSA Gossamer ab. € ab 2.480,-)

PM + Kurbel + Kettenblätter + Garmin Edge 500 + WKO+ Software + HF-Gurt + Ladegerät + Zubehör

ca. € 1.750,-


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Ergebnis 1 bis 15 von 34
  1. #1
    Frohnatur Avatar von NoPain
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    Training und Rennen mit dem Powermeter: 3 moderne Leistungsmesser im Vergleich

    Postet hier eure Kommentare

  2. #2
    NoNo Avatar von Eierbär10
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    ... und welcher ist Dein persönlicher Favorit?

    Schöner Gruß aus Günselsdorf

  3. #3
    Frohnatur Avatar von NoPain
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    Zitat Zitat von Eierbär10 Beitrag anzeigen
    ... und welcher ist Dein persönlicher Favorit?

    Schöner Gruß aus Günselsdorf
    Am MTB hab ich das Powertap, am Renner das SRM und am Zeitfahrer montiere ich das power2max. Möchte mich da jetzt nicht festlegen - der Einsatzzweck bestimmt welches Gerät am "besten" ist.

    Wenn dir die Genauigkeit bei Belastungsspitzen wichtig ist, dann kommst ums SRM/power2max nicht herum. Wenn es grundsätzlich ums Trainieren in Zielzonen, Auswertung von Rennen, Leistungstest auf der Walze geht, dann ist das Powertap auch zu empfehlen. Vorallem ist es am schnellsten von Rad zu Rad getauscht.

  4. #4
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    Zitat von Text oben:
    "... Dosieren bei kurzen Zeitfahren ..."

    Was/warum soll da dosiert werden?
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  5. #5
    Frohnatur Avatar von NoPain
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    Ich würde meinen die Tretleistung. Wennst mit 1.200 Watt wegstartest und durchziehst kommst selbst bei einem 20km EZF nur 400 Meter bis du explodierst.

  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von Rudi_Renntier
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    servas Martin, war ein interessantes Gespräch bei der Party von der Pertra ! Kurze Frage: Bei meinem MTB werde ich demnächst das Ergomo wuchten, wer vertreibt denn das P2m bzw. welche Kurbeln (Rotor?) kommen in Frage? Wenn ich`s richtig verstanden habe muss es eine sein bei der man den Kurbelarm vom Spyder trennen kann oder?
    Lg
    R.

  7. #7
    Frohnatur Avatar von NoPain
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    Zitat Zitat von Rudi_Renntier Beitrag anzeigen
    servas Martin, war ein interessantes Gespräch bei der Party von der Pertra ! Kurze Frage: Bei meinem MTB werde ich demnächst das Ergomo wuchten, wer vertreibt denn das P2m bzw. welche Kurbeln (Rotor?) kommen in Frage? Wenn ich`s richtig verstanden habe muss es eine sein bei der man den Kurbelarm vom Spyder trennen kann oder?
    Lg
    R.
    Hi Rudi,

    bevor ich dir jetzt einen Blödsinn sage ... gehe auf www.power2max.de und schreib ihnen deine Anfrage.

    Vom power2max gibts noch keine 100%ige MTB-Lösung. Es gibt einen Sensor der mit einem Adapter auf 3fach umgebaut werden kann. Dann kannst du alle drei MTB-Kettenblätter draufmontieren. Allerdings rutscht die Kettenlinie um 1.5mm nach innen. D.h. du musst vorher checken ob sich das bei der Kurbel und bei deinem MTB ausgeht. Nicht, dass das kleine Kettenblatt am Rahmen schleift.

    Power2max wird von der Firma Saxonar rein über ihren Online-Shop verkauft. Schreib doch rein, dass ich dich an "MARCO" verwiesen habe ... dann bekommst vielleicht noch schneller Antwort.

  8. #8
    Registrierter Benutzer Avatar von Rudi_Renntier
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    alles klar, ich werd mich da mal rein hängen. Die Afterburner von SRM ist preislich schon recht üpig. lg R.

  9. #9
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    Zitat Zitat von NoPain Beitrag anzeigen
    Ich würde meinen die Tretleistung. Wennst mit 1.200 Watt wegstartest und durchziehst kommst selbst bei einem 20km EZF nur 400 Meter bis du explodierst.
    Logisch.

    Aber im Ernst: bei einem 20 km EZF gibt eh nur volle Lotte vom Start weg, da is nix mit dosieren.
    Wennst zu sehr auf Watt/Puls usw. schaust ist man meist zu langsam unterwegs.
    Für eine Analyse danach lass ich es mir eingehen, aber nicht während des Rennens. Auch mit ein Grund, warum einige Pros (Tria und Road) in Rennen auf SRM verzichten, abkleben, ...

    Für längere WKs (zB Ironman) wäre das schon eine Option, aber für kurze kannst/brauchst imho nicht auf variable Komponenten (denn die beeinflussen nun mal Watt, HF, ...) wie Wetter, Tagesform, Vorbelastung usw. Rücksicht nehmen.
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  10. #10
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    [QUOTE=roadbiker;2219611]Logisch.

    Aber im Ernst: bei einem 20 km EZF gibt eh nur volle Lotte vom Start weg, da is nix mit dosieren.

    ...und was/ wer oder wie hoch ist "volle Lotte" bzw. wer sagt, daß es schon "volle Lotte" ist ?? Etwa das, subjektive, persönliche Empfinden??? Oder gar die HF ?????
    Egal ob Hobette, Amateur oder Profi, wer über einen Zeitraum X seine max. persönliche Leistung abrufen möchte, kommt um den Einsatz eines guten Powermeters nun mal nicht herum, oder muss auf einen Zufall hoffen nur den spielt`s selten. Wer zweifelt möge sich doch bitte die Referenzen Liste bei zb. SRM ansehen oder mal genauer auf die Räder von HTC Columbia sehen... oder Liquigas.... oder, oder.......

  11. #11
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    Ich glaube wir sind uns einig, dass die HF nicht der ideale "Beobachtungsparameter" für Leistungen im Grenzbereich ist.

    Volle Lotte ist jenes Tempo, das ich mir am Tag X über die geschätzte Dauer des Rennens also über den Zeitraum Y zutraue.
    Ob das an diesem Tag 280, 330 oder Z-Watt Dauerleistung sind ist erst mal nebensächlich (einfach zu viele Einflussfaktoren).
    Je kürzer ein Rennen ist, umso eher kann man das nach Gefühl/Erfahrung/Trainingszustand usw. selbst einschätzen. Bei längeren Dingern kann so eine Gadget schon helfen - keine Frage.

    Zweifel werden mit einem Leistungsmesser aber aufkommen, wenn man weiß, dass man eigentlich heute zB im ø 330 W fahren sollte (weil einem das die Trainingswerte sagen), aber schon 310 kaum zu treten sind.

    Bei Wettkämpfen (im Hobbetten- und Amateurbereich) hört man nachher vor allem von Athleten die mit Wattmessern fahren, dass sie schneller hätten fahren können. Leider haben sie sich an die "Vorgaben" des Trainers, Plans usw. gehalten …

    Zumindest bei Radpros ist das sehr differenziert zu betrachten, weil hier ein Großteil der Renntage zu Trainingszwecken gefahren wird und da hat mal halt vorher gewisse Vorgaben von den Sportwissenschaftern/Trainern. Da ist so ein PCV7 & Co schon a feine Sache.
    Welcher Radpro ist schon durchgängig von Februar bis Oktober in Hochform - ich kenne keinen.

    Ich bin kein Gegner dieser Hilfmittel, das eigene Gefühl sollte aber NIE zu kurz kommen.
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  12. #12
    Frohnatur Avatar von NoPain
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    Zitat Zitat von roadbiker Beitrag anzeigen
    Ich glaube wir sind uns einig, dass die HF nicht der ideale "Beobachtungsparameter" für Leistungen im Grenzbereich ist.

    Volle Lotte ist jenes Tempo, das ich mir am Tag X über die geschätzte Dauer des Rennens also über den Zeitraum Y zutraue.
    Ob das an diesem Tag 280, 330 oder Z-Watt Dauerleistung sind ist erst mal nebensächlich (einfach zu viele Einflussfaktoren).
    Je kürzer ein Rennen ist, umso eher kann man das nach Gefühl/Erfahrung/Trainingszustand usw. selbst einschätzen. Bei längeren Dingern kann so eine Gadget schon helfen - keine Frage.

    Zweifel werden mit einem Leistungsmesser aber aufkommen, wenn man weiß, dass man eigentlich heute zB im ø 330 W fahren sollte (weil einem das die Trainingswerte sagen), aber schon 310 kaum zu treten sind.

    Bei Wettkämpfen (im Hobbetten- und Amateurbereich) hört man nachher vor allem von Athleten die mit Wattmessern fahren, dass sie schneller hätten fahren können. Leider haben sie sich an die "Vorgaben" des Trainers, Plans usw. gehalten …

    Zumindest bei Radpros ist das sehr differenziert zu betrachten, weil hier ein Großteil der Renntage zu Trainingszwecken gefahren wird und da hat mal halt vorher gewisse Vorgaben von den Sportwissenschaftern/Trainern. Da ist so ein PCV7 & Co schon a feine Sache.
    Welcher Radpro ist schon durchgängig von Februar bis Oktober in Hochform - ich kenne keinen.

    Ich bin kein Gegner dieser Hilfmittel, das eigene Gefühl sollte aber NIE zu kurz kommen.
    Ich bin grundsätzlich bei dir. Ein 20-minütiges Zeitfahren läuft zwar als "kurzes Zeitfahren", aber 20 Minuten können ganz schön lange werden. Wenn du aktuell eine FTP von 300 Watt hast. (d.h. 20-Minuten "Vollgas" - 5%), dann wirst du bei einem 20 Minuten Zeitfahren mit ziemlicher Sicherheit nur 300 + 4/5% = 315 Watt fahren können. Das wären in diesem Fall die Watt bzw. der Wattschnitt den ich ab den ersten 30 Sekunden anpeilen würde. Wenn ich nach 10 Minuten merke, da geht noch mehr ... dann wäre das der richtige Zeitpunkt ein wenig zu überziehen ... aber normalerweise kommst auch dann mit 315-320 Watt Schnitt ins Ziel. Bei einem Zeitfahren kannst die FTP nicht betrügen ... was wiegt das hats. Zumindest ist das meine Erfahrung.

    Aber natürlich kann es leicht möglich sein, dass nicht annähernd soviel geht, weil man einen schlechten Tag hat ... aber auch das merkst nach ein paar Minuten und dann kann man immer noch rausnehmen oder abbrechen.

    Ohne Gefühl geht nix, aber wie gesagt ... (positive) Wunder gibts beim Zeitfahren nicht oder nur sehr selten.

  13. #13
    Die Welle des Hasses Avatar von NOS
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    Hey NoPain, suuuper Bericht.
    Und zum Glück hast das Foto noch verwischt, denn dein Unterschenkel macht scharf Angst (oder scharf??? )

    Ich habe heuer auf Gran Canaria erstmals eine Wattnabe probieren dürfen und ich bin schlichtweg begeistert. Auch wenn die Korrelation zwischen Watt und Puls ja meist vorhanden ist, so ist doch ein viel präziseres Training, wie eben NoPain erklärte, möglich.
    Ich muss auf alle Fälle sowas haben.... aber wahrscheinlich wirds die P2M, mal sehen......

  14. #14
    Registrierter Benutzer Avatar von Rudi_Renntier
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    Zitat Zitat von NoPain Beitrag anzeigen
    Ich bin grundsätzlich bei dir. Ein 20-minütiges Zeitfahren läuft zwar als "kurzes Zeitfahren", aber 20 Minuten können ganz schön lange werden. Wenn du aktuell eine FTP von 300 Watt hast. (d.h. 20-Minuten "Vollgas" - 5%), dann wirst du bei einem 20 Minuten Zeitfahren mit ziemlicher Sicherheit nur 300 + 4/5% = 315 Watt fahren können. Das wären in diesem Fall die Watt bzw. der Wattschnitt den ich ab den ersten 30 Sekunden anpeilen würde. Wenn ich nach 10 Minuten merke, da geht noch mehr ... dann wäre das der richtige Zeitpunkt ein wenig zu überziehen ... aber normalerweise kommst auch dann mit 315-320 Watt Schnitt ins Ziel. Bei einem Zeitfahren kannst die FTP nicht betrügen ... was wiegt das hats. Zumindest ist das meine Erfahrung.

    Aber natürlich kann es leicht möglich sein, dass nicht annähernd soviel geht, weil man einen schlechten Tag hat ... aber auch das merkst nach ein paar Minuten und dann kann man immer noch rausnehmen oder abbrechen.

    Ohne Gefühl geht nix, aber wie gesagt ... (positive) Wunder gibts beim Zeitfahren nicht oder nur sehr selten.
    Genauso sehe ich das auch ! Wattwerte sind das einzige (einen ganz besch....eidenen Tag mal abgesehen) was konstant ist und nicht durch äussere Einflüsse verändert wird. Es gab vor einigen Jahren von der Uni Freiburg einen super Interessanten Artikel (muss mal schauen ob ich den nochmals finde im Netz) über die Leistungsverteilung bei einem Zeitfahren über 25km zwischen Pro`s und guten Amateuren. Das Ergebniss war, daß die Amateure in den ersten 0-3 Minuten mehr als das doppelte ihrer IAANS getreten haben und im weiteren Verlauf die Leistung wegen des sehr hohen Ermüdungsreizes deutlich unter ihre Schwelle reduzieren mussten, im speziellen: IAANS ~390 Watt. Leistung in Minute 0-1 ~950Watt, Minute 1-3 ~780 watt. Leistung über die Distanz ~ 360 Watt. Profis sind da deutlich gleichmässiger. Pro: IAANS ~430Watt, Minute 0-1 ~600 Watt, Min.1-3 560 Watt und über die Distanz ~430 Watt also 70 Watt mehr. Der Amateur beschleunigt zwar in den ersten Minuten schneller, muss aber anschliessend deutlich zurück nehmen und bekommt bis ins Ziel rund 2.30 min umgehängt. Es ist davon auszugehen das die Werte des Pro`s nicht absolute Weltspitze waren (möglicherweise gibt es auch deutlich bessere Amateure, entsprechend verlässliche Daten liegen mir nicht vor), ich bin überzeugt das ein Weltklasse ZF noch deutlich mehr leisten kann (Armstrong 2004, über 600 Watt beim Prolog) leider sind Werte von einem bemerkenswerten Schweizer Kraftwerk nirgends zu finden (zb. das Abschlusszeitfahren bei der TdSuisse vor 2 Jahren !!!!)

  15. #15
    rund und gsund Avatar von NoFlash
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    Zitat Zitat von roadbiker Beitrag anzeigen
    Logisch.

    Aber im Ernst: bei einem 20 km EZF gibt eh nur volle Lotte vom Start weg, da is nix mit dosieren.
    Bist schon mal den 1000er auf der Bahn gefahren? Selbst da wirst sehr schnell merken, dass man dosieren muss. Sonst kannst nach der dritten Runde nur noch ausrollen.
    Einteilung ist das halbe Leben, sei es im Sprint, auf 1000m, 20km, oder Mailand - Sanremo.
    Ich schau bei den Zeitfahren keine Sekunde am Tacho, aber vom Training vom Powermeter weiß ich genau wie es sich anfühlt, an, knapp über - oder unter der Schwelle zu fahren.
    Ein Zeitfahren nach Wattschnitt anzugehen ist, wie du sagst, völliger Schwachsinn.

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