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Trek MTB Neuheiten 2021

Trek MTB Neuheiten 2021

16.09.20 05:15 6.005Text: Luke BiketalkerVollgefederte Offensive bei Trek: Sowohl das beliebte Slash als auch das elektrifizierte Powerfly FS starten als Neuentwicklungen ins kommende Modelljahr.16.09.20 05:15 6.106

Trek MTB Neuheiten 2021

16.09.20 05:15 6.1061 Kommentare Luke BiketalkerVollgefederte Offensive bei Trek: Sowohl das beliebte Slash als auch das elektrifizierte Powerfly FS starten als Neuentwicklungen ins kommende Modelljahr.16.09.20 05:15 6.106

Im MTB-Sortiment der Amerikaner raschelt es gewaltig. Nach dem schnellen Hardtail Procaliber kommen nun auch die beiden vollgefederten Verkaufsschlager Trek Slash und Powerfly FS in den Genuss einer kompletten Neuauflage.
Ob der gegenwärtigen Corona-Situation musste man bei Trek 2020 leider auf die traditionelle Hausmesse "Trek World" im klassischen Sinne verzichten. Stattdessen fand die Messe digital statt. Entsprechend können wir euch in diesem Jahr nicht wie gewohnt mit ersten eigenen Bildern und Fahrberichten dienen. Sehr wohl aber mit Informationen, Preisen und Studiobildern.
Und ein Fahrbericht samt detaillierter Bilder vom neuen Slash sollte in Kürze ebenfalls folgen. Das Rad ist bereits auf dem Weg in die Redaktion ...

Trek Powerfly FS

Am neuen E-Fully Powerfly FS zeigt sich der Jahrgang 2021 technisch wie optisch von einer ganz neuen Seite. Zwar bleibt dem Rad die Markenidentität erhalten. Allerdings erweckt das vollgefederte Bike dank gänzlich neuem Hinterbaukonzept starke Assoziationen zu den Hardtail-Linien der Amerikaner. Grund dafür ist vor allem der nunmehr hinter dem Sitzrohr angeschlagene Dämpfer. Somit bietet das vordere Rahmendreieck trotz tiefem Oberrohr und niedriger Überstandshöhe genügend Raum für eine Trinkflasche. Die Kinematik wandert stattdessen gänzlich hinter das vordere Rahmendreieck.
Die spezifisch für das Powerfly FS entwickelten Dämpfer stammen je nach Modell von SR Suntour oder Rock Shox, verfügen über reduzierte Einstellmöglichkeiten für ein unkompliziertes Setup und verwalten 100 mm Federweg. Ein kompakter Kotflügel am Powerfly FS, bzw. ein Vollformat-Kotflügel an den EQ-Modellen, schützt den exponierten Dämpfer zuverlässig vor Schmutz und Steinen. An der Front verrichten dazu 120 mm Gabeln ihren Dienst.
Für verbessertes und einsteigerfreundliches Handling rollen die kleineren Rahmengrößen mit 27.5" Laufrädern aus dem Karton. Ab Größe Medium kommt das Powerfly FS mit großen 29" Rädern.

  • Bosch Performance Line CX Antrieb für mehr Vortrieb.Bosch Performance Line CX Antrieb für mehr Vortrieb.
    Bosch Performance Line CX Antrieb für mehr Vortrieb.
    Bosch Performance Line CX Antrieb für mehr Vortrieb.
  • Gänzlich neuer Hinterbau für einen kompakteren Rahmen und mehr Überstandshöhe.Gänzlich neuer Hinterbau für einen kompakteren Rahmen und mehr Überstandshöhe.
    Gänzlich neuer Hinterbau für einen kompakteren Rahmen und mehr Überstandshöhe.
    Gänzlich neuer Hinterbau für einen kompakteren Rahmen und mehr Überstandshöhe.

Anders als viele neue Modelle der Mitbewerber setzt Trek beim Powerfly FS nicht auf Shimanos soeben vorgestellten EP8 Motor, sondern hält dem im Vorjahr präsentierten Bosch Performance CX die Treue. Neuerdings 85 Nm stark und je nach Modell und Budget mit 500 oder 625 Wh Akku ausgestattet, ist der Motor nicht ohne Grund eines der meistverkauften Antriebssysteme am Markt.
Bei Trek erhält der Antrieb noch ein weiteres Update: Anstelle des Tour-Modus verfügen die Bikes neben dem vielfach bewährten eMTB-Modus noch über einen eMTB Lite-Modus. Dieser soll die Reichweite optimieren und eine harmonischere Kraftentfaltung bieten. Gesteuert wird je nach Modell mittels umfangreichem Kiox- oder schlichtem Purion-Display. Cobi-Air erlaubt die Einbindung des Smartphones als zusätzliches Display.

  • Der RIB Akku ist seitlich entnehmbar und liefert 500 oder 625 Wh. Der RIB Akku ist seitlich entnehmbar und liefert 500 oder 625 Wh.
    Der RIB Akku ist seitlich entnehmbar und liefert 500 oder 625 Wh.
    Der RIB Akku ist seitlich entnehmbar und liefert 500 oder 625 Wh.
  • Je nach Variante stehen Purion- oder Je nach Variante stehen Purion- oder
    Je nach Variante stehen Purion- oder
    Je nach Variante stehen Purion- oder
  • Kiox-Display mit entsprechender Steuereinheit zur VerfügungKiox-Display mit entsprechender Steuereinheit zur Verfügung
    Kiox-Display mit entsprechender Steuereinheit zur Verfügung
    Kiox-Display mit entsprechender Steuereinheit zur Verfügung

Sämtliche Modelle kommen mit Aluminium-Rahmen, integriertem und seitlich leicht entnehmbarem Akkusystem RIB (Removable Integrated Battery) sowie smarten Details wie in den Ausfallenden versteckten Geschwindigkeitssensoren oder vorbereiteter Lichtverkabelung.
Neben dem sportiven Powerfly FS gibt es auch noch eine Touren-/Pendel-orientierte EQ (equipped) Linie mit vollständigen Kotflügeln und Gepäckträgern. Der Einstiegspreis liegt bei 3.999 Euro (Powerfly FS 4 500 Wh), 625 Wh gibt es ab 4.299 Euro (Powerfly FS 4 625 Wh) und das Topmodell Powerfly FS 7 schlägt mit 5.499 Euro zu Buche.

Trek Slash 2021

Im Enduro-Sektor zeigt die Marschrichtung der letzten Jahre ganz klar 'gen Rennsport. Somit geht auch das neue Slash noch deutlicher in diese Richtung.
29" Laufräder fanden sich ja bereits am Vorgänger und wurden auch in die neueste Generation des Trek-Klassikers übernommen. Dazu spendieren die Entwickler ein Federwegs-Plus von 10 mm, sprich, 2021 attackiert das Slash die Trails mit 170 mm Gabeln und 160 mm Federweg am Hinterbau.
Trendgemäß wuchsen die Oberrohrlänge und somit der Reach auf nunmehr 486 mm in Größe Large, wurde der Lenkwinkel offener und der Sitzwinkel steiler. Dank Mino-Link ist der Lenkwinkel zwischen 64,6° und 64,1° variierbar, der Sitzwinkel zwischen 76,1° und 75,6°. Die Verstellung des Mino-Link verschiebt dazu die Tretlagerhöhe um 7 mm, die Kettenstrebenlänge um 2 mm sowie den Reach um 6 mm. Die Kettenstreben wachsen nicht mit und messen über alle Größen hinweg 437 mm.
Dank kürzerem Sitzrohren passen deutlich längere Dropper-Posts in die Rahmen. Je nach Rahmenhöhe gehören so bis zu 200 mm lange Dropper zur Serie.

Auf Drängen der Teamfahrer erlaubt der neue KnockBlock Lenkanschlag nun auch einige Grad mehr Einschlag. Damit soll sich die Wendigkeit in Spitzkehren verbessern. Außerdem spendieren die Entwickler dem neuen Slash 73 mm BSA Lager und Srams neuen Universal Derailleur Hanger.
Das neue Slash wird sowohl mit Rahmen aus Aluminium, als auch in Carbon-Versionen angeboten. Für den Carbon-Rahmen in Größe M und ohne Dämpfer gibt der Hersteller ein Gewicht von 2.450 g an.

Egal ob Carbon oder Alu - alle neuen Slash-Modelle verfügen über ein besonderes Gimmick am Unterrohr. Denn während dessen Unterseite durch dicke Kunststoffschoner vor Steinschlägen und Geräuschentwicklung geschützt ist, findet sich direkt unter dem Flaschenhalter ein praktischer "Kofferraum". Das System ist bereits aus Fuel EX und diversen Rennradmodellen bekannt und ähnelt Specializeds SWAT-Box.
Die Box erlaubt die Unterbringung von kleinen Utensilien, einer Windjacke oder Riegel und Werkzeug und ist mit einer Gummidichtung versehen. Diese macht das Staufach zwar nicht komplett wasserdicht - über den Steuersatz kann geringfügig Feuchtigkeit eindringen. Für den klassischen Trail-Einsatz sollte es aber genügen.

Ein kleines, für viele vielleicht sogar recht großes, Feature versteckt sich in den RockShox Dämpfern. Trek bleibt zwar seiner Thru-Shaft Dämpfer Konstruktion und der bewährten Kinematik am Hinterbau treu. Neu ist allerdings, dass sich an den Dämpfern eine dreistufige Schnellverstellung der Low-Speed Druckstufe findet. Wer weiß, was er tut, kann so sein Bike rasch auf Änderungen der Strecke adaptieren: Für flowige Etappen etwas mehr Druckstufe, für extrem steiles Gelände, eben dort, wo die Last über der Gabel liegt, eben etwas weniger Druckstufe. So bleibt der Hinterbau stets so sensibel, wie es sich der Fahrwerks-Nerd wünscht.

Das neue Trek Slash legt preislich mit dem Slash 7 für günstige 2.999 Euro los. Für die beiden Topmodelle Slash 9.9 X01 und Slash 9.9 XTR sind hingegen je nach Farbvariante zwischen 8.499 und 9.099 Euro fällig.
Wer sich sein Rad lieber selbst aufbaut, für den finden sich auch Rahmensets aus Alu (2.499 Euro) und Carbon (3.999 Euro) im Katalog.


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