
Countdown läuft: In Velo Veritas 2024
15.05.24 14:19 3.7202024-05-15T14:19:00+02:00Text: NoMannicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je
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15.05.24 14:19 5.8672024-05-15T14:19:00+02:008 Kommentare NoMannicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je
Klicke für alle Berichte von NoManNur noch drei Wochen und drei Mal schlafen, dann steigt zum dritten Mal in Retz, was insgesamt zum zwölften Mal stattfindet: die Klassiker-Ausfahrt In Velo Veritas.
Sind eure Retro-Renner für diesen wunderbaren Anlass schon geputzt und gerichtet? Eure Trikots gewaschen und geflickt? Eure Wahlkarten beantragt (zur Erinnerung: zeitgleich wird übers künftige EU-Parlament bestimmt)? Und vor allem: Eure Anmeldungen schon abgeschickt?
Am 25. Mai Schlag 12:00 Uhr schließt nämlich die Online-Registrierung. Dann kann sich, wer will, zwar immer noch spontan vor Ort am 8./9. Juni anmelden. Aber das kostet erstens elf Euro mehr, verursacht zweitens den Organisatoren Arbeit zu einem Zeitpunkt, da sie längst mit euch plaudern, scherzen und fachsimpeln wollen, und führt drittens dazu, dass euer Name nicht auf eurer Startnummer steht – außer, ihr kritzelt ihn behelfsmäßig drauf, aber mal ehrlich: In Velo Veritas ist eine Veranstaltung mit Stil (deshalb auch Obacht aufs Reglement: Nur Räder bis Baujahr 1987/88 mit Rennlenker, außenliegenden Zügen, Schaltwippen am Unterrohr und ohne Klick-Pedale sind erlaubt!) und Sinn für das Schöne …
Genussvolle Gelassenheit
... auf epischen 210, anspruchsvollen 140 oder genussreichen 70 KilometernDarüber hinaus ist die Rundfahrt durchs Weinviertel auch eine sportliche Herausforderung und ein kulinarisches Vergnügen. Wie alle Jahre finden diese auf den ersten Blick widersprüchlichen Attribute binnen wahlweise 70, 140 oder 210 Kilometern sowie einer, dreier oder sogar vierer Verpflegungsstellen zusammen.
Gepaart mit der typischen, Weinviertler Hügellandschaft, ergibt das ein Wochenende voller genussvoller Gelassenheit - 2024 umso mehr, als der Start- und Zielort Retz mit allerlei Attraktionen und Besonderheiten lockt, die eine vorzeitige Anreise mehr als lohnen.
Vino- und velophiler Auftakt
So bietet der einzigartige Retzer Erlebniskeller, dessen Jahrhunderte altes, unterirdisches Geflecht aus Röhren und Stollen länger ist als das oberirdische Straßennetz der berühmten Weinstadt, am Samstag Sonderführungen um 14.00, 15.00, 16.00, 16.30, 17.00 und 17.30 Uhr (Kosten samt einem Gläschen Wein € 15,-). Wer mit der Bahn anreist und folglich ein Fahrrad-Zugticket vorweisen kann, erhält hierbei sogar 50% Rabatt, detto bei der Besichtigung des Rathausturms. Auch Fritz Hurtl, Betreiber des Fahrrad-Museums Retz, steht den ganzen Samstag für Fragen zur Verfügung und macht gerne spontane Sonderführungen durch seine sehenswerte Sammlung toller Raritäten und skurriler Fahrrad-Funde. Hier ist der Eintritt sogar gratis, freiwillige Spenden werden aber gerne angenommen.
Und dann sind da ja traditionell auch noch das Warmfahren am Samstag um 16:00 Uhr (Dauer ca. 1,5 Stunden), der Flohmarkt mit alten Rennrädern und Teilen für historische Räder, zudem in die Zeit passende Trikots und Bekleidung (ab 14:00 Uhr), sowie ab 19:00 Uhr das IVV-Vorabendprogramm mit musikalischer Unterhaltung, nonchalanter Wissensvermittlung und gepflegter Einstimmung auf die Fahrt.
Wer bei diesem am Sonntag ab 6:00 Uhr früh in Kleingruppen startenden Höhepunkt traurigerweise nie mehr teilnehmen wird, ist Rudi Mitteregger. Der viermalige Glocknerkönig, dreifache Österreich-Rundfahrtssieger und In Velo Veritas-Fan der frühesten Stunde (2014 feierte die Radsportlegende sogar mit Startnummer 70 ihren 70er auf der 70er) ist am 24. April 79-jährig verstorben.
Die IVV-Community wird ihn im Herzen behalten, wie sie ihn mehrfach live erlebt hat, und wie es auch am besten zu der Klassiker-Ausfahrt durchs Weinviertel passt: "mit einem Lächeln am Start, mit einem Lächeln während der Fahrt, mit einem Lächeln im Ziel".