Liteville 301 - der Aufbau

Liteville 301 - der Aufbau

01.01.14 11:30 124.387NoSane's puristischer Aufbau in Titangrau und Schwarz soll die technische Optik des 301er unterstreichen. Im Bericht gibt's jede Menge Studiofotos und Details aus der Werkstatt zu diesem Projekt.01.01.14 11:30 126.509

Liteville 301 - der Aufbau

01.01.14 11:30 126.509233 KommentareNoSane's puristischer Aufbau in Titangrau und Schwarz soll die technische Optik des 301er unterstreichen. Im Bericht gibt's jede Menge Studiofotos und Details aus der Werkstatt zu diesem Projekt.01.01.14 11:30 126.509
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Kompromisslos und puristisch soll es werden mein neues Bike, eine gute Ergänzung zum Race-Hardtail, aber nicht ganz so brachial wie z.B. das 601. Außerdem direkt und steif, mit möglichst neutralem Fahrwerk, dazu Flaschenhalter für kurze Hausrunden, maximal 160 mm Federweg und wenn möglich nicht schwerer als 13 kg. So ungefähr lauten die Eckdaten meines persönlichen Traums auf zwei Rädern.

Nachdem ich im Herbst schon einige Zeit am Liteville 301 verbracht habe, war klar, dass dieses Bike genau nach meinem Geschmack und Fahrstil ist. Meinen im Eingangs-Posting erwähnten Preisrahmen habe ich schnell ein wenig erweitert, aber als langjähriger, begeisterter Motorradfahrer sehe ich solche Investitionen in die eigene Gesundheit sowieso relativ ;)

Die Teile

Sowohl Rahmen als auch Felgen wurde titanfarben eloxiert und schimmern nun in einem edlen, matten Grau. Bei der Komponentenauswahl hab ich mich schlussendlich für eine 1x11 Gruppe entschieden und versucht, alle Teile in Schwarz zu halten.

Die Kombination von Sram X01, Avid Trail-Bremsen und der Reverb-Sattelstütze erlaubt es, alle Teile mit zwei Matchmaker-Klemmen am Lenker zu befestigen und so das Cockpit so minimalisttisch wie möglich zu halten.

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Der Aufbau

Seit einigen Jahren baue ich meine Räder meistens selbst auf. Ein individueller Rahmenaufbau bietet einige Vorteile. So kann man sich beim Schrauben enstprechend Zeit lassen und dafür sorgen, dass wirklich alle Teile prefekt sitzen, Schrauben und Lager mit den richtigen Drehmomenten anschrauben, und alle nötigen Kontaktstellen mit Montagepaste oder Fett versorgen.

Der Liteville Rahmen wird perfekt aufbereitet geliefert. Der Schaltungs-Bowdenzug ist bereits verlegt und der Dämpfer eingebaut. Die Bremsaufnahmen sind plangefräst, und in einer kleinen Schachtel befinden sich alle nötigen Kleinteile von den Leitungs-Schellen bis zum Rock-Guard fürs Schaltwerk.
Die Eloxierung bietet gleich mehrere Vorteile: Sie spart im Vergleich zu einer Lackierung Gewicht, härtet das Aluminium zusätzlich und macht auch optisch was her.


Als Montageständer dient mir eine Grandstand Workstation (V1). Auch mit dem mitterweile zweiten Bike-Zusammenbau am Grandstand gab es keine Probleme. Die Workstation steht sehr stabil und das Bike ist unverrückbar festgeschnallt. Vor allem das einfache, sekundenschnelle An- und Abschnallen des Bikes ist meiner Meinung nach ein großer Vorteil dieses Montageständers.

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  • der gut sortierte Werkzeugkofferder gut sortierte Werkzeugkofferder gut sortierte Werkzeugkoffer
    der gut sortierte Werkzeugkoffer
    der gut sortierte Werkzeugkoffer
  • ein Hauch von einem Liteville-Schriftzugein Hauch von einem Liteville-Schriftzugein Hauch von einem Liteville-Schriftzug
    ein Hauch von einem Liteville-Schriftzug
    ein Hauch von einem Liteville-Schriftzug

Schritt 1: Gabelschaft kürzen

Der erste Schritt ist, die Gabel auf die richtige Länge zu kürzen. Hierfür lege ich die Steuer-Lager in den Rahmen und stecke den 1,5" Gabelring auf die Gabel. Vorbau aufgesteckt + 3 Spacer mit je 5 mm Reserve minus 2-3 mm für die Ahead-Kappe, und schon ist ein Kratzer mit der Säge-Markierung am Gabelschaft.

Beim Absägen sollte man auf jeden Fall eine entsprechende Schneidführung verwenden (Bsp: Park Took SG8). Beim Einschlagen der Kralle erleichtert ein Krallenmutter-Einschlagwerkzeug die Arbeit enorm. Nach dem Zusammenbau von Gabel und Vorbau folgt der Lenker - und schon sieht der Rahmen nicht mehr so nackt aus.

Schritt 2: Antrieb

Nächster Schritt ist die Montage der BSA-Lagerchalen. Wichtig ist ein Einbau auf der richtigen Seite (Drive + Non-Drive-Side), das korrekte Drehmoment (in dem Fall 34-40 Nm, Werkzeug: Lagerschalenschlüssel und großer Drehmomentschlüssel) und entpsrechend Montagefett an den Kontaktstellen, damit kein Schmutz nach innen dringt und keine Knackgeräusche entstehen. Nach den Lagerschalen kommt die Kurbel an die Reihe - auch hier auf die richtigen Drehmomente achten.

Das Schaltauge überprüfe ich noch einmal mit einem Ausricht-Werkzeug, es ist aber bereits perfekt eingestellt. Auf das Schaltauge schraube ich das Schaltwerk und länge den Schalt-Bowden mit etwas Reserve ab.

Auf die Platzhalter-Mavic-Laufräder stecke ich die X01-Kassette, montiere Schalthebel und Bremsen und länge die Schaltleitung mit ein wenig Reserve, aber doch knackig ab, um unnötigen Kabelsalat am Cockpit zu vermeiden. Die Schaltung selbst stelle ich der Einfachheit halber erst nach Montage der Bremsen ein.

Reverb Stealth Installation

Schritt 3: Hydraulik verlegen und kürzen

Der letzte und etwas aufwändigere Schritt ist die Montage und Ablängung der Hydraulik-Teile. Die Bremsen sind schnell verlegt, bei der Reverb-Sattelstütze nutze ich nicht den Schnellverschluss, sondern schraube den Hebel ab. Mit einem kleinen Verbindungsstück und einer von vorne eingefädelten Blindleitung lässt sich die eigentliche Hydraulik-Leitung einfach nachziehen.

Beim Ablängen der Reverb-Sattelstütze unbedingt entsprechend Reserven zum Einrichten der Sattelhöhe einplanen!

Sowohl Brems- als auch Reverb-Leitung kürze ich mit einem passenden Werkzeug (Bsp. Knipex Hydraulik-Bremsleitungsschneider). Der Reverb-Hebel lässt sich nach dem Kürzen einfach aufschrauben und muss im Regelfall nicht entlüftet werden. Für die Bremsleitung benötigt man nach dem Kürzen passende Insert-Pins und Oliven. Beide Bremsen müssen nach dem Kürzen entlüftet werden. Für alle Montageschritte an Avid und Reverb gibt es super Videos im Netz:

Avid Bremsleitungen kürzen

Avid Elixir entlüften

Reverb Stealth Kürzen und Entlüften

Tech Specs

RahmenLiteville 301 Mk11 titangrau eloxiertKurbelSram X1 m. Bashguard
SteuersatzSyntace taperedKasetteSram X01
GabelRockShox Pike RCT3 27,5DämpferFox CTD
VorbauSyntace Megaforce 2 60 mm TitanSchalthebelSram X01
LenkerSyntace Vector Carbon 12° High 5SchaltwerkSramX01
GriffeSyntace Moto 33.0Ausfallendenmit Syntace Rockguard
SattelstützeRock Shox Reverb Stealth 150mm KetteSram 1091R
Laufrad vorneSyntace W35 - 32 Speichen titangrau eloxiertLaufrad hintenSyntace W35 - 32 Speichen titangrau eloxiert
Reifen vorneSchwalbe Magic Mary 27,5x2,35 TrailstarReifen hintenSchwalbe Fat Albert 26x2,35 Trailstar
SattelSelle Italia SLR XC FlowPreisab ca. 6.000,- (ohne Eloxierung)
BremsenAvid Elixir 9 TrailGewicht12,7 kg ohne Pedale
  • Liteville 301 - der Aufbau
  • Der Syntace Freilauf ist minimalistisch-technisch aufgebaut, macht einen extrem robusten EindruckDer Syntace Freilauf ist minimalistisch-technisch aufgebaut, macht einen extrem robusten Eindruck
    Der Syntace Freilauf ist minimalistisch-technisch aufgebaut, macht einen extrem robusten Eindruck
    Der Syntace Freilauf ist minimalistisch-technisch aufgebaut, macht einen extrem robusten Eindruck
  • knattert konstruktionsbedingt etwas lauter als z.B. die Mavic-Sperrklinkenknattert konstruktionsbedingt etwas lauter als z.B. die Mavic-Sperrklinken
    knattert konstruktionsbedingt etwas lauter als z.B. die Mavic-Sperrklinken
    knattert konstruktionsbedingt etwas lauter als z.B. die Mavic-Sperrklinken
  • simpel, reduziert, robustsimpel, reduziert, robust
    simpel, reduziert, robust
    simpel, reduziert, robust

Die Laufräder passen nicht nur aufgrund der farblich passenden Eloxierung gut zum Bike. Syntace ist wie Liteville ein Garant für hohe Konstrukteurskunst und bis zur letzten Konsequenz durchdachte Detaillösungen.
Mir gefällt vor allem die Art, mit der Teile aufs funktional Wesentlichste reduziert und optimiert werden. Zum Beispiel die HiTorque MX Rear 12 Nabe, die aus meiner Sicht kaum schlichter zu konstruieren ist: Eine Achse, ein paar Präzisions-Rillenkugellager und zwei stirnverzahnte Stahlscheiben mit 36 Zähnen, die übereinander rattern. Dieser simple Aufbau sollte auch bei langen Wartungsintervallen für Langlebigkeit sorgen, und als Nebeneffekt spart man sich durch das präsente Knattern die Klingel.

  • die farbliche Abstimmung ist perfektdie farbliche Abstimmung ist perfekt
    die farbliche Abstimmung ist perfekt
    die farbliche Abstimmung ist perfekt
  • das Cockpit ohne Schnickschnack sehr aufgeräumtdas Cockpit ohne Schnickschnack sehr aufgeräumt
    das Cockpit ohne Schnickschnack sehr aufgeräumt
    das Cockpit ohne Schnickschnack sehr aufgeräumt
  • Gewicht ziemlich exakt beim berechneten WunschgewichtGewicht ziemlich exakt beim berechneten Wunschgewicht
    Gewicht ziemlich exakt beim berechneten Wunschgewicht
    Gewicht ziemlich exakt beim berechneten Wunschgewicht
  • titangrau eloxierte Laufräder und Sattelstrebetitangrau eloxierte Laufräder und Sattelstrebe
    titangrau eloxierte Laufräder und Sattelstrebe
    titangrau eloxierte Laufräder und Sattelstrebe

Fazit in Bildern - ohne Worte

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Special Thanks to...

Danke an die Community für die hilfreichen Tipps und Infos zum Aufbau und auch an Thomas und das Team von tf-bikes für die kompetente und ausführliche Beratung und die wunschgemäße Umsetzung und Farbabstimmung von Rahmen und Laufrädern.

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On Trail

Von den ersten Metern im eisigen Wald bis heute bin ich optisch wie technisch begeistert von meinem 301er. Zwei Kleinigkeiten habe ich noch geändert:
Das Syntace Vorderrad hatte etwas Spiel. Beigelegt sind für diesen Fall vier Washer mit je 0,1 mm. Das Tuning geht denkbar einfach. Achse raus, ein zusätzlicher Washer rein und schon sitzt die Nabe perfekt.
Zweiter Punkt waren die Bremsen. Die Original-Bremsscheiben HS1 habe ich gegen Avid G2 getauscht, die zwar ein paar Gramm schwerer, aber auch deutlich stabiler sind. Das leichte Klinseln auf Asphalt gehört damit der Geschichte an.

Ansonsten passt das Gerät optimal zu meinem persönlichen Fahrstil. Ich mag die Bodenfreiheit, das neutrale, sensible Fahrwerk, den steifen Rahmen und das präzise Handling. Die Bandbreite der X01 reicht mit maximaler Kadenz für ca. 40 km/h in der Ebene, ohne dass ich bergauf Abstriche gegenüber einer 2-fach Gruppe machen muss. Die Trails meiner Hausberge sind mit dem Liteville ein Traum, sowohl die steilen und technisch verblockten, als auch die schnellen Downhill-Wurzel-Passagen.

Magic Mary und Fat Albert sind eine feine Kombination mit mächtig Grip. Seit es wieder staubtrocken ist in den Föhrenwäldern der Umgebung, habe ich die beiden Reifen aber gegen Schwalbes leichtere Rockrazor getauscht, die wirkliche Roller sind und im Nadelboden und auf trockenem Fels noch genügend Grip finden. Auf losem Untergrund sind sie natürlich kein Vergleich zu Magic Mary und fordern mehr Einsatz vom Fahrer, aber insgesamt sind sie ein guter Kompromiss, wenn man eine längere Asphalt-Anfahrt ins Bike-Revier hat.


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