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Deutlich straffer strukturiert startet man bei Trek ins neue Modelljahr. Durch das große Lineup und die vielen angebotenen Laufradgrößen gab es vor allem bei den Fullys immer wieder Überschneidungen im Einsatzbereich. Für 2017 werden die Amerikanern darum ganze 24 % - das sind immerhin gut 20 Räder - weniger Full-Suspension Varianten anbieten. Gerade in einer Zeit, wo es mit 29", 27,5+ und 27,5" (Trek hat ja dann auch noch Fatbikes und 29+ Modelle im Angebot) eine große Auswahl an Möglichkeiten gibt, stellt ein klarerer Modellaufbau sicherlich einen wichtigen Schritt zum Endkunden und dessen Wahl des optimalen Untersatzes dar. Und klein ist die Auswahl ja etwa mit dem bereits vorgestellten 27,5" Remedy, dem in 29" oder 27,5+ erhältlichen Fuel EX oder der gerade erst präsentierten Powerfly-Familie trotz aller Straffung wirklich nicht. Komplett neu überarbeitet und bis auf Namen und Einsatzbereich nichts mehr mit seinem Vorgänger gemein, fügt sich auch das allmächtige Slash in die Familie ein.
Auf der Händlermesse, der Trek World Ulm, hatten wir erstmals Gelegenheit, einen Blick auf das Arbeitsgerät der Trek Factory EWS Racer rund um Tracy Moseley (s. Foto) zu werfen. Glatt gebügelte Wurzelpassagen, Kampflinie durch den Rockgarden und mit Speed durch flowige Kurven hinein in den mit natürlichen Stepups und Drops übersäten Abfahrtsrausch ... Allzugern würden wir euch von unseren Testride-Abenteuern erzählen, allerdings: "Probefahrt leider noch nicht möglich" hieß es bereits im Vorhinein seitens Trek. Bilder und Informationen haben wir dennoch mitgebracht ...
Viel mehr als sein verspielter Vorgänger mimt das neue Slash nun den ausdifferenzierten Racer. Ausschließlich in Vollcarbon (Slash 9.9 RSL) bzw. mit Kettenstreben aus Aluminium (Slash 9.8) oder als Rahmenset erhältlich, will man mit dem neuen Bike vor allem die schnelle Fraktion ansprechen. Während das Remedy - ab sofort ausschließlich auf 27,5" Laufrädern, und dafür mit 150 mm Federweg - den verspielteren Einsatz abdeckt, setzt man beim 2017er Slash ausnahmslos auf traktionsstarke und spurstabile 29-Zöller. Der Schritt zum 29er kam nicht ganz überraschend, hatten doch Piloten wie EWS-Siegerin Tracy Moseley bisher auf schnellen Strecken gerne 29" Remedys mit 160 mm Gabeln die Sporen gegeben. Mit 150/160 mm Federweg greift das neue Slash genau diesen Gedanken auf - ein langes und flaches Long-Travel 29er für die Sekundenjagd will es geworden sein.
Viele Features, wie etwa das auch am Fuel EX und Remedy verwendete neue Unterrohrlayout namens Straight Shot Downtube, oder die Tatsache, dass man seit langem wieder einmal auf einen Full-Floater Hinterbau verzichtet - mit modernen Luftdämpfern sei es laut den Amerikanern nicht mehr unbedingt nötig, den Dämpfer schwimmend zu lagern - tragen dazu bei, dass dem neuen Slash der steifste jemals von Trek gebaute Rahmen eigen ist. Selbst der Downhiller Session kann da nicht mithalten. Aktuelle Standards wie 110 x 15 mm, respektive 148 x 12 mm Naben sowie metrische Dämpfereinbaumaße sind ebenso obligat wie Treks neuer Knock Block Rahmenschutz samt Unterrohrprotektor.
Über den bekannten Mino Link lassen sich Lenkwinkel (65.6 oder 65.1°) und Tretlagerhöhe (352 bzw. 345 mm) an Terrain und Fahrstil anpassen. Für eine cleanere Optik liegt der ovale Flip-Chip nun erstmals an der Innenseite des Umlenkhebels. Absenkbare Gabeln sollen die Variabilität weiter ausbauen und allzu langen Anstiegen den Schrecken nehmen. Unerschrocken auch die Komponentenwahl. Das Topmodell 9.9 Race Shop Limited ist mit Fox Factory 36 Talas, Float X2 Dämpfer und Sram Eagle XO1 Antrieb sowie Guide Bremsen ab Werk bereit für die Rennstrecke. Laufräder, Cockpit und Sattelstütze stammen aus Bontragers neuer Line Kollektion. Sollten die € 7.499,- des 9.9 RSL das Budget sprengen, bietet Trek auch noch das auf Rock Shox Lyrik/Super Deluxe RC3 Federelementen stehende 9.8 (€ 5.499,-) oder ein Rahmenset inklusive Fox Factory Float X2 Dämpfer, Knock Block Steuersatz und Line Pro 35 mm Vorbau (€ 3.699,-). Ab Oktober soll das neue Slash in vier Rahmengrößen von 15,5" bis 21,5" in den Shops eintrudeln.
Manch wachsames Auge hat sie vielleicht schon auf den Bildern vom Slash entdeckt. Ja, Bontrager mischt nun auch am Markt der Vario-Sattelstützen mit. Mit der in klassischem Schwarz gehaltenen Drop Line Stütze sollen allerdings nicht nur Serienbikes ausgerüstet werden. Für € 299,- wird die Stealth-Stütze auch einzeln erhältlich sein. Was man für sein Geld bekommt, ist eine unkompliziert montier- und demontierbare hydraulische Stütze mit mechanischer Ansteuerung. Der Zug muss lediglich in den Aktuator an der Unterseite der Stütze eingehängt werden, was wohlgemerkt werkzeugfrei passiert. Dem schnellen Tausch zwischen zwei (mit verlegten Zügen vorbereiteten!) Rädern steht so wenig im Wege.
Drei verschiedene Längen (350, 395 und 440 mm) mit 100, 125 und 150 mm stufenlosem Drop, allerdings nur ein fixer Durchmesser von 31,6 mm, werden erhältlich sein. Je nach Variante sollen die Gewichte zwischen 565 und 624 g schwanken. Zwei Hebelvarianten, eine für 2-fach links oder rechts, und eine für 1-fach links unter dem Lenker lassen viel Freiraum für individuelle Vorlieben des Fahrers.
In wenigen Minuten gratis inserieren – mit Fotos, Preis und Spion-Reichweite in der Bikeboard-Community.
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