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Scott Foil Premium Disc 2018

Scott Foil Premium Disc 2018

20.06.18 09:05 6.477Text: NoFlash; Luke BiketalkerFotos: Erwin HaidenSchnell, edel, leicht und aerodynamisch bis in die Fingerspitzen - das Scott Foil Premium Disc sitzt an der Spitze der Nahrungskette. Doch wie fährt es sich mit dem noblen Highend-Renner?20.06.18 09:05 6.909

Scott Foil Premium Disc 2018

20.06.18 09:05 6.909 NoFlash; Luke Biketalker Erwin HaidenSchnell, edel, leicht und aerodynamisch bis in die Fingerspitzen - das Scott Foil Premium Disc sitzt an der Spitze der Nahrungskette. Doch wie fährt es sich mit dem noblen Highend-Renner?20.06.18 09:05 6.909

Wir schreiben das Jahr 2018; jenes Jahr, ab dem Scheibenbremsen im Profi-Peloton eigentlich die Felgenbremsen hätten ersetzten sollen. Doch aufgrund zum Teil großer Widerstände und interessanter Bedenken einiger Berufsfahrer verlängerte sich die Testphase noch um ein weiteres Jahr. Ob dies den Siegeszug der Scheibenbremsen aufzuhalten vermag - ich glaube nicht.
Mehr und mehr Profis setzen neben ihren Trainingsfahrten auch im harten Rennalltag auf Scheibenbremsen, längst geht kein Raunen mehr durch Medien und Stammtische, wird ein Rennsieg auf einem Disc-Renner errungen. In den Köpfen der Hobbysportler scheint mir der Wandel beinahe vollzogen zu sein. In der Tat stellt sich Neueinsteigern oder Genussradlern die Frage „To disc, or not to disc“ bei einer Neuanschaffung eigentlich kaum mehr. Wer nimmt schon gerne gutes Geld für veraltete Technik in die Hand? Gerade auf Gravel- und Granfondo-Bikes wird der Fortschritt am Bremsensektor immer häufiger genutzt.

Absolut zurecht, wie ich finde. Schon seit Jahren bin ich auf diversen Rädern mit mechanischen und hydraulischen Disc-Varianten unterwegs. Und für mich wiegen die Vorteile eindeutig die Nachteile auf, besonders, wenn die Bedingungen mal wieder rau werden. Den Schritt so gut wie aller Hersteller, auch an ihren Top-Rennern Scheibenbremsen anzubieten, kann ich für mich nur begrüßen.
Entsprechend groß auch meine Erwartungen in Scotts Interpretation von Highend mit Scheibenbremsen - das Foil Premium Disc.

About a Bike

Das Foil in seiner Felgenbrems-Variante wurde ja bereits Mitte 2015 vorgestellt und errang seither zahlreiche Pro-Tour Siege. Mit der im Herbst nachgereichten Disc-Variante möchte Scott diese Tradition aufrechterhalten. Dabei wollen die Entwickler das Foil keineswegs als reinen Aerorenner verstanden sehen, sondern als durchaus komfortablen, fahrstabilen und leichten Untersatz für Fans schneller Kilometer. Aerodynamik, leichtes Gewicht, Steifigkeit und Komfort - so betiteln Marketing und Ingenieure die vier Eckpfeiler des scheibengebremsten Racers.

  • Aerodynamik, leichtes Gewicht, Steifigkeit und Komfort - das Foil Disc will alles können.
Dura Ace Di2 am Topmodell. Gepaart mit den edlen Zipp 303 NSW ein wahrer Traum. Leider hat der seinen Preis.
    Aerodynamik, leichtes Gewicht, Steifigkeit und Komfort - das Foil Disc will alles können.
    Dura Ace Di2 am Topmodell. Gepaart mit den edlen Zipp 303 NSW ein wahrer Traum. Leider hat der seinen Preis.
    Aerodynamik, leichtes Gewicht, Steifigkeit und Komfort - das Foil Disc will alles können.
    Dura Ace Di2 am Topmodell. Gepaart mit den edlen Zipp 303 NSW ein wahrer Traum. Leider hat der seinen Preis.

Foil Premium Disc

Rahmen Foil Disc HMX / IMP, F01 Aero Carbon tech.
Road Race geometry
Replaceable Dropout
STD Seattube / INT BB
Gabel Foil Disc HMX
1 1/4" - 1 1/2" Carbon steerer
Integrated Carbon Dropout
Größen 47, 49, 52, 54, 56, 58, 61 Kurbel Dura-Ace (52/36 Z)
Steuersatz Syncros Integrated Kassette Dura-Ace (11-30 Z)
Vorbau Syncros Carbon Foil Combo Kette Dura-Ace
Lenker Syncros Carbon Foil Combo Bremsen Shimano BR-R9170 Hydr. Disc
160/160 mm SM-RT900 CL Rotor
Lenkerband Scott Schalthebel Dura-Ace RD-R9150
Sattelstütze Syncros Foil Aero Carbon Schaltwerk Dura-Ace RD-R9150
Sattel Syncros RR1.0 Carbon Gewicht 7,25 kg
Laufräder Zipp 303 NSW Disc Firecrest Carbon Clincher Tubeless
Syncros Plug-in RWS
Gewicht BB-Waage 7,37 kg (Größe 56)
Reifen Continental Grand Prix 4000 S II
700x28C
Preis € 11.999,-
Aerodynamik

Scheibenbremsen mögen vieles sein und, wenn richtig dimensioniert, auch vieles bieten - bloß per Definition aerodynamisch bevorteilt, das sind sie weder auf den ersten, noch auf den zweiten Blick. Laut den bei 48 km/h erhobenen Messdaten von Scott gerät ein beliebiges Rennrad durch die bloße Addition von Scheibenbremsen im Schnitt drei Watt in Rückstand. Dies war der Penalty, mit dem sich die Ingenieure konfrontiert sahen und den es im Entwicklungsprozess möglichst auszugleichen galt.
Am direktesten dem Wind ausgesetzt, soviel ist klar, ist die vordere Scheibe selbst. Dies ist gleichzeitig auch jener Bereich, welcher sich schon rein optisch am stärksten vom felgengebremsten Foil unterscheidet. Dafür wurde die Gabel von Grund auf neu entwickelt. Längst nicht nur, um den asymmetrischen Kräften der Scheibenbremse gewachsen zu sein. Die Hydraulikleitung verläuft windgeschützt im Inneren der Gabel. Zwei Finnen, eine etwas kleinere antriebsseitig sowie eine größere über dem Bremssattel, nehmen sich der Aerodynamik an. Etwa ein Watt dürfte sich dadurch einsparen lassen.
Gleichzeitig ist der Hebel der 12 x 100 mm Steckachse, wie auch jener der hinteren 12 x 142 mm, abnehmbar, der Gewindekopf sitzt etwas tiefer in der Gabel als üblich. Nebst sauberer Optik eliminiert sich so ein weiteres Watt. Im Rohrquerschnitt, wenn man so will, "rundere" Ecken und Abrisskanten am Rahmen sollen für bessere Seitenwind-Stabilität sorgen. Das Steuerrohr des Foil mit seinem ganzflächigen Aero-Profil garantiert einen maximal aerodynamischen Übergang zwischen Rahmen und Gabel.
Die das Sitzrohr und dessen Formsprache weiterführende Sattelstütze mit fünf oder 20 mm Setback sowie die integrierte Sattelklemme fügen sich ebenfalls dem Luftstrom.

Ein weiterer Puzzleteil zum Aerovorteil liegt in den, durch die Scheibenbremsen erst möglichen, Laufrad/Reifen-Kombinationen. Bis zu 30 mm offiziell genormter Reifenfreiheit bietet das Foil. Ausgeliefert wird mit 28 mm Continental GP 4000 S II Pneus. Am Topmodell Foil Premium Disc Di2 schließen die serienmäßigen Zipp 303 NSW bündig mit dem 28 mm Reifen ab - aerodynamisch erwiesenermaßen ein großer Vorteil.

Und auch die gemeinsam mit dem hauseigenen Komponentenhersteller Syncros entwickelte Vorbau-Lenkereinheit trägt weitere vier Watt zum #aerogame bei. In insgesamt neun Kombinationen erhältlich, wiegt das Syncros Aero RR 1.0 Cockpit ab 395 g - zwei Montagemöglichkeiten für die Garmin Edge Serie inklusive.

Geometrie

XS/49 S/52 M/54 L/56 XL/58 XXL/61
Lenkwinkel 71.0 ° 72.0 ° 72.5 ° 73.0 ° 73.3 ° 73.3 °
Steuerrohrlänge 115.0 mm 130.0 mm 150.0 mm 170.0 mm  190.0 mm 210.0 mm
Horizontale Oberrohrlänge 520.0 mm 535.0 mm 550.0 mm 565.0 mm 580.0 mm 595.0 mm
Überstandshöhe 729.4 mm 753.6 mm 773.5 mm 798.8 mm 812.9 mm 837.3 mm
Tretlagerabsenkung -66.0 mm -66.0 mm -66.0 mm -66.0 mm -66.0 mm -66.0 mm
Tretlagerhöhe 273.0 mm 273.0 mm 273.0 mm 273.0 mm 273.0 mm 273.0 mm
Radstand 978.0 mm 980.0 mm 987.0 mm 994.2 mm 1,002.9 mm 1,012.0 mm
Sitzwinkel 74.5 ° 74.0 ° 73.6 ° 73.3 ° 73.0 ° 72.5 °
Kettenstrebenlänge 410.0 mm 410.0 mm 410.0 mm 410.0 mm 410.0 mm 410.0 mm
Reach 378.8 mm 384.0 mm 388.9 mm 394.5 mm 400.0 mm 403.4 mm
Stack 509.0 mm 526.7 mm 547.5 mm 568.3 mm 588.5 mm 607.7 mm
Leichtgewicht

Aerodynamisch optimiertes Rahmenset, kräftige Scheibenbremsen, Steckachsen, und dennoch stoppt die Waage unseres Testmodells bei 7,37 kg - in Größe 56 inklusive Zipp 303, 28 mm Conti-Pneus, kompletter Dura Ace Di2 und - das macht besonders froh - 160 mm Scheiben rundum. Da hat das hochwertige Carbonlayup am Premium Modell wohl auch ein Wörtchen mitzureden.

Im Gegensatz zum Felgenbrems-Foil kommt die Gabel des Foil Disc bereits in einem Stück aus der Form. Die Ausfallenden sind dabei eben nicht mehr einlaminiert, sondern bereits Teil der Forke. Dadurch, dass die Carbonfaser in einem Guss von Ausfallende bis Steuerrohr laufen kann, musste die optimierte Gabel trotz Aerofinnen, Flatmount-Aufnahmen und höherer Steifigkeit lediglich 15 g gegenüber ihrem Pendant für Felgenbremsen einbüßen.

Am hinteren Rahmendreieck - die Scheibenbremsen befreien den Übergang von Tretlager zu Kettenstreben von der Felgenbremse, machen aber Adaptationen an der linken Kettenstrebe notwendig, um die Kräfte der Flatmount Disc in den Rahmen einzuleiten - wurde ebenfalls Hand angelegt.
Besagtes hinteres Rahmendreieck ist nun auch in einem Stück gefertigt, die Ausfallenden sind hohl und kommen ohne schwere Alu-Inserts aus. In diesem Bereich spricht Scott von 25 g Mehrgewicht gegenüber dem Plattformbruder Foil. Insgesamt soll das Foil Disc dadurch lediglich 40 g Zusatzballast mit sich herumschleppen - beinahe schon vernachlässigbar, oder nicht? Das Rahmengewicht soll jedenfalls bei 985 g, jenes der Gabel bei 350 g liegen.

Steifigkeit und Komfort

Was wäre ein Aero-Renner, würde er sich unter den Beinen der Pro-Tour Athleten bei Ausreißversuchen oder im harten Positionskampf der finalen Meter einer Sprintankunft winden wie Balsaholz? Nicht zuletzt dank der Steckachsen (welche durch ein schlaues System weniger Umdrehungen benötigen, um fest zu sitzen, und damit im Rennen auch schneller aus- und eingebaut werden können) und der grundsätzlich höheren Belastungsanforderungen von Scheibenbremsen liegt die Steifigkeit der Foil Disc-Gabel über dem Niveau des Foil. Tretlagerbereich und Steuerrohr, so sagen die Scott-Ingenieure, bleiben zwischen den beiden Modellvarianten gleichwertig.

Klar, ein großer Teil des Komforts liegt bei modernen Bikes mit großer Reifenfreiheit gewiss in der Dämpfungscharakteristik der breiten Pneus. Bis zu 30 mm gibt Scott für das Foil frei, wobei wohl noch einige Bonus-Millimeter drinnen wären. Doch auch in den Rahmen flossen viele Stunden Entwicklungsarbeit, um ihm ein Extra an "Compliance", wie es im Englischen heißt, mitzugeben.
So wandert der Übergang von Sitzstreben zu Sitzrohr etwas tiefer, die Streben selbst sind blattfedernartig abgeflacht. Zusätzlich sind, ganz dem Konzept von Stiffness-Zone (Steuer-, Unterrohr und Tretlager) vs. Comfort-Zone (Ober- und Sitzrohr) entsprechend, sowohl Ober- wie auch Sitzrohr so geformt, dass sie ein gewisses Maß an Nachgiebigkeit erlauben.

In der Hand und auf der Straße

Verarbeitung und Lackierung sind top. Wie alle Premium Räder von Scott ist auch das Foil nur in dieser einen auf den Bildern zu sehenden Lackierung erhältlich. Ob des saftigen Preisschildes von € 11.999,- muss man sich aber wohl auch bei eingeschränkter Farbauswahl keinerlei Sorgen machen, seinen noblen Hobel an jeder Ecke stehen zu sehen.
Was bereits auf den ersten Straßen-Kilometern ans Popometer durchdringt ist, wie auffällig unauffällig das Foil ans Tageswerk geht. Bitte nicht missverstehen, ich meine dies durchaus als Kompliment, schließlich ist der beste Schuh auch jener, den man gar nicht erst spürt. Das Scott brilliert mit außergewöhnlich gutem Handling, in kurvenreich verwinkelten Abfahrten bahnt es sich fast wie auf Schienen den Weg. Es lässt sich präzise steuern, reagiert unverzüglich auf Gewichtsverlagerungen und vermittelt stets ein sicheres und stabiles Gefühl. Scharfe Antritte quittiert das Topmodell mit sattem Vortrieb und auch das Syncros Aero Cockpit, welches - nebenbei erwähnt - fantastisch in der Hand liegt, gibt keinen Millimeter nach. Optisch bin ich persönlich ohnehin ein großer Fan moderner Lenker-/Vorbaueinheiten. Zwar lässt sich dabei nichts anpassen, aber wenn korrekt gewählt, wie bei mir und dem Testbike der Fall, geht nichts darüber. Schlussendlich sind Lenker und Vorbau die einzigen Bauteile am Rad, die auf Tour permanent im Gesichtsfeld lauern.

Seit mittlerweile fast 13 Jahren träume ich schon davon, einmal im Leben Laufräder von Zipp zu fahren. Die 303 NSW, welche im Foil stecken, stellen wohl aktuell den besten Kompromiss aus Aerodynamik und niedrigem Gewicht. 45 mm Felgenhöhe, 21 mm Maulweite und 28,9 mm äußere Maximalbreite sind State of the Art.
Richtig mächtig rollen sie daher, die aufgezogenen Conti GP4000S in 28 mm Breite bilden dann fast eine Einheit mit der Felge. Genau genommen misst der Reifen auf den Zipp über 32 mm. Kaum verwunderlich, bietet dieses Setup unglaublich viel Grip, rollt verdammt schnell und hat natürlich jede Menge Komfort zu bieten - überraschend gering gestaltet sich die Seitenwindanfälligkeit der mittelhohen Felgen. Bei einem Systemgewicht von fast 90 kg hat sich in meinem Fall ein Reifendruck von ca. 5 bar vorne und 5,5 bar hinten bestens bewährt.

Bei so viel Reifenvolumen lässt sich natürlich recht wenig über den eigentlichen Komfort des Rahmens aussagen, aber das Gesamtpaket macht einen ausgezeichneten Eindruck und bügelt Unebenheiten im Asphalt kompromisslos glatt. Im Windkanal soll das Foil mit den 28er Reifen sogar besser abschneiden als mit 25er Reifen. Dies lässt sich im Feldtest natürlich nicht überprüfen, doch das Rad fühlt sich wirklich verdammt schnell an, weshalb ich der Behauptung mal einfach Glauben schenken will. Jedenfalls sprechen ein paar lockere Ausfahrten, an deren Ende verblüffender Weise ein Schnitt jenseits der 33 km/h am Tacho stand, oder die schnellste Fahrzeit auf meinen Hausberg seit Jahren eindeutig dafür.
Hausberg? Ja, auch bergauf zeugt das Foil von seiner Klasse und vermittelt trotz seiner 7,4 kg das Gefühl, auf einem 6,5 kg Rad zu sitzen. Aero-Renner taugen nur im Flachland? Falsch gedacht!

Über (fast) jeden Zweifel erhaben ist für mich die neue Dura Ace Di2. Das japanische Flaggschiff funktioniert - wie nicht anders zu erwarten - perfekt. Deren neue hydraulische STIs sind in ihrer Bauform kaum vom mechanischen Pendant zu unterscheiden und liegen ausgesprochen gut in der Hand. Kein Vergleich mehr zu den hässlichen ST-R785 der Vergangenheit.
Mit Biss und ausgezeichneter Verzögerung weiß die hydraulische Scheibenbremse zu begeistern. Das Scott dann mit einer Dura Ace Semi-Kompakt Kurbel und einem 11-30 Zahnkranz zu bestücken darf, wie ich meine, durchaus als zeitgerecht erachtet werden. Schließlich tritt es sich heutzutage auch für Helden in hohen Frequenzen effizienter.

Doch wo viel Licht, dort naturgemäß auch ein wenig Schatten. Die Bremsleitungen laufen außen geführt ins Unterrohr. Nennt mich ruhig kleinlich, aber andere Hersteller schaffen es, die Kabel auch dort innen zu führen. Ein Element, welches ich in dieser Preisklasse erwarten würde - und außerdem ließe sich so vielleicht noch mal 1 Watt an Luftwiderstand einsparen. Schließlich sprechen wir hier von Aero auf höchster Stufe.
Trotz allen vorangegangenen Lobes hat es Shimano auch bei der neuen hydraulischen Dura Ace leider nicht geschafft, ein bis ins Detail sorgenfreies Paket abzuliefern. Im Wiegetritt schleift die vordere Bremse ab und zu, bei vielen aufeinanderfolgend extremen Bremsmanövern - wie z.B. beim Supergiro Dolomiti dieses Jahr nötig, um den Lanzenpass unbeschadet zu überstehen - kann und wird die Bremse wie beim Vorgänger zu kreischen beginnen, wenn sich erstmal der Bremsstaub festgefressen hat.
Und weil ich schon am Nörgeln bin: Es hätte Shimano wohl keine Unsummen gekostet, die Schaltung mit dem Bluetooth EW-WU111 Stecker auszurüsten. Zwar ist die Junction-Box vorbildlich vom Wind geschützt im Lenker versteckt, es wäre aber auch noch fein gewesen, den Akku Ladestand der Di2 direkt am Tacho ablesen zu können. Zumindest den kleinen Technik-Nerd in mir hätte das gefreut.

Fazit

Scott Foil Premium Disc
Modelljahr: 2018
Testdauer: 2.500 km
Preis: € 11.999,- UVP
+ Handling und Grip
+ Komfort
+ Aerodynamik
+ Verarbeitung
+ Top Komponenten
o Details wie Zugführung könnte man besser lösen
- zickige Bremse
- phantastisch teuer
BB-Urteil: Ein Wunsch ans Christkind, den Weihnachtsmann und das Osterhäschen.


Ohne jedweden Zweifel: Das Scott Foil Premium Disc ist das beste Rennrad, über welches ich bisher mein Bein schwingen durfte. Fast schon auffällig unauffällig verrichtet es seinen Dienst, selbst hart am Limit vermittelt das Foil stets dieses behagliche Gefühl absoluter Kontrolle. Die aufwendige Lackierung, angelehnt am Design des Mitchelton Scott Pro Cycling Team, ist ein optischer Leckerbissen. Ausgezeichneter Komfort macht das Foil aber längst nicht nur für Profis zur perfekten Wahl bei jedweden Verhältnissen.
Einzige kleine Schwächen sind Zugführung und vor allem die etwas mürrische hydraulische Bremse, ein Tausch der Scheiben kann hier mitunter rasch Abhilfe schaffen.

Wie es der Name schon zart andeutet, ist dann leider auch der Preis Premium. Mit knapp € 12.000,- ist das Rad vieles, jedoch ganz gewiss kein Schnäppchen. Zum Preis eines Kleinwagens darf man sich dann dafür auch ausschließlich Komponenten erwarten, die gut und teuer sind. Zipp und Dura Ace sprechen für sich. Doch wie es bei Speerspitzen so ist, können in den darunter angesiedelten Modellen auch Kostenbewusste auf ihre, nun ja, Kosten kommen. Da fände sich am anderen Ende der Preisskala beispielsweise ein Scott Foil 20 Disc ab € 3.499,00. Natürlich mit günstigeren Komponenten und in anderer Carbonqualität, aber mit all den Features des großen Bruders. Mit einem Selbstaufbau im Hinterkopf stünde sogar ein Rahmenset zur Wahl. Das Premium Disc Frameset listet Scott mit € 4.399.00…


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  1. #1
    rund und gsund Avatar von NoFlash
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    Scott Foil Premium Disc 2018 im Test

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  2. #2
    For those about to rock.. Avatar von OltaBanolta
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    Immer noch 1 Watt Verlust bei 48 km/h - ein K.O. Kriterium in meinen Augen!
    Es wird förmlich besser!

    Suche: Cannondale CAAD Rennradrahmenset (mit Gabel), Größe 58, schwarz

  3. #3
    Re-Member Avatar von kapi
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    Zitat Zitat von OltaBanolta Beitrag anzeigen
    Immer noch 1 Watt Verlust bei 48 km/h - ein K.O. Kriterium in meinen Augen!


    Die K.O. Kriterien, sind Preis, Optik und Gewicht
    https://www.strava.com/athletes/3740831

    Ötztaler: 2013: 10:00:19 | 2014: 8:40:20 | 2015: 8:26:20 | 2016: 8:20:59 | 2017: 8:20:01 | 2018: ?

  4. #4
    gefällt mir sehr gut, auch kann ich die einschätzung bzgl DI2 100% nachvollziehen-bis auf die scheiben superb. für einen aero disc renner passt das gewicht- * monetär kleinlich darf man allerdings wirklich nicht sein.

    ps: die DA kurbel hätte ich aber nie gegen die rotor getauscht..
    Geändert von Reini Hörmann (20-06-2018 um 09:19 Uhr)

  5. #5
    rund und gsund Avatar von NoFlash
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    Die DA Kurbel hatte leider kein Powermeter

  6. #6
    Schokoholiker Avatar von chriz
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    Lottosechser bitte kommen!

  7. #7
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  8. #8
    langsam alt Avatar von hermes
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    scott mag ich irgendwie, weiß nicht warum. ich würde es auch sofort kaufen, aber ein rad um den preis muss halt perfekt sein und das ist es nicht.
    2RC°395

    www.selberbruzzler.at
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    i tät gern so gscheit radlfahrn können, wie i deppat reden kann

  9. #9
    Registrierter Benutzer Avatar von gabriwa
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  10. #10
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    Offensichtlich habe nicht nur ich an "der Gerät" gedacht. sowohl Bike als auch Fahrer versteht sich...
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  11. #11
    rund und gsund Avatar von NoFlash
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    Zitat Zitat von hermes Beitrag anzeigen
    scott mag ich irgendwie, weiß nicht warum. ich würde es auch sofort kaufen, aber ein rad um den preis muss halt perfekt sein und das ist es nicht.
    ich bin davon überzeugt dass es das perfekte Rad nicht gibt und auch nie geben wird. sonst würde bis in alle Ewigkeit alles gleich bleiben. wie laaangweilig

  12. #12
    dazu gibt es schon zuviele möglichkeiten im radsport.
    das für die eigenen zwecke kann man sich ja zusammen stellen- ein fertiges kaufrad wird es perfekt nicht geben können.
    aber da man ja mehr als eines besitzen sollte

  13. #13
    rund und gsund Avatar von NoFlash
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    ich habe den Kalorienzähler gemacht, bei Humboldt

  14. #14
    Registrierter Benutzer Avatar von Buchal
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    Fescher Hobel, aber der Preis ist brutal!

  15. #15
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    12k ohne PM? Da kann man für weniger Geld was geileres in Aero aufbauen, oder täusche ich mich da?
    Der Lenkerbandjob ist zudem eine Katastrophe!!

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