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  1. #16
    Registrierter Benutzer Avatar von milestone
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    Ich schreibe "laufen" absichtlich mit Hochkomma, denn ein Laufschritt darf man sich am Anfang nicht erwarten. Die Belastung ist vergleichbar mit gehen, das ist meine persönliche Erfahrung. Wäre ich die Runden zu Fuß oder spazieren gegangen wäre ich eher fertig gewesen. Ich möchte ja auch kein Vorbild sein das so nachzumachen, es als unmöglich zu stigmatisieren finde ich nicht richtig. Das Ärzte das natürlich nicht empfehlen können liegt auf der Hand, das Risiko ist groß, das räume ich ein, man sollte eine Vorstellung davon haben was man tut.

    Viel und hart zu trainieren kenne ich (nicht anders) und das passiert ganz automatisch. Ich bin nach dem Training erschöpft aber nicht restlos fertig. Mein ehemaliger Leichtathletiktrainer hat mir mal erzählt dass er die Jugend nicht so hart trainieren lässt wie uns damals. Die Zeiten haben sich verändert, es ist strukturierter und zielgerichteter geworden, auch wissenschaftlicher. Ich habe noch nach den Ideen trainiert wie sie in den 50er und 60er Jahren entwickelt wurden, das hat sich deutlich geändert und zum Teil verbessert. Wer wirklich besser werden will muss aber immer noch viel und hart trainieren, tachinieren und hoffen dass man von alleine besser wird war noch nie meine Vorstellung von Sport. Ich bleibe in meinen Möglichkeiten und die versuche ich möglichst nach oben zu verschieben.

    Was mir noch einfällt:
    Ich habe anatomisch vielleicht einen kleinen Vorteil. Bei 182cm Körpergröße habe ich eine Schritthöhe von 94-95cm, das ist beinahe 10cm mehr als "normal". Ich habe also sehr lange Beine und damit andere Hebel- und Gewichtsverteilungen. Auch ist die Armspannweite von knapp 190cm mehr als normal. ich habe eben nicht nur einen dicken Bauch, sondern bin insgesamt, nennen wir es stabil
    Heute habe ich ja auch schon ein Teil der Kilo runter, sonst wären die Verbesserungen gar nicht möglich.
    Geändert von milestone (14-11-2019 um 16:02 Uhr)

  2. #17
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    Servus!

    Gratulation, daß du dich aufraffst, um die Dinge die dich stören, in Angriff zu nehmen,
    und zu dem Mut, das außerdem noch zu dokumentieren.

    Ein Übergewicht dieser "Größenordnung" abzuarbeiten, ist garantiert kein Selbstläufer.

    Ich selbst, komme eigentlich aus dem Kraftsportbereich, und war bis zum 35.Lebensjahr sehr konsequent beim "Eisenbeissen",
    habe dann allerdings 19 Jahre auf jeglichen Sport verzichtet - Faulheit, Bequemlichkeit, "Hab' schon soviel wie 2 andere trainiert" - und alle anderen Ausreden, die man eben so benützt.

    Mit 54 hat es mich dann doch wieder "gejuckt",
    und außerdem hat die Waage schon 102kg angezeigt (bei 176cm)
    also nicht übergewichtig - lediglich untergroß - das Gewicht hatte ich früher auch schon, aber in anderer Qualität!

    Das Einkaufstaschenschleppen in den 3.Stock, gestaltete sich auch immer schwieriger, ab dem 2.Stock wurde die Luft dramatisch dünner - keine Ahnung wieso!

    Da ich in Kaisermühlen wohne, und die Donauinsel, quasi vor der Haustüre liegt, beschloß ich, mit dem radeln zu beginnen.
    Laufen, hat für mich noch nie eine Bedeutung gehabt, warum weiß ich auch nicht, auch in Jugendjahren habe ich die Lauferei immer schon gehasst.

    Später, benutzte ich für mich immer den Spruch, "wer rennt, ist zu feig zum stehenbleiben" - also blieb nur radeln als Alternative übrig.

    Ein altes MTB lag sowieso schon 10 Jahre im Keller herum, und wartete genauso wie der Altherrenbody darauf, bewegt zu werden.

    So bin ich dann 3 Monate auf der Insel herumgeradelt, erstaunlicherweise mit immer mehr Spaß - das hätte ich eigentlich nicht erwartet,
    insgeheim hab' ich mir gedacht, daß dieses Interesse, sich relativ schnell verflüchtigen wird, glücklicherweise war dem nicht so.

    Nach 3 Monaten habe ich mir dann mein "Cremeschnitterl" (der Kosename für meinen alten Stahlrenner) zugelegt,
    und bin relativ konsequent meine Runden (40-70Km) gefahren.

    Auch die 2. und 3.Saison hat die Begeisterung für's radeln nicht nachgelassen.

    Ende 2015 hatte ich auch wieder mit dem Fitness/Krafttraining begonnen, was allerdings schon zu leichten Einschränkungen bei der Radlerei geführt hat,
    nach einer Kniebeugesession, wollen sich die Beine partout nicht drehen.

    Die Radsaison 2017 habe ich auf dem "Fitnessstudioaltar" geopfert,
    trotz der langen Pause konnte ich ziemlich beachtliche Steigerungen (Leistung, Trainingsvolumen, und auch Muskelumfänge) erreichen.

    Danach folgten leider ein paar gesundheitliche "Hoppalas" - eine Nabelbruch OP, und ein hartnäckige Lungenentzündung bremsten die sportlichen Aktivitäten.

    Im Juni 2018 startete ich wiederum mit der Radlerei, um dem entstandenen Hüftgold wieder den Kampf anzusagen.

    Als ich zu Winteranfang wieder mit der Eisenbeisserei beginnen wollte, tauchten neuerlich Probleme im Nabelbereich auf - Diagnose Nabelbruch 2.0 Sch......!

    Diese OP hatte ich dann Mitte März 2019 (zweimal verschoben, da immer beim geplanten Termin stark verkühlt)
    im April bin ich wieder gemütlich am Rad gesessen, und habe bisher über 8000 Saisonkilometer weggekurbelt,
    und wenn nicht wieder irgendetwas passiert, gibt's im Dezember ein "Comeback" im Fitnessstudio.

    Ich wünsche dir den langen Atem und den dazugehörigen "Löffel" den so ein Restart benötigt,
    und auch die Geduld und die Einsicht, die Dinge langsam und mit Bedacht anzugehen, in den Körper lieber zweimal hineinzuhören, und Warnsignale ernst zu nehmen.
    Der Body wird es danken!
    mfG. Michael
    I foa nua im Floch´n - oba dafia laungsaum!!

  3. #18
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    Hallo Michael

    Danke für Deinen ausführlichen, inspirierenden Beitrag, einiges daraus kommt mir sehr bekannt vor. Ich wünsche Dir einen erfolgreichen und verletzungsfreien Einstieg in DEINEN Sport.

    Um ehrlich zu sein, da bist Du mir sicher nicht böse, verstehe ich die Notwendigkeit von Kraftkammertraining, eine Liebe oder eine Leidenschaft habe ich dazu nie wirklich entwickeln können. Mir liegt vermutlich an Technikfitzelei mehr als an purer Kraft. Ich war und bin zwigespalten in diesem Thema, für die Bewerbe Kugelstoßen und Speerwerfen sollte man annehmen ein Du-Freund mit den Hanteln zu sein, Ich habe immer insgeheim versucht dass durch Schnellkraft und Schnelligkeit und guter Technik zu kompensieren was ich im Kammerl nicht so hart trainieren wollte wie ich gekonnt hätte. Nur um das klar zu stellen, ich habe immer das trainiert was gefordert war, nur hätte ich etwas extra machen können, habe ich aber nicht, ausser vielleicht in Ausnahmefällen. Ich habe mich stets auf meine "Urkraft" verlassen.
    Ich packe auch heute nicht volles Gewicht drauf, mir ist es lieber ich mache die Übungen technisch sehr korrekt und belaste damit tatsächlich nur die angepeilte Muskelgruppe als abzufälschen und irgendwas bzw. gar nichts zu trainieren. Wenn man danach geht wie ich dabei ins schwitzen komme, mache ich das mehr als ausreichend. Wenn ich mir da so einige Spezialisten im Studio ansehe, na ja keine Ahnung was die trainieren? Geht mich auch nichts an und ist auch nicht mein Thema.

    Ich bewundere Kraftsportler ja auch für den Willen zB Gewichte zu stemmen, Höchstleistungen zu erzielen, persönliche Verbesserungen zu erreichen. Dazu gehört auch viel Technik und ganz spezifische Bewegungsabläufe, es war aber nie meins. Für mich zählte zB ein gut gelungener Stabhochsprung im Kopf als "Belohnung" mehr als bei Kniebeugen viel Eisen zu stemmen. So hat jeder seine Vorlieben und das ist gut so.
    Dass Du viel trainiert hast glaube ich aufs Wort, die jungen Leute heute trainieren anders und es sei ihnen gegönnt damit Rekorde und immer weiter Bestleistungen aufzustellen. Es ist unsinnig sich zu überlegen was man früher mit heutigen Trainingsmethoden mit dem damaligen Trainingsumfang erreichen hätte können, das ist einfach der Lauf der Zeit. Man kann nur zeigen leistungsfähig zu bleiben und 8.000km im Jahr ist schon eine Hausnummer.
    Ich bin und bleibe heute ein Hobbysportler im Bereich Breitensport, sich irgendwas darauf einzubilden was vor einem 1/4 Jahrhundert war ist vollkommen sinnlos und bringt niemanden weiter. Darum geht es aber hier auch nicht, ich möchte aufzeigen, dass zu viel Gewicht und eine längere gesundheitliche Auszeit kein Hinderungsgrund sein müssen um sich sportliche Ziele zu setzen.

    Über die Methode, die Sportarten, die Reihenfolge von bestimmten Übungen/Trainingsinhalten, die Intensität kann man reden, da ist für jeden etwas Anderes richtig und zielführend. Eure Einwände sind berechtigt und gut. Hier hat, das hast Du sehr schön gezeigt, jeder seine ganz persönlichen Favoriten.
    Mein persönliches Problem ist, ich kann (mental) nicht unter einer bestimmten Schwelle trainieren. Auch wenn ich mir vornehme heute nur auslockernd/regenerativ zu laufen, stellt sich automatisch das Tempo ein das ich eben laufen kann, das hat dann mit Erholung meist nichts zu tun.
    Gestern im Studio habe ich daran gedacht oder mich daran orientiert wie das genau ist, nach der Krafteinheit nochmal eine gute Stunde Vollgas-Ergometer zu machen. Da bin ich völlig fokussiert, es gibt nur das Ziel bestimmte Parameter (Watt, Widerstand) einzuhalten und die Trittfrequenz beizubehalten. Es steht für diesen Tag an also wird das so gemacht, ohne Ausreden, ohne Zweifel und ohne zu hadern oder zu jammern.
    Letzten Samstag bin ich um 4 Uhr aufgestanden um 300km zu einem Termin zu fahren, dann wieder nach Hause zu fahren um dann noch einkaufen zu gehen und ich war wie erschlagen. Dennoch ziehe ich die Laufklamotten an und laufe meine Runde, es war einfach dran und ich war dabei wirklich gut unterwegs.
    Wenn ich mir etwas vornehme ziehe ich das durch, viele kennen das sicher aus eigener Erfahrung und für mich braucht es das unbedingt. Ohne Disziplin kann ich gleich aufhören, das ist weder motivierend noch ambitioniert, noch sonst was.

    Die Motivation selbst kann nur jeder selbst emotional entdecken, es ist immer egoistisch, es ist immer für sich selbst.

    lg
    Thomas

    PS: Nur um es zu erwähnen, ich habe eine Lebenspartnerin, die mich in Allem voll unterstützt und sogar anspornt
    Geändert von milestone (15-11-2019 um 16:38 Uhr)

  4. #19
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    Mein (langer) Weg zurück - 140kg+ zum Sportler

    Es folgen nun Binsenweisheiten, wenn schwere Menschen abnehmen wollen, sie sind dennoch wichtig wie ich finde.
    Sport/Bewegung ist mMn unbedingt erforderlich um gesund abzunehmen.
    Erstens erhöht es die Muskelmasse oder gibt dem Körper zumindest zu verstehen dass die Muskeln noch gebraucht werden und daher zur Gewichtsabnahme tunlichst nicht verbrannt werden dürfen. Damit ist auch ein erhöhter Grundumsatz verbunden, was zu mehr kcal Verbrauch führt.
    Zweitens das Herz-Kreislaufsystem wird angeregt für eine bessere Sauerstoffzufuhr zu den Muskeln und Organen
    Drittens das Hormonsystem wird auf Trab gehalten

    Nur zu trainieren macht aber keinen Sinn wenn die Ernährung nicht stimmt. Die Ernährung ist der eigentliche Punkt der korrigiert werden MUSS.
    Ein übergewichtiger Menschen soll keine Diät machen heißt es immer aber alles was ich umgesetzt und in meinen Alltag eingebaut habe ist für mich Übergewichtigen am Anfang eine Diät. Der Körper versucht mit allen Mitteln die Gewichtsreduktion aufzuholen. Nicht einmal stand ich mitten in der Nacht vorm Kühlschrank und es brauchte wirklich eine hohe Willenskraft nicht irgendwas aufzuessen. Ich konnte auch nicht immer widerstehen, griff dann aber zu einem Apfel oder einer Banane. hatte ich ein schlechtes Gewissen schwach geworden zu sein? Na sicher auch wenn es sich im Grunde nicht negativ ausgewirkt hat.

    Daher möchte ich einen kleinen Einblick geben was sich für mich geändert hat. Ich ernähre mich seit über 10 Jahren plant based – kein Fleisch, kein Fisch, keine tierischen Produkte. Mein Problem war Zucker, Brot, Säfte und eine viel zu fette Zubereitung von Speisen.

    Bei Zucker ist es neben den Unmengen Zucker die ich in Kaffee geschüttet habe vor allem die Fructose, die von der Leber nicht in Unmengen verarbeitet werden kann. Der Überschuss wird postwendend in Fett umgewandelt. Coca Cola ist bekannt für den hohen Zuckeranteil, das gilt aber auch für ALLE Fruchtsäfte die man kaufen kann und auch für die so modernen Smoothies aus dem Supermarkt. Als Übergewichtige, lasst die Finger davon – so viel Obst kann niemand essen was da an Fructose in geballter Form in den Körper kommt. Wenn Fruchtsaft, dann ein ungefilterter Gemüse-Obst-Saft in Eigenproduktion aus dem Mixer. Einmal am Tag mache ich mir einen Saft aus: Wasser, zwei Handvoll Spinat, eine Banane, vegane Proteine und einen Teelöffel gemahlene Leinsamen. Manchmal gebe ich noch ein paar Beeren dazu oder eine Orange. Das ist eine Mahlzeit – egal welche.

    Es ist kontraproduktiv zu kochen, wenn man Gemüse in Fett ertränkt. Das ist etwas übertrieben aber einen wahren Kern hat es schon. Ich habe mir keine Gedanken gemacht wie heiß ich welches Fett erhitzen soll – Sonnenblumenöl in der Pfanne zu stark zu erhitzen ist keine so gute Idee, es entstehen unter anderem kanzerogene (krebserregenden) Stoffe und Transfettsäuren. Das gilt nicht nur für Sonnenblumenkernöl, sondern auch für zB Walnußöl oder Leinöl. Die beiden letzteren sollten überhaupt nicht erhitzt werden.
    Ich habe auch für meine Begriffe „normal“ gekocht. Ich habe Öl in die Pfanne gegeben, es erhitzt, dann alles mögliche in die Pfanne getann – was man eben in der Pfanne machen kann - um es zu garen.
    Jetzt koche ich so, dass ich nicht Öl, sondern Wasser in die Pfanne gebe und zB Gemüse auf kleiner bis mittlerer Flamme dünste und erst zum Schluß einige wenige Tropen Öl zugebe. Ich verwende dabei Walnußöl, Leinöl oder Traubenkernöl.

    Was vermeide ich heute?
    Brot habe ich weitgehend aus dem Speiseplan gestrichen. Es ist egal aus welchem Getreide Brot, Weckerl oder Semmeln sind, es hat zu viele Kohlenhydrate und hemmt damit indirekt den Fettstoffwechsel.

    Große Mengen zubereiten, es sei denn ich koche für mehr als einen Tag. Früher war es „normal“ Nudeln plus selbstgemachter Tomaten-Tofu-Gemüse-Sauce zu machen am besten noch mit pflanzlichem Obers verfeinert. Weil es so gut schmeckt waren zwei große Teller "normal". Ein Berg Reis zu veganem Geschnetzelten, ein Traum, bitte reichlich und mit zwei oder drei Bier schmeckt das himmlisch.
    Die Mengen sind drastisch reduziert, ich experimentiere noch an den Mengen und viel muss tatsächlich nicht auf den Teller um satt zu werden. Kohlenhydratreiche Lebensmittel, zB Erdäpfel, Reis, Nudeln sind auf dem Teller tatsächlich nur noch in sehr, sehr kleinen Mengen zu finden. Ballaststoffreiche Nahrungsmittel (Gemüse, Salat) dominieren den Speiseplan eindeutig. Nüsse (vor allem Walnüsse oder Nußmischungen) haben meine Chips am Abend ersetzt. Eine kleine Handvoll reicht mir (mittlerweile) vollkommen aus.

    Bier oder allgemein Alkohol hat so viele schädliche Eigenschaften, ich habe es fast ganz aus meiner Ernährungsgewohnheit gestrichen. Ich trinke schon noch Bier oder auch mal Rotwein aber pro Tag maximal ein Krügel bzw. 1/8l und das maximal zweimal pro Woche. Ich muss sagen, wenn ich gar keinen Alkohol trinke geht mir nichts ab. Wasser ist meine Getränkewahl und davon trinke ich gut 2 bis 2,5 Liter pro Tag. Das hilft am Anfang sehr gut über die Esspausen hinweg, statt irgendwas in den Mund zu stopfen einfach ein paar Schluck Wasser. Bei mir hat das geholfen und der Drang ständig etwas kauen zu wollen ist verschwunden.

    Fertigessen gibt es gar nicht mehr, ja die gibt es auch für vegan lebende Menschen und sind genauso verhängnisvoll wie jeder industriell hergestellte Fraß.

    Aufstriche (Brotaufstriche, Erdnussbutter, Magarine etc) sind (fast) komplett gestrichen. Mir ist fast schon leid so etwas zu kaufen, weil vermutlich das Ablaufdatum eher erreicht ist als es zu verbrauchen.

    Die Anzahl der Mahlzeiten hat sich geändert. Ich bin nach wie vor nicht in der Lage wirklich ausnahmslos regelmäßig 3 mal am Tag zu essen. Wo ich früher einfach zwischendurch eine Mahlzeit eingeschoben habe, waren es in Wahrheit drei oder vier Zwischenmahlzeiten und zusätzlich noch Abendessen, danach noch Chips, Popcorn und Cola. Fällt heute eine Mahlzeit aus, dann fällt sie eben aus, der Körper kann damit umgehen und wenn man vernünftig isst, beibt auch der Fress-flash aus. Ist es für mich absehbar dass der Tag keine ganze Pause zulässt, packe ich einen selbst gemachten Smootie ein und die 10 Minuten nehme ich mir. Ganz wichtig ist der Alltag, der möglichst wenig Stress beinhalten sollte. Ich habe heute keinen soooo gedrängten Terminplan mehr, das hilft dabei.

    Es gibt noch weitere Gedanken die ich mir zur Ernährung mache, zB das Omega 3 zu Omega 6 Verhältnis aber verrückt braucht man sich deshalb auch nicht machen.


    Um ehrlich zu sein habe ich meine ausgewogene Ernährung noch nicht gefunden. Also die Lebensmittel schon, nur noch nicht in welcher Menge ich welche Speisen zubereite. Manchmal ist es einfach zu viel, manchmal aber auch einfach zuwenig. Das merke ich wenn mir einfach beim laufen etwas die Körner fehlen. Das ist aber auch schwer, denn noch steht Gewichtsabnahme ganz oben auf der Tagesordnung und es lässt sich nicht so mit Sport vereinbaren wie ich das immer gerne hätte.
    Sport und essen können was man will war früher mal, heute gilt das leider nicht mehr, aus dem Alter bin ich einfach raus.
    Geändert von milestone (18-11-2019 um 15:49 Uhr)

  5. #20
    Neu mit "Alter-Lego-Ego" Avatar von GrazerTourer
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    @milestone
    Pass auf dich auf. Ich hab mich in meinem Leben durch Sport ziemlich ruiniert. Das geht schneller als du denkst. Wenn du durch ein kleines Wehwehchen einmal für 2 Monate in den nächsten 12 Monaten aussetzen muss, und das sehe ich als wahrscheinlich, dann brichst du das gach ganz ab. Das wäre für dich sicher eine Katastrophe. Lieber vorsichtiger und stetig!
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  6. #21
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    Hi Grazer

    Es tut mir wirklich leid für Dich, für Jeden, wenn durch Einschränkungen die sportliche Leistungsfähigkeit reduziert wird oder gar pausieren muss.
    Ich kann Dich und die Anderen auch ganz gut verstehen, die in meinen Beiträgen eine Gefahr sehen mich zu überfordern und ich dadurch gesundheitliche Risiken vielleicht übersehen könnte. Es geht mir wirklich blendend, es gibt körperlich - abgesehen von den Kilos die jetzt noch runter müssen - nichts, wirklich gar nichts was auch nur ansatzweise zu irgendwelchen Problemen führen kann. Darauf achte ich selbstverständlich sehr akribisch. Ich achte jeden Tag auf eine gute (aktive) Regeneration und arbeite wie gesagt mit einem Physiotherapeuten zusammen mit dem ich alle Schritte bespreche und er mir schon viele wertvolle Hinweise gegeben hat, die aufgrund der muskulären Zustände erkennbar waren. Auch seine Fragen lassen mich reflektieren und reinhören, kann aber Entwarnung geben was den physischen Zustand angeht. Das schreibe ich nicht aus einer Verblendung oder einem blinden Willen, sondern im Wissen, dass mir Übermut nichts bringen wird.

    In den letzten beiden Wochen, das habe ich im vorigen Beitrag angedeutet, habe ich Kohlenhydrate auf ein absolutes Minimum reduziert. Die letzten beiden Trainingseinheiten haben gezeigt, dass das zu wenig ist. Stoße ich an Grenzen ist es nicht mein Bestreben mit aller Gewalt darüber hinweg zu gehen, sondern orientiere mich dann am Machbaren. Dann trete ich eben für 820kcal/Stunde oder die Pace beim laufen "sinkt" auf 7:40/km. Das ist für mich kein Drama, sondern eine Entwicklung und ein Sammeln von Erkenntnissen. Was brauche ich wirklich um leistungsfähiger zu werden? Dazu muss ich auch Grenzen ausloten und die genau beobachten um mich nicht kaputt zu machen. Bisher funktioniert das wunderbar und ich hoffe das bleibt so.

    Die Beiträge jetzt sind ein Resultat von über 4 Monaten in denen ich 5 Kleidergrößen abgenommen habe und ich merke wie die Fitness steigt. Natürlich kann ich meine Ziele auf 3 oder 4 Jahre ausdehnen um es langsamer und sicherer zu gestalten und damit hätte ich auch kein Problem, wenn es körperlich nötig wäre. Da es so gut voran geht, freue ich mich auf die Fortschritte und setze mir aus heutiger Sicht, denke ich, keine unrealistischen Ziele. Spannend wird die Erarbeitung des Trainingsplans, denn da muss ich schon aufpassen mich nicht zu übernehmen. Ausgehend von einer Leistungsdiagnostik sehe ich dann wohin die Reise wirklich geht.

    Bis zum Jahresende steht nicht die körperliche Fitness im Vordergrund, sondern die Gewichtsabnahme. Daher sind sportliche Höchstleistungen derzeit zweitrangig und unwichtig, die Priorität ist bis zum 31.12.2019 möglichst das Zielgewicht (unter 90kg) zu erreichen. Laufen, Ergometer und Krafttraining sind hier nur Mittel zum Zweck. Richtig Sport mache ich erst nächstes Jahr.
    Geändert von milestone (19-11-2019 um 10:37 Uhr)

  7. #22
    El Padre Avatar von ricatos
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    Zitat Zitat von milestone Beitrag anzeigen
    Die Beiträge jetzt sind ein Resultat von über 4 Monaten in denen ich 5 Kleidergrößen abgenommen habe und ich merke wie die Fitness steigt.
    Die Frage ist halt, ob die Motivation auch noch so aufrecht bleibt, wenn die Erfolge (Gewichtsverlust und Steigerung der Fitness) sich einpendeln. Am Anfang sind die Sprünge immer enorm, aber irgendwann stellt sich der Stoffwechsel darauf ein, und dann kann man noch so wenig Kohlenhydrate essen.
    Lässt sich aber als Außenstehender natürlich überhaupt nicht sagen, wie jeder Einzelne darauf reagiert.
    sent from my Lagerfeuer using Rauchzeichen

  8. #23
    kaFee Avatar von bbkp
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    ein tolles programm dass dir vorgenommen hast. wuensch dir weiter viel erfolg.
    wo stehst du denn aktuell mit deinem gewicht?
    105er(5800) 11fach-schaltung/scheibenbremsen abzugeben.

  9. #24
    Registrierter Benutzer Avatar von milestone
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    @ricados
    Da gebe ich Dir Recht. Jetzt werde ich Kohlenhydrate leicht anheben und schauen was sich ändert. Der Körper ist ein Gewohnheitstier und stellt sich, wie Du richtig sagst darauf ein. Ich versuche dem entgegen zu wirken und in keinen Notfallplan des Körpers zu gelangen, der dafür sorgen würde möglichst sparsam zu sein. Ich will nicht in diese Falle tappen und passe daher immer wieder an um mich langsam dem tatsächlichen Bedarf zu nähern.

    @bbkp
    Ich kenne mein Gewicht nicht, da ich mich (absichtlich) auf keine Waage stelle. Das klingt unlogisch, ich möchte aber nicht der Sklave einer Waage sein, denn das birgt für mich sehr viel mehr die Gefahr mich ausserhalb der Grenzen zu bewegen. Gewichtsreduktion ist die Priorität aber dennoch nur das Resultat von sportlicher Bewegung und guter, angepasster Ernährung. Gewichtsabnahme zu forcieren, sei es über zu viel Sport oder zu wenig essen, halte ich für kontraproduktiv, denn ich will eben keine Diät machen sondern mich mit den möglichen Mitteln bestmöglich für das nächste Jahr, die nächsten Jahre vorbereiten.
    Sollte ich Ende des Jahres noch zu schwer sein werde ich das jetzige Programm so lange weiterführen, bis ich gewichtsmäßig im Soll bin - das ist dann eben so. Ich möchte es nicht erzwingen, sondern eine Grundlage schaffen um dann kontinuierlich soweit zu sein um in einem fließenden Übergang einem sportlichen Trainingsprogramm zu folgen. Für mich wird Ende Dezember also richtig spannend, so wie ich mich fühle klappt das.
    Geändert von milestone (19-11-2019 um 11:47 Uhr)

  10. #25
    kaFee Avatar von bbkp
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    d.h ab ende des jahres wird gewogen ?
    105er(5800) 11fach-schaltung/scheibenbremsen abzugeben.

  11. #26
    Registrierter Benutzer Avatar von milestone
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    Genau. Bis dahin versuche ich mein Bestes um möglichst viel abzunehmen, den Fettstoffwechsel weiter auf Trab zu halten und bereits eine Grundfitness zu bekommen.


    Ab nächster Woche kommt zum jetzigen Programm noch einmal die Woche im Anschluß eines Lauftrainings für 120-150 Minuten so etwas ähnliches wie GA 1 auf dem Rollentrainer dazu. Das ist nicht ganz so produktiv für einen Fettabbau, hilft aber bei der Regeneration und Verbesserung des Herz-Kreislaufsystems. Auf dem Ergometer wird dann, ebenfalls ab nächster Woche, einmal die Woche für 90 Minuten nicht nur "Abwechslung" (ein 20 Minutenrythmus) gefahren, sondern ein HIT eingebaut um das VO2max zu verbessern. Ich möchte mich damit schon leicht darauf vorbereiten in ein echtes Training einzusteigen.

  12. #27
    Registrierter Benutzer Avatar von 123mike123
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    Zitat Zitat von GrazerTourer Beitrag anzeigen
    @milestone
    Pass auf dich auf. Ich hab mich in meinem Leben durch Sport ziemlich ruiniert. Das geht schneller als du denkst. Wenn du durch ein kleines Wehwehchen einmal für 2 Monate in den nächsten 12 Monaten aussetzen muss, und das sehe ich als wahrscheinlich, dann brichst du das gach ganz ab. Das wäre für dich sicher eine Katastrophe. Lieber vorsichtiger und stetig!
    +1

    Hört sich immer noch nach zu schneller Steigerung an.

  13. #28
    Registrierter Benutzer Avatar von milestone
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    Hallo

    Ein kleines Update mit ein paar Änderungen. Das Training läuft in etwa so weiter wie gehabt nur das drum herum habe ich angepasst.
    Bisher habe ich die Apple Watch zur Leistungsaufzeichnung verwendet und das war für den Anfang auch alles gut und schön. Jedoch zeigt sich, dass die Messungen mittlerweile grob daneben liegen, vor allem am Ergo gibt es eine Differenz von 25% die die Apple Watch zu wenig anzeigt. So kann definitiv kein geeignetes Ernährung- und Trainingskonzept eingehalten werden. Die errechneten Werte stimmen bei geringer Belastung ganz gut aber je schwerer das Training wird (und je leichter ich mir damit tue) desto mehr weicht die Apple Watch von den tatsächlich erbrachten Leistungen ab. Unterm Strich absolut unbrauchbar.

    Ich habe mich um eine Alternative umgesehen und eine Garmin Sportuhr besorgt und das sieht schon sehr viel realistischer aus. Mit Brustgurt für die Herzfrequenzmessung macht das einfach mehr Sinn. Beim laufen habe ich die Pace wieder deutlich erhöht und laut Garmin laufe ich den besten Abschnitt in 4:23/km - Durchschnitt 7:14/km. Die Strecke ist nun 5,78km lang und hat 65 Höhenmeter.

    Auf dem Ergo ist neben den 2x 30 Minuten Powersessions einmal 90 Minuten Kraftausdauer und einmal 90 HIT pro Woche. Am Tacx 3 Stunden GA I. Krafttraining unverändert.

    Die Ernährung ist weiterhin wenig Kohlenhydrate (etwa 90-100g/Tag) viele Ballaststoffe, wenig Öl, kein Zucker (abgesehen von Obst), plant based Proteine. Gezielte Lebensmittel zB Quinoa, Walnüsse, Rote Rüben, Leinsamen, Mohn etc.

    Kleidergröße:XL Tendenz zu L
    Geändert von milestone (08-12-2019 um 21:24 Uhr)

  14. #29
    More than back!!! Avatar von riffer
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    Wow, du baust ja ungefähr so rasant Form auf, wie ich ab...

    Rasant kommt mir das vor, freut mich, dass deine Fortschritte sich auch so konsequent einstellen. Weiterhin viel Erfolg bzw. alles Gute!
    Verkaufe: Salsa Bucksaw Fatbike-Fully (large)!!!
    Gary Fisher Roscoe III (large) 2009 mit Tunings

    Bei Interesse bitte PN.

  15. #30
    Benutzter Avatar von ventoux
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    Wieviele Kg hast du schon runter?
    Target 2020:

    Paris Semimarathon
    Brevets (200, 300, 600, 1000)
    Transportugal
    Transalp

    .....

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