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DT Swiss GRC 50,  GRC 30 & HGC 30 Gravel Laufräder

DT Swiss GRC 50, GRC 30 & HGC 30 Gravel Laufräder

03.06.24 06:36 4.001Text: NoPain
Martin Ganglberger

Größe: 175 cm
Schrittlänge: 84 cm
Gewicht: 70 kg
Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt

Klicke für alle Berichte von NoPain
Fotos: Erwin Haiden, DT Swiss
Was darf's sein - bessere Aerodynamik, niedrigeres Gewicht mit fluffigem Komfort oder maximale Haltbarkeit? Maßgeschneiderte Gravel-Carbon-Laufräder für Race-, Adventure- und E-Gravelbikes im Test. 03.06.24 06:36 10.064

DT Swiss GRC 50, GRC 30 & HGC 30 Gravel Laufräder

03.06.24 06:36 10.0641 Kommentare NoPain
Martin Ganglberger

Größe: 175 cm
Schrittlänge: 84 cm
Gewicht: 70 kg
Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt

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Erwin Haiden, DT Swiss
Was darf's sein - bessere Aerodynamik, niedrigeres Gewicht mit fluffigem Komfort oder maximale Haltbarkeit? Maßgeschneiderte Gravel-Carbon-Laufräder für Race-, Adventure- und E-Gravelbikes im Test. 03.06.24 06:36 10.064

Als ich 2019 in der Schweiz meine ersten DT Swiss GRC 1400 SPLINE 42 Laufräder zum Testen erhielt, hätte ich mir niemals träumen lassen, wie sehr diese meine damals noch junge "Gravelkarriere" prägen würden. Zurück von den Hardcore-Etappen durchs Schweizer Jura bei fiesestem Wetter, forderte ich unverzüglich einen Laufradsatz zum Langzeittest an. Dieser durfte sich über zwei Jahre auf meinem OPEN WI.DE. GRX 1x11 Di2, weitere zwei Jahre auf dem Scott Addict Gravel GRX 2x11 Di2, auf zahlreichen Testrädern und kürzlich sogar auf meinem neuesten Spross, einem Merida Silex GRX 1x12, beweisen.

Etwa ein Jahr nach der ersten Story fragte man mich, ob ich schon wüsste, wann ich die Laufräder retournieren könnte. Ich wusste es nicht. Stattdessen fuhr ich sie mit Tubolitos, Aerothans, Sealant, Schwalbes, Michelins, Pirellis, Challengers und Vredesteins, mit HG- oder Microspline-Freiläufen. Ich hatte Durchschläge, Durchstiche und sogar einmal einen Ast im Vorderrad mitsamt eines kapitalen Überschlags. Das Resultat? Sie rollen nach wie vor einwandfrei und ich wüsste bis heute keinen einzigen guten Grund, sie freiwillig zurückzuschicken... hätten nicht die Schweizer erst kürzlich ihre nagelneuen DT Swiss GRC 1100 DICUT bzw. 1400 DICUT in zwei Felgenhöhen präsentiert.

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GRC 50, GRC 30 & HGC 30

Unter dem Motto "Off the road, are you on the hunt or off the hook?" haben DT Swiss Fans nun gleich drei neue Gravel-Laufradsätze in verschiedenen Ausstattungsvarianten und Laufradgrößen zur Wahl.

Gravel Racer ("On the hunt") greifen zum GRC DICUT 50-Laufradsatz, der mit seinen 50 mm hohen Carbonfelgen dank AERO+ Optimierung zu den weltweit Schnellsten seiner Gattung zählen soll (siehe den Aerodynamik-Abschnitt unterhalb). Zudem reduziert die schnittige Felgenform selbst mit 40 mm breiten Reifen die Lenkeinflüsse maßgeblich und bietet mit einer Innenmaulweite von 24 mm einen satten Reifensitz für volle Kontrolle.

An Abenteurer ("Off the hook") richten sich die GRC DICUT 30 Laufräder, die mit dem geringeren Gewicht der 30 mm hohen Carbon-Felgen ein agiles, komfortables Fahrgefühl vermitteln und auch bei niedrigerem Reifendruck perfekte Traktion im Gelände garantieren. Zudem erhöhen ihre noch breiter gefertigten Flanschen neben dem Pannenschutz auch die Haltbarkeit.

Last but not least haben die Schweizer für alle E-Gravelbiker mit dem HGC 1400 SPLINE einen speziellen Laufradsatz entwickelt, der auf der neuen 30 mm hohen Gravel-Felge basiert und sich mit spezifisch verstärkten Komponenten ideal für die Anforderungen von Hybrid-Bikes sowie für das höhere Systemgewicht eignet.

Allen drei Newcomern gemein ist ein neues, zum Patent angemeldetes Carbon-Fertigungskonzept, benutzerfreundliche Hakenfelgen für mehr Sicherheit, durchwegs hochwertige Systemkomponenten und ein edles Finish.

 Off the road, are you on the hunt or off the hook? 

Sinngemäße Übersetzung: Abseits der Straße - bist du auf der Jagd nach Bestzeiten oder tobst du dich aus?
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Technik

Detailansicht

Das zum Patent angemeldete, revolutionäre Carbon-Felgenherstellungsverfahren der neuen Gravel-Laufräder bietet gleich mehrere Vorteile. Nicht nur, dass sich die Felgen in einem Arbeitsgang herstellen lassen, bei dem die Fasern der äußeren Schichten nicht zerschnitten oder einzelne Komponenten verklebt werden müssen, macht die Schweizer "in-house" Entwicklung kosmetische Nachbearbeitungen oder eine abschließende Lackierung überflüssig. Das spart Gewicht und sorgt für ein hochwertiges Finish ohne Lufteinschlüsse oder unkontrollierte Harzansammlungen.

Zudem wird die Qualität jeder Felge durch alle Schichten hindurch zu 100% geprüft und nur Felgen ohne jegliche Materialfehler zum finalen Systemradaufbau freigegeben. Damit ist der Kunde immer auf der sicheren Seite.

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Detailansicht

Weil die Schweizer davon überzeugt sind, dass Hakenfelgen die ultimative Lösung für Roadies sind, wenn es um Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit geht, sind mit diesen drei Modellen nun alle DT Swiss-Straßenlaufräder mit Flanschen ausgestattet. Im Vergleich zu hookless rims verzeihen Hakenfelgen fehlerhafte Anwendungen in puncto Druck und Reifenkompatibilitäten mehr und der Reifen hält in sämtlichen Situationen besser auf der Felge. Zudem zeigen CFD-Simulationen und Windkanaltests einen klaren aerodynamischen Vorteil von Laufrad-Reifen-Systemen mit Hakenfelgen durch einen geringeren Luftwiderstand und ein kontrollierteres Lenkmoment. Als einzige Herausforderung bleibt die Entwicklung und Produktion seitens des Herstellers.

Sowohl die 180er als auch die 240er Naben überzeugen mit ihrer DT Swiss Ratchet EXP Technologie, welche den Freilaufkörper besonders leicht, steif und präzise macht und eine einfache, werkzeugfreie Wartung ermöglicht. Obendrein setzen die hohlgefrästen Zahnscheiben die investierte Energie mit ihren 36 Zähnen unmittelbar in Beschleunigung um.

Für alle drei Gravel-Laufräder mit 24 mm Innenbreite gilt eine Reifenempfehlung von 29 mm bis 45 mm Breite, während die GRC 50 mit ihrer Außenbreite von 36,5 mm aus aerodynamischer Sich mit 40 mm breiten Reifen am besten performen sollen.

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Aerodynamik - 50 mm machen dich schneller als je zuvor

Schon lange dreht sich die Entwicklung aerodynamischer Laufräder nicht mehr nur um das schnellste Felgendesign, sondern vielmehr um das optimale Zusammenspiel der einzelnen Komponenten mit Reifen, Rahmen und Fahrer. Deshalb ging DT Swiss im Jahr 2018 eine strategische Partnerschaft mit Jean-Paul Ballard von Swiss Side ein, einem früheren Aerodynamikspezialisten in der Formel 1 und begeisterten Triathleten. Gemeinsam verfolgt man das Ziel, die beste Performance und höchste Qualität zu einem erschwinglichen Preis zu etablieren. Keine Spielereien. Keine irrelevanten, keinen Mehrwert bringenden Technologien schaffen es ins Endprodukt.

Laut JP entfallen beim Zeitfahren etwa 69% des Gesamtwiderstands auf den Luftwiderstand, während dieser Wert beim Graveln immer noch bei rund 51% liegt. Grund genug, das gesamte Laufradsystem, einschließlich der breiten Gravel-Reifen, einer Optimierung zu unterziehen.

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Drag Performance

Die Berücksichtigung aller Faktoren führte letztendlich zu beiden neuen Felgenformen, wobei besonders der S-Shape der GRC 50-Laufräder mit 24 mm Maulweite und 36,5 mm Außenbreite hervorsticht. Dieser Shape soll den besten Kompromiss zwischen aerodynamischer Performance und Robustheit bieten und im direkten Vergleich mit dem Mitbewerb neue Maßstäbe setzen.

Detailansicht

Drag Performance: Die Grafik zeigt, dass die neuen GRC 50 mit dem Semislick RS 40C die beste Aerodynamikperformance über sämtliche Anströmwinkel besitzen.

Gemessen wurde wieder einmal im GST-Windkanal mit dem Schwalbe G-One RS 40C bei 37,5 km/h. Verglichen mit dem GRC 30 Vorderrad liegt der gewichtete Luftwiderstand bei 14,9 Watt, was einem Vorsprung von 2,6 Watt (15 %) und - trotz der höheren Felge - einem leicht besseren Lenkmoment entspricht.

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GRC 30 (NEW) vs. GRC 42 (OLD)

Hingegen liegen die GRC 30 ungefähr auf dem aerodynamischen Niveau der früheren GRC 42, sind jedoch deutlich leichter, komfortabler und haltbarer. Ein interessantes Detail am Rande ist die Faustregel, dass breitere Reifen pro 10 mm den Luftwiderstand um 3,6 Watt erhöhen und den Segeleffekt messbar reduzieren. Je höher die Profilstollen, desto schlechter die Performance.

Steering Moment Analysis

Neben dem reinen Luftwiderstand üben Seitenwinde permanent Kräfte auf das Laufrad aus und können die Fahrbarkeit beeinflussen. Daher muss das Fahrverhalten unabhängig von äußeren Witterungsbedingungen wie starken und wechselnden Seiten- und Gegenwinden sicher und vorhersehbar sein. Je geringer das Lenkmoment, desto mehr profitiert der Rennradfahrer von einem vorhersehbaren und damit kontrollierten Lenkverhalten, bleibt länger in der aerodynamisch optimalen Position und erreicht höhere Geschwindigkeiten.

Detailansicht

Steering Moment Analysis: Auch beim Lenkmoment haben die GRC 50 die Nase vorn, was besonders bei böigem Wind Vorteile bringt. Leichtere Piloten sollten gemäß dieser Grafik zumindest mit Gravelreifen die ZIPP 353 NSW meiden.

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Komfort & Haltbarkeit - 30 mm erschließen neue Abenteuer   

Wer seinen Fokus auf geringeres Gewicht, mehr Komfort bzw. weniger Reifendruck legt, kann sein Gravelbike mit den GRC 30-Laufrädern abenteuerfest machen. Die ebenfalls neu entwickelte Felgenform mit einer Höhe von 30 mm reduziert das Gewicht der Laufräder bei gleichzeitig optimiertem Luftwiderstand. Die Innenmaulweite von 24 mm ist bei beiden Felgen identisch - ideal für eine hohe Seitenwandstabilität bei der Nutzung von Gravelreifen mit 40 mm Breite.

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Auf KOM-Jagd oder abseits im schroffen Gelände? Die Wahl liegt bei dir.

GRC 50 vs. GRC 30

GRC 50 (Racing) GRC 30 (Abenteuer)
Einsatzbereich Racing Adventure
Felgenhöhe 50 mm 30 mm
Gewicht ab 1.567 g ab 1.350 g
Laufradgrößen 700C 650B oder 700C
Gewichteter Luftwiderstand 14,9 W 17,5 W
Pluspunkte Geschwindigkeit
Lenkmoment
Agilität
Komfort
Haltbarkeit

Die leichte 30 mm hohe High-Carbonfelge bietet aber nicht nur mehr Fahragilität und ein knackiges Lenkverhalten, sondern mit ihren breiten Flanschen auch höhere Pannensicherheit, selbst bei traktionsstarkem, niedrigem Luftdruck.

 Auf KOM-Jagd oder abseits im schroffen Gelände? Die Wahl liegt bei dir. 

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GRC 50, GRC 30 & HGC 30 Line-Up

Die Laufräder sind in zwei unterschiedlichen Höhen, in den Laufradgrößen 650B (GRC 30 & HGC 30) sowie 700C (GRC 50, GRC 30 & HGC 30) und in zwei Komponenten-Niveaus (GRC 50 & GRC 30) erhältlich und damit an die unterschiedlichsten Einsatzbereiche sowie die Größe der Geldbörse angepasst.

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GRC 50/30 1100 vs 1400 DICUT

  GRC 1100 DICUT 50/30 GRC 1400 DICUT 50/30
Einbaubreite VR 12x100 mm Thru Axle
HR 12x142 mm Thru Axle
Nabe 180 DICUT 240 DICUT
Bremssystem Disc, Center Lock
Freilaufkörper Shimano Road (SRAM XDR included), Shimano MicroSpline, Campagnolo N3W
Freilaufsystem 36T Ratchet EXP
Felgendimension 27,5" (650) 584 x 24 (GRC 30)
28" 622 x 24 (GRC 30 & GRC 50)
Felgenhöhen 50 bzw. 30 mm
Maulweite 24 mm
Felgenart Carbon, mit Haken, TLR
Felgenloch Presta
Speichen & Nippel T-head spokes, DT aerolite II (vorne), T-head spokes, DT aerolite® II, DT aero comp II (hinten), DT Pro Lock Nippel innenliegend Alu, 24 x 2-cross T-head spokes, DT aero comp II, black T-head spokes (vorne und hinten), DT Pro Lock Nippel innenliegend Alu, 24 x 2-cross
Max. Systemgewicht: 130 kg
ASTM Klasse 2
Gewicht GRC 50: ab 1.567 g
GRC 30: ab 1.350 g
GRC 50: ab 1.631 g
GRC 30: ab 1.421 g
inkl. Zubehör DT Swiss TLR Felgenband (montiert), DT Swiss Tubeless Ventile, Valve Guard, SRAM XDR Road Freilauf, Laufradtasche
Preis ab € 2.499,80 UVP ab € 2.049,80 UVP

* Gewichtsangaben ohne Felgenband und ohne Ventile

Unser Testlaufradsatz (GRC 30 1100 DICUT)

Hybrid-spezifische Laufräder (HGC 1400 SPLINE)

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Hybrid-spezifische Laufräder (HGC 1400 SPLINE)

Natürlich können auch Besitzer von E-Gravelbikes mit den GRC-Laufrädern glücklich werden. Allerdings wurde mit den HGC 1400 SPLINE ein spezieller Carbon-Hybrid-Gravel-Laufradsatz entwickelt, der auf der neuen 30 mm hohen Gravel-Felge basiert und auf das hohe Drehmoment von potenten E-Gravel-Bikes sowie ein höheres Systemgewicht abgestimmt ist. Mit weiteren robusten High-End-Komponenten wie einer 240 Ratchet EXP OS-Nabe mit verstärkten Lagern sowie von Hand eingespeichten Hybrid-Speichen ausgestattet, sind langanhaltende Offroad-Abenteuer garantiert.

HGC 1400 SPLINE 30

Einbaubreite VR 12x100 mm, 12/110 mm Thru Axle
HR 12x142 mm, 12/148 mm Thru Axle
Nabe 240 Straightpull
Bremssystem Disc, Center Lock
Freilaufkörper Shimano Road (SRAM XDR included)
Shimano MicroSpline (622 mm and non-boost only)
Freilaufsystem Ratchet EXP OS
Felgendimension 27,5" (650B) 584 x 24
28" 622 x 24
Felgenhöhen 30 mm
Maulweite 24 mm
Felgenart Carbon, mit Haken, TLR
Felgenloch Presta
Speichen & Nippel DT aero comp® hybrid straightpull, black, 24 x 2-cross (vorne), DT aero comp® hybrid straightpull, black, 28 x 3-cross (hinten), DT Pro Lock Nippel innenliegend Alu
Max. Systemgewicht: 140 kg
ASTM Klasse 2
Gewicht ab 1.476 g
inkl. Zubehör DT Swiss TLR Felgenband (montiert), DT Swiss Tubeless Ventile, Valve Guard, SRAM XDR Road Freilauf, Laufradtasche
Preis ab € 2.099,80 UVP

* Gewichtsangaben ohne Felgenband und ohne Ventile

Detailansicht
Abus Powerdome Erlkönig
DetailansichtLeichter und günstiger Aero-Helm für Road und Gravel in vielen Farben und Ausstattungsvarianten.
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Out Of Bot 2 IRID red
DetailansichtElektronisch aufhellende/abdunkelnde Sportbrille.
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Castelli Unlimited Endurace Jersey, Gunmetal Gray/Clay
DetailansichtGeringes Gewicht, Stauraum und ganztägiger Komfort auf jedem Terrain.
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Merida Silex Gravel Dropper Project
DetailansichtDie Metamorphose von Meridas neuestem, out-of-the-box Adventure-Gravelbike zum Komfortwunder mit FSA und Shimano GRX 1x12.
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FSA Gravel Adventure Komponenten
DetailansichtDer FSA K-Wing AGX Carbon Lenker, FSA ST AGX VAS Vorbau und die FSA SP AGX Flowtron 100 mm Dropperpost für maximalen Komfort am Gravelbike.
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Selle San Marco Regal Short Carbon FX
DetailansichtOffroad-Test der Neuinterpretation des Sattelklassikers mit dem innovativen Bow Rail System.
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Tatze MC-FLY Ti Pedale
DetailansichtGeheimtipp auch zum Graveln: Test der leichten Trailpedale mit besonders großer Auflagefläche und perfektem Kontakt zum Schuh.
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Schwalbe G-One R Gravelreifen
DetailansichtGefühlsecht, extra groß und sicher: der neue G-One R markiert die goldene Mitte im umfangreichen Schwalbe Gravelreifen-Portfolio
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DetailansichtEntwickelt für den Cyclocross-Sport, mit extremem Grip sowie einem sicheren Klettverschluss, ist er auch für Fahrten bei kühlem Wetter gut geeignet, wenn ein Sommerhandschuh nicht ganz ausreicht.
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NoPain Ausstattung: Abus, Castelli und Brillen von Out Of

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GRC 50 oder GRC 30 für NoPains Merida Silex?

Wir schreiben den Monat April im Jahr 2024. NoPain befindet sich im DT Swiss Headquarter in Biel und verfolgt die streng geheime Präsentation der noch geheimeren GRC-Gravellaufräder. Während seine internationalen Pressekollegen den Worten der Geschäftsführer sowie der Produkt-, R&D- und Marketing-Manager aufmerksam folgen, startet NoPain sein Kopfkino: "Brauch ich"... "Will ich"... "1100 DICUT ist klar, ich zahl's eh nicht... aber 50 oder 30?"... "Verdammt!", "50 oder 30...?"

Einerseits gefallen ihm die hohen 50er mit dem technokratischen S-Shape extrem gut. Eine bessere Aerodynamik ist immer lohnend und die Sache mit dem kontrollierteren Lenkmoment klingt ebenso verlockend. Allerdings sind etwas mehr als 200 Gramm Gewichtsdifferenz gegenüber der 30er auch nicht zu verachten. Und echte Rennen, ja, die fährt er sowieso nicht. Daher wären die 30er definitiv besser geeignet. Aber schön waren sie halt schon, die 50er. Es war zum Verzweifeln.

Eine überraschend klare Entscheidung für NoPain

Im Anschluss erhielten alle anwesenden Journalisten die Gelegenheit, beide Laufräder mit identischen Reifen und demselben Reifendruck auf zwei ausgewiesenen Kursen probezufahren. Auf der einen Seite eine höhenmeterreiche Strecke mit schroffen Wald- und Wiesentrails, auf der anderen eine längere, flachere und schnellere Variante über Felder und Feldwege.

Überraschend klar fiel das Ergebnis aus. Während die GRC 50 logischerweise ihre Aero-Performance auf den schnellen Abschnitten ausspielen konnten, waren sie an steilen Anstiegen schon etwas träger und prügelten den Kollegen NoPain auf den Wurzeltrails merklich durch. Die 30er hingegen fühlten sich wieselflink an und dämpften die groben Stöße spürbar besser als die höheren Aerolaufräder. In puncto Aerodynamik merkte er höchstens, dass letztere etwas weniger Segeleffekt erzeugten, und das auch nur an den flachen Passagen mit viel Seitenwind.

Kurz: Insgesamt sorgten die GRC 30 für mehr Fahrspaß und waren obendrein um knapp über 200 Gramm leichter. DEAL!

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Leicht ist das neue Schwarz

Obwohl das Gewicht beim Graveln nicht allein ausschlaggebend ist, freut man sich dennoch über jedes zusätzlich eingesparte Gramm, da es die Agilität und den Lenkkomfort positiv beeinflusst.

Bei unserer Recherche sind wir auf die folgende Gegenüberstellung aller aktuellen DT Swiss Gravellaufräder gestoßen, die wir euch selbstverständlich nicht vorenthalten möchten.

DT Swiss Gravel-Portfolio

Felgenhöhe Gewicht Differenz*
GRC 1100 Dicut 30 30 mm 1.350 g - 252 g
GRC 1400 Dicut 30 30 mm 1.421 g - 181 g
GRC 1100 Dicut 50 50 mm 1.567 g - 35 g
GRC 1400 Dicut 50 50 mm 1.631 g + 29 g
GR 1600 Spline 25 25 mm 1.748 g + 146 g
G 1800 Spline 25 25 mm 1.835 g + 233 g

* Verglichen mit den alten GRC 1400 SPLINE 42 (1.602 g)

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Und tatsächlich - der direkte Vergleich unserer fahrbereiten GRC 42-Vorgänger (Tubolito Schläuche) mit den neuen GRC 30-Testlaufrädern (TLR inkl. Sealant) ergab einen Gewichtsvorteil von realen 233 Gramm.

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Seit Mai 2024 in da Review,... und vermutlich bis zur nächsten GRC-Evolution im Jahre Schnee

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In der Praxis

Als ich die GRC 30 Laufräder in Empfang nahm, waren diese bereits mit den Schwalbe G-One R in 40C bestückt und mit DT Swiss "Low Pressure" Sealant befüllt. Es handelte sich um die gleichen, von Hand in Biel aufgebauten Laufräder, die ich schon bei der Präsentation in der Schweiz fahren durfte. Rein ins Rad, Fotos im Studio, und ab geht die Post zur ersten Ausfahrt mit NoSane.

Kein Scherz - der direkte Umstieg von meinen alten GRC 1400 42 mit G-One R/RS in 45C auf die neuen, niedrigeren Laufräder mit dem G-One R vorne und hinten (!) in 40C flashte mich, dass mir die Worte fehlten. Die Dinger rauschten dermaßen über Asphalt und Schotter, dass ich zuerst NoSane in Verdacht hatte, dass er mich heimlich anschob. Aber selbst dann, wenn er vor mir fuhr, riss der Schub einfach nicht ab. Rückenwind vielleicht? Könnte sein, aber selbst bei leichtem Gegenwind gingen sie ab wie Schmidts Katze. Ich war fassungslos.

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Twilight Zone

Selbst nach mittlerweile fünf längeren Ausfahrten habe ich noch keine schlüssige Erklärung dafür. Vermutlich liegt es an der Kombination der 5 mm schmäleren Reifen mit dem Sealant anstatt der Schläuche, dem um 0,25 bar minimal höheren Druck, einer verbesserten Aerodynamik und dem um 233 Gramm niedrigeren Gesamtgewicht. Vielleicht hat man mir auch heimlich Keramik-Kugellager in die 180er Naben und den EXP Freilauf eingebaut. Ich weiß es nicht und es ist mir eigentlich auch egal. Ich fahre und genieße.

Außerdem kann ich keinerlei Komforteinbußen trotz der 40C-Reifen anstelle der 45C-Reifen feststellen. Vermutlich wird die an sich auf der Hand liegende Verschlechterung (schmälere Auflagefläche, weniger Volumen, gefahren mit mehr Druck) durch den höheren vertikalen Flex der niedrigeren Felgen und der längeren Speichen kompensiert.

Insgesamt bin ich, abgesehen von der etwas "langsameren" Optik gegenüber den 50ern, mit den GRC 1100 DICUT 30 mehr als zufrieden und gefühlsmäßig in meinem Terrain sogar etwas schneller unterwegs, da sie im Gelände ruhiger und präziser laufen als die höhere Modellvariante.

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Fazit

DT Swiss GRC 1100 DICUT 30
Modelljahr: 2024
Preis: € 2.499,80
+ Steif und leicht
+ Komfortabel (24 mm innen)
+ Aerodynamisch optimiert
+ Hochwertige Komponenten
+ Extrem agil mit kontrolliertem Lenkverhalten
+ Höchste Lebensdauer
+ Der Traum eines jedes Abenteurers
+ Kompromisslose GRC 50 Variante für Racer verfügbar
+ Edle, exklusive Optik
+ 650B und 700C Variante
- Hoher Preis in der besten Ausführung (1100 DICUT)
BB-Urteil: Sauschnell, trotz der maximalen Auslegung auf Agilität, Komfort und Haltbarkeit.


Wer bei seinen Abenteuern nichts dem Zufall überlassen will, greift zu den neuen GRC 1100 DICUT mit der 30-mm-Felge. Sie sind nicht nur ein echter Hingucker, sondern sparen neben ihrer speziellen Aero-Optimierung auch wertvolle Gramm. Mit der leichten 180 DICUT-Nabe und den DT Aerolite II Speichen garantieren sie neben ihrer hohen Agilität auch eine gute Beschleunigung und sorgen mit den passenden Reifen dank 24-mm-Maulweite für einen ebenso geringen Rollwiderstand.

Die Seitenwindanfälligkeit ist unauffällig, der Komfort auf schlechtem Untergrund großartig. Die absolute Stärke dieser Laufräder liegt, wie bereits erwähnt, in ihren Allround-Fähigkeiten - von der schnellen Feierabendrunde bis zur Durchquerung der Wüste Gobi mit vollem Gepäck.

Wer tendenziell in flacherem und flotterem Terrain bzw. auf festeren Böden unterwegs ist oder gar Gravelrennen bestreiten möchte, greift besser zu den 50-mm-hohen Laufrädern. Diese ermöglichen nicht nur eine um 15% bessere Aerodynamik, sondern lassen sich bei starkem Wind mit 40C-Reifen minimal kontrollierter steuern.

Schlussendlich kann man wohl mit keiner der beiden Varianten etwas falsch machen. Für passionierte Gravelbiker und all jene, die es noch werden wollen, eine klare Kaufempfehlung. Der Preis der Topvarianten schmerzt zwar ein wenig, aber da davon auszugehen ist, dass die Laufräder einen sehr viele Jahre begleiten werden, scheißt eigentlich auch da der Hund drauf.

  • DT Swiss GRC 50,  GRC 30 & HGC 30 Gravel Laufräder

Was darf's sein - bessere Aerodynamik, niedrigeres Gewicht mit fluffigem Komfort oder maximale Haltbarkeit? Maßgeschneiderte Gravel-Carbon-Laufräder für Race-, Adventure- und E-Gravelbikes im Test.



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