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MA48 Duke of Trash 2012

Der totale Mist: MA48 erzwang ungewollt tolles 2RC-Abschlussrennen auf der Mülldeponie!
Text: NoMan Fotos: bigair, Erwin Haiden, markusk

Stell dir vor, du träumst von einem ruhigen März-Wochenende. Nichts hackeln, faul vorm Fernseher liegen, Jomo-Rouladen in dich rein stopfen, den Duke wie seit Jahren versprochen Duke sein lassen. Und dann läutet dich die MA48 raus. „Der Start-Ziel-Bereich is fertig planiert, Parkplatz is eh noch vom Vorjahr tiptop, Wassertank, Stromgenerator und Mobilklos sind auch schon da. Und des Wetter! Oida, host den Wetterbericht g'segn? A Waunsinn! Das Essenszelt, des ma aufg'stellt ham, wer ma gar net brauchen, weil's fix net regnen wird!“

An alles hast du im Vorhinein gedacht, damit nach dem elften Duke of Trash wirklich niemand mehr nach einer Neuauflage plärrt: Keine Sauerstoffmasken, manierlichen Tierchen oder sonstige Foto-Gags, damit die Leute nach Lektüre des Bildberichts nicht immer glauben, es wäre irgendwie lustig oder anders beim Duke of Trash. Den Crossern hast du verschwiegen, dass sie aufgrund eines neuen Zusatzes im XC-Reglement mit ihren Rennlenkern nicht starten dürfen, und sie sogar noch extra eingeladen, damit möglichst viele umsonst anreisen und entsprechend ang'fressen sind. Die Nudeln hast du so kalkuliert, dass die letzten Fahrer aber garantiert keine mehr bekommen und hungrig heimfahren müssen. Side-Event wolltest du erst überhaupt keinen machen, hast dich dann aber für einen entschieden, der möglichst wenige Leute interessiert – irgendwas brauchst du schließlich als Aufmacher für dein Plakat. Zuletzt hast du sogar eine Truppe Downhiller eingeladen, bekanntlich ungehobelt im Auftreten und fürs Geradeaus- oder gar Bergauffahren nicht zu begeistern, was ordentlich ungute Stimmung garantieren sollte.
Aber dass dir ausgerechnet die Männer in Orange, deine treuesten Partner der letzten Jahre, in den Rücken fallen würden, damit hast du nicht gerechnet. Entsetzt hast du das Telefon aufgelegt und bist nach Gerasdorf gefahren. Und tatsächlich: Die gesamte Strecke haben die Arbeiter der MA48 ausgemäht, teils von Hand, weil das Gelände für ihre Mähwerke zu steil und kurvig ist. Die Löcher neben der Strecke haben sie zugeschüttet, damit sich kein Zuschauer den Hax'n bricht. Tische und Bänke haben sie aufgestellt, zwei Container für die Nummernausgabe und einen Radwaschplatz vorbereitet. Sogar die Sträucher am hintersten Ende des Müllberges haben sie geschnitten.
„Mit'n Spritzwagen werd ma a bissl öfter über die Zufahrtsstraße fahren, weil wenn's wirklich so schön wird, wie's melden, staubt's sonst z'vü in die Schrebergärten“, hat dich Peter schon am Tor voll Vorfreude grinsend empfangen. Spätestens da hast du resigniert.

Teilnehmer- und Temperaturrekord

Und so kam es, wie es kommen musste: Zum dritten Mal in Folge machte die Magistratsabteilung für Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark möglich, was anderswo in Wien aufgrund von Anrainer-Beschwerden oder logistischen Problemen unmöglich geworden war: die Austragung eines MTB-Rennens der 2RadChaoten.com in der Bundeshauptstadt.
Bei herrlichem Frühlingswetter und unglaublichen 22 Grad öffnete die MA48 am 17./18.3. die Pforten der ehemaligen Deponie Eisenbahndreieck und bescherte so 324 Mountainbikern von 4 bis 62 ein gleichermaßen unterhaltsames wie sportliches Wochenende.

Und jetzt stell dir vor, du hast einen letzten Trumpf im Ärmel: Negativ-Presse!
Du verbittest dir eine ordentliche Nachberichterstattung mit Nennung der Sieger und Platzierten und Huldigung deiner Helfer und Sponsoren. Die vielen O-Töne, die deine Redakteuse gesammelt hat, hast du sofort in den Müll geworfen. Viel zu begeistert die Stimmen der Hobbetten, viel zu schleimig die Stellungnahmen der Pros. "Voller Spaß; geiler Kurs; ideal für den Saisonanfang; Mal was Anderes als Runterfahren; es geschafft zu haben, macht stolz" ... Wen interessiert's?
All deine Hoffnungen ruhen auf dem FM4-Typen, der mit Mikro in der Hand und Angst in den Augen über den Kurs gehechelt ist. Optimistisch drehst du den Regler auf 103,8 (Anm. d. Red.: Angabe bitte gedanklich durch die jeweilige FM4-Frequenz eures Sender-Einzugsgebietes ersetzen) ...

  • Foto: Sepp EgarterFoto: Sepp Egarter
    Foto: Sepp Egarter
    Foto: Sepp Egarter

Hab das Rennen auch super gefunden, einzig die Tatsache das die Veranstalter dazu entschieden haben kein Bier zu verkaufen hat mich nach dem Rennen ein bisschen gestört, ein Radler wäre angesichts der Temperaturen schon ganz nett gewesen. Aber sportlicher is es natürlich ohne Alk.

Wie auch immer Kompliment an die Organisatoren!

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Hab das Rennen auch super gefunden, einzig die Tatsache das die Veranstalter dazu entschieden haben kein Bier zu verkaufen hat mich nach dem Rennen ein bisschen gestört, ein Radler wäre angesichts der Temperaturen schon ganz nett gewesen. Aber sportlicher is es natürlich ohne Alk.

Wie auch immer Kompliment an die Organisatoren!

 

1. Alkohol ist in unserem Fall ein schwieriges Thema. Wir haben keine Konzession und dürfen per Gesetz keinen Alk ausschenken.

 

2. Mir graut vor der Vorstellung, dass betrunkene Zuschauer die Teilnehmer-Sicherheit gefährden, bsoffen heimfahren oder mit gesunkener Hemmschwelle am Gelände zu Rauchen beginnen.

 

3. Wir besitzen keine ausreichenden Kühlmöglichkeiten und bei einem Wetter mit hohen Temperaturen regen sich die Leute dann über das prunzwarme Bier auf.

 

Punkt 2 ist sicher etwas übertrieben und für Punkt 3 gäbe es Lösungen, aber der Aufwand steht meiner Meinung nach nicht dafür. Die allgemeine Sicherheit hat oberste Priorität.

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1. Alkohol ist in unserem Fall ein schwieriges Thema. Wir haben keine Konzession und dürfen per Gesetz keinen Alk ausschenken.

 

2. Mir graut vor der Vorstellung, dass betrunkene Zuschauer die Teilnehmer-Sicherheit gefährden, bsoffen heimfahren oder mit gesunkener Hemmschwelle am Gelände zu Rauchen beginnen.

 

3. Wir besitzen keine ausreichenden Kühlmöglichkeiten und bei einem Wetter mit hohen Temperaturen regen sich die Leute dann über das prunzwarme Bier auf.

 

Punkt 2 ist sicher etwas übertrieben und für Punkt 3 gäbe es Lösungen, aber der Aufwand steht meiner Meinung nach nicht dafür. Die allgemeine Sicherheit hat oberste Priorität.

 

Absolut verständlich, wie gesagt war trotzdem ein echt cooles Rennen und ein Apfelsaft tuts letztlich auch ;)

Ahja, weiss jemand wieviel Km und Höhenmeter eine Runde ca. hatte?

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habe hier ein kleines "onboardvideo" für alle die´s nochmal erleben wollen! :D

 

 

 

Danke das ich so lange im Bild bin, hoffe ich hab dich nicht aufgehalten.:f:

 

 

der is eh triathlet und hat genug schmalz in die haxxn, hätte eh überholen können! hab extra ihm die kamera geben weil ich glaubt hab er gibt gas oder reißt an stern, aber dann war er ned weit vor mir! :D

 

übrigens zwecks länge und höhe hab ich auf meinem garmin 16km und 289 hm bei 7 runden!

macht 2,2km und 41 hm pro runde! hört sich nach nix an, war aber trotzdem fertig danach

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