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nicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je
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...bis zu ihrem Niedergang und lange darüber hinaus stand Bad Goisern und Umgebung am Wochenende im Zeichen des Marathons. Vorangemeldet zur 15. Auflage von Österreichs größtem MTB-Marathon waren rekordverdächtige 4.600 Teilnehmer, gestartet sind dann, abgeschreckt von den Wetterprognosen, exakt 3.824. In nicht enden wollenden Wellen schwappten sie ab fünf Uhr früh über das Salzkammergut - angestachelt vom Ziel, zu gewinnen, die einen, beseelt von der Hoffnung, durchzukommen, die anderen. Letzteres gelang ob des am frühen Nachmittag einsetzenden, teils heftigen Regens bei weitem nicht allen - zumal die Niederschläge die insgesamt sechs Marathonstrecken bereits tags zuvor tief und rutschig gemacht hatten. Sogar A-Sieger Ondrej Fojtik, der die 211 km in 10:37 gewann, bekam angesichts des Salzbergs Zweifel, ob er durchkommen würde. "Nach 150 Kilometern hatte ich ein Tief", gestand der Tscheche, der sein hohes Tempo aber letztlich durchziehen und sich mit 07:14 Minuten Vorsprung auf Olympiasieger Bart Brentjens und weiteren zweieinhalb Minuten auf den Deutschen Max Friedrich durchsetzen konnte. Schnellste Dame war vom Start weg die Deutsche Natascha Binder. Sie gewann in 14:06 Stunden vor der Italienerin Michaela Ton und der Deutschen Anja Dintner. Vorjahressieger Wolfgang Krenn, 80 Kilometer lang ebenfalls Mitglied der Führungsgruppe, musste in Bad Ischl aufgeben. Vermutlich war's ein grippaler Infekt, der den sichtlich enttäuschten Liezener mit Krämpfen und "bei 145 abriegelndem Puls" vom Fahrrad zwang. Wie dem Team Zwillingscraft-Fahrer erging es insgesamt 55 AthletInnen, darunter der bis Hallstatt gut auf Kurs liegende Ex-Skispringer Andreas Goldberger, und Local Bernhard Windhager, der in der Hochmuth-Abfahrt stürzte und mit Schulterbruch - übrigens die einzige schwere Verletzung des gesamten Wochenendes - ins Krankenhaus eingeliefert werden musste Weitere 34 A-Starter scheiterten an den Zeitlimits - macht in Summe 287 Finisher auf der Extrem-Distanz! Soukup gewinnt B-Strecke Die mit Teilnehmern wie dem mehrfachen finnischen Meister Jukka Vastaranta, dem früheren Armstrong-Edelhelfer Roberto Heras oder dem ehemaligen Goisern-Sieger Roman Rametsteiner prominent besetzte 119-Kilometer-Distanz bekam im letzten Moment einen Favoriten mehr: Der Olympia-Sechste Christoph Soukup entschloss sich, nachzumelden und führte das Feld auch alsbald gemeinsam mit Jukka Vastaranta und Überraschungsmann Herman Pernsteiner an. Nach dem Salzberg, den der Hitec-Racer zwar durchfuhr, allerdings "in Schlangenlinien", setze sich der 14-fache österreichische Staatsmeister von seinen Verfolgern ab und gewann mit der ersten Siegerzeit unter 5 Stunden seit Gilberto Simoni 2008: Bei 4:59,56 blieb die Uhr stehen, gute sieben Minuten später fuhr Vastaranta ein, Pernsteiner folgte in 5:10. Bei den Damen entwickelte sich ein spannender Dreikampf zwischen Marathon-Staatsmeisterin Verena Krenslehner aus Tirol, der Oberösterreicherin Sabine Sommer und der Deutschen Barbara Kaltenhauser. Anfangs noch etwas zurück, konnte sich die Corratec-Fahrerin zu Halbzeit an Krenslehner vorbeischieben, wurde von dieser zurücküberholt, parierte erneut und zog schließlich mit einem starken Finish an der bis dahin führenden Freistädterin vorbei, um gut vier Minuten Vorsprung ins Ziel zu bringen (Fahrzeit: 6:21).
Distanz C Herren 1) Fischbacher Hannes, 3:22:11 - 2) Huber Andreas, 3:23:47 - 3) Bachman Milan, 3:31:11Distanz C Damen1) Pleyer Lisa, 3:52:36 - 2) Schneider Sabine, 4:13:44 - 3) Emberger Margareta, 4:21:21Distanz D Herren1) Hochenwarter Uwe, 2:16:47 - 2) Zöger Manfred, 2:19:18 - 3) Moitzi Christian, 2:19:19Distanz D Damen1) Kollmann Christina, 2:40:51 - 2) Deubler Martine, 2:40:53 - 3) Krenn Irina, 2:55:51Distanz E Herren1) Mick Christoph, 1:33:36 - 2) Müller Jonas, 1:35:04 - 3) Wetzelberger Philipp, 1:35:18Distanz E Damen1) Niederacher Franziska, 1:59:20 - 2) Lechner Lisa, 2:05:50 - 3) Smejkalová Natalie, 2:05:56Distanz F Herren1) Schemmel Daniel, 0:56:56 - 2) Hausmann Werner, 0:58:17 - 3) Pfundstein Matthias, 0:59:37Distanz F Damen1) Glanz Katharina, 1:12:35 - 2) Reisenbacher Julia, 1:12:38 - 3) Feldhammer Iris, 1:15:02
Wie immer war's mit sechs Marathons, diversen Show-Einlagen, großzügiger Expo samt Teststrecke und durchgehendem Rennbetrieb von 5 Uhr früh bis 21:30 nachts aber noch nicht getan. Mehr als 900 freiwillige Helfer sorgten nicht nur dafür, dass der Renntag selbst, den am Nachmittag widrigen Bedingungen zum Trotz, zu einem wahren Volksfest wurde.Bei der am Freitag erstmals veranstalteten Ö3-Disco zeigten die Einheimischen ebenfalls vollen Einsatz bis in die frühen Morgenstunden, und tags darauf stand eine kleinere Abordnung von Freiwilligen bei strömendem Regen und kühlen Temperaturen gemeinsam mit 16 Unbeirrbaren erneut zu einer Premiere parat – schließlich stand der Hillclimb hinauf zum Predigtstuhl am Programm! Bernhard Eisl und Sabine Schneider krönten sich zu den ersten Siegern dieses neuen Side Events.Deutlich mehr, nämlich 66 Verwegene, stürzten sich am Nachmittag auf gleicher Strecke, allerdings gegengleich und mit nur einem Rad, bergab. Der Tscheche Jakub Rulf und die Österreicherin Cornelia Panozzo, letztere hauchdünne zwei Zehntel vor Landsfrau Tina Pötz, gewannen den Einrad-Downhill.Die unbestrittenen Stars des Tages waren aber einmal mehr die Nachwuchsfahrer. Über 300 Teilnehmer warfen sich in den Kategorien U5 bis U17 mit Todesverachtung ins Getümmel, scheuten weder Wind und Wetter noch Überholmanöver oder Bodenkontakt und arbeiteten – auch materialmäßig (Schnuller! Stützräder!) mit allen Mitteln. Selber schuld, wer das verpasste!
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