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Wahoo TRACKR Radar im Test

Wahoo TRACKR Radar im Test

08.04.26 06:28 1.935Text: NoPain
Martin Ganglberger

Größe: 175 cm
Schrittlänge: 84 cm
Gewicht: 70 kg
Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt

Klicke für alle Berichte von NoPain
Fotos: Erwin Haiden
Der Wahoo TRACKR Radar liefert zuverlässige Fahrzeugerkennung, starke Lichtleistung und eine überzeugende Akkulaufzeit. Kleine Schwächen bei Halterung und App-Anbindung trüben den insgesamt sehr guten Eindruck kaum.08.04.26 06:28 2.714

Wahoo TRACKR Radar im Test

08.04.26 06:28 2.71424 Kommentare NoPain
Martin Ganglberger

Größe: 175 cm
Schrittlänge: 84 cm
Gewicht: 70 kg
Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt

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Erwin Haiden
Der Wahoo TRACKR Radar liefert zuverlässige Fahrzeugerkennung, starke Lichtleistung und eine überzeugende Akkulaufzeit. Kleine Schwächen bei Halterung und App-Anbindung trüben den insgesamt sehr guten Eindruck kaum.08.04.26 06:28 2.714

Nach dem Umstieg auf die beiden Wahoo ELEMNTs Bolt 3 und Roam 3 bin ich fast wunschlos glücklich: Ein Komfortgewinn auf nahezu ganzer Linie. Die Geräte überzeugen mit entspiegelten TFT-Displays, intuitiver Bedienung, guter Haptik, langer Akkulaufzeit sowie Features wie Navigation mit Re-Routing, Anstiegserkennung und kostenlosen Karten, beim ROAM 3 kommt zusätzlich der Touchscreen hinzu. Schwachpunkte waren das bei starker Sonneneinstrahlung schwer ablesbare Display sowie die (für lange Zeit) fehlende Möglichkeit, den Radcomputer mit dem großartigen Garmin Varia zu koppeln. Letzterer Punkt war für mich das größte Manko, aber Wahoo hat reagiert.

Mit dem TRACKR Radar brachte Wahoo im Vorjahr sein erstes Rücklicht mit integriertem Radarsystem auf den Markt - und das durchaus mit Ambitionen. Der Newcomer soll nicht nur mit Platzhirsch Garmin mithalten, sondern mit cleveren Features, guter Akkulaufzeit und tiefer Integration ins Wahoo-Ökosystem eine eigene Fangemeinde aufbauen. Doch wie schlägt sich das System im Alltag?

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Technik, Design und Montage

Optisch bleibt Wahoo dem gewohnt schlichten Stil treu: schwarz, kompakt, funktional. Mit einem angegebenen Gewicht von 99 Gramm (inklusive Halterung) liegt der TRACKR auf Augenhöhe mit dem Garmin Varia RTL515. Die Maße von 90 mm Höhe, 42 mm Breite und 82 mm Tiefe (inkl. Halter) fallen etwas wuchtiger aus, was durch die markante Dual-LED-Optik zusätzlich unterstrichen wird.

Montiert wird der TRACKR über das hauseigene Haltersystem, das leider nicht zu 100% mit Garmin-kompatiblen Sattelschienenhaltern harmoniert. Grund sind minimal unterschiedliche Montagenasen – ärgerlich, vor allem für alle, die bereits integrierte Lösungen nutzen. Je nach Setup kann es sich lohnen, den Garmin-Adapter gegen einen Wahoo-Adapter zu tauschen. In unserem Fall hat das problemlos funktioniert, da die Adapter meist mit zwei identischen Schrauben befestigt sind.

Alternativ liegt ein Universaladapter für runde, D-förmige und Aero-Sattelstützen bei, inklusive unterschiedlich langer Gummistraps. Die Montage ist stabil, aber nicht ganz so elegant wie bei der Konkurrenz.

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Wahoo TRACKR-Radar

Beschreibung
Technologie All-in-One-Rücklicht und Radar mit Dual LED Design für maximale Helligkeit
Zulassung In Deutschland nicht zugelassen im Bereich der StVZO!
Features Vehicle Detection: Weist darauf hin, wenn sich Fahrzeuge bis zu 150 m von hinten nähern
In-Ride Alerts: Echtzeitbenachrichtigungen auf ELEMNT-Fahrradcomputern, kompatiblen Fahrradcomputern und Fitnessuhren
Mode Memory: Speichert den zuletzt verwendeten Lichtmodus für die nächste Fahrt
Brake Light: Erhöht die Leuchtkraft beim Bremsen, um den sich nähernden Verkehr zu warnen
Quick Alert: Ein kontinuierliches Blinkmuster signalisiert, wenn ein Auto in den Erfassungsbereich des Radars eintritt
Battery Extender Mode: Verringert die Leuchtkraft, um den Akku zu schonen, wenn keine Fahrzeuge erkannt werden
Energiequelle Lithium-Ionen-Akku
Light Modes High Steady 21 Lumen / max. 10 Stunden, Low Steady 10 Lumen / max. 15 Stunden, High Flash 53 Lumen / max. 15 Stunden, Low Flash 18 Lumen / max. 20 Stunden
Konnektivität Bluetooth 5.0 ANT+ Smart Light Control und Wahoo App Control ermöglichen Steuerung und Anpassung der Lichtmodi
Kompatibilität Verbindet sich mit Wahoo ELEMNT-Fahrradcomputern und ausgewählten anderen Fahrradcomputern und Fitnessuhren
Halterungen Das Gerät ist kompatibel mit Wahoo-Aufnahmen, eine universale Halterung für die gängigsten Sattelstützenformen befindet sich im Lieferumfang
Konstruktion IPX7-konform: bis zu 1 Meter für 30 Minuten wasserfest
Abmessungen 90 x 42 x 82 mm (inkl. Halter)
Farbe schwarz
Gewicht 99 Gramm inklusive Halter und langem Gummispannband
Lieferumfang TRACKR Radar & Mount, Gummispannbänder (kurz & lang), Mount-Adapter (rund, D-Shape, flach), Ladekabel, Kurzanleitung
Preis (UVP) € 199,99

Funktionen im Überblick

Das System nutzt eine ANT+-Radarfunktion, die herannahende Fahrzeuge bis zu 150 Meter Entfernung bei einem horizontalen Erfassungswinkel von 35 Grad erkennt. Kombiniert wird das mit einem Dual-LED-Rücklicht aus Haupt-LED und seitlichen Leuchten für bessere Sichtbarkeit aus mehreren Winkeln.

Zusätzliche Features wie Quick Alert (intensiveres Blinken bei Annäherung), ein automatisches Bremslicht bei Verzögerung sowie Battery Extender Mode und Mode Memory erhöhen Sicherheit und Effizienz im Betrieb.

Der TRACKR ist vollständig ANT+-kompatibel und funktioniert daher nicht nur mit Wahoo ELEMNT-Geräten, sondern auch mit Garmin Edge, Hammerhead Karoo und vielen anderen Radcomputern. Sein volles Potenzial entfaltet er allerdings im Wahoo-Ökosystem, etwa bei Darstellung und Steuerung der Lichtmodi.

Die Leuchte ist nach IPX7 wasserdicht und bietet eine Akkulaufzeit von bis zu 16 Stunden im Dauerlichtmodus bzw. rund 11 Stunden bei aktivem Radar und Blinklicht. Die Bedienung erfolgt entweder direkt über den Knopf am Gerät oder über einen Wahoo ELEMNT Fahrradcomputer. Die Wahoo-App dient ausschließlich zur Konfiguration und für Firmware-Updates – eine Smartphone-basierte Radaransicht wie bei Garmin gibt es nicht.

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In der Praxis: Radarerkennung & Lichtleistung

Nach mehreren Monaten intensiver Nutzung am Gravelbike (mit eingeschränktem Einsatz auf öffentlichen Straßen) und am Rennrad (ausschließlich auf öffentlichen Straßen) zeigt sich: Der Wahoo TRACKR erkennt Fahrzeuge ebenso zuverlässig wie der Garmin Varia. Die Warnungen erscheinen frühzeitig am Display, ohne Fehlalarme oder Aussetzer. Der Erfassungswinkel ist allerdings minimal schmaler, was auf kurvigen Straßen oder bei überholenden Gruppen zu leicht verzögerten Anzeigen führen kann.

Auch die Lichtleistung weiß zu überzeugen - sie ist bei Tageslicht gut sichtbar, nachts sowieso. Die seitlichen LEDs bringen ein spürbares Plus an Sicherheit im Querverkehr oder in Kreisverkehren. Besonders gelungen ist der Quick-Alert-Modus: Das Licht blinkt intensiver, sobald sich ein Fahrzeug nähert – das spart Energie und erhöht die Sichtbarkeit genau dann, wenn es darauf ankommt. Das Bremslicht-Feature funktionierte im Test laut Mitfahrern zuverlässig und ist mehr als nur ein nettes Extra.

Die akustische Warnung kann situationsabhängig sinnvoll sein. Am Gravelbike im Waldviertel, wo sie selten ausgelöst wird, passt sie gut, im dichten Straßenverkehr wird sie hingegen schnell lästig – hier empfiehlt es sich, sie vorab zu deaktivieren. Der optische Balken und die Farbhinweise reichen völlig aus, sofern der Radcomputer gut im Sichtfeld positioniert ist.

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Fazit

Wahoo TRACKR Radar
Modelljahr: 2025
Testdauer: 3 Monate
Preis: € 199,99 UVP
+ Gute Sichtbarkeit durch Dual-LEDs
+ Sehr zuverlässige Fahrzeugerkennung
+ Lange Akkulaufzeit mit USB-C
+ Bremslicht und automatische Helligkeitsanpassung
o Keine App-Anzeige
- Proprietäres Halterungssystem
- Größer und schwerer als der Varia
- Relativ hoher Preis
BB-Urteil: Sicher, hell, zuverlässig – der Wahoo TRACKR macht vieles richtig.

Mit dem TRACKR Radar gelingt Wahoo ein überzeugender Einstieg in den Bereich der Fahrrad-Radarsysteme. Das Gerät punktet mit präziser Fahrzeugerkennung, durchdachten Lichtmodi und hoher Alltagstauglichkeit. Features wie Bremslicht und automatische Helligkeitsanpassung sind nicht nur Marketing, sondern funktionieren auch im Praxiseinsatz.

Abstriche gibt es bei der Montagekompatibilität und der fehlenden Smartphone-Anzeige. Auch das etwas klobigere Gehäuse dürfte nicht jedem gefallen.

Wer bereits im Wahoo-Ökosystem unterwegs ist, bekommt mit dem TRACKR eine starke Alternative zum Garmin Varia mit Vorteilen bei Akku und Licht. Insgesamt ist der TRACKR ein durchdachtes, sicheres und zukunftsfähiges Produkt für alle, die regelmäßig auf der Straße fahren.

Für Garmin Edge-User gilt hingegen weiterhin: Wer maximale Integration und App-Anbindung sucht, ist mit dem Garmin Varia vermutlich besser beraten.

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Geschrieben
Der Wahoo TRACKR Radar liefert zuverlässige Fahrzeugerkennung, starke Lichtleistung und eine überzeugende Akkulaufzeit. Kleine Schwächen bei Halterung und App-Anbindung trüben den insgesamt sehr guten Eindruck kaum.



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Geschrieben

Ich verwende den Radar seit mehreren Monaten und fühle mich damit etwas sicherer als "hinten nackt" :) Ich hatte bis jetzt nur 1x eine falsch negative Meldung, also nicht gemeldet wenn Auto daherkommt.

Da hat er sich scheinbar aufgehangen. Ansonsten funtioniert das Teil einwandfrei.

Ich habe den Radar am Rad meiner Frau, die immer hinter mir herumgondelt, montiert und mit beiden Wahoo´s Roam verbunden. Funktioniert dadellos. 

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Geschrieben

Ich frage mich bei diesen Radar-Systemen immer, was genau mir der Informationsgehalt am Tachodisplay an Mehrwert bringt. Ich weiß dass sich ein Auto von hinten annähert...nachdem ich grundsätzlich nahe des Randstreifens fahre könnte ich daher nicht noch weiter rechts fahren. Geht es ums "nicht-Erschrecken"?  Egal ob auf stark oder wenig stark befahrenen Straßen, es bleibt immer ein Risiko dass jemand mich als Radfahrer nicht erkennt weil er geblendet, am Handy hantiert, oder am Touchdisplay Armaturenbrett grade herumdrückt und abgelenkt ist. Ich habe darauf keinen Einfluss mit Radar oder ohne. 

Was ich allerdings seit Jahren immer verwende ist das Bontrager/Trek Flare Flashlight Rücklicht. Es gibt mir damit mehr Gefühl von Sicherheit weil es auch am Tag von der Ferne gut zu erkennen ist, damit hoffe ich dass mich auffahrende Verkehrsteilnehmer rechtzeitig wahrnehmen und mit genügend Abstand an mir vorbeifahren oder nötigenfalls rechtzeitig hinter mir bremsen und warten bis sie vorbei können.

 

Ein gewisses ungutes Gefühl bleibt, mit normalen Rücklicht oder auch bei Radar wäre es nicht anders. 

Geschrieben

ich hätte noch eine Frage zum Laden während der Fahrt.

Wenn ich mein Varia an eine externe Stromquelle anschließe, dann stellt es die Funktion ein und beschränkt sich aufs laden. Ist das beim Wahoo auch so oder kann es während der Fahrt auch geladen werden?

Geschrieben
vor 25 Minuten schrieb Markus78:

Ich frage mich bei diesen Radar-Systemen immer, was genau mir der Informationsgehalt am Tachodisplay an Mehrwert bringt. Ich weiß dass sich ein Auto von hinten annähert...nachdem ich grundsätzlich nahe des Randstreifens fahre könnte ich daher nicht noch weiter rechts fahren. Geht es ums "nicht-Erschrecken"?  Egal ob auf stark oder wenig stark befahrenen Straßen, es bleibt immer ein Risiko dass jemand mich als Radfahrer nicht erkennt weil er geblendet, am Handy hantiert, oder am Touchdisplay Armaturenbrett grade herumdrückt und abgelenkt ist. Ich habe darauf keinen Einfluss mit Radar oder ohne. 

Was ich allerdings seit Jahren immer verwende ist das Bontrager/Trek Flare Flashlight Rücklicht. Es gibt mir damit mehr Gefühl von Sicherheit weil es auch am Tag von der Ferne gut zu erkennen ist, damit hoffe ich dass mich auffahrende Verkehrsteilnehmer rechtzeitig wahrnehmen und mit genügend Abstand an mir vorbeifahren oder nötigenfalls rechtzeitig hinter mir bremsen und warten bis sie vorbei können.

 

Ein gewisses ungutes Gefühl bleibt, mit normalen Rücklicht oder auch bei Radar wäre es nicht anders. 

Vollkommen richtig!

Geschrieben
vor 23 Minuten schrieb Markus78:

Ich frage mich bei diesen Radar-Systemen immer, was genau mir der Informationsgehalt am Tachodisplay an Mehrwert bringt. Ich weiß dass sich ein Auto von hinten annähert...nachdem ich grundsätzlich nahe des Randstreifens fahre könnte ich daher nicht noch weiter rechts fahren. Geht es ums "nicht-Erschrecken"?  Egal ob auf stark oder wenig stark befahrenen Straßen, es bleibt immer ein Risiko dass jemand mich als Radfahrer nicht erkennt weil er geblendet, am Handy hantiert, oder am Touchdisplay Armaturenbrett grade herumdrückt und abgelenkt ist. Ich habe darauf keinen Einfluss mit Radar oder ohne. 

Was ich allerdings seit Jahren immer verwende ist das Bontrager/Trek Flare Flashlight Rücklicht. Es gibt mir damit mehr Gefühl von Sicherheit weil es auch am Tag von der Ferne gut zu erkennen ist, damit hoffe ich dass mich auffahrende Verkehrsteilnehmer rechtzeitig wahrnehmen und mit genügend Abstand an mir vorbeifahren oder nötigenfalls rechtzeitig hinter mir bremsen und warten bis sie vorbei können.

 

Ein gewisses ungutes Gefühl bleibt, mit normalen Rücklicht oder auch bei Radar wäre es nicht anders. 

bei mir ist es so, dass ich je nach verkehrslage (kommt gegenverkeher / verkehrsinsel / fahrbahnschäden etc) näher in richtung fahrbahnmitte fahr um dem kommenden fahrzeug den somit (für mich) gefährlichen überholvorgang zu erschweren. entgegen vermutlicher intuition funktioniert das tatsächlich sehr gut, meiner erfahrung nach wird man mit extremem rechts fahren garnicht als verkehrsteilnehmer wahrgenommen. und auch bei längeren bundesstraßen abschnitten bleibt man konzentrierter bei unerwarteten überholmanövern.

besonders bei alleinfahrten würd ich nur ungern ohne radar fahren.

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Geschrieben (bearbeitet)
vor 5 Stunden schrieb Markus78:

Ich frage mich bei diesen Radar-Systemen immer, was genau mir der Informationsgehalt am Tachodisplay an Mehrwert bringt. 

Aus Erfahrung kann ich mehrere Vorteile nennen die einen nicht bloß gefühlten Sicherheitsgewinn bringen:

  1. Ich kanndurch die Warnung sehr wohl selbst auch (re)agieren:
    • selber beide Hände am Lenker und nicht zu Trinkflasche, Tacho, Proviant etc. greifen
    • ich stelle dann oft über Schulterblick Blickkontakt her, dadurch wird man irgendwie eher "ernst" genommen, lenkt auch automatisch ein bissl zur Straßenmitte und erreicht damit den von @used_shoe beschriebenen Effekt. Meine Evidenz dazu aus Beobachtung ist inwischen sehr solide.
    • ich sehe auch ob es ein oder mehrere Autos sind. Mein Fokus gilt dann oft weniger dem direkt hinter mir als den ungeduldigen Verfolgern, die sich erfahrungsgemäß oft trotz nahendem Gegenverkehr noch knapp vorbeiquetschen wollen.
    • Bei Gegenverkehr wie beschrieben nicht ganz am Rand, um nicht zum extraknappen Vorbeifahren einzuladen,
  2. es intensiviert bei Annäherung eines Fahrzeugs den Blinkmodus. Das erhöht die Sichtbarkeit noch und ist mMn schon ein Sicherheitsgewinn. Ich registriere das auch als Autofahrer und sogar ein nicht radelnder Kollege hat das schon bemerkt und mich danach gefragt.
  3. mit der gratis "Smart Bike Lights"-App (so heißts zumindest  für Garmin) kann man das Varia sogar so programmieren, dass es (tagsüber) grundsätzlich aus ist und erst bei Annäherung zu Blinken beginnt. Noch auffälliger und außerdem Akku sparend an sehr langen Tagen.
Bearbeitet von BikeBär
Geschrieben (bearbeitet)
vor 15 Stunden schrieb BikeBär:

 

  1. mit der gratis "Smart Bike Lights"-App (so heißts zumindest  für Garmin) kann man das Varia sogar so programmieren, dass es (tagsüber) grundsätzlich aus ist und erst bei Annäherung zu Blinken beginnt. Noch auffälliger und außerdem Akku sparend an sehr langen Tagen.

 

Nutzt du diese Funktion bzw. was sind deine Erfahrungen damit? Scheint ja etwas aufwändiger zu sein, diese Funktion über die App zu aktivieren oder irre ich da?

Bearbeitet von Blackburger
Geschrieben
Am 8.4.2026 um 09:17 schrieb Meister-Yoda:

ich hätte noch eine Frage zum Laden während der Fahrt.

Wenn ich mein Varia an eine externe Stromquelle anschließe, dann stellt es die Funktion ein und beschränkt sich aufs laden. Ist das beim Wahoo auch so oder kann es während der Fahrt auch geladen werden?

noch ein Versuch, hat es schon wer versucht, den TRACKR während des Betrieb zu laden?

Das funktioniert ja beim Varia nicht. Wenn das möglich wäre, würde ich mir einen bestellen.

Geschrieben (bearbeitet)
Am 9.4.2026 um 06:28 schrieb Blackburger:

Nutzt du diese Funktion bzw. was sind deine Erfahrungen damit? Scheint ja etwas aufwändiger zu sein, diese Funktion über die App zu aktivieren oder irre ich da?

Ja es is nicht grad besonders nutzerfreundlich sondern eher was für Kommandozeilen-Nerds, aber ich hab's nach ein bissl Einarbeitung und Probieren innerhalb eines Abends geschafft. Leider hab ich mir damals keine Notizen abgespeichert.

 

Am 8.4.2026 um 22:55 schrieb NoPain:

Ich sehe oft die Autos am Tacho viel früher, als ich sie akustisch wahrnehme. Wind…

Das sowieso.

Und ich hab gestern - sensibilisiert durch diese Diskussion - wieder bewusster folgendes wahrgenommen: es is etwas schwer zu beschreiben, aber das Radar nützt mir nicht nur wenn es piepst, sondern is permanent ein Rückspiegelersatz. Man hat einfach kontnuierlich das Verkehrsgeschehen hinter sich präsent und baut das mit der Zeit halbautomatisiert in viele kleine Entscheidungen auf der Straße ein. Etwa so wie man als halbwegs geübter Autofahrer auch immer zumindest periphär die Rückspiegel im Blick hat und nicht nur vor einem Spurwechsel reinschaut. So mach ich zB guten Gewissens und ohne Angst kleine Schlenkerer um Schlaglöcher und Kanaldeckel wenn ich alleine bin (oder lass es eben bleiben wenn sich grad von hinten schnell ein Auto nähert).

Disclaimer: Das geht natürlich nur, wenn das Ding zu 100,0% verlässlich ist, was ich vom Varia nach einigen Jahren definitiv sagen kann (und es klingt nicht so als ob das Wahoo in dem Punkt schlechter wäre).

 

Bearbeitet von BikeBär
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Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb BikeBär:

Und ich hab gestern - sensibilisiert durch diese Diskussion - wieder bewusster folgendes wahrgenommen: es is etwas schwer zu beschreiben, aber das Radar nützt mir nicht nur wenn es peipst, sondern is permanent ein Rückspiegelersatz. Man hat einfach permanent in das Verkehrsgeschehen hinter sich präsent und baut das mit der Zeit halbautomatisiert in viele kleine Entscheidungen auf der Straße ein. Etwa so wie man als halbwegs geübter Autofahrer auch permanent zumindest periphär die Rückspiegel im Blick hat und nicht nur vor einem Spurwechsel reinschaut. So mach ich zB guten Gewissens und ohne Angst kleine Schlenkerer um Schlaglöcher und Kanaldeckel wenn ich alleine bin (oder lass es eben bleiben wenn sich grad von hinten schnell ein Auto nähert).

Disclaimer: Das geht natürlich nur, wenn das Ding zu 100,0% verlässlich ist, was ich vom Varia nach einigen Jahren definitiv sagen kann (und es klingt nicht so als ob das Wahoo in dem Punkt schlechter wäre).

+1 genau so ist es auch bei mir

Geschrieben (bearbeitet)
vor 11 Stunden schrieb BikeBär:

es is etwas schwer zu beschreiben, aber das Radar nützt mir nicht nur wenn es peipst, sondern is permanent ein Rückspiegelersatz. Man hat einfach permanent in das Verkehrsgeschehen hinter sich präsent und baut das mit der Zeit halbautomatisiert in viele kleine Entscheidungen auf der Straße ein.

Volle Zustimmung, besser hätte ich es auch beschreiben können.

 

Was aus meiner Sicht noch ein Punkt ist, der bisher nicht gefallen ist:

Das "dynamische blinken" (zB von Dauerlicht auf blinken bei der Annäherung eines Fahrzeugs) sorgt dafür, dass man deutlich besser wahrgenommen und gefühlt mit mehr Abstand überholt wird.

 

Ich war anfangs selbst skeptisch und habe ihn sehr günstig auf willhaben geschossen, seitdem fahr ich nicht mehr ohne. 

Bearbeitet von Claire_Anlage
Geschrieben
Am 9.4.2026 um 06:28 schrieb Blackburger:

 

Nutzt du diese Funktion bzw. was sind deine Erfahrungen damit? Scheint ja etwas aufwändiger zu sein, diese Funktion über die App zu aktivieren oder irre ich da?

Hier wird alles sehr gut erklärt. Der fertige Code ist in der Beschreibung unterhalb. Hab es mit meinem alten Edge 510 verwendet. Bei Wahoo kannst es fürs Radar sowieso einstellen wie du willst.

 

Geschrieben

Viele interessante Aspekte, die scheinbar dann unterbewusst ablaufen und noch mehr Gefühl von Sicherheit geben. Eine gewisse Restangst bleibt in mir trotzdem bei herannahendem Verkehr, egal ob ich weiter Richtung Fahrbahnmitte oder näher bei Randlinie fahre. Aber so ist es halt auf der öffentlichen Straße mit dem Rad. Dessen muss man sich einfach bewusst sein.

Ohne mein Dauerblinklicht hinten würde ich nicht mehr ausfahren.

Geschrieben
Am 10.4.2026 um 10:41 schrieb Mucki:

Hier wird alles sehr gut erklärt. Der fertige Code ist in der Beschreibung unterhalb….

Hat funktioniert danke. Den fertigen Code hab ich nicht genommen sondern einen für die Blinkfunktion erstellt. 

Geschrieben

Ich habe bereits die erste Varia Version getestet und für mich entschieden, daß das nix für mich ist.

 

Die Anzeige der kommenden Autos streßt mich mehr als ohne Anzeige oder akustischem Alarm.

 

Ich verwende dafür fast immer ein Lupine Rücklicht mit Bremsfunktion, das funktioniert für mich top.

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb zinthauer:

Ein kl. blinkendes Frontlicht halte ich eigentlich für unerlässlich, speziell bei Walddurchfahrten, Gegenlicht etc. 

Ist nur leider StVO-widrig und ehrlich gesagt empfinde ich persönlich das als entgegenkommender Verkehrsteilnehmer auch eher irritierend (im Gegensatz zum rot blinkenden Rücklicht).

 

Geschrieben
vor 9 Minuten schrieb BikeBär:

Ist nur leider StVO-widrig und ehrlich gesagt empfinde ich persönlich das als entgegenkommender Verkehrsteilnehmer auch eher irritierend (im Gegensatz zum rot blinkenden Rücklicht).

 

Die StVo ist mir diesbezüglich gleichgültig- ich mag einfach nicht abgeschossen werden und der Unterschied der Sichtbarkeit bei wechselnden Lichtverhältnissen ist enorm

Geschrieben (bearbeitet)
vor 6 Stunden schrieb zinthauer:

Die StVo ist mir diesbezüglich gleichgültig- ich mag einfach nicht abgeschossen werden und der Unterschied der Sichtbarkeit bei wechselnden Lichtverhältnissen ist enorm

Das ist Dir natürlich unbenommen, ich wollts nur erwähnen, weil Du es als "unerlässlich" empfohlen hattest. 

 

Die StVO muss halt die Sicherheit für alle möglichst gut gestalten, und da is heller - greller - flashiger nur bis zu einem gewissen Grad sinnvoll. Denn wenn ein Autofahrer bei schlechter Sicht einen Fußgeher am rechten Straßenrand übersieht, weil er von Deinem entgegen kommenden Blinklicht irritiert oder abgelenkt ist, is insgesamt nix gewonnen. Könnte Dir in so einem Extremfall sogar eine Teilschuld an einem Unfall einbringen.

Wo man die Grenze zieht, kann man natürlich lange diskutieren. Die Deutschen zB erlauben uns ja nicht mal blinkende Rücklichter.

Bearbeitet von BikeBär
Geschrieben (bearbeitet)

BikeBär hat da schon recht. Die blinkenden Lichter nerven und stressen. Wieso nicht einfach ein normales Frontlicht, welches einfach leuchtet? Dann wird man genauso gut gesehen und das Gegenüber wird nicht irritiert. 

Bearbeitet von nestor
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