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Almgenuss mit Schlemmerplus - Biken im Lungau

Einatmen. Ausatmen. Einatmen. Ausatmen. Die würzige Morgenluft bis in die letzte Lungenspitze treiben. Und davon beflügelt werden wie normal nur von Zucker, Endorphin oder Koffein. Lungauer Bio-Doping, gratis und nebenwirkungsfrei. Obwohl: Süchtig werden könnte man durchaus, nach dieser wohlriechenden Mischung aus Sauerstoff, Lärchenholz und Wiesengrün.
So und ähnlich kreisen die Gedanken, während wir uns allmählich höher schrauben. Ausgehend vom Murtal, dem westlichsten der sternförmig, wie die Speichen eines Rades, aufgefächerten Seitentäler des Lungau, wollen wir heute den Katschberg erklimmen. 730 Höhenmeter gilt es hierfür vorerst am Stück zu überwinden - die absolut lohnende und deshalb dringend empfohlene 150-Hm-Fleißaufgabe zur Stöcklalm noch nicht eingerechnet. Danach noch ein wenig über die Rücken von Tschaneck und Aineck surfen, und schon ist Etappe drei von vier der Lungau Extrem geschafft.

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Die Mehrtagestour mit dem respekteinflößenden Namen wurde 2014 im Zuge der Neuverhandlung des MTB-Wegenetzes ins Leben gerufen. Auf ihren 158 Kilometern und mehr als 7.000 Höhenmetern besucht sie beinahe alle Täler und viele Berge dieses auf 1.000 m Höhe gelegenen Beckens, bekannt als sonnenreichstes Gebiet Österreichs. Und doch hat die Rundfahrt durch die südlichste Region Salzburgs mit Extremismus herzlich wenig zu tun. Vielmehr geht es hier um differenzierte Wahrnehmung und zelebrierten Genuss, landschaftlichen Zauber, kulinarische Reize, entschleunigtes Dasein, gelebte Tradition - kurz und gut: um Tiefenentspannung am Rad. Einatmen. Ausatmen. Einatmen. Ausatmen.

Die nächste Kehre, die nächste Gerade. Einatmen. Ausatmen. Ein*schnapp*atmen. Aus*press*atmen. Nicht immer gestatten Steigung und Untergrund den Verbleib im rollenden Meditationsmodus. Passagen wie das fiese Finale zur Trogalm oder der letzte Stich vor der heutigen Mittagsrast zwingen uns sogar vom Rad – schwer schnaufend, leicht schielend. Daher also der Name Lungau Extrem?

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 Man könnte süchtig werden nach dieser wohlriechenden Mischung aus Sauerstoff, Lärchenholz und Wiesengrün. 

Lungauer Bio-Doping
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Auf der Terrasse der Pritzhütte entwickeln wir hierzu wenig später eine andere Theorie: Die Bezeichnung muss von alledem stammen, was uns hier von morgens bis abends aufgetischt wird. Denn das spannt einen Bogen von „extrem vielfältig“, wie das Frühstücksbuffet des Sport-, Wellness- und Gourmethotels Eggerwirt in St. Michael, über „extrem kreativ“, wie die Brettljause auf der Wildbachhütte, bis zu „extrem aromatisch“, wie das Abendessen aus der Jahrhunderte alten Rauchkuchl des Romantikhotels Wastlwirt.

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Ganz abgesehen von einer Spezialität, die uns schon vorab als „extrem nahrhaft“ beschrieben wurde und sich zu unserem Unheil beim Verkosten auf der Pritzhütte auch noch als „extrem gut“ herausstellt: das Lungauer Rahmkoch.
Hergestellt aus allem, was Gott dem figurbewussten Menschen verboten hat, pflegte diese auch als „Almmarzipan“ bekannte Süßspeise früher die schwer schuftenden Knechte, Mägde und Waldarbeiter zu ernähren. Heute ist die – auf jeder Hütte etwas anders zubereitete – Masse aus Butter, Zucker, Mehl, Rahm, Rosinen, Rum und Gewürzen wie Anis oder Zimt des Radfahrers Verderben. Zumindest, wenn nach ihrem Verzehr, anders als vom verschmitzt grinsenden Local Franz Pichler versprochen, doch noch der eine oder andere Höhenmeter kommt …

Good to know: Slow Food

Die täglichen Sensationen unserer Schlemmerreise - aufgetischt beim Eggerwirt, serviert von des Wastlwirts Kellerei, angeboten auf den Hütten und Almen der gesamten Region - kommen nicht von ungefähr. Der Lungau ist eine Genussregion, sowohl im eng gefassten Sinn der geschützten Dachmarke von Lebensministerium und AMA (nämlich mit seinem Qualitätskartoffel genannt "Eachtling"), als auch im weiteren Sinne einer Gegend, in der kulinarische Köstlichkeiten selbstverständlicher Bestandteil des Lebens sind.
Wieviel Geschmack aber selbst in den einfachsten Dingen stecken kann, und was es braucht, um ihn zur Entfaltung zu bringen (vorrangig Zeit, Geduld und Naturbelassenheit), zeigten unsere Besuche in der Schaukäserei Fötschlalm (erwinbauer@gmx.at) in Gruben bei Thomatal und am Biobauernhof Sauschneider in St. Margarethen.

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In der einen stellt Erwin Bauer seit 2011 Weich- und Schnittkäse aus hauseigenen Produkten - Kuhmilch, Kräuter, etc. - mit so lustigen Namen wie "Da herzige Siegi" oder "De schoafe Gretl" her und vermarktet sie direkt. Der Quereinsteiger hat das Senner-Handwerk in der Schweiz erlernt und vermittelt sein umfangreiches Wissen im Rahmen hochinteressanter Führungen, Kurse und Verkostungen.
Am anderen kann man nicht nur urlauben, im frisch errichteten Hofladen einkaufen oder Nachhaltigkeits-Seminare und -Workshops besuchen. Auch gemeinsam mit den Bauersleuten Peter und Liesi Löcker selbst Hand anzulegen ist möglich, etwa beim Backen von herrlichem Sauerteigbrot aus Tauernroggen, einer alten, beinahe vergessenen Lungauer Getreidesorte.

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Da hilft nur Pausieren. Weidegatter liefern regelmäßige Vorwände, die Ausblicke noch ungleich bessere. Das war schon beim Auftakt so, als wir nach der Rast auf der Ludlalm (Bauernkrapfen ...) schmerzhaft erkennen mussten, das Höhenprofil nicht exakt studiert zu haben und daraufhin den Blick zurück auf den Prebersee und ins Steirische gar ausführlich genossen. Das hat auf der Wildbachhütte einwandfrei funktioniert, wo die drohende Abfahrt im Regen ob des grandiosen Panoramas über den gesamten Lungau erfolgreich ausgesessen wurde. Und es klappt auch jetzt, da nach Querung des Katschbergpasses tief unten St. Michael und Mautstation, grüne Wiesen, gelbe Felder, weiß tänzelnde Bäche und himmelblaue Schotterteiche sichtbar werden. Darüber thronen Radstädter Tauern und schneeverzierte Felsgipfel, oder, etwas östlicher dann, Schladminger Tauern und grasbewachsene Nocken. Einatmen. Ausatmen. Bauch halten.

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Abgeschieden und über weite Teile des Jahres von einem rauen Klima bestimmt ist dieser Flecken Erde. Zu Römerzeit ein strategischer Alpenübergang, zeugen viele Orts- und Flurnamen von den eigentlichen Pionieren seiner Besiedelung, den Slawen. Die bäuerlichen Strukturen haben sich bis heute erhalten, wenngleich viele der Betriebe nunmehr im Nebenerwerb bewirtschaftet werden. Am Stolz der Lungauer auf ihr Land und ihre Eigenheiten hat der Strukturwandel wenig geändert, im Gegenteil: Seit Ernennung des Gebietes zum UNESCO Biosphärenpark 2012 besinnt man sich vermehrt althergebrachter Besonderheiten.

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Im lebendigen Brauchtum – Stichwort Samson-Umzüge und Prangstangen-Prozession – wird dies ebenso deutlich wie anhand der liebevoll gepflegten Vorgärten, adrett herausgeputzten „Troadkasten“ oder regelmäßig erneuerten Kreuzzäune. Ganz zu schweigen von den fast 70 Alm- und Schutzhütten, etliche von ihnen erst seit jüngerer Zeit wieder bewirtschaftet, in denen Radfahrer nebst einem freundlichen Händedruck und selbsterzeugten Produkten eine Ahnung vom einfachen, arbeitssreichen Leben früherer Tage erhalten.

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Eine dieser Almen findet sich auf jeder Etappe der Lungau Extrem, meistens sogar mehr. Auch glasklare Bäche, seltene Blumen, weidende Kühe oder phantastisch verkrüppelte Lärchen und Zirben begleiten ständig unseren Weg. Dazu kulturelle Besonderheiten wie der Friedhof Lessach mit seinen „Sarchen“ – schwarz-silberne Holzeinfassungen um jeden Grabhügel, die symbolisieren sollen, dass im Tod alle gleich sind. Engagierte Menschen wie Schaukäser Erwin Bauer oder Biobäuerin Liesi Löcker, die aus einfachsten Mitteln – Kuhmilch bzw. Tauernroggen – sowie viel Geduld und Wissen gar köstlichen Käse bzw. herzhaftes Sauerteigbrot machen. Und Schutzgebiete wie der einzigartige Prebersee, dessen eigentümlich gefärbtes Moorwasser eine ganz spezielle Faszination ausstrahlt und ob seiner Dichte ein Kuriosum namens „Preberschießen“ ermöglicht. Dabei wird, statt direkt auf eine Scheibe, auf deren Spiegelbild im Wasser gezielt, von dem das Projektil dann abprallt und im Idealfall am Festland ins Schwarze trifft.

Good to know: UNESCO Biosphärenpark

Als ursprünglicher Lebensraum mit ausgeprägten Traditionen und hoher Biodiversität trägt der Salzburger Lungau seit 2012 die Auszeichnung UNESCO Biosphärenpark. Nachdem er auch die Kärntner Nockberge umfasst, ist das jüngste der insgesamt drei österreichischen Schutzgebiete mit 1.500 km2 auch das größte.
Die Geschichte und Gegenwart dieser Modellregion für nachhaltige Entwicklung wird im absolut empfehlenswerten Lungauer Landschaftsmuseum eindrucksvoll dargestellt – von alten Besiedelungsformen und Berufsbildern über den vermeintlich romantischen Almsommern und kristalline Bodenschätze bis zu heutiger Flora und Fauna oder dem reichhaltigen Brauchtum. Und nachdem das Museum in einem Trakt der revitalisierten Burg Mauterndorf untergebracht ist, bietet sich auch gleich die dort angebotene Zeitreise ins Mittelalter an. Hoffeste, Kriegsführung, Vorratshaltung, Alltagsleben – anschaulicher und lebendiger geht’s nicht!

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 "Bei uns geht's um sanften Genuss." 

Andrea Moser-Dengg, Ferienregion Salzburger Lungau
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Einzig Singletrails - zumindest freigegebene - sucht man im Lungau vergeblich. Gelegentlich werden die Forststraßen für ein paar Meter zum Weg, wie bei den Granglitzenalmen oder am Hollerberg. Aber "Extrem" im Sinne von Anspruch und Adrenalin? Njet. 
"Die Downhill-Kompetenz haben andere Regionen. Bei uns geht's um sanften Genuss", erklärt dazu Andrea Moser-Dengg vom Lungauer Tourismusverband.

Wie wahr. Kurz bevor wir nach vier wunderschönen Tagen wieder am quirligen Hauptplatz von Tamsweg mit seinem altehrwürdigen Rathaus und den stolzen Bürgerhäusern einrollen, ist an der Mur nochmal Gelegenheit, innezuhalten. Einatmen. Ausatmen. Das Leben ist schön.

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Informationen

Shortcut: Der Lungau, die südlichste Region Salzburgs, liegt eingebettet zwischen den Hohen Tauern im Westen, den Niederen Tauern im Norden und Osten sowie den sanften Hügeln der Nockberge im Süden und ist charakterisiert durch seine hohe Beckenlage (rund 1.000 m Seehöhe) und Abgeschlossenheit. Ausgeprägte Seitentäler mit imposanten Talübergängen bis zu 1.000 m Höhenunterschied stellen die perfekte Grundlage für ein konditionell durchaus forderndes, technisch hingegen eher einfaches MTB-Wegenetz in großartiger Natur dar. 15 Strecken und eine regionsumspannende Mehrtagestour wurden kartographiert und perfekt ausgeschildert (insgesamt mehr als 500 km) und empfehlen sich nicht zuletzt dank zahlreicher Almhütten entlang der Wege vor allem auch Genussbikern. Die Sommersaison ist kurz, Kenner und Selbstversorger nützen auch den stimmungsvollen und klimatisch stabilen Herbst.

Tourdaten, GPS-Download:
  • www.lungau.at
  • Mountainbikekarte Salzburger Lungau, Arbeitsgemeinschaft Kartographie, 15 Strecken/Profile/Beschreibungen + Lungau Extrem Tour, Karte 1:50.000, € 10,-
Detailansicht
interaktive Karte *klick*
Lungau Extrem: Mehrtagestour mit 158 km/7.172 Hm, die bekannte Tourenhighlights des Lungau sowie einige neue Abschnitte zu einer tälerverbindenden Rundreise vereint. Empfohlen wird die Absolvierung in vier Etappen:
  • Tamsweg - Göriach, 40 km/1.935 Hm
  • Göriach - St. Michael, 45 km/2.068 Hm
  • St. Michael - Katschberg - St. Michael, 35 km/1.556 Hm
  • St. Michael - Tamsweg, 37 km/1.613 Hm
Gepäcktransport auf Anfrage beim TVB, Tel. 06477/8988, www.lungau.at

Einkehrtipps: Zahlreiche Hütten und Jausenstationen entlang der Route. Dringend empfehlen wir einen Abstecher (+ 1 km/150 Hm) zur absolut urigen Stöcklalm (geöffnet Mitte Juni - Mitte Sept., Tel. 0664/1128544) auf Etappe 3. Und wer auch ins wildromantische Weißpriachtal (Longa Route) kommt: Granglerhütte (geöffnet Mitte Mai - Ende Okt., 0664 6353715, www.hausbergmann.at), Almsommerhütte des Jahres 2009!

Quartiertipp: Spa & Vitalresort Eggerwirt****S, Familie Moser, 5582 St. Michael im Lungau, www.eggerwirt.at; herzliche, bodenständige Atmosphäre, sensationelle Küche, luxuriöse Wellness-Welt, grandioser Teich.

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Slow Food Tipps:
  • Schaukäserei Fötschlalm, Gruben 45, 5592 Thomatal; Käseverkauf jeden Fr. & Sa. 8-12 Uhr od. nach Vereinbarung, Tel. 0664 5481823, erwinbauer@gmx.at
  • Biobauernhof Sauschneider, Oberbayrdorf 21, 5581 St. Margarethen, www.biourlaub.at
Verleih/Service:
Events:
  • 26.-28.5.2016 Tour de Mur; die 26. Auflage der Murradweg-Tour von St. Michael bis Bad Radkersburg, www.tour-de-mur.at
  • 15.8.2016 Lungauer Bikerrallye für Jedermann; gemütliche Radtour mit Startnummer, ohne Zeitnehmung, 45 km/1.500 Hm od. 25 km/800 Hm, www.tamsweg.info
Detailansicht

Aktivitäten: Den Eintritt zu zahlreichen Ausflugszielen, Naturschauspielen, Sehenswürdigkeiten, Schwimmbädern, Museen und Bergbahnen gibt's mit der Lungau Card (erhältlich bei Nächtigung in teilnehmenden Partnerbetrieben) kostenlos oder ermäßigt. Absolut empfehlenswert etwa ein Besuch der Burg Mauterndorf samt Lungauer Landschaftsmuseum, wo mittelalterliches und bäuerliches Leben uvm. anschaulich dargestellt werden. Infos: www.lungau.at

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Hotels / Händler Salzburger Land

"Die Downhill-Kompetenz haben andere Regionen. Bei uns geht's um sanften Genuss", erklärt dazu Andrea Moser-Dengg vom Lungauer Tourismusverband.

 

Was hat ein Singletrail mit Downhill zu tun ...?

UND:

Sanfter Genuss: so sanft wie die unzähligen Schneekanonen?

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Ahaha, Downhill und so! Ich habs eh auf FB auch bereits geschrieben, aber so schön die Bilder auch aufbereitet sind, mich reizt es einfach nicht mehr auf Artikeln mit Bezug Österreich und Biken zu klicken,... So überdrüssig bin ich es schon geworden, einfach lächerlich das ganze gehabe unseres Tourismus! Daher nur noch illegal und wos mir gefällt, oder einfach nach D, CH, IT, SLO biken!
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mir gefällt die gegend - zumindest das was ich auf den fotos sehe - extrem gut, dass dort keine singletrails sind, stört

mich überhaupt nicht, weil ich das persönlich

nicht zwingend suche u meine frau schon garnicht. für family biken (es gibt genügend paare u familien mit größeren kindern die nicht st fahren wollen) sicher eine feine gegend. warum in jedem namen xtreme oder trail enthalten sein muss, versteh ich wieder weniger.

 

ps: den bericht von der gegend hätt ich auch gern gemacht..dass das nicht zwingend was für die "echten" biker ist, hab ich schon aus dem titel herausgelesen.

Bearbeitet von Reini Hörmann
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Ich frage mich ernsthaft, warum sich die BB-Crew für sowas hergibt. Der "wellnessige" Teil würd mir ja sehr taugen, aber ich fahr eben lieber Strecken, wo man mit dem Gravel-Bike fehl am Platz ist und ein Enduro oder AllMountain wirklich Sinn machen.

Danke, nicht mein Fall.

 

es heisst bikeboard.at

 

und nicht

Singletrailboard, downhillboard usw

 

ich fahre auch gerne mal einen Trail, muss aber nicht immer sein.

 

Vielleicht probiere ich die Runde ja mit dem Gravelrad.

( ein 32er habe ich ja montiert )

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Ich frage mich ernsthaft, warum sich die BB-Crew für sowas hergibt.

weil radsport viele facetten hat und jede davon ihre berechtigung. und stell dir vor: obwohl ich auch gern auf wegerln fahre, hat's mir im lungau total gefallen. landschaftlich, menschlich, kulinarisch, sportlich (denn ja, auch bergauf fahren ist mountainbiken - für manche. für andere nicht.), stimmungsmäßig. also ich für meinen teil habe mich gern dafür "hergegeben".

und: das angebot des tvb ist in sich sehr schlüssig, vorbildlich umgesetzt und frei von leeren versprechungen. dass wir dazu neigen, hinter dem wörtchen "extrem" schwierige wege zu vermuten, ist ja lediglich resultat unserer scheuklappen. tatsächlich ist der konditionelle anspruch der runde durchaus vorhanden, zumal für nicht so trainierte. insofern passt die bezeichnung, detto im gesamtkontext (einzel-/halb-/tagestouren vs. umrundung).

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@graveln: schon, aber nicht auf der extrem (bzw. würd ich die allzu steilen teilstücke weglassen und einen, besser zwei, rettungsanker montieren)

@almmarzipan: teufelszeug, ich sag dir's ... aber tipp: im weißpriachtal (so was von schön, a wahnsinn) auf der granglerhütte für einen graveler wohl am besten zu genießen.

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Ich frage mich ernsthaft, warum sich die BB-Crew für sowas hergibt.
Doch, das versteh ich schon.

 

Bei uns im Salzkammergut sind zahlenmäßig immer noch - Schätzung meinerseits - 70-80% der Mountainbiker ausschließlich auf Forststraßen unterwegs. (zum Glück ;) )

 

Von daher: die Zielgruppe gibt's schon, noch. Sie schrumpft halt stark.

Gebiete die nicht bald auch Trails anbieten können, werden in absehbarer Zeit Probleme kriegen.

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im gravelland walhallaviertel beobachten wir das gegenteil. es verlagert sich auf andere zielgruppen - die oftmals recht zahlungswillig u kräftig sind. was ich noch sehe sind e bikes überall...u die leute die da drauf sitzen, suchen meist keine technischen strecken. auch crosser u gravel kommen immer mehr. ich selber bin immer froh, wenn mir durch solche berichte "neue" ziele bekannter werden, u persönlich wäre mir kein grund bekannt - warum die zielgruppen nicht alle recht mit ihrer perspektive haben. Bearbeitet von Reini Hörmann
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weil radsport viele facetten hat und jede davon ihre berechtigung......

und: das angebot des tvb ist in sich sehr schlüssig, vorbildlich umgesetzt und frei von leeren versprechungen....

 

Genau das meinte ich mit "dafür hergeben": ihr, also die BB-Crew, bezieht bei der Planung eurer Beiträge (zumindest soweit es mir in Erinnerung geblieben ist) stets auch die Wahl des Outfits und des "richtigen" Bikes mit ein, um den Charakter des Bikes/des Zubehörs/des Radlgebiets zu unterstreichen. Und hier setzt mein Einwand an: auf den Bilderns seid ihr mit Allmountain-Bikes und in der Trail-Wäsche zu sehen. Damit fördert ihr den Eindruck, dass es dort entsprechende Wegerl gibt.

Wenn es in der Gegend um das "Uphill-Kilometerfressen" auf (Forst-)Straßen und zwischendrin g'miatliches Schlemmen geht, warum habt ihr dann nicht auf die entsprechende Ausrüstung gesetzt? Selbst wenn das E-Bikes sein sollten...

 

Dass ein Mountainbike-Konzept "in sich schlüssig, vorbildlich umgesetzt und frei von leeren Versprechungen" sei, wenn

- ein guter Teil des Wegenetzes asphaltierte Strecken umfasst

- die Namensgebung "Lungau Extreme" lautet

- die "Frau vom Tourismusverband" meint, dass es hier um sanften Genuss geht

ist für mich nicht nachvollziehbar.

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wo in etwa? im wq, 6.8?

 

kann mich noch auf keine Tage festlegen, Wetterabhängig also eher mitte bis ende nä Woche

 

und natürlich in Gravelhalla

 

 

 

@ Extrem-Strecke - was für den richtigen Mountainbiker eine lockere Ab- Auffahrt ist, das kann für mich schon wieder extrem sein, ist also immer so eine Sache.

Bearbeitet von 6.8_NoGravel
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@martinfueloep: eieiei, was ist das nur für eine schwarz-weiß-malerei? warum muss alles in schubladen, und wenn wer aus der einen in die andere hinüberlugt, wird er g'haut? wieso soll ich mit einem 120mm-fully nicht auch ein paar meter asphalt (übrigens sowas von verkehrsarm, dass mich das in keinster weise gestört hat - bzw. überhaupt radweg) unter die räder nehmen können oder mit einem legeren leiberl (by the way: wie sieht die korrekte bekleidung zum g'miatlichen schlemmen aus?) über eine forststraße fahren - abgesehen davon, dass wir (auch) von lycra und hardtail begleitet wurden? ich glaube, wenn man auch nur ein bisschen gewillt ist, die eigene sicht der dinge nicht als einzig gültige wahrheit zu betrachten, ist eigentlich sehr viel nachvollziehbar. zumal's ja in den postings auch schon steht: es gibt tatsächlich leute, die genuss so definieren, wie in der story und von frau moser-dengg beschrieben ...
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