Jump to content
×

MA48 Duke Of Trash 2011

Starauflauf, Teilnehmerrekord und auch sonst jede Menge Gründe, das Saisoneröffnungsrennen der 2RadChaoten wirklich nie mehr zu veranstalten.
Text: NoMan Fotos: BigAir, Scotty, Erwin Haiden

Zehn Jahre Duke of Trash, und alle sind gekommen, sich zu verabschieden: Schnappi, das kleine Krokodil; Balu, der Bär; die Biene Maja; Dumbo, der fliegende Elefant; Klopfer, Bambi, Susi und Strolchi, und alles was sonst noch kreuchen und fleuchen könnte auf einer ehemaligen Mülldeponie. Dazu Christoph Soukup, Steffie Wiedner, die Brüder Gehbauer, Theresia Kellermayr und 284 Mountainbiker mehr. Aus nah (Wien und Umgebung) und fern (Vorarlberg, Tirol und Österreichs Nachbarländer) reisten sie an, dem Duke Lebewohl zu sagen.
Denn im zehnten Jahr seines Bestehens hat der MA48 Duke of Trash powered by Kuota den Zenith erreicht - und aufhören soll man ja bekanntlich, wenn's am Schönsten ist ...

Anmerkung der Nyxen: Ja, Eigenlob stinkt. Aber nach einem Jahrzehnt ist wohl ein klein wenig Geruchsbelästigung gestattet.


Erstmals zweitägig, zum Austria Youngster- und Sportklasse-Cup gehörig, mit 1.325 Euro Preisgeld versüßt und von einem lustigen Side-Event namens Biker-Bowling gekrönt, boten heuer nicht mal mehr Infrastruktur oder Strecke Grund zur Beanstandung:
Was die warme Küche servierte, konnte auf Mobilklos de Luxe wieder entsorgt werden, was an Wurzeln oder Höhenmetern fehlte, machte Streckenchef NoBrain mit fiesen Schrägfahrten, bösen Kurven und gemeinen Steilstichen wett. "Kinderjause würde ich überhaupt nicht sagen", unterstellte denn auch Super Duke-Sieger Christoph Soukup dem 2,1-km-Kurs eine gewisse Schwierigkeit - was manch Nicht-Staatsmeister und Nicht-Olympiateilnehmer sichtbar erleichterte.


48 Stunden vorher allerdings von Erleichterung keine Spur. Bei strömendem Regen, Nordwind und Temperaturen knapp über Null geriet der Aufbau zum Kampf mit den Elementen, und auch tags darauf hingen die Wolken über dem Veranstaltungsgelände bedrohlich tief. Den hoch motivierten Kindern und ihren nicht minder engagierten Eltern war's wurscht.
Von hinterm großen Berg und sogar drüber der Grenze strömten sie herbei, um in den Klassen U5-U17 die ersten Punkte für den Austria Youngster Cup zu sammeln. Eisiger Wind, patschnasser Boden? Egal, der Nachwuchs wollte es wissen. Fetzte in die erste Kurve, als ob's kein Morgen gäbe, stiefelte über den tiefen Wiesenboden, dass der Dreck nur so spritzte. Die jüngeren Jahrgänge stemmten sich gegen die Überrundung durch die Älteren, die Burschen fuhren zur Abwehr der hartnäckig dranbleibenden Mädchen die Ellbogen aus.
Eine echte Talentprobe gab U15-Racer Daniel Katzmayer ab. Bei einer Renndauer von 30 Minuten distanzierte der 14-jährige Salzburger – unlängst via BIKE Österreich-Casting in das BIKE Junior Team aufgenommen – seine Konkurrenten um beinahe vier Minuten.




Am Sonntag dann endlich der bereits für Samstag versprochene Sonnenschein über der ehemaligen Mülldeponie Eisenbahndreieck – Aufatmen bei den fleißigen Helfern, Streckenposten, Sanitätern und unermüdlich werkenden Mannen der MA48.
Während die ersten Schlachtenbummler mit Kaffee und Kuchen den Tag begrüßten, machten sich die Sportklasse-Damen angeführt von Sophia Mark daran, die letzten Gatschlacken im Start-Ziel-Bereich trocken zu fahren. Und was die acht weiblichen Softeggs in ihren 45 Minuten nicht schafften, erledigten unglaubliche 138 Sportklasse-Herren anschließend binnen einer Runde. Immer schneller wurde der ehemals batzweiche Boden, tiefe Spurrillen markierten alsbald die Ideallinie am Kurven-Downhill. Streckenchef und Oldboy René Reidinger lieferte sich ein sehenswertes Match mit Michael Meister und konnte sich ab Rennhälfte überraschend distanzieren. Dahinter komplettierte Georg Janser das Wiener Podest.
Das echte Duell des Tages sollte allerdings noch folgen – aber leider auch ein frühes Ende finden. Christoph Soukup nämlich fand in Vorjahressieger Alexander Gehbauer einen ausgesprochen starken Herausforderer. Zehn Runden lang lagen der Routinier und der U23-Fahrer Rad an Rad und schenkten einander keinen Meter, bis der junge Kärntner von einem Plattfuß aus der Bahn gerissen wurde. Zwar reichte der Vorsprung, um seinen durch Krankheit geschwächten Bruder Robert auf Distanz zu halten, gegen den weiterhin wie ein Uhrwerk seine Runden abspulenden Olympia-Sechsten hatte der KTM-Pilot aber keine Chance mehr.
Unangefochtene Siegerin beim einstündigen Rennen der Damen wurde Titelverteidigerin Steffie Wiedner. Hinter der Kärntnerin mit Weltcup-Erfahrung entwickelte sich ein spannender Kampf um Platz zwei, den Marathon-Staatsmeisterin Theresia Kellermayr schließlich im Sprint gegen die Tschechin Lucie Vesela für sich entschied.
Landsmann Milan Dolezal war dafür bei den Junioren erfolgreich, der Masters-Sieg ging mit Ewald Robeischl wiederum an Österreich.













...ich war beim ersten duke dabei und auch beim letzten (?!?), und

eines ist klar:

 

chaoten + event = perfekt!!!!!!:klatsch::toll:

 

vielen dank martin u deinem team!!!!:wink:

 

naja, und die fotografen, die man ja schon von div

wintercup rennen kennt, sind sowieso

a wahnsinn!!!!!!!!:eek::toll:

 

die einzigen hobbetten bei dem event, sind wirklich nur mehr

wir biker....:D:D

 

aja, hier auch ein garant für super pics:

 

http://www.weitsicht.cc/archiv/categories.php?photograph=wv&cat_id=1167

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

wirklich eine sehr nette und super organisierte veranstaltung! :klatsch: gratuliere! :bounce: und die bilder sind wie immer genial! :toll:

 

Thx, NoPain & Fotografen, für den tollen Bericht. Ich KONNTE diesmal einfach nicht dazukommen, zuschauen, mithelfen, anfeuern, was mir echt extrem leid tut. Aber der Bericht und auch die vielen privaten tollen Fotos sind jedenfalls eine super Entschädigung.

 

Still und leise hoff ich, dass es dieses Event doch auch ein weiteres Mal gibt, aber das sag ich nur ganz leise für mich, ums ja nicht zu verschreien. http://www.gamepro.de/forum/images/smilies/SmileyPsst.gif:wink:

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Zur Desktop-Version