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Wer 1 Gramm Wasser innerhalb einer Minute von 15°C auf etwa 29,3°C erwärmt, leistet ein Watt. Auch wer eine Tafel Schokolade in einer Sekunde einen Meter hochhebt, leistet ein Watt. Woher ich das weiß? Wikipedia! Wattgesteuertes Training wird in der Moderne allerdings etwas weniger anschaulich mit einem Powermeter gemessen. Wer nicht danach trainiert, ist nach Ansicht Vieler nicht am Puls der Zeit. Nicht nur Profis machen mit dieser Methode die großen Leistungssprünge, nein, auch ambitionierte Hobbyfahrer können davon profitieren. Training nach Puls ist out, Training nach Puls ist ungenau, Training nach Körpergefühl ist nunmehr sowieso undenkbar. Ich kann mich noch gut daran erinnern: es war wohl Ende der 80er Jahre, vielleicht auch zu Beginn der 90er, als ich erstmals einen Radprofi mit irre viel Elektronik und wegstehenden Kabeln im Rahmendreieck auf einer Radrennbahn trainieren sah. Der Mann, dessen Leistung hier wattgenau gemessen wurde, der offenbar nichts mehr seinem Gefühl überließ, sondern vielmehr der Wissenschaft vertraute – er hieß Bjarne Riis, oder „Mister 60%“ – ganz wie man mag. Derjenige, der ihm die totale Überwachung seiner eigenen Leistungsfähigkeit überhaupt erst möglich machte, hieß Ulli Schoberer. Er kann mit Fug und Recht behaupten, der Pionier in Sachen Powermeter zu sein, der Erfinder des SRM Systems. Riis gewann die Tour de France, einmal - und ob es nun an seiner akribischen Rennvorbereitung und Trainingssteuerung lag oder am 60%igen Blut, das angeblich durch seine Adern floss, wer weiß das schon? Sicher ist jedoch, dass heute nahezu jeder professionelle Radfahrer, der sich selbst ernst nimmt, mit einem Leistungsmesssystem trainiert. Ob zu Recht oder zu Unrecht, das soll hier nicht das Thema sein. Ich persönlich glaube ja, dass es eine gesunde Mischung macht. Der Puls ist im Verlauf einer längeren Trainingsperiode ein perfekter Parameter bezüglich des Fort- oder Rückschritts diverser Trainingsmethoden. Das Körpergefühl, nichts kann es ersetzen - keine technische Krücke, weder Pulsmonitor noch Leistungsmesser. Dennoch...
Watt-Werte sind die unumstößliche Wahrheit - und warum sollte man diese nicht messen? Vorausgesetzt, man verträgt sie...
Schon beim Einsatz von Pulsuhren drängt sich das Gefühl auf, dass viele sie nur benutzen, um sicher zu wissen, was sie falsch machen. Dies kann auf Powermeter sogar in verschärfter Form zutreffen, denn so ein Training nach Watt kann sowohl frustrierend sein, als es auch zu selbstschädigenden Parforcejagden verleiten kann. Noch wichtiger, als dies nicht zuzulassen, ist aber, dass der Messwert stimmt oder zumindest mit großer Kontinuität falsch geht. Trifft dies nicht zu, ist das Gerät für ein ernsthaftes Training nutzlos. Pulsmesser gehen EKG-genau, zumindest die meisten. Bei Powermetern hingegen darf man, das weiß ich aus der Praxis, eine gesunde Skepsis an den Tag legen. Versuche von Herstellern, die Leistung nur aufgrund von Berechnungen mit einem Radcomputer messen zu wollen, brachten genauso falsche Ergebnisse wie die Leistungsfeststellung an Hand von Kettenspannung. Wer nun meint, ich würde mich jetzt dazu versteigen, eine wissenschaftlich fundierte Abhandlung über die Technik auszuführen, welche in meine beiden Lieblings-Messsysteme verpackt ist, den muss ich leider enttäuschen. Ehrlich, mir reicht es, zu wissen, dass an Hand von Dehnmessstreifen eine Materialverwindung ermittelt wird, welche diese Verwindungen auf meinem Display in Watt auszudrücken vermögen. Ob nun das SRM System wirklich genauer misst als das Power2Max System, das kann man glauben oder nicht. Dass gröbere Temperaturschwankungen bei den ersten P2M-Produkten massive Auswirkungen auf die Genauigkeit haben konnten, wurde vom Produzenten Saxonar sehr ernst genommen. Ein Software-Update mit "aktiver Temperaturkompensation" sollte Abhilfe schaffen, was zum großen Teil auch wirklich gut gelungen ist. Dennoch: nehme ich mein Rad aus der kühlen Garage und fahre in große Hitze (oder auch umgekehrt), stimmen die Wattwerte des P2M in den ersten Minuten nicht. Das ist zwar beim SRM auch so, allerdings in einem deutlich geringeren Ausmaß. Hier könnte man meinen, dass diese Zeit sowieso für das Einrollen verwendet wird. Stimmt vielleicht, es gibt aber auch andere Szenarien, bei denen augenscheinlich wird, dass dies nicht ganz so egal ist. Beispielsweise bei Triathlons oder Zeitfahren, je nachdem halt, wo sich das Rad vor dem Start befindet. Die gute Nachricht ist, dass man nach einer kleinen Tretpause - es reichen wohl wenige Sekunden - wieder genaue Wattwerte des Leistungsmessers zur Verfügung gestellt bekommt. Da das SRM die Trittfrequenz, welche zur Wattberechnung notwendig ist, immer in Echtzeit misst (während beim P2M diverse Berechnungen durch die Software zum Ergebnis führen) sind die tatsächlichen Werte beim SRM auch einen Tick schneller verfügbar.
Beide Systeme sind für mich absolut perfekte Tools, um ein effizientes Training zu steuern. Wer es sich leisten kann und ein Faible für enorm genaue Daten hat, sollte zum SRM greifen. Wen in den ersten Minuten des Trainings die kleinen Anpassungsprobleme an die Temperatur nicht stören, der kommt auch mit dem günstigen Power2Max optimal an seine Leistungsgrenzen.
FSA hat als führender Hersteller jahrzehntelange Erfahrung in der Verarbeitung von High-End Materialien wie Karbonfasern. In Zusammenarbeit mit SRM hat FSA eine Karbonkurbelgarnitur entwickelt, in die der SRM PowerMeter nahtlos integriert ist. Die dritte Generation der K-Force Light Kurbelgarnitur ist innen hohl für größtmögliche Gewichtsersparnis bei höchster Steifigkeit und Stabilität.Material: Karbonkurbel (hohl), Aluminium BB386 AchseKurbelarmlänge: 170, 172.5, 175 mmBCD: 130 oder 110 mmKompatibilität: BB30, PF30, BB386Evo, BBright, BSA/ITA, Shimano Pressfit (ab Herbst)
Die Rotor 3D+ Kurbelgarnitur wird mit Hilfe des Trinity Drilling Systems hergestellt, bei dem die Kurbel 3 Bohrungen über die gesamte Länge erhält. Mit den Bohrungen wird Material aus der mittigen, "neutralen Faser" des Kurbelarms entfernt und ermöglicht ein niedriges Gewicht bei gleichzeitig hoher Steifigkeit.Power2Max liefert den Powermeter-Sensor mit einem speziellen Werkzeug zur Montage. Der P2M 3D+ Powermeter ist aufgrund seiner langen Achse für fast alle Rahmenformen geeignet und direkt in BBright und BB30/PF30 Rahmen integrierbar.Material: Maschinengefertigte Alu-Kurbel, BB Achse aus AluKurbelarmlänge: 150, 155, 160, 165, 170, 172.5, 175, 180 mmBCD: 130 oder 110 mmKompatibilität: BB30, PF30, BB386Evo, BBright, BSA/ITA, Shimano Pressfit
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