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Rose RC Fifty Disc

Rose RC Fifty Disc

23.07.19 08:21 75Text: NoFlashFotos: Erwin Haiden, Sportograf, Julia L.Versender Rose hat längst nicht nur preislich wie technisch attraktive Fahrräder im Programm. Auch schnelle Laufräder finden sich im Katalog des Bocholter Versenders. Wir wagen einen ersten Test23.07.19 08:21 9.700

Rose RC Fifty Disc

23.07.19 08:21 9.700 NoFlash Erwin Haiden, Sportograf, Julia L.Versender Rose hat längst nicht nur preislich wie technisch attraktive Fahrräder im Programm. Auch schnelle Laufräder finden sich im Katalog des Bocholter Versenders. Wir wagen einen ersten Test23.07.19 08:21 9.700

Seit der Gründung des Unternehmens im Jahre 1907 konnte Rose - unter anderem - sehr viele wertvolle Erfahrungen in der Entwicklung hochwertiger High Performance-Laufräder sammeln. Mit den von Hand eingespeichten RC Carbon Laufradsätzen präsentierten die Deutschen Ende letzten Jahres und nach mehr als anderthalb Jahren Entwicklungszeit die aktuell hausinterne Referenz in Sachen Aerodynamik, Leistung und Gewicht. All das wie gewohnt garniert mit einem überzeugenden, schlichten Design und überragendem Preis/Leistungs-Verhältnis.

Seit Mitte März darf und durfte ich den RC-Fifty Disc Carbon-Laufradsatz auf Felge und Speiche prüfen - doch vorweg noch ein paar technische Details.

Alles steht und fällt mit der Felge

Die edlen Carbonfelgen der Rose RC-Fifty Disc Rennrad-Laufräder sind eine komplette Eigenentwicklung und verfügen über eine spezielle Konstruktion, die sie sehr leicht und dabei dennoch stabil und widerstandsfähig machen. Selbstverständlich folgt man dem sinnvollen Trend hin zu breiteren Reifen und gönnt der Felge eine entsprechend satte Innenmaulweite von 19 mm. Tubeless-ready sind die Rundlinge natürlich auch. Selbstredend können die Laufräder aber auch mit herkömmlichen Reifen und Schlauch gefahren werden. Dank des asymmetrischen und bauchigen Felgenprofils minimieren die Carbon-Felgen nicht nur den Luftwiderstand, sondern reduzieren auch störende Luftverwirbelungen. Das soll selbst bei starkem Seitenwind volle Kontrolle über das Vorderrad gewährleisten.

Newmen & Rose - "Herzstück" made in Germany

Bei den Naben wollte Rose keine Kompromisse eingehen. Daher entstammen diese dem Hause Newmen - einer kleinen, aber feinen Materialschmiede für High-End Komponenten, die im Allgäu sowohl konstruiert und prüft als auch produziert. Der mit geringsten Toleranzen CNC-gefräste Nabenkörper verfügt an den neuralgischen Punkten, wie z.B. dem hochbelasteten Übergang zwischen der vorderen Bremsscheibenaufnahme und dem Speichenflansch, über eine hohe Materialstärke und somit entsprechend große Sicherheitsreserven. An anderen Punkten konnte das Material wiederum soweit reduziert werden, dass unterm Strich dennoch ein sehr geringes Nabengewicht erreicht wird. In der Hinterradnabe sorgt zudem ein Freilauf mit präzisem Zahnscheibensystem (Ratchet) für direkten Kraftschluss und maximalen Vortrieb. Die hochwertige, doppelt gedichtete Industrielagerung inklusive einer speziell entwickelten Hochleistungsfettfüllung gewährleistet zuverlässige und dauerhafte Funktion sowie eine denkbar einfache Handhabung. Eine komplizierte Einstellung des Lagerspiels ist nicht notwendig.

Robuste Aero-Speichen und inverted Nippel 

Für eine stabile und zuverlässige Verbindung zwischen Newmen Naben und Rose RC-Fifty Carbonfelgen sorgen kräftige Sapim CX-Sprint Straightpull Aero-Messerspeichen. Jeweils 24 Stück in Vorder- und Hinterrad und die 2-fach gekreuzte Einspeichung tragen den hohen Belastungen beim Einsatz mit modernen, leistungsstarken Scheibenbremsen Rechnung. Die bewährten Sapim Aluminium Speichennippel liegen aerodynamisch im Inneren der Felge und werden „inverted“, also quasi verkehrt herum, montiert. Dabei wird der Nippel auf konisch geformten Sapim Nippel-Washern gelagert, was für eine gleichmäßige Verteilung der Zuglast und somit für eine Entlastung sowohl der Speichen als auch der Felgen sorgt. Damit wird die Wahrscheinlichkeit von Speichenbrüchen drastisch reduziert.

Nichts geht über ehrliche Handarbeit

Bei allen RC Laufrädern wird bewusst auf eine maschinelle Einspeichung verzichtet. Stattdessen wird jedes einzelne Laufrad am Firmensitz in Bocholt per Hand eingespeicht und zentriert. So kann Rose bestmögliche Qualität bei Speichenspannung und Rundlauf garantieren.

Tech Specs

Felgen: · Felgenmaterial: Carbon
· asymmetrisches, scheibenbremsspezifisches Felgenprofil
· Felgenbreite-/höhe: ca. 27 mm / ca. 47 mm
· Innenmaulweite: 19 mm
· tubeless ready
· für Sclaverandventil
Kompatibilität: · 8-/9-/10-/11-fach Shimano / SRAM kompatibel (Road)
· Einbaumaß Vorderradnabe: 12 x 100 mm (Steckachse)
· Einbaumaß Hinterradnabe: 12 x 142 mm (Steckachse)

· empfohlen für Reifenbreiten von 25 mm - 62 mm
· ASTM Klassifizierung: 2 (für den Einsatz auf und abseits der Straße und Stufen bis zu 15 cm)
· max. Systemgewicht: 110 kg (Fahrer, Fahrrad, Ausrüstung und Gepäck)
Speichen & Nippel: · Speichentyp: Sapim CX-Sprint Straightpull Aero-Speichen (Maße: 2.0 - (2.25 x 1.25) – 2.0)
· Speichenanzahl: jeweils 24 Stück
· Speichennippel: Sapim Aluminium Nippel (inverted); gelagert auf Sapim Nippel-Washern
· Einspeichmuster: 2-fach gekreuzt
Laufradgröße: · 28“
· ETRTO: 622 x 19 C
Naben: · Gehäusematerial: CNC-gefrästes Aluminium
· Vorderradnabe: stabile 17 mm Achse, 2-fach industriegelagert (doppelt gedichtet)
· Hinterradnabe: stabile 17 mm Achse, 4-fach industriegelagert (doppelt gedichtet), Zahnscheiben System 20T
· für Scheibenbremsen
· CenterLock Bremsscheibenaufnahme (mit passendem Adapter auch mit 6-Loch Bremsscheiben kompatibel, z.B. DT Swiss Center Lock-Adapter Bestellnr. 2255955)
Gewicht: · Laufradsatz: ca. 1.410 g
· Vorderrad: ca. 650 g
· Hinterrad: ca. 760 g
Lieferumfang: Rose RC-Fifty Disc Carbon Rennrad-Laufradsatz inkl.
· Tubeless Ready Felgenband (vormontiert; kann auch für konventionelle Schläuche verwendet werden)
· Tubeless-Ventile

Crash-Replacement

Keiner fährt Rad, um zu stürzen oder Teile zu schrotten. Aber es ist gut zu wissen, dass im Fall des Falles ein Crash Replacement-Programm zumindest den finanziellen Schaden in Grenzen hält. Innerhalb von 6 Jahren erhält man bei Sturz/Beschädigung 50 % Rabatt auf einen neuen Satz Laufräder.

Out of the Box

Der Rose RC-Fifty Disc Carbon Laufradsatz macht auf den ersten Anblick eine sehr gute Figur. Die Optik ist sehr dezent und passt natürlich perfekt zu meinem Rose X-Lite Six.
Die breite, für 25 mm Reifen optimierte Felge mit innen liegenden Nippel lassen die 47 mm hohe Felge schon im Stand schnell und edel aussehen. Das Tubeless-Felgenband war schon vorinstalliert, Ventile lagen bei. An diesem Punkt sei gleich erwähnt, dass kein Lockring im Lieferumfang enthalten war. Ärgerlich, wenn bei den Bremsscheiben selbst auch keiner mit dabei ist. Ich hätte wohl die Beschreibung des Lieferumfangs besser lesen sollen.
Die Newmen Naben machen einen sehr wuchtigen Eindruck, fast wie MTB Naben, was aerodynamisch wohl noch Potenzial nach oben lässt. Sie laufen allerdings butterweich. Und natürlich kamen die Laufräder weder mit Höhen- noch Seitenschlag aus dem Karton.
Der Laufradsatz bringt exakt 1470 g auf unsere Waage - inklusive Felgenband, wohlgemerkt. Das sind zwar 60 g mehr als von Rose angegeben, wird das Felgenband abgezogen, entspricht dies allerdings ziemlich exakt den Werksangaben von 1.410 g.


​​​Der Aufbau des Rose RC-Fifty Disc Carbon

Bremsscheiben und Reifen: Beim Aufbau des Laufradsatzes wollte ich keinen faulen Kompromisse riskieren. Seit über vier Jahren experimentiere ich mit Tubeless-Setups herum, mit mehr oder weniger gutem Erfolg. Zum einen lag‘s an schlechten Reifen oder am Ventil, zum anderen am Versuch, eine nicht TLR Felge dicht zu bekommen - aber das ist eine andere Geschichte.
Tubeless hat eindeutig mehr Vor- als Nachteile und ein TL Laufradsatz gehört quasi schlauchlos gefahren! Dieses Mal wollte ich ein Sorglos-Paket. Conti war noch nie eine schlechte Wahl, der GP5000 TL also die einzig logische Entscheidung. Dichtmittel kommt von Muc-Off, weil es so schön rosa ist, unter UV-Licht leuchtet und zudem biologisch abbaubar ist.
Disc sind eine heikle Angelegenheit, viele verformen sich bei Erhitzung, was zu ärgerlichem Schleifen führt. Im besten Fall verschwindet dies nach ein paar Sekunden wieder, im schlimmsten Fall bleibt es ein nervender Begleiter.

Nach langem Recherchieren wollte ich den neuen Sram Centerline XR eine Chance geben. Aber um ehrlich zu sein, haben sie nur den Vorzug bekommen, weil sie aerodynamisch optimiert sind. Viel mehr braucht es nicht, um mich glücklich zu machen.
Die Scheibenbremsen waren flott montiert (jedenfalls nachdem ich mir einen Lockring von einem anderen Testrad stibitzt hatte... einer in der Redaktion ist nun zu Fuß unterwegs), das Tubeless-Setup allerdings benötigte etwas mehr Aufmerksamkeit.
In der Theorie heißt das: Conti 5000 auf die Felge, 25 ml rosa Gold einfüllen, aufpumpen und fertig.
Praktisch war es das auch, nur der 5000 brauchte etwas guten Zuspruch und zwei Felgenheber, um auf die Felge zu springen. Das Einfüllen der Dichtmilch gestaltet sich einfach. Falls sich jemand gefragt hat, warum ausgerechnet 25 ml Milch eingefüllt werden, hier meine hochwissenschaftliche, durch persönliche Erfahrungen untermauerte Antwort: Weil 30 ml zu viel und 20 ml zu wenig sind!

Aber im Ernst, zu viel Dichtmilch erhöht Gewicht und Rollwiderstand, bei zu wenig besteht die Gefahr, dass ein größeres Loch oder Schnitt nicht abgedichtet werden kann. 25 ml haben sich in meinem Fall als bester Kompromiss herausgestellt.
Zum Aufpumpen reicht tatsächlich eine gewöhnliche Standpumpe aus. Das System war sofort dicht - vorbildlich.

Auf der Landstraße

Vom Stand weg fällt sofort auf, dass Felge und Reifen eine Einheit bilden und somit Wind und Wetter so wenig Angriffsfläche wie möglich bieten. Das merkt man auch, sobald die Geschwindigkeit höher wird.
Die Newmen Naben haben mich trotz der eingangs erwähnten wuchtigen Optik vollauf überzeugt. Sie laufen auch im Betrieb butterweich und verhalten sich ansonsten völlig unauffällig. Das Knattern des Freilaufes macht richtig Laune und hat schon den einen oder anderen Nordic Walker vor Schrecken in den Graben springen lassen.
Ich würde aber davon abraten, die Kette in kleinen geschlossenen Räumen zu reinigen - das könnte schnell zu einem Hörsturz führen ;).

Als Bewohner der pannonischen Tiefebene gehört Wind genauso zum täglichen Leben wie ein gutes Glas Wein. Während ein zu tiefer Blick ins Glas schon mal zu Turbulenzen führen kann, bleibt der RC-Fifty allerdings auch bei stärkerem Wind stets gut beherrschbar. Mag sein, dass die Trägheit meines Kampfgewichts weniger anfällig für Seitenwind oder Windböen ist, aber mit einer 47 mm hohen Felge dürfte der Sweetspot aus guter Aerodynamik, geringem Gewicht, hoher Steifigkeit und geringer Anfälligkeit für Wind gefunden worden sein. Über die aerodynamischen Qualitäten bleibt Rose leider sehr vage. Einzig ein „sie sind auf Augenhöhe mit der Konkurrenz“ ist in Erfahrung zu bringen. Und auch unabhängige Windkanaltest von anderen Medien sind bislang nicht zu finden. Subjektiv gefühlt liegen sie aber dicht auf mit vergleichbaren Laufradsätzen à la Zipp 303 Firecrest, bei deutlich geringerem Gewicht. In sehr hohen Geschwindigkeiten kommt auch das bekannte „Wummern“ von Hochprofillaufrädern zur Geltung und treibt einen immer weiter zu noch höheren Geschwindigkeiten an.

Als Rouleur (Französisch [ʀulœʀ] – Bedeutungen: ausgefressen, unförmig, zu fett um am Berg schnell zu sein; weibliche Form: Rouleuse) betrachte ich den RC Fifty als Berg- und Allroundlaufradsatz. Für Zeitfahren oder komplett flaches Terrain, wo jedes Äutzerl an Geschwindigkeit ausgereizt werden soll, wäre eine höhere Felge wünschenswert. Hier würde man diesen allroundtauglichen Sweetspot allerdings wieder verlassen. Das wollte man bei Rose anscheinend - dankenswerter Weise - nicht.
Um die Klettereigenschaften des Laufradsatzes - und nebenbei erwähnt auch meine eigenen - zu überprüfen, stellte ich mich im April an die Startlinie des Mallorca312. Oder sagen wir mal, ich wartete in einem Meer von Menschen außer Sichtweite der Startlinie, welche ich nebenbei erwähnt erst 18 Minuten nach dem Startschuss zu Gesicht bekam, aber auch das ist eine andere Geschichte.
Auf der komplett für öffentlichen Verkehr gesperrten Strecke durfte ich mich bergauf und vor allem bergab ordentlich austoben. Schwachstellen am Material konnte ich dabei keine erkennen, ganz im Gegenteil. Ständig beherrschbar, sehr agil aber auch spurtreu und in Kombination mit dem 25 mm breiten Conti 5000TL verdammt schnell, dazu Grip ohne Ende.

Fazit

Rose RC-Fifty Disc
Modelljahr: 2019
Testdauer: 4.000 km, noch im Test
Preis: € 1.399,-
+ moderne, breite für 25 mm optimierte Felge
+ tubeless
+ leicht, steif, schnell
+ wenig anfällig auf Seitenwind
+ angemessener Preis
+ Lager laufen butterweich
o voluminöse Naben
- kein Image wie Zipp
BB-Urteil: Preis-Schlager auf höchstem Niveau!



Wer bis jetzt zögerte, seine Flotte auf Tubeless umzustellen, dem kann ich nur raten, es endlich zu tun und sich bei anfänglichen Rückschlägen nicht entmutigen lassen. Seit ich auf den neuen Continental umgestiegen bin und immerhin auf verschiedenen Rädern ca. 6000 km abgespult habe, hatte ich noch keinen einzigen Defekt.

Um das richtig einschätzen zu können, muss erwähnt werden, dass ich bei konventionellem Setup mit Schlauch im selben Zeitraum normal um die 5 Patschn gehabt hätte. Tubeless ist nicht die Zukunft - denn wer weiß schon was die Zukunft bringt - sondern die Gegenwart. Zur Zeit gibt es nichts Verlässlicheres!

Mit dem RC-Fifty hat Rose den „Sweetspot“ perfekt getroffen. Gute Aerodynamik, geringes Gewicht, hohe Steifigkeit und geringe Anfälligkeit für Seitenwind machen den Laufradsatz zur Allzweckwaffe. Dabei scheut er nicht den Vergleich mit teureren Laufrädern und ist zudem oftmals auch noch deutlich leichter.
Mit € 1.399,00 sind die Rose RC-Fifty Disc zwar kein unmoralisches Schnäppchen, allerdings jeden verdammten Cent wert.


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  1. #1
    rund und gsund Avatar von NoFlash
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    Rose RC Fifty Disc

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  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von WolfgangYüksel
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    kein Image ist doch vollkommen egal, auch Pancho Felgen haben kein Image (z.b.), solange die Felgen gut sind

  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von klemens
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    Seit ich auf den neuen Continental umgestiegen bin und immerhin auf verschiedenen Rädern ca. 6000 km abgespult habe, hatte ich noch keinen einzigen Defekt.

    Um das richtig einschätzen zu können, muss erwähnt werden, dass ich bei konventionellem Setup mit Schlauch im selben Zeitraum normal um die 5 Patschn gehabt hätte.
    Hast du wirklich so viele Patschn? Bei mir ist es zB schon über ein Jahr (ca 10tsd km) her.

  4. #4
    rund und gsund Avatar von NoFlash
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    ja, eigentlich unpackbar viele verglichen mit meinen Trainingskollegen.
    das liegt zum einen daran dass ich zu 95% auf Güterwegen unterwegs bin, die oft durch Landmaschinien völlig versifft sind. zum anderen bin ich natürlich nicht der leichteste = mehr Energie.
    nebenbei erwähnt bin ich nicht sehr zimperlich was Schotterwege und Gemüse betrifft, es ist also zum Teil auch meine eigene Schuld.

    einen Defekt hatte ich bis jetzt mit den Laufrädern. das lag aber nicht am Reifen sondern am vorinstallierten Felgenband. dieses hat es mir durch ein Speichenloch gezogen und ist gerissen, war somit das Ende der Ausfahrt.
    ich kann nur jedem Raten das sofort beim Kauf zu tauschen, das blaue ist richtiger Mist. es hat wirklich bei jeder Bohrung komplett nachgegeben, ein Defekt ist also nur eine Frage der Zeit!

  5. #5
    Re-Member Avatar von kapi
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    Für manche ist Tubeless die Zukunft, für manche die Gegenwart für mich schon wieder Vergangenheit. Konkreter gesagt, die Vorteile von Tubeless überwiegen aus meiner Sicht erst >25mm Reifenbreite, was für mich zugleich die Grenze für reinen Roadeinsatz darstellt.

    Die Probleme in der Praxis:
    -Felgenband kaputt (wie bei NoFlash), passiert das bei einer Ausfahrt hilft meist nur noch das Handy
    -Reifen schlecht zu demontieren
    -Reifen noch schlechter zu montieren (Mavic auf Mavic) oder furchtbar zu montieren (GP5000 auf Mavic)
    -Defektanfälligkeit ist sehr gering, aber nicht signifikant geringer wie Contireifen mit Schlauch, ob ich jetzt alle 10tkm einen Schaden hab oder 12tkm ist mir "powidl"
    -hat man mit Tubeless einen Durchstich/Schaden ist er nach meiner Erfahrung zu 50% so groß dass nix mehr hilft, Schlauch einziehen geht in freier Wildbahn auch nicht (siehe meine Anmerkungen zur De/Montage), zu 25% dichtet es ab, aber erst bei 4bar, pumpt man mehr ein saftelt es wieder nach, also man kommt bis nach Hause, aber das war es schon, da hilft nur von innen verkleben/stopfen oder neuen Reifen, zu 20% ist die Qualität der Milch schon so schlecht dass sie eh nicht mehr hilft, aber die restlichen 5% der Fälle ist es super
    -früher oder später macht die Milch irgendwo eine Sauerei

    In meiner Rennradgruppe hatten schon fast alle Tubeless, jetzt nur noch einer und der hat 28er....
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    Ötztaler 2013: 10:00 | 2014: 8:40 | 2015: 8:26 | 2016: 8:21 | 2017: 8:20 | 2018: 8:58 | 2019: 8:24 | 2020: ?:??

  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von Tom Elpunkt
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    Zum Thema TL am Renner: Habe eigentlich nur wegen dem besseren Komfort auf TL umgestellt, fahre jetzt knapp über 5bar und vorher mit Schlauch 7 und das ist gewaltig, was da für ein Unterschied zu spüren ist. Pannen hatte ich vorher nur sehr selten und bis jetzt nach über 2.200km mit dem Schwalbe (und der soll nicht der beste sein) auch noch nicht.

    25mm montiert auf DT-Swiss Oxic Dicut mit einem Reifenheber und ohne Booster mit normaler Pumpe - easy peasy

  7. #7
    Schokoholiker Avatar von chriz
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    Zitat Zitat von WolfgangYüksel Beitrag anzeigen
    kein Image ist doch vollkommen egal, auch Pancho Felgen haben kein Image (z.b.), solange die Felgen gut sind
    Pancho = Gut, findest?

  8. #8
    Re-Member Avatar von kapi
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    Zitat Zitat von chriz Beitrag anzeigen
    Pancho = Gut, findest?
    Guter Einwand
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  9. #9
    Registrierter Benutzer Avatar von WolfgangYüksel
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    Zitat Zitat von chriz Beitrag anzeigen
    Pancho = Gut, findest?

    hab nur gesagt das die Pancho kein Image haben
    ich bleib bei DT Swiss

  10. #10
    Registrierter Benutzer Avatar von Sali22
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    hallo hannes,
    macht die kombi die rose verbaut, vorne 40 hinten 50 deiner meinung nach sinn oder kann man sich das sparen ?
    ciao sali.
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  11. #11
    rund und gsund Avatar von NoFlash
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    kurzes Update von der Front:
    Die Laufräder rollen immer noch wie ne 1. die Newmen Naben laufen immer noch butterweich!

    der Conti 5000TL ist ein wirklich guter Reifen, egal ob nass oder trocken.
    mit einer kleinen Einschränkung, die Laufleistung ist bei meinem Gewicht (<80kg bei 5-6bar) am Hinterrad auf exakt 4000km begrenzt. damit liegt er zwar genau dort wo auch die anderen Radrennenreifen die ich gefahren bin z.B. Vredestein, Vittoria oder Challenge, aber ich bilde mir ein der 4000er hat 50% länger gehalten. zwar war der nach 4000km eckig wie sau, konnte aber noch weiter gefahren werden.
    beim 5000er kommt das darunter liegende Gewebe durch. so weiterfahren trau ich mich dann doch nicht, vorallem nehmen die Fahreigenschaften dann rapide ab.
    für einen Wettkampfreifen vielleicht okay, da ich aber nur Genussradler bin könnte sich das zu einem teuren Spaß entwickeln. hab jetzt schon zwei Reifen runter, beide nach exakt 4000km kaputt

    hat jemand Erfahrungen mit dem Vittoria Rubino Pro TLR G2.0? der wird mit Langlebigkeit beworben, allerdings waren bei mir bis jetzt alle Vittorias ein Griff ins Klo. Schönwetterreifen brauch ich keinen....
    über den Specialized Roubaix Pro 2Bliss hab ich bis jetzt nur gutes gehört, Erfahrungen?

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  12. #12
    rund und gsund Avatar von NoFlash
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    Zitat Zitat von Sali22 Beitrag anzeigen
    hallo hannes,
    macht die kombi die rose verbaut, vorne 40 hinten 50 deiner meinung nach sinn oder kann man sich das sparen ?
    ciao sali.
    für 50kg Personen vielleicht schon. für gestandene Radfahrer macht die 10mm höhere Felge am Vorderrad vermutlich keinen Unterschied. die Laufräder sind auch im Seitenwind sehr gutmütig und beherrschbar. die paar Gramm die man bei der 40/50 Kombi vielleicht spart sind eher in homöopathischer Dosis.
    persönlich würde ich der höheren Felge immer Vorzug geben, sieht einfach geiler aus.

  13. #13
    Registrierter Benutzer Avatar von Sali22
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    Zitat Zitat von NoFlash Beitrag anzeigen
    für 50kg Personen vielleicht schon. für gestandene Radfahrer macht die 10mm höhere Felge am Vorderrad vermutlich keinen Unterschied. die Laufräder sind auch im Seitenwind sehr gutmütig und beherrschbar. die paar Gramm die man bei der 40/50 Kombi vielleicht spart sind eher in homöopathischer Dosis.
    persönlich würde ich der höheren Felge immer Vorzug geben, sieht einfach geiler aus.
    thx !!
    Nur kein Stress ...

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  14. #14
    Re-Member Avatar von kapi
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    Zitat Zitat von NoFlash Beitrag anzeigen
    ....
    der Conti 5000TL ist ein wirklich guter Reifen, egal ob nass oder trocken.
    mit einer kleinen Einschränkung, die Laufleistung ist bei meinem Gewicht (<80kg bei 5-6bar) am Hinterrad auf exakt 4000km begrenzt. damit liegt er zwar genau dort wo auch die anderen Radrennenreifen die ich gefahren bin z.B. Vredestein, Vittoria oder Challenge, aber ich bilde mir ein der 4000er hat 50% länger gehalten. zwar war der nach 4000km eckig wie sau, konnte aber noch weiter gefahren werden.
    beim 5000er kommt das darunter liegende Gewebe durch. so weiterfahren trau ich mich dann doch nicht, vorallem nehmen die Fahreigenschaften dann rapide ab.
    für einen Wettkampfreifen vielleicht okay, da ich aber nur Genussradler bin könnte sich das zu einem teuren Spaß entwickeln. hab jetzt schon zwei Reifen runter, beide nach exakt 4000km kaputt
    .....
    Das ist grundsätzlich nicht verwunderlich, Conti hat die Gummistärke beim 5000 im Vergleich zum 4000 reduziert und bei der TL Version des 5000 ist sie nochmals dünner als bei der nonTL Version. Wenn man bösartig ist, kann man daraus schließen, dass sie das nur gemacht haben um beim Gewicht und Rollwiderstand Verbesserungen vorweisen zu können (eine versteckte Preiserhöhung gibt es als "Bonus"). Bei der TL Variante hätten Sie es sonst nicht hinbekommen dass der RoWi besser ist als bei der nonTL Variante (bzw fällt er damit nur unter die Kategorie "schwer" und nicht "sackschwer"). Testberichte gewinnt man mit der Strategie auch leichter, also eine win/win/win Situation

    Mir persönlich war beim 4000er der Gummi schon zu dick, am Hinterrad sind für mich >5tkm am ausreichend, daher waren eher RS, TT bzw Force meine Wahl, sonst wird er eh nur eckig und porös.


    Zitat Zitat von NoFlash Beitrag anzeigen
    .....
    hat jemand Erfahrungen mit dem Vittoria Rubino Pro TLR G2.0? der wird mit Langlebigkeit beworben, allerdings waren bei mir bis jetzt alle Vittorias ein Griff ins Klo. Schönwetterreifen brauch ich keinen....
    ....
    Keine direkten, aber bei Vittoria gilt seit ewigen Zeiten:
    -Rollwiderstand oder Pannensicherheit, man kann sich (im Gegensatz zu Conti) nur eines aussuchen
    -Corsa= guter RoWi aber ohne Begleitfahrzeug nicht zu empfehlen
    -Rubino= gute Pannensicherheit, aber frag nicht nach dem RoWi

    Ob das beim TLR auch gilt kann ich nicht sagen, aber Vittoria arbeitet normal an seinem Ruf sehr nachhaltig

    Bei TL dürfte derzeit Schwalbe generell ein bisschen Vorsprung haben, aber da tut sich derzeit viel und ob ich von Schwalbe nochmals ein Fan werde weiß ich nicht.
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  15. #15
    rund und gsund Avatar von NoFlash
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    ich bin schon einige Schwalbe TL gefahren und im einzigem Punkt wo sie Vorsprung haben ist Defektanfälligkeit. geringes Gewicht ist nicht alles

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