Passwort vergessen?
Größe: 175 cm Schrittlänge: 84 cm Gewicht: 70 kg Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt
Derzeit sind die Begriffe "Anyroad" und "Gravel" in aller Munde und stehen für Radfahren auf jeder Art von Untergrund. Verkehrsarme Landstraßen, einsame Güter- und Feldwege wie auch flowige Mountainbiketrails werden von den Anyroad-Bikern befahren und so mancher Racer nimmt obendrein Gentlemen's- oder Cyclocross-Rennen unter die Stollen. Konsequent folgt Ritcheys neuer Swiss Cross Disc diesem aktuellen Trend. So verpassten die Amerikaner dem handgefertigten, aus hitzebehandeltem Triple Butted Ritchey Logic II CrMo-Stahlrahmen eine moderne Gravel-Geometrie, Scheibenbremsenaufnahmen und die WCS Carbon Disc Gabel mit verstärktem Schaft. Auf der Piste erweist sich der "klassische" Crossrahmen als echter Allrounder und gefällt mit seinen Fahreigenschaften genauso, wie mit der wunderbar schlichten WCS-Optik vor dem Café.
* nachträglich Rotor INPower Leistungsmesser eingebaut und die Standard-Züge gegen Jagwire compression-less getauscht, sowie die Spannschrauben an den Bremsbowden entfernt
Die neue Geometrie des Swiss Cross Disc ist näher an einem modernen Gravelbike als am Cyclocrosser. So begünstigen der flache Steuerwinkel und große Gabel-Nachlauf eine schnelle und sichere Gangart bergab, bieten jedoch ein ausreichend agiles Handling für enge, holprige Kurven und giftige Trails.Ein langes Oberrohr und eher kurzes Steuerrohr ermöglichen eine sportliche Sitzposition - das spart Körner im Flachen und sorgt für ordentlich Druck am Vorderrad. Dennoch ist die Geometrie nicht übertrieben aggressiv und der Rahmen-Reach durchwegs um 5 Millimeter kürzer, als man es von Rennrädern gewohnt ist.
Die TRP Hy/Rd Bremsen sind schnell montiert, einfach einzustellen, beißen kräftig zu und lassen sich bestens dosieren. Die 211 Gramm der aktuellen Generation gehen in Ordnung und liegen nur minimal über dem Gewicht des bisherigen Platzhirsches Avid BB7. Dafür sorgen ihre selbstnachstellenden Beläge für gleichbleibend hohe Bremsleistung und gleichmäßigen Verschleiß. Zur Zeit wohl eine der besten mechanisch/hydraulischen Rennrad/CX-Bremsen, die mit günstigen und leichten Standard-Bremshebeln betrieben werden kann. Feines Detail am Rande: die griffigen, semi-metallischen Bremsbeläge von TRP sind kompatibel mit Shimano.
Bei der HY/RD ist die komplette Hydraulik im Bremskörper integriert und der Geberkolben sitzt samt kleinem Ausgleichsbehälter direkt am Bremssattel. Der Hydraulikzylinder wird über einen herkömmlichen Seilzug (bzw. einen Hebelmechanismus mit Kolbenschubstange) angesteuert und überträgt seine Kraft auf zwei Bremskolben. Mit ihren 211 Gramm inklusive der Beläge funktioniert die Disc-Brake mit jedem gängigen Rennrad-Seilzug-Bremshebel. Im direkten Vergleich zu einer Avid BB7-Road (185 g inklusive der Beläge) sind das gerade mal 26 Gramm Mehrgewicht - dafür entfällt das lästige manuelle Nachstellen der Kolben und die Beläge werden geschont.
Beim neuen IN Power sitzt die Messtechnik nicht, wie sonst bei Rotor üblich, in den Kurbelarmen, sondern im Inneren der 30 mm Aluminiumachse. Die Elektronik bringt lediglich ein Mehrgewicht von ca. 50 Gramm mit sich und ist gut vor Erschütterungen und Verunreinigungen geschützt. Der linke Kurbelarm ist mit der Achse fest verbunden, besitzt eine Antenne für die ANT+Übertragung und eine Öffnung zum raschen Austausch einer handelsüblichen AA-Batterie (Laufzeit ca. 300 Stunden, kein Werkzeug zum Wechseln notwendig). Die Leistungsmessung erfolgt einseitig am linken Bein und wird mit dem Faktor Zwei multipliziert.Der wohl größte Vorteil dieses Systems (Elektronik ausschließlich im linken Kurbelarm und der Achse) ist, dass sich alle gängigen Rotor-Antriebe mit 30mm breiter Welle umrüsten lassen. Völlig unabhängig davon ob es sich um 1-, 2-, 3-fach Schaltungen, MTB, RR oder CX-Kettenblatt-Spider handelt - jede bereits vorhandene Rotor-Kurbel (Rex, 3D30, 3D+) lässt sich problemlos und günstig in einen achsbasierten Powermeter verwandeln.Ein eigener Testbericht zur Rotor IN Power folgt in Kürze auf Bikeboard.at
Ritcheys Designer versuchten das beste der beiden Welten - Rennrad und Cyclocross - miteinander zu vereinen und fanden einen ausgezeichneten Kompromiss. So liegt auch die Geometrie des Swiss Cross Disc irgendwo dazwischen, jedoch um ein Euzerl näher beim Rennrad.Der komplett neu entwickelte Rahmen-Rohrsatz (wärmebehandelt und zweifach konifiziert) besitzt eine angenehm hohe Eigendämpfung bei mittlerer Steifigkeit. Dadurch liegt der Allrounder genauso satt auf der Straße, wie auch auf rauester Piste und fühlt sich weder schwammig, noch bockhart an.Die leichte WCS Carbon Gabel ist am Gabelschaft verstärkt um die Bremskräfte aufzufangen, verträgt Scheiben zwischen 140 und 160 mm und glänzt durch ihre gute Dämpfung ohne lästige Vibrationen.Viel Reifenfreiheit, zwei Flaschenhalter und eine durchwegs edle Verarbeitung machen das Swiss Cross Disc zu einem universellen Begleiter in und abseits der Rennsaison.
In wenigen Minuten gratis inserieren – mit Fotos, Preis und Spion-Reichweite in der Bikeboard-Community.
Alle Kommentare (39) im Forum