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Wahoo Elemnt Roam im Test

Wahoo Elemnt Roam im Test

26.11.19 09:37 22Text: Luke BiketalkerFotos: Erwin Haiden, Luke BiketalkerDer größte Spross der Wahoo Elemnt Serie will mit einfacher Bedienbarkeit, langen Akkulaufzeiten und zuverlässiger Navigation punkten - Technik-Muffel Luke Biketalker hat den Roam ausprobiert.26.11.19 09:37 5.166

Wahoo Elemnt Roam im Test

26.11.19 09:37 5.166 Luke Biketalker Erwin Haiden, Luke BiketalkerDer größte Spross der Wahoo Elemnt Serie will mit einfacher Bedienbarkeit, langen Akkulaufzeiten und zuverlässiger Navigation punkten - Technik-Muffel Luke Biketalker hat den Roam ausprobiert.26.11.19 09:37 5.166

Die Zugänge zum Thema Fahrrad sind so vielfältig wie die Tretlagerstandards der Industrie. Mit zu vielen Jahren der Geißelung durch Trainingsplan und Co. im Rücken, war spätestens seit Überschreitung der 80 kg Grenze mein Zugang jener der reinen Freude am Tun.
Zur Tempoverschärfung ermahnende Powermeter oder mit Weganweisungen und Uhrzeitprognosen Hektik erzeugende Fahrradcomputer finden sich selten im Sammelsurium meines radlerischen Glücks. Viel lieber verliere ich mich selbst im dichten Wald und schultere mein Bike, gebe mich der Orientierungslosigkeit in den Weiten des niederösterreichischen Flachlands hin und lasse mich von der rasch nahenden Dämmerung mit dezenten Hinweisen zur vorangeschrittenen Zeit in den einzig möglichen Rückzugsweg drängen. Widerwillig und nur im äußersten Notfall darf mir Google Maps gelegentlich ein klein wenig unter die Arme greifen. Aber eigentlich auch nur in jenen seltenen Fällen, in denen das Smartphone überhaupt mit auf Reisen geht.
Wie der Wahoo ELEMNT Roam mit seiner Datenflut samt Karten in diese Rechnung passt? Um ehrlich zu sein: überhaupt nicht. Doch eine gewisse Skepis des Testers hat noch keinem Testbericht geschadet …

Features, die

Wahoo ELEMNT Roam also. Die jüngste und mit 349 Euro gleichzeitig teuerste Ergänzung im Fahrrad-Computer Lineup Amerikaner. Mit 2.7“ Display zwar gleich groß wie der ELEMNT, dafür aber um einen Farbbildschirm erweitert, bietet der Roam zusammen mit der hilfreichen Companion App - so lehrt es die Wahoo Pressemitteilung - eine ganze Reihe neuer Features:
  • Ein neuer Umgebungslichtsensor passt die Helligkeit automatisch an, sodass der Bildschirm stets gut ablesbar bleibt
  • Strava-Nutzer können nun von Turn by Turn Navigation profitieren
  • Höhenprofile werden nun auch für Runden angezeigt, welche direkt am Gerät oder in der App erstellt wurden
  • Get me started navigiert zurück zur vorgeschlagenen Route, sollte man den Weg verlassen haben
  • Orte können mit Saved Locations gespeichert werden
  • Mit retrace a route kann eine aufgezeichnete Route auf exakt gleichem Weg zurückgefahren werden
  • Route to Start bringt einen auf direktestem Weg zurück zum Startort
  • Neuer Zoom-Modus in den Karten
  • Höhenanzeige als Graph
  • Gut erreichbare Knöpfe an den Seiten...Gut erreichbare Knöpfe an den Seiten...Gut erreichbare Knöpfe an den Seiten...
    Gut erreichbare Knöpfe an den Seiten...
    Gut erreichbare Knöpfe an den Seiten...
  • Die sich im Zangengriff nicht in die Quere kommen.Die sich im Zangengriff nicht in die Quere kommen.Die sich im Zangengriff nicht in die Quere kommen.
    Die sich im Zangengriff nicht in die Quere kommen.
    Die sich im Zangengriff nicht in die Quere kommen.
  • Drei weitere Tasten an der Front. Drei weitere Tasten an der Front.
    Drei weitere Tasten an der Front.
    Drei weitere Tasten an der Front.
  • Dazu zwei LED Balken, die mit unterschiedlichen Funktionen belegt werden können.
Dazu zwei LED Balken, die mit unterschiedlichen Funktionen belegt werden können.
    Dazu zwei LED Balken, die mit unterschiedlichen Funktionen belegt werden können.
    Dazu zwei LED Balken, die mit unterschiedlichen Funktionen belegt werden können.
  • Ein Umgebungssensor steuert auf Wunsch die Bildschirmhelligkeit.Ein Umgebungssensor steuert auf Wunsch die Bildschirmhelligkeit.
    Ein Umgebungssensor steuert auf Wunsch die Bildschirmhelligkeit.
    Ein Umgebungssensor steuert auf Wunsch die Bildschirmhelligkeit.
  • Die Rückseite des Roam ist auf die Aero-Halterung hin optimiert.Die Rückseite des Roam ist auf die Aero-Halterung hin optimiert.
    Die Rückseite des Roam ist auf die Aero-Halterung hin optimiert.
    Die Rückseite des Roam ist auf die Aero-Halterung hin optimiert.

Viele Features, ohne deren Kenntnis ich wohl auch glücklich geworden wäre. Doch vermutlich wäre ich auch mit Schläuchen im Reifen, starren Gabeln und ohne Dropper-Posts glücklich geworden. Wie immer bei Luxusgegenständen geht es auch ohne sie - doch mit ihnen wird eben alles ein Stück weit angenehmer. Erkaufte Lebensqualität, wenn man so möchte. Und damit sollte sich nun vor allem die Route to Start - aka Abbruch - Funktion angesprochen fühlen. Doch dazu später mehr.
Dazu gibt es nebst den Smart Navigation-Funktionen noch die Option, einen Zielpunkt direkt am Roam (oder via Smartphone) zu wählen. Perfect View nennt sich die Zoomfunktion, mit Hilfe derer Datenfelder und auch die Karte selbst rasch auf die gewünschte Informationsgröße skaliert werden. Und die Quick-Look LED Leisten für Navigation und farbliche Erkennung der Zielbereiche im Training ist natürlich auch am Topmodell integriert. Außerdem ist der Roam zu zig Fitness-, Rad- und Navigationsapps kompatibel und weiß auch mit einer Reihe von Indoor-Training-Features (Strecken nachfahren, Widerstand konstant halten etc…) zu überzeugen.

  • Der Wahoo ELEMNT Roam und seine Halterungen
    Der Wahoo ELEMNT Roam und seine Halterungen
    Der Wahoo ELEMNT Roam und seine Halterungen
  • Die Aero-Halterung ist schick, wenn auch etwas weich.Die Aero-Halterung ist schick, wenn auch etwas weich.
    Die Aero-Halterung ist schick, wenn auch etwas weich.
    Die Aero-Halterung ist schick, wenn auch etwas weich.
  • Das soll allerdings bereits behoben sein. An der Hinterseite findet sich eine Abdeckung mit einem weiteren Montagepunkt.  Ob hier eine Lampe in Aussicht steht?Das soll allerdings bereits behoben sein. An der Hinterseite findet sich eine Abdeckung mit einem weiteren Montagepunkt.  Ob hier eine Lampe in Aussicht steht?
    Das soll allerdings bereits behoben sein. An der Hinterseite findet sich eine Abdeckung mit einem weiteren Montagepunkt. Ob hier eine Lampe in Aussicht steht?
    Das soll allerdings bereits behoben sein. An der Hinterseite findet sich eine Abdeckung mit einem weiteren Montagepunkt. Ob hier eine Lampe in Aussicht steht?
  • Weniger ansprechend: Weniger ansprechend:
    Weniger ansprechend:
    Weniger ansprechend:
  • Der Kabelbinder-Salat für die kleine Lenker- und Vorbauhalterung.Der Kabelbinder-Salat für die kleine Lenker- und Vorbauhalterung.
    Der Kabelbinder-Salat für die kleine Lenker- und Vorbauhalterung.
    Der Kabelbinder-Salat für die kleine Lenker- und Vorbauhalterung.

Setup, das

Für Technikverweigerer, derer ich einer bin, kann es mitunter schon dauern, bis sich das Setup neuer Geräte vollends erschließt. Ganz anders am ELEMNT Roam. Die Wahoo Companion App ist rasch auf Android und iOS installiert und führt praktisch von selbst durch das Setup des Roam. Den QR-Code am Display des Roam vor die Kamera des iPhones gehalten, wird er prompt erkannt. Direkt über die App kann der Roam dann auch gleich ans WLAN gekoppelt und aktualisiert werden.
Vorgefertigte Datenfelder stehen zur Konfigurierung bereit, es können aber auch ganz eigenen Seiten mit bis zu elf Datenfeldern erstellt werden. Leistung, Di2-Ganganzeige, Höhendaten, Streckendaten, Karten und Abbiegehinweise, Herzfrequenz, Geschwindigkeit - die mögliche Datenflut und deren Aufbereitung (diverse Durchschnittswerte, Runden und mehr) ist unglaublich groß. Hier kann sich jeder genau das heraussuchen, was er tatsächlich für wissenswert hält. Die Datenfelder können auch gereiht werden. Im Perfect View Zoom reduzieren sich die elf Felder dann schrittweise und lassen je nach Zoomfaktor eben nur noch die zuoberst gereihten Felder - dafür umso größer - am Bildschirm stehen.

  • Direkt über die App lassen sich sowohl BenutzerdatenDirekt über die App lassen sich sowohl Benutzerdaten
    Direkt über die App lassen sich sowohl Benutzerdaten
    Direkt über die App lassen sich sowohl Benutzerdaten
  • als auch das Gerät selbst konfigurieren. Von Sensoren überals auch das Gerät selbst konfigurieren. Von Sensoren über
    als auch das Gerät selbst konfigurieren. Von Sensoren über
    als auch das Gerät selbst konfigurieren. Von Sensoren über
  • Smart Notifications bis hin zur BeleuchtungSmart Notifications bis hin zur Beleuchtung
    Smart Notifications bis hin zur Beleuchtung
    Smart Notifications bis hin zur Beleuchtung
  • sowie den Hinweistönen und sowie den Hinweistönen und
    sowie den Hinweistönen und
    sowie den Hinweistönen und
  • den LEDs lässt sich alles am Smartphone einstellen.den LEDs lässt sich alles am Smartphone einstellen.
    den LEDs lässt sich alles am Smartphone einstellen.
    den LEDs lässt sich alles am Smartphone einstellen.
  • Für eine neue Trainingsseite kann man ebenfalls am Smartphone einfach einen Namen wählenFür eine neue Trainingsseite kann man ebenfalls am Smartphone einfach einen Namen wählen
    Für eine neue Trainingsseite kann man ebenfalls am Smartphone einfach einen Namen wählen
    Für eine neue Trainingsseite kann man ebenfalls am Smartphone einfach einen Namen wählen
  • und hat dann die Wahl aus unzähligen Parametern.und hat dann die Wahl aus unzähligen Parametern.
    und hat dann die Wahl aus unzähligen Parametern.
    und hat dann die Wahl aus unzähligen Parametern.
  • Von Distanz über Karten, Sauerstoffsättigung, Herzfrequenz,Von Distanz über Karten, Sauerstoffsättigung, Herzfrequenz,
    Von Distanz über Karten, Sauerstoffsättigung, Herzfrequenz,
    Von Distanz über Karten, Sauerstoffsättigung, Herzfrequenz,
  • Leistung in all ihren DarstellungsvariantenLeistung in all ihren Darstellungsvarianten
    Leistung in all ihren Darstellungsvarianten
    Leistung in all ihren Darstellungsvarianten
  • oder Workout-Funktionen können 11 Datenfelder gewählt und gereiht werden. Im Zoom lassen sie sich dann am Gerät ein- oder ausblenden.oder Workout-Funktionen können 11 Datenfelder gewählt und gereiht werden. Im Zoom lassen sie sich dann am Gerät ein- oder ausblenden.
    oder Workout-Funktionen können 11 Datenfelder gewählt und gereiht werden. Im Zoom lassen sie sich dann am Gerät ein- oder ausblenden.
    oder Workout-Funktionen können 11 Datenfelder gewählt und gereiht werden. Im Zoom lassen sie sich dann am Gerät ein- oder ausblenden.

Strecken und Trainings

In der App lassen sich über den Punkt Workout - no na - fertige Workouts auf den Wahoo spielen. 20 und 8 Minuten FTP Test sowie einige Workouts sind vorinstalliert, alle anderen Einheiten können über Trainingspeaks sowie Today’s Plan synchronisiert werden.
Weitaus häufiger dürfte allerdings der Punkt Strecken genutzt werden. Hier stehen gleich mehrere Optionen zur Wahl. Neben einem Navi-typischen „bring mich zu“ sowie „zurück zum Start“ können auch Routen aus dem Verlauf wiederholt, aus Apps wie Strava, Komoot, MTB Project und Single Tracks importiert oder direkt als .gpx, .tcx oder .fit geladen werden. Der Vorgang selbst ist dabei deppeneinfach: Route entweder auf Strava, Komoot und Co selbst planen und zusammenklicken oder eine vorgefertigte Route direkt über die Companion App mit kompatiblen Apps synchronisieren. Alternativ kann auch eine gpx. Datei, etwa von bergfex.at, geladen werden. Die Datei kann dann direkt am Handy geöffnet und auf die Companion App weitergeschoben werden. Dann kann Route begutachtet und benannt werden und über Syncronize via Wlan auf den Wahoo übertragen werden. Dann gilt es nur noch, via Route "Strecke Nachfahren" zu klicken und nachzufahren, auf Wunsch auch mit Turn by Turn Navigation vom aktuellen Standort zum Start der Route. Easy as Shit.

  • gpx. Datei etwa von Bergfex.at laden, am Handy speichern und die Wahoo App wählen.gpx. Datei etwa von Bergfex.at laden, am Handy speichern und die Wahoo App wählen.
    gpx. Datei etwa von Bergfex.at laden, am Handy speichern und die Wahoo App wählen.
    gpx. Datei etwa von Bergfex.at laden, am Handy speichern und die Wahoo App wählen.
  • Danach hilft der Assistent bei der Einspeisung der Daten.Danach hilft der Assistent bei der Einspeisung der Daten.
    Danach hilft der Assistent bei der Einspeisung der Daten.
    Danach hilft der Assistent bei der Einspeisung der Daten.
  • Der Track muss dann nur noch ausgewählt werdenDer Track muss dann nur noch ausgewählt werden
    Der Track muss dann nur noch ausgewählt werden
    Der Track muss dann nur noch ausgewählt werden
  • und steht zur Abfahrt bereit. Auf Wunsch kann auch vom aktuellen Stand- zum Startpunkt navigiert werden.und steht zur Abfahrt bereit. Auf Wunsch kann auch vom aktuellen Stand- zum Startpunkt navigiert werden.
    und steht zur Abfahrt bereit. Auf Wunsch kann auch vom aktuellen Stand- zum Startpunkt navigiert werden.
    und steht zur Abfahrt bereit. Auf Wunsch kann auch vom aktuellen Stand- zum Startpunkt navigiert werden.

In der Hand und unterwegs

Praktisch und durchdacht sind die Bedienelemente am Roam so angelegt, dass stets dort, wo sich Tasten befinden, keinerlei Tasten an der gegenüberliegenden Seite platziert sind. Das Gerät lässt sich so gut im Zangengriff bedienen, ohne aus Versehen falsche Befehle zu erteilen.
Der Start benötigt etwas Zeit, das GPS-Signal wird dann dafür rasch gefunden. Mattiertes Gorilla-Glas hält selbst im Sonnenlicht Reflexionen in Grenzen und das Display bleibt auch bei voller Betrahlung sehr gut ablesbar. Bei aktiviertem Umgebungs-Sensor passt sich die Helligkeit binnen Sekunden - etwa bei Tunneldurchfahrten - an.
Am Lenker lässt sich der Wahoo ELEMNT Roam auf zwei Arten montieren. Einmal mit der mitgelieferten Aero-Halterung, und einmal mit einem von Garmin und Co bekannten Mini-Adapter, welcher direkt am Lenker oder Vorbau befestigt wird. Ersterer sorgt für eine cleane Optik, ist aber auch etwas weich. Dies führt einerseits auf schlechten Wegen zu Vibrationen und andererseits in der Ein-Hand-Bedienung zu etwas erschwerter Tastenbedienung - womit wir beim bereits erwähnten Zangengriff landen. Wer häufiger das Rad wechselt, wird sich vielleicht auch an der Kabelbinder-Montage des zweiten kleinen Adapters stören. Ein Gummi-Band wäre hier wohl sinnhafter gewesen.

Im Navigation-Modus zeigen auf der Karten-Seite schwarze Pfeile die Route an, Turn-by-Turn Hinweise geben an, wann wohin abgebogen werden soll und wie weit es geradeaus geht, bevor ein neuerlicher Hinweis bevorsteht. Selbst der Straßenname wird, sofern vorhanden, angezeigt. Dazu muss man übrigens nicht auf der Karten-Seite bleiben, sondern kann auch in eine der anderen konfigurierten Seiten wechseln. Dort stehen die Informationen dann als Pop-Up zur Verfügung.
Verfährt man sich dennoch, informieren die stirnseitigen LEDs, welche davor noch in weiß auf die Abbiegerichtung hingewiesen hätten, über den Fahrfehler. Ist man zurück auf Kurs, blinken die LEDs grün. Was ebenfalls hervorragend funktioniert, ist die Neuberechnung. Wer stur auf falschem Kurs bleibt, kann binnen weniger Meter bereits mit einer neuen Streckenführung rechnen - da ist selbst Google-Maps nicht schneller. Leider scheint die Meterangabe nicht sehr exakt und Kreuzungspunkte werden mitunter um 40 bis 50 Meter daneben angezeigt. Dafür ist der Pfeil am Display sehr präzise. Im Zweifel sollte man also der Grafik und nicht den Zahlen Glauben schenken.

  • Route zum Start der eigentlich geladen Route. Ja, wir möchten.Route zum Start der eigentlich geladen Route. Ja, wir möchten.
    Route zum Start der eigentlich geladen Route. Ja, wir möchten.
    Route zum Start der eigentlich geladen Route. Ja, wir möchten.
  • Nun gilt es nur, den Brotkrumen zu folgen.Nun gilt es nur, den Brotkrumen zu folgen.
    Nun gilt es nur, den Brotkrumen zu folgen.
    Nun gilt es nur, den Brotkrumen zu folgen.
  • So sieht ein sachdienlicher Hinweis aus...So sieht ein sachdienlicher Hinweis aus...
    So sieht ein sachdienlicher Hinweis aus...
    So sieht ein sachdienlicher Hinweis aus...
  • Hier geht es allerdings eher gerade aus denn leicht rechts. Und 70 m sind wohl auch 30 zu weit gegriffenHier geht es allerdings eher gerade aus denn leicht rechts. Und 70 m sind wohl auch 30 zu weit gegriffen
    Hier geht es allerdings eher gerade aus denn leicht rechts. Und 70 m sind wohl auch 30 zu weit gegriffen
    Hier geht es allerdings eher gerade aus denn leicht rechts. Und 70 m sind wohl auch 30 zu weit gegriffen

Dass ein modernes Navi einem Track folgen, aufzeichnen und via „Zurück zum Start“ zurückrouten kann, ist obligat. Was am Roam aber begeistert, sind die Funktionen „Route zum Startpunkt“ und „Bring mich zu“. Erstere findet von einem beliebigen Punkt einen Rückweg zurück zum Starpunkt der Route. „Bring mich zu“ findet entweder den Weg zu einem vorab gespeicherten Ort - die eigenen vier Wände, ein Parkplatz, Bahnhof, Hotel oder Campingplatz. Oder man sucht sich direkt via Fadenkreuz einen Punkt auf der Karte. Ab dann findet der Roam selbstständig den Weg zum erwählten Punkt.
Perfekt als Exit-Strategie, auch und vor allem auf Erkundungstouren ohne Route oder als Notfallstrategie bei Schlechtwettereinbrüchen. Ein Feature, das auch für jene Sinn macht, die sonst wenig mit Navigation anzufangen wissen.

Je nach Navigation-Modus - es stehen die Optionen MTB, Straße, Cross und Hybrid zur Wahl - können die selbsterstellten Streckenvorschläge des Roam (sprich das, was nicht als Karte geladen wurde, sondern durch Route Back Home oder Route zum Ziel das Gerät selbst erstellt) allerdings recht kreativ ausfallen. Da kann es schon mal sein, dass man für 50 Meter den links neben der Straße geführten Radweg verlassen soll um im Verkehr weiterzurollen, obwohl der Weg geradeaus weiterführen würde. Ignoriert man den offensichtlichen Irrtum - oder verfährt sich mal wirklich - rechnet der Roam binnen Sekunden um und findet klaglos einen neuen Weg. Im MTB-Modus kennt der Wahoo dann auch schon mal einen Abschneider über die Pferdekoppel in der Nachbarschaft - auf Wegen, deren Existenz sich nicht einmal Einheimische bewusst waren, die aber tatsächlich existieren. Expedition 2.0, wenn man so möchte.

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Ebenfalls nicht ganz fehlerfrei ist die Funktion des Wahoo in schwierigem Gelände, sprich bewaldetem Gebiet und engen Gräben. Hier geht das Signal trotz GPS, GLONASS, BEIDOU Galileo und QZSS häufiger verloren, als einem lieb ist, denkt das Gerät, man fahre einen Weg höher oder tiefer und quittiert seinen Unmut mit nervigem Gepiepse.

Die Akkuleistung entspricht je nach Modus und Empfangsqualität in etwa den angepriesenen 17 Stunden, 15 Stunden sind ein realistischer Orientierungspunkt.
Lustiges Gimmick am Rande: Andere Wahoo User werden auf der Karte erkannt und mit ihrem Nickname eingeblendet. Ein feines Feature ist auch das auf Wunsch eingeblendete Höhenprofil der anstehenden Kilometer. Dort sieht man gut, welche Rampen in den kommenden Minuten bevorstehen und wann die Qual ein Ende nimmt, oder ob es sich überhaupt lohnt, die Jacke noch auszuziehen, da ohnehin eine lange Abfahrt bevorsteht.
Wer Indoor fährt, kann dem Wahoo sogar dies mitteilen und hat dann eigene Modi hierfür zur Auswahl. Und dass Trainingspläne implementiert und direkt am Gerät Intervalle samt Aufwärmprogramm nachgefahren werden können, ist ebenfalls mehr als bloß ein schlaues Feature.

Fazit

Wahoo ELEMNT Roam
Modelljahr: 2019
Testdauer: 2 Monate
Preis: € 349,-
+ Lange Akkulaufzeit
+ Gute Ablesbarkeit des Displays
+ Schnelle Umrechnung bei " Verfahrern"
+ Die Exit-Strategien dank Route Nach Hause, zurück zum Start usw.
+ Einfaches Setup
+ Unkomplizierte Strecken-Einpflegung
+ Tasten
o Weiche Aero-Halterung (Vorserie) vibriert stark
- kleine Navi-Bugs (Entfernungsangaben, Signalverlust in schwierigem Gelände ...)
BB-Urteil: Narrensichers Setup mit smarten Features - Exit all Areas

Unterm Strich ist Wahoo mit dem ELEMNT Roam, dem größten Vertreter der ELEMNT Serie, ein großer Wurf gelungen. Setup und Bedienung sowie Interaktion mit dem Smartphone sind intuitiv und bedürfen keiner langen Beschäftigung. Das Display ist unter allen Bedingungen gut ablesbar und die sparsam gesetzten Farbakzente am Display sorgen für gute Übersicht in den Karten und Menüfeldern (so werden etwa Hauptstraßen und Gewässer, aber auch Leistungswerte farblich abgehoben). Die lange Akkulaufzeit ermöglicht eine sorgenfreie Fahrt, die Navigation ist - mit kleinen Bugs - sehr präzise und Features wie Route zum Start der Tour oder die Navigation nach Hause direkt am Gerät erweitern das Einsatzgebiet.
Wahoo ist ständig bemüht, die Software zu verbessern, was sich auch bereits während der Testphase mehr als einmal bezahlt gemacht hat. Wir sind zuversichtlich, dass auch die oben beschriebenen Bugs in naher Zukunft noch verschwinden werden.

Die weiche Aero-Halterung unseres Testmusters soll in Serie bereits durch ein stabileres Pendant ersetzt worden sein. Zum Preis von 349 Euro bietet Wahoo eine intuitive Alternative zu Garmin, Einbindung diverser Apps wie Strava, Komoot und Trainingspeaks inklusive.


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Ergebnis 1 bis 15 von 19
  1. #1
    Registrierter Benutzer
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    krieglach
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    Wahoo Elemnt Roam im Test

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  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von WolfgangYüksel
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    Narrensichers Setup => korrekt und beschreibt den größten Vorteil des Wahoo - man kann alles im Mobiltelefon konfigurieren ohne sich verwinden zu müssen.
    in allen anderen Belangen steht Garmin bei mir weit über Wahoo, aber hier gilt - Geschmäcker sind verschieden und beide funktionieren
    2019 - 14.460km 190.000hm

  3. #3
    Mostly harmless Avatar von thingamagoop
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    Zitat Zitat von WolfgangYüksel Beitrag anzeigen
    Narrensichers Setup => korrekt und beschreibt den größten Vorteil des Wahoo - man kann alles im Mobiltelefon konfigurieren ohne sich verwinden zu müssen.
    Das stimmt, wobei es beim Garmin am Touchscreen auch halbwegs problemlos geht. Und: wie oft richtet man so ein Teil schon ein.

    Kann man am Yahoo direkt GPX-Dateien übers Smartphone laden? Das ist so ziemlich das einzige, was mich am Garmin nervt. Wobei es über den Umweg über Komoot auch geht. Aber umständlich halt.

  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von 123mike123
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    Zitat Zitat von thingamagoop Beitrag anzeigen
    Das stimmt, wobei es beim Garmin am Touchscreen auch halbwegs problemlos geht. Und: wie oft richtet man so ein Teil schon ein.

    Kann man am Yahoo direkt GPX-Dateien übers Smartphone laden? Das ist so ziemlich das einzige, was mich am Garmin nervt. Wobei es über den Umweg über Komoot auch geht. Aber umständlich halt.
    Sowieso. - Auch auf den Vorgängermodellen.

  5. #5
    Mostly harmless Avatar von thingamagoop
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    Danke!

  6. #6
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    Danke für den Post!
    Welche Karten können auf dem Wahoo geladen/angezeigt werden (z.B. OpenMTB, Openfiets, Topo)?
    Ist die Auswal von einer/mehreren Karten möglich?

  7. #7
    sieht´s ziemlich locker Avatar von woha
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    Sorry für OT:
    Bild 31: Violette Socken passend zum Bike wären besser gewesen
    Sport soll ganz einfach Spaß machen,...

    Meine Börse,...
    http://bikeboard.at/bikeboerse_neu.php?mode=3

  8. #8
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    krieglach
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    Zitat Zitat von woha Beitrag anzeigen
    Sorry für OT:
    Bild 31: Violette Socken passend zum Bike wären besser gewesen
    Nope - Orange zu den orangen Streifen am Presswurstanzug

  9. #9
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    Zitat Zitat von woha Beitrag anzeigen
    Sorry für OT:
    Bild 31: Violette Socken passend zum Bike wären besser gewesen
    Da wäre ich auch für!
    Die
    https://nologo.cc/product/purple-cycling-socks/
    oder die
    https://www.pongolondon.cc/collectio...le-pro-classic
    Kann beide empfehlen!!

  10. #10
    it´s me! Avatar von Blackburger
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    Zitat Zitat von thingamagoop Beitrag anzeigen
    direkt GPX-Dateien übers Smartphone laden.
    Funktioniert doch auch am Garmin. Brauchst ja nur in Connect kopieren.

  11. #11
    Mostly harmless Avatar von thingamagoop
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    Zitat Zitat von Blackburger Beitrag anzeigen
    Funktioniert doch auch am Garmin. Brauchst ja nur in Connect kopieren.
    Jein. Über die Connect App eben leider nicht. Da muss man über den Handybrowser gehen, was ein ziemlicher Krampf ist. Ist zwar bei Komoot das gleiche, aber die haben eine Seite wo man am mobilen Browser problemlos zum hochladen kommt. Ist leider alles andere als ideal. Eigentlich sollte man so eine Datei über die Connect-App direkt hochladen können. Andererseits wird die Funktion selten benötigt und da reicht mir dann die Komoot-Lösung. Sonst kann ich mich beim 830er echt über nix beschweren....

  12. #12
    it´s me! Avatar von Blackburger
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    okay, das wäre dann aber ein Rückschritt. Bei meinem Edge 1000 muss ich die .gpx-Datei nur in die Garmin Connect App kopieren und kann sie von dort aus ans gerät senden. Egal ob die gpx von einer Webseite einem email-Programm oder per Whatsapp ankommt.

    Ich wähle die Datei einfach aus und mit der Funktion "in Connect kopieren" öffnet sich diese im Connect und du hast eine neue Strecke. Dort kann ich diese noch bearbeiten und umbenennen. Mit den 3 Punkten rechts oben und der Funktion "an Gerät senden" hast diese nach dem Synchronisieren auf dem Gerät verfügbar.

    Funktioniert bei mir sowohl beim Edge 1000 und der Fenix 5 PLUS und ist nicht umständlich.

  13. #13
    Mostly harmless Avatar von thingamagoop
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    Hmm....muss ich mal ausprobieren mit "öffnen mit". Ich hab sonst nur in der App selbst geschaut ob man das GPX wo hochladen kann....

  14. #14
    Re-Member Avatar von kapi
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    Die weiche Aero-Halterung unseres Testmusters soll in Serie bereits durch ein stabileres Pendant ersetzt worden sein.
    Das halte ich für zumindest hinterfragenswürdig. Von der ersten Serie des Roam (im Mai) wurden nur wenige Stück ausgeliefert, dann wurde die Auslieferung gestoppt da die Halterungen serienweise gebrochen sind. Die zweite Serie gab es ab Juli, da dürfte es keine Probleme mehr mit gebrochenen Halterungen geben, allerdings ist die Halterung noch immer nicht besonders steif.

    Also sofern das Testmodell nicht aus der ersten Charge im Mai stammt ist das die aktuelle Halterung, außer Wahoo hätte die Halterung nochmals überarbeitet, aber davon ist mir nichts bekannt.
    Geändert von kapi (01-12-2019 um 11:57 Uhr)
    kapi auf Strava

    Ötztaler 2013: 10:00 | 2014: 8:40 | 2015: 8:26 | 2016: 8:21 | 2017: 8:20 | 2018: 8:58 | 2019: 8:24 | 2020: ?:??

  15. #15
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    Also ich hab mir nach dem Totalschaden meines Elemnt als Nachfolger im Oktober den Elemnt Roam gekauft - die Halterung ist definitiv grundsolide und steif. Das Gerät entspricht den Erwartungen, die großen Tasten an der Oberseite sind allerdings mit Handschuhen fast nicht zu bedienen -zu tief ins Gehäuse gesetzt. Der Rest ist wie beschrieben, der Lichtsensor sehr angenehm.
    Mich stört nur mein Hang zur Diktatur!

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