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Schwalbe Aerothan Tubes vs. Tubeless

Schwalbe Aerothan Tubes vs. Tubeless

29.03.22 07:35 43.822Text: NoPainFotos: Erwin Haiden, NoPainAerothan is the new Tubeless. Praxis- und Langzeitttest der vielversprechenden Fahrradschlauch-Technologie inklusive aller Vor- und Nachteile gegenüber Tubeless-Systemen.29.03.22 07:35 44.243

Schwalbe Aerothan Tubes vs. Tubeless

29.03.22 07:35 44.24347 Kommentare NoPain Erwin Haiden, NoPainAerothan is the new Tubeless. Praxis- und Langzeitttest der vielversprechenden Fahrradschlauch-Technologie inklusive aller Vor- und Nachteile gegenüber Tubeless-Systemen.29.03.22 07:35 44.243

Noch während Schwalbe das Thema Road Tubeless radikalst vorantrieb wie kein anderer Reifenhersteller und auch (erst kürzlich) sein komplettes Road- und MTB-Performance-TLE-Portfolio auf den neuesten Stand brachte, arbeitete man still und heimlich an einer Tubeless-Alternative - dem Fahrradschlauch aus Aerothan. Über fünf Jahre wollen die Deutschen gemeinsam mit BASF das neuartige, thermoplastische Polyurethan (kurz: TPU) entwickelt haben und es sollte sich auszahlen.

Die neuen Aerothan-Schläuche möchten gegenüber herkömmlichen Butyl-/Latexschläuchen neue Maßstäbe in puncto Gewicht, Pannensicherheit, Fahreigenschaften, Montagefreundlichkeit und Packmaß setzen und könnten auch für so manch eingefleischten Tubeless-Piloten die bessere Option darstellen. Wir durften die neuen Wunderwuzzis bereits einige Monate am Gravelbike fahren und unsere ersten Eindrücke bestätigten diese Behauptung. Die Aerothan Tubes scheinen ihren Pendants aus Butyl, Latex oder anderen Kunststoffen deutlich überlegen zu sein und vermitteln ein nahezu ähnlich performantes Fahrerlebnis wie mit einem guten Tubeless-Setup.


Über Aerothan

Mit thermoplastischem Polyurethan namens Aerothan möchten die Schwaben den Fahrradschlauch neu definieren. Und vertraut man den angegebenen Leistungswerten, so wäre es durchaus legitim, dieses Novum mit einer echten Revolution gleichzusetzen. Denn die neuen Aerothan Tubes "Made in Germany" sollen nicht nur völlig frei von Gummi und recyclingfähig hergestellt sein, sondern versprechen äußerst niedriges Gewicht, hohe Stabilität sowie Hitzebeständigkeit, niedrigen Rollwiderstand und eine überragende Pannensicherheit.

In Zahlen verheißt Schwalbes Innovation eine Gewichtseinsparung von rund 40% gegenüber eines vergleichbaren Extralight Schlauches. 41 Gramm wiegt die leichteste Rennrad-Variante, das MTB-Pendant in 54/62-622 für den durchschnittlichen 29er Reifen soll 87 g auf die Waage bringen. Das entspricht am Rennrad gut 100 Gramm an Einsparungen gegenüber herkömmlichen Schläuchen und am breit bereiften Gravelbike wären sogar bis zu 180 Gramm möglich - pro Bike, wohlgemerkt.

Dem nicht genug sollen die Aerothan-Schläuche auch den widersprüchlichen Spagat aus Leichtgewicht und Pannensicherheit machen. Besonderheiten wie hohes Rückstellvermögen, enorme Zugfestigkeit, überragende Dämpfung und extreme Hitzebeständigkeit, allesamt nachzulesen in der ersten Presseaussendung, klingen wie echte Killerargumente gegenüber Schläuchen aus Butyl, Latex oder anderen Kunststoffen.

Performance (Quelle: Schwalbe Testlabor)

Im Stichtest (Plunger Test), der das Eindringen eines kleinen Gegenstands simuliert, zeigt sich Aerothan mit stolzen 47 Newton Kraftaufwand gegenüber anderen Materialien mehr als doppelt so robust. Und auch beim Snake Bite-Test mittels Fallbeil soll der Schlauch aus Aerothan deutlich höhere Kräfte aushalten als Butyl-, Latex- oder andere Kunststoffschläuche. Vor allem für Besitzer von Rennrädern mit Felgenbremsen interessant: mit über 150°C bei 78 km/h getestet, ist seine Beständigkeit gegenüber Hitze ebenfalls top.

Die hohe Formstabilität des Materials soll weitere Vorteile gewährleisten. Einerseits platzen Aerothan Tubes nicht schlagartig, sondern die Luft entweicht im Falle eines Defektes nur langsam; andererseits soll das Fahrverhalten selbst bei niedrigem Luftdruck stabil bleiben. Durchschläge oder gefürchtetes Burping verlieren so ihren Schrecken.

Gepaart mit dem geringen Rollwiderstand, welcher gemäß Schwalbes hauseigenem Prüfstand auf Augenhöhe mit Latexschläuchen liegt, macht Aerothan aber nicht nur Butyl & Co. Konkurrenz, sondern sollte auch für viele Tubeless-Fahrer eine performante Alternative sein.

Aber selbst der beste Fahrradschlauch aus High-End-Basismaterial vermag seine Performance bezüglich Gewicht, Stabilität und Pannenschutz nur dann voll zu entfalten, wenn es gelingt, diesen in gleichbleibender Qualität und unter geringstmöglichen Fertigungstoleranzen herzustellen.

Darum werden alle Aerothan Tubes im Blasfolienextrusionsverfahren als Endlosschlauch hergestellt, abgelängt und mittels eines patentierten Verfahrens in Reichshof/Deutschland gefertigt. Das besondere daran ist ein hochpräziser Laser, der Ventil und Schlauch miteinander verschweißt und extrem flache Nähte erzeugt. Diese Eigenschaft ist nicht nur einem präzisen Fahrverhalten zuträglich, sondern spielt auch eine wichtige Rolle beim Vermeiden von Pannen - schließlich sind die Nähte einem extremen mechanischen Stress ausgesetzt. Da es sich bei Aerothan um einen flexiblen Werkstoff handelt, spricht Schwalbe trotz aufwendigster Fertigungs- und Kontrollverfahren von möglichen Gewichtsabweichungen von +/- 5%.

Aerothan Spezifikationen und Dimensionen

Der neue Aerothan-Schlauch wird seit Oktober dieses Jahres für die gängigsten Reifengrößen angeboten: als RACE (Rennrad für 23-28 mm), ENDURACE RACE (Rennrad für 28-35 mm), ALLROUND (Gravel/Trekking für 37-50 mm) und MTB/MTB+ (Mountainbike für viele Laufradstandards und Reifenbreiten). Dabei besitzen ausnahmslos alle Schlauchvarianten ein 40-mm-Sclaverand-Ventil - allerdings mit einem herausschraubbaren Ventilkörper für Ventilverlängerungen.


  • Aerothan Tube RaceUVP € 27,90 ab 41gAerothan Tube RaceUVP € 27,90 ab 41g
    Aerothan Tube Race
    UVP € 27,90 ab 41g
    Aerothan Tube Race
    UVP € 27,90 ab 41g
  • Aerothan Tube AllroundUVP € 27,90 ab 61gAerothan Tube AllroundUVP € 27,90 ab 61g
    Aerothan Tube Allround
    UVP € 27,90 ab 61g
    Aerothan Tube Allround
    UVP € 27,90 ab 61g
  • Aerothan Tube MTBUVP € 29,90 ab 81gAerothan Tube MTBUVP € 29,90 ab 81g
    Aerothan Tube MTB
    UVP € 29,90 ab 81g
    Aerothan Tube MTB
    UVP € 29,90 ab 81g

Aerothan Tube Ausführungen

Kategorie ETRTO Dimensionen Ventil* Gewicht UVP (€)
13E MTB 54/62-559
(26")
54-559 26 x 2.10
57-559 26 x 2.25
60-559 26 x 2.35
62-559 26 x 2.40
SV 40mm 81 g 27,90
16E ENDURANCE RACE 28/35-622
(28"/700C)
28-622 700x28C
30-622 700x30C
33-622 28 x 1.30
35-622 28 x 1.35
SV 40mm 50 g 27,90
17E ALLROUND 37/50-622
(28"/700C)
37-622 700x35C
40-622 700x38C
42-622 700x40C
44-622 28 x 1.65
47-622 28 x 1.75
50-622 28 x 2.00
SV 40mm 61 g 27,90
19E MTB 54/62-622
(29")
54-622 29 x 2.10
57-622 29 x 2.25
60-622 29 x 2.35
62-622 29 x 2.40
SV 40mm 87 g 27,90
19FE MTB+ 62/75-622
(29")
62-622 29 x 2.40
65-622 29 x 2.60
70-622 29 x 2.80
75-622 29 x 3.00
SV 40mm 116 g 29,90
20E RACE 23/28-622
(28"/700C)
23-622 700 x 23C
25-622 700 x 25C
28-622 700 x 28C
SV 40mm 41 g 27,90
21E MTB 54/62-584
(27.5")
54-584 27.5 x 2.10
57-584 27.5 x 2.25
60-584 27.5 x 2.35
62-584 27.5 x 2.40
SV 40mm 83 g 27,90
21FE MTB+ 62/75-584
(27.5")
62-584 27.5 x 2.40
65-584 27.5 x 2.60
70-584 27.5 x 2.80
75-584 27.5 x 3.00
SV 40mm 109 g 29,90

Ab Mai 2021 auch mit 60- bzw. 80-mm langem Ventil erhältlich.


Für unseren Langzeittest wählten wir zwei Aerothan Tubes Allround mit der Produktbezeichnung "17E" - sprich: breite Gravel/Trekking-Schläuche für 28" Laufräder mit 37 bis 50 mm breiten Reifen.

Diese sollten sich als ideale Ergänzung unserer Schwalbe G-One Allround in 45C erweisen, wenngleich das tatsächliche Gewicht von 67 Gramm pro Schlauch um exakt 10% höher ausfiel, als es mit 61 Gramm (+/- 5%) versprochen wurde. Dennoch: ein niedriges Gewicht und nahezu kein Penalty gegenüber 60 ml Tubelessmilch und einem 5 Gramm schweren TLE-Ventil.

Aerothan Montage (bzw. Umbau von TLE auf Aerothan)

Befolgt man die Hinweise des Herstellers, gestaltet sich die Montage von Aerothan-Schläuchen ähnlich einfach und sicher wie jene traditioneller Butylschläuche.

  1. Die Hinweise des Herstellers lesen und befolgen!
  2. Aerothan Tubes ausschließlich mit Reifen in passender Größe montieren!
  3. Ventillochbohrung der verwendeten Felge prüfen. Montage nur bei Bohrungen bis Ø 6,5 mm (SV)!
  4. Aerothan Tubes dürfen keinesfalls (länger) mit Tubeless-Dichtflüssigkeiten in Berührung kommen. Reifen und Felge vor der Montage gründlich reinigen.
  5. Bei Speichen-/Nippelbohrungen immer ein geeignetes Felgenband verwenden.
  6. Ventil beim ersten Anpumpen nicht verdrehen.
  7. Aerothan Tube für Montage auf max. 0,3 Bar anpumpen! Ein höherer Druck im nicht-montierten Zustand kann zu Verformungen und Beschädigungen führen.
  8. Der Schlauch soll keine Falten werfen und darf nicht zwischen Felge und Reifen eingeklemmt werden.
  9. Ventil beim Aufpumpen nicht verdrehen.
  10. Den Schlauch zum Ausrichten des Reifenwulstes nicht überpumpen (immer den Maximaldruck von Reifen bzw. Felge beachten).
  11. Eine Wiedermontage des Aerothan Schlauchs ist möglich, aber nur bei gleicher bzw. größerer Reifendimension.
Tipp: Schwalbes Easy Fit Montageflüssigkeit mittels Schwammdose vor der Montage großzügig auf den Reifenwulst auftragen. Der Reifen lässt sich einfacher über die Felgenflanke wuchten und der Reifenwulst gleitet schon bei wenig Druck präzise in die richtige Position. Nach ca. 10 Minuten verflüchtigt sich die Flüssigkeit vollständig!

Fotostrecke der Montage mit Bildunterschriften

Verglichen mit herkömmlichen Butylschläuchen können Aerothan Tubes dank ihrer immensen Formstabilität mit deutlich niedrigeren Luftdrücken gefahren werden. Für den optimalen Luftdruck orientiert man sich an den Empfehlungen des entsprechenden Tubeless-Setups, beim Maximaldruck zählt die jeweils niedrigere Maximaldruckangabe von Felge oder Reifen.

In unserem Fall wählten wir für die Kombination aus DT Swiss GRC 1400 Felgen mit 24 mm Maulweite und den Schwalbe G-One Allround in 45C, 2,0 bar vorne und 2,25 bar hinten. Sprich: genau die gleichen Drücke wie zuvor beim Tubeless-Setup.

In Sachen Luftdruckstabilität liegen die Aerothan Tubes in etwa gleichauf mit Butylschläuchen - zumindest war dies bei unseren breiten Gravel- und MTB-Testreifen der Fall. Häufiges Nachpumpen wie beispielsweise bei Latexschläuchen war nicht notwendig. Nach drei Tagen konnten wir bei den voluminösen 700x45C einen Druckverlust von etwa 10-15% feststellen, nach drei Wochen lag dieser bei etwa 20%. In Zahlen betrug der Luftdruck am Vorderrad nach drei Wochen 1,6 bar (Montage mit 2,0 bar).

Achtung: Bei schmäleren Reifen - beispielsweise Rennradreifen zwischen 23 und 28 mm - mit weniger Luftvolumen und dimensionsbedingt höheren Drücken verhält es sich mit Lufthaltigkeit erfahrungsgemäß ungleich weniger stabil. Hier wird man wohl - wie auch bei Road Tubeless - öfters nachpumpen müssen, um den gewünschten Druckbereich zu erhalten.

Aerothan: Vor- und Nachteile gegenüber klassischen Schläuchen und Tubeless

Traut man den Laborwerten, so besitzen Schwalbes Aerothan-Schläuche mit einer hohen Pannensicherheit, ihrem niedrigen Gewicht, dem minimalen Rollwiderstand, der enormen Hitzebeständigkeit und obendrein ihrer guten Fahrstabilität - selbst bei geringem Luftdruck - unschlagbare Argumente gegenüber dem Wettbewerb. Einzig der hohe Anschaffungspreis zwischen 27,90 und 29,90 Euro UVP pro Exemplar spräche weiterhin für den Kauf von Butyl-, Latex- oder günstigere Kunststoffschläuchen. Aber selbst dieser könnte sich relativieren, falls Pannenschutz und Haltbarkeit in der Realität wirklich so gut wären wie es einen die Testergebnisse (siehe Grafiken oberhalb) erträumen lassen.

Da sowohl die technischen Vorzüge als auch ihre Performance in vielen Punkten auf Augenhöhe eines Tubeless-Systems zu liegen scheinen, stellt sich unserer Meinung nach allerdings nicht wirklich die Frage, ob Aerothan der bessere Fahrradschlauch wäre, sondern ob Aerothan darüber hinaus eine High-End-Alternative zu Tubeless sein könnte.

Wie funktioniert Road Tubeless?

Road Tubeless


Im Gegensatz zu traditionellen U-förmigen Felgenbetten besitzen TLE/TLR/UST-Felgen innenliegende Schultern mit ausgeprägter Aussparung, in welche die Reifenwülste exakt hineinpassen und dort sicher sitzen.

Wie der Name schon sagt, erfordert ein schlauchloses System keinen innenliegenden Schlauch. Ähnlich wie beim Auto oder Motorrad wird die Form der Felge mit jener des Reifenwulstes genau aufeinander abgestimmt und es kommen spezielle Schlauchlosventile zum Einsatz. Besitzen die Tubeless-Laufräder Speichenlöcher im Felgenbett, wird obendrein ein spezielles, dichtes und druckfestes Felgenband benötigt.

Theoretisch wäre das System nach der Montage der Reifen luftdicht, trotzdem empfehlen fast alle Hersteller das Einfüllen von 30-60 ml einer speziellen Latex-Dichtmilch pro Laufrad.

Während die Kennzeichnung "TLE/TLR" lediglich darüber Aufschluss gibt, dass sich die jeweilige Komponente zur Schlauchlosmontage eignen würde (z.B. Schwalbe, Vittoria, Bontrager, DT Swiss, etc.), steht "UST" für eine zertifizierte, standardisierte und patentierte Verbindung zwischen Laufrad und Reifen (zur Zeit nur Mavic).

Von Experimenten mit nicht für TLE/TLR/UST freigegebenen Felgen und Reifen sollte man absehen, da das Risiko des plötzlichen Druckverlusts oder eines von der Felge abspringenden Reifens zu groß ist. Im Gegensatz zum MTB können (bzw. sollten) gewöhnliche Faltreifen (Tube Type) nicht für Road Tubeless genutzt werden, da ein normaler Reifenwulst eventuell den hohen Kräften - vor allem wegen des höheren Luftdrucks - nicht standhält.

Handhabung Aerothan vs. TLE

Aerothan Tube Tubeless TLE/UST
Montagefreundlichkeit
vs.
Einfache Montage, ohne Verrutschen oder Einklemmen und ohne Patzerei mit Sealant. Je nach Kompatibilität der einzelnen Komponenten ist von easy bis undurchführbar alles möglich.
Häufiger Reifenwechsel
vs.
Wiedermontage des Aerothan-Schlauchs ist möglich, aber nur bei gleicher bzw. größerer Reifendimension. Beliebig oft und problemlos möglich; allerdings wegen des Sealants selten ohne Patzerei.
Kompatibilität
vs.
Aerothan Tubes ausschließlich mit Reifen in passender Größe montieren! Toleranzen von Reifenwulst und Felgenhorn spielen keine große Rolle. Optimale Funktion ist nur bei geringen Toleranzen gewährleistet. "Tube Type Only" Komponenten besser nicht mit Tubeless mischen. Allerdings ist der Milch die Reifenbreite generell egal.
Felgenband
vs.
Bei Speichen-/Nippelbohrungen ein geeignetes Felgenband verwenden. Hochwertiges, druckbeständiges Felgenband in der richtigen Breite.
Ventil
vs.
Sauber im 90° Winkel einbauen und nicht verdrehen. Hochwertiges, mit Felge kompatibles und verdrehsicheres Ventil präzise und optimal montieren.
Reifenbreite
vs.
Grundsätzlich für alle Reifenbreiten ab 23 mm, jedoch muss immer der Schlauch in der passenden Dimension verwendet werden. Je breiter, umso besser. Etwas problematisch bei sehr schmalen Reifen wegen des niedrigen Maximaldrucks bei schweren Fahrern.
Gewicht Fahrer/Rad
vs.
Für jedes Systemgewicht geeignet. Breites Spektrum. Wegen des niedrigen Maximaldrucks für extrem schwere Fahrer nicht immer empfehlenswert.
Reifendruck
vs.
Für jeden Reifendruck zwischen der Minimalangabe (Reifen) bis hin zum Maximaldruck (Reifen/Felge). Optimale Funktion im Sweetspot. Burping bei sehr niedrigem Druck, schlechte Abdichtung im Pannenfall bis hin zu abspringenden Reifen bei zu hohem Druck.
Lufthaltigkeit
vs.
Aerothan-Schläuche halten die Luft besser als Latex oder Tubeless. Dennoch: je dünner der Schlauch und je höher der Reifendruck, umso öfter muss nachgepumpt werden. Gute Lufthaltigkeit bei breiten MTB-Reifen mit viel Volumen und wenig Druck. Oftmaliges Nachpumpen bei Road Tubeless. Grundvoraussetzung: immer ausreichend frische Milch und gute Kompatibilität.
Sealant-Typ
vs.
Keine Dichtmilch nötig und auch nicht zugelassen. Bei Umbau von Tubeless auf Aerothan Reifen und Felge gründlich (!) reinigen. Ein Sealant mit einer Mischung aus unterschiedlich großen und elastischen Partikeln bei nur geringem Wasseranteil wäre für die meisten Anwendungen ideal.
Sealant-Status
vs.
Keine Dichtmilch nötig und auch nicht zugelassen. Immer eine ausreichende Menge an frischer Dichtmilch eingefüllt mitführen.
Dichtheit der Reifen
vs.
Spielt keine Rolle. Je dichter die Seitenwand, die Karkasse und der Wulst, umso besser.
Felgenbremsen
vs.
Aerothan ist extrem hitzebeständig. Die Dichtheit kann bei hohen Temperaturen nachlassen und der Reifen im schlimmsten Fall von der Felge springen.

Performance Aerothan (vs. TLE)

Aerothan vs. TLE Eigenschaften
Handhabung vs. Generell ist das Handling mit Aerothan-Schläuchen bezüglich Montage, der Reparatur im Pannenfall und der laufenden Wartung (kein Nachfüllen von Sealant, weniger oft Nachpumpen) einfacher bzw. weniger aufwendig als mit Tubeless. Siehe dazu unsere detaillierte Gegenüberstellung "Handhabung Aerothan vs. TLE".
Abgesehen davon gibt es nach wie vor Laufräder, die nicht bzw. nur bedingt für Tubeless geeignet sind.
Rollwiderstand vs. Der Rollwiderstand mit Aerothan Tubes ist nur minimal schlechter als mit Latexschläuchen oder einem Tubeless-Setup.
Allerdings rollen Aerothan Tubes signifikant leichter ab als Butyl oder andere TPU-Schläuche.
Gewicht vs. Gewichtsmäßig liegen sie mit Tubeless in etwa gleichauf. Mit "Tube Type Only" Reifen lassen sich gegenüber Tubless-Reifen noch ein paar zusätzliche Gramm sparen und auch das Felgenband muss bei einem eingezogenen Schlauch nicht so dick gewickelt werden.
Gegenüber Butyl und Latex besitzt Aerothan einen klaren Gewichtsvorteil.
Komfort, Grip und Traktion vs. Da mit Aerothan die gleichen bzw. sogar niedrigere Drücke gefahren werden können wie mit Tubeless, liegen ihre Fahreigenschaften auf dem gleichen hohen Niveau. Die geringen, fast nicht spürbaren Einbußen an der Geschmeidigkeit werden durch eine erhöhte Stabilität beim Cornering kompensiert.
Pannenschutz vs. Mit Aerothan Tubes lassen sich sowohl schmale als auch breite Reifen mit sehr niedrigem, aber auch mit maximalem Druck fahren. Und das bei einem nur geringen Risiko von Durchschlägen oder abspringenden Reifen. Aerothan bringt zumindest am Papier den Pannenschutz auf das gleiche Level wie Tubeless. Nur in Verbindung mit schmalen Rennradreifen hat der klassiche Butylschlauch nach wie vor die Nase vorn.
Gegenüber Tubeless fehlt dem Aerothan-Schlauch allerdings die Möglichkeit der "Selbstheilung", denn die Tubeless-Dichtmilch ist für gewöhnlich in der Lage, Löcher und kleinste Risse in Sekundenschnelle selbst zu reparieren. Der Einsatz von latexbasierter Dichtmilch bei Schläuchen aus TPU ist aber aufgrund der chemischen Zusammensetzung nicht empfehlenswert.
Pannenfall vs. Im Falle einer Panne ist mit einem Aerothan-Schlauch genauso zu verfahren wie mit Butyl. Entweder mit selbstklebendem Pflaster reparieren oder den Schlauch austauschen. Der Einsatz von Pannensprays in Schläuchen aus TPU ist aufgrund der chemischen Zusammensetzung wirkungslos und nicht zu empfehlen.
Obwohl bei Tubeless kleine Löcher selbsttätig abgedichtet werden, stößt jede Dichtmilch irgendwann an ihre Grenzen. Für den Notfall gibt es für schlauchlose Reifen spezielle Flicksets, oder man zieht an Ort und Stelle einen Ersatzschlauch ein. Aber egal, für welche Methode man sich auch entscheidet - es endet mit ziemlicher Sicherheit in einer Sauerei.
Am Rennrad vs. Ein hochwertiger Tube Type-Faltreifen mit Aerothan-Schlauch wäre unserer Meinung nach die beste Wahl für Pragmatiker, Wenigfahrer und Schlauchlos-Verweigerer, die Wert auf gute Performance legen. Rasch montiert, leicht abrollend, und im Pannenfall ist der Schlauch schnell getauscht.
Nur wer das letzte Watt bezüglich des Rollwiderstands herauskitzeln, die absolute Souplesse sucht oder im Falle eines Defekts keinesfalls stehenbleiben möchte, greift besser zu Road Tubeless.
Am Gravelbike vs. Enges Kopf-an-Kopf-Rennen mit Tubeless. Gravelbikes repräsentieren mit breiten Reifen und Scheibenbremsen den optimalen Einsatzbereich für gut funktionierende TLR/UST-Laufrad-Reifen-Systeme.
Wer sich die Patzerei bei der Montage oder im Falle einer Panne ersparen möchte, greift zu Aerothan; wer den maximalen Pannenschutz sucht und mit mittleren Reifendrücken unterwegs ist, bleibt besser bei Tubeless.
Am Mountainbike vs. Am Mountainbike hat sich Tubeless seit vielen Jahren etabliert und auch weiterhin sind Racer in den meisten Belangen mit einem Schlauchlos-Setup bestens beraten.
Für all jene, die üblicherweise mit extrem niedrigen Luftdrücken (z.B. Tire Burping, Durchschläge, etc.) unterwegs sind, einen maximalen Druck wegen ihres Körpergewichts benötigen, eher sporadisch biken gehen, selten die Reifen wechseln oder nicht oft/viel nachpumpen möchten, sind Aerothan Tubes eine echte Alternative.

In der Praxis

"Putzta bis glänzta, montierta und foahrta." So mühsam das Reinigen der Tubeless-kontaminierten Gravelreifen und DT Swiss Felgen auch war, so einfach ging die Montage der Aerothan Tubes vonstatten. An dieser Stelle möchte ich nochmals eindringlich den Einsatz von Schwalbes Easy Fit Montageflüssigkeit propagieren, die entweder erst das Unmögliche möglich macht oder zumindest den Nagelbettschmerz empfindlich lindert. Gewichtsmäßig änderte sich nach dem Systemwechsel von Road Tubeless auf Aerothan wenig bis nichts und auch der Druckbereich von 2,0 bar vorne und 2,25 bar hinten ließ sich wie gewohnt wählen.

Relativ knapp nach einer längeren Ausfahrt mit meinem gewohnten Road Tubeless Setup, drehte ich eine weitere Runde mit den neuen Aerothan-Schläuchen. Und ihr werdet nicht glauben, welche Unterschiede ich zum bisherigen System beim subjektiven Fahrgefühl spüren konnte.

"Gor kane hob i gspürt, sapperlot." Zumindest auf Schotter und weicheren Böden müsste ich lügen, wenn ich auch nur irgendeinen Unterschied zu Tubeless ausgemacht hätte. Komfort, Traktion, Grip... alles wie gewohnt und das war auch gut so, wenngleich etwas unspektakulär. Auf Asphalt allerdings, das bildete ich mir zumindest ein, rollten die Reifen ein wenig härter und lauter ab, vielleicht sogar einen Zacken weniger geschmeidig. Dafür boten sie in Applauskurven gefühlsmäßig ein bis zwei Äutzerl mehr Halt als die haptisch elastischere Tubeless-Variante. Insgesamt würde ich den Aerothan Tubes aber tatsächlich bessere Fahreigenschaften als Butyl und in etwa die gleichen wie mit Latex bzw. Tubeless attestieren.

Was hingegen den geringen Rollwiderstand und andere Eigenschaften wie Pannenschutz, Hitzebeständigkeit und Haltbarkeit betrifft, so ließen sich diese klarerweise noch nicht überprüfen - Erfahrungswerte werden spätestens im Frühling nachgereicht. Mit Ausnahme der Hitzebeständigkeit, denn ich fahre bekanntermaßen Discs an all meinen Freilufträdern und wüsste nicht, wie ich die Laufräder ohne Warm-Up mittels Heißluftfön auf Temperatur bringen könnte.

Langzeittest Update (April 2022)

Seit der Erscheinung dieses Artikels im Winter 2020 fuhr ich Schwalbes Aerothan-Schläuche in verschiedenen Rennrädern sowie in meinen beiden Gravelbikes. Trotz mehrerer Reifenwechsel hatte ich mit der Haltbarkeit der Aerothans keine Probleme. Ich achtete allerdings immer darauf, dass ich sie nur mit Reifen der gleichen oder einer größeren Dimension montierte. Auch der Einsatz von Ventilverlängerungen ging komplikationslos vonstatten, wenngleich diese äußerst gefühlvoll hineingeschraubt werden mussten, um das Kunststoffgewinde nicht zu beleidigen.

Beim Rollwiderstand, der "Souplesse" (jenem leichtfüßigen Fahrgefühl, das man zwar fühlen, aber kaum erklären kann) und dem Durchschlagschutz konnte ich keine großartigen Nachteile gegenüber TLR feststellen.

Einzig der Durchstichschutz lag bei Aerothan auf einem schlechteren Niveau, weshalb man seine Entscheidung neben dem Fahrergewicht und dem Reifendruck auch von den vegetativen Gegebenheiten abhängig machen sollte. In meinem konkreten Fall hatte ich insgesamt drei Defekte in eineinhalb Jahren.


Defekt #1 am Rennrad: Nach einer Querfeldeinfahrt mit einem äußerst ungünstig gewählten Reifen (Schwalbes Pro One TT in 25C mit mäßigem Pannenschutz). Die Ursache für den unplanmäßigen Stopp war ein spitzer, hölzernen Dorn, gegen den auch der ansonsten hervorragende Aerothan-Schlauch machtlos war. Nach der Reparatur mit einem selbstklebenden Flicken von Schwalbe konnte die Reise zwar weitergehen, aber so richtig dicht blieb der Reifen nicht, weshalb ich ihn ein paar Tage später austauschen musste.

Defekt #2 & #3 am Gravel: Wieder ein Dorn, welcher in der Reifenkarkasse stecken blieb und sich mit fortlaufender Zeit seinen Weg durch die Aerothan-Haut bahnte. Flicken drauf. Weiterfahrt möglich. Kurz darauf erneut ein Patschen. Die Ursache war, nach längerer Suche, ein zweiter Dorn, den ich wohl bei der Reparatur übersehen hatte. Flicken drauf. Heimfahrt. Auch dieser Schlauch blieb mit den Flicken nicht dicht und wurde ersetzt.

In allen drei Situationen verloren die Schläuche nur sehr langsam Luft, weshalb ich immer Zeit genug hatte, ohne Durchschläge an einem sonnigen Plätzchen auszurollen. Da sich die Suche nach dem Loch jedes Mal recht schwierig gestaltete und der Einsatz von selbstklebenden Flicken keine langfristige Lösung war, würde ich zum klassischen Ersatzschlauch raten.

Mein persönliches Resumé: Für normale Trainings- oder Sonntagsfahrten kommt mir keine Milch mehr in Rennrad- oder Gravelreifen. Mittlerweile bin ich zu einem echten Fan von TPU-Schläuchen herangereift. Bei Bikepacking-Veranstaltungen oder Gravelrennen sieht das allerdings anders aus. Da bleibt ein gut abgestimmtes Tubeless-Setup für mich nach wie vor die erste Wahl. Gleiches gilt auch für Gegenden mit viel dornigem Gestrüpp.

 Grenzenloses Vergnügen und optimale Sicherheit mit den hauchzarten Schläuchen aus Aerothan. 

Die Gefühlsechten

Fazit

Schwalbe Aerothan Tubes
Modelljahr: 2021
Testdauer: Eineinhalb Jahre
+ Einfaches Handling
+ Niedriges Gewicht
+ Großer Luftdruckbereich
+ Stabiles Fahrverhalten
+ 100% recyclebar
+ Mit 40/60/80 mm SV sowie Verlängerungen
+ Haltbarkeit
+ Minimaler Rollwiderstand
o Pannenschutz
- Schutz vor Durchstichen
- Teurer als Butyl und Latex
BB-Urteil: Aerothan is the new (Road) Tubeless.


Ähnlich wie auch bei unserem "Road Tubeless" Langzeittest im Jahr 2019 vermochten mich die Allround Aerothan Tubes in Verbindung mit den DT Swiss GRC 1400 Felgen mit 24 mm Maulweite und den Schwalbe G-One Allround in 45C bei <85 kg Systemgewicht mit 2,0 bar vorne und 2,25 bar hinten bis zur Erscheinung dieses Artikels nicht nur auf ganzer Linie zu überzeugen, sondern wiederholt regelrecht zu begeistern. Nur auf den patzig-klebrigen Umbau VON Tubeless AUF Aerothan hätte ich gerne verzichtet und ich empfehle jedem, die TPU-Schläuche - falls möglich - in unbefleckte Reifen und Laufräder einzubauen.

In den eineinhalb Jahren, die zwischen dieser Publikation und dem Langzeittest-Update im April 2022 vergangen sind, fuhr ich zahlreiche Aerothan-Schläuche am Rennrad, Gravelbike und auch mit waschechten MTB-Reifen am OPEN WI.DE. Monstergraveler. Die Patschen ließen sich an einer Hand abzählen: zwei (bzw. drei) Durchstiche aufgrund von Dornen. Das geht in meinen Augen in Ordnung; der Luftverlust ging schleichend vonstatten und die Heimfahrt war stets nach einer raschen (sauberen) Reparatur problemlos möglich.

Verglichen mit ihren Pendants aus Butyl- oder Latex sind Aerothan-Schläuche, abgesehen vom Einstandspreis, um Häuser überlegen. Dank ihrer immensen Formstabilität können sie mit deutlich niedrigeren Luftdrücken gefahren werden und liegen in Sachen Luftdruckstabilität in etwa gleichauf mit Butylschläuchen. Häufiges Nachpumpen wie beispielsweise bei Latexschläuchen ist nicht notwendig.

Trotzdem möchte ich keine generelle Empfehlung für Aerothan Tubes aussprechen. Es scheint zwar so, als hätte Schwalbe mit ihrer Entwicklung nicht nur eine High-End-Alternative zu herkömmlichen Fahrradschläuchen im Portfolio, sondern auch eine echte Option für Road Tubeless am Rennrad, Endurance oder Gravel. Aber ob die Aerothan-Schläuche auch am MTB, als Ersatz für's etablierte Tubeless, anzuraten sind, müsste im konkreten Einzelfall genau geprüft werden. Zu unterschiedlich sind oftmals die individuellen Anforderungen bezüglich Materialkompatibilität, Fahrergewicht, Reifendruck, Fahrweise & Co. sowie die vegetativen Gegebenheiten (Stichwort: Dornen).

Fest steht für mich allerdings, dass Aerothan Tubes signifikante Vorteile beim Handling und im Pannenfall gegenüber "Road Tubeless" besitzen und sich in den letzten eineinhalb Jahren in puncto Haltbarkeit, Rollwiderstand und grundsätzlich auch beim Pannenschutz absolut bewährt haben.


Mensch, gerade Gestern habe ich nach längerer Überlegung bei Aerothan Schläuchen auf "bestellen" geklickt. Und heute kommt dieser Artikel, des passt super.

 

Da ich leider nicht mit handwerklichem Geschick gesegnet bin, habe ich um Tubeless (-Montage) immer einen großen Bogen gemacht.

Die derzeit am MTB verbauten Conti-Schläuche wiegen 225g das Stück, die Aerothan dann unter 100g. Insofern sollte sich schon allein dadurch eine deutliche Verbesserung gegenüber dem bisherigen Setup einstellen.

 

Bin schon sehr gespannt.

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Tubeless funktioniert so gut, dass man nichts anderes fahren möchte. Auf dem MTB habe ich dieses System seit Anbeginn am Start, sogar (bis jetzt an diesem Rad) ohne Dichtmilch mit dem genialen Mavic UST. Lange Zeit wusste man gar nicht, dass es Dichtmilch gäben könnte.

Einen Schlauch ziehe ich, wenn überhaupt, nur im Notfall ein (siehe G-One ;-) ), auf dem Rennrad dichtet es sogar bei hohen Drücken ab, was mich immer wieder erstaunt. Natürlich kommt es auf die Kombination Felge-Reifen an, sehr sogar. Sich verändernde Produktbedingungen (siehe Schwalbe) bewirken auch, dass man z. B. Zukäufe bewährter Reifen nicht mehr ohne Kompressor auf den einen LRS bewegen lassen, weil die Toleranz zu groß ist.

 

Viel interessanter finde ich den LRS, den Du fährst: DT Swiss GRC - habe leider die letzte Aktion zum Bestpreis verpasst. Macht doch mal einen Vergleichsbericht zum Bontrager 3V (der etwas günstiger ist).

 

PS: Erst gestern wieder mit dem Crosser im Gatsch gewesen und zwar mit abgefahrenen G-One in 35 mm. Erstmals hatte ich - dank TL - sehr wenig Druck drin, hatte aber meist besten Grip, verlangte aber bergauf und in Abfahrten maximale Konzentration; man musste sich seinen Weg suchen. Erinnert etwas ans Fahren bei Schnee/vereistem Schnee, Langlaufen im schwierigen Gelände. Genau das bringt den meisten Spaß :-)

Bearbeitet von zeroflex
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ich fand die eigentlich als Alternative zu den Tubolito's ganz interessant.. bis zu dem Punkt: nur SV40.

und da war dann für mich Schluß.

Die Tubolito gibt's auch mit SV60 + SV80.. da bau ich mir nicht noch eine Schwachstelle ein, wenn es sich vermeiden lässt und ich hab an 3 Rennrädern nur gute Erfahrung mit den orangen aus Austria gemacht.

:-)

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Also bei meinem Tubeless Graveler knallt bei jeder Ausfahrt 2-3 mal ein Stein oder eine Wurzel auf die Felge durch, aufgrund von geringem Luftdruck. Ich bin mir hier unsicher, wie hier ein Schlauch gleich gut parieren kann?

 

Du wärst der perfekte Tester. Bitte unbedingt mit Aerothan ausprobieren und hier berichten. ABER: Wie im Text beschrieben, bitte immer Felge und Reifen super akribisch reinigen. Verhärtete Granulatpartikel können sich durch den Schlauch reiben.

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Warum ist solch ein "Beitrag" nicht klar als (bezahlte?) Produktwerbung gekennzeichnet?

 

Einfach viel Text und Bilder von den Werbeauslassungen eines Unternehmens übernehmen, zweimal um die Ecke fahren, von super tollen Gefühlen schwadronieren, mit ein paar eigenen aufgebesserten HD Bildern garnieren und fertig ist ein Toptest.

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Fahre diesen auch schon längere Zeit, einziger Kritikpunkt wäre sv40 ich denke mal einer der was etwas mehr Geld für Schläuche ausgibt fährt auch carbonis, und da is mit sv 40mm wirklich bald Schluß , tubolito tut mir leid mir sind ungfähr schon 8 Stück selbständig defekt geworden, zwar immer Ersatz bekommen aber das Vertrauen is dahin...

 

 

Tubeless is komplett wertlos , nur a Sauerei und bei minus temp auch nicht mehr witklich brauchbar

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Warum ist solch ein "Beitrag" nicht klar als (bezahlte?) Produktwerbung gekennzeichnet?

 

Einfach viel Text und Bilder von den Werbeauslassungen eines Unternehmens übernehmen, zweimal um die Ecke fahren, von super tollen Gefühlen schwadronieren, mit ein paar eigenen aufgebesserten HD Bildern garnieren und fertig ist ein Toptest.

 

Du musst das nächste Mal genauer lesen. Da ist nichts fertig. Vielmehr der Auftakt zum Langzeittest. "To be continued" ist englisch und heißt soviel wie "Fortsetzung folgt".

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Fahre diesen auch schon längere Zeit, einziger Kritikpunkt wäre sv40 ich denke mal einer der was etwas mehr Geld für Schläuche ausgibt fährt auch carbonis, und da is mit sv 40mm wirklich bald Schluß , tubolito tut mir leid mir sind ungfähr schon 8 Stück selbständig defekt geworden, zwar immer Ersatz bekommen aber das Vertrauen is dahin...

 

 

Tubeless is komplett wertlos , nur a Sauerei und bei minus temp auch nicht mehr witklich brauchbar

 

Ich denke mit "Tubeless" meinst du in erster Linie "Road Tubeless". Ja, von "funktioniert super" bis "oasch Patzerei" ist da leider nach wie vor alles möglich. Die Minusgrade machen die Funktion des Sealants auch nicht besser.

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Fahre diesen auch schon längere Zeit, einziger Kritikpunkt wäre sv40 ich denke mal einer der was etwas mehr Geld für Schläuche ausgibt fährt auch carbonis, und da is mit sv 40mm wirklich bald Schluß , tubolito tut mir leid mir sind ungfähr schon 8 Stück selbständig defekt geworden, zwar immer Ersatz bekommen aber das Vertrauen is dahin...

 

 

Tubeless is komplett wertlos , nur a Sauerei und bei minus temp auch nicht mehr witklich brauchbar

 

Update #1 16.12.2020

Schläuche mit 60- und 80-mm langen SV-Ventilen befinden sich in Planung und sollen ab Mai 2021 erhältlich sein.

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Weder bei meinen Gravel´s und schon gar nicht bei den Crossern könnte ich mir vorstellen noch mal auf Schlauch umzusteigen, der Drops ist für mich gelutscht.

 

Bei meinem Renner werde ich die Teile auf jeden Fall mal probieren.

Mit den Vittoria Latex hatte ich zwar noch nie Probleme, trotzdem schwebt bei der Kombi Felgenbremse, Carbonclincher und Latex bei giftigen Abfahren immer ein wenig das Hitzeproblem im Hinterkopf mit.

 

Wenn die nächstest Jahr mal irgendwo in einer Aktion zu bekommen sind, warum nicht - eilt ja nicht.

Bearbeitet von 6.8_NoGravel
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Bei meinen Gravel´s und schon gar nicht bei den Crossern könnte ich mir vorstellen noch mal auf Schlauch umzusteigen, der Drops ist für mich gelutscht.

 

Bei meinem Renner werde ich die Teile auf jeden Fall mal probieren.

Mit den Vittoria Latex hatte ich zwar noch nie Probleme, trotzdem schwebt bei der Kombi Carbonclincher und Latex bei giftigen Abfahren immer ein wenig das Hitzeproblem im Hinterkopf mit.

 

Wenn die nächstest Jahr mal irgendwo in einer Aktion zu bekommen sind, warum nicht - eilt ja nicht.

 

Auch mit Discbrakes?

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Bei meinen Gravel´s und schon gar nicht bei den Crossern könnte ich mir vorstellen noch mal auf Schlauch umzusteigen, der Drops ist für mich gelutscht.

 

Bei meinem Renner werde ich die Teile auf jeden Fall mal probieren.

Mit den Vittoria Latex hatte ich zwar noch nie Probleme, trotzdem schwebt bei der Kombi Carbonclincher und Latex bei giftigen Abfahren immer ein wenig das Hitzeproblem im Hinterkopf mit.

 

Wenn die nächstest Jahr mal irgendwo in einer Aktion zu bekommen sind, warum nicht - eilt ja nicht.

 

Gravel und MTB nur mehr Tubeless, da geb ich dir Recht. Am RR fährt sich dieser Schlauch aber sehr genial auch wenn ich die Österreichische Variante heuer gefahren bin und der Start mehr als durchwachsen war. Ich kann jedem nur empfehlen mal damit zu fahren. Wenn es die Schwalbe in 60 gibt werde ich sie bestimmt mal probieren.

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schön wenn SV60 / SV80 kommt.

 

mal was anderes zu diesen TPU Schläuchen -- egal ob Schwalbe oder Tubolito:

 

es dehnt sich ja der Schlauch und verformt sich plastisch -> daher soll / darf man ja einen gebrauchten Schlauch nur auf gleiche Reifenbreite oder breiter montieren...

was meint ihr.. würdet ihr den Schlauch bei einem Conti GP 50000 in 25mm bei einem Wechsel zu Pirelli P Zero velo in 25 mm weiterverwenden oder Sicherheitshalber neue Schläuche kaufen ? ( der Pirelli kann ja schmaler / breiter ausfallen als der Conti)

 

danke vorab

 

VG

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Ich denke, dass die minimalen Toleranzen von zwei ähnlich spezifizierten Rennrad-Schläuchen egal sind. Was anderes ist es wohl, wenn du den Schlauch vorher in einem 27,5" Plus Bike drinnen gehabt hast und dann auf einen normalen 650B Umfang wechselst. Vermutlich merkst du schon beim Montieren ob es funktionieren könnte, oder ob der Schlauch schon zu "ausgezaht" ist. Versuch macht kluch.
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Ich finde es schade, dass der Schlauch "nur" an einem Gravel-Rad getestet wird und nicht auch noch an einem Rennrad. Die Lager scheinen bisher recht klar verteilt zu sein: Mehrheit MTB = tubeless; Gravel = Geschmackssache; Rennrad = Schlauch/Schlauchreifen. Klar, die meisten scheint man bei Gravel anzusprechen aber ich schätze/vermute, dass eher weniger wirklich richtig graveln... Von dem her würde mich der Unterschied zu Butyl auf der Straße stark interessieren.
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