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Velodrom in Linz eröffnet

Velodrom in Linz eröffnet

23.06.22 05:19 6Text: PM, NoManFotos: SchachermayerHello yellow! Die ersten Probefahrten sind absolviert, mit Juli startet der Betrieb. Die Firma Schachermayer übergibt die Radbahn in Linz ihrer Bestimmung.23.06.22 05:19 2.270

Velodrom in Linz eröffnet

23.06.22 05:19 2.27033 Kommentare PM, NoMan SchachermayerHello yellow! Die ersten Probefahrten sind absolviert, mit Juli startet der Betrieb. Die Firma Schachermayer übergibt die Radbahn in Linz ihrer Bestimmung.23.06.22 05:19 2.270

Ab Juli können Bahnradfahrer und -fahrerinnen im neu eröffneten Velodrom in Linz Gas geben. Benützen dürfen die hello yellow Arena alle, die ein Einführungstraining beim Verein Velodrom Linz absolviert haben. Anmeldungen hierfür sind ab sofort unter hello-yellow.at möglich.

Wieso gelb?

Schon seit 2019 bietet die Firma Schachermayer mit dem hello yellow Pumptrack in der Linzer Industriezeile eine Werkssportanlage der Extraklasse. Nicht nur Mitarbeiter der Großhandelsgesellschaft mit dem – daher der Name – markant gelben Markenauftritt sowie deren Gäste können sich seither in Pausen bzw. ihrer Freizeit nach Herzenslust auf dem riesigen asphaltierten Areal austoben. Sogar Rennen unter Ägide des oberösterreichischen Radsportverbandes fanden dort bereits statt.
Im Herbst letzten Jahres erfolgte, wie berichtet, der Spatenstich zur Erweiterung dieser Anlage auf dem Gelände des Familienunternehmens um ein offenes Velodrom; justament zu jener Zeit, als Österreich mit dem angekündigten (und mittlerweile vollzogenen) Abrisses des Ferry-Dusika-Stadions seiner einzigen Radbahn verlustig ging.

Offen für alle

Nun ist das Velodrom fertig. In knapp neun Monaten Bauzeit wurde es direkt neben dem Pumptrack in der Prinz-Eugen-Straße in Linz-Lustenau errichtet. Mit der Umsetzung war die deutsche Firma Velotrack, Marktführer in Sachen Radstadienbau und zertifizierter UCI-Partner, beauftragt. Errichtet wurde ein offenes Radoval aus Accoya-Holz mit einer Rundenlänge von 200 Metern und einer Breite von ca. sechs Metern.

Benutzen dürfen das Velodrom alle, die die Kunst des Bahnradfahrens beherrschen, mindestens zwölf Jahre sind und über entsprechende Ausrüstung – allen voran ein Bahnrad, Helm, Handschuhe etc. – verfügen. Um seine Bahnreife nachzuweisen, ist die verpflichtende Absolvierung eines Einschulungstrainings durch den Verein Velodrom Linz nötig (Details s. Infokasten). Im Anschluss daran wird eine Trainingslizenz/Zutrittskarte vergeben, welche die Nutzung von April bis in den Herbst hinein jeweils zwischen 8 und 20:00 Uhr ermöglicht – ausgenommen Regen bzw. nasse Fahrbahn.

Herzensprojekt

Geschäftsführer Gerd Schachermayer bezeichnet das Velodrom als Herzensprojekt: „Nach dem Erfolg des Pumptracks ist es der nächste Schritt, um die Facetten des Radsports einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen. Dabei gehen wir wieder nach dem bewährten Prinzip vor: Erst einmal alles fertigstellen, dann sehen, wie das Angebot angenommen wird und eventuell noch Anpassungen oder Veränderungen in der Zusammenarbeit mit den Nutzern vornehmen.“

Im Interview mit dem Kundenmagazin Holz & Eisen erinnert der begeisterte Rennradfahrer u.a. an die lange Tradition des Bahnradfahrens und die Tatsache, dass in Linz einst sogar mehrere Radbahnen existierten. „Im Laufe der Zeit ist Bahnradfahren, ähnlich wie Skispringen, ein Sport für die Elite geworden. Wir möchten das ändern und das Bahnradfahren wieder für jedermann zugänglich machen“, so der Unternehmensleiter in sechster Generation.
Weitere Nutzungsmöglichkeiten, analog z.B. zum fallweisen Rennbetrieb auf dem Pumptrack, schließt Schachermayer für die Zukunft zumindest nicht aus. Und er geht mit der Stadtpolitik hart ins Gericht: „Meiner Meinung nach wird in puncto Radfahren in Linz viel zu wenig getan. Es fehlt zum einen an einem Infrastruktur-Gesamtkonzept und zum anderen an Einrichtungen, die zum Radfahren motivieren, Sicherheit im Umgang mit dem Rad geben und Begeisterung entfachen. Wenn das Rad wirklich als Alternative zum Auto in unserem täglichen Verkehr etabliert werden soll, reicht es sicher nicht, da und dort ein paar Radwege zu errichten oder am Hauptplatz ein- bis zweimal im Jahr für das Radfahren zu demonstrieren."
(Das gesamte Interview zum Nachlesen gibt’s hier)

Weiterführende Infos finden sich auf der hello-yellow-Website.

Hinweise zur Nutzung des hello yellow Velodroms

  • Öffnungszeiten von April bis in den Herbst: 8:00 bis 20:00 Uhr
  • Die Einschulung durch den Verein Velodrom Linz ist verpflichtend. KEINE EINSCHULUNG - KEINE TRAININGSLIZENZ! Die Trainings starten ab 1. Juli, jeden Freitag und Samstag von 13:00 bis 16:00 Uhr (außer bei Regen / nasser Fahrbahn). Eine vorherige Terminbuchung über www.hello-yellow.at ist notwendig.
  • Nach erfolgreich absolvierter Einschulung gibt's eine Zutrittskarte. Diese ist nicht übertragbar!
  • Bei Regen oder nasser Fahrbahn ist KEINE Nutzung möglich. -› RUTSCHGEFAHR! • Mindestalter 12 Jahre, bis 16 Jahre nur in Begleitung eines Erwachsenen.
  • Befahren ist ausschließlich mit Bahnrädern zugelassen - KEINE Renn-/Straßenräder! • Unbedingt selbst mitzubringen: Klickpedale, Schuhe, Helm, Radbekleidung, Radhandschuhe, Bahnrad, Radbrillen & Getränk. (Leihräder ausschließlich bei der Einschulung)
  • Es sind maximal 28 Fahrer zeitgleich auf der Bahn zugelassen. -› RÜCKSICHT NEHMEN!
  • Schäden an Rädern, Bahn oder sonstigen Einrichtungen bitte unter velodrom@hello- yellow.at melden.
  • Durst oder Hunger? Die Powerstationen SHOTSPOT und SUGARBASE stehen mit Snacks und Getränken parat!
Anmeldung zum Einschulungskurs unter www.hello-yellow.at

Allgemeine Fragen zur Nutzung des Velodroms

T. +43 732 6599 8266
E. velodrom@hello-yellow.at


Toll 👍 Hätte nicht damit gerechnet, dass es so schnell fertiggestellt sein wird. Und anscheinend scheinen die Hürden für ein Zutritt sowie die Öffnungszeiten einen Zugang zur Bahn leicht ermöglichen.

Solche Initiativen sollte es in Österreich mehr geben.

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Wer eins hat: Pumptrack-Bike mitnehmen.

Der ebenfalls von Schachermayr errichtete Pumptrack gleich daneben ist auch erste Sahne.

Gibt auch einen "mini"-Pumptrack für die ganz Kleinen mit Laufrad, Roller o.ä.

Bearbeitet von bs99
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Wie "lang" dauert nochmal die Zugfahrt Wien-Linz? 1h10-1h15min? Dann noch ein wenig Nachlauf (Fixiefahren üben mim Bahnrenner im öffentlichen Straßenverkehr :) oder doch Bahnrad zur Schwester nach Linz stellen) und geht scho...

Tolle Initiative, rasch und wie's aussieht vorbildlich umgesetzt. 

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mit der Westbahn 1:33 Stunden. Vorab eine Fahrradreservierung durchführen. Mit der Öbb ist das aufwendiger. Auf die Schnelle hab ich nix für Fahrräder entdeckt..und das im Jahr 2022. Fährt der Öbb-Chef eigentlich auch mal mit dem Zug?

 

Meiner Meinung nach für ausserhalb Linz und Umgebung wohnende eh nur am Wochenende durchführbar, wenn man am selben Tag wieder heim will. Ausser man is so ökologisch ein Bandit und fährt mit dem Auto hin.

Ich überleg grad, ich hatte mein Fahrrad noch nie in einem Auto nur um wo vor Ort herumzufahren. Ich alter Umweltrebell. Ok Zug fahren ist ja auch nicht zu 100% ökologisch. Stahlerzeugung, Kupfergewinnung...Es gibt nix "gratis".

 

Alles noch klar? :)

Bearbeitet von alekom
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So toll ich die Sache an sich finde, der Nutzen einer Outdoorbahn ist doch sehr gering im Vergleich zu einer Halle, das Dusika hab ich oft genutzt, Outdoor wäre das total uninteressant für mich, ich kann mir nicht vorstellen dass das sehr ausgelastet sein wird.

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Jetzt brauch ich ein Bahnrad!

Hoffentlich lerne ich das noch in meinem Alter....

 

By the way, für die Bahn-Reisenden:

Von HBF bis zum Cineplexx-Parkplatz (Velodrom+Pumptrack sind glei dahinter) sinds per Rad nur knapp 3km, also halb so wüd.

Großteils aufm Radweg (naja, wenn man ihn denn so nennen darf).

Bearbeitet von roland_p
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vor 3 Stunden schrieb kapi:

Ja, das meinte ich, einmal zum Testen nett, aber sonst…

Seid mal nicht so negativ. Klar, es ist kein Ersatz fürs Dusika, aber es ist eine super Initiative und ich bin froh drum. Und denke es macht auch bei schönem Wetter draussen Spaß ab und an. Outdoor Radbahnen sind ja doch auch sehr verbreitet gewesen früher.

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die frage ist eher, muss immer alles profitabel sein? kann mir keiner erzählen das ein kunsthistorisches bzw. naturhistorisches museum gewinne macht. nein, das gehört zur kultur der gesellschaft und wird von allen mitgetragen.

 

so auch sportstätten. auf kurze distanz gesehen sind die zahlen tiefrot, aber über lange distanz werden die zahlen schwarz, weil die leute einfach fitter sind. oder sein sollten. versteh nicht warum eine stätte wie das stadthallenbad gewinne abwerfen soll...schwimmen ist gesund!

 

letzten endes wird eh alles von der gesellschaft getragen...es lebe der marxismus! freundschaft!

 

oder so :x

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vor 9 Stunden schrieb ricatos:

Ich glaub, die paar Hansln die im Dusika gefahren sind bringens dort auch zamm.

das bezweifle ich eben stark

 

 

vor 8 Stunden schrieb alekom:

die frage ist eher, muss immer alles profitabel sein? kann mir keiner erzählen das ein kunsthistorisches bzw. naturhistorisches museum gewinne macht. nein, das gehört zur kultur der gesellschaft und wird von allen mitgetragen.

…..

Natürlich nicht, aber wenn es mehr oder weniger ungenutzt herumsteht ist niemandem geholfen.

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vor 23 Minuten schrieb kapi:

das bezweifle ich eben stark

 

 

Natürlich nicht, aber wenn es mehr oder weniger ungenutzt herumsteht ist niemandem geholfen.

Eine Aussage, die die typisch österreichische  Grundhaltung wider gibt 

Bearbeitet von NoNick
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Sollten wir uns nicht eigentlich alle darn erfreuen dass zumindest irgendwer was tut das uns zugute kommt? Man sieht eh sehr schön was passiert wenn man sich in Österreich auf die Stadt, das Land oder den Bund verlässt, sieht zB Forststraßenfreigabe, Dusika etc. - nix eben. Groß war der Aufschrei von vielen Radsportlern als das Dusika abgerissen worden ist, jetzt wurde durch eine private Initiative ein neues Oval gebaut, aber anstatt dass wir uns zumindest einig sind und laut super rufen, gut gemacht gibts auch von unserer Seite negative Kritik. Verstehe einer die Welt 🤨🤔

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