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Größe: 175 cm Schrittlänge: 84 cm Gewicht: 70 kg Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt
Lag bei der 2015 präsentierten Jawbreaker der Entwicklungsfokus erstmals ausschließlich auf Radsport, legt Oakley nun mit der Flight Jacket ein Schäuferl nach. Mit ihrem aggressiven Design, inspiriert von modernen Fliegerbrillen, richtet sie sich ganz klar an die Racer-Fraktion und wartet mit neuen Technologien auf.Maximale SichtAm auffälligsten sind wohl der fehlende obere Rand und die höhere Verglasung im Vergleich zur Jawbreaker. In Summe erhält man ein riesiges Sichtfeld, egal wie sehr man seinen Stem geslammed hat. Die Gläser gehen fast schon nahtlos in den Helm über und es ist fast unmöglich den bzw. über den Rand der Verglasung zu sehen, sprich: man kommt in jeder noch so tiefen Radposition immer in den Genuss aller Features und wird von keiner Kante gestört.PrizmDas hier vorgestellte Modell ist mit der "Prizm Road"-Glastechnologie ausgestattet, welche Farben, Kontraste und Details hervorhebt und so die natürliche Sicht des Radsportlers optimiert. Weitere Infos zu dieser Technologie findest du unterhalb.Verbesserte BelüftungPerfekt sitzende bzw. knapp anliegende Brillen bringen gewöhnlich auch Nachteile bei der Belüftung mit sich. Und so sammelt sich bei großer Luftfeuchtigkeit, hohen Temperaturen oder Überhitzung die warme und feuchte Luft an der Innenseite der Gläser und bringt diese zum Beschlagen - besonders beim Klettern. Die Advancer-Nasenstegtechnologie ermöglicht es dem Sportler, Beschlagen und Wärmestau mit einem kurzen Handgriff entgegenzuwirken. Ein Druck auf den Advancer-Knopf an der Außenseite des Nasenstegs klappt die Brille um ca. 7 Millimeter nach vorne, erhöht den Abstand zum Gesicht und schafft gleichzeitig breitere Belüftungsöffnungen unterhalb des Rahmens, über dem Nasensteg und oberhalb der Linse. Ein großer Vorteil ist der permanente Schutz der Augen trotz ausgezeichner Belüftung, auch während einer schnellen Abfahrt.SchutzOakleys aufprallgeschützte Gläser besitzen einen 100%igen UV-Schutz dank Plutonite Glasmaterial.DesignNoch aggressiverer Stealth-Look trotz reduziertem Design. Durch das Wegfallen des oberen Rahmenbügels wurden sowohl die Switchlock-Mechanik zum Tausch der Gläser als auch sämtliche Belüftungsschlitze in der Verglasung obsolet. Austauschbare Bügelenden in zwei unterschiedlichen Längen verbessern die Kompatibilität mit Helmen. Durch den kompletten Tausch der Endstücke kann die Gesamtlänge der Bügel um +/- 5 Millimeter variiert werden. Ein komplexer Verriegelungs-Mechanismus wie der Temple-Adjuster von der Jawbreaker ist nicht mehr notwendig.
Prizm nennt sich Oakleys patentierte Glastechnologie, mit der die Sichtverhältnisse für spezifische Sportarten oder Outdoor-Aktivitäten optimiert werden. Feinabgestimmte Glastönungen heben die gewünschten Farben, Kontraste und Details hervor und filtern jegliches Streulicht, welches die Sicht beeinträchtigt.Sieben der acht neuen Flight Jackets sind mit Oakleys Prizm-Technologie ausgestattet, drei davon mit "Prizm Road". Prizm Road Gläser verbessern den Kontrast auf der Straße und helfen Ausdauersportlern, feine Änderungen in der Struktur von Straßenbelägen zu erkennen und Hindernisse wie Steine, Kanaldeckel und Schlaglöcher leichter zu sehen.
Als Besitzer zweier Jawbreaker bin ich seit jeher ein großer Fan des Oakley Designs und der Prizm-Glastechnologie, ungeachtet dessen, dass ich beim Fahren in tiefer Pose stets den oberen Rahmenbügel im Blickfeld hatte und mir die Jawbreakers auch immer wieder mal anliefen. Bei der neuen Flight Jacket versuchte sich Oakley an der Quadratur des Kreises und schaffte einen gekonnten Spagat zwischen Design und Funktion. So haben das Weglassen des oberen Brillenrandes und die höhere Verglasung ein mächtiges Blickfeld zur Folge, was die Flight Jacket zu einem wahren Gamechanger für tief(f)liegende Sprinter und TT/Tri-Piloten macht. Ein weiterer Pluspunkt ist die höhere Flexibilität des Brillenrahmens, welche das einhändige Aufsetzen bzw. Abnehmen der Brille erleichtert und den Druck hinter den Ohren während des Tragens angenehm reduziert.Auch in Sachen Belüftung haben die Entwickler einen großartigen Job geleistet. Anstelle des Switchlock-Hebels zum Tausch der Gläser (den wohl die wenigsten Besitzer jemals betätigt haben), befindet sich vorne am Nasensteg die Mechanik der sogenannten Advancer-Technologie, welche die Möglichkeit bietet, bei Bedarf kühle Luft einströmen zu lassen. Und das Feature funktioniert: Zum Aktivieren halten wir den Rahmen mit Zeigefinger und Daumen fest und drücken den Advancer-Hebel mit dem Mittelfinger nach unten. Voilà, die Brille schiebt sich nach vorne und schränkt das Blickfeld nur minimal ein. Zudem können selbst bei aktivierter Belüftung auch rasante Downhills in Angriff genommen werden, da einem der Luftstrom nicht störend in die Augen bläst, sondern wie von Zauberhand sanft vorbeigeführt wird. Zum Schließen drücken wir mit dem Zeigefinger in die Mitte der Linse und die Brille schnappt wieder in ihre Ausgangsposition zurück. Es bleibt zwar ein Fingertappser in der Mitte der Linse, jedoch ohne funktionelle Folgen, da man an dieser Stelle ohnehin nicht durchsieht - außer man schielt.Die Vorteile der Prizm-Verglasung stehen für mich völlig außer Frage. Hell genug, um bei schwindendem Licht ausreichend Sicht zu gewähren, gleichzeitig aber auch dunkel genug, um vor direktem Sonnenlicht zu schützen. Die Gläser verstärken Sichtbarkeit und Kontraste, weiße und gelbe Fahrbahnmarkierungen sind greller und Ampeln leuchten heller, was besonders dann auffällt, wenn man die Brillen nach längerer Fahrt abnimmt und sich die Roadbike-Welt in ihrem gewohnen "grau in grau" präsentiert.Evolution statt Revolution. Bei der Flight Jacket haben die Amerikaner alles richtig gemacht und die Basis der sehr beliebten Jawbreaker in Bezug auf ihr Sichtfeld und die Belüftung auf ein neues Level gebracht. An den Features wie Verglasung und Ergonomie wurde nur minimal gefeilt, diese lagen ohnehin schon auf höchstem Niveau. Den Tausch der Bügelenden konnte ich mangels selbiger nicht testen.
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