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KTM Myroon 29 Prestige 12s XX1

KTM Myroon 29 Prestige 12s XX1

04.08.17 10:07 8.804Text: Lukas SalzerFotos: NoSaneGoldene Eagle, RS-1 - Understatement steht nicht auf der Agenda des knallorangen KTM. Wie sich der Racer im realen Leben schlägt? Lest selbst.04.08.17 10:07 8.874

KTM Myroon 29 Prestige 12s XX1

04.08.17 10:07 8.874 Lukas Salzer NoSane This story is also available in EnglishGoldene Eagle, RS-1 - Understatement steht nicht auf der Agenda des knallorangen KTM. Wie sich der Racer im realen Leben schlägt? Lest selbst.04.08.17 10:07 8.874

2017, so scheint es, ist das Bikeboard-Jahr der schnellen Hardtails. So gesellte sich zum heuer bereits ausgiebig getesteten Scott Scale und dem Radon Jealous unlängst auch die aktuelle Ausgabe des KTM Myroon 29 Prestige 12s XX1 hinzu. Ohne Zweifel drei Hochkaräter, die das Herz eines jeden Hardtailfans höher schlagen lassen - doch lasst uns nicht zu weit vorgreifen. Knackiges Orange, edle Ausstattung, kleiner Ausschlag auf der Waage - das Myroon weiß auf den ersten Blick nicht zu geizen. Aber wie sieht es auf den zweiten, dritten oder gar einundzwanzigsten Blick aus? Einige hundert Kilometer mit dem edlen Gefährt sollten Aufschluss geben...

Softskills

"Schaut geil aus!" schallte es aus dem BB Headquarter, als der Verfasser dieser Zeilen mit dem neue KTM Myroon zusammentraf. Die Vorfreude war groß - wie mag der orange Hobel aus Mattighofen wohl im echten Leben sein? Schließlich lassen einen ja schon alleine die Specs des Myroon das Wasser im Mund zusammenlaufen. Hier wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt: nur die feinste Ware drangeschraubt, ist der Preis dementsprechend auch nicht jedermanns Geschmack. Doch dieser liegt Gottlob ja nach wie vor im Auge des Betrachters - oder eben in dessen Börserl. Specs hin, Kosten her, endlich hatte ich es voll und ganz in meinen Händen, mit angegebenen 8,9 kg wirklich leicht und wirklich orange, so wie es sich für ein standesgemäßes KTM gehört.
Massive Rohrdurchmesser, die kraftvollen, bugähnlichen Kanten rund um den Bereich des Steuerrohrs und Boost Standard lassen bereits im Keller erahnen, wie steif und schnell es draußen auf den Trails sein könnte. Die matte Lackierung wirkt edel, wenngleich der Anstrich dadurch etwas empfindlicher gegenüber Kratzern ist. Mit dem XX1 Antrieb, der RockShox RS1 und den innenverlegten Zügen wirkt das KTM sehr clean, sehr aufgeräumt, sehr schlüssig. I like.

Und auch sonst geizt der Rahmensatz nicht mit durchdachten Details. Ein kleines Blechplättchen schützt dort beispielsweise die Kettenstrebe beim Laufradeinbau vor Attacken der scharfkantigen Bremsscheibe - in der Rennhektik, und dort fühlt sich das KTM traditionell heimisch, kann so ein Laufradtausch schließlich schonmal unsauber vonstatten gehen. Solch ein Schutzblech findet sich übrigens auch an der antriebsseitigen Kettenstrebe zwischen Kettenblatt und Carbon. Zwar halten moderne Antriebe die Kette in der Regel gut auf Linie, doch gänzlich vor Chainsuck gefeit ist niemand. Glücklich, wer die Kette dann nicht ins Carbon, sondern nur ins Schutzblech würgt. Am kräftigen Unterrohr lassen sich dank dreier Schrauben verschieden Flaschenhalterpositionen realisieren, sodass auch richtig große Trinkflaschen ins Rahmendreieck passen. Oder sollte den drei Montagepunkten am Unterrohr in naher Zukunft eine ganz andere Bedeutung zukommen? Wir werden sehen...


Tech Specs

Rahmen: Myroon 29"-B Performance Carbon; R:Boost 148TA Bremsen: Shimano XTR M9000 XC - Ice-tec/ 160/160 mm
Größen: 38 - 43 - 48 - 53 Sattelstütze: Ritchey WCS Carbon UD, 1- bolt 350/27.2
Gabel: RockShox RS-1 100-T- Boost (RL) 29"-100mm, tapered carbon, 15x110 maxle ultimate, Remote-Lever single, X-Loc Sattel: Selle Italia SLR X Cross Flow
Lenker: Ritchey WCS Carbon 2X, flat 9°, 710 Laufräder: KTM-DT Prime 3 CC PS/B 29", Tubeless
Vorbau: Ritchey WCS C-220 6° Reifen: Schwalbe Thunder Burt 54-622, Evo,Lsk
Schaltgruppe: Sram XX1 Eagle Gewicht: Werk: 8.9 kg, BB: 8.97 kg
Kurbel: Sram XX1 Eagle Boost PF Carbon; 34Z Preis: € 5.899,-

5.899,- der schwer verdienten Euros fordert KTM für das knallorange Myroon 29 Prestige 12s XX1 ein. Dafür lassen sich die Oberösterreicher allerdings auch ausstattungstechnisch nicht lumpen. Golden glänzt die XX1 Eagle Kassette am Freilauf der DT-Swiss 240s Naben im Zentrum der KTM gelabelten DT-Felgen. Zweifelsfrei ein Zugeständnis an die flotte Gangart ist das 34er Kettenblatt, welches die leichte Kurbel schmückt. Neben der sortenreinen XX1 Eagle Schaltgruppe stammt auch die Gabel aus dem Sram/RockShox-Universum. Mit der in Form wie Farbe perfekt auf das Myroon abgestimmten RS-1 bekommt man auch seitens der Forke worldcuptaugliches Material ans Rad geschraubt. Bezüglich der Bremserei vertrauen die Produktmanager auf japanische Qualität und setzen auf Shimanos XC-Waffe XTR M9000 samt Ice-Tec und 160 mm XT Scheiben an beiden Rädern. Reichlich Carbon findet sich an den übrigen Anbauteilen. Vorbau, Lenker und schmale 27.2 mm Sattestütze stammen aus der Ritchey WCS-Serie; der Selle Italia SLR X-Cross Sattel ist nicht der leichteste Vertreter der SLR Familie, dafür aber sehr bequem. Bodenkontakt hält das Myroon über Schwalbes Thunder Burt Pneus. Zugegeben, regnen sollte es damit nicht, aber dafür stoppt die unbestechliche Office-Waage bei 8.97 kg in Größe 48.

Geometrie

Größe in cm 38 43 48 53
Größe in Zoll 15 17 19 21
Sitzrohrlänge (mm) 380 430 480 530
Oberrohrlänge (mm) 580 600 620 640
Sitzwinkel 74,5°/73° 74,5°/73° 74,5°/73° 74,5°/73°
Lenkwinkel 71 71 71 71
Steuerrohrlänge (mm) 95 105 115 125
Kettenstrebenlänge (mm) 430 430 430 430
Radstand (mm) 1074 1095 1116 1136
Stack (mm) 599 608 618 627
Reach (mm) 414 431 449 466

Ausgeführt

Ansprechende Optik, eine dem eigenen Ego schmeichelnde und gleichzeitig den Neid der Eingeweihten schürende Ausstattung - alles schön und gut. Doch was, zumindest für meine Wenigkeit, tatsächlich zählt, ist die Frage, wie sich die 2017er Ausgabe des Myroon 29 Prestige 12s XX1 draußen auf den Trails wohl fährt?

Schnell, so viel darf man schonmal verraten. Aber der Reihe nach: Länger, tiefer, flacher - dieses Credo, das sich momentan wie ein Lauffeuer durch die Branche wälzt, trifft für das Myroon nicht wirklich zu. Entsprechend ungewohnt waren die ersten paar Meter der Jungfernfahrt. Mit 71° Lenkwinkel und kurzen 430 mm Kettenstreben siedelt sich das KTM klar in der agilen Ecke an, ohne dabei jemals nervös oder gar kippelig zu wirken. Man sitzt perfekt zentriert im - nicht am - Bike, der Schwerpunkt liegt angenehm tief. Die Front baut eine Spur höher als gewohnt; unterm Strich für mich eine absolut sichere und komfortable Sitzposition. Der Ritchey WCS Lenker, immerhin ganze 710mm breit, bietet gute Voraussetzungen für eine Spaßmaschine, mit der man es auch bergab durchaus mal laufen lassen kann.

Im welligen XC-Terrain ertappt man sich permanent am Pushen. Ein leichter Zug am Lenker genügt, um die 8.9 kg Lebendgewicht über Wurzel und Fels fliegen zu lassen. Herrlich, dieser Wechsel aus Flow, Beschleunigen und gezieltem Bremsen. Doch bei all dem Spaß sei vor allem für etwas schwerere Piloten etwas zur Vorsicht geraten - denn nimmt der Trail mal die direkte Linie und wird richtig steil, geraten die kleinen 160 mm Scheiben an der Front schon mal etwas aus der Fassung und sorgen für Spannung. Immer wieder braucht es so ordentlich Zug am Hebel, um den Hobel doch noch ums, und nicht ins Eck zu legen. Hier der klare Rat zum Upgrade auf 180 mm Scheiben. Dank der ausgewogenen Position im Rad bleiben beide Räder gut kontrollierbar, auch wenn den schmalbrüstigen Thunder Burts mal wieder der Grip ausgehen sollte. Sei es der Geometrie, den Pneus oder eher den eigenen Fahrkünsten geschuldet, verliert das Gespann aus KTM und Fahrer in allzu technisch schwierigen Passagen und bei langsamer Geschwindigkeit verglichen mit etwa einem Trek Procaliber etwas an Souveränität. Alsbald man aber wieder marathontypisches Terrain erreicht, kehrt das alte Selbstvertrauen rasch zurück.

Die verbaute RockShox RS1 tut ihr übriges dazu, um aus dem KTM eine echte Waffe zu machen. Der Fahrspaß kommt mit dieser Gabel definitiv nicht zu kurz. Ausreichend steif spricht sie fein an und ist, passend zum Myroon, straff abgestimmt. Das Lockout macht seinem Namen alle Ehre und gibt praktisch keinen Federweg frei. Der etwas fummelige Laufradeinbau ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, wer aber bei der dünnhäutigen Serienbereifung bleibt, bekommt auch hier schneller Routine, als es einem lieb ist...

Straffes Lockout und die hauseigenen Laufräder „made by DT-Swiss“ mit asymmetrischen 28-Loch Felgen samt über jeden Zweifel erhabener DT-Swiss 240s Naben versprechen auch in Anstiegen eine der Optik würdige Performance. Der leichte und steife Laufradsatz nimmt Geschwindigkeitsänderungen willig an. Selbst die gravelnde Fraktion zeigt sich ob des Vorwärtsdranges der orangen Flunder beeindruckt - bestimmt mit ein Grund, weshalb die Mattighofener bereits in Serie zum größeren 34er Kettenblatt greifen. Eine Entscheidung mit Weitsicht, denn wirklich vermisst hätte ich ein kleineres Blatt über den Testzeitraum keineswegs. Ganz im Gegenteil: Dank der XX1 Eagle Kassette und ihrem riesigen 50-Zahn Rettungsring meistert die Kombi aus federleichtem Myroon und 34er Blatt - etwas Grundkondition vorausgesetzt - jeden Anstieg. In der Ebene bleiben dann gegenüber 11-fach Antrieben immer noch genügend Reserven, um auch tief gebückte Hinterräder zu halten. Knackig, schnell, leichtgängig und im direkten Vergleich zur 11-fach auch deutlich leiser. Wer den 12-fach Adler noch nicht erlebt hat - unbedingt ausprobieren.

Richtig steile, gerne auch technische Anstiege liegen dem Myroon ebenso wie kilometerlange Forstautobahnrampen. Enge Passagen jenseits der lungenschonenden Prozentzahlen meistert das Bike mit stoischer Ruhe, wird niemals kippelig und der Druck am Vorderrad bleibt stets ausreichend. Steigende Front und wandernder Vorderreifen? Fehlanzeige. Vielmehr lädt das KTM auch bergan zum Spielen ein. Enge und verwinkelte Trails werden zur wahren Freude; dank des steifen Rahmens und eines breiten Cockpits wird jede Muskelzuckung gnadenlos umgesetzt. Mit einem wohl auch durch die dünnen Griffe übertragenem direkten Fahrgefühl muss der Linienwahl auch in ruppigem Gelände kaum Nachdruck verliehen werden - alle Kraft darf in den Vortrieb einfließen. Feine Sache.

Und der Komfort? Um den steht es eigentlich erstaunlich gut. Klar, Komfortwunder darf man sich vom Myroon keine erwarten. Die will es aber vermutlich auch gar nicht erfüllen, möchte lieber einfach nur schnell sein. Volle Goisern A-Streckentauglichkeit bekommt es von mir trotzdem - oder vielleicht auch gerade wegen der gelungen Mischung aus unbestechlichem Vortrieb und ausreichendem Komfort. Vor allem die Ritchey WCS Single Bolt Stütze bietet mit ihren 27,2 mm ordentlich Flex, wenngleich sie immer wieder zu knacksenden Geräuschen neigt - selbst nach Behandlungen mit Montagepaste und Fett. Ebenso ausgesprochen bequem - zumindest für meine Anatomie - thront es sich am Selle Italia SLR X-Cross Flow. Nicht der leichteste Vertreter seiner Art, dafür bedenkenlos für lange Tage im Sattel zu Empfehlen.

Wenn man dem KTM als XC- und Marathonwaffe überhaupt etwas wirklich ankreiden kann, dann sind es die serienmäßigen Schwalbe Thunder Burt Reifen. Sauschnell und leicht, klar. Aber auch sauschnell kein Grip, wenn's lose oder gar feucht wird, und ebenso schnell luftlos: Reifendefekte und Patschen scheinen beim superleichten Thunder Burt mit Liteskin Karkasse inklusive zu sein. Gott sei Dank wären alltagstauglichere Reifen ja schnell montiert. Oder man gewöhnt sich einfach an die Umstände und weiß die Performance auf trockenen und harten Böden zu schätzen - eine klare Frage des Einsatzgebietes. Nachbessern könnte man ebenfalls noch an den bereits erwähnten Bremsscheiben-Durchmessern sowie an den klappernden Zügen und der knarzenden Sattelstütze. Wer gerade auf der Suche nach einem vortriebshungrigen und vielseitigen Marathonracer ist, der sollte das Myroon durchaus auf seine Merkliste setzen. Varianten mit Zweifachantrieben finden sich je nach Gusto ebenso im Programm.

Fazit

Myroon 29 Prestige 12s XX1
Modelljahr: 2017
Testdauer: 6 Wochen/ 870 km
Preis: € 5.899,-
+ steifer Rahmen
+ top Ausstattung
+ steife Laufräder
+ tolle Schaltung; Übersetzung
o Geräuschkulisse
- kleine Bremsscheiben, warum 6-Loch?
- Bereifung
BB-Urteil: Organges Vortriebswunder mit Adlerschwingen

KTM hat bei der 2017er Ausgabe des Myroon Prestige 12s seine Hausaufgaben gemacht. Satter Vortrieb, agiles Handling und herausragende Klettereigenschaften sowie ausreichend Abfahrtspotential, um jeden Marathonkurs zu meistern. Dazu die feine Ausstattung mit der breit abgestuften XX1 Eagle, die mit ihrer knackigen Schaltperformance zu überzeugen weiß. Grund zur echten Kritik liefern nur Kleinigkeiten.

Dank steifer Laufräder und Rahmen liebt es das KTM, spielerisch und ohne viel Nachdruck über enge und verwinkelte Trails zu jagen, solange es nicht allzu steil und technisch wird. Mit derartigem Vorwärtsdrang ausgestattet, macht es auch durchaus zweckentfremdet als Gravel-Bike eine gute Figur. Leider beschneiden die Reifen seine Abfahrtsperformance und büßen auch an Pannensicherheit ein. Der Schwalbe Thunder Burt ist zwar leicht, mag es aber nur trocken und hart. Die 160 mm Scheibe am Vorderrad gerät bergab leicht an ihre Grenzen, die Geräuschkulisse von Sattelstütze und Kabelzügen nagt etwas an den Nerven. Unterm Strich nichts, was erfahrene Schrauberhände nicht in wenigen Minuten beseitigen könnten.

Zum Preis von € 5.899,- stellt KTM mit dem Myroon Prestige 12s ein absolut konkurrenzfähiges Race-Hardtail in die Shops. Die edle Ausstattung sowie das von uns gewogene Gewicht von 8,97 kg untermauern dies. Noch leichter wird es nur mit dem Topmodell Sonic, Varianten für Fans von Zweifachantrieben hat KTM ebenfalls im Programm.


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  1. #1
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    krieglach
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    KTM Myroon 29 Prestige 12s XX1

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  2. #2
    degradierter Hobbyist Avatar von Gili
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    knapp 6k für über 9kg und Straßenbereifung. Ja, da bekommt man halt noch was für sein Geld

    Spaß beiseite: was sollen die Thunderburts auf dem Hobel? Die hat KTM doch rein des Kataloggewichts wegen montiert.

    Die 160er Scheiben find ich okay, reichen idR für Leute unter 70kg aus. Und vorne auf 180 wechseln geht schnell und bringt nur 30-40g Mehrgewicht mit sich.

    das Positive: mit dem orange fällt man wenigstens auf

  3. #3
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    krieglach
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    Zitat Zitat von Gili Beitrag anzeigen
    knapp 6k für über 9kg und Straßenbereifung. Ja, da bekommt man halt noch was für sein Geld

    Spaß beiseite: was sollen die Thunderburts auf dem Hobel? Die hat KTM doch rein des Kataloggewichts wegen montiert.

    Die 160er Scheiben find ich okay, reichen idR für Leute unter 70kg aus. Und vorne auf 180 wechseln geht schnell und bringt nur 30-40g Mehrgewicht mit sich.

    das Positive: mit dem orange fällt man wenigstens auf
    Ich wittere bei den Reifen auch einen Kampf mit der Waage

  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von magas66
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    KTM ist bekannt dafür, daß sie einige Kniffe anwenden um das Gewicht zu drücken, dazu gehören, die meist ungeeigneten, weil schmal und ohne viel Profil, Reifen, sowie ein schmälerer Lenker im Vergleich zur Konkurenz

    Aber wenn der Rest passt, dann sind diese Teile schnell gewechselt und die paar dag mehr sind dann auch zu verschmerzen.

    btw. wo seids mit dem Radl unterwegs gewesen ? Harzberg - Lindkogel; kann das sein ?

  5. #5
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    Ich denke, dass der Thunderbird die logische Reifenwahl für ein Race-Hardtail ist, wenn man in der Schwalbe-Welt zuhause ist. Für die Marathons in Ö ist das sicher keine schlechte Wahl und sollte bei der Testbewertung nicht als Minus aufscheinen. Oder soll so ein Rad mit schwereren Reifen ausgestattet sein, die nur bei Regen gebraucht werden, oder bei XC-Rennen, die eh keiner fährt? Die Marathon-Hobbyracer sind wohl die Zielgruppe. Wer braucht sonst so ein Rad um 6k?

    Außerdem: So leicht sind die Thunderbirds auch nicht, ich fahre den Maxxis Maxlite (hinten fast immer, vorn nur wenn staubtrocken und ganz "untechnisch") Da spart man nochmals ca 100g (pro Reifen!). Absolut ausreichend für unsere Bewerbe- und sauschnell!

  6. #6
    Trailliebhaber Avatar von Gipfelstürmer
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    Zitat Zitat von Pirmin Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass der Thunderbird die logische Reifenwahl für ein Race-Hardtail ist, wenn man in der Schwalbe-Welt zuhause ist. Für die Marathons in Ö ist das sicher keine schlechte Wahl und sollte bei der Testbewertung nicht als Minus aufscheinen. Oder soll so ein Rad mit schwereren Reifen ausgestattet sein, die nur bei Regen gebraucht werden, oder bei XC-Rennen, die eh keiner fährt? Die Marathon-Hobbyracer sind wohl die Zielgruppe. Wer braucht sonst so ein Rad um 6k?

    Außerdem: So leicht sind die Thunderbirds auch nicht, ich fahre den Maxxis Maxlite (hinten fast immer, vorn nur wenn staubtrocken und ganz "untechnisch") Da spart man nochmals ca 100g (pro Reifen!). Absolut ausreichend für unsere Bewerbe- und sauschnell!
    und du fährst mit den maxxlites vorne mit? respekt

  7. #7
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    Der Albanator hat gesehen, wie ich mit den Maxxlites über die Weinberg-Stiche des Unterschweinsbacher-MTB-Kriteriums zu einem gefeierten AK-Stockerlplatz geflogen bin und hat sich gedacht: "Den Reifen brauch ich auch!"
    Und so wurde er nochmals Weltmeister ��

  8. #8
    Registrierter Benutzer Avatar von Revelator5000
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    das mit dem Reifen find ich auch immer etwas seltsam.. nur das es auf der Waage besser ausschaut weil fahren wird mit dem Ding mit Sicherheit niemand !

    Ansonsten kann man das Myroon nur jedem mit gutem gewissen weiterempfehlen!! Bin die letzten Jahre immer das Prestige gefahren und seit heuer das Sonic! Einfach geile Bikes !

  9. #9
    Registrierter Benutzer Avatar von Karl_rudolf
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    Also die Reifen sind für mich für den vorgesehenen Einsatzbereich absolut OK.
    Ebenso sind für mich 6-Loch Scheiben OK! Das würde ich auch nicht negativ bewerten (aus welchem Grund?)

    Weniger gefällt mir, dass vorne nur eine 160er Bremsscheibe verbaut ist.
    Auch gefallen mir dieses ganzen Löcher im Rahmen nicht, welche dann mit irgendwelchen Gummipoppeln zugestopft sind :-(
    Und die beiden Zapfen unten beim Kettenblatt (für den Umwerfer?) sind auch naja: solala
    Ich verstehe ja den Grund dieser Dinge, mindert für mich aber trotzdem dieses tolle Rad.

    -> Weis man was der LRS wiegt?

    Lg
    Karl
    Strom anstatt Kondition ;-)

  10. #10
    : : : Avatar von Luki
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    Bezüglich der Bergwertung von Reifen und Bremsen:

    Ich hatte viel zu viele Defekte mit den Reifen, als dass ich sie positiv bewerten könnte.
    Am Harzberg (Fotos) gleich mal 2 Defekte und einen aufgeschnittenen Reifen.. das am ersten Tag, ohne Lindkogelabfahrt und es ging so weiter.
    Mit dem Grip war ich auch nicht ganz happy, grad für Wienerwald Verhältnisse... da ist er vielleicht für 3 Wochen im Jahr in Ordnung.

    Das mit 6 Loch ist insofern komisch da es alles für Centerlock gibt (natürlich auch die 240s Naben) und absolut Sinn machen würde das Bike damit auszustatten. - schaut auch schöner aus.
    So kommt mir das ein wenig wie eine Mogelpackung vor, denn es gibt keine XTR 6 Loch Bremsscheiben und KTM spart sich wieder ein paar Euro wenn sie XT Bremsscheiben anstatt schicker XTR auf ein knapp 6000.- Bike montieren...

    Bez. LRS Gewicht kann ich dir leider keine genaue Auskunft geben... vermutlich um die 1600g.

  11. #11
    degradierter Hobbyist Avatar von Gili
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    Centerlock ist doch Murx. Bis auf Shimano (XTR) gibts ja wohl alle Premium-Scheiben und Leichtbauscheiben(!) (teils nur) für 6-Loch.
    Ja, es gibt CL-Adapter, aber die kosten mehr als eine gute Bremsscheibe..ich würd immer 6-Loch bevorzugen.

  12. #12
    Trailliebhaber Avatar von Gipfelstürmer
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    vorallem kann man dann schöne bunte titanschrauben verbauen

  13. #13
    Registrierter Benutzer Avatar von Karl_rudolf
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    Ich gebe 6-loch in jedem Fal einer CL den Vorzug.
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  14. #14

  15. #15
    Registrierter Benutzer Avatar von Karl_rudolf
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    Zitat Zitat von wo-ufp1 Beitrag anzeigen
    Warum?
    Weil ich (für mich) keinerlei Vorteil bei CL erkennen kann - eine schnellere Montage zählt hier für mich nicht als Vorteil. Dafür ist es zu selten notwendig.
    Weil ich zu viele LRS bei mir umbauen müsste um wieder einheitlich zu sein (Stichwort Kompatibilität).
    Weil es die Scheiben meiner ersten Wahl (Trickstuff) nicht als CL gibt und ich mit einen Adapter arbeiten müsste.
    Ich bin auch der Meinung -subjektiv-, dass ich mit 6-Loch hinsichtlich des Angebotes von Naben+Scheiben derzeit noch ein flexibleres Angebot am Markt habe.

    Lg
    Karl
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