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KTM Revelator Alto Exonic 2023 Test

KTM Revelator Alto Exonic 2023 Test

07.03.23 08:51 9.188Text: Fritz Rautner
Fritz Rautner
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Fotos: Erwin Haiden, Danuser (Windkanal)
Mit der neuen Rennmaschine aus dem Innviertel freudig-flott durchs Waldviertel. Denn was für die B&B-Profis gut ist, kann für uns nur recht sein ...07.03.23 08:51 14.797

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07.03.23 08:51 14.79726 Kommentare Fritz Rautner
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Erwin Haiden, Danuser (Windkanal)
Mit der neuen Rennmaschine aus dem Innviertel freudig-flott durchs Waldviertel. Denn was für die B&B-Profis gut ist, kann für uns nur recht sein ...07.03.23 08:51 14.797

Wir alle wissen: KTM ist ein Fahrradhersteller mit Sitz im oberösterreichischen Mattighofen. 1964 gegründet, verkauft das Unternehmen laut eigenen Angaben weltweit mittlerweile rund 460.000 Fahrräder pro Jahr - für Alltags- und Freizeitradler:innen, aber auch für jene, die sich gerne an eine Startlinie stellen und ihr Bestes geben.
Eine dieser Rennmaschinen hört auf den Namen Alto - vermutlich, damit alle gleich wissen, dass dieses Modell vor allem beim Klettern brilliert. 2018 eingeführt und zwischenzeitlich schon einmal upgedatet, präsentierte KTM anlässlich seiner dritten Teilnahme an der Tour de France 2022 auch die dritte Generation des Revelator Alto.

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Selbstverständlich wussten die Oberösterreicher die Inputs "ihrer" Profis vom Team B&B Hotels-KTM und Tirol Cycling Team bei der Entwicklung des neuen Rahmens zu nutzen. Bereits die Vorserien-Prototypen wurden in die "Hölle des Nordens" geschickt und durchlebten auf den Pavés von Paris-Roubaix ihre Feuertaufe. Zeitgleich wurde auch fleißig im Windkanal getestet, um die perfekte Aerodynamik zu erreichen.
Pierre Rolland konnte den Erfolg des Entwicklungsprozesses bei der letztjährigen Dauphiné-Rundfahrt gleich mal bestätigen, denn er fuhr mit dem neuen Alto, das für 2023 in Serie ging, auf Anhieb ins Bergtrikot.

 Innviertel – Critérium du Dauphiné – Tour de France – Waldviertel 

Stationen eines Erfolgsmodells ...
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Der Mensch

Das Anfangskapitel der Erfolgsgeschichte des Revelator Alto ist also bereits geschrieben. Nun warten die Oberösterreicher gespannt auf viele weitere. Die Reise der ersten Serienrahmen führte von Mattighofen übers Critérium du Dauphiné weiter nach Kopenhagen und von dort bis auf die Champs Elysées nach Paris.
Und dann? Was war das nächste Ziel? Direkt nach Niederösterreich ins untere Kamptal führte der Weg, wo die Rennmaschine durch die Weinberge bis rauf ins hügelige Waldviertel, also in alto, auf die angepriesenen Qualitäten getestet werden sollte.

Ein Testfahrer war auch schnell gefunden: Ich, Fritz Rautner, stand schon unzählige Male an besagter Startlinie und überquerte den Zielstrich nicht selten als Erster.
Seit kurzem der Bevölkerungsgruppe Ü50 angehörend, nehme ich bei einer Größe von 1,76 m und einem Gewicht von 67 kg Anstiege noch immer gerne und schnell in Angriff. Mit einer Schrittlänge von 83 cm sitze ich bei meinen Rennrädern, die hauptsächlich amerikanische Wurzeln haben, auf einer Höhe von 73,7 cm. Die Ausstattung meiner Maschinen stammt von Shimano, natürlich die Top-Gruppe DuraAce 11-fach Di2 sowie 12-fach Di2 – man gönnt sich ja sonst nyx.
Umso mehr freute es mich, die neue 12-fach DuraAce auf einem Rad aus österreichischem Haus testen zu können.

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Die Maschine

Als ich das Testrad Mitte Oktober letzten Jahres bekam, war ich von der Optik sehr angetan.
Das Topmodell um € 8.999,- hört auf den Namen Alto Exonic und bietet eine komplette DuraAce Di2, DT Swiss PRC 1400 Spline 35 Laufräder, 28 mm Continental Grand Prix 5000S Reifen und ein aerodynamisches Cockpit bestehend aus einem FSA Vision Metron 5D ACR-Lenker mit 100 mm Vorbaulänge und 420 mm Lenkerbreite.
Das ACR-System bedingt eine vollständig integrierte und damit aerodynamisch optimierte Führung aller Kabel und Leitungen in Lenker, Vorbau und Steuersatz. Der große Vorteil dabei ist, dass man den Lenker bis zum Oberrohr drehen kann, ohne einen durch die Bremsleitungen verursachten Widerstand zu spüren. Nachteil dieser Vollintegration ist, dass man alles ausbauen darf, wenn man das Cockpit aus irgendeinem Grund tauschen möchte. Anders schaut's bei den Spacern aus, die dank Steckverbindung einfach auseinanderzunehmen sind. Somit ist deren Ein- und Ausbau ein Leichtes.
Die Kette läuft vorne über 52/36er-Kettenblätter und hinten über eine Kassettenabstufung von 11 bis 30. Das sind Standardübersetzungen, mit denen man echt gut zurechtkommt.

Tech Specs

Rahmen Premium-Carbon/R-3920 Gabel Revelator Alto Nano Premium Carbon F15
Größen 49/52/55/57/59 cm Kurbel Shimano DuraAce Di2 R9200, 52/36 Z.
Vorbau KTM Prime Road 6° Steuerlager FSA ACR drop/in 1,5" internal
Lenker Vision Metron 5D ACR, 42 cm Kassette Shimano DuraAce Di2 R9200, 11-30, 12-f
Schalthebel Shimano DuraAce Di2 R9270 Di2 12-f Kette Shimano M9100 12-f
Schaltwerk Shimano DuraAce Di2 R9250 Di2 12-f Bremsen Shimano DuraAce R9270, Rotoren CL900 140 mm Freeza vo/hi
Sattelstütze KTM ProLink zero Carbon aero/400 Umwerfer Shimano DuraAce Di2 R9250
Sattel Fizik Antares R5 Reifen Continental Grand-Prix 5000S TL 28-622
Laufräder DT Swiss PRC 1400 Spline 35 CL 100x12 & 142x12 TA, 622x18TC Lenkerband KTM Tape
Gewicht 7,07 kg Preis € 8.999,- UVP
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Die Laufräder haben ein Gesamtgewicht von 1.447 g (HR 795, VR 652), natürlich selbst gewogen und nicht aus den Herstellerangaben kopiert.
Die 28er Continental 5000S Reifen werden über die Schwalbe Aerothan-Schläuche auf den richtigen Reifendruck gebracht. Ich fahre seit zwei Jahren mit ähnlichen, superleichten Schläuchen von Tubolito und konnte mich nie beklagen. Die Aerothan finde ich fast symphatischer, da sie ein schwarzes und damit nicht so auffälliges Ventil wie meine Pendants mit ihren orangefarbenen Ventilen haben.
Wird ein Schlauch verwendet, egal welcher, ist ein Reifendruck bis maximal 9 bar erlaubt; bei Tubeless max. 7,5 bar. Ich denke aber, dass solch hohe Drücke ohnehin nicht mehr gefahren werden. Ich persönlich bin mit 7 bar unterwegs.

Inmitten von Laufrädern, Vision Metron ACR-Lenker und dem 220 Gramm Fizik-Sattel liegt das aus Premium-Carbon gefertigte Herzstück des Alto: der Rahmen; hier in Größe 55 und verführerischem Schwarz mit silbrig glänzendem, fein strichliertem Oberrohr und klassisch oranger Aufschrift "KTM".
Bei manch hämischem Insider heißt das: Kana Traut sich Mitfahren ... Mal sehn, wie sich die "Waffe" auf der Straße anfühlt.

Geometrie

49 52 55 57 59
Sitzrohr (mm) 440 470 500 520 540
Sitzwinkel 74° 74° 73,5° 73° 72,5°
Lenkwinkel 71,5° 72° 72° 72,5° 72,5°
Oberrohr (mm) 510 530 550 563 576
Steuerrohr (mm) 115 130 145 155 170
Tretlagerabsenkung (mm) 72 72 72 70 68
Kettenstreben (mm) 410 410 410 410 410
Radstand (mm) 960 976 991 995 1004
Überstandshöhe (mm) 733 757 778 794 811
Stack (mm) 519 535 550 559 571
Reach (mm) 361 377 387 392 396
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On the road

Das leise Surren des DT Swiss 240 Freilaufkörpers fiel mir sofort positiv auf, als ich das erste Mal kurz das Pedalieren unterbrach.
Aus der Garage heraus erwartet mich nach wenigen Fahrminuten stets das Langenloiser Kopfsteinpflaster. Dieses ist auf dem KTM doch ein wenig bequemer zu absolvieren als mit meinem Cannondale-Aerorenner.
Wieder auf Asphalt, war ich alsbald rundum begeistert vom Fahrgefühl. Grundsätzlich wirkte alles sehr direkt und agil auf mich, und das bei einem insgesamt recht ruhigen Lauf, der mir sofort Vertrauen in das Gefährt gab. Und auch der Eindruck bezüglich Beschleunigung war nach der ersten Ausfahrt über 100 km und 1.600 Hm sehr vielversprechend.

Beim Flex der Sattelstütze geht meiner Meinung nach mehr, das kann aber auch daran liegen, dass für mich ein 52er-Rahmen geeigneter wäre. Da wäre die Sattelstütze 3 cm länger und würde mehr Flex bieten. Perfekt wäre es für mich dann mit einem Cockpit mit 120 mm Vorbau und 420 mm Lenkerbreite.
Und: Die Ergonomie des Vision Metron Lenkers ist durch die leichte Erhöhung und die Biegung des Oberlenkers von 10° nach vorne ein wenig gewöhnungsbedürftig. Dieses innovative Design soll die natürliche Haltung der Arme für mehr Komfort unterstützen und eine freie Atmung gewährleisten. Unbestritten ist: Die Tragflächenform des Oberlenkers sorgt für eine optimale Aerodynamik und zugleich für eine coole Optik.

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Wie die Zeit vergeht ... Nach drei Wochen hatte mein Garmin bereits 1.200 Kilometer und ein erkleckliches Sümmchen an Höhenmetern registriert, die auf das Konto des KTM Revelator Alto 2023 gingen. Ob zeitig in der Früh zur Arbeit, von dort wieder nach Hause oder bei der einen oder anderen Trainingseinheit: Ich hatte auf dem Renner made in Austria immer ein sehr gutes Gefühl und es machte einfach nur Spaß, diesen Untersatz zu fahren.
Einmal Geschwindigkeit aufgebaut, ließ sich diese auch gut halten. 34 oder 35 km/h waren überhaupt kein Problem. Meine häufigen Ortstafelsprints waren ein Genuss, da man mit dem Alto recht schnell, fast schon spielerisch, auf die gewünschte Geschwindigkeit kommt. Im Vergleich zu meinem Aerorad beschleunigt das KTM schneller. Die Endgeschwindigkeit wird die gleiche sein - aber da hätte ich dann mit dem KTM ja schon die Nase vorn und den Reifen eher über der Zielline.
Und die Steifigkeit von Cockpit und Rahmen waren bei diesen Fahrtenspielchen voll und ganz gegeben.

 Man kommt mit dem Alto recht schnell, fast schon spielerisch, auf die gewünschte Geschwindigkeit 

Das Handling: top!
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Natürlich konnte ich angesichts der Jahreszeit des Tests (wir erinnern uns: Auftakt im Herbst. Dann: Winter. Und Anfang Februar hieß es Abschied nehmen) nicht nur bei Schönwetter fahren. Nach einiger Zeit auf feuchter bzw. nasser Straße war ein Knacksen zu hören.
Mein erster Gedanke galt dem Tretlager, ich kümmerte mich dann aber doch lieber vorher noch um die Sattelstütze - war ja auch schon oft Ursache störender Geräusche, und ist leichter auszubauen ... Also raus damit, Carbonpaste drauf und, voilà, ich hörte ab sofort wieder nur das leise Surren des Freilaufs, wenn ich nicht pedalierte.
Die Sattelklemmung hielt sogar beim ersten Mal Anziehen, das kenne ich auch anders.

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Fahreindrücke im Detail

Geht's viel bergauf, geht's auch wieder runter. Hier vertraut KTM auf 140er-Bremsscheiben vorne und hinten. Die Servowave-Technologie sorgt für eine exzellente Dosierbarkeit, die auch bei schwierigen Abfahrten wie z.B. jener vom Jauerling Komfort und Kontrolle bietet. Selbst ein wenig Seitenwind macht der Maschine nicht viel aus. Das liegt aber wahrscheinlich auch am Laufradsatz, der nur 35 mm hoch ist.
Ich selber bin noch nie eine 160er Bremsscheibe gefahren, wer sich aber mit sowas sicherer fühlt: Platz dafür ist jedenfalls am KTM ...

Apropos Platz: Als ich mir einmal gemeinsam mit dem Gilet versehentlich meine Gels aus der Trikottasche zog, sah ich mich zu einer Wende mit sehr engem Radius gezwungen - kannst das Zeug ja nicht einfach so am Güterweg liegen lassen ... aber natürlich auch nicht die Leistungsdaten verhauen!
Fazit: Bei Rahmengröße 55 und einem Lenkwinkel von 72° bleibt genug Luft zwischen Schuhspitze und Vorderrad und man braucht sich auch bei engen Manövern nicht vor unerwünschtem Kontakt fürchten.

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Über die Schaltgruppe brauche ich wahrscheinlich keinen Satz verlieren, oder doch? Na gut.
Ich bin von der neuen 12-fach Di2 Shimano, egal ob DuraAce oder Ultegra, voll und ganz überzeugt. Die funktionieren beide richtig gut. Über die 105er-Gruppe kann ich naturgemäß noch nichts sagen, deren Auslieferung beginnt ja gerade erst.
Ich hatte auch schon die Red, bin aber wieder zu den Japanern zurückgekehrt. Ich denke, es ist einfach Geschmackssache, ob man Sram oder Shimano bevorzugt.
Wie dem auch sei. Zwecks exakter Funktionsweise der 12-fach Di2 samt Entscheidungshilfe zwischen DuraAce und Ultegra sei hier auf den trefflich formulierten Testbericht des Schmerzlosen verwiesen, dem ich eigentlich nichts hinzuzufügen habe. Ob man sich eine DuraAce – bzw., umgelegt auf das KTM, ein Alto Exonic – leisten möchte, darf jeder und jede für sich entscheiden. Leichter als die Ultegra – aka Alto Master, € 5.399 – und 105er, montiert auf dem Alto Elite Di2 um € 3.999,-, ist sie auf alle Fälle.

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Bezüglich der 28er Continental 5000S Reifen möchte ich festhalten, dass ich mich auf diesen Gummis (schon lange) wohlfühle. Mich dünken die Contis einfach sicher, sowohl bei trockener, als auch bei nasser Fahrbahn. Und die Rolleigenschaften brauchen sich ebenfalls nicht zu verstecken.
Freilich habe ich meine Geschwindigkeit aber auch immer so gewählt, dass ich gar nicht erst in die Situation kam, Keine Traktion Mehr zu haben - ich wollte ja das gute Stück nicht schrotten.

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Wünsch dir was

In Sachen Laufrad-Ausbau haderte ich ein wenig mit dem geschlossenen Ausfallende, das bedingt, die Steckachse komplett herausziehen zu müssen. Das ist jetzt natürlich Sudern auf hohem Niveau, aber ich finde es feiner, wenn man die Steckachse nur ein paar Zentimeter rauszuziehen braucht, um das Laufrad ausbauen zu können.
Schade finde ich weiters, dass der Metron ACR-Lenker der FSA-Tochter Vision, den ich im Laufe der Zeit sehr zu schätzen lernte, nur bei der Topversion des Alto verbaut wird. Zwar kommen auch die günstigeren Ausstattungspakete mit FSA-Kombis, welche die Züge komplett integrieren; so formschön wie das Onepiece-Cockpit sind die aber nicht.

Nach oben hin wäre eine Leistungsmess-Option das Tüpfelchen auf dem i, schließlich haben sich derlei Komponenten als Standard in Trainings- und Wettkampfsteuerung etabliert. Logischerweise wäre dann jedoch wiederum der für das Gebotene sehr feine Preis des Revelator Alto Exonic nicht zu halten.
Last but not least oute ich mich hiermit als Immer-noch-Anhänger der Idee, dass Wettkampf-Rennräder - und hier speziell die fürs Klettern gedachten Exemplare - möglichst leicht sein sollen. Glatte sieben Kilo in Gr. 55 klingen zwar im Vergleich zu all den Gravelbikes und Endurance-Modellen der jüngeren Zeit nach einem Hauch von Nichts; zum UCI-Limit ist dann aber doch noch Luft ...

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Fazit

KTM Revelator Alto Exonic
Modelljahr: 2023
Testdauer: 2,5 Monate / 2.570 km
Preis: € 8.999,- UVP
+ fescher, steifer Rahmen
+ 12-fach Di2
+ formschönes, steifes Cockpit
+ Laufradsatz
+ Verarbeitung
+ fair kalkuliert
- früher war's leichter
BB-Urteil: Aerodynamischer Allrounder

Alles in allem kommt das Revelator Alto Exonic sehr elegant und aufgeräumt rüber. Die Lenker-Vorbau-Kombi ist, ebenso wie das Rad insgesamt, richtig steif und optisch ein Leckerbissen, ergonomisch jedoch am Anfang gewöhnungsbedürftig. Beim Laufradsatz und Sattel könnte man noch Gewicht einsparen, zumal sich der Kopf in den Bergen leichter tut, wenn auf der Waage das UCI-Limit angekratzt wird. Über jeden Zweifel und Verbesserungsvorschlag erhaben ist hingegen die 12-fach DuraAce Di2 – diese Gruppe funktioniert einfach exzellent.

Was die Fahreigenschaften betrifft, ist KTM ein großer Wurf gelungen. Egal ob Berg rauf, runter, oder in der Ebene: das Revelator rennt ruhig, reagiert aber, wenn’s darauf ankommt, sehr direkt und agil – top!
Schnäppchen ist das KTM keins; fair kalkuliert dünkt mich sein Preis von 8.999 Euro angesichts der gebotenen Ausstattung, bei der ich lediglich einen serienmäßigen Powermeter vermisse, und des feinen Handlings allemal.

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Für den Preis, schaut das Radl schon super aus! Etwas über 7kg und Dura, was will man mehr!

Mir gefällt es....

 

Zitat

In Sachen Laufrad-Ausbau haderte ich ein wenig mit dem geschlossenen Ausfallende, das bedingt, die Steckachse komplett herausziehen zu müssen.

Das versteh ich jetzt nicht, was da genau gemeint ist!

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vor 19 Minuten schrieb Meister-Yoda:

....Etwas über 7kg und Dura, was will man mehr!

.....

Mehr eh nicht, eher weniger 😜

 

Aber den Test finde ich sehr gut und das Rad (trotz grundsätzlicher KTM Aversion) auch.

Bearbeitet von kapi
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Hab ich irgendwo das Rahmengewicht übersehen/überlesen?

- früher war's leichter

 

Insgesamt wie ich finde schön geworden und sicher ein toller Rahmen, überhaupt mit dem Vision Cockpit (für diesen Preis eine sehr gute Wahl wie ich finde).

 

Leider ist die Farbe Orange ein NoGo für mich, war es immer und wird es wohl immer bleiben. Das mag beim Motorrad funktionieren, für mich am Rennrad halt nicht.

 

Edit:

Ich strafe mich mal selber Lügen, hatte selbst ein knalloranges bike das ich geliebt habe. Egal. Dann halt nur ein NoGo für ein Racebike mit schwarz.

IMG_0025.JPG

Bearbeitet von madeira17
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vor 18 Minuten schrieb madeira17:

Hab ich irgendwo das Rahmengewicht übersehen/überlesen?

- früher war's leichter

 

Nyx überlesen ... KTM hält sich mit konkreten Zahlen bedeckt, laut Info bei der Hausmesse ist der neue Rahmen "ein bissl schwerer" als der alte, v.a. weil Premium- und nicht mehr Nano-Carbon. Gesamt wiegt das Vorjahres-Exonic-Modell 6,8 kg laut Hersteller.

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vor 3 Stunden schrieb Meister-Yoda:

 

 

Das versteh ich jetzt nicht, was da genau gemeint ist!

wsl. diese meiner meinung nach absolute fehlkonstruktion: https://www.mavic.com/en-int/mavic-live/mavic-speed-release-faster-lighter-and-safer-through-axle-system

 

gibts z.b. bei cannondale caad12, supersix, scalpel usw...

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Hier sieht man die Öffnung des Ausfallendes der Gabel. Dadurch lässt sich das Laufrad herausnehmen, ohne dass man die Steckachse komplett aus der Nabe herausziehen muss. Sie bleibt mit dem Laufrad verbunden, was ich als sehr angenehm empfinde. Die Frage: Wohin mit dem Ding? entfällt hiermit!

An vielen Ausfallenden ist ein geschlossener Ring, d.h. hier muss man die Steckachse herausziehen und "sicher deponieren"...

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vor 15 Stunden schrieb Fritz_a1:

Hier sieht man die Öffnung des Ausfallendes der Gabel. Dadurch lässt sich das Laufrad herausnehmen, ohne dass man die Steckachse komplett aus der Nabe herausziehen muss. Sie bleibt mit dem Laufrad verbunden, was ich als sehr angenehm empfinde. Die Frage: Wohin mit dem Ding? entfällt hiermit!

An vielen Ausfallenden ist ein geschlossener Ring, d.h. hier muss man die Steckachse herausziehen und "sicher deponieren"...

Danke für die Info, jetzt verstehe ich es.

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Toller Bericht. Weiß nicht braucht man die 12-fach Schaltgruppe oder reicht noch immer eine Di2 11-fach? Mir wäre ein Leistungsmesser lieber wie 12-fach. Die Farbe sagt mir nicht ganz zu daher wenn KTM dann das rote Alto Master. Mir sagt genauso die Farbe weiß auch zu. Nur die Abnutzung geht da noch halt schneller von sich 

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Am 7.3.2023 um 11:10 schrieb NoMan:

Nyx überlesen ... KTM hält sich mit konkreten Zahlen bedeckt, laut Info bei der Hausmesse ist der neue Rahmen "ein bissl schwerer" als der alte, v.a. weil Premium- und nicht mehr Nano-Carbon. Gesamt wiegt das Vorjahres-Exonic-Modell 6,8 kg laut Hersteller.

Bikeboard.at hat die 7,07 kg für den 55er Rahmen selbst gewogen. 

Herstellerangaben können durchaus auch mal abgerundet sein ;-)

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Am 12.3.2023 um 09:47 schrieb rm81:

Meine Wahl wäre das dunkelblaue Master. Dieses ist das erste KTM, welches mir wirklich gut gefallen würde.

 

023171215_REVELATOR_ALTO_MASTER__M_55__transparent_blue__chrome-blue.jpg

Ist das einer von den aktuellen Farben 2023? Willier das Profi Rad hat auch so eine ähnliche Lackierung. Finde gerade nicht wie das Wort heißt diese Lackierung. Sieht gelungen aus. Lieferzeiten voraussichtlich mal August 2023. Wie sehen die Preise aus mit Dura Ace 12-fach 

Bearbeitet von raimi-27
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vor einer Stunde schrieb trumerseen:

Bikeboard.at hat die 7,07 kg für den 55er Rahmen selbst gewogen. 

Herstellerangaben können durchaus auch mal abgerundet sein 😉

Toll👍 Wieviel wiegt die mittlere Preisklasse mit der Ultegra 12-fach? Wäre das Alto Master dann

Bearbeitet von raimi-27
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