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Wahoo KICKR ROLLR

Wahoo KICKR ROLLR

19.07.22 05:47 5.839Text: NoPainFotos: WahooKurztest des cleveren Rollentrainers, der das natürliche Fahrgefühl einer freien Rolle mit den Performance-Vorteilen des Smart-Trainers vereinen will.19.07.22 05:47 6.148

Wahoo KICKR ROLLR

19.07.22 05:47 6.14820 Kommentare NoPain WahooKurztest des cleveren Rollentrainers, der das natürliche Fahrgefühl einer freien Rolle mit den Performance-Vorteilen des Smart-Trainers vereinen will.19.07.22 05:47 6.148

Schlag auf Schlag ging es dieses Frühjahr bei den amerikanischen Fitnessspezialisten. So präsentierte Wahoo zeitgleich mit den lang erwarteten Speedplay Powrlink ZERO Wattmesspedalen auch den innovativen Smarttrainer KICKR ROLLR, welcher erstmals bei den UCI-Straßenweltmeisterschaften 2021 zu sehen war.
Obwohl beide Geräte grundsätzlich nichts miteinander zu tun haben, lassen sie sich in Wahoo-typischer Manier optimal miteinander kombinieren. Denn der KICKR ROLLR kann zur genauen Leistungsmessung sowie zur smarten Trainersteuerung mit einem Leistungsmesser, ergo auch mit den Speedplay Powrlink Wattmesspedalen, per ANT+ verbunden werden. Athleten, die noch keinen Leistungsmesser besitzen und dem Speedplay Pedal-Standard aufgeschlossen gegenüberstehen, sollten einen genaueren Blick auf das kostengünstige KICKR ROLLR + Speedplay Powrlink ZERO Bundle (mit dem einseitigen Leistungsmesser) um 1.399,99 Euro werfen.

Der Clou: Auf dem neuen Indoortrainer, welcher laut Wahoo das natürliche Fahrgefühl und den Komfort von freien Rollen mit den Vorteilen eines elektronisch gesteuerten Widerstands verbinden möchte, lässt man Vorder- und Hinterrad eingebaut.
Bis zu 53 Millimeter breit darf der Hinterreifen sein, was für nahezu alle Rennräder, Gravel- und TT-Bikes sowie manche Mountainbikes ausreichen dürfte. Dies hat den Vorteil, das sich verschiedene Räder im Handumdrehen wechseln lassen und lästige Tätigkeiten wie beispielsweise der Ein- und Ausbau des Hinterrads, das Umschrauben der Kassette, die Spielerei mit unterschiedlichsten Achsadaptern oder gar das Umrüsten von Schnellspanner auf Steckachse entfallen.

Wir haben den Wahoo KICKR ROLLR mit den Speedplay Powrlink ZERO Wattmesspedalen und der Wahoos SYSTM Trainingssoftware für euch getestet.

KICKR ROLLR vs. 5.0

KICKR ROLLR 2022 KICKR 5.0 2020
Bremse Elektromagnetisch, max. 1.500 W Elektromagnetisch, max. 2.200 W bei 40 km/h
Schwungrad 4,75 kg 7,25 kg
Laufradgrößen 28" 700c mit Reifen bis 2,1” (53 mm) 24" RD, 24" MTB, 650c RD, 26" MTB, 700c RD, 650b MTB, 29" MTB
Nabenbreiten alle 130/135 mm Schnellspanner und 12x142/12x148 Steckachsen
Kassette/Freilauf alle Sram/Shimano 11-28 11-fach inbegriffen, 8/9/10-fach SRAM/Shimano benötigt andere Kassette mit Distanzring und Campa 9/10/11/12-fach sowie Sram 12-fach benötigen anderen Freilauf
Rahmen Kompatibilität alle 130/135 mm QR, 12x142 und 12x148-Adapter inbegriffen
Seitliche Bewegung (AXIS Stützen) Nein Ja
Wireless Verbindungen ANT+, ANT+ FE-C und Bluetooth (3 Kanäle) ANT+, ANT+ FE-C und Bluetooth (3 Kanäle)
Ethernet Kabel-Verbindung Nein Ja
Metriken Geschwindigkeit und Distanz
* Leistung und Kadenz (mit externem Leistungsmesser)
Geschwindigkeit, Distanz, Leistung und Kadenz allesamt ohne externem Kadenz Sensor
Wattgenauigkeit +/- 1% +/- 1%
Manuelle Kalibrierung Vollautomatisch Vollautomatisch
Maximale Neigungs-Simulation +10% +15%
Energiebedarf 100-240V~1.5A 50-60 Hz 100-240V~1.5A 50-60 Hz
Maximales Fahrergewicht 113,4 kg 113,4 kg
Gewicht 22,6 kg 22 kg
Aufstellmaß min. 147,5 cm (max. 170 cm) x 80 cm x 30,5 cm 51 cm × 71 cm × 44 cm
Trainingseignung Grundlage, Kraftausdauer, Schwellentraining, VO2-Max-Training, kurze und lange Sprints Grundlage, Kraftausdauer, Schwellentraining, VO2-Max-Training, kurze und lange Sprints
Lautstärke - Nahezu geräuschlos
Kompatibel mit Headwind Ja Ja
Kompatibel mit Climb Nein Ja
Unterstützte Geräte iPhone/iPad ab iOS 11, Android, MacOS, Windows iPhone/iPad ab iOS 11, Android, MacOS, Windows
Lieferumfang Wahoo Fitness KICKR ROLLR, Netzadapter Netzadapter, Schnellspanner, Bremssattel-Transportsicherung, Adapter für 130/135 mm-Schnellspanner, Adapter für 12x142/148-Steckachsen, 11-fach Kassette, Spacer für 10-fach Kassetten, AXIS Stützen mit drei Fixierungsstufen
Preis € 799,99 1.199,99

Inbetriebnahme und Konfiguration

Der KICKR ROLLR wird weitgehend vormontiert geliefert und lässt sich innerhalb weniger Minuten zusammenbauen. Dabei muss die Laufschiene der Vorderradhalterung lediglich mit der Schiene des Hecks samt integriertem Rollenantrieb verbunden und mittels zwei Schrauben befestigt werden. Im Anschluss schließen wir den Stecker vom Netzteil an und das Gerät ist betriebsbereit.

Selbst die Montage des Fahrrads ist kinderleicht. Dazu stellen wir das Hinterrad (28" mit bis zu 53 mm breiten Reifen) auf die beiden Antriebsrollen und bringen die Laufschiene gemäß des Radstands auf die gewünschte Länge, so dass der Vorderradreifen im Halter perfekt aufliegt. Danach klemmen wir den Hebel des Mittelstegs fest und widmen uns der Klemmvorrichtung des Vorderrads.

  • Nach dem Einstecken des Netzteils ist das Gerät betriebsbereitNach dem Einstecken des Netzteils ist das Gerät betriebsbereit
    Nach dem Einstecken des Netzteils ist das Gerät betriebsbereit
    Nach dem Einstecken des Netzteils ist das Gerät betriebsbereit
  • Den Mittelsteg entsprechend des Radstands einstellen und festklemmen.Den Mittelsteg entsprechend des Radstands einstellen und festklemmen.
    Den Mittelsteg entsprechend des Radstands einstellen und festklemmen.
    Den Mittelsteg entsprechend des Radstands einstellen und festklemmen.
  • Die beiden Antriebsrollen sind mit 28 Zoll Laufrädern kompatibel.Die beiden Antriebsrollen sind mit 28 Zoll Laufrädern kompatibel.
    Die beiden Antriebsrollen sind mit 28 Zoll Laufrädern kompatibel.
    Die beiden Antriebsrollen sind mit 28 Zoll Laufrädern kompatibel.

Der komplette Vorderrad-Haltebügel lässt sich vor- und zurückbewegen und besitzt zwei schräg ausgerichtete Klemmflächen, die mittels eines gummierten Handrads in ihrer Breite verstellt werden können. So findet sich für jedes Rad sowie die individuellen Vorlieben eine geeignete Klemmposition, bei der in erster Linie der Reifen und nicht die Felge oder der Rahmen fixiert werden. Damit ist die Hardware für den ersten Trainingseinsatz bereit.

  • Das große Handrad ist leicht zu bedienen.Das große Handrad ist leicht zu bedienen.
    Das große Handrad ist leicht zu bedienen.
    Das große Handrad ist leicht zu bedienen.
  • Die schräg ausgerichteten Klemmflächen der "Safety Tire Grippers" schützen die Felge.Die schräg ausgerichteten Klemmflächen der "Safety Tire Grippers" schützen die Felge.
    Die schräg ausgerichteten Klemmflächen der "Safety Tire Grippers" schützen die Felge.
    Die schräg ausgerichteten Klemmflächen der "Safety Tire Grippers" schützen die Felge.
  • Das Vorderrad steht äußerst stabil in seinem Halter.Das Vorderrad steht äußerst stabil in seinem Halter.
    Das Vorderrad steht äußerst stabil in seinem Halter.
    Das Vorderrad steht äußerst stabil in seinem Halter.

Neben der grenzenlosen Kompatibilität mit Bremsen- und Achsstandards sowie Aero-Konstruktionen aller Art, lassen sich dank der innovativen Vorderrad-Halte-Konstruktion auch der Komfort bzw. die mechanischen Belastungen des Vorderrads bzw. der Gabel nach Wunsch einstellen.

Grundsätzlich gilt: Je näher das Einstellrad respektive der Haltebügel in Richtung Steuerrohr wandern und je enger die Klemmbacken den Reifen umschließen, umso mehr werden Gabel und Vorderradnabe belastet. Im Umkehrschluss reduzieren größere Abstände den mechanischen Flex an den Bauteilen und lassen das komplette Fahrrad (Rahmen+Gabel+Laufräder) locker flockig hin- und herpendeln.

Da der KICKR ROLLR konstruktionsbedingt keinen internen Leistungsmesser verbaut hat, ist zur smarten Trainingssteuerung ein gekoppelter Powermeter unerlässlich. Das hat den Vorteil, dass die Antriebsverluste durch Schlupf und Walken nicht ins Gewicht fallen und der Athlet sowohl indoor wie auch im Freien den gleichen Wattmesser verwendet.

Zwar führen viele Wege nach Rom, um den Wahoo KICKR ROLLR wie einen Smarttrainer mit Direktantrieb im ERG-Modus nutzen zu können, am effektivsten ist es jedoch, den montierten Wattmesser in der Wahoo Fitness App mit dem ROLLR zu koppeln.
Dazu verbinden wir zuallererst ROLLR und Wattmesser (in unserem Fall Wahoos Powerlink ZERO Pedale) mit der Wahoo Fitness App und wählen unsere Wattmesspedale als exlusive Leistungs-/Trittfrequenzquelle aus. So ist gewährleistet, dass sich der ROLLR ausschließlich mit dem am Rad montierten Leistungsmesser verbindet, was besonders nützlich ist, falls sich auch andere Powermeter in der Nähe befinden.

Nun lässt sich der KICKR ROLLR mit Trainingsprogrammen wie Zwift, Wahoo Systm, TrainerRoad oder anderen nutzen und agiert wie ein direktangetriebener Smarttrainer mit integrierter Quelle für Leistung und Trittfrequenz. Sprich: der KICKR ROLLR steuert den Widerstand selbständig auf den von der Software vorgegebenen Wert und der Sportler muss im ERG-Modus nicht auf seine Gangwahl oder die Trittfrequenz achten, sondern lediglich treten.

Wahoos KICKR ROLLR im Trainingsalltag

Der KICKR ROLLR ist für die Mehrzahl an Rennrad-/Gravel-/TT-/MTB-Rahmen und Reifenbreiten ausgelegt und lässt sich dank seiner verstellbaren Radstandklemme schnell auf- und abbauen. Ideal für Haushalte mit Fahrrädern unterschiedlicher Schaltungs- oder Achsstandards oder den schnellen Wechsel von "Indoor" zu "Outdoor".
Connaisseure unter den Bahnfahrern oder Zeitfahrspezialisten finden darin womöglich auch eine optimale Aufwärmplattform vor Wettkämpfen - besonders dann, wenn sie ihre Ausrüstung nach der technischen Kontrolle vor dem Rennen nicht mehr ändern wollen oder dürfen.

Wirklich platzsparend ist der KICKR ROLLR allerdings weder im aufgebauten noch im zusammengeklappten Zustand - erst nach dem Lösen der beiden Schrauben an der Radstandklemme lassen sich die vordere und die hintere Einheit wieder voneinander trennen. Auch der Transport des sperrigen Trainers von A nach B gestaltet sich für eine Person alleine etwas schwierig.
Anders bei der stationären Nutzung, beispielsweise im Schlafzimmer. Dort lässt sich der flach zusammengeklappte Trainer mit einem Handgriff unter dem Bett verstauen.

Das Fahrgefühl am Wahoo KICKR ROLLR ist speziell und weder mit einer freien Rolle, noch einem Smarttrainer mit Direktantrieb vergleichbar. Sogenannte freie Rollen bieten die Vorteile, dass keine physische Befestigung des Rades vonnöten ist, die Fahrerei weniger monoton als auf einem herkömmlichen Smarttrainier stattfindet und neben dem Training von Kraft und Ausdauer auch die Balance geschult wird. Allerdings eignen sich freie Rollen in erster Linie für versierte Fahrer, besitzen einen spürbaren Hinterradschlupf und lassen sich selten in ihrem Widerstand elektronisch steuern.
Hingegen ist das Fahrrad in einem gängigen Smarttrainer mit Direktantrieb über seine hinteren Ausfallenden fest arretiert, weshalb sich der Fahrer voll und ganz auf sein Training konzentrieren kann. Dem stabilen Halt und der optimalen Kraftübertragung stehen allerdings eine statische und wenig komfortable Sitzposition gegenüber.

KICKR ROLLR vs. freie Walze oder Direktantrieb

Dank des frei laufenden Hinterrads kann das Fahrrad am KICKR ROLLR - je nach Intensität und Körpereinsatz - zu den Seiten geschmeidig hin- und herwandern, was ein äußerst angenehmes und rahmenschonendes Training zur Folge hat. Dabei ist auf die absolut waagrechte Lage des Trainers zu achten, um das Fahrrad in seiner Fahrdynamik nicht zu beeinflussen oder gar einzuschränken. Eine stressfreie und dennoch sichere Fahrt gewährleistet die innovative Fixierung des Vorderrads, welche je nach Einstellung (siehe Kapitel "Inbetriebnahme" oberhalb) mehr oder weniger Flex bzw. Bewegungsfreiheit ermöglicht.

Bei moderatem Grundlagentraining bzw. im Sitzen ist der KICKR ROLLR generell als besonders rahmenschonend einzustufen. Je intensiver aber die Trainingseinheiten ausfallen, umso mehr Druck muss mittels der "Safety Tire Grippers" auf das Vorderrad ausgeübt werden, was bei hohen Wattzahlen oder im Wiegetritt einen auf Dauer wohl eher "ungesunden" Flex an der Gabel bzw. der Laufradnabe zur Folge hat. Geht es also bei harten Antritten oder steilen virtuellen Bergen ordentlich zur Sache, führt unserer Meinung nach kein Weg am klassischen Smarttrainer mit Direktantrieb vorbei.

Abgesehen von der angesprochenen, bauartbedingten Flexibilität - erwünscht beim moderaten Grundlagentraining, hinderlich bei harten Intervallen - gab es am KICKR ROLLR nichts auszusetzen.
Die Kraftübertragung über den Hinterreifen auf die beiden Metallrollen erfolgte vorbildlich, ein Schlupf war nur bei sehr hohem Reifendruck oder im Wiegetritt anhand eines kurzen Reifengequietsches auszumachen und der Reifenabrieb blieb trotz unseres weichen Highend-Rennradreifens durchaus im Rahmen. Besser geeignet wäre selbstverständlich ein spezieller Indoor-Reifen, der noch besser und leiser laufen sollte, was aber wiederum dem Argument des "schnellen Wechsels von Indoor zu Outdoor" widerspräche.
Für die Trainingssteuerung selbst spielte der Schlupf ohnehin keine (große) Rolle, da die tatsächliche Leistungsmessung mit den gekoppelten Pedalen erfolgte.

Gesteuert von Wahoos SYSTM Trainingsprogramm, reagierte der ROLLR ausreichend zügig auf Wattsprünge, verglichen mit dem Wahoo KICKR 5.0 erfolgte die Anpassung allerdings doch spürbar verzögert.
Je gleichmäßiger das Training und je höher die Trittfrequenz, umso geringer der Unterschied zwischen den beiden Trainingsplattformen - je härter die Watt- bzw. Trittfrequenzsprünge, umso mehr hatte der KICKR mit Direktantrieb die Nase vorn.

In puncto Lautstärke gab es beim KICKR ROLLR beim Fahren kleinerer Gänge rein gar nichts zu meckern, denn er lief überraschend leise und sogar leiser als einige uns bekannte Smarttrainer mit Direktantrieb.
Gemessen am KICKR 5.0 weist der ROLLR jedoch einen signifikant höheren Geräuschpegel auf, der sich je nach Gangwahl, Reifen, Reifendruck und verwendeter Unterlagsmatte ent- oder noch weiter verschärfen lässt.

Fazit

Wahoo KICKR ROLLR
Modelljahr: 2022
+ Realistisches Fahrgefühl mit einstellbarem Bewegungsspielraum
+ Große Kompatibilität
+ Fahrrad ist rasch montiert
+ Schonend für den Rahmen
+ Relativ leise
+ Headwind-kompatibel
o Flach aber sperrig
o Keine integrierte Wattmessung
- Schlupf bei harten Antritten
- Mitunter hohe Belastung an Gabel oder Vorderrad
Preis: € 799,99
BB-Urteil: Angenehme Indoor-Trainingsoption für GA, keine Alternative zu Trainern mit Driektantrieb für HIT.


Nach dem Motto "Neue Rollen braucht das Land" bringt Wahoo einen äußerst innovativen Smarttrainer auf den totgesagten Markt der freien Rollentrainer. Einmal am Trainingsort aufgestellt, gestaltet sich das Handling mit dem KICKR ROLLR sensationell einfach und das Fahren fühlt sich angenehmer, abwechslungsreicher und tatsächlich um einiges "freier" an als auf einem Trainer mit Direktantrieb.
Die Kombination aus freier Rolle inklusive der ausgeklügelten Halterung des Vorderrads bietet neben ihrem Komfort aber auch zahlreiche technische Vorteile, wie beispielsweise die grenzenlose Kompatibilität mit Fahrradstandards aller Art.

Zur genauen Leistungsmessung und der smarten Trainersteuerung lässt sich der KICKR ROLLR per ANT+ mit vorhandenen Leistungsmessern verbinden. Danach kann sich der Athlet auch im ERG-Modus voll und ganz auf seine Leistungserbringung oder das Entertainment konzentrieren und muss keine überflüssige Energie in die Beibehaltung des Gleichgewichts investieren.

Obwohl die "Safety Tire Grippers" alle Vorderräder mit Reifen bis zu 53 mm Breite sicher festhalten und das Auf- und Absteigen spielerisch einfach machen, kommt das Gesamtkonzept bei extrem harten Antritten, steilen Anstiegen oder im Wiegetritt dann aber doch irgendwann an seine Grenzen.
Wer vorwiegend harte Intervalle (HIT vs. GA) trainiert, benötigt auf lange Sicht ein günstiges und stabiles Trainingsvorderrad und einen harten Indoor-Trainingsreifen oder greift besser gleich zu einem Smarttrainer mit Direktantrieb.

Wer allerdings mehrere Räder mit unterschiedlichen Achsstandards oder Antrieben besitzt, mit der festgeschweißten Position auf traditionellen Smarttrainern seine Problemchen hat oder einen zweiten Indoortrainer anschaffen möchte, der sollte sich den Wahoo KICKR ROLLR durchaus näher ansehen.

Der KICKR ROLLR besitzt einen Listenpreis von 799,99 Euro und ist auf WahooFitness.com oder bei autorisierten Wahoo-Händlern erhältlich.


Die Entwicklung und den Sinn dieses Geräts bei allen Nachteilen gegenüber dem Kickr V5 versteh ich nicht.

 

Außer, dass man das Rad schneller montiert und demontiert hat, sehe ich auch keinen Vorteil. DC Rainmaker war auch nicht so begeistert - vor allem über das "Bouncen" nach dem Sprinten und die Ungenauigkeit im ERG-Modus.

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Ich hab ein Testmodell geordert. Bin schon sehr gespannt. Ich denke mir auch, dass es in Bezug auf maximale Performance und Komfort im ERG Modus nicht mit dem KICKR oder einem TACX, etc. mithalten kann, aber ich sehe schon auch die Stärken.

 

1. Rahmenschonender als ein fest eingespanntes Rad, ganz besonders bei Ultra-High-Modulus Leichtbau-Rahmen

2. Schneller Wechsel von Mobil zu Stationär bzw. umgekehrt bei sporadischen Indoorfahrten in der Saison

3. Warm-Up bei Zeitfahren, so ein Teil wäre früher mein Traum gewesen

 

Für Power-Indoor-Fahrer, die regelmäßig und häufig indoor fahren, ist wohl der KICKR V5 in der Wahoowelt weiterhin das Maß der Dinge.

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Ich hab ein Testmodell geordert. Bin schon sehr gespannt. Ich denke mir auch, dass es in Bezug auf maximale Performance und Komfort im ERG Modus nicht mit dem KICKR oder einem TACX, etc. mithalten kann, aber ich sehe schon auch die Stärken.

 

1. Rahmenschonender als ein fest eingespanntes Rad, ganz besonders bei Ultra-High-Modulus Leichtbau-Rahmen

2. Schneller Wechsel von Mobil zu Stationär bzw. umgekehrt bei sporadischen Indoorfahrten in der Saison

3. Warm-Up bei Zeitfahren, so ein Teil wäre früher mein Traum gewesen

 

Für Power-Indoor-Fahrer, die regelmäßig und häufig indoor fahren, ist wohl der KICKR V5 in der Wahoowelt weiterhin das Maß der Dinge.

 

Oder das Kickr-Indoor Bike.

Ich bin sicherlich nicht der "heavy"-Indoor User, der wöchentlich 10 Stunden mit all-out Sprints gespickt, den Carbonrahmen im KickrV5 quält. Sorgen mache ich mir allerdings keine. Zuerst Cube Carbon im KickrV5 verwendet und seit letztem Jahr ein Rose Backroad Carbon. Die Radlrahmen werden das aushalten, hoffenltich :s: Angst oder Sorge habe ich da keine. Ich spanne die Radln auch mit Gefühl am Heckträger fest. Bisher nie Probleme oder Bedenken deswegen gehabt.

 

Vielleicht ist es bei einem ultra filigranen Highend Carbonrahmen anders. Allerdings wirft man den auch nicht gleich weg, wenn man mal eine leichte Brezen (Umfaller) damit reisst (sofern natürlich nichts gebrochen ist).

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Oder das Kickr-Indoor Bike.

Ich bin sicherlich nicht der "heavy"-Indoor User, der wöchentlich 10 Stunden mit all-out Sprints gespickt, den Carbonrahmen im KickrV5 quält. Sorgen mache ich mir allerdings keine. Zuerst Cube Carbon im KickrV5 verwendet und seit letztem Jahr ein Rose Backroad Carbon. Die Radlrahmen werden das aushalten, hoffenltich :s: Angst oder Sorge habe ich da keine. Ich spanne die Radln auch mit Gefühl am Heckträger fest. Bisher nie Probleme oder Bedenken deswegen gehabt.

 

Vielleicht ist es bei einem ultra filigranen Highend Carbonrahmen anders. Allerdings wirft man den auch nicht gleich weg, wenn man mal eine leichte Brezen (Umfaller) damit reisst (sofern natürlich nichts gebrochen ist).

 

Ich hab erst letztes Jahr einen +3.000 Euro Carbonrahmen am KICKR zerstört (Bruch der Sitzstrebe), daher bin ich etwas vorsichtiger. Es ist zwar irgendwo logisch, dass die Fahrradrahmen für derartige Belastungen nicht gebaut wurden, aber ich dachte bis zu diesem Zeitpunkt auch... wird schon nix sein. Ich hatte auch recht damit... solange, bis dann eben was war.

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Ich hab erst letztes Jahr einen +3.000 Euro Carbonrahmen am KICKR zerstört (Bruch der Sitzstrebe), daher bin ich etwas vorsichtiger. Es ist zwar irgendwo logisch, dass die Fahrradrahmen für derartige Belastungen nicht gebaut wurden, aber ich dachte bis zu diesem Zeitpunkt auch... wird schon nix sein. Ich hatte auch recht damit... solange, bis dann eben was war.

 

 

will ich nicht hören, mag ich nicht lesen :f::D

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Ich hab erst letztes Jahr einen +3.000 Euro Carbonrahmen am KICKR zerstört (Bruch der Sitzstrebe), daher bin ich etwas vorsichtiger. Es ist zwar irgendwo logisch, dass die Fahrradrahmen für derartige Belastungen nicht gebaut wurden, aber ich dachte bis zu diesem Zeitpunkt auch... wird schon nix sein. Ich hatte auch recht damit... solange, bis dann eben was war.

 

Viele Modelle sind aber mittlerweile freigegeben für Indoor Trainer oder täusche ich mich da?

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Ich hab erst letztes Jahr einen +3.000 Euro Carbonrahmen am KICKR zerstört (Bruch der Sitzstrebe), daher bin ich etwas vorsichtiger. Es ist zwar irgendwo logisch, dass die Fahrradrahmen für derartige Belastungen nicht gebaut wurden, aber ich dachte bis zu diesem Zeitpunkt auch... wird schon nix sein. Ich hatte auch recht damit... solange, bis dann eben was war.

 

Ich halte die Problematik von Rahmenbrüchen bei Indoortraining für eher theoretisch.

- ein Teil der Hersteller erlaubt es explizit, da kann es schon mal kein Problem sein (zumindest in der Garantie)

- manche Hersteller erwähnen es nicht explizit, schließen es aber nicht aus, also auch kein Garantieproblem

- die wenigen Hersteller die es aktuell ausschließen (ich weiß nicht ob das noch viele sind, man kickt sich ja damit aus dem Markt) können dem Kunden kaum Nachweisen dass er einen Heimtrainer genutzt hat und welcher Kunde ist so dämlich das zuzugeben?

 

Beim Rahmenkauf achte ich generell auf eine lange Garantiezeit und ich spanne auch mal 3000 EUR Rahmen ohne Bedenken in den Kickr, letztes Jahr hatte ich auch einen Bruch zu beklagen (den ich aber eher nicht dem Kickr anlaste), der Rahmen wurde anstandslos getauscht, ich wurde auch nicht explizit nach Indoortraining gefragt (hätte es aber sicher nicht bejaht).

 

In deinem konkreten Fall:

-woraus schließt du dass der Rahmen Outdoor nicht gebrochen wäre?

-hat man dir die Garantie verwährt?

Bearbeitet von kapi
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In deinem konkreten Fall:

-woraus schließt du dass der Rahmen Outdoor nicht gebrochen wäre?

-hat man dir die Garantie verwährt?

 

Alles kann, nichts muss. Mir passierte es indoor im Wiegetritt.

Garantie wurde mir GsD nicht verwehrt, es wurde aber auch nicht explizit gefragt, wie es passiert ist. So musste ich weder etwas schön reden, noch lügen.

 

Mein OPEN habe ich weiterhin am KICKR. Aber einen Superleichtbau-HM-Rahmen steck ich nicht mehr drauf. Ist das Risiko nicht wert.

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Alles kann, nichts muss. Mir passierte es indoor im Wiegetritt.

Garantie wurde mir GsD nicht verwehrt, es wurde aber auch nicht explizit gefragt, wie es passiert ist. So musste ich weder etwas schön reden, noch lügen.

 

Mein OPEN habe ich weiterhin am KICKR. Aber einen Superleichtbau-HM-Rahmen steck ich nicht mehr drauf. Ist das Risiko nicht wert.

 

Eben wollte ich dich fragen wie es dir passiert ist, meine Vermutung Wiegetritt hat sich bestätigt. Ich muss dazu sagen dass ich selbst bei intensiven Einheiten alles im Sitzen absolviere. Weil da natürlich weniger "Verwindung" speziell an den Streben entsteht. Ansonsten "schwingt" das Rad im Kickr doch schön mit bei den normalen Tretbewegungen. Ist auch den Axxis Füßen geschuldet. Ich habe die mittlere Härte (wiege 75 kg) in Verwendung. Die seitlichen Bewegungen empfinde ich als natürlich und angenehm.

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Eben wollte ich dich fragen wie es dir passiert ist, meine Vermutung Wiegetritt hat sich bestätigt. Ich muss dazu sagen dass ich selbst bei intensiven Einheiten alles im Sitzen absolviere. Weil da natürlich weniger "Verwindung" speziell an den Streben entsteht. Ansonsten "schwingt" das Rad im Kickr doch schön mit bei den normalen Tretbewegungen. Ist auch den Axxis Füßen geschuldet. Ich habe die mittlere Härte (wiege 75 kg) in Verwendung. Die seitlichen Bewegungen empfinde ich als natürlich und angenehm.

 

Ich denke auch dass Wiegetritt die ungünstigste Belastung ist.

 

Die Axxis Füße empfinde ich weder als natürlich noch als angenehm und nutze mittlerweile einen Inside Ride Kickr E-Flex, der fühlt sich natürlich an, auch im Wiegetritt.

 

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Ich denke auch dass Wiegetritt die ungünstigste Belastung ist.

 

Die Axxis Füße empfinde ich weder als natürlich noch als angenehm und nutze mittlerweile einen Inside Ride Kickr E-Flex, der fühlt sich natürlich an, auch im Wiegetritt.

 

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Im Vergleich zu meinem Kettler Tour 10 fühlt es sich für mich nun am eigenen Rad mit Kickr mit leichtem seitlichen Flex richtig angenehm und "frei" an. Für noch mehr "Freiheit" ala Board oder das von dir verwendete Teil fehlt mir der Ehrgeiz, bin mit meinem Setup höchst zufrieden :sm:

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67E26569-1892-4756-99C2-2C80DA28DBCC.jpgich glaube dir wird es gefallen!

funktioniert besser als ich gedacht habe, natürlich ist das auf der kickr rolle nicht ganz so stabil wie ein standgerät oder v5 aber es passt. seinerzeit hatte ich eine klassische rolle aber das *ist etwas komplett anderes und hat mir überhaupt nicht gefallen.

*die regelung mit powermeter ist eine spur feiner und schneller kommt mit vor…als optimist suche ich keine schwachpunkte und zerpflücke nichts mehr.*

kaufen-rad drauf-fahren und ruhe..a ja recht leise ist das teil auch 👍

Bearbeitet von Hr.Herr
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