Passwort vergessen?
Größe: 175 cm Schrittlänge: 84 cm Gewicht: 70 kg Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt
Die Entwicklung der Speedplay Powrlink ZERO Wattmess-Pedale hat viel Zeit in Anspruch genommen, denn seit ihrer ersten Ankündigung verging rund ein Jahr bis zur tatsächlichen Erscheinung. Aber das Warten hat sich gelohnt und Wahoos Neuzugang kann nicht nur all das, was andere Powermeter-Pedale auch können, sondern noch einiges mehr.So freuen sich die stolzen Besitzer nicht nur über die exakt gleichen Grundfunktionen beim Ein- und Ausklicken mittels Speedplay-Standard, sondern über einen sportlich gebliebenen und rennradtypischen Q-Faktor von 55 Millimetern und einen niedrigen Stack von 13 Millimetern. Sogar mit ovalen Kettenblättern will Wahoo genaue Werte liefern, eine Ansage, die man nicht von allen Powermeter-Herstellern kennt.
Das neue Wahoo Powrlink Zero ergänzt die Wahoo Speedplay-Linie, welche aus den Modellen COMP (€ 149,99), ZERO (€ 229,99), NANO (€ 449,99) und AERO (€ 279,99) besteht und besitzt ebenfalls eine Edelstahlachse mit dem gleichen Pedalkörper. Auf der Innenseite der Achse sitzt jedoch eine Wattmess-Einheit, die sich per Bluetooth oder ANT+ mit dem Radcomputer, einer App oder Sportuhr verbindet und die Leistungsdaten sendet. Durch die Integration der Messeinheit vergrößerte sich der Q-Faktor von 53 auf 55 Millimeter (wir haben 1,6 mm gemessen). Dadurch stehen die Füße insgesamt rund 3-4 Millimeter weiter auseinander, was sich bei manchem Sportlern eventuell über die seitliche Verstellung der Schuhplatten korrigieren ließe. Die Standhöhe stieg um 1,5 Millimeter nur minimal an und sollte keinen Showstopper darstellen.
Wie alle Speedplay-Pedale zeichnen sich auch die Powrlink ZERO durch einen bequemen, beidseitigen Einstieg, ihre geringe Überstandshöhe und einen zwischen 0 und 15 Grad einstellbaren seitlichen Pedalfloat aus. Wie vom Mitbewerb gewohnt sind sie zudem als zwei- und einseitige Variante erhältlich.Der Speedplay Powrlink ZERO Dual-Sided wiegt 276 Gramm und kostet 999 Euro, der ZERO Single-Sided wiegt 250 Gramm und wandert um 649,99 Euro über den Ladentisch.
Das Setup der Pedale ist denkbar einfach, wie bei jedem ganz normalen Pedal. Nach dem Auspacken und dem Aufladen können diese direkt ans Bike geschraubt und mit allen gängigen Radcomputern gekoppelt werden.Wahoo empfiehlt ein Anzugsmoment von 30 Nm, das sich mit einem handelsüblichen Drehmomentschlüssel bewerkstelligen lässt, denn die Pedalachse wird von hinten per 8-mm-Inbus direkt mit dem Kurbelarm verschraubt. Welches Pedal nach links oder rechts gehört, erkennt man übrigens am Wahoo Schriftzug auf dem Pedalkörper. Hingegen ist die Montage der Pedalplatten da schon etwas aufwendiger (siehe unseren Wahoo Speedplay Montage-Workshop).
Wie von Wahoo gewohnt, koppelten wir die Powrlink Zero mit der Wahoo Smartphone App und installierten zuerst die neueste Firmware. Danach stellten wir die korrekte Kurbellänge ein und aktivierten die automatische Kalibrierung. Beide Pedale wurden in der App als "Verbunden" angezeigt und ihr Akkustand lag bei 100% - wir konnten loslegen. Ebenfalls erwähnenswert: die Powrlink Zero erlauben bis zu drei Bluetooth-Verbindungen gleichzeitig (Smartphone, iPad, ROLLR) und benötigen keine regelmäßige Kalibrierung vor Fahrtantritt.Dennoch führten wir nach einer kurzen Einfahrphase eine einmalige, manuelle Kalibrierung mit unserem parallel per ANT+ gekoppelten Garmin Edge 530 durch. Doppelt hält bekanntlich besser.
Wahoo gibt die Genauigkeit ihrer Powrlink Zero mit geringen +/- 1 Prozent an, wenngleich bei der einseitigen Messung naturgemäß ein relevanter Fehlerfaktor vorliegt, da die gemessenen Werte des linken Beins lediglich verdoppelt werden. Bei der hier getesteten Variante mit beidseitiger Messung werden jedoch die Leistungsdaten für jedes Bein getrennt erfasst und dann addiert.Nach rund 90 Stunden auf der Rolle und im Freien waren unsere Erfahrungen mehr als positiv. So waren die Powrlink Zero Pedale bei wirklich jedem Einsatz - sowohl mit dem Smartphone als auch dem Radcomputer - schon nach einer Pedalumdrehung verbunden und gefielen mit stimmigen Wattwerten ohne jegliche Ausreißer oder gar Ausfälle.
Obwohl sich die Powrlink Zero Pedale automatisch kalibrieren und permanent einen internen Temperaturausgleich vornehmen, schadet es natürlich nicht, nach der Montage oder vor wichtigen Trainingsfahrten eine manuelle Kalibrierung vorzunehmen.Unter Vorbehalt: Parallel kontrollierte ich die Werte mit jenen vom Stages Powermeter auf einem zweiten Radcomputer, wenngleich der Vergleich systembedingt etwas hinkt. Mit einer durchschnittlichen Li-/Re-Verteilung von rund 45% vs. 55% musste der Stages rund 10% mehr anzeigen als der Wahoo, was auch in etwa hinkam, aber für ein endgültiges Urteil eine schlechte Voraussetzung bot.Sind die Akkus vollständig geladen, sollen die Wahoo Powrlink Zero mindestens 75 Stunden lang Daten liefern. Neigt sich während der Fahrt die Batterie dem Ende entgegen, erhält man sowohl über die Leuchtdioden eine Warnmeldung als auch per Smartphone App oder Radcomputer. In unserem Fall meldete sich der Garmin Edge 530 nach rund 60 Stunden mit der Meldung "Powermeter Akkustand niedrig". Das Nachladen der integrierten Lithium-Akkus funktioniert über die zwei mitgelieferten Adapter und ein USB-Kabel. Beim Anbringen der Adapter ist etwas Vorsicht geboten, damit sich der filigrane USB-Stecker nicht verbiegt oder bricht. Tipp: Zuerst die beiden Adapter präzise anbringen, dann erst die USB-Stecker sorgfältig einstecken; während des Nachladens darauf achten, nicht über die Kabel zu stolpern.
"Wahoo war mit den intelligenten KICKR Indoor-Trainern schon immer führend bei der Bereitstellung von genauen, zuverlässigen Leistungsdaten für Sportler. Jetzt haben wir diese Expertise genutzt, um einen pedalbasierten Leistungsmesser zu entwickeln, der den Athleten die gleichen zuverlässigen Leistungsdaten liefert, wenn sie draußen fahren oder Rennen fahren, mit dem zusätzlichen Vorteil eines beidseitigen Einstiegs und einer großartigen Aerodynamik", sagt Powrlink ZERO Produktmanagerin Katie DuPree.Die neuen Powrlink ZERO wurden bereits von einigen hochkarätigen Athleten als Leistungsmesser gewählt, darunter die Ironman 70.3 Weltmeisterin Lucy Charles-Barclay und das Le Col Wahoo Frauen-Profi-Straßenteam.Aber auch unsere Gravel-Geheimwaffe GabriWa wird die Leistungsdaten des robusten Powrlink ZERO nutzen, um sich auf einige der größten Gravelklassiker 2023 vorzubereiten und diese zu fahren. TO BE CONTINUED...
In wenigen Minuten gratis inserieren – mit Fotos, Preis und Spion-Reichweite in der Bikeboard-Community.
Alle Kommentare (29) im Forum