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Parallel zur Ankündigung, 2014 für die elektronische Ultegra eine hydraulische Bremsanlage einzuführen, holte Shimano auch gleich das nächste As aus dem Ärmel: 2008 hat Shimano mit der Dura Ace 7970 Gruppe erstmals elektronische Schaltkomponenten im Fahrradbereich eingeführt. 2011 wurde diese Technologie dann auch auf Ultegra Niveau verfügbar. Jetzt kommt die elektronische Schalttechnologie (Di2) auch in der erst kürzlich vorgestellten neuen Ultegra 6800 Gruppe zum Einsatz. Sowohl die mechanische als auch die elektronische Version teilen sich dabei die selbe DNA. Beide werden durch die Kurbelgarnitur mit dem typischen 4-Arm-Design angetrieben, beide schalten an 11-fach-Kassetten, verfügen über die Dual-Pivot-Bremsanlage, Sil-Tec-behandelte Ketten und bringen die Kraft über die neuen 11-fach-Laufräder auf die Straße. Den Unterschied macht indes das Schalt-Interface, also die Schalt-/Bremshebel, der Umwerfer und das Schaltwerk.
Im Vergleich zur bisherigen Ultegra Di2, die auf den Produktcode 6770 hörte, will Shimano bei der neuen Gruppe insbesondere die Ergonomie der Schalt-/Bremshebel noch einmal deutlich verbessert haben. Vor allem beim Griff von oben sollen die STIs mit ihrem deutlich schlankeren Durchmesser noch bessere Kontrolle bieten und die Bedienung erleichtern. Darüber hinaus wurde die Form der Schalt-Tasten optimiert und der haptische Kontrast der Oberflächen erhöht, sodass die Schaltvorgänge noch einfacher und intuitiver erfolgen sollen.
Aero Schalt-/BremshebelNeu auf Ultegra Niveau sind mit der 6870er-Version die sogenannten Zeitfahr- und Triathlon-Schalt-Bremshebel (ST-6871). An Aero-Lenkern montiert, sollen sie dieselbe Bremskontrolle wie ihre Dura Ace Gegenstücke ST-9071 bieten und ermöglichen es dem Athleten, zugleich zu schalten und zu bremsen, ohne umzugreifen. Schaltwerk und Umwerfer kommen in deutlich schlankerem Gewand daher als ihre Vorgänger und zeigen sich zudem auch auf der Waage noch zurückhaltender. Neben dem Anti-Damage-Mechanismus, der im Falle eines Sturzes den Schaltwerkskäfig vorübergehend vom Stellmotor entkoppelt und so vor Beschädigung schützt, bringt das Schaltwerk nun auch die Multi-Shift-Funktionalität mit. Bei gedrückt gehaltenem Schalter bewegt sich das Schaltwerk - je nach Einstellung - um einen, zwei, drei, oder um alle 11 Gänge nach oben oder unten. Zudem kann die Frequenz der einzelnen Schaltvorgänge in insgesamt fünf Stufen angepasst werden. Um der großen Übersetzungsbandbreite gerecht zu werden, gibt es das Schaltwerk in zwei Versionen - als SS Schaltwerk für Kassetten bis 28 Zähne und als GS-Variante für bis zu 32-Zähne-Kassetten.
E-Tube Das „Nervensystem“ der Ultegra 6870 bildet wie bereits bei der Vorgänger-Version und der neuen Dura Ace 9070 die so genannte E-Tube Plattform. Sämtliche Funktionen lassen sich dadurch mit der speziellen E-Tube Software programmieren und einstellen. So können zum Beispiel alle Schalt-Tasten individuell belegt und programmiert werden, sowohl was die Schaltrichtung als auch die angesteuerten Komponenten betrifft. Neben dieser Individualisierungsmöglichkeit lassen sich durch E-Tube sämtliche Komponenten mit entsprechenden Firmware-Updates immer auf dem neuesten Stand halten. Grundsätzlich sind alle Komponenten im E-Tube-System kompatibel, so dass sich die Ultegra 6870 beispielsweise auch mit den eigentlich der Dura Ace 9070 zugeordneten optionalen Sprinter- oder Oberlenkerschaltern ergänzen und erweitern lässt. Gewichtsinformationen
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