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KTM X-Strada 2019

KTM X-Strada 2019

19.08.18 21:00 27.388Text: NoPainFotos: NR22Kurztest: KTMs erstes Allroad-Bike mit einem Rahmen-Gabel-Set aus Aluminium und Shimano 105er Mix inklusive hydraulischer Discs.19.08.18 21:00 27.697

KTM X-Strada 2019

19.08.18 21:00 27.69717 Kommentare NoPain NR22Kurztest: KTMs erstes Allroad-Bike mit einem Rahmen-Gabel-Set aus Aluminium und Shimano 105er Mix inklusive hydraulischer Discs.19.08.18 21:00 27.697

Mit dem X-Strada bringen die Österreicher kommendes Modelljahr ihr erstes Allroad-Bike auf den Markt. Mit Rahmen und Gabel aus Aluminium, 35 mm breiten, auch für Schotterstraßen bestens geeigneten Reifen, Befestigungsmöglichkeiten für Schutzbleche und Gepäckträger sowie hydraulischen Scheibenbremsen soll der schick lackierte Allrounder mit seinem Besitzer durch dick und dünn gehen und sich für fast jede Prüfung eignen: egal, ob für den täglichen Weg ins Büro, die schnelle Feierabendrunde oder eine Mehrtagestour durchs raue Gelände - entsprechendes Wadelschmalz vorausgesetzt, denn mit 10,5 Kilogramm in Größe Large ist das X-Strada kein Leichtgewicht.

Technik

Laut KTM wurde das X-Strada mit seinem robusten Alu-Rahmen-Gabel-Set und der soliden Ausstattung in erster Linie auf Do-it-all-Fähigkeiten und Langlebigkeit getrimmt. Und wirft man einen genaueren Blick auf die einzelnen Parts, dann steht dieser Aussage wohl nichts im Wege. Hingegen wird der kritische Liebhaber, trotz der mutigen und gelungenen Lackierung, einiges an Verbesserungs-Potential am X-Strada erspähen.

Beispielsweise die brachialen Schweißnähte an der Gabel, die gänzlich außen geführte vordere Bremsleitung, die Schnellspannerlösung an den Laufrädern oder der wilde Mix an Shimano 105er Teilen mit einer RS510-Kurbel sowie der RS785-Postmount-Bremse vorne und einer RS505-Flatmount-Bremse hinten. Stabil ja, aber auch mit 10,5 kg in Größe Large recht schwer.

  • #1 KTMs Alulenker, hier mit "Comp Road" bezeichnet, besitzt einen Flare von 16° nach außen.#1 KTMs Alulenker, hier mit "Comp Road" bezeichnet, besitzt einen Flare von 16° nach außen.
    #1 KTMs Alulenker, hier mit "Comp Road" bezeichnet, besitzt einen Flare von 16° nach außen.
    #1 KTMs Alulenker, hier mit "Comp Road" bezeichnet, besitzt einen Flare von 16° nach außen.
  • #2 Die Schaltzüge sowie die hintere Bremsleitung verlaufen innen im Rahmen.#2 Die Schaltzüge sowie die hintere Bremsleitung verlaufen innen im Rahmen.
    #2 Die Schaltzüge sowie die hintere Bremsleitung verlaufen innen im Rahmen.
    #2 Die Schaltzüge sowie die hintere Bremsleitung verlaufen innen im Rahmen.

Tech Specs

Rahmen Canic Alloy 6061TB/DB Cyclocross Disc, Pressfit, QR 135 mm Bremsen Shimano RS785 160mm vorne, RS505 160 mm hinten
Gabel Alloy Fork Disc Postmount, QR Bremshebel Shimano 105
Steuerlager Ritchey Comp Zero Drop-In Road Umwerfer Shimano 105
Vorbau KTM Comp 6° Schaltwerk Shimano 105 R7000 GS
Lenker KTM Comp Road 16° Flare Kurbel Shimano RS510 50-34
Lenkerband KTM VL-Tape Kassette Shimano 105 11-34
Sattelstütze KTM Comp SP-DC1K 27.2 mm, 350 mm Laufräder KTM Line 700C, Mavic XC621/Shimano 105 RS-505
Sattel Selle Italia X3 flow Reifen Schwalbe G-One 35
Gewicht ca. 10,5 kg Preis € 1.700,-
  • #3 Die Scheibenbremsen sind vorne Postmount und hinten Flatmount.#3 Die Scheibenbremsen sind vorne Postmount und hinten Flatmount.
    #3 Die Scheibenbremsen sind vorne Postmount und hinten Flatmount.
    #3 Die Scheibenbremsen sind vorne Postmount und hinten Flatmount.
  • #4 Die vordere Bremsleitung verläuft extern. Etwas unschön sind auch die fetten Schweißnähte an der Gabel.#4 Die vordere Bremsleitung verläuft extern. Etwas unschön sind auch die fetten Schweißnähte an der Gabel.
    #4 Die vordere Bremsleitung verläuft extern. Etwas unschön sind auch die fetten Schweißnähte an der Gabel.
    #4 Die vordere Bremsleitung verläuft extern. Etwas unschön sind auch die fetten Schweißnähte an der Gabel.

Zu KTMs Ehrensrettung wäre zu sagen, dass die Österreicher bei den Disc-Größen mit 160 Millimetern vorne und hinten nicht sparten und der Kaufpreis mit € 1.700,- relativ günstig ausfällt. Darüber hinaus macht der fehlende Early-Adopter-Schnick-Schnack dem Radreisenden im Falle einer Panne das Leben bzw. die Weiterfahrt deutlich einfacher.

Geometrie

Die KTM-typische Geometrie geht grundsätzlich in Ordnung, wobei der Sitzwinkel mit 74,5 Grad in Medium für meinen Geschmack schon etwas groß ist. Abhilfe schafft eine Sattelstütze mit stärkerem Versatz nach hinten, welche auch ein Plus an Sitzkomfort bieten würde. Der flache Lenkwinkel sorgt für hohe Laufruhe.

Geometrie

Größe 52 (S) 55 (M) 57 (L)
Sitzrohrlänge 520 mm 550 mm 570 mm
Oberrohrlänge 529 mm 550 mm 560 mm
Sitzwinkel 75,0° 74,5° 74,0°
Lenkwinkel 71,5° 71,5° 72,0°
Steuerrohrlänge 130 mm 145 mm 160 mm
Kettenstrebenlänge 425 mm 425 mm 425 mm
Radstand 1008 mm 1024 mm 1025 mm
Stack 580 mm 594 mm 608 mm
Reach 374 mm 385 mm 385 mm
Überstandshöhe 771 mm 792 mm 810 mm
Tretlagerabsenkung 72 mm 72 mm 70 mm

Camelbak Chase Bike Vest


Camelbaks neue Chase-Bike-Vest sieht auf den ersten Blick wie eine Laufweste aus, wurde allerdings extra für den Einsatz am Mountainbike entwickelt. Bestens belüftet, mit schmalen Abmessungen, inklusive einer 1,5 Liter Crux-Trinkblase und ausreichend Stauraum hält sie nun auch bei weltoffenen Gravelbikern Einzug.

Ihr Einsatzgebiet ist allerdings vielfältig und so kann die Weste selbstverständlich auch zum Trailrunning, für Gewaltmärsche und sogar bei längeren Motorradtouren getragen werden. Wem 1,5 Liter Flüssigkeit nicht ausreichen, der bringt vorne noch zwei CamelBak Quick-Stow-Trinkflaschen zu je 500 ml unter.

  • #5 Das BigBite-Mundstück sorgt für tropffreies, leichtes Trinken. Im One-Piece-Design, ohne bewegliche Teile, kann nichts brechen.#5 Das BigBite-Mundstück sorgt für tropffreies, leichtes Trinken. Im One-Piece-Design, ohne bewegliche Teile, kann nichts brechen.
    #5 Das BigBite-Mundstück sorgt für tropffreies, leichtes Trinken. Im One-Piece-Design, ohne bewegliche Teile, kann nichts brechen.
    #5 Das BigBite-Mundstück sorgt für tropffreies, leichtes Trinken. Im One-Piece-Design, ohne bewegliche Teile, kann nichts brechen.
  • #6 Das Camelbak On-Off-Ventil stoppt den Wasserfluss für mehr Sicherheit beim Transport. Zudem ist es 45° biegbar für die perfekte Positionierung des Mundstücks.#6 Das Camelbak On-Off-Ventil stoppt den Wasserfluss für mehr Sicherheit beim Transport. Zudem ist es 45° biegbar für die perfekte Positionierung des Mundstücks.
    #6 Das Camelbak On-Off-Ventil stoppt den Wasserfluss für mehr Sicherheit beim Transport. Zudem ist es 45° biegbar für die perfekte Positionierung des Mundstücks.
    #6 Das Camelbak On-Off-Ventil stoppt den Wasserfluss für mehr Sicherheit beim Transport. Zudem ist es 45° biegbar für die perfekte Positionierung des Mundstücks.
  • #7 Dank ihrer schmalen Abmessungen, des geringen Gewichts und der breiten Gurtauflage nimmt man die Chase Bike Vest kaum störend wahr.#7 Dank ihrer schmalen Abmessungen, des geringen Gewichts und der breiten Gurtauflage nimmt man die Chase Bike Vest kaum störend wahr.
    #7 Dank ihrer schmalen Abmessungen, des geringen Gewichts und der breiten Gurtauflage nimmt man die Chase Bike Vest kaum störend wahr.
    #7 Dank ihrer schmalen Abmessungen, des geringen Gewichts und der breiten Gurtauflage nimmt man die Chase Bike Vest kaum störend wahr.

Mit ihrem niedrigen Gewicht von 330 Gramm (ohne Trinksystem), dem komfortablen 3D-Vent-Mesh für hohe Atmungsaktivität und der einstellbaren Dual-Brustgurte lässt sich die Weste angenehm tragen und bietet mit der 1,5 Liter Crux-Trinkblase eine optimale Versorgung auf längeren Abenteuern.

  • #8 Die insgesamt acht Taschen lassen sich flexibel nutzen und bieten Platz für viel Zubehör.#8 Die insgesamt acht Taschen lassen sich flexibel nutzen und bieten Platz für viel Zubehör.
    #8 Die insgesamt acht Taschen lassen sich flexibel nutzen und bieten Platz für viel Zubehör.
    #8 Die insgesamt acht Taschen lassen sich flexibel nutzen und bieten Platz für viel Zubehör.
  • #9 In den beiden Front-Fächern lassen sich die CamelBak Quick-Stow-Trinkflaschen zu je 500 ml unterbringen.#9 In den beiden Front-Fächern lassen sich die CamelBak Quick-Stow-Trinkflaschen zu je 500 ml unterbringen.
    #9 In den beiden Front-Fächern lassen sich die CamelBak Quick-Stow-Trinkflaschen zu je 500 ml unterbringen.
    #9 In den beiden Front-Fächern lassen sich die CamelBak Quick-Stow-Trinkflaschen zu je 500 ml unterbringen.
  • #10 Gelenkigen bleiben die beiden seitlichen Rückentaschen auch während der Fahrt erreichbar.#10 Gelenkigen bleiben die beiden seitlichen Rückentaschen auch während der Fahrt erreichbar.
    #10 Gelenkigen bleiben die beiden seitlichen Rückentaschen auch während der Fahrt erreichbar.
    #10 Gelenkigen bleiben die beiden seitlichen Rückentaschen auch während der Fahrt erreichbar.

Features
Trinkweste aus Nylon und Poly Mesh mit 1,5 Liter Trinkblasenfach (Crux Reservoir)
Zusätzliches Fassungsvolumen: 2,5 Liter
Abmessungen: 33 x 32 x 14 cm
BPA-, BPS-, BPF- frei
3D Vent Mesh Schultergurte für gute Belüftung und bequeme Polsterung
Einstellbare, doppelte Brustgurte für eine verbesserte Stabilität und individuelle Anpassung
Vordere Taschen für schnellen Zugriff auf wesentliches Zubehör
Stretch Overflow Pocket: dehnbare Tasche auf dem Rücken für Regenjacke
Quick Stow kompatibel: Quick Stow Flasks finden in den vorderen Taschen Platz

In zwei Farben (Black, Burnt olive-lime punch) ab etwa € 90,- online und im Fachhandel.

Fahreindrücke

Solide, stabil, laufruhig.

Generell ist der Komfort, wie bei klassischen Alurahmen mit Alugabel üblich, eher bescheiden. Dafür gefielen die supersteifen Laufräder mit Mavics leichten und breiten XC 621 Felgen mit je 28 Speichen umso mehr. Ihr gemuffter Felgenstoss und geöste Felgenbohrungen machen sie extra stabil, Hookless-Felgenhörner und Tubeless-Kompatibilität (mit speziellem Felgenband) sorgen für mehr Fahrkomfort und höheren Pannenschutz. Optimal passten die Schwalbe G-One Reifen in 35 Millimetern dazu, die für mich den optimalen Kompromiss zwischen Dämpfung, Traktion und Speed im mittelschweren Gelände darstellen. Mit entsprechend niedrigem Luftdruck lassen sich die Komfort-Defizite des Gabel/Rahmensets einigermaßen gut ausgleichen; so macht das X-Strada seinem Namen auch abseits asphaltierter Straßen alle Ehre.

Sein hohes Gewicht und die vorwiegend dem flachen Lenkwinkel geschuldete, eher träge Geometrie machen aus dem X-Strada selbstverständlich keinen wendigen Sportler, das Gesamtpackage liefert dennoch eine - seinem Einsatzzweck als langlebiges Einstiegs-Gravelbike entsprechende - gute Performance. Die Shimano 105er Gruppe arbeitet ausgezeichnet und die Bremsen verzögern kräftig, gut dosierbar und ohne lästige Schleifgeräusche.


Mich würd ja interessieren was das Bike in der Produktion kostet.

 

Wenn schon keine Carbongabel dann hättens wenigstens Gebäcksträgeraufnahmen an der Aluversion anbringen können.

(ev dann als Reiserad verwendbar)

Ansonsten sehr stimmiges Bike!

Bearbeitet von woha
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1700 finde ich jetzt mal kein Geschenk und die Gabel gefällt mir auf den ersten Blick auch nicht wirklich, müsste ich mal Live sehen.

Wenn man so großes Augenmerk auf Langlebigkeit bzw. Sorglosigkeit legt warum nicht gute mechanische Scheibenbremsen ?

Oder sind die Shimano mitlerweile so gut das es da nie Probleme mit entlüften oder ähnlichen gibt ?

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ich weiß nicht, schaut irgendwie aus, als hätten sie irgendwelche teile zusammengestoppelt, damit sie sagen können, dass sie für die neueste mode auch was im programm haben. gut, die lackierung ist nett. dafür nennens das gravelkind dann strada :rofl:

mit ktm werd ich in diesem leben auch nimmer warm.

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