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Salzkammergut Trophy 2019 - Bildbericht

Salzkammergut Trophy 2019 - Bildbericht

15.07.19 10:18 39.887Text: NoManFotos: Erwin HaidenTête-à-tête mit dem Schweinehund. Die 22. Auflage von Österreichs größtem MTB-Marathon geriet zur Regenschlacht mit bis zu 40-prozentiger Dropout-Rate. Umso mehr jubelten jene, die's ins Ziel schafften - allen voran Konny Looser und Katharina Fiala.15.07.19 10:18 39.927

Salzkammergut Trophy 2019 - Bildbericht

15.07.19 10:18 39.92747 Kommentare NoMan Erwin HaidenTête-à-tête mit dem Schweinehund. Die 22. Auflage von Österreichs größtem MTB-Marathon geriet zur Regenschlacht mit bis zu 40-prozentiger Dropout-Rate. Umso mehr jubelten jene, die's ins Ziel schafften - allen voran Konny Looser und Katharina Fiala.15.07.19 10:18 39.927

Dachgeschoßwohnungen sind ein schlechter Ort für die Moral. Fensterplätze ebenso. Und Balkone und Terrassen erst recht. Nur nicht hinhören, wenn's prasselt und trommelt aufs Gebälk überm Bett. Nur nicht hinsehen, wenn die Regenmännchen springen am Asphalt. Nur nicht rausgehen, um die Temperaturen zu erspüren. Könnte ja sein, dass dir nicht gefällt, was du hörst, siehst, fühlst. Könnte ja sein, dass du kneifst.
Wenn das Wetter bescheiden und das Vorhaben groß ist, sind besondere Bewältigungsstrategien gefragt. Die warme Dusche nach dem Zieleinlauf verinnerlichen, zum Beispiel. Oder den Wetter-App-Screenshot von dem einen möglichen Sonnenstrahl um 11:00 Uhr. Als ich mein Trek Checkpoint in buchstäblich letzter Minute aus der abgesperrten Hotelgarage hole, um per hochnotwendigem Sprint zum Start das letzte einer Reihe gewiefter Ablenkungsmanöver vom status quo durchzuführen, steht das Hardtail des Kollegen unter mir schon wieder abgehalftert im Eck. Vor ein paar Minuten hat er noch Aufwärmrunden ums Haus gedreht. Fehler.

Es ist Mitte Juli, es ist Trophy-Zeit. Und nach einem Jahr Strahlewetter ist wohl heuer wieder das ziemliche Gegenteil angebracht. Massig „flüssige Sonnenstrahlen“, wie Tourismus-Direktorin Pamela Binder die Himmelsmacht zu nennen pflegt, wurden für die 22. Auflage der legendären Salzkammergut Trophy prognostiziert. Und von den ersten, leichten Regenschauern ab Expo-Aufbau bis zum zögerlichen Aufhellen nach den Kinderrennen hält sich das Wetter akribisch an den Plot. Mit einer Ausnahme: Dass die Einrad-Fahrer ihren Downhill am Freitag noch bei Sonne abhalten würden, hat auch die optimistischste Vorhersage nicht geahnt.

 4.402 Menschen von U3 bis Ü70 

So viele trotzten an den beiden Renntagen den Prognosen und der Wirklichkeit.

Für Rekordstarterzahlen bei einem MTB-Marathon mag Dauerregen nicht die beste Voraussetzung sein. Für Heldengeschichten dafür umso mehr.
Jene der Langstreckenfahrer begannen bereits kurz vor 5 Uhr früh. Denn da öffnete Petrus die Schleusen - pünktlich zum Start der unglaublichen 210 Kilometer und 7.119 Höhenmeter. Aufstellung im Nassen, Rausfahren im Finsteren und für die kommenden elf bis 16 Stunden wenig Änderung in Sicht. Allein schon diesen ersten Part durchzuziehen, verlangte echte Überwindung!

Mit Rennlenker und starrer Front

Ungleich einfacher meine heutige Aufgabe: Gravelmarathon, um mal was Neues auszuprobieren. Strecke C abzüglich Startschleife und Salzberg. Macht 63 Kilometer, 2.076 Höhenmeter und knapp 50 Mitstreiter. Überschaubare Zahlen, auch wenn bei Regen und Kälte alles doppelt zählt.

Salzkammergut Trophy, das heißt normalerweise: Startblock um Startblock, Strecke um Strecke. Hunderte, ja, Tausende Biker gemeinsam unterwegs. Heute hingegen verlassen wir als kleines Grüppchen den Startort Obertraun. Bis die "normalen" C-Fahrer von hinten aufschließen, wird's ein Weilchen dauern. Somit gehören uns die Landesstraße nach Hallstatt, der Schnapper rauf zum ehemaligen Amtshaus und die lustigen Serpentinen bei der Kalvarienbergkirche ganz allein. Und alles, was nach dem Grabfeldweg und vor dem Waldbachstrub kommt, sowieso, denn das wildromantisch Echerntal bekommen die armen Teufel, die über den Salzberg müssen, nie zu sehen.
Wie lieblich sich das schmale Schotterband den Waldhang entlang schlängelt! Wie würzig und klar die Luft hier ist! Und wie sehr man das, schon wenige Minuten nach dem Start mehr oder weniger auf sich allein gestellt, genießen kann!
Ein paar Höhenmeter, Regentropfen und Steigungsrampen später wird mir klar werden: Man tut gut daran, die idyllischen Eindrücke vom Anfang tief im Herzen zu bewahren. Könnte ja sein, dass sie der Psychohygiene noch gute Dienste leisten werden ...

Hattrick für Looser, Solo für Fiala

Die 517 Fahrer und neun Fahrerinnen der Extremdistanz sind zu dieser Zeit schon gute fünf Stunden unterwegs. Oder auch schon wieder seit zwei, drei Stunden daheim, denn das Feld hat sich bis dahin bereits merklich ausgedünnt. „DNF“ prangt vor immer mehr Namen im Live-Timing – darunter auch Mitfavoriten auf den Gesamtsieg wie Daniel Rubisoier, Robert Berger oder Andreas Dollinger.
Von vor Kälte tauben Fingern, Forststraßen, die zu Bachbeeten wurden und Wegen, auf denen vor lauter Schlamm keine Linie mehr zu finden war, wird in späteren Berichten die Rede sein. Etliche verlassen die Rennstrecke mangels Spaß oder aus Vernunft; viele, weil es für sie einfach nicht mehr weiter geht – Köpfe leer, Muskeln tot; und manche, weil sie gemäß verstrichenem Zeitlimit müssen. Bis zum Ende des Tages erreicht die Dropout-Rate auf der A-Strecke 40 Prozent.

Einzig Titelverteidiger Konny Looser aus der Schweiz scheint seine Schleifen durch die UNESCO Welterbe Region völlig unbeeindruckt zu ziehen. Tritt um Tritt baut der Schweizer seinen Vorsprung aus, schüttelt Verfolger um Verfolger ab und reitet schließlich nach 10:20 Stunden mit über 51 (!) Minuten Vorsprung auf den Tiroler Martin Ludwiczek und den Oberösterreicher Lukas Kaufmann in Bad Goisern ein. Dort allerdings gesteht er, dass sein dritter Sieg in Folge der mit Abstand härteste war. „Beim letzten Anstieg waren meine Reserven am Ende“, so der 30-Jährige.
Bei den Damen erreicht mit Katharina Fiala überhaupt nur eine A-Starterin das Ziel. Symptomatisch für die Bedingungen: Binnen einer Viertelstunde strich das komplette Zwischenpodest – die Vorjahressiegerinnen Barbara Mayer und Sabine Sommer sowie die Tschechin Denisa Skrbková – bei Halbzeit die Segel. Umso frenetischer wird die siegreiche Wienerin vom Publikum und dem Moderator gefeiert, als sie nach 16:18 Stunden Fahrzeit bei schon wieder hereinbrechender Nacht in Bad Goisern eintrifft.

 Überhaupt, dieses Publikum. Und diese Laben. Und dieses Helfermeer. 

Die USPs der Salzkammergut Trophy – zuzüglich Landschaft bei Sonnenschein

Das bis zum Waldbachstrub recht steile Echerntal ist mit einigem Ach und Weh ob der verfügbaren Gänge geschafft, ab dem imposanten Wasserfall legt sich der Berg ein wenig zurück. Ein guter Platz für eine Labstation, wobei so kurz nach dem Start noch nicht einmal das ganze Frühstück verdaut ist. Macht aber nichts. Ein Ausseer Lebkuchen hat immer Platz.
Auch haben wir bislang fast schon Wetterglück gehabt: Es hat, wenn überhaupt, nur schwach geregnet. Und nun blinzelt beinahe die Sonne durch. Ob's unten bei Start und Ziel auch halbwegs freundlich ist? Die Trophy und ihre Helfer hätten es sich verdient. Und ihre Teilnehmer und Besucher sowieso.

Längst bescheidet sich die dreitägige Veranstaltung nicht mehr damit, Österreichs größter MTB-Marathon zu sein. Der Programmreigen reicht von Kinderschminken und Hubschrauberflügen über geführte Touren und Autogrammstunden bis zu Partys, Shows und Filmvorträgen. Bei der Expo mit über 80 Ausstellern präsentieren viele Firmen die neuesten Bike-Modelle, Ausrüstung und trendige Sportfashion, über 100 Räder stehen zum Testen bereit. An Wettkampfformaten locken neben den Marathons auf wahlweise sieben Strecken samt Sonderwertungen – u.a. für Einrad-Fahrer, Tandem-Biker, Feuerwehrleute oder Firmenteams – auch drei verschiedene Nachwuchsbewerbe, die eMTB Challenge, der Muni-Downhill sowie ein Pumptrack-Contest.
Klar, dass sämtliche Programmpunkte von möglichst schönem Wetter leben. Und logisch, dass manch Angebot mit der Witterung förmlich steht und fällt.

 Wås moanst, wås de Wasser brauchan, wauns oft'n woarm wird! 

Optimistische Dame mit Goiserer Hut und Wetterfleck, die kurz vorm Steilstück zur Roßalm eine private Labstation aufgebaut hat.

Der höchste Punkt und seine Nachwehen, die beiden Gegenanstiege, welche mein Hirn paradoxerweise immer unter „Abfahrt“ speichert und entsprechend überrascht registriert, sind geschafft. Nun geht’s definitiv für ein paar Kilometer ungestört bergab. Die Bremsen vom Untergriff aus möglichst selten bedient, lotse ich im Rausch der Geschwindigkeit meine und des Gravelbikes Grenzen aus. Wie das herrlich rumpelt und ehrlich scheppert! Fast fühle ich mich in jene Zeiten zurückversetzt, da ein neumodisches Sportgerät namens „Mountainbike“ in unseren Breiten Einzug hielt …

Mystisch umwolken graue Schleier den Gosaukamm, jede einzelne seiner imposanten Spitzen wird von einem potenziellen Regenguss umringt. Die Kehrseite meines Downhills: Mit jeder Kurve, die mein geländegängiges Rennrad frisst, wird es dunkler, jeder Tiefenmeter bringt mich näher ans überm Gosausee herrschende Mistwetter.
Mit Regenhose und Windjacke am Körper sowie Regenjacke, Ärmlingen und Ersatzhandschuhen im Rucksack bin ich gut gerüstet – besser als manch Teilnehmer von C und B, die mittlerweile zu meinen von hinten aufrückenden Begleitern zählen. Trotzdem gehen die nur zögerlich zweistelligen Temperaturen an die Substanz. Und wiewohl ich auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr und regelmäßigen Lebkuchen-Nachschub achte, knirscht nicht nur der Schotter zwischen meinen Zähnen, sondern auch die mangelnde Vorbereitung in meinem Gebälk.

Bergauf geht's bergab

49. 45. 41. Immer langsamer dreht sich das Rad. Immer heftiger wehrt sich das Pedal gegen den Druck. Ab welcher Trittfrequenz fällt man eigentlich einfach um? 38. Die Kniescheibe funkt "aua!" und der Trizeps teilt unmissverständlich mit, dass für heute genug am Lenker gezogen wurde. Aber noch ist keine Forststraßenkreuzung in Sicht. Noch fehlen drei, vier steile Kurven bis zur Abzweigung Schleifsteinhütten, dem Ende von Berg Nummer zwei.
Zwischenzeitlich ist aus dem anfänglichen Nieseln, das mit gelegentlichen Schauern wechselte, ein permanentes Gießen geworden. Nacken und Schultern schmerzen von der ungewohnt häufigen Überstreckung, auch der untere Rücken bittet verstärkt um Änderung der Sitzposition. Der vordere Umwerfer lässt sich nicht mehr besonders willig und nur von ganzer Hand 'gen großes Kettenblatt bewegen, aus dem gesamten Antrieb grummelt's und reibt's. Aber immerhin: Das Gefühl in den klammen Fingern ist dank Uphill zurückgekehrt. Und allmählich wähne ich mich - Rennlenker hin, Starrgabel und schmale Reifen her - auch wieder unter meinesgleichen.

Die ersten C- und B-Athleten, die von hinten kamen, flogen ja förmlich an mir vorbei: C-Sieger Marek Rauchfuss aus Tschechien, und dann knapp fünf Minuten nichts, bis seine Verfolger David Seidel (GER) und Andreas Wolfmayr im Duett auftauchten. Oder B-Triumphator Christoph Soukup, trotz Highspeed-Verfolgungsjagd mit dem zu diesem Zeitpunkt noch führenden Alexander Stadler höflich über sein Herannahen von "Achtung, links!" informierend. Angelika Tazreiter fand ob ihres komfortablen Vorsprungs auf der 75-km-Runde sogar Zeit für eine kurze Ehrenrunde samt Einweisung Nachfolgender auf den besseren, weil richtigen, Weg. Aber erst jetzt, am Ende aller namhaften Höhenmeter, kommen jene, mit denen ich dann auch zumindest ein paar Sekunden lang mitrollen kann.

Es hat Charme, live sozusagen mitten in den Rennverlauf einzusteigen und den späteren Gewinnern auf ihrem Weg zum Sieg zuzusehen. Aber noch mehr Charme hat es, nach dem Gerumpel hinunter zum Gosauzwang die letzte Schlüsselstelle absolviert zu wissen und sich dem Ziel zum Greifen nahe zu fühlen.
Gemeinsam mit immer mehr Mitstreitern - G- und F-Racer sowie Einrad-Fahrer stoßen zu uns - und Publikum geht's noch ein bisschen durch Wald, Wiese und Bach, ehe wir als gleichermaßen bunter wie dreckverkrusteter Haufen über die Ziellinie rollen.
Gestartet im kleinen, exotischen Grüppchen, gefinisht im großen, gemeinsamen Pulk. Vielleicht ist dies das Bild, das mir am eindrücklichsten von der Regen-Gravel-Trophy in Erinnerung bleiben wird. Vielleicht aber auch jenes von den dampfend heißen Lady-Showers. Denn warme Duschen sind ein guter Ort für die Moral.


Hotels & Shops im Umkreis

Ja, super tolle Bilder und wiedermal wurde bewiesen dass:

 

"Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Ausrüstung!" :devil:

 

P.S. Mir hat gerade ein Freund erzählt dass bei diesem Rennen ein Teilnehmer mit ein spezial Tretroller unterwegs war! Er hat es beendet und seine Zeit war gar nicht mal so schlecht angeblich.

Bearbeitet von gylgamesh
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Super Veranstaltung, super Organisation! Respekt!!

Einen Punkt würde ich aber trotzdem gern anbringen, um ev. auch Gefahrenpotenzial aufzuzeigen. Ich war in einer kleinen Gruppe auf der C-Strecke unterwegs. Auf den letzten Kilometern wurde die Gruppe aber unabsichtlich gesprengt, da sich zu viele unterschiedliche Disziplinen (Einrad, C-E-F- und G-Strecke) die letzten Kilometer und Engstellen der Strecke geteilt haben. Somit erspart man sich zwar den "Zielsprint", eng und gefährlich wirds aber trotzdem, nach 70 km nicht gerade wünschenswert. Ev. könnte man das mit anderen Startzeiten, besonders für die Einradler, besser hinbekommen.

Bzgl. Foto am Weg zur Roßalm, ich glaube das war Foto Viertbauer.

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Ich glaub dem sind die Finger eingefroren bzw. der war auf der Roßalm schon schon richtig unterkühlt.
Na! So kurz vor dem Ziel als Zweitplatzierter noch ausscheiden!

Das ist echt bitter...

 

Wobei ich ja schon auch nicht verstehe, warum so viele bei so einer Wettervorhersage mit so wenig Kleidung starten und kein Ersatzzeug in einem leichten Rucksack mit haben. (in meinem Fall: eine zweite GTX-Jacke mit 300g und ein Ersatz-Rollkragenpuller mit 200g)

Aber vielleicht bin ich zu wenig Rennfahrer und zu viel Bergsteiger, um das zu verstehen. ;)

(nicht auf ihn bezogen, er hatte eh eine GTX-Jacke an)

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Na! So kurz vor dem Ziel als Zweitplatzierter noch ausscheiden!

Das ist echt bitter...

 

Wobei ich ja schon auch nicht verstehe, warum so viele bei so einer Wettervorhersage mit so wenig Kleidung starten und kein Ersatzzeug in einem leichten Rucksack mit haben. (in meinem Fall: eine zweite GTX-Jacke mit 300g und ein Ersatz-Rollkragenpuller mit 200g)

Aber vielleicht bin ich zu wenig Rennfahrer und zu viel Bergsteiger, um das zu verstehen. ;)

(nicht auf ihn bezogen, er hatte eh eine GTX-Jacke an)

 

Das ist mir besonders bei den A -Fahren aufgefallen die mich überholt haben, die hatten alle fast "nix" an. Die sind aber auch unter 13 Std. im Ziel gewesen. Dadurch leisten sie auch viel mehr Watt als ich, also müssten die auch mehr Körperwärme erzeugen. Möglicherweise ist ihnen aber auch die Gefahr zu groß dass ihnen bergauf zu warm wird, und gehen einfach das Risiko ein. Oder sie sind schlicht und einfach viel härtere Burschen..

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Das ist mir besonders bei den A -Fahren aufgefallen die mich überholt haben, die hatten alle fast "nix" an. Die sind aber auch unter 13 Std. im Ziel gewesen. Dadurch leisten sie auch viel mehr Watt als ich, also müssten die auch mehr Körperwärme erzeugen. Möglicherweise ist ihnen aber auch die Gefahr zu groß dass ihnen bergauf zu warm wird, und gehen einfach das Risiko ein. Oder sie sind schlicht und einfach viel härtere Burschen..

 

Ich bin viel, viel länger als 13h unterwegs gewesen, aber auch die A Fahrer, die mit mir so unterwegs waren, hatte viele sehr wenig an! Ich bin Kurz, Kurz mit Beinlinge, kurzer Regenhose und dünne Regenjacke bis zum zweiten mal Hütteneck, dort habe ich mir eine dünne Unterziehjacke angezogen und bei der Roßalm habe ich eine dicke Regenjacke angezogen. Die hat mir meine Frau an einen AZ davor in meinen Rucksack gesteckt.

Bei vielen A Fahrer in meiner Preisklasse dachte ich mir, denen muss ja Arschkalt sein, bzw. mir wäre es!

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Beim Glocknerkönig (andere Baustelle ;)) sieht man die Leute aus dem ersten Startblock auch nur kurz/kurz. Wennst im 3ten Block ganz hinten stehst, dann kann man selbst an halbwegs schönen Tagen die diversen Ausrüstungsgegenstände für die Überwindung der Elemente bewundern (bis hin zum Touren Rucksack).

 

Klarerweise ist die A Strecke aber ein anderes Kaliber, wenn man Schlechtwetter hat.

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Naja, mit gefrorene Finger kannst kein Rennen fahren. Er hätte sie schnell stark reiben müssen um zumindest etwas Kontrolle zu bekommen, wir wissen wie schmerzvoll das ist, und es kostet immer einige Minuten. Aber, zu dem Zeitpunkt hatte er vielleicht im Unterbewusstsein schon genug von den Ganzen...

 

6°C + Wind + Regen/100% Luftfeuchtigkeit sind fast schon Winterbedingungen... Also noch mehr Respekt an alle die es ins Ziel geschafft haben.

 

Bergauf wo deine Muskeln massiv arbeiten und den Körper erwärmen, und du relativ langsam unterwegs bist geht es noch, erst wenn du schnell bergab fährst kommt die massive Unterkühlung.

Bearbeitet von gylgamesh
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Um ehrlich zu sein: die Wettervorhersage war kein Geheimnis, also an Ausrüstung sollts nicht liegen. Nur an dem was man einpacken "will".

Und leider wie oft, sieht man dann zb auf der Rossalm Leute, die an der Labe fragen: habts was zum anziehen? pochos? Rettungsdecken?....ABer naja..ist ja alles gut gegangen.

 

Publikum und Laaben waren wie immer irre: so eine Stimmung und noch dazu bei DEM Wetter...Hut ab und weiter so!

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