Passwort vergessen?
Größe: 175 cm Schrittlänge: 84 cm Gewicht: 70 kg Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt
nicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je
Gedacht ist das sportliche Allround-E-Bike für Kinder und Jugendliche von 7 bis 14 Jahren. Es ist in zwei Größen (24 und 26 Zoll) erhältlich und ermöglicht es jungen Riderinnen und Ridern, ihren Bewegungsradius zu erweitern und mehr Unabhängigkeit zu gewinnen.Erhältlich ist das Woom Explore e ab sofort online und bei teilnehmenden Händlern in Österreich und Deutschland. Bei Preisen von € 1.599,- für das Explore e 5 bzw. € 1.699,- für das Explore e 6 muss sich der Osterhase zwar schon ordentlich strecken; in der Kinder-E-Bike-Welt gehen diese Werte freilich als vergleichsweise attraktiv durch.Leicht, sicher und leistungsstark lauteten die Schlüsselwörter, welche sich die Produktdesigner um Daniel Klobouncnik ins Pflichtenheft schrieben. Und mit nur 12,7 kg (Größe 5 – 24 Zoll) bzw. 13,2 kg (Größe 6 – 26 Zoll) zählt das nunmehrige Serienprodukt tatsächlich zu den leichtesten Allround-E-Bikes, die es aktuell für Kinder auf dem Markt gibt.Zu den buntesten will der Newcomer offensichtlich nicht gehören. Als einzige Farboption steht aktuell dunkelgrau zur Verfügung.
Bye, bye Limits. Hallo Selbständigkeit
Motorseitig ist das Explore e mit dem hochwertigen XS Antriebssystem des deutschen Herstellers Mahle ausgestattet. Der in die Hinterradnabe integrierte X30 wiegt nur 1,7 kg und unterstützt bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h - und das laut Woom nahezu geräuschlos, damit Kinder während der Fahrt nicht abgelenkt werden. Die drei Unterstützungsstufen sind laut Hersteller auf das Fahrkönnen und die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten. Anwählen lassen sie sich direkt am Akku oder über die Mahle SmartBike App wechseln – jedenfalls aber nicht vom Lenker aus, um auch hier keine Ablenkung aufkommen zu lassen.Herzstück ist der externe eX1 Akku von Mahle im kompakten Trinkflaschenformat. Er lässt sich einfach abnehmen, per USB-C-Kabel aufladen und soll mit einer Reichweite von bis zu 50 Kilometer auch längere Touren ermöglichen.
* 12,2 kg gewogen auf unserer Bikeboard-Waage
Im Sinne der Sicherheit wurde nicht nur die Tretunterstützung besonders sanft und intuitiv geregelt. Auch leistungsstarke Scheibenbremsen sind an Bord, auf dass die Fuhre jederzeit kontrolliert und souverän zum Stillstand gebracht werden kann.“Die Software der Motorsteuerung war für uns neben dem physischen Produkt eine neue Ebene in der Produktentwicklung”, so Designer Kloboucnik. Via App sind verschiedene Zusatz-Features wie die individuelle Anpassung der Tretunterstützung an das Können der Kinder, die Aufzeichnung verschiedener Fahrparameter und die Möglichkeit einer detaillierten Routenanalyse abrufbar. Auch die Reduzierung der Unterstützungsleistung ist möglich.Die Rahmengeometrie des Allround-E-Bikes ist natürlich ergonomisch optimiert und will für eine leicht gestreckte Sitzposition mit viel Komfort sorgen – ideal für längere Fahrten.
Am nach wie vor wachsenden Markt für E-Bikes möchte Woom mit seiner neuesten Entwicklung logischerweise mitnaschen. Marketing-Leiterin Nicole Lunzer betont aber auch soziale Elemente:„Das woom Explore e ist mehr als ein sportliches Allround-E-Bike – es verändert die Mobilität der ganzen Familie und schafft Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben. Kinder und Jugendliche schaffen mit einem E-Bike nämlich längere und steilere Strecken, wodurch die Mobilität im Alltag viel flexibler wird. Das bedeutet mehr Freiheit und Unabhängigkeit – sowohl für Kinder als auch für Eltern. Und stärkt das Selbstvertrauen der Riderinnen und Rider. Wir sind daher fest davon überzeugt, dass E-Bikes zu einem aktiven Lebensstil beitragen. Denn wer Spaß am Fahren hat, fährt öfter. Und wer öfter fährt, bewegt sich mehr.”
Mit Hilfe von Alva, 9 Jahre junge Gelegenheitsbikerin, machten wir die Probe aufs Exempel und müssen der Marketing-Leiterin eigentlich Recht geben. Was unser erster Test sonst noch ergab, worüber wir anfangs stolperten und was uns auffiel, steht im anschließenden Testbericht!
Unsere Testpilotin Alva ist 9 Jahre alt, 136 cm groß und hat eine Schrittlänge von 65 cm. Sie bevorzugt eine eher niedrige Sitzposition, da sie beim Anhalten mit beiden Füßen sicher den Boden erreichen möchte.Bei der Wahl der passenden Rahmengröße orientierten wir uns an der Geometrietabelle von Woom: Das Woom EXPLORE e 5 wird für Kinder zwischen 7 und 11 Jahren sowie einer Körpergröße von 130 bis 145 cm empfohlen. Die minimale Sattelhöhe liegt bei 664 mm, die maximale bei 817 mm. Der direkte Vergleich mit Alvas Bio-Kinder-MTB – ebenfalls mit 24"-Bereifung – zeigte, dass sie beim EXPLORE e 5 eher am unteren Ende des vorgesehenen Spektrums liegt. Damit bleibt genügend Spielraum nach oben – ein wichtiger Punkt bei Kindern, deren Wachstum bekanntlich in Schüben erfolgt und die ein Fahrrad idealerweise mehrere Jahre nutzen sollen.Das Rad wurde bestellt und wenige Tage später im Office angeliefert.
Der Aufbau war denkbar einfach. Auch die oft nervige Frage nach der optimalen Sattelneigung und dem passenden Offset erledigte sich von selbst: Denn der ergonomisch geformte Sattel besitzt eine fixe Neigung von rund 0 Grad in der Mitte und steigt nach hinten leicht an – ähnlich wie bei den Sätteln von SQlab. Das sorgt für eine stabile, komfortable Sitzposition. Bei Alvas gewünschter Sitzhöhe betrug der Sattelstützenauszug rund 6 cm, mit noch 9 cm Luft bis zum maximal möglichen Auszug – ebenfalls ein Pluspunkt in Sachen Mitwachspotenzial.Praktisch: Der Lenker lässt sich sowohl in der Neigung als auch in der Höhe individuell einstellen und wächst damit quasi mit – sowohl mit dem Kind als auch mit dem Sattelauszug.
Ein kleines Problem gab es allerdings beim Laden des Mahle eX1-Akkus über den mitgelieferten Energy Hub: Aus unerfindlichen Gründen gelang es dem Ladegerät zunächst nicht, den Akku vollständig zu laden. Verschiedene USB-C-Kabel, diverse Adapter und der Laptop wurden durchprobiert - das Ergebnis war stets ein nur halb geladener Akku. Erst Apples 20-Watt-USB-C-Power-Adapter (12V, 20W) vom iPad brachte die nötige Power, und der Akku war nach ein paar Stunden endlich vollständig geladen.Tipp: Den Energy Hub (laut Anleitung max. 20V-5A, bis zu 100 Watt) am besten mit dem kurzen USB-C-Kabel aus dem Lieferumfang und einem hochwertigen Power-Adapter (mindestens 20 Watt) verwenden. Zu schwache Netzteile oder zu lange Kabel führen vermutlich aus thermischen Gründen zu einem Ladeabbruch.
Die hydraulischen Scheibenbremsen überzeugten mit einem klar definierten Druckpunkt, sodass wir den einstellbaren Hebelweg noch weiter in Richtung Lenker verkürzen konnten - ideal für kleine Hände mit geringerer Reichweite.Auch die mitgelieferten Plattformpedale machten einen soliden Eindruck. Dennoch montierten wir - wie gewohnt - unsere Tatze Contact CNC Kids Pedale mit eingeschraubten Pins. Zwar muss Alva beim ersten Aufsteigen etwas auf ihre Schienbeine achten, doch dafür sitzen die Füße dann wie festgeklebt - egal ob mit Turnschuhen oder Kinderstiefeln, egal ob auf Asphalt, Schotter oder Waldboden.
Wow, das ist ja grau.
Alle Woom EXPLORE e Modelle sind mit dem neuen Mahle XS Antriebssystem ausgestattet, das bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h unterstützt und dank seines externen Akkus eine besonders leichte Integration in bestehende Rahmen ermöglicht. Das System besteht aus dem X30-Nabenmotor mit 45 Nm, dem externen eX1-Akku mit 171 Wh im Format eines Range-Extenders und dem XS Smart Controller, der unter dem Flaschenhalter sitzt und Motor sowie Akku miteinander verbindet. Woom gibt eine Reichweite von bis zu 50 km an – bei einer leichten Bikerin dürfte da sogar noch mehr drin sein.
Die Bedienung ist kinderleicht: Am Akku lässt sich der Antrieb per Knopfdruck ein- und ausschalten sowie die Unterstützungsstufe wählen. Ein LED-Balken zeigt Modus und Akkustand - von Weiß (aus), über Grün (Stufe 1), Orange (Stufe 2) bis Violett (max. Unterstützung). Alle Stufen sind zudem per Mahle App individuell anpassbar.Wir starteten vorsichtig mit Stufe 2, doch schon bald fuhr Alva nur noch auf Violett - weil's Spaß machte und weil die Reichweite tatsächlich kein Thema war.
Der X30-Antrieb arbeitet angenehm leise – bei Windstille und niedrigen Geschwindigkeiten war er zwar hörbar, verschwand aber akustisch fast völlig, sobald Umgebungsgeräusche wie Wind oder Abrollgeräusche dazukamen. Erst bei voller Unterstützung wurde das Betriebsgeräusch präsenter, allerdings nur, wenn man gezielt darauf achtete. Seine größte Kraft entfaltet der X30 aus der Mitte heraus. Beim Anfahren reagiert er eher sanft – ein klarer Vorteil für Alva. So konnte sie auch als ungeübte Offroad-Pilotin an steilen Passagen kontrolliert vom Stand weg losfahren und gewann schnell Vertrauen in das System.Ein weiterer Pluspunkt: der hervorragende Grip der Tatze-Kinderpedale. Dank der Pins bleibt der Fuß von Anfang an dort, wo er hingehört – auch wenn man das Pedal nicht ganz präzise trifft. Selbst auf ruppigem Untergrund konnte Alva ab der ersten Kurbelumdrehung sauber weiterfahren, ohne von den Pedalen abzurutschen.
Das hat so Spaß gemacht.
Ergonomie & Geometrie: Komfortabel. Auf dem Woom EXPLORE e 5 kam Alva gut mit den Füßen auf den Boden, auch wenn das Auf- und Absteigen anfangs etwas ungewohnt war - das höhere Gewicht im Vergleich zum leichten Kinderrad machte sich bemerkbar. Nach ein paar Mal Aufsitzen war das jedoch schnell vergessen. Die Griffe lagen angenehm in der Hand, und selbst der Sattel verursachte kein Zwicken oder Zwacken - was in dieser Altersklasse nicht selbstverständlich ist.Bremsen: Top. Selbst mit einem bzw. zwei Fingern zuverlässig zu dosieren, die restlichen Finger blieben stets sicher am Griff. Die Hebel waren gut erreichbar, der Weg zum Lenker ließ sich individuell einstellen. Und auch bei kräftigen Bremsmanövern: keine eingeklemmten Finger.Und das Beste? Eine zweistündige Tour mit über 300 Höhenmetern - für Alva sonst ein Ding der Unmöglichkeit - wurde zur spaßigen Familienausfahrt. Selbst der Papa musste schwitzen: An moderaten 5%-Steigungen brauchte es mehr als 300 Watt, um das entspannte Tempo seiner Tochter zu halten. Und bei 15%? Violette Unterstützungsstufe, kleinster Gang, ab die Post - Alva ließ nichts anbrennen und der Papa hatte das Nachsehen.Am Ende stand die alles entscheidende Frage im Raum: Welches Rad soll es nächstes Wochenende für die Eistour sein - MTB oder E-Bike?Alva: "Auf jeden Fall das E-Bike, es ist viel lustiger. So viel bergauf und bergab bin ich noch nie gefahren!"Ein ehrliches Zwischenfazit - und vermutlich nicht das letzte Mal, dass der Papa am Berg ins Schnaufen kommt.
Alle Kommentare (47) im Forum