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Tubeless Cyclocrossen? Auftakt zum Challenge H-TLR Reifentest mit MilKit

Tubeless Cyclocrossen? Auftakt zum Challenge H-TLR Reifentest mit MilKit

14.11.22 06:34 1.597Text: Martin RauscherFotos: Erwin HaidenLange Zeit galten für den ernsthaft betriebenen Querfeldein-Sport Tubulars als die einzig wahre Reifenwahl. Challenge möchte das mit der H-TLR Serie ändern. Wir stürzen uns mit drei Tubeless-Ready-Modellen der "Handgefertigten" samt Milkit Tubeless Conversion Kit in die hiesige CX-Saison ...14.11.22 06:34 3.852

Tubeless Cyclocrossen? Auftakt zum Challenge H-TLR Reifentest mit MilKit

14.11.22 06:34 3.85230 Kommentare Martin Rauscher Erwin HaidenLange Zeit galten für den ernsthaft betriebenen Querfeldein-Sport Tubulars als die einzig wahre Reifenwahl. Challenge möchte das mit der H-TLR Serie ändern. Wir stürzen uns mit drei Tubeless-Ready-Modellen der "Handgefertigten" samt Milkit Tubeless Conversion Kit in die hiesige CX-Saison ...14.11.22 06:34 3.852

Beginnen wir mit Grundsätzlichem: Warum konnten sich Tubeless-Setups oder gar der altbewährte Schlauch im Querfeldeinsport bis jetzt noch nicht durchsetzen? Das ist schnell erklärt.
Um aus den gemäß UCI-Regularien maximal 33 mm breiten Pneus ein Höchstmaß an Grip zu kitzeln, werden die Reifen im Cyclocross mit extrem niedrigen Luftdrücken gefahren. Man bewegt sich dort mit deutlich unter zwei Bar. Luftdrücke zwischen 1 und 1,5 bar sind keine Seltenheit, sondern die Norm. Und ohnehin misst der geneigte Cyclocrosser in Pfund pro Quadratzoll und nicht in Newton pro Quadratmeter, wir sprechen hier also von 14-22 psi.
Das ist für einen Reifen mit kaum Volumen verdammt wenig. Durch diesen extrem geringen Luftdruck kommt es regelmäßig zu Durchschlägen, des Öfteren sogar beim Aufspringen nach der Wechselzone. Somit fällt das Verwenden von Schläuchen flach. Regelmäßige Snakebites wären die Folge.

Am Mountainbike lautet das Erfolgsrezept gegen Snakebites Tubeless; doch wer beim Biken schon mal mit deutlich zu wenig Luft etwas flotter in einen Anlieger gerauscht ist, dem wird Burping ein Begriff sein. Dabei zieht es den Reifen kurzzeitig von der Felge, Milch und Luft entweichen. Im schlimmsten Fall zieht es den ganzen Reifen herunter.
Da bei dem minimalen Volumen eines 33 mm CX Reifens <20 psi einem sehr geringen Druck auf die Reifenoberfläche entsprechen, würde es regelmäßig zu abgezogenen Reifen kommen.

 Tubeless + Cyclocross = Frevel?  

Kommt BB-Tester Gipfelstürmer wegen unserer Wissbegierde in die Hölle, oder rast er in den heimischen CX-Olymp?

Somit galten bis jetzt Tubular-Reifen als einzig praktikable Möglichkeit. Durch das Verkleben mit der Felge (Achtung, eigene Wissenschaft!) zieht es den Reifen im Idealfall selbst ohne Luft nicht von der Felge, und Snakebites gehören ebenfalls der Geschichte an.
Doch haben die Schlauchreifen für Hobbyfahrer einen großen Nachteil: Das Verkleben ist aufwendig, gelingt selten beim ersten Anlauf, und einen schnellen Reifenwechseln kurz vor dem Start spielt’s auch nicht.
Für die Profis kein Problem, die haben zig Laufradsätze mit unterschiedlichen Profilen in petto. Aber Otto Normalverbraucher sehnt sich zurecht nach einer leichter handhabbaren Alternative …

Auftritt Challenge Tires, der 2000 gegründete Reifenhersteller mit Sitz in der Schweiz, welcher seine Gummis in italienischer Qualität von Hand in Thailand fertigt. Unter dem Kürzel H-TLR (das H steht bei Challenge immer für „handmade“) bietet das für hochwertige Performance-Reifen aller Disziplinen stehende Unternehmen nämlich vier seiner sechs CX-Modelle auch Tubeless-Ready an – und verspricht, dass sie halten und funktionieren.

H-TLR: Good to know

Challenge H-TLR Reifen werden aus den gleichen Materialien wie die Klebereifen gefertigt. Statt einen Schlauch einzunähen, wird die Karkasse (diesfalls aus kostengünstigem Polyster mit hohen 300 TPI, statt Baumwolle oder gar Seide) jedoch um einen Aramidkern geschlagen, um den Reifen - Stichwort Wulst und Felgenhorn - kompatibel mit Clincher-Felgen zu machen.
Eine mittig unter der Lauffläche aus Naturkautschuk platzierte PPS-Schicht (Puncture Protection Strip) dient als zusätzlicher Pannenschutz. Manch Gravel-Modell, nicht jedoch unsere CX-Testsets, verfügt ergänzend über eine zweite, durchgängige PPS-Lage (vgl. Grafik) unter der Karkasse.
Im Sinne der Langlebigkeit verhindert außerdem ein Schutzstreifen entlang des Wulstes, dass die Karkasse abgescheuert wird. Darüber hinaus soll dieser Streifen den Sitz des Reifens am Felgenrand verbessern.

Frisch aus der Packung sind H-TLR-Modelle von Challenge nicht U-förmig, wie man dies von konventionellen Reifen kennt, sondern flach wie ein Flunder. Sie haben also keine steife Seitenwand. Erst durch genügend Luft im System ergibt sich die klassische Wölbung.
Dies soll in Fahreigenschaften ähnlich den Tubulars resultieren: geschmeidig, gut dämpfend, mit weniger Rollwiderstand.

Es folgt jetzt eine kurze Aufstellung unseres Test-Setups, dann ein kleiner Montagebericht und nach ein paar Renneinsätzen wird spätestens Ende Jänner unser aus dem Praxiseinsatz genährtes Fazit zu den Tubeless CX-Reifen von Challenge veröffentlicht.
Vorweg sei noch erwähnt, dass ich bereits letzte Saison gute Erfahrungen mit Michelin CX TLR Reifen gemacht habe, richtiges "Low Pressure CX Feeling" kam da aber erst mit der Verwendung von Tire Inserts auf.
Deshalb bin ich umso gespannter, ob die Challenge H-TLR Reifen auch ohne Insert ein Tubular-ähnliches Fahrverhalten ermöglichen.

Die Reifen

Challenge stellt für den Test folgende Modelle, alle als H-TLR, zur Verfügung:
  • Chicane, der Schnelle mit dem extra Kurvenhalt
  • Limus, der Schlammspezialist
  • Baby Limus, der für alles zwischendurch mit Hang zum Nassen
Zusätzlich gäbe es als Allrounder der H-TLR Serie noch den Grifo, den hatten wir aber leider nicht zur Verfügung.
Falls sich jemand fragt, was die vielen Symbole auf der Seitenwand bedeuten, hier die jeweils ultrakurze Erläuterung:
  1. Challenge: Die Reifenfirma, no na
  2. Chicane/Limus/Babylimus: Das Reifenmodell, no na
  3. PRO Series: beschreibt die Polyester Karkasse
  4. TLR: heißt Tubeless Ready
  5. TPI: Dichte des Karkassengewebes
  6. 700x33-622: der Felgendurchmesser, und ganz wichtig: die laut Weltradsportverband UCI maximale erlaubte Reifenbreite im CX von 33 mm
  7. Empfohlener (in Bar und PSI) und maximaler (in Kilopascal) Luftdruck
  8. PPS: Puncture Protection System, Pannenschutz unter der Lauffläche
  9. Handmade: Handgemachte, ultra schnelle, geschmeidige Karkasse
Zusätzlich steckte Challenge noch eine Reifenmontierzange ins Paket – dazu später mehr.

Tech Specs

  Chicane Limus Baby Limus
Dimension: 700x33-622 700x33-622 700x33-622
Aufbau: SuperPoly-Karkasse, Aramid-Kern, PPS-Pannenschutz, TPI 300 SuperPoly-Karkasse, Aramid-Kern, PPS-Pannenschutz, TPI 300 SuperPoly-Karkasse, Aramid-Kern, PPS-Pannenschutz, TPI 300
Typ: Handmade Tubeless Ready Handmade Tubeless Ready Handmade Tubeless Ready
Empf. Luftdruck: 1,8-2,5 bar 1,8-2,5 bar 1,8-2,5 bar
Einsatzbereich: harte Pisten, Sand, Eis (nasser) Schlamm alle Konditionen, Gras, Schlamm
Farbe: Tan Tan Tan
Gewicht (BB-Messung): 392 g 386 g 386 g
Preis: € 77,90 € 77,90 € 77,90

Das Test-Setup

Wir haben für die Montage ein Milkit Tubeless Conversion Kit verwendet. Es besteht aus:
  • Ventilen (passend zur Felgenhöhe wählen)
  • Dichtmilch
  • Milkit Spritzensystem
  • Tubelessband (in unserem Fall nicht notwendig)
  • Ventilkern-Tool
Zusätzlich hat uns Milkit noch einen Booster zur Verfügung gestellt, quasi ein mobiler Kompressor.
Wer mehr über das Milkit System erfahren möchte, dem seien diverse ältere Artikel ans Herz gelegt.

Disclaimer: Natürlich hat Challenge – so, wie quasi alle Reifenhersteller – ein eigenes Tubeless Sealant im Programm und empfiehlt speziell dieses.


Montiert haben wir die Reifen auf Laufradsätzen von DT Swiss
  • PR 1600 Spline db 32, Felgeninnenweite: 18 mm
  • CR 1600 Spline, Felgeninnenweite: 22 mm
Hier seit erwähnt, dass Challenge eine maximale Felgeninnenweite von 23 mm erlaubt, um die UCI-konformen 33 mm maximale Reifenbreite nicht zu überschreiten.

Als Montiermaschinen fungierten NoSane und Gipfelstürmer. Beide haben keine Daumen wie Schraubzwingen, aber in ihrem Leben schon unzählige Reifen montiert. Auch die berühmt-berüchtigten Challenge Handmade Rennradreifen …

Die Montage

Vorerst entschied ich mich, den Satz PR1600 mit Limus und den Satz CR 1600 mit Chicane zu bestücken.
Wer bereits, so wie wir, mit Challenge Handmade Straßenreifen (nicht Tubeless-Ready) zu kämpfen hatte, ahnt Böses. Auch die mitgelieferte Montierzange sprach diesbezüglich Bände.

Anders als konventionell gefertigte Gummis haben H-TLR Pneus vor der Montage rein optisch nicht viel mit einem Reifen zu tun. Sie sind flach wie ein Band und bekommen ihre runde Form erste durch die Kombination aus Felge und Luftdruck. Um es kurz zu machen:
  • JA, die Reifen sind deutlich schwerer zu montieren als andere
  • JA, ein Anfänger wird an den Reifen scheitern
  • JA, ein Booster oder Kompressor ist notwendig
  • NEIN, so leicht wie im Challenge How-to-Video geht’s nicht
  • NEIN, ich möchte damit unterwegs keinen Schlauch einziehen müssen
  • JA, die Montage ist auch ohne Zange und mit recht frischem Mittelhandbruch machbar. Aber nur dann, wenn man sich penibel an die allgemein gültige Reifenmontage-Abfolge hält.

Tipps, um die Montage etwas angenehmer zu gestalten

  • Wirklich immer, immer, immer den Reifen möglichst weit in die Felgenmitte drücken, um den Umfang der Felge klein zu halten
  • Die Felge erstmal in den Reifen stellen und dann auf einer Seite beginnen
  • Gute Reifenheber (Geheimtipp: Pedros) verwenden
  • Nur eine Lage Tubelessband
  • Ventil erst nach der ersten Seite des Reifens einsetzten, dann geht zumindest diese leichter
  • Immer beim Ventil enden
Beim vierten Reifen gab es den ersten Deffekt zu beklagen, die Reifenzange ging zu Bruch. Aber die Pedros Reifenheber haben durchgehalten.

Meiner Erfahrung nach lassen sich Reifen, die streng zu montieren gehen, in der Regel mit einer Standpumpe aufpumpen. Nicht so die Challenge H-TLR. Ich denke, es liegt an der nicht vorhandenen "Reifenform".
Mit dem Milkit Booster gelang die Montage aber im Handumdrehen. Auch das Befüllen der Reifen mit dem Milkit System gelang absolut sauber. (Achtung: Luftdruck im Reifen dafür absenken!). Wir entschieden uns für 60 ml Sealant pro Reifen.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass beim Versuch, die Reifen mit der Standpumpe zu montieren, bei herausgedrehtem Ventilkern für maximalen Durchfluss eines der Milkit Ventile abgebrochen ist. Ich schiebe dieses Malheur aber eher auf die Standpumpe, da unser Modell auf Ventilen ohne Ventilkern nur mit Nachdruck hält.
Außerdem nicht unwesentlich: Milkit Ventile erlauben auch ohne Ventilkern durch die Gummimembran etwas weniger Durchfluss als Standard Tubeless-Ventile.

Wer schon mal selbst an einem CX-Rennen teilgenommen hat, kennt die 33-mm-Regel und weiß, dass vor den Wettkämpfen an der Startlinie auch mit einer entsprechenden Lehre kontrolliert wird.
Wir erinnern uns: Challenge behauptet, Felgen bis 23 mm Innenweite seien möglich. Auf unseren DT Swiss PR1600 mit 18 mm Innenweite baut der Limus etwas unter 33 mm breit, ist somit voll im Rahmen. Der Chicane auf der 22 mm breiten Felge kommt jedoch auf ca. 33,4 mm und ist somit, je nachdem, wie fest der Prüfer seine Lehre auf den Reifen drückt, eigentlich zu breit. Wir werden sehen, ob es hier zu Problemen kommt.

Ergänzend sei erwähnt, dass die Reifen nach einer kurzen Rüttel-und-Schüttel-Orgie zwar den Luftdruck halten, allerdings saftelt's rundherum ganz schön, bei entsprechendem Daumendruck auf die Seitenwand sogar noch mehr. Ob dieser Effekt mit einer nach neuesten ETRTO Standards gefertigten Hookless TLR Felge nicht auftritt, kann ich mangels solcher Felgen leider nicht sagen.

Zwischenfazit

Ja, die Montage dauert deutlich länger als bei den meisten anderen Reifen, aber schließlich sollen die Reifen auch bei geringen Luftdrücken auf der Felge bleiben.
Ob das auch so ist, wird der Test der Reifen in Training und Rennen zeigen. Seid gespannt, wie es uns weiterhin mit den Challenge H-TLR CX Reifen geht.

Wer jetzt schon vor Veröffentlichung unseres Testergebnisses Lust bekommen hat, sich selbst durchzuprobieren, dem sei der ausführliche FAQ-Bereich auf der Challenge Homepage empfohlen.


Ich fahre auch seit Jahren Tubeless am CX-Bike und kann das nur empfehlen.

Wenn die Combi:  Reifen und Felge und Fegenband,Ventile,Milch zusammenpasst hast meiner Meinung nach nur Vorteile.

 

Im übrigen fahre ich auch Michelin die sind absolut TOP.

Bin jahrelang verschiedene Challenge Modelle gefahren, sind alle Superreifen aber es hat keinen gegeben bei dem sich die geklebte Lauffläche nicht abgelöst hat. Oft schon nach kurzer Zeit,...daher umgestiegen,..

 

Bearbeitet von woha
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Tolle Reifen, toller Bericht.

Die Montage von CX-Tubeless Challenge Reifen werde ich mir trotzdem niemals nie nicht wieder antun. 

Hätte ich auf 3 meiner Laufradsätze probiert und ab einem gewissen Montageaufwand macht das für mich ganz persönlich keinen Sinn mehr, v.a. dann wenn ich damit rechnen muss unterwegs keinen Schlauch mehr einziehen zu können weil ich den Reifen nicht runter oder dann wieder rauf bekomme. Auf dem platten Reifen rolle ich dann immer noch lieber mit einem Schlauchreifen nach Hause obwohl ich mir fast sicher bin dass der Challenge auch Tbl ohne Luft nicht von der Felge springen würde.

 

Bei einem Reifendruck um die 22 PSI fahre ich dann doch lieber den Challenge Tubular. Der geht auf meine Felgen auch richtig easy zu montieren.

 

 

Bearbeitet von 6.8_NoGravel

um ein CX ergänzt
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vor 20 Minuten schrieb Gipfelstürmer:

@kapi hattest den GravelGrinder aber in einer breiteren Dimension oder? weil da hab ich einen 36er und der geht auch deutlich besser drauf.

Einen 42iger GravelGrinder habe ich mal auf eine Hookless Zipp montiert, das ist keine Herausforderung mehr. 

Ob es bei einer Felge mit Hook anders gewesen wäre kann ich nicht sagen.

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vor 41 Minuten schrieb Gipfelstürmer:

@kapi hattest den GravelGrinder aber in einer breiteren Dimension oder? weil da hab ich einen 36er und der geht auch deutlich besser drauf.

Ja, genau ein 36er, aber Challenge eilt ja der Ruf voraus auch im 33+ (Gravelsegment) nicht, bzw sehr schwer montierbar zu sein und unter starken Schwankungen zu leiden (siehe hier die vulkanisierte Variante) 

https://granfondo-cycling.com/de/der-beste-gravel-reifen/3/

 

Ich zweifle übrigens daran, dass die hier vorgestellte Konfiguration für den Crosser optimal ist, der Schwachpunkt des (empfindlichen) Felgenhorns bleibt ja, auch wenn es der Reifen aushält hätte ich Angst um die Felge. Natürlich sind mir die Nachteile von Tubular bewusst, aber da halte ich die erwähnte Variante mit TL+Tire-Inserts für die bessere Alternative.

 

Zu Milkit:

Ich verwende die Spritzen gerne (zum Befüllen und Absaugen bei montiertem Reifen), allerdings verwende ich keine Milkit Ventile (mehr), Probleme ohne Ende (verklebt, keine Druckmessung möglich, kaputt,...). Jetzt verwende ich Ventile wo die Spritze durchpasst (DT Swiss), die "Rückschlagmembran" ist aus meiner Sicht verzichtbar.

 

edit: wenn man auf die Milkit Ventile verzichtet, schafft es auch eine Dumpfbacke (wie ich), ohne ein Deckengemälde die Dichtmilch zu tauschen 😔

Bearbeitet von kapi
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Absaugen bei montiertem Reifen gestaltet sich bei den Challenge Reifen ohne Milkit Ventil insofern schwierig da der Reifen ohne Luft sofort wieder in seinen "Bandförmigen" Ausgangszustand zurückkehrt und dadurch ensteht am tiefesten Punkt des Laufrads kein "Sealantsee". Da helfen die Milkit Ventile da somit etwas "Restdruck" im Reifen verbleiben kann. 

Wie die Felge die anstehenden Durchschläge verkraftet wird sich zeigen.

 

Ein anderes Online Medium ist schlussendlich die Challenge Cx Reifen auch mit Insert gefahren, wie man das da rein bekommt ist mir aber noch ein Rätsel.

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vor 12 Minuten schrieb Gipfelstürmer:

Absaugen bei montiertem Reifen gestaltet sich bei den Challenge Reifen ohne Milkit Ventil insofern schwierig da der Reifen ohne Luft sofort wieder in seinen "Bandförmigen" Ausgangszustand zurückkehrt und dadurch ensteht am tiefesten Punkt des Laufrads kein "Sealantsee". Da helfen die Milkit Ventile da somit etwas "Restdruck" im Reifen verbleiben kann. 

Wie die Felge die anstehenden Durchschläge verkraftet wird sich zeigen.

....

Das Problem hatte ich bislang nicht, bei Reifen die schon einige Zeit in Nutzung waren, auch nicht bei Challenge.

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Bei mir war die Montage auf einer Notubes Ironcross Felge der blanke Horror. Ich hatte aber auch nicht diese Zange zur Verfügung...

 

Edith sagt: So wahnsinnig streng, wei die Reifen auf der Felge sitzen, hab ich vor burping wirklich keine Angst.

Bearbeitet von bastl
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Wer im Ö Cyclocross Cup unterwegs ist, der wird irgendwann schon mal von einem ÖRV Funktionär die Reifenlehre auf den Vorderreifen gedrückt bekommen haben. Wenn der Reifen nominal 33 mm breit ist, geht der locker durch die Kontrolle solange man die üblichen Drücke verwendet. Die im Artikel genannten 33,4 mm sind daher kein Problem.

 

Ich fahre in dem Cup mit zwei LR-Sätzen:

1. Einen aufgeklebten Challenge Limus auf einer Zipp 30 Course Alu für die Gatschpartie. Supergrip aber im Trockenem zäh. Je nach Belag 15 bis 20 PSI.

2. Einen Vittoria Terreno Dry (31 mm) TLR auf einer DTSwiss CR 1400. Der hat bei den im Frühherbst meist trockenen Strecken positiv überrascht. Kurvengrip ausreichend, pfeilschnell. 20 bis 30 PSI.

 

Die Auswahl der richtigen Kombination aus Reifen und Druck abgestimmt auf Gelände und Witterung gerät jedesmal zur Wissenschaft mit hohem Diskussionsbedarf unter den (immer gleichen) anwesenden Startern. Dazu kommt dann noch 50% Fahrtechnik.

 

Ich kann die Rennserie, die oft auch einen eigenen Start für Hobbyfahrer (ohne Reifenlimit) mit MTB ermöglicht, nur allen ans Herz legen, die gerne im Herbst eine Stunden Vollgas mit Freunden um die Wette fahren wollen. An alle MTBler, die meinen die Kurse wären doch alle S0 und darunter, mögen das bitte mal auf Tempo mit rutschendem Vorderrad probieren. Hoher Spaßfaktor!

 

Bearbeitet von Wolfgang Steinbach
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@ Wolfgang Steinbach

 

Ist wirklich jedem zu empfehlen - aber in früheren Zeiten waren die epischen Veranstaltungen mit weniger Professionalität und mehr Authentizität.

 

Egal ob der RC-Schnecke WIntercup oder die Veranstaltungen der 2RC - wer da nicht dabei war, hat einiges versäumt. Einige Beispiele gefällig:

 

http://old.2radchaoten.com/impressionen-duke-im-park-ber2166.html

http://old.2radchaoten.com/flashback-2007-route-666-vol.3-ber3281.html

http://old.2radchaoten.com/impressionen-2006-ber2354.html

 

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@Wolfgang Steinbach und @NoWin

Definitiv!

 

On-Topic:

Habe heuer auch Limus H-TLR aufgezogen und hier schon diskutiert: 

 

 

Ist wirklich ein sehr guter Reifen, da ich aber keine Rennen mehr fahre, etwas overkill für mich. Das erstmalige Aufziehen ist zwar mühsam, kann man aber schon machen. Wirklich problematisch sehe ich, dass man im Defektfall in der Pampa definitiv keinen Schlauch rein bekommt.

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Kurzes Zwischendurch Update:

 

Das erste Rennen (ÖRV Cyclocross Cup Wels Wimpasing) mit den Challenge HTLR Reifen liegt hinter mir. Die Strecke war absolut CX würdig, tiefer weicher Boden, wie gemacht für den Limus.

An Grip mangelte es mir definitiv nicht und ich konnte mich Platz für Platz vom 63 Startplatz auf den 12. Rang durchwühlen. Leider haben die Reifen den Startdruck von 1,8 bar nicht mal ansatzweise gehalten.

Ab Rennmitte bin ich bei jedem Aufspringen und bei jeder Bodenwelle durchgeschlagen. Eigentlich ein wunder das die DT-Swiss Felgen keine Dellen davongetragen haben. Tags zuvor bei einer langen Grundlageneinheit hat bereits einer der beiden Chicane seinen Luftdruck innerhalb von 3 Stunden von 3 auf 0,5 bar reduziert…

 

Stand jetzt gibt’s von mir leider keine Empfehlung.

 

IMG_20221120_221216.thumb.jpg.3ab1ffdaa902bf71b34b8e86dc765e9d.jpg  

IMG_20221120_221310.thumb.jpg.15544de100f3bd8c3899f3ca6caf12cb.jpg

 

Nächstes Wochenende geht’s in Böheimkirchen weiter!

Bearbeitet von Gipfelstürmer
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vor 2 Stunden schrieb Gipfelstürmer:

Leider haben die Reifen den Startdruck von 1,8 bar nicht mal ansatzweise gehalten.

Das bestätigt leider einen Eindruck der sich durch einige Berichte dieser Reifen + Tubeless zieht.

Wie stark nässen sie durch die Seitenwand? Das ist ja auch eines der gängigeren Probs mit den Reifen über die häufig berichtet wird.

 

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vor 16 Minuten schrieb 6.8_NoGravel:

Das bestätigt leider einen Eindruck der sich durch einige Berichte dieser Reifen + Tubeless zieht.

Wie stark nässen sie durch die Seitenwand? Das ist ja auch eines der gängigeren Probs mit den Reifen über die häufig berichtet wird.

 

Die Seitenwand an sich nässt nicht wie man es gerade von älteren Reifen kenn jedoch, lässt sich am Übergang Felge/Reifen immer etwas Milch entlocken wenn man etwas fester mit dem Daumen drückt, auch ein gut hörbares "plopp", bzw. "locken" im Felgehorn wie z.B. bei michelin vermisse ich.

Bearbeitet von Gipfelstürmer
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Am 21.11.2022 um 09:37 schrieb Gipfelstürmer:

Kurzes Zwischendurch Update:

 

Das erste Rennen (ÖRV Cyclocross Cup Wels Wimpasing) mit den Challenge HTLR Reifen liegt hinter mir. Die Strecke war absolut CX würdig, tiefer weicher Boden, wie gemacht für den Limus.

An Grip mangelte es mir definitiv nicht und ich konnte mich Platz für Platz vom 63 Startplatz auf den 12. Rang durchwühlen. Leider haben die Reifen den Startdruck von 1,8 bar nicht mal ansatzweise gehalten.

Ab Rennmitte bin ich bei jedem Aufspringen und bei jeder Bodenwelle durchgeschlagen. Eigentlich ein wunder das die DT-Swiss Felgen keine Dellen davongetragen haben. Tags zuvor bei einer langen Grundlageneinheit hat bereits einer der beiden Chicane seinen Luftdruck innerhalb von 3 Stunden von 3 auf 0,5 bar reduziert…

 

Stand jetzt gibt’s von mir leider keine Empfehlung.

 

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Nächstes Wochenende geht’s in Böheimkirchen weiter!

Darum bin ich in Wels den Limus Open Tubular mit Latexschlauch v 20psi (1,4bar) h 22psi (1,5bar) gefahren.

 

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