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Bikeurlaub in Österreich

Bikeurlaub in Österreich

12.05.20 10:03 13.850Text: Luke BiketalkerFotos: Erwin HaidenJa, in dieser Urlaubssaison dürfte es um exotische Reiseziele schlecht bestellt sein. Doch warum in die Ferne schwenken, liegt das Gute doch so nah?12.05.20 10:03 13.878

Bikeurlaub in Österreich

12.05.20 10:03 13.87833 Kommentare Luke Biketalker Erwin HaidenJa, in dieser Urlaubssaison dürfte es um exotische Reiseziele schlecht bestellt sein. Doch warum in die Ferne schwenken, liegt das Gute doch so nah?12.05.20 10:03 13.878

Neulich hatte ich ein amüsant-schockierendes Telefonat mit einem alten Freund aus Wiener Studienzeiten. Südafrika, sämtliche surfbaren Inseln Indonesiens, Australien, Südamerika, Portugal, die Kanaren, Marokko ... hat der umtriebige Niederösterreicher über die Jahre zigfach besucht; Covid-19 bringt und brachte ihn 2020 um drei weitere exotische Reiseziele. Dankend nahm er meine Einladung an, doch vorerst mal ein paar Tage zu uns in die Steiermark zu kommen - Biken, Wandern, Badeteich und Grillerei. Ungläubig dann meine Reaktion auf seine Frage, ob wir uns nicht statt zu Hause in den Bergen in meiner Wohnung in Graz treffen könnten. Graz hatte der gute Mann nämlich in seinen 34 Lebensjahren noch nie besucht …

Fernweh schön und gut. Doch, und das durften wir auf zahlreichen Reisen quer durch die erweiterte Heimat schon vielfach erfahren, kann man besagtes Fernweh auch innerhalb Österreichs stillen. Zwischen Weinreben und einsamen Alpengipfeln, zwischen weiten Tälern und endlosen Weiten, wilden Flüssen, warmen Badeseen und eiskalten Gletscherbächen versteckt sich direkt vor unserer Haustür eine Dichte an Juwelen, die nur darauf wartet, entdeckt zu werden. Mit all den abzusehenden Einschränkungen, welche die aktuelle Lage international mit sich bringt und noch bringen wird, sind der kommende Sommer und Herbst wohl die beste Zeit, um fernab globaler Träume „lokale“ Lieblingsplätze aufzuspüren. Möglichkeiten, das dürfen wir euch versichern, haben wir in unseren Landen zur Genüge.

Klar, eine gewisse Unsicherheit ob einer zweiten Covid-Welle samt erneuten Einschränkungen schwirrt mit. Doch blicken wir optimistisch in die nahe Zukunft: Hoteliers und Seilbahnen dürfen, so die aktuell nur mündliche Zusage der Regierung, mit 29. Mai unter Auflagen wieder ihren Betrieb aufnehmen, die Gastronomie bereits mit 15. Mai. Aus Saalbach erreichte uns eine Presseaussendung, wonach der Sommerbetrieb inklusive sämtlicher Aufstiegshilfen am 11. Juni startet, Nauders startet am 30. Mai wieder durch. Aus Kärnten heißt es etwa: „Ab 29. Mai öffnen sowohl die Beherbergungsbetriebe als auch andere touristische Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten unter noch zu definierenden Auflagen. Die genaue Regelung für Freibäder, die ebenfalls Ende Mai ihre Tore öffnen sollen, werden noch erarbeitet.“ Klar, Großveranstaltungen und Openings wird es keine geben. Aber Radfahren, draußen in der Natur, das wird überall einschränkungsfrei möglich sein. Findige Hoteliers - wie etwa in unserer Story hier - werden auch mit 1-Meter Regel, Maskenpflicht und Desinfektionsmittel ein standesgemäßes Urlaubserlebnis aus dem Ärmel schütteln. Frühstück aufs Zimmer oder die Terrasse serviert, Abendessen im intimen Rahmen, den das Social-Distancing automatisch als positiven Nebeneffekt mit sich bringt. Geführte Touren dürften wohl persönlich wie noch nie werden. Und mit flexiblen und vor allem rücksichtsvollen Stornobedingungen werden viele Betriebe ihren Gästen die Angst vor Unsicherheiten wie erneuten Schließungen und sonstigen Nachwehen der Pandemie nehmen.

Einige echte Schmankerl aus unseren jahrelangen Reisen durchs Land - ob nun mit Rennrad, Mountainbike oder E-Bike, frisch verliebt, mit Freunden oder samt Kind und Kegel - haben wir euch hier in einer kleinen Übersicht zusammengetragen. Vielleicht findet sich ja die eine oder andere Urlaubsinspiration fürs verlängerte Wochenende oder die zweiwöchige Erholungsreise.

Innsbruck

Hauptstadt der Alpen, Straßen-WM-Austragungsort 2018, Crankworx-Location, (berg)sportlich pulsierende Metropole mit Aussicht. Innsbruck ist ein wahrer Magnet für Bergfreunde und Naturliebhaber. Direkt vor den wortwörtlichen Toren der Stadt erhebt sich die Nordkette samt legendärem Downhill, gegenüber locken die Trails droben in Mutters und dahinter verstecken sich die von Vertrider und Freeride-Legende Christian "Picco" Piccolruaz geschaufelten Geheimtipps im Stubaital. Ötztal und Brenner sind ebenfalls nicht weit entfernt und eröffnen mit dem Rennrad unzählige Möglichkeiten für wahre Pass-Orgien samt Kühtai und anderen geschichtsträchtigen Anstiegen. Deutlich gemächlicher lässt es sich Kilometer sammeln, verbleibt man in den Weiten des Inntals und seiner vielen kleinen Hochplateaus. Wem der Sinn danach steht, der kann sich ausgehend vom Wahrzeichen, dem Goldenen Dachl, auch auf WM-Spurensuche begeben und sich wie Alejandro Valverde, Romain Bardet und Michael Woods durch die ungnädig steile Höttinger Höll quälen. Alles stets mit den Vorzügen einer lebendigen Stadt im Hintergrund. Küche und Gastronomie für jedweden Gusto (das nepalesische Restaurant Himal nahe dem Innsbrucker Hofgarten ist übrigens eine echte Empfehlung), dazu eine Vielfalt an Unterkünften, Ausflugsmöglichkeiten abseits des Sattels und in ihren Portionen großzügige Eissalons machen Innsbruck auch für Familien zum interessanten Ziel.

Ischgl

Auch im Paznaun nimmt das Leben wieder seinen Lauf, und spätestens, wenn am 3. Juli die Bergbahnen den Transport hoch hinauf zu alpinen Hängen und putzigen Murmeltieren aufnehmen, kehrt auch in und um Ischgl endgültig der Sommer ein. Ein Sommer, der sich entgegen dem emsigen Winter von seiner sanften, beschaulichen Seite zeigt und in der Regel - das mag angesichts der mächtigen Wintersport-Dominanz vielleicht überraschen - abseits der Massen. Egal, ob Marathon-Fully, XC-Hardtail, Enduro oder E-Bike: Von wiederentdeckten Schmugglerpfaden weit über der Baumgrenze über gut zugänglichen Forststraßen bis zu küchentechnisch lohnenswerten Tageszielen zeigt das Paznaun viele Facetten. Teilnehmer des traditionellen Ischgl Ironbike können besagte Vielfalt sicherlich bezeugen. Und wenn man schon mal vor Ort ist, sollte man doch unbedingt auch ein paar Höhenmeter auf Asphalt im Kauf nehmen und am Talschluss über die Silvretta Hochalpenstraße zur Bielerhöhe klettern. Hier verschwand einst unter dem fernen Blick des Piz Buin das untere Ochsental im einnehmenden Silvretta-Stausee. Genächtigt werden kann, wie man es beim klingenden Namen Ischgl erwarten würde, ausgesprochen nobel - zum sommerlich attraktiven Spezialpreis. Doch die Nobless ist keinesfalls Zwang. Es gibt auch einfachere Quartiere im Ort, und selbst Campingmöglichkeiten finden sich im Tal.

Kitzbüheler Alpen/Brixental

Bewaldete Hügel verschwimmen im Panorama der sanft anmutenden Grasberge der Kitzbühler Alpen. Saftige Almen reichen dunklen Wäldern die Hand, in der Ferne blitzt nach und nach die Bergwelt der Hohen Tauern hervor, dazu lässt der Blick hinüber zum Wilden Kaiser oder aufs Kitzbühler Horn sehnsüchtig innehalten ...
Die gemütlichen Almhütten und Trails rund um das Brixental haben ihren ganz eigenen Charme. Vermutlich ist es gar nicht der technische Anspruch der Trails dort zwischen Kirchberg, Brixen und Westendorf, der uns immer wieder freudig in die Gegend reisen lässt. Mit etwas Geschick stellt sich dort schließlich sogar am Hardtail alsbald Spaß ein. Nein, was den Charme der Gegend im Tiroler Unterland ausmacht, ist wohl vielmehr ihre Vielschichtigkeit: Wurzeln, Stock und Stein, flüssige Anlieger und Wellen verteilen sich auf fünf offiziell freigegebene und teils sehr lange Trails - gut ausgeschildert, stets gepflegt und ohne Furcht vor Jägerschaft und Forstaufsicht im Nacken. Wenn gewünscht, erleichtern Gondeln den Aufstieg; mitunter führen Verbindungsetappen oder lohnende Umwege über herrliche einsame Alpenpanoramen zu feinster Kulinarik. Das durch den legendären KitzAlpBike bekannt gewordene Netz an Forststraßen und Pfaden - Aushängeschild Fleckalmtrail inklusive - ist auch für mehrtägige Ausflüge bzw. Touren gut nutzbar. Wer gerne mit leichtem Gepäck reist und dennoch luxuriös lebt, der sollte dem KAT-Bike eine Chance geben …

Klopeiner See Südkärnten

Mit dem stets wohltemperierten Klopeiner See im Herzen und der Petzen vor der Nase, hat Südkärnten jedem etwas zu bieten. Mountainbiker können sich auf zahlreichen Trails - mal gut versteckt rund um den See oder bis tief hinein ins benachbarte Slowenien, mal höchst offiziell ausgeschildert und mit Liftunterstützung auf der Petzen - austoben. Nicht ganz grundlos macht seit geraumer Zeit auch die EWS in der Region Station. Wer glatten Asphalt Wurzeln und Schotter vorzieht, wird ebenfalls nicht enttäuscht. Von den südlichen Ausläufern der sanften Bergrücken von Koralm und Saualpe über die weiten Ebenen des Jauntals bis zu den schrofferen Hängen von Karawanken und Steiner Alpen, wobei letztere bereits vollständig auf slowenischem Territorium liegen, reicht das Rennradrevier. Dazwischen fließt, grün und behäbig, die Drau und, deutlich behänder, manch weiteres, kühles Nass. Und es reiht sich See an See, manche so klein, dass sie kaum Namen tragen, manche so warm, dass man auch während eines hartnäckigen Italien-Tiefs getrost hineinspringen kann. Tatsächlich gilt der Klopeiner See als der wärmste Badesee Europas. Regelmäßig sprengt er bereits im Mai die 20-Grad-Marke und erreicht zur Hochsaison fast 30°C. Daher: auch ein klarer Familientipp!

Mürztal

Direkt hinterm Semmering, zwischen den Kuppen und Rücken der Fischbacher Alpen einerseits und den Gräben und Hochflächen der Schneealpe andererseits, versteckt sich zwar kein Singletrailparadis. Sehr wohl wartet dort allerdings ein wachsendes Netz an Forststraßen. Ganz oldschool werden hier noch Höhenmeter geschrubbt, entweder mit dem Hardtail oder neuerdings auch vermehrt mit E-Bikes beziehungsweise, je nach Route, auch mit dem Gravelbike. Stete Begleiter: Dichte Wälder, weite Hochplateaus und tiefe Blicke in Land und Bergwelt. Das 2018 eröffnete Streckennetz umfasst 18 auf Forststraßen und Radwegen geführte Touren mit einer Gesamtlänge von rund 280 Kilometern und 13.000 Höhenmetern – steter Ausbau geplant. Acht Gemeinden und vier Tourismusverbände sind mit im Boot. Teils Stichrouten, teils Rundkurse, richtet sich das Angebot nebst den sogenannten Genussbikern - man könnte sie auch klassisch Tourenfahrer nennen - ganz klar auch an E-Biker. Und darum ist auch das Stromkabel ein wesentlicher Bestandteil des Regionslogos. 27 eigens installierte Bike Energy-Ladestationen finden sich entlang der markierten Routen.

Nauders

Wer unter Mountainbiken viel Panorama und noch weitaus mehr Wurzeln, Steine und Waldboden versteht, der findet in Nauders und rund um den Reschensee sein persönliches Eldorado. Als an Verbote gewohnter Österreicher wähnt man sich hier beinahe permanent in der Illegalität. Doch weit gefehlt! Auf den Enduro-Trails im Grenzgebiet zu Italien und der Schweiz darf man das schlechte Gewissen getrost zu Hause lassen.Was aussieht und Spaß macht wie ein für Biker verbotener Wanderpfad, ist hier höchst offiziell und perfekt als 3-Länder Endurotrails ausgeschildert. Bergkastel- und Mutzkopf-Bahn unterstützen dabei auf Wunsch im Uphill. Und ab dieser Saison bekommen auch Einsteiger eine neue Variante spendiert. Mit dem 8er Sessellift geht es bequem zum Start des Zirmtrails auf 2.500 m Seehöhe, und von dort am S0 Pfad den ersten Trailerfahrungen entgegen. Das Angebot für E-Biker wurde für diesen Sommer ebenfalls ausgebaut. Dass die Küche in einer Region mit derart vielfältigen Einflüssen vorzüglich ist, sei hier der hedonistischen Vollständigkeit halber auch noch angemerkt …

Hier übrigens noch ein kleiner Hinweis bezüglich der Liftöffnungszeiten 2020:
  • Pfingsten Sa. 30.05. - Mo. 01.06. Mutzkopf und Bergkastelbahn
  • Wochenende Sa. 06. - So. 07.06 Mutzkopf und Bergkastelbahn
  • Fronleichnam Do 11.06. - So.14.6. Mutzkopf und Bergkastelbahn
  • Wochenende Sa. 20.06 - So. 21.06. Mutzkopf und Bergkastelbahn
  • ab Samstag 27.06. (durchgehend ) Mutzkopf und Bergkastelbahn sowie Zirmbahn jeweils von Donnerstag bis Sonntag

Niederösterreich

Einsamkeit und Weite, verbunden durch ein dichtes Netz an Güterwegen, kleinen Pfaden und breiten Forststraßen. Wald- und Weinviertel werden in der Radszene viel zu oft sträflich stiefmütterlich behandelt. Dabei wissen Insider durchaus um den gelungenen Mix aus endlosen Tourenmöglichkeiten, gutem Wein und uriger Gastronomie. Das obere Waldviertel bis hinauf nach Südböhmen spricht auch Mountainbiker im Tourenmodus an - ob in diesem Jahr die grenzüberschreitenden Routen nach Tschechien möglich sein werden, gilt es noch abzuwarten. Doch keine Sorge, auch innerhalb der Grenzen gibt es hier genügend zu entdecken. Und besagtes „Entdecken“ ist auch das Stichwort der stetig wachsenden Gravel-Gemeinde. Deren inoffiziell heimisches Mekka hört auf den Namen „Gravelhalla“ und lässt sich wohl am ehesten in der Anyroad-Region Kamptal lokalisieren. Zwischen den Flusslandschaften des Kamps, den bewaldeten Westhänge des Manhartsberges und den gebietsprägenden Weingärten finden Erkundungswillige einen naturbelassenen Spielplatz, der sich je nach Gusto bis weit über die Grenzen der Region ausweiten lässt. Schließlich ist es über die Donau bzw. ins tiefste Waldviertel auch nur ein Katzensprung …

Oberösterreich

Auch Oberösterreich hat Radfahrern einiges zu bieten. So lockt etwa das durch die Salzkammergut-Trophy zu Ruhm gelangte Salzkammergut nicht nur mit einem MTB-Marathon, dessen höllisches Motto leicht masochistisch angehaucht klingt. Vielmehr bietet das umfangreiche Netz an Straßen und Wegen auch bergtauglichen Anhängern der wachsenden Gravel-Gemeinde eine würdige Bühne rund um den Hallstättersee. Eine Gegend, die ebenso Touren- und E-Bikern ein abwechslungsreiches Zuhause bietet. Durch das Reichraminger Hintergebirge führte bis vor ein paar Jahren auch ein MTB-Marathon. Dessen Kurs war technisch nie anspruchsvoll, aber konditionell fordernd. Gleiches gilt für die Trans Nationalpark, deren Forststraßen-Route nun durch die wald- und wasserreiche Naturlandschaft führt. Binnen 450 Kilometern und über 11.000 Höhenmetern erschließt diese Mehrtagestour gleich zwei Nationalparks: Kalkalpen und Gesäuse. Und dann wäre da noch das ebenfalls durch einen Marathon bekannt gewordene Granitland. Hügelauf, hügelab von Linz bis zur tschechischen Grenze erstreckt sich der Mühlviertler Bike-Spielplatz. Mit seiner jüngsten Erweiterung hat sich das Granitland heimlich, still und leise zu einer der größten Mountainbike-Regionen Europas gemausert. 950 knackige Kilometer warten auf Gäste mit Sinn für körperliche Ertüchtigung, Natur und Kultur. Donaublicke, hügelige Einsamkeit und selbstgebrautes Bier inklusive.

Osttirol

Beinahe mythisch hallt es durch den Hinterkopf aller Bergsportbegeisterten, wenn der Ortsname "Lienz" fällt. Denn rund um Osttirols malerisches Zentrum ragt längst nicht nur der mächtige Großglockner aus dem Alpenhauptkamm. Die Hauptstadt ist auch das Tor zum Nationalpark Hohe Tauern, dem größten Nationalpark Mitteleuropas. Stolze 300 Berggipfel überragen dort die magische 3.000er Grenze und sorgen für eine stets anhaltende hochalpine Präsenz rundum. Weite Gletscherfelder, tiefgrüne Bergseen und tosende Gletscherbäche mit imposanten Wasserfällen laden zur Entdeckungsreise.
Vielfach dringen offizielle Touren bis tief in die entlegenen Juwelen vor - wie geschaffen auch für alle Höhenmeterschrubber. Hier kann etwa auch das Defereggental und die bis auf das Jahr 1212 zurückgehende Jagdhausalm punkten. Wer sich lieber bergab denn bergauf vergnügt, der kommt z.B. in Kals, dort, wo auch der legendäre Bergsteigerfriedhof liegt, auf seine Kosten. Demütig im Schatten des Großglockners gelegen, wartet dort ein gelungener Mix aus Gondel, angelegten Anliegern und herrlich natürlichen Trail-Tiefenmetern. Noch größer ist die Auswahl an Trails direkt in der Stadt Lienz. Der dortige Bikepark weiß mit Pumptrack, Naturtrails und flowigen Varianten inklusive Sprüngen ebenfalls jedweden Gusto zu bedienen. Und das Schönste im beinahe schon mediterran anmutenden Süden: Den Massentourismus scheint man hier dankenswerterweise verschlafen zu haben.

Salzburgerland

So groß wie die Region, so vielfältig gestaltet sich auch das Angebot im Salzburgerland. Zentrales Thema ist ganz eindeutig das Wasser, dazu die omnipräsenten Berge. Mit je nach Gusto wilden Bächen und imposanten Alpengipfeln oder malerischen Seen und fast schon sanft anmutenden Hügeln, findet hier jede Spielart unseres geliebten Radsports ihre Bühne. Mountainbiketechnisch sicherlich eines der bekanntesten Kinder der Region sind der Regionsverband Saalbach Hinterglemm, Saalfelden und Leogang mit ihren zig Trail- und Bikepark-Kilometern. 2020 schließt sich ebendort übrigens auch noch Fieberbrunn mit seinen Pfaden an. Doch auch rund um den mächtigen Hochkönig, hoch droben in den entlegenen Winkeln des Großarltals oder im Gasteinertal finden Tourenbiker mit und ohne Rückenwind am Unterrohr ihr Glück. Wem der Sinn nach geschichtsträchtigen Gipfeln im Panorama steht, dem seien das am Rande des Nationalpark Hohe Tauern gelegene Saalachtal oder der Tennengau am Fuße des Dachstein empfohlen. Und dann wäre da noch der badefreundliche Fuschlsee mit dem angrenzenden Salzburger Seenland und oberösterreichischen Salzkammergut. Hier kommen Rennradfahrer und Triathleten auf ihre Kosten und Kilometer.

Sölden

Als zentraler Ort im Ötztal und Ausgangspunkt für den mehr als nur selektiven Ötztaler Radmarathon wuchs Sölden über die Jahre mehrfach über sich selbst hinaus. Nicht nur, was den Ansturm auf das Rennradhighlight der Kletterfans, sondern vor allem auch den Ausbau der Mountainbike-Möglichkeiten betrifft. Ob gemütlich in der Gondel, aus eigener Muskelkraft im Sattel oder im kräftesparenden Mix: das Angebot der erschlossenen Abfahrten im Tal ist gewaltig. Mal wähnt man sich auf alpinen Wanderpfaden, mal schießt man wie die sprichwörtliche Murmel durch die Murmelbahn oder dreht noch eine Runde am Pumptrack. Das Angebot der selbst ausgerufenen Bike Republic reicht von zwölf geshapten Lines mit Liftzugang über klassische MTB-Touren inkl. Enduro-Strecken bis hin zu einsamen Naturtrails und schweißtreibenden Hike & Bike Routen. Und mit dem Rennrad? Nun ja, schicksalsträchtige Namen wie Timmelsjoch, Kühtai, Tiefenbach- und Rettenbach-Gletscher sprechen wohl für sich …


heileweltgetue.

 

eine handvoll ghettos,

hier die flächendeckende realität:

 

1934208-kmw5fwtuk2vr-04122-large.jpg

 

jeden tag das gelaber mit "mach doch urlaub in österreich,..." von unserer bauernministerin kann ich nimmer hören.

 

i nimm fünf wochen urlaub, wenn ich reinkomm, verbring ich 3 davon in italien und 2 dann in heimquarantäne.

immer nu besser als als biker in nordkorea urlaub zu machen.

tschuligung, ich mag net forststraßenkreisfahren (dann geh ich gleich rennradlpledern, wo wirklich was weitergeht) und steh auch net so auf babypopschiautobahnen und neumodische reingerissene arschfalten im wald im angesicht von liftanlagen. und den rest des erlaubten kannst auf zwei händ abzählen.

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Nun zu etwas ganz Anderem:

Zur Stärkung einer der schönsten Gegenden im Lande:

Besuchen sie das Waldviertel, solange es noch steht😊

 

 

http://www.gravelbiking.at

 

Oder auch:

https://www.waldviertel.at/mountainbike-strecken

 

Oder auch:

https://www.waldviertel.at/radfahren/o-biken-am-waldviertler-granittrail

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Ich glaub dem granittrail hat schon mal wer die gravelbiketauglichkeit abgesprochen. Wie schauts sonst so aus? Als hardtail steht mir nur das fatbike sonst zur verfügung ;)

Den besi und seine gegend tät ich ja heuer gern amal besuchen, dann käme das waldviertel (und sicher auch das mühlviertel) auch gelegen

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Besuchen sie das Waldviertel, solange es noch steht��

 

Ich habe in der Völuspá nachgeschlagen, wenn einst am Ende von Ragnaröck durch den Ausgleich von Ordnung und Chaos ein Gleichgewicht entsteht wird diese Welt Gravelhalla genannt und nach dem Ebendild des Waldviertels erschaffen.

 

Das aber nur so nebenbei, bis dahin muss man um das Original zu begraveln tatsächlich gegen Norden pilgern.

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Ganz ehrlich: Das seh ich nicht so. Wie am Fotocredit zu erkennen ist das ist auch keine lieblose Zusammenstellung von irgendeinem Bauernministerium oder zusammengewürfeltes Werbematerial von der Österreichwerbung, sondern der hart erarbeitete Bikeboard-Foto-Outcome unserer letzten paar Jahre.

 

Österreich bietet ein unpackbar breites Spektrum an Möglichkeiten vom Bikepark über Natur-Singletrails, einsamen Rennrad-Straßen, Gravelwegen, urigsten Käsereihütten fernab des Massentourismus, fancy Lifestyle-Almen mit Haubenküche, vom Campingplatz am Badesee bis zum Superior-Hotel... und das alles in einer Qualität + Preis/Leistung die sich echt nicht verstecken muss. Klar gibt's immer auch Ausnahmen und massig Verbesserungspotential aber das hast du in Kroatien/Ligurien/Trentino/Mallorca/LeGets/GranCanaria/Arizona/Whatever... auch ;) ...

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Den besi und seine gegend tät ich ja heuer gern amal besuchen

 

zwischen hier

https://bikeboard.at/Board/Rennradregion-Bad-Hall-Kremsmuenster-th213669

 

und hier

https://bikeboard.at/Board/Trans-Nationalpark-th233778

 

werden wir sicher was finden ;)

 

und wenn ihr es nach der tour gerne nett habt, dann gibt es z.B. das Hochhubergut (am Gipfel des RR-Slalomintervallrückens zwischen Steyr- und Ennstal) mit dem in Öberösterreich weltberühmten Freiluftbett.

https://www.griasdibauer.at/produzenten/urlaub-am-hochhubergut/

Bearbeitet von 6.8_NoGravel
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Ich glaub dem granittrail hat schon mal wer die gravelbiketauglichkeit abgesprochen. Wie schauts sonst so aus? Als hardtail steht mir nur das fatbike sonst zur verfügung ;)

Den besi und seine gegend tät ich ja heuer gern amal besuchen, dann käme das waldviertel (und sicher auch das mühlviertel) auch gelegen

 

 

wenn du den granittrail im waldviertel meinst, den bin ich fürs bb mal gefahren u das meiste geht mit dem gravelbike locker..das was eher nicht geht ist die dritte etappe, die man aber leicht auf kleinen wegerl umfahren kann

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heileweltgetue.

 

eine handvoll ghettos,

hier die flächendeckende realität

Wenn's um Urlaub geht, iss bei uns schon nicht schlecht. Dann fahr ich halt nach Nauders, Schladming, Kitzbühel, Saalbach, Sölden, Kärnten o.ä.

(wobei trailseitig halt tatsächlich oft nur was in Liftnähe geht, tourenmäßig etwas schwieriger)

 

Frustrierend finde ich eher die Situation am Abend nach der Arbeit bzw. am Wochenende daheim.

Aber die ist hier ja nicht das Thema.

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Wenn's um Urlaub geht, iss bei uns schon nicht schlecht. Dann fahr ich halt nach Nauders, Schladming, Kitzbühel, Saalbach, Sölden, Kärnten o.ä.

(wobei trailseitig halt tatsächlich oft nur was in Liftnähe geht, tourenmäßig etwas schwieriger)

 

Was fehlt an dem Beitrag ist, wann und unter welchen Bedingungen die Gebiete aussperren - oder hab ich das überlesen?

 

Sperrt z.B. der Reschenpass tatsächlich auf unter den gleichen Bedingungen wie im Vorjahr? Also Liftpass für die Lifte in Österreich UND Italien? Grenzkontrollen bei den Panzersperren und Quarantäne nach Haideralm-Abfahrt?

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wenn du den granittrail im waldviertel meinst, den bin ich fürs bb mal gefahren u das meiste geht mit dem gravelbike locker..das was eher nicht geht ist die dritte etappe, die man aber leicht auf kleinen wegerl umfahren kann

 

In eurem Bericht seid ihr die 3. Etappe nicht gefahren. Du beschreibst die Strecke ab dem Ende der 2. Etappe wie ihr runter ins Yspertal fährt, und direkt in die Wachau radelt.

Dabei geht die originale Route aber über Gutenbrunn runter ins Yspertal, und über den Ostrong nach Persenbeug.

Das Stück, das fahrbar kaum zu Bewältigen ist, ist eine Schiebepassage durch hohes Gras steil bergauf am Fuße des Ostrongs bei Altenmarkt ca.150hm/1km

(Durch die eingezeichnete rote Strichlierung entschärft):

Screenshot_20200512_200515_de.komoot.android.jpgScreenshot_20200512_201119.jpg

 

Der Rest ist auch mit dem Gravelbike zum Fahren. Nicht so scnnell wie mit dem MTB, aber dafür etwas langsamer. 😊 Auf den Forststraßen, auf denen sich der Granittrail großteils bewegt, brettert auch das Gravel mindestens voll dahin.

Meines Erachtens sind als Minimum 33er Reifen, und eine Übersetzung von 1:1 oder leichter in Betracht zu ziehen.

 

Ich fahr alles mit dem Gravelbike. Von Tschechien bis zur Donau, vom Mühlviertel bis zum unteren Kamptal. Weil ich kein Mtb mehr besitze. Natürlich wäre mit dem Mtb vieles bequemer, ...muss aber nicht sein 🤗 Ein Fully wäre purer Luxus.

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Ich habe in der Völuspá nachgeschlagen, wenn einst am Ende von Ragnaröck durch den Ausgleich von Ordnung und Chaos ein Gleichgewicht entsteht wird diese Welt Gravelhalla genannt und nach dem Ebendild des Waldviertels erschaffen.

 

Das aber nur so nebenbei, bis dahin muss man um das Original zu begraveln tatsächlich gegen Norden pilgern.

 

Dem ist nichts hinzuzufügen 😉

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In eurem Bericht seid ihr die 3. Etappe nicht gefahren. Du beschreibst die Strecke ab dem Ende der 2. Etappe wie ihr runter ins Yspertal fährt, und direkt in die Wachau radelt.

Dabei geht die originale Route aber über Gutenbrunn runter ins Yspertal, und über den Ostrong nach Persenbeug.

Das Stück, das fahrbar kaum zu Bewältigen ist, ist eine Schiebepassage durch hohes Gras steil bergauf am Fuße des Ostrongs bei Altenmarkt ca.150hm/1km

(Durch die eingezeichnete rote Strichlierung entschärft):

[ATTACH=CONFIG]210915[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]210916[/ATTACH]

 

Der Rest ist auch mit dem Gravelbike zum Fahren. Nicht so scnnell wie mit dem MTB, aber dafür etwas langsamer.  Auf den Forststraßen, auf denen sich der Granittrail großteils bewegt, brettert auch das Gravel mindestens voll dahin.

Meines Erachtens sind als Minimum 33er Reifen, und eine Übersetzung von 1:1 oder leichter in Betracht zu ziehen.

 

Ich fahr alles mit dem Gravelbike. Von Tschechien bis zur Donau, vom Mühlviertel bis zum unteren Kamptal. Weil ich kein Mtb mehr besitze. Natürlich wäre mit dem Mtb vieles bequemer, ...muss aber nicht sein 珞 Ein Fully wäre purer Luxus.

 

 

33er sind zuwenig - speziell weil man mit gepäck fährt. ich kenne die dritte etappe (wie die gesamte gegend) u ich finde, dass dieser abschnitt (ab altenmarkt) am wenigsten attraktiv ist..es gibt auch auf der zweiten abschnitte, die man mit einem gravel eher nicht fahren kann - beladen, aber das sind stücke die man auch zu fuss schnell hinter sich gebracht hat.

 

ansonsten sagte ich ja, dass der „trail“ wider gegenteiliger aussagen gut mit dem gravel zu fahren ist, oder hab ich was überlesen?

 

ps: die strecke haben wir damals vor allem abgeändert, weil wir bei kaiserwetter nicht in den zug steigen wollten...wir sind dann gleich heim mit dem bike

Bearbeitet von Reini Hörmann
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33er sind zuwenig - speziell weil man mit gepäck fährt. ich kenne die dritte etappe (wie die gesamte gegend) u ich finde, dass dieser abschnitt (ab altenmarkt) am wenigsten attraktiv ist..es gibt auch auf der zweiten abschnitte, die man mit einem gravel eher nicht fahren kann - beladen, aber das sind stücke die man auch zu fuss schnell hinter sich gebracht hat.

 

ansonsten sagte ich ja, dass der „trail“ wider gegenteiliger aussagen gut mit dem gravel zu fahren ist, oder hab ich was überlesen?

Ja stimmt schon, hast du eh so beschrieben.

 

Mit 7 Liter Satteltasche + Rahmentasche sehe ich keine starken Einschränkungen gegenüber einer Fahrt ohne Gepäck. Ob Mtb oder Gravel. Natürlich kommt es auch auf Fahrkönnen und Equipment an.

Den 3. Abschnitt legen die meisten ab Altenmark/Ysper erfahrungsgemäß auf der Bundesstraße nach Ybbs zurück!

Oft sind das Gruppen, die nicht so 100 prozentig durchtrainiert sind, und es am 3. Tag locker laufen lassen.

Mir persönlich taugt originale Abfahrt vom Ostrong runter nach Hofamt Priel schon sehr.

 

Für den Granittrail gibt es ein Package mit Gepäck Nachtransport von Start bis Ziel, das Einige in Anspruch nehmen.

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Ja stimmt schon, hast du eh so beschrieben.

 

Mit 7 Liter Satteltasche + Rahmentasche sehe ich keine starken Einschränkungen gegenüber einer Fahrt ohne Gepäck. Ob Mtb oder Gravel. Natürlich kommt es auch auf Fahrkönnen und Equipment an.

Den 3. Abschnitt legen die meisten ab Altenmark/Ysper erfahrungsgemäß auf der Bundesstraße nach Ybbs zurück!

Oft sind das Gruppen, die nicht so 100 prozentig durchtrainiert sind, und es am 3. Tag locker laufen lassen.

Mir persönlich taugt originale Abfahrt vom Ostrong runter nach Hofamt Priel schon sehr.

 

Für den Granittrail gibt es ein Package mit Gepäck Nachtransport von Start bis Ziel, das Einige in Anspruch nehmen.

 

ich bin technisch mittelklasse würde ich sagen...soweit ich mich erinnern kann, hatte ich auch noch gepäck von Tina in einem richtig schweren rucksack, von dem ich sogar einen bauchmuskel kater hatte :) mit wenig gepäck wirds auch der 33er tun - da hast du recht..aber mit 35/40 ist es wohl angenehmer.

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