RAAM: Philipp Kaider triumphiert erneut

RAAM: Philipp Kaider triumphiert erneut

26.06.26 07:39 1.220Text: PM, NoMan
Lisi Hager

nicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je

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Fotos: Joe Ambrosch
Ups, he did it again: Philipp Kaider aus Wolkersdorf hat das Race Across America, das härteste Radrennen der Welt, zum zweiten Mal in Folge gewonnen.26.06.26 07:39 1.339

RAAM: Philipp Kaider triumphiert erneut

26.06.26 07:39 1.33919 Kommentare PM, NoMan
Lisi Hager

nicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je

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Joe Ambrosch
Ups, he did it again: Philipp Kaider aus Wolkersdorf hat das Race Across America, das härteste Radrennen der Welt, zum zweiten Mal in Folge gewonnen.26.06.26 07:39 1.339

Für die knapp 5.000 Kilometer lange Strecke von der West- zur Ostküste der USA benötigte der Der 40-jährige Extremradsportler acht Tage, 18 Stunden und 58 Minuten. Damit unterbot er seine Vorjahreszeit um dreieinhalb Stunden, die unmittelbaren Verfolger, Team Jefferson und Michel Bucheli liegen rund einen bzw. 1,5 Tage zurück.

Auf seinem Weg durch 13 Bundesstaaten trotzte der Niederösterreicher, Intensivkrankenpfleger im Brotberuf, anfänglicher Hitze, landschaflticher Monotonie, dünner Höhenluft, zwischenzeitlichem Dauerregen, heftigem Gegenwind, tiefen Schlaglöchern, einstelligen Temperaturen und einer Reifenpanne. Neben den äußeren Bedingungen machten ihm auch extreme Müdigkeit und Übelkeit zu schaffen, dennoch siegte er überlegen und summierte die körperlichen Beschwerden – Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich sowie Probleme mit dem Sitzfleisch – unter „nichts Tragisches“.

 Das ist unglaublich verrückt, dass einem das zweimal passiert! 

Kaider im Ziel, noch fassungslos ob seiner gelungene Titelverteidigung

Der Schlüssel zum Erfolg: Das Team

Als entscheidenden Erfolgsfaktor hob Kaider sein elfköpfiges Betreuerteam hervor, das ihn mental aufbaute und motivierte, beispielsweise mit Witzen, Physiobehandlungen oder ausgewählten Musikstücken. Für den Athleten, der „nichts tun kann außer radfahren“, während die Crew den gesamten Rest zu erledigen habe, ist Ultracycling daher ein echter Mannschaftssport.
Und wie sehr die Teamarbeit im Kaider-Tross funktionierte, zeigten eindrücklich die letzten 500 Kilometer, auf denen der Titelverteidiger nochmal ordentlich andrückte.

Mit seinem erneuten Erfolg setzt Kaider die starke österreichische Tradition bei diesem Event fort: Seit der Premiere 1982 ging der Sieg bereits dreizehnmal nach Österreich – sechsmal davon an Rekordsieger Christoph Strasser. Nun gehört auch Kaider zum erlesenen Kreis der Mehrfachsieger.


Geschrieben
Ups, he did it again: Philipp Kaider aus Wolkersdorf hat das Race Across America, das härteste Radrennen der Welt, zum zweiten Mal in Folge gewonnen.



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Geschrieben

Gratulation! - Auch eine enorme mentale Leistung, das so durchzuziehen, obwohl es keine Konkurrenten gab.

 

Aufgrund der fehlenden Konkurrenz könnte er, wenn er selbst so lange dabei bleibt, auch den Rekord von Straps knacken, ohne jemals auf dessen Niveau gewesen zu sein.

Geschrieben
vor 29 Minuten schrieb 123mike123:

Gratulation! - Auch eine enorme mentale Leistung, das so durchzuziehen, obwohl es keine Konkurrenten gab.

 

Aufgrund der fehlenden Konkurrenz könnte er, wenn er selbst so lange dabei bleibt, auch den Rekord von Straps knacken, ohne jemals auf dessen Niveau gewesen zu sein.

die mentale Leistung is wirklich ein Wahnsinn. Könnte/möchte mir gar nicht vorstellen was da durchmachst in dem 9tägigen "Dauerrausch" mit kaum Schlaf.. Letztes Jahr das Video vom ich glaub Kaufmann Lukas wies ihn aufs Radl setzen und er wie in Trance in Zeitlupe davon radelt. Da musst einen brutalen Willen haben.

Zu Strassers Zeiten hab ich es noch mehr wahrgenommen, jetzt verfolg ich es, da kein Insta und co, eigentlich gar nicht mehr. 

Was mich interessieren würde, wie viel kostet der ganze Spass da eigentlich, kann man das grob schätzen? 100K mit allem drum und dran? 

 

Geschrieben
vor 27 Minuten schrieb noBrakes80:

die mentale Leistung is wirklich ein Wahnsinn. Könnte/möchte mir gar nicht vorstellen was da durchmachst in dem 9tägigen "Dauerrausch" mit kaum Schlaf.. Letztes Jahr das Video vom ich glaub Kaufmann Lukas wies ihn aufs Radl setzen und er wie in Trance in Zeitlupe davon radelt. Da musst einen brutalen Willen haben.

Zu Strassers Zeiten hab ich es noch mehr wahrgenommen, jetzt verfolg ich es, da kein Insta und co, eigentlich gar nicht mehr. 

Was mich interessieren würde, wie viel kostet der ganze Spass da eigentlich, kann man das grob schätzen? 100K mit allem drum und dran? 

 

Aus diversen podcasts: mit 30k schaffst es fast nicht mehr als Finisher. Kaider eher so im Bereich 80k.

 

Und die Kosten decken zwar Flüge, Hotels, Mietautos, Sprit, Essen und Trinken für das ganze Team ab, aber die nehmen sich alle ca. 2 Wochen Urlaub und kriegen keinen ct dafür.

 

Also RAAM ist schon etwas für Idealisten! ... aber nicht so idealistisch, dass man die CO2-Bilanz mitdenkt. 😉

 

Ein viel besseres Gewissen hat man da wohl, wenn man unsupported unterwegs ist.

Geschrieben

Keiner, der bei den Echten kokurrenzfähig ist, würde Ultradistanzen angehen ... maximal nach der Karriere. (Allein schon aus finanziellen Gründen.)

 

Beim Ultra landen jene, die nicht gut genug für die Echten sind, aber ein Talent für sehr lange Distanzen haben. Nicht zuletzt gibt´s beim Ultra auch kein Geld. Da können keine 10 Leute davon leben (und die auch nur, weil sie ein social media Talent haben oder extrem erfolgreif sind über 1-2 Dekaden wie Straps).

 

Aber ich kenne auch keine ehemaligen Echten, die ganz vorne dabei wären bei den Ultras. - Ist - wie hermes bereits geschrieben hat - ein anderer Sport.

 

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb hermes:

Das ist ein anderer Sport. Pogi würde das RAAM ohne spezielle (jahrelange) Vorbereitung auch nicht gewinnen.

Tut mir leid, aber das glaub ich absolut nicht. Es gibt gute Beispiele von ehemaligen "Echten" die nach ihrer normalen Straßenkarriere extrem gut waren und sind. Zb Bosoni, Gemperle (MTB), und letztes Jahr der Schwede beim Raam. Ich bin mit sicher dass zB Pogi das Raam nach Belieben dominieren würde, wenn er so wie bei seinen normalen Rennen Millionen dafür bekommen würde. 

 

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb hermes:

Das ist ein anderer Sport. Pogi würde das RAAM ohne spezielle (jahrelange) Vorbereitung auch nicht gewinnen.

Immerhin war unser erster RAAM Sieger auch ein ehemaliger Echter (auf nationaler Ebene).

Geschrieben (bearbeitet)

Gratulation an Philipp Kaider, eine unglaubliche (Willens-)Leistung!

 

Zur Diskussion über "die Echten": Mir fällt nur Laurens ten Dam ein, der gerade bei der Tour Divide unterwegs ist. Bei allem Respekt vor Bosoni und Gemperle - die waren natürlich sehr gut in ihren jungen Jahren, aber an die absolute Spitze (und über Jahre hinweg) haben sie es nicht geschafft (aus ver. Gründen). Und auch ein Pogi müsste (nach seiner Profi-Karriere) ein RAAM "wollen" und eine Leidenschaft dafür aufbringen/entwickeln, denn sonst sieht er dort nicht einmal das Ziel. Oder er stellt sich gar nicht an den Start. 

Bearbeitet von G-T
Geschrieben
Am 26.6.2026 um 09:04 schrieb noBrakes80:

 Könnte/möchte mir gar nicht vorstellen was da durchmachst in dem 9tägigen "Dauerrausch" mit kaum Schlaf.. 

Ich hab Mal was in die Richtung probiert.

Nach der 2ten Nacht weißt du eigentlich auf Anhieb gar nicht mehr wie lange du schon am Weg bist.

Es ist schon arg was ein Mensch mit Willenskraft aushalten kann

Geschrieben
vor 58 Minuten schrieb maxgutti:

Tut mir leid, aber das glaub ich absolut nicht. Es gibt gute Beispiele von ehemaligen "Echten" die nach ihrer normalen Straßenkarriere extrem gut waren und sind. Zb Bosoni, Gemperle (MTB), und letztes Jahr der Schwede beim Raam. Ich bin mit sicher dass zB Pogi das Raam nach Belieben dominieren würde, wenn er so wie bei seinen normalen Rennen Millionen dafür bekommen würde. 

 

Da geb ich dir schon recht, ich hab nur gemeint, dass er nicht jetzt einfach so mitfahren könnte. 600 am Tag musst mal schaffen. 1x geht wahrscheinlich, aber 8x hintereinander?

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb maxgutti:

Tut mir leid, aber das glaub ich absolut nicht. Es gibt gute Beispiele von ehemaligen "Echten" die nach ihrer normalen Straßenkarriere extrem gut waren und sind. Zb Bosoni, Gemperle (MTB), und letztes Jahr der Schwede beim Raam. Ich bin mit sicher dass zB Pogi das Raam nach Belieben dominieren würde, wenn er so wie bei seinen normalen Rennen Millionen dafür bekommen würde. 

 

So stark die beiden jetzt auf Ultradistanzen sind: keiner der beiden war auch nur irgendwo bei den Echten!

 

@Pogi: To finish first you have to finish first! ... Du musst das erst mal so lange aushalten im Sattel, quasi kein Schlaf, Sitzbeschwerden, Nackenbeschwerden, Knieschmerzen, die Hitze in der Wüste, danach in die Rockys, ... .

NEIN, das RAAM gewinnt nicht der beste Echte sondern der beste, der ins Ziel kommt!

Geschrieben

Wahnsinnsleistung von allen FinisherInnen, vor allem die Solos!

 

Wegen Echten usw., gerade zu den Anfängen in den 1980er Jahren war doch ein echter dabei. Siehe Sitzfleisch Podcast Folge vom 22.06.2026. Da wird aber auch grundsätzlich von 2 Sportarten (Straßenrennen und Ultradistanzrennen) gesprochen.