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nicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je
Shimano erweitert sein Gravel-Lineup. RX825 lautet das jüngste Kürzel der Begierde und bezeichnet, was spätestens seit dem Launch der mechanischen 12-fach GRX im September 2023 erwartet worden ist: eine elektronisch angelenkte GRX der neuesten, also zwölf- statt elffachen, Generation.Weil der Komponentenriese vordergründig die größten Nutzergruppen als erstes bedienen möchte und global gesehen der Bedarf an Zweifach-Kurbeln deutlich größer sei als jener an Einfach-Antrieben, gab Shimano hierbei vorerst der 2x12-Option den Vorrang, wie PR-Manager Jonathan Davis uns darlegte.„Nach der Zweifach-Version verlangen speziell Fahrer mit Straßen- bzw. Rennhintergrund. Weil die RX825 auf Technologien der bereits existierenden Straßen-Gruppen basiert und rennorientierter ist, war sie rascher zu entwickeln und leichter einzuführen. 1x wird zu einem späteren Zeitpunkt kommen.“
1x12 GRX Di2 wird später kommen
Ohnehin soll aber bereits die 2x12-fach GRX passende Übersetzungsoptionen für Gravel-Einsätze unterschiedlichster Art - von Freizeittouren über Rennen bis hin zu mehrtägigen Abenteuertrips - offerieren. Umfangreiche Möglichkeiten zur individuellen Konfiguration mittels Zusatzschalter und E-Tube App (u.a. Schaltintervalle im Multi-Shift-Modus, Zuweisung von Funktionen zu einzelnen Schalttasten, Parameter für Synchronized und Semi-Synchronized Shift) ergänzen das Paket.Die neue Di2-Gruppe mit Hyperglide+ Technologie für reibungslose Schaltvorgänge umfasst überarbeitete Dual Control Schalt-/Bremshebel für optimalen Komfort und Kontrollierbarkeit, ein Shadow RD+ Schaltwerk für sicheres Kettenmanagement, sowie einen Gravel-optimierten Umwerfer für präzise Wechsel vom großen aufs kleine Kettenblatt und umgekehrt.Oder anders formuliert: Man nehme die bereits existierenden Kurbeln, Kassetten und Bremsen der RX820 Reihe und kombiniere sie mit der neuen Di2-Hebelei samt passenden Satelliten-Schaltern, Umwerfer und Schaltwerk der GRX 825.
Wie beim mechanischen Pendant lässt sich die bevorzugte Übersetzung beispielsweise durch die Wahl der 820er-Kurbel mit 48/31 Zähnen oder der RX610 Variante mit 46/30 Zähnen sowie entweder einer 11-36- oder einer 11-34-Zähne-Kassette hinten realisieren. Als passende Laufräder empfiehlt Shimano die aktuellen Carbon-Modelle der WH-RX880 Serie mit 25 mm Maulweite und überarbeiteten Direct Engagement Freilaufnaben.
Bei der Stromversorgung von Schaltwerk und Umwerfer setzt die elektronische 2x12 GRX wie ihre 12-fach Geschwister der Dura Ace-, Ultegra- und 105 Di2-Serien auf eine Kabelverbindung zur zentralen Batterie. Der Direktanschluss an den Multi-Port-Akku macht Junctions überflüssig und vereinfacht die Montage.Durch die zentrale und kabelgebundene Stromversorgung wird laut Shimano die Komplexität der Ladevorgänge beziehungsweise unterschiedlicher Ladezustände der einzelnen Komponenten reduziert. Zugleich sei die stabile Energieversorgung auch bei hoher mechanischer Beanspruchung im Gelände sichergestellt.
Das Cockpit hingegen wird, ebenfalls analog zu den aktuellsten Straßen-Gruppen, kabellos und von zwei Knopfzellenbatterien mit einer Lebensdauer von bis zu 4 Jahren gespeist.Wie bereits bei den RX815-Vorgängermodellen, sorgt die an der Innenseite der Hörnchen angebrachte dritte Di2-Schalttaste dafür, dass für die Kontrolle von Zusatzfunktionen – z.B. ergänzendes Schalten, Blättern durch die Menüseiten eines kompatiblen Computers, Rundenzähler – die Hand den sicheren Griff am Lenker nicht verlassen muss.Mehr noch: Indem das System um weitere Schalter am Oberlenker, am Unterlenker oder an Aero-Auslegern erweitert wird, können Athleten in allen erdenklichen Griffpositionen den jeweils optimalen Gang wählen, ohne umgreifen zu müssen. Auch diesen Zusatzschaltern können über die App neben dem Gangwechsel zahlreiche andere Funktionen zugewiesen werden.
Für den Einsatz im Gelände ist das Cockpit insofern abgestimmt, als die Hörnchen deutlich hochgezogen sind und mit einer gerippten Oberfläche aufwarten. Rutschhemmende Bremshebeln sorgen ebenfalls für eine allzeit sichere Bedienung, und natürlich lassen sich die neuen, 415 g/Paar wiegenden Dual Control-Hebel gut in Lenker mit ausgestellten Enden integrieren.Mit etwas abgerundeter Form ist insbesondere der Übergang vom Lenker zu den STI-Hörnchen nahtlos gestaltet und vergrößert zudem die Grifffläche, was das Risiko von Druckstellen verringern soll.
Ebenfalls aus der Rennrad-Welt bekannt: Das eigentliche Kommunikationszentrum für das System ist das 310 g wiegende Schaltwerk. Deshalb befindet sich im hinteren Werfer auch der Ladeanschluss für den zentralen Akku sowie eine Multifunktionstaste für das Prüfen des Ladezustands, den Aufbau einer Bluetooth-Verbindung und die Auswahl des Einstellmodus für Schaltwerk und Umwerfer. Das RX825 Schaltwerk verfügt über die Shadow RD+ Technologie mit dem speziellen „Clutch”-Mechanismus. Dieser fixiert im eingeschalteten Zustand den Schaltwerkskäfig und soll so das Schlagen der Kette mit entsprechender Geräuschentwicklung und Gefahr des Abspringens verhindern. Zwecks unkomplizierten Aus- und Einbaus des Hinterrades lässt sich der Mechanismus einfach ausschalten.
Der vordere Werfer schlägt gewichtsmäßig mit 142 g zu Buche. Die Kettenlinie bleibt im Vergleich zu Straßen-Gruppen auch weiterhin um 2,5 mm nach außen versetzt, um Platz für breite Reifen zu gewährleisten.Übrigens: Die Vorstellung der RX825 fällt zeitlich mit dem Debüt einer brandneuen Schaltfunktion namens Front Shift Next zusammen. Per Firmware-Update künftig verfügbar, kann über die E-Tube Project Cyclist App bei allen 2x12-fach-Systemen, also auch den aktuellen Rennrad-Gruppen, jede beliebige Di2-Taste mit der Funktion belegt werden, am Umwerfer auf das aktuell nicht genutzte Kettenblatt und wieder zurück zu schalten. Ist die Kette auf dem großen Blatt, schaltet die Taste aufs kleine, ist sie auf dem kleinen Blatt, schaltet dieselbe Taste aufs große. Das Ergebnis sind noch schnellere, intuitivere Schaltvorgänge sowie die Möglichkeit, die dadurch „frei“ werdende Taste am STI mit einer beliebigen weiteren Funktion zu belegen.
Passend zum GRX-Release präsentiert Shimano über das Zubehör-Label Pro weiters einen Carbon-Lenker plus Alu-Vorbau für die Schnellen unter den Gravel-Addicts, weil Aerodynamik auch in diesem Segment immer mehr zum Thema wird.Beim in drei Breiten (40/42/44 cm) erhältlichen Discover Aero Carbon trifft ein kompakter 100-mm-Drop mit 12 Grad Flare auf aerodynamisch optimierte Tops mit einem Downslope für eine neutrale Handhaltung und 4° Sweep nach vorne, zwecks windschlüpfriger Körperhaltung.Gute Kontrolle wird durch die 12-Grad-Biegung gewährleistet, während die ergonomische Kurve an den Drops die Integration von Schalthebel und Bremse berücksichtigt, um selbst auf dem rauesten Schottergelände ein einfaches Schalten und Bremsen zu gewährleisten.
Die UD T700 Carbonkonstruktion des Lenkers mit strategisch platzierten Dyneema-Fasern soll hervorragende Nachgiebigkeit bieten und Vibrationen reduzieren, was bekanntlich die Ermüdung während der Fahrt verringert. Sowohl elektronische als auch traditionell kabelgesteuerte Schaltzüge und die hydraulischen Bremsschläuche sind an Stellen, wo sie sonst Widerstand verursachen würden, vor dem Wind verborgen, aber für Mechaniker zwecks Wartungsarbeiten zugänglich.Das Gewicht beträgt breitenabhängig 265 bis 285 Gramm. Der Discover Aero Carbon ist kompatibel mit den Pro Compact Carbon Clip-On Aero-Extensions.
Der Name des zugehörigen Vorbaus rührt vom +/- 10 Grad-Winkel, um den der Discover Stem 10 kippbar ist. Er wird aus einer AL 7075-Legierung mit 3D-Schmiede- und CNC-Fertigungsverfahren hergestellt und ist in sieben Längen von 60 bis 120 Millimetern (Gewicht: ab 142 g) mit einem Standard-Klemmdurchmesser von 31,8 mm erhältlich.Im Vergleich zum bestehenden Pro Discover Vorbau, der einen Winkel von +/- 6 Grad aufweist, ermöglicht der neue eine noch perfekte Anpassung an Rad und Fahrer – was laut Produktentwickler Mark Kikkert mehr wiegt als das schicke Erscheinungsbild eines vollintegrierten Cockpits. Zumal bei der Discover-Produktreihe, welche besonders auf Komfort und Kontrolle abzielt.
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