Ohne einen Glaubenskrieg anzetteln zu wollen:
Ich würde mir an Deiner Stelle zunächst überlegen, WO ich mit meinem Rad unterwegs sein möchte:
Für ebenes bis eher hügeliges Terrain empfiehlt sich die "klassische" Kurbel vorne mit 52/39. Hier bist Du zügig unterwegs; wirst aber aufgrund der großen Gänge (gerade als Anfänger) bei härteren Anstiegen schnell an Dein Limit kommen.
Wenns in die Berge gehen soll hast Du zwei Möglichkeiten:
Entweder COMPACT; hier hast Du vorne zwei kleinere Kettenblätter und somit wesentlich kleinere Gänge zur Verfügung. Ein Nachteil besteht allerdings darin, dass der Sprung vom großen aufs kleinere Kettenblatt meist sehr groß ist, wodurch Du hinten gegenschalten musst. Das istvor allem im hügeligen Gelände nervig, da hier meistens das 50er zu groß und das 34er zu klein ist. Abgesehen davon hast Du bei Abfahrten keinen Gang zum Mittreten, da das 50er blatt eher klein ist.
Für extreme Bergtouren empfiehlt sich m.E. dreifach. Diese Variante ist unter Rennradfahrern verpönt (Rentnerblatt, Luschenblatt) und entzündet immer wieder Glaubenskriege; allerdings werden es Dir Deine Gelenke danken, wenn Du häufig bei kilometerlangen Anstiegen im zweistelligen Prozentbereich unterwegs bist. Ich habe letztes Jahr eine Alpenüberquerung gemacht und da waren einige Radler sogar mit Compact am Limit!
Dreifach mag zwar "Scheisse" aussehen, allerdings hast Du hier den breitesten Einsatzbereich, da der klassischen Kurbel noch zusätzlich ein weiteres 30er Kettenblatt zugefügt wird. Somit hast Du nicht so große Sprünge wie bei Compact.
Der Nachteil ist halt die Optik, du trittst etwas "breiter" (mögen nicht viele) und das Einstellen des Umwerfers ist halt etwas pingeliger.