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Specialized Epic Hardtail 2020

Specialized Epic Hardtail 2020

06.08.19 16:57 28.467Text: Lukas Salzer, Luke BiketalkerFotos: Lukas Salzer, harookz, Dylan DunkertonSpecialized hat eine neue Version seines Epic Hardtail im Programm - nicht nur sagenhaft leicht, sondern auch verdammt schnell am Trail.06.08.19 16:57 28.671

Specialized Epic Hardtail 2020

06.08.19 16:57 28.67138 Kommentare Lukas Salzer, Luke Biketalker Lukas Salzer, harookz, Dylan DunkertonSpecialized hat eine neue Version seines Epic Hardtail im Programm - nicht nur sagenhaft leicht, sondern auch verdammt schnell am Trail.06.08.19 16:57 28.671

Wenn sich in der Neuentwicklung einer ohnehin schon guten XCO-Rennfeile der lange Arm einer Firma wie Specialized mit der innovativen Beharrlichkeit eines waschechten Rennfahrers vermengt, kann das Endergebnis eigentlich nur überzeugen. Brian Gordon, seines Zeichens Produktmanager bei Specialized und Vollblut-XC-Racer, war die treibende Kraft hinter dem neuen Specialized Epic HT. Seine Ideen und Erfahrungen kombiniert mit dem umfangreichen Fachwissen von Peter Denk und seinem Team machen das Bike zu dem was es ist: eine extrem leichte und gleichzeitig potente Rennmaschine mit gewaltigem Vorwärtsdrang.

  • Offensichtlich ein gutes Duo: Entwickler Peter Denk... Offensichtlich ein gutes Duo: Entwickler Peter Denk... 
    Offensichtlich ein gutes Duo: Entwickler Peter Denk... 
    Offensichtlich ein gutes Duo: Entwickler Peter Denk... 
  • ... und Produktmanager sowie XCO-Racer Brian Gordon.... und Produktmanager sowie XCO-Racer Brian Gordon.
    ... und Produktmanager sowie XCO-Racer Brian Gordon.
    ... und Produktmanager sowie XCO-Racer Brian Gordon.

Peter Denk, das Mastermind hinter vielen legendären Rahmendesigns und seines Zeichens seit einigen Jahren Hauptverantwortlicher für das Rahmendesign bei Specialized, verfolgte mit seinem Team in der Entwicklung einen neuen Ansatz. So waren Gewicht und hohe Steifigkeit in den letzten Jahren maßgebend für ein vermeintlich schnelles Top XC Hardtail. Doch in Zeiten, wo Rennkurse immer technischer werden, zählt nicht nur das Gewicht, sondern vor allem die Fahrbarkeit in schwierigem Gelände.

Unzählige Testkilometer und Feedback aus dem Worldcup Team ergaben dann ein komplett überarbeitetes Epic HT. Mit einer neuen Geometrie, längerem Reach, 1 Grad flacherem Lenkwinkel, etwas längerem Radstand und 430 mm kurzen Kettenstreben will man das Epic deutlich abfahrtsorientierter gestaltet haben. Durch die Bank kürzere Vorbauten und ein 760 mm (!) breiter Lenker tragen das Ihre dazu bei. Dünnere Sitzstreben und ein gebogenes Sattelrohr schielen gen Komfortgewinn, und überhaupt versteckt sich unter der dünnen Lackschicht eine ganze Reihe unsichtbarer Details, die gemeinsam das Optimum aus Steifigkeit, Komfort und Stabilität garantieren sollen.

Präzisere und in ihrem Umfang deutlich mehr Handarbeit als bei den Vorgängern, die Kombination unterschiedlichster Carbonfasern, Variation der Harzmengen an unterschiedlichen Elementen im Rahmen, die reduzierten Überlappungen der Fasermatten an den Verbindungspunkten, eine hauseigene Software zur Herstellung der Schnittmuster und Simulation - all diese Details führen in unzähligen kleinen Arbeitsschritten zum leichtesten Serien-Hardtail Rahmen der Welt.
Unterm Strich der Entwicklungsarbeit steht ein unter 790 g, in Worten siebenhundertundneunzig Gramm, leichter S-Works Rahmen in Größe M. Dass der neue Rahmen trotz aller Rücksicht auf maximale Fahrbarkeit dann doch so leicht wurde, war selbst für das Team eine kleine Überraschung. Denn bei der Entwicklung des neuen Rahmens lag der Fokus eigentlich nicht auf minimalem Gewicht, sondern auf Stabilität und Haltbarkeit.

  • Das gebogene Sitzrohr erlaubt trotz Dropper-tauglichem 30.9 mm Durchmesser mehr vertikalen Flex als am Vorgängermodell.
    Das gebogene Sitzrohr erlaubt trotz Dropper-tauglichem 30.9 mm Durchmesser mehr vertikalen Flex als am Vorgängermodell.
    Das gebogene Sitzrohr erlaubt trotz Dropper-tauglichem 30.9 mm Durchmesser mehr vertikalen Flex als am Vorgängermodell.
  • Steifes Tretlager und geschraubte Lagerschalen - auch Specialized scheint sich im High-End Sektor langsam von Pressfit zu verabschieden.Steifes Tretlager und geschraubte Lagerschalen - auch Specialized scheint sich im High-End Sektor langsam von Pressfit zu verabschieden.
    Steifes Tretlager und geschraubte Lagerschalen - auch Specialized scheint sich im High-End Sektor langsam von Pressfit zu verabschieden.
    Steifes Tretlager und geschraubte Lagerschalen - auch Specialized scheint sich im High-End Sektor langsam von Pressfit zu verabschieden.
  • Carbon-Layup und die gesamte Konstruktion wurden auf maximale Fahrbarkeit getrimmt. Dass der Rahmen dennoch nur 790 g auf die Waage bringt, ist ein positiver Nebeneffekt.Carbon-Layup und die gesamte Konstruktion wurden auf maximale Fahrbarkeit getrimmt. Dass der Rahmen dennoch nur 790 g auf die Waage bringt, ist ein positiver Nebeneffekt.
    Carbon-Layup und die gesamte Konstruktion wurden auf maximale Fahrbarkeit getrimmt. Dass der Rahmen dennoch nur 790 g auf die Waage bringt, ist ein positiver Nebeneffekt.
    Carbon-Layup und die gesamte Konstruktion wurden auf maximale Fahrbarkeit getrimmt. Dass der Rahmen dennoch nur 790 g auf die Waage bringt, ist ein positiver Nebeneffekt.

Doch genug der schönen Worte. Hier die wichtigsten Daten zum neuen Epic HT in nüchternen Zahlen und Fakten. Wie bereits erwähnt, garantieren die Kalifornier für den S-Works Rahmen aus Fact12 Carbon in Größe M ein Gewicht von 790 g. In den Comp und Expert Rahmen kommt etwas preiswerteres Fact11 Carbon mit zum Topmodell identischem Lagenaufbau zum Einsatz. Komfort und Steifigkeit sollen so auf dem selben Niveau wie im S-Works Rahmen liegen; das Mehrgewicht von etwa 140 g hält allerdings auch die günstigeren Modelle unter der magischen 1.000 g Marke.

Seitens der modernisierten Geometrie liegt der Lenkwinkel des neuen Epic HT nun bei 68,5°; die 74° des Sitzwinkels wurden vom Vorgänger übernommen. Die Kettenstreben schrumpfte das Team auf 430 mm, der Radstand wuchs (in Größe M) von 1.099 auf 1.115 mm an. Ein deutlich vergrößerter Reach (von 418 auf 430 mm in Größe M) wird künftig mit 42 mm Offset Gabeln kombiniert, um im Zusammenspiel der Zahlen guten Druck über dem Vorderrad generieren zu können. Die Geo an sich wurde so adaptiert, dass über alle Rahmengrößen hinweg dieselben Fahreigenschaften zum Tragen kommen dürften. Im Durchmesser dünne Sitzstreben und vor allem ein gebogenes Sitzrohr generieren Komfort im Sattel. Durch die neue Biegung konnte der vertikale Flex trotz des auf von 27,2 auf 30,9 mm gewachsenen Innendurchmessers verbessert werden. Nicht zu vergessen, dass die Auswahl an Dropper-Posts - sollte man diese wie wir auch am Hardtail mehr nicht missen wollen - in der neuen Dimension deutlich höher ist.

In Zeiten, in denen 2.3“ Gummis selbst im Worldcup keinen Exotenstatus mehr haben, wurde auch die Reifenfreiheit vergrößert - bis zu 2.6“ breite Reifen sollen passen. Was wir in Millimetern ebenfalls bestätigen können, ist die Lenkerbreite von bereits erwähnten 760 mm. Kombiniert mit kurzen Vorbauten hält so ein weiterer Trend aus dem Trail-Sektor im Crosscountry Einzug. Die Kabelführung in den Rahmen ist künftig nur noch an der linken Seite zu finden, was zusammen mit dem verschwundenen Gabelkronenschutz am Unterrohr einer sehr cleanen Optik in die Karten spielt. Vergangen scheint auch die Hochzeit des Pressfit-Standards. Wie viele andere Hersteller auch, setzt Specialized beim Epic HT wieder auf Tretlagergehäuse mit Gewinde. Danke dafür.

Unverändert bleibt das Innenleben der hauseigenen Brain Gabeln. Brain 2.0 wurde für das Modelljahr 2019 eingeführt und unverändert in den neuen Modellzyklus übernommen. Für all jene, die mit der Technologie weniger vertraut sind, hier das Wichtigste dazu im Schnelldurchlauf: mithilfe eines Masse-Trägheits-Ventils unterscheidet die Brain-Technolgie zwischen vom Fahrer (durch Pedalieren) oder von Unebenheiten des Untergrunds (Felsen, Wurzeln, Steine) in das Fahrwerk eingeleiteten Kräften. Je nachdem wird so die Gabel automatisch gelockt oder geöffnet, der Fahrer kann sich voll und ganz auf den Trail konzentrieren.

Erstkontakt auf unbekanntem Terrain

Erste, vorsichtige Fahreindrücke durften wir im Rahmen des Presscamps unweit des malerischen Lake Tahoe in Kalifornien sammeln. Leider viel zu kurz, um ein ehrlich aussagekräftiges Urteil zu fällen, konnte das Specialized Epic HT bereits auf den ersten Metern überzeugen. Über die durchwegs fordernden, ruppig-felsigen Trails des Northstar Bikeparks versuchten wir die Limits des Konzepts auszuloten. Doch den meisten Pressefuzzis am Camp zeigte das Rad vielmehr die eigenen Limits auf: Wie ein junger Husky fordert das neue Epic bergauf wie bergab permanent dazu auf, noch ein Schäuferl nachzulegen. Das Bike zeigt sich davon meist unbeeindruckt, bleibt stets in seiner eigenen Komfortzone und fragt den keuchenden Piloten am Trailende beinahe gelangweilt „Na.. geht heut’ ned mehr?“

Die (für uns) neue Brain 2.0 Gabel sorgt vom Ampel- bis zum echten Zielsprint für explosiven Antritt, in den Abfahrten spürt man trotz allen Lobes die asketischen Renngene mit straffem Heck und (unabhängig von der gewählten Brain-Stellung) straffer Front. Dies verlangt gerade in ruppigen Passagen nach einer gewissen Grundgeschwindigkeit, um komfortabel zu werden. Unter kundiger Hand wird das Epic HT dann allerdings zur beschrieben potenten Maschine und vermittelt bei aktiver Fahrweise und genügend Druck am Vorderrad schlussendlich eine bemerkenswerte Sicherheit am Trail. Speziell aus Anliegern und durch kraftintensive Passagen hindurch erweckt das Hardtail ein Gefühl von guter Kontrolle und nimmt viel Tempo auf. Bergauf fühlt man sich durch die ausgewogen zentrale Sitzposition gut aufgehoben, sollte in steilen Stichen allerdings viel Druck über den Lenker bringen; bergab lassen sich auch steilste Passagen meistern, ohne in den Panikmodus fallen zu müssen. Kurz und schmerzlos - sowie in Hoffnung auf einen etwas länger währenden Langzeittest - scheint Specialized mit dem neuen Epic HT ein topmoderner Vollblutracer gelungen sein, der sich weder vor Worldcup-Strecken noch dem Hometrail verstecken muss.

Modelle

Preislich liegt das neue Epic HT je nach Ausstattung und Rahmen (Fact11 oder Fact12) zwischen € 9.499,- für das S-Works Topmodell samt Sram AXS und überraschend günstigen € 2.099,- für das fair kalkulierte Einstiegsmodell. Und ja, es gibt auch wieder richtig knallige Farben im Sortiment. Hier gibt's alle Infos zu den einzelnen Modellen des Specialized (S-Works) Epic HT.

  • Specialized S-Works Epic HT AXS - € 9.499,-Specialized S-Works Epic HT AXS - € 9.499,-Specialized S-Works Epic HT AXS - € 9.499,-
    Specialized S-Works Epic HT AXS - € 9.499,-
    Specialized S-Works Epic HT AXS - € 9.499,-
  • Specialized S-Works Epic HT Ultralight - € 8.499,-Specialized S-Works Epic HT Ultralight - € 8.499,-Specialized S-Works Epic HT Ultralight - € 8.499,-
    Specialized S-Works Epic HT Ultralight - € 8.499,-
    Specialized S-Works Epic HT Ultralight - € 8.499,-
  • Specialized S-Works Epic HT AXS - € 8.299,-Specialized S-Works Epic HT AXS - € 8.299,-Specialized S-Works Epic HT AXS - € 8.299,-
    Specialized S-Works Epic HT AXS - € 8.299,-
    Specialized S-Works Epic HT AXS - € 8.299,-
  • Specialized S-Works Epic HT Frameset - € 2.999,-Specialized S-Works Epic HT Frameset - € 2.999,-Specialized S-Works Epic HT Frameset - € 2.999,-
    Specialized S-Works Epic HT Frameset - € 2.999,-
    Specialized S-Works Epic HT Frameset - € 2.999,-
  • Specialized Epic HT Pro - € 5.699,-Specialized Epic HT Pro - € 5.699,-
    Specialized Epic HT Pro - € 5.699,-
    Specialized Epic HT Pro - € 5.699,-
  • Specialized Epic HT Pro - € 4.199,-Specialized Epic HT Pro - € 4.199,-
    Specialized Epic HT Pro - € 4.199,-
    Specialized Epic HT Pro - € 4.199,-
  • Specialized Epic HT Pro - € 2.699,-Specialized Epic HT Pro - € 2.699,-
    Specialized Epic HT Pro - € 2.699,-
    Specialized Epic HT Pro - € 2.699,-
  • Specialized Epic HT Pro - € 2099,-Specialized Epic HT Pro - € 2099,-
    Specialized Epic HT Pro - € 2099,-
    Specialized Epic HT Pro - € 2099,-

"Rennfeile" und "Rucksack" (beim Testfahren) ist irgendwie ein Widerspruch ;)

Das Pro in pink/blau schaut schon sehr lässig aus ... :love:

 

Den ganzen Tag ohne trinken wollt ich dann auch nicht herumfahren.

Fotos wollt ich selber auch welche machen.

Somit gibt es Fotos mit Trinkrucksack.

 

Aber ich denke nicht das es mein Fazit negativ beeinflusst hat.

Es bleibt ein geiles Radl!

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geh leck, da is ja eine Lackierung geiler als die andere, ich hät gern den Sworks Rahmen in der Pro Lackierung

 

Die Lackierungen sind alle geil, aber das blau/pinke und die S-Works XTR Version wären meine Favoriten.

Auch der graue Rahmen der AXS Version hatte so einen geilen Glitzereffekt, kann man auf den Fotos schwer erkennen.

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