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Scott Lumen eRide - brandneues Leicht-E-MTB

Scott Lumen eRide - brandneues Leicht-E-MTB

02.12.22 06:49 2.444Text: PM, NoManFotos: Michal Cerveny, Cyrille Kurtz, ScottDer nächste Hersteller, der auf den TQ-Motor setzt, um ein leichtes, leises E-MTB zu bauen. Scott präsentiert mit dem Lumen ein 130 mm-Fully mit integriertem Dämpfer und nur 15.5 kg.02.12.22 06:49 2.468

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02.12.22 06:49 2.46823 Kommentare PM, NoMan Michal Cerveny, Cyrille Kurtz, ScottDer nächste Hersteller, der auf den TQ-Motor setzt, um ein leichtes, leises E-MTB zu bauen. Scott präsentiert mit dem Lumen ein 130 mm-Fully mit integriertem Dämpfer und nur 15.5 kg.02.12.22 06:49 2.468

Basierend auf der Spark 900-Rahmenplattform aus Carbon HMX-Fasern mit dem im unteren Sattelrohr verborgenen Federbein, bietet das neue Lumen eRide 130 mm Federweg in einem um 17% voluminöseren Rahmen (Schließlich müssen Akku und Motor auch noch irgendwo Platz finden …), das sich für alles zwischen XC und All Mountain eignen soll – und das quasi geräuschlos, leistungsstark, überzeugend natürlich und verführerisch leicht.

 Ein E-Bike für Mountainbiker 

Scott über das Lumen eRide
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Antriebssystem: TQ HPR50

Partner in crime für Scotts Vorhaben, ein wirklich wenig wiegendes Light-E-Bike zu entwickeln, wurde TQ mit seinem HPR50.
Eigentlich hat sich das 1994 gegründete Unternehmen auf elektrische Komponenten für die Luft- und Raumfahrt, aber auch Medizin und Infrastruktur spezialisiert. Selbst einigermaßen radverrückt, entwickeln die Deutschen aber auch wahlweise ultrastarke oder spektakulär leise, kompakte und natürlich wirkende Antriebssysteme für Fahrräder.

Der HPR50, der sein Debüt letztes Jahr im Trek Fuel EXe feierte und für 2023 auch in Simplon-E-MTBs angekündigt wurde, bietet ein attraktives Gewichts-/Leistungsverhältnis von 1,8 kg bei 50 Nm. Das Kürzel in seinem Namen steht für Harmonic Pin Ring und weist auf die extrem kompakte (8 cm Durchmesser!), reibungsarme und laut Hersteller verschleißarme sowie zuverlässige Bauweise des Getriebe-Motors mit bis zu 300 W und hoher Drehmomentdichte (82 Nm/dm³) hin.
Zu dieser patentierten Drive Unit mit integriertem Schwungrad, welches auch den unnatürlichen Widerstand beim Fahren im Freilauf oder über dem gesetzlichen Limit der Tretunterstützung obsolet macht, gesellt sich ein ebenfalls integrierter 360-Wh-Akku samt (optionalem) 160-Wh-Range Extender. Letzterer lässt sich mit dem exklusiv von Scott entwickelten Quick-Release-Befestigungssystem leicht an der vorderen Trinkflaschenhalterung fixieren.
Spezielle Akkuzellen garantieren, dass die Batterien auch bei nur mehr geringer Kapazität volle Leistung liefern. Aufgeladen ist der 1,8 kg wiegende Hauptakku binnen zwei Stunden zu 80%.

  • Dämpfer und Drive Unit spielen im Tretlagerbereich Tetris.Dämpfer und Drive Unit spielen im Tretlagerbereich Tetris.
    Dämpfer und Drive Unit spielen im Tretlagerbereich Tetris.
    Dämpfer und Drive Unit spielen im Tretlagerbereich Tetris.
  • Der Range Extender findet im Flaschenhalter Platz.Der Range Extender findet im Flaschenhalter Platz.
    Der Range Extender findet im Flaschenhalter Platz.
    Der Range Extender findet im Flaschenhalter Platz.
  • Das Display ist elegant ins Oberrohr eingelassen.Das Display ist elegant ins Oberrohr eingelassen.
    Das Display ist elegant ins Oberrohr eingelassen.
    Das Display ist elegant ins Oberrohr eingelassen.
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Gesteuert wird das System über eine minimalistische Lenker-Fernbedienung und das integrierte Oberrohr-Display. Die drei verfügbaren, dynamischen Modi (Eco/Mid/High) lassen sich per Remote durchschalten, der Knopf am Display dient zum Ein-/Ausschlaten des Systems sowie zum Switchen durch mehrere Screens, welche über die wichtigsten Parameter - Akkustand, verbleibende km-Reichweite, aktuelle Wattzahlen etc. - informieren.
Via TQ E-Bike-App lassen sich sämtliche Modi in je drei Kategorien individuell einstellen und anpassen, oder auch die Fahrten verfolgen und das Display selbst konfigurieren (Anzahl/Inhalt der Screens, Kontrolltöne ...). Dank integriertem ANT+ ist auch das Koppeln mit Computern wie Garmin, Wahoo oder Hammerhead kein Problem.

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Federungstechnologie: Integriert

Während sich das neue Spark 900 mitunter den Vorwurf anhören muss, mit seinem im Inneren verborgenen Dämpfer wie ein E-Bike auszusehen, wird es sich beim Lumen eRide womöglich genau andersrum verhalten: "Was, das soll ein E-MTB sein?" scheint angesichts der für ein Pedelec sehr schlanken Abmessungen eine durchaus berechtigte Frage. Zumal ja im Lumen, ergänzend zu Motor und Akku, auch noch ein Dämpfer samt Link steckt!
Um den Anforderungen eines elektrischen Systems zu genügen, waren beim Spark 900 Chassis selbstverständlich Anpassungen nötig - beispielsweise bei der Dicke des Carbon-Layups, der Kinematik, der Platzierung des Dämpfers und der Geometrie.

  • Hidden features: Versteckt ist nicht nur der via KlappeHidden features: Versteckt ist nicht nur der via Klappe
    Hidden features: Versteckt ist nicht nur der via Klappe
    Hidden features: Versteckt ist nicht nur der via Klappe
  • zugängliche Dämpfer mit Ventilverlängerung undzugängliche Dämpfer mit Ventilverlängerung und
    zugängliche Dämpfer mit Ventilverlängerung und
    zugängliche Dämpfer mit Ventilverlängerung und
  • externem Sag-Indikator plus O-Ring-Gucklock.externem Sag-Indikator plus O-Ring-Gucklock.
    externem Sag-Indikator plus O-Ring-Gucklock.
    externem Sag-Indikator plus O-Ring-Gucklock.
  • Auch die Züge laufen fast unsichtbarAuch die Züge laufen fast unsichtbar
    Auch die Züge laufen fast unsichtbar
    Auch die Züge laufen fast unsichtbar
  • durch Lenker, Vorbau und Steuersatz. durch Lenker, Vorbau und Steuersatz.
    durch Lenker, Vorbau und Steuersatz.
    durch Lenker, Vorbau und Steuersatz.
  • Ebenfalls nur zu erahnen: die Akkuposition.Ebenfalls nur zu erahnen: die Akkuposition.
    Ebenfalls nur zu erahnen: die Akkuposition.
    Ebenfalls nur zu erahnen: die Akkuposition.

Warum aber überhaupt die integrierte Federungstechnologie? Zum einen, weil es fantastisch aussehe, meint Scott. Zum anderen, weil sich so die Fahrwerkseigenschaften verfeinern ließen, ohne an Gewicht zuzulegen.
Speziell seitliche Bewegungen des Dämpfers, welche die möglichst direkte Kraftübertragung stören würden, soll die härter gestaltbare Konstruktion samt Trunnion Mount hintanhalten können. Außerdem wird am Sattelrohr-Drehpunkt ein größeres Lager möglich, was nochmals verstärkend wirkt, und der Dämpfer bestmöglich geschützt. Last but not least kann das Federbein sehr weit unten im Rahmen platziert werden, wodurch der Schwerpunkt tiefer liegt und sich das Handling des Bikes hin zu mehr Stabilität verbessern soll.

Die Federung selbst ist die gleiche wie beim Spark, folglich handelt es sich um ein Single Pivot Layout mit wenig ungefederter Masse und einem flexiblen Drehpunkt in den Sitzstreben. Allerdings wurde die Dämpferposition optimiert, um Platz für den Motor zu schaffen und den hinteren Federweg auf 130 mm anheben zu können.
Dämpfer, Gabel und letztlich Rahmen sind per Twinloc-System verbunden und via Lenkerhebel fernzusteuern. Remote wählt man also zwischen Descend-, Traction Control- oder Lockout-Modus samt zugehörigen Federwegen, -kennlinien und Geometrien - alles, wie bereits von manch analogem Scott-MTB bekannt.

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Der Zugriff auf den Dämpfer erfolgt mittels einer Klappe im Tretlagerbereich, wobei das Lumen über eine abnehmbare Ventilverlängerung und eine längere Ventilkappe verfügt. Sowohl die Einstellung von Rebound, Kompression und Dämpferdruck als auch ein Twinlock-Kabeltausch sollen dadurch zum Kinderspiel werden.
Für die Einstellung des passenden Sag-Werts gibt's einen externen Indikator. Die darüber liegende Öffnung im Sattelrohr gestattet den Blick auf die Position des O-Rings bzw. dessen "Reset".

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Geometrie: Variabel

Ziel war eine Fahrposition "wie bei einem normalen Bike", was der TQ-Motor mit seinen schmalen Abmessungen tatkräftig unterstützte. Beispielsweise ermöglicht der HPR50 einen Standard-Q-Faktor mit 55 mm Kettenlinie - genau wie beim Spark. Und auch der Reifenabstand kann großzügig bleiben, ohne Kompromisse hinsichtlich Steifigkeit eingehen zu müssen.
Verstellbare Steuersatzabdeckungen ermöglichen es, den Standard-Steuerwinkel von 65,5° um 0,6 Grad abzuflachen oder anzuheben - macht in Summe drei Winkeloptionen. Dies ist möglich, ohne das Kabel zu beschädigen oder die Bremsen entlüften zu müssen: Einfach Lenker auseinanderbauen, Steuersatz um 180° drehen und Lenker wieder zusammenbauen.

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Modelle und Preise

Angeboten wird das Scott Lumen eRide in vier Ausstattungspaketen zwischen 6.999 und 15.999 Euro, davon eines (Contessa Lumen eRide 900) speziell für Frauen.
Fox-Fahrwerke (Dämpfer durchgängig Nude 5T Evol Trunnion, SL: Factory/ Gabel von 34 Float Rhythm Air Grip bis 34 Float Factory Air) sind bei allen an Bord, detto Schwalbe Wicked Will Reifen in 29x2,4" und Dropper Posts (Syncros Duncan bzw. Fox Transfer).
Antriebstechnisch gibt sich das Flaggschiff als Sram XX1 AXS-Bike mit Shimano XTR-Bremsen und Syncros Silverton SL2-30 Carbonlaufrädern und soll auf das eingangs angegebene Traumgewicht von 15,5 Kilogramm kommen.
Eine Ausstattungsklasse darunter (€ 9.999,-) wird kabellos mit Sram GX geschaltet und per Shimano XT verzögert. Der Laufradsatz speckt ebenfalls ab: Silverton 1.5. Die Waage stoppt bei ca. 16,3 kg.
Beim 910 bzw. Contessa (jeweils € 6.999,-) gibt's eine Shimano XT/Deore-Kombi sowie Syncros X-30SE Felgen mit Formula-Naben (811/148M). Gesamtgewicht: 17,6 kg.

Lumen 900 SL und 900 verfügen über die Fraser IC DC Kombi von Syncros. Die Entwickler haben intensiv an der Form gearbeitet, damit die Kabel unter dem Lenker und um die Seiten des Vorbaus herum verlaufen, bevor sie im Steuersatz mit integrierten Kunststoffteilen verschwinden. Ein weitere Vorteil dieses Cockpit, nebst der aufgeräumten Optik: mehrere Optionen für Computer-, Licht- und Kamerahalterungen sowohl auf als auch unter dem Lenker.
Lumen 910 und Contessa kommen mit Standard-Lenker und Vorbauten mit interner Zugverlegung.

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vor einer Stunde schrieb testperson:

Ein Motorrad der Firma Honda, die Hornet 750, kostet 8.000!€

Die bei Scott glauben sie können für ein Ebike das doppelte Verlangen......Irre!

Was haben die da für eine Gewinnspanne einkalkuliert, 70%??

Ich würde es eher mit einer Multistrada V4 Pikes Peak vergleichen, die kostet € 36.000,- und wird wohl in ähnlichen Stückzahlen verkauft.

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  • 2 Wochen später...
Am 2.12.2022 um 14:55 schrieb NoPain:

Ich würde es eher mit einer Multistrada V4 Pikes Peak vergleichen, die kostet € 36.000,- und wird wohl in ähnlichen Stückzahlen verkauft.

Einverstanden, dann anders herum: Das normale 900er kostet € 7.000.- geg. die Hornet um € 8.000.-. Wenn hier auch ein Faktor von ca. 2 dazwischen liegen würde wären wir bei meinem "gerade noch Wohlfühlpreis" von € 4.000.- angelangt...also ich mach mir da schon Gedanken wo das für Normalverbraucher hinführen soll. Und ich finde diese(r) Umstand/Problematik sollte auch sichtbar/lautstark thematisiert werden!

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vor 43 Minuten schrieb ruccur:

Einverstanden, dann anders herum: Das normale 900er kostet € 7.000.- geg. die Hornet um € 8.000.-. Wenn hier auch ein Faktor von ca. 2 dazwischen liegen würde wären wir bei meinem "gerade noch Wohlfühlpreis" von € 4.000.- angelangt...also ich mach mir da schon Gedanken wo das für Normalverbraucher hinführen soll. Und ich finde diese(r) Umstand/Problematik sollte auch sichtbar/lautstark thematisiert werden!

Führts dazu dass du weiter Motorrad fahrst?

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