Passwort vergessen?
Größe: 175 cm Schrittlänge: 84 cm Gewicht: 70 kg Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt
Der deutsche Reifenhersteller Schwalbe präsentiert zu Ehren Fabian Cancellaras eine Sonderedition des Pro One Premium-Rennradreifens mit TLE-Technologie. In Anlehnung an das Trikot des Zeitfahr-Weltmeisters Cancellara ist der auf 2000 Stück limitierte Schwalbe Pro One x Spartacus komplett in Weiß gehalten und nimmt mit mehreren farblichen Akzenten Bezug auf dessen einzigartige Karriere: Cancellara ist zweifacher Olympiasieger im Zeitfahren, wurde vier Mal Weltmeister im Einzelzeitfahren und gewann zahlreiche Frühjahrsklassiker – drei Mal Paris-Roubaix, drei Mal die Flandern-Rundfahrt und ein Mal Mailand-Sanremo. Bei der Tour de France fuhr er insgesamt 29 Tage im Gelben Trikot des Gesamtführenden.Die Basis für den Pro One x Spartacus lieferte Schwalbes High-End Rennradreifen Pro One TLE, welcher speziell für die Tubeless-Anwendung ohne Schlauch konzipiert wurde und minimalen Rollwiderstand, maximalen Grip, guten Durchstichschutz und ein geschmeidiges Fahrverhalten verspricht.Der Schwalbe Pro One x Spartacus ist in Größe 28C auf 2000 Stück limitiert, kostet 72,90 Euro und ist ausschließlich online über diesen Link erhältlich.
Wie der Name schon sagt, erfordert ein schlauchloses System keinen innenliegenden Schlauch. Ähnlich wie beim Auto oder Motorrad wird die Form der Felge mit jener des Reifenwulstes genau aufeinander abgestimmt und es kommen spezielle Schlauchlosventile zum Einsatz. Besitzen die Tubeless-Laufräder Speichenlöcher im Felgenbett, wird obendrein ein spezielles, dichtes und druckfestes Felgenband benötigt.Theoretisch wäre das System nach der Montage der Reifen luftdicht, trotzdem empfehlen fast alle Hersteller das Einfüllen von 30-60 ml einer speziellen Latex-Dichtmilch pro Laufrad.Während die Kennzeichnung "TLE/TLR" lediglich darüber Aufschluss gibt, dass sich die jeweilige Komponente zur Schlauchlosmontage eignen würde (z.B. Schwalbe, Vittoria, Bontrager, DT Swiss, etc.), steht "UST" für eine zertifizierte, standardisierte und patentierte Verbindung zwischen Laufrad und Reifen (zur Zeit nur Mavic).Von Experimenten mit nicht für TLE/TLR/UST freigegebenen Felgen und Reifen sollte man absehen, da das Risiko des plötzlichen Druckverlusts oder eines von der Felge abspringenden Reifens zu groß ist. Im Gegensatz zum MTB können (bzw. sollten) gewöhnliche Faltreifen (Tube Type) nicht für Road Tubeless genutzt werden, da ein normaler Reifenwulst eventuell den hohen Kräften - vor allem wegen des höheren Luftdrucks - nicht standhält.
Schwalbes "Turn-Up-Konstruktion" integriert die Tubeless Easy-Technologie auf fortschrittlichste Weise. Zwei Karkassenlagen unter der Lauffläche machen den Reifen geschmeidig, komfortabel und pannensicher, während seitlich drei Karkassenlagen für hohe Schnittresistenz sorgen. Das Fahrgefühl gleicht dem seidenweichen Verhalten eines klassischen Tubular-Reifens.
Die Einlage wird aus einer speziell entwickelten Hightech-Polymer-Faser hergestellt, die auch für schuss- und stichsichere Westen verwendet wird. Sie schützt hervorragend vor Schnitten und Stichen und ist dabei äußerst leicht. Weder Rollwiderstand noch Geschmeidigkeit des Reifens werden durch den V-Guard beeinflusst. Die 14 mm breite Einlage sichert die gesamte Lauffläche und sorgt so für zusätzliche Pannensicherheit.
Addix Race ist ein Multi-Compound aus qualitativ hochwertigsten Polymeren. Im Zentrum und an den Seiten werden jeweils unterschiedliche Spezialmischungen eingesetzt (Dual-Compound: hart an der Lauffläche, besonders weich an den Seiten). Dadurch erhöht sich der Grip in den Kurven, ohne Rollwiderstand und Langlebigkeit negativ zu beeinflussen.
Um eine gleichmäßig hohe Qualität zu erzielen, investierte Schwalbe kräftig in seinen innovativen Maschinenpark und die Fortbildung der Mitarbeiter. Denn damit die Reifen später unkompliziert und schnell montiert werden können, sind - insbesondere bei Tubeless-Reifen - höchste Präzision und geringste Fertigungstoleranzen unabdingbar. Die vollautomatische Compound- Mischstation kontrolliert in Echtzeit das Mischverhältnis, während die neuen Extruder für eine gleichmäßige Laufflächenstärke sorgen und damit Gewichtsschwankungen effektiv unterbinden. Bei der Konfektionierung des Reifens dagegen ist nach wie vor Handarbeit auf höchstem Niveau erforderlich.
Alle aktuellen Angaben zu den Reifenbreiten wurden auf moderne 19C-Felgen abgestimmt. Somit misst ein 28er Reifen auf einer 19C-Felge tatsächlich +/- 28 mm. Wird der gleiche Reifen auf eine schmälere Felge (z.B. 17C) montiert, baut er auf dieser Felge etwas schmäler. Conclusio: Wünscht man sich auf einer 17C-Felge einen Reifen mit einer tatsächlichen Breite von 28 mm, greift man besser zum 700x30C Reifen.
Anhand des klassischen Spiderdiagramms erklären sich die Performance-Vorteile fast von selbst: Moderne Karkassenkonstruktion mit wenig Schichten für hohe Souplesse und niedrigeres Gewicht, eine Dual-Compound-Mischung für hohen Grip, niedrigen Rollwiderstand und hohe Laufleistung sowie die 14 mm breite V-Guard-Einlage für sicheren Pannenschutz. Zudem sind die Reifenflanken in ihrem Shape und Profildesign aerodynamisch optimiert.
Jene leichtfüßige Geschmeidigkeit, die man fühlen, aber kaum erklären kann.
Der rote Streifen repräsentiert die Schweizer Flagge, der gelbe Streifen honoriert Fabians 29 Tage im Leadertrikot der Tour de France, der blaue Streifen steht für die Flandern-Rundfahrt und gemeinsam mit gelb und rot für die Farbtöne der Flagge Westflanderns - eine Gegend, die Cancellara persönlich und durch viele emotionale Momente bei den Rennen und mit den Menschen vor Ort ans Herzen gewachsen ist. Sein Detailfokus war die Grundlage seiner Erfolge, daher wurde auch das Pro One-Label des Reifens in den drei Farben designt.
"Ich bin superglücklich und stolz. Ich freue mich sehr darüber, gemeinsam mit Schwalbe etwas für die Community geschaffen zu haben. Der Reifen ist wirklich einzigartig mit einer ganz persönlichen Note.
** Herstellerangaben*** 315 g gewogen
Wie bereits erwähnt, gelten aktuelle Road Tubeless Produkte als technisch ausgereift und begeistern zurecht Rennradfahrer - sowohl auf der Straße als auch Offroad - mit gutem Grip, geschmeidigem Handling, niedrigem Rollwiderstand sowie einem höheren Pannenschutz. Andererseits häufen sich auch die Klagen vieler frustrierter Nutzer, die ihre Reifen entweder nicht dicht bekommen oder eine Ansammlung von Defekten bemängeln.Woran liegt es, dass die Schere der Zufriedenheit immer weiter auseinander geht? Die Antwort lautet: "Es ist kompliziert." Vor allem wenn sich die proklamierten Vorteile von "Road Tubeless" ab gewissen Grenzwerten bzw. unter bestimmten Konstellationen ins Gegenteil verkehren.Besonders leichte Fahrer, die ihre qualitativ hochwertigen Laufrad-Reifen-Systeme mit breiten Reifen, bei relativ niedrigem Druck sowie bei bestem Wetter auf sauberen, gut asphaltierten Straßen und mit der richtigen Menge an frischer Dichtmilch bewegen, können am Ende des Tages wohl andere Eindrücke schildern als Grobmotoriker, die bei jedem Wind und Wetter ihr Bike von einem Schlagloch ins nächste prügeln, Schnorrer mit Tube Type Reifen und eingetrockneter Milch oder Schwergewichte, welche selbst schlauchlos auf sehr hohe Reifendrücke angewiesen sind.
Anbei findest du eine Reihe an Tipps und Tricks von gebrannten Kindern zur Steigerung deiner schlauchlosen Erfolgsaussichten sowie den Link zu einer offiziellen Liste von Schwalbe auf Kompatibilität geprüfter Rennrad-Laufräder!
Wir testeten den Pro One x Spartacus TLE in 28C mit 5 bar vorne und 5,5 bar hinten. Auf den DT Swiss ERC 1100 45 (MY 2022, Maulweite 22 mm) erzielten die Reifen eine Außenbreite von 30 Millimetern, was uns ein wenig überraschte. Denn auf den gleichen Laufrädern brachten es die Pro One Tube Type in 28C aus unserem letzten Test auf nur 29 Millimeter. Das Gewicht eines Reifens lag bei 315 Gramm und somit rund 12% über den aktuell angegebenen 280 Gramm, was aber nichts mit der Farbe zu tun haben dürfte. Derartige Ausreißer nach oben kennen wir auch von den baugleichen Vertretern in schwarz.Die Montage der TLE Reifen ging einfach und ohne besonderen Kraftaufwand von der Hand. Sie ließen sich mit einer gewöhnlichen Standpume aufpumpen und waren sofort dicht. Selbstverständlich füllten wir dennoch rund 50 ml Tubeless Sealant vorne und hinten ein. Die Wahl fiel dieses Mal auf Stan's NoTubes Race-Sealant, da es in seiner Konsistenz irgendwo in der Mitte von Schwalbes DocBlue und der Dichtmilch von Milikit lag. Ein guter Kompromiss bei Durchstichen über 5 Bar, wie wir meinen. Ist die Flüssigkeit zu dick, sinkt der Luftdruck schneller, als es das Sealant physisch bis zur defekten Stelle schafft; ist sie zu dünn, vermag sie selbst kleinste Löcher, wegen der rennradtypischen hohen Drücke, nicht zu verschließen. Da wir aber ohnehin fast nie Pannen haben, sehen wir den zukünftigen Kilometern gelassen entgegen.Gefahren wurden die Stylerreifen bisher bei Temperaturen zwischen +20 und +30 Grad auf trockenen sowie teils nassen Straßen und vereinzelt sogar auf festem bzw. losem Schotter. Genauso positiv wie bei den schwarzen Paarungen fielen uns der niedrige Rollwiderstand, die angenehmen Dämpfungseigenschaften und der großartige Grip (Addix Race Multi-Compound) auf. Da die weißen Pro One TLE gefühlsmäßig genauso gut am Asphalt klebten wie die schwarzen Vertreter und ein ebenso großes Vertrauen in Schräglage vermittelten, kam die Frage auf, wo ihre Unterschiede in puncto Gesamtperformance zu suchen wären. Denn das geänderte Mischverhältnis mit den weißen Farbpigmenten und dem reduzierten Rußanteil musste sich ja auch in irgendeine Richtung negativ auswirken. Auf Rückfrage bei Schwalbe erhielten wir die Antwort, dass der Grip mindestens genauso hoch wäre wie bei den schwarzen Reifen, allerdings mit einem etwas höheren Abrieb. Sprich: Weiße Farbe + gleich guter Grip = niedrigere Laufleistung. Ob man damit leben kann, muss schlussendlich jeder für sich entscheiden.
Weiß oder Schwarz: ob Road Tubeless Sinn macht oder nicht, sollte immer im konkreten Einzelfall geprüft werden. Fest steht allerdings, dass die TLE/TLR/UST-Technologie mittlerweile fürs Rennrad ausgereift ist. Natürlich bestätigen Ausnahmen weiterhin die Regel, aber die hier vorgestellte Kombi aus den 2022er DT Swiss ERC Laufrädern mit den Schwalbe Pro One TLE Reifen in 28C und bei <85 kg Systemgewicht vermochte erneut zu überzeugen.Vielfahrern und Connaisseuren, die ein Faible für Ausgefallenes haben und immer wieder mit Patschen kämpfen, sei der Schwalbe Pro One x Spartacus TLE jedenfalls ans Herz gelegt. Das Setup ist denkbar einfach, die Reifen rollen leichtfüßig und auch relativ lang. Erst nach 3.200 km war es in unserem letzten Langzeittest, der gleichen TLE Reifen in schwarz, Zeit für einen Tausch - für einen Performance-Reifen mit derart niedrigem Rollwiderstand absolut vertretbar. Und sollte der weiße Compound gar eine Reduzierung der Laufleistung um 20% bedingen, was eine reine unbestätigte Worst-Case-Schätzung unsererseits wäre, sollten mehr als 2.500 Kilometer am Hinterrad möglich sein.Neben den anderen bekannten Performancefeatures gefielen die weißen Tubeless-Reifen in Bezug aufs subjektive Empfinden hinsichtlich Grip und Handling. In puncto Pannensicherheit gaben sich die Pro One TLE keine Blöße: Keine Ausfälle auf über 4.500 rücksichtslos abgespulten Kilometern mit zwei schwarzen Reifenpaarungen sprechen eine klare Sprache. Auch die weißen Pro One x Spartacus halten die Luft seit mehr als 200 Kilometern einwandfrei. Ein klarer Tipp für Pechvögel und notorische Schlaglochdurchfahrer!
In wenigen Minuten gratis inserieren – mit Fotos, Preis und Spion-Reichweite in der Bikeboard-Community.
Alle Kommentare (15) im Forum