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DT Swiss HX 1700 Hybrid LS 2022 Laufradsatz im Test

DT Swiss HX 1700 Hybrid LS 2022 Laufradsatz im Test

07.11.22 06:42 1.644Text: Ralf HauserFotos: Erwin Haiden, Ralf Hauser (2)Light E-MTBs sind in aller Munde. Kein Wunder also, dass nach spezifischen haltbareren E-Bike-Komponenten nun gewichtsoptimierte Varianten derselben auf den Markt kommen. DT Swiss hat mit dem HX 1700 Spline LS-Laufradsatz genau einen solchen Weg eingeschlagen ... und wir haben's ausprobiert.07.11.22 06:42 2.071

DT Swiss HX 1700 Hybrid LS 2022 Laufradsatz im Test

07.11.22 06:42 2.07125 Kommentare Ralf Hauser Erwin Haiden, Ralf Hauser (2)Light E-MTBs sind in aller Munde. Kein Wunder also, dass nach spezifischen haltbareren E-Bike-Komponenten nun gewichtsoptimierte Varianten derselben auf den Markt kommen. DT Swiss hat mit dem HX 1700 Spline LS-Laufradsatz genau einen solchen Weg eingeschlagen ... und wir haben's ausprobiert.07.11.22 06:42 2.071

Die Laufrad-Ingenieure von DT Swiss haben die Anforderungen an die neuen Light-E-MTBs genauer unter die Lupe genommen. Erwartungsgemäß haben sie dabei festgestellt, dass die Belastungen und Drehmomente über denen eines nicht-motorbetriebenen MTBs liegen, obwohl die Systemgewichte recht nahe beisammen liegen. Von den Impacts, welche auf klassische E-MTBs einwirken, sind die leichtfüßigeren aber wiederum ein ganzes Stück entfernt.
Diese Tatsache, ergänzt um das geringere Bike-Systemgewicht, eröffnete den Technikern neue Möglichkeiten, die Langlebigkeit der Hybrid MTB-Laufräder mit dem geringeren Gewicht von regulären Laufrädern zu kombinieren.

Die HX 1700 Hybrid LS* (LS steht für Light Support) zielen also auf das optimierte Gleichgewicht zwischen Leichtigkeit und Widerstandsfähigkeit für ein dynamischeres Handling ab.
Mit stabilen Naben, speziellen Speichen und Felgen wurde die neue LS-Laufrad-Klasse extra für Motoren mit einem geringeren durchschnittlichen Drehmoment - unter Berücksichtigung eines max. Systemgewicht von 130 kg und Erfüllung des ASTM F 2043 Kategorie 4-Standards - geschaffen.

* Anmk. d. Red.: Online führt der Hersteller das Modell als "HX 1700 Spline LS". Wir belassen es in Übereinstimmung mit der Beschriftung in natura sowie der sinnvollen Abgrenzung zu Laufrädern für konventionelle MTBs im Folgenden bei "HX 1700 Hybrid LS".

Im Detail

Im Zentrum des Laufrades ist DT Swiss stabilste Nabenserie verbaut, allerdings neben der regulären MTB- sowie Hybrid MTB-Version mit einer eigenen Variante. Die 350 LS Naben verfügen über ein neues Straightpull-Nabendesign und sollen für höhere Beschleunigungs- und Bremskräfte besser gerüstet sein, ohne die Leichtigkeit stark zu beeinträchtigen.
Zusätzlich sind Rillenkugellager mit größerem Durchmesser der Kugellager verbaut, um den Verschleiß durch höhere auftretende Kräfte zu reduzieren.

Ratchet ist DT Swiss patentiertes Freilauf-System mit präzisen Zahnscheiben, welches über die Jahre seine Zuverlässigkeit – unter anderem durch die Druckverteilung über eine große Kontaktfläche – bewiesen hat.
Beim Hybrid LS-Laufradsatz kommt ein Ratchet-System mit 24 Eingriffspunkten zum Einsatz. Besonders smart ist die Möglichkeit, den Freilaufkörper ohne Werkzeug innerhalb von Sekunden für unterschiedliche Systeme (Sram XD, Shimano Micro Spline oder Shimano MTB) wechseln zu können.
Zur Auswahl steht beim HX 1700 Hybrid LS zumindest momentan nur der Shimano Center Lock-Bremsscheiben-Standard (Adapter für 6-Loch-Disc ist inbegriffen) und Boost-Naben-Standard mit 110 x 15 mm Front- und 148 x 12 mm Hinterradachse.

Tech Specs

Naben: 350 LS Achsen: Boost, 148 x 12 mm, 110 x 15 mm Thru Axle
Speichen: DT Hybrid 3 Straightpull, je 28 vo/hi Freilaufkörper: Sram XD oder Shimano Micro Spline (Shimano MTB optional)
Nippel: DT ProLock Squorx ProHead Brems-Standard: Center Lock
Felge: Aluminium Hooked/Crotched Tubeless TC, 30 mm Innenbreite Gewicht V/H: 953 g/1.104 g
Laufrad-Durchmesser: 27,5" oder 29" Preis: ab € 799,–

Die speziellen Hybrid 3-Speichen (im Gegensatz zu den dickeren Hybrid 1-Speichen vom regulären E-Bike-Laufradsatz) verfügen am Kopf über 2,15 und am Rest der Speiche über 2,0 mm Speichen-Dicke und sind in Straightpull-Bauart gefertigt.
Die Verstärkung am Kopf soll für eine 45 % stärkere Zugkraft gegenüber herkömmlichen Speichen sorgen. Mit Speichen, die dicker sind als jene von regulären Bikes, aber dünner als jene für E-MTBs, sorgen die Hybrid MTB LS-Speichen für eine erhöhte Seiten- und Torsionssteifigkeit im Vergleich zu normalen Bikes, ohne das Gewicht wesentlich zu beeinflussen. 28 Stück davon sind jeweils an der Front und 28 am Hinterrad verbaut und verlaufen dreifach gekreuzt.
Bei den Nippeln mit Squorx ProHead (ein DT-spezifischer Kopf, ähnlich eines invertierten Torx-Musters) kommt die ProLock-Technologie zum Einsatz – ein Zweikomponentenkleber, der nach der Montage aushärtet und dem ungewollten Lockern der Speichenspannung entgegenwirkt.

Bei der geschweißten Aluminium-Felge wird mit einem niedrigen Profil und einer Innenbreite von 30 mm (Außenbreite 35 mm) gearbeitet. Die Innenseite vertraut auf ein Hakenprofil für den Halt des Mantels.
Tubeless-Kompatibilität (mittels Tubeless-Felgenband) versteht sich von selbst, Tubeless-Ventile liegen dem Laufradsatz bei. Letztere sind aus Aluminium statt Messing, wodurch sie 40 % Gewicht einsparen sollen. Die Form ist an das Felgenprofil von DT angepasst, womit eine gute Abdichtung gewährleistet sein sollte.

Alles vereint, kommt das getestete Vorderrad auf ein gemessenes Gewicht von 953 g, das Hinterrad wiegt 1.104 g. Damit liegt es ein paar Gramm über den Angaben der Webseite, aber innerhalb des Toleranzbereichs.
Der HX 1700 Hybrid LS-Laufradsatz ist in 27,5"- oder 29-Varianten ab einem Setpreis von € 799,– erhältlich.
Weiters ist eine noch leichtere HX 1501 Hybrid LS Carbon-Version mit speziellen 240er Naben ab € 1.669,– zu haben.

Installation

Die Felgenform ließ ein Befüllen der Reifen mit Tubeless-Setup von verschiedenen Marken ohne Probleme mit einer regulären Luftpumpe zu - das Tubeless-Ready-Design der Felge scheint seinen Zweck zu erfüllen.
Natürlich ist dieses Erlebnis kein Garant dafür, dass dies je nach Reifenmodell immer der Fall sein wird; ein guter Anfang ist jedoch allemal.

Die mitgelieferten Tubeless-Ventile selbst entsprechen in ihrer Bauform dem Grundstandard und neigen dementsprechend zum Verkleben durch Dichtmilch. Zudem sind sie mit den meisten Reifeninserts nicht problemlos kompatibel.
Ich würde es begrüßen, wenn DT-Swiss als einer der Weltmarktführer am Laufradsektor diese Herausforderungen der Ventiltechnik von Haus aus annehmen würde und man nicht erst wieder in Nachrüst-Versionen - welche mit diesen Umständen besser zurechtkommen - investieren müsste.

Leider ist das HX 1700 LS nur mit Shimano Center Lock-Bremsscheiben-Befestigung erhältlich. Die wirklichen Vorteile von Center Lock sind leider gering. Die Bremsscheibe lässt sich im Normalfall etwas schneller abnehmen. In manchen Fällen kann man ein paar Gramm gegenüber dem 6-Loch-Standard sparen. Das war's dann auch schon.
Sollte es einmal im Gelände Probleme geben, ist die Chance, das passende Werkzeug - einen Abzieher für Kassetten (oder im Fall vom DT-Swiss Adapter einen Shimano Hollowtech II Tretlager-Schlüssel) - im Rucksack mitzuführen, gering. Und um das nötige Anzugsmoment von 40 Nm zu treffen, bedürfte es darüber hinaus eines eigenen Drehmomentschlüssels.
Eine Sram-Bremsscheibe wird man nie mit diesem Standard sehen, viele andere Hersteller produzieren auch keine Scheiben mit Center Lock. Der mitgelieferte DT Swiss 6-Loch-Adapter wiegt nochmals 42 g pro Stück, und nicht jeder Rotor (z.B. Maguras MDR-P 6-Loch Disc) ist damit kompatibel. Für E-Bikes ergibt sich zusätzlich das Problem, dass man einen eigenen Magneten für den Geschwindigkeitssensor benötigt, der im Abschlussring integriert ist. Je nach System sind diese schwieriger oder leichter zu bekommen.
Alles in allem verursacht Center Lock meiner Ansicht nach mehr Probleme als Vorteile, und ist ein weiterer Standard, auf den die Bike-Welt gut verzichten könnte.

Im Gemüse

Laufräder zu testen ist immer eine besondere Herausforderung. Im Fall von DT Swiss kann man auf das über Jahrzehnte angehäufte Know-how der Marke vertrauen und bleibt erfahrungsgemäß vor bösen Überraschungen gefeit.
LS steht für Light Support und wurde für Light E-MTBs entwickelt - ein solches hatten wir allerdings während des Testzeitraumes nicht verfügbar. Auch gut, wenn der LS-Laufradsatz auf einem normalen E-Bike durchhält: dann auf einem Light E-Bike erst recht.

Die Frage der Haltbarkeit zeigt sich zum Glück, oder wie man es nimmt leider, auch heute noch innerhalb von wenigen Wochen. Im Falle der 1700 LS gibt es diesbezüglich zumindest bis Testende grundsätzlich nur Positives zu berichten. Einen kleinen Trip nach Finale Ligure und in den Bikepark haben die Rundlinge völlig unbeschadet überstanden – keine Achter, keine Höhenschläge und trotz mancher Fahrt durch lose Steinfelder nur minimale Kratzer, was für eine robuste Oberflächenbehandlung der Felgen spricht.
Auch die Speichen-Spannung veränderte sich im Zeitraum nicht, ProLock sei gedankt. All das mit einem Setup, bei dem zeitweise absichtlich mit niedrigem Luftdruck gefahren wurde, um zu sehen, wie die Felgen bei Tuchfühlung mit Hindernissen reagieren.
Völlig unbeschadet kamen sie am Ende dann aber doch nicht weg. Auf einem High-Speed Trailabschnitt mit manchem Felsen hat sich anscheinend ein besonderer Fiesling versteckt und – trotz regulärem Luftdruck – hart auf die Felge durchgeschlagen. Zurückgeblieben sind ein durchgeschlagener Mantel und eine kleine Delle in der Felge. Letztere hätte aber nach so einem Kontakt auch ganz anders aussehen können und manche Carbon-Felge möglicherweise sogar die Segel gestreicht. Und selbst nach diesem Malheur hielt sich der Schaden absolut in Grenzen und war nicht einmal der Geradeauslauf in Mitleidenschaft gezogen, was für die Robustheit des HX 1700 LS spricht.

Mit welcher Geräuschkulisse sich Freilaufkörper durch den Wald schlängen sollten, darüber scheiden sich schon lange die Geister. Persönlich gehöre ich der Je-leiser-desto-besser-Fangemeinde an.
Für mich ist es also ein Segen, dass ein gut gepflegtes Ratchet-System von DT Swiss mit seinem gedämpften Surren zur leiseren Gattung gehört. Somit kann man sich auch bei höheren Geschwindigkeiten auf den Trail konzentrieren und kommt sich nicht so vor, als würde man mit einer Osterratsche durch den Wald jagen.

In der Vergangenheit musste ich mich mit einem durchaus namhaften Konkurrenzprodukt mit Straight Pull-Einspeichung herumschlagen, welches bei starken Schlägen einen lauten metallischen Widerhall von sich gab, da die Speichen innerhalb der Nabe arbeiten können. Davon war bei den HX 1700 LS nichts mitzubekommen. Sie verrichteten auch in Steinfeldern und nach größeren Drops stumm ihren Dienst.
In Bezug auf Dämpfungs-Charakteristik und Steifigkeit scheinen die Laufräder gut auch mit etwas motivierterer Fahrweise zurechtkommen. Das Niederquerschnitts-Profil könnte der Eigendämpfung, ebenso wie die Straightpull-Speichen, zugute kommen. Selbst wenn man das Hinterrad seitlich aus engen Kurven in Anlieger hineinjagt, hält es präzise die Spur, ohne dabei unangenehm harsch zu wirken.
Vergleichbar mit unangenehm harten, ultrasteifen Carbon-Laufrad-Setups ist das Verhalten zum Glück nicht. Vom Gefühl, wie mit Speichen aus Nudeln den Berg hinunterzueiern ist man allerdings auch meilenweit entfernt. Als leichterer Pilot muss ich aber dazusagen, dass ich nicht abschätzen kann, wie sich der Laufradsatz in Extrembedingungen verhält, wenn ein Systemgewicht von 130 kg (Fahrer und Bike) auf die Laufräder einwirken würde.

Die Innenbreite der Felge mit 30 mm ist nach heutigen Standards für Reifenbreiten (und einem Richtwert von 2:1 von Reifenbreite in mm zu Felgen-Innenbreite) um die 2,3 bis 2,4 Zoll am Besten geeignet. In der Realität muss man sich auch bei 2,5 bis 2,6 Zoll breiten Schlappen nicht vor massivem Walken fürchten: die Reifenform wird dann aber ziemlich sicher nicht die vom Designer gewollte Fasson widerspiegeln.
Im gleichen Atemzug fragt man sich allerdings auch, für welche Art von Bike der LS-Laufradsatz denn nun wirklich ideal ist. Light E-MTBs reichen von der XC-Rennrakete bis zum ausgewachsenen Enduro-Flitzer. Nachdem die LS-Laufräder Kategorie 4-Teststandards entsprechen, sind Enduros innerhalb dieser Klassifizierung durchaus noch vorgesehen, die 30 mm Felgen-Innenbreite kann trotzdem nicht Reifendicken von 2" bis 2,6" ideal abdecken.
Müsste ich eine Paradedisziplin für das HX 1700 Hybrid LS wählen, würde ich sagen, dass es sich in der All-Mountain-Kategorie am wohlsten fühlen sollte, egal, unter welchem Systemgewicht. XC-Leichtbauer würden vermutlich sowieso eher beim HX 1501 Hybrid LS shoppen gehen, das nötige Geld in der Tasche vorausgesetzt.

Die HX 1700 Hybrid LS für Light E-MTBs schlagen mit einem Gesamtgewicht von 2.057 g (bzw. 2.141 g mit 6-Bolt Adapter) für 29" Aluminium-Laufräder einen akzeptablen Mittelwert zwischen einem regulären Laufradsatz und den vollwertigen E-MTB-Versionen von DT-Swiss ein.
Die Welt ist der Gewichtsunterschied zwar nicht, aber man darf auch nicht auf die Abstimmung von Dämpfung und Seitensteifigkeit vergessen. Vergleicht man nur die Gewichte mit den HX 1700 Spline-Hybrid-Laufrädern mit äquivalenter 30 mm Innenbreite der Felge, kann man allerdings gerade einmal 72 Gramm sparen. Die HX 1700 bekommt man auch mit 6-Bolt Disc-Befestigung und 35 mm Innenbreite der Felge (addiert allerdings nochmals 107 g).

Fazit

DT Swiss HX 1700 Hybrid LS
Modelljahr: 2022
Testdauer: 6 Wochen
Preis: € 799,- UVP
+ Stabil
+ Höchste Qualität
+ Guter Mix aus Dämpfung und Steifigkeit
+ Spezifisch aufeinander abgestimmte Einzelteile
o nur eine Felgen-Innenbreite erhältlich
o Gewichtsersparnis hält sich in Grenzen
- Nur mit Center Lock zu bekommen
- Veraltete Ventil-Bauweise neigt zum Verkleben
- Ventil mit meisten Reifen-Inserts nicht kompatibel
BB-Urteil: Robuste und hochqualitative Laufräder, mit denen man auch auf Light E-Bikes vertrauensvoll selbst anspruchsvolle Trails meistert.

Wie man es bei DT Swiss gewohnt ist, bekommt man auch beim HX 1700 Hybrid LS ein attraktives, qualitativ höchstwertiges und grundsolides Laufrad spendiert.
Sich der gerade stark wachsenden E-Bike Light-Kategorie mit speziellen Produkten zu widmen, ist nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit. Und auch wenn die Gewichtsersparnis der LS zur regulären Hybrid-Variante nicht enorm ist, muss man das Paket als Gesamtes betrachten, wo Speichen, Nabe und Felge optimal an die Anforderungen von leichteren E-Bikes angepasst sind, in puncto Haltbarkeit genauso wie im Fahrverhalten.

Dass das HX 1700 LS zumindest momentan nur mit Center Lock erhältlich ist, könnte dennoch manchen Piloten den Tag vermiesen - mitgelieferter Adapter oder nicht. Detto der Umstand, dass die Felgen nur mit einer Innenbreite von 30 mm zu bekommen ist.

Am Wichtigsten allerdings ist, dass während des Testzeitraumes keine Probleme aufgetreten sind, was für ein Laufrad wohl nur das höchste Kompliment sein kann. Eine kleine Delle in der Felge hätte unter selben Umständen bei jeder anderen Aluminium-Felge auch zumindest selbige Spuren hinterlassen, wenn nicht sogar Schlimmeres bewirkt.
Ich würde also nicht soweit gehen zu behaupten, die HX 1700 LS-Laufräder seien unkaputtbar. Einmal einen scharfkantigen Felsen nach einem Drop falsch erwischt, kann jedem Laufrad den Garaus machen. Aber ich würde keinen Moment zögern, die 1700 LS selbst in unwegsamem Gelände als zuverlässigen Begleiter für Light E-Bikes zu bezeichnen.


Light E-MTBs sind in aller Munde. Kein Wunder also, dass nach spezifischen haltbareren E-Bike-Komponenten nun gewichtsoptimierte Varianten derselben auf den Markt kommen. DT Swiss hat mit dem HX 1700 Spline LS-Laufradsatz genau einen solchen Weg eingeschlagen ... und wir haben's ausprobiert.
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Ist das echt ernst gemeint?

Gewichtsoptimiert >2 kg?

 

Warum muss den das eigentlich E Bike Spezifisch sein, was is da den so besonders? Ist mir schon bei anderen Komponenten auch aufgefallen! Unlängst bei einem Schalthebel den ich gekauft habe.

 

@Redaktion: was hat es damit auf sich?

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@muerte:

Gewicht ist das eine, Fahrverhalten und Haltbarkeit, wie ja auch Ralf schreibt, das andere. Um obige Ausführungen nochmals kurz zusammenzufassen:

Die beiden LS (der getestete Alu- und der Carbon-Satz) kommen mit leichteren Felgen als die "normalen" Hybrid, speziell adaptierten Naben sowie Speichen mit nur leicht verstärkten (2,15 mm) Köpfen. Dergestalt unterstützen sie die agilere Bauweise von Light E-MTBs, gleichzeitig sind sie so für die nach wie vor höheren Belastungen und Geschwindigkeiten (die der ursprüngliche Grund für extra E-Bike-Laufradsätze waren/sind) als bei einem konventionellen MTB gerüstet.

 

Inwieweit es die Spezialisierung bis hin zu E-MTB-Schuhen u.ä. braucht, sei dahingestellt. Aber adaptierte LR, Bremsen etc. machen durchaus Sinn

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vor 2 Stunden schrieb muerte:

Warum muss den das eigentlich E Bike Spezifisch sein, was is da den so besonders? Ist mir schon bei anderen Komponenten auch aufgefallen! Unlängst bei einem Schalthebel den ich gekauft habe.



bei manchen e-Bike spezifischen Schalthebeln kann man pro Klick immer nur einen Gang rauf und runter schalten, damit es, wenn das volle Drehmoment vom Motor + einige Watt vom Biker anliegen, nicht die Kette oder Schaltwerk oder beides z'reisst ... SRAM nennt das z.B. bei der NX Eagle einen "1-Click-Trigger Shifter". M1 wiederum, mit dem massiven Drehmoment beim Spitzing, löst das Problem mit einer Art "Shift-Box", die den Motor während des Schaltvorgangs runter regelt.

 

Auf der Eurobike hab ich schon Schalthebel gesehen, wo man das Verhalten von "konventionell" zu "on-click" mittels Schalter umschalten kann.

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Haha, mit dem hab ich jetzt nicht gerechnet, klingt aber logisch.

 

Wobei, meine Watt und die von einem Schurter is ungefähr so wie normale Watt auf E Bike Watt. Das des jetzt plötzlich so relevant ist find ich trotzdem einfach nur einen cleveren Marketing-Schachzug.

 

 

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vor 4 Stunden schrieb NoMan:

Alle außer Cover und Nr. 40, die stammen aus dem paradiesischen Land der 45°-Bäume 🤣, auch bekannt als Ligurien

Auch auf die Gefahr hin lästig zu sein: 

Das Cover ist in Wien, am Südrand?

 

(ich rätsle einfach gerne mit, sorry...) 

 

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vor 5 Stunden schrieb NoDoc:

Auch auf die Gefahr hin lästig zu sein: 

Das Cover ist in Wien, am Südrand?

 

(ich rätsle einfach gerne mit, sorry...) 

 

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen 😉 das is in Finale, Madonna della Guardia

 

Nachtrag Ralf: wenn‘s solche Trails im Burgenland gibt, zieh‘ ich hin! 🤣

Bearbeitet von NoMan
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vor 22 Stunden schrieb NoSane:

M1 wiederum, mit dem massiven Drehmoment beim Spitzing, löst das Problem mit einer Art "Shift-Box", die den Motor während des Schaltvorgangs runter regelt.

Aha, also so wie ein Quickshifter am Motorrad.

Bin schon gespannt wann dann der Schaltblitz am E-Bike im Cockpit kommt 😀

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1.960 Gramm fine ich nicht so schlimm für eBike Laufräder

 

Das haben meine Gravellaufradsätze mit ChrisKing, Son und dtswiss 521, 32 Loch und Alunippel auch in etwa.

 

Laufradsätze sollen ja nicht nur leicht, sondern auch stabil, jahrelang haltbar und unterwegs leicht reparierbar sein. 

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vor 20 Stunden schrieb NoMan:

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen 😉 das is in Finale, Madonna della Guardia

 

Nachtrag Ralf: wenn‘s solche Trails im Burgenland gibt, zieh‘ ich hin! 🤣

Klugscheissmodus an: Ich zitiere, aber ich schrieb nicht... 

 

Am 7.11.2022 um 14:16 schrieb NoDoc:

Alle außer Cover und Nr. 40, die stammen aus dem paradiesischen Land der 45°-Bäume 🤣, auch bekannt als Ligurien

Und mein Bildim Kopf hab ich heut besucht... 

IMG_20221108_123751.jpg

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vor 6 Stunden schrieb NoNick:

wennst das Bild entsprechend der üblichen Wuchsrichtung von Bäumen ausrichtest, ists gar net so steil ;) steinig, aber net so steil

 

tempsnip.png

 

vor 30 Minuten schrieb NoDoc:

Und mein Bildim Kopf hab ich heut besucht... 

IMG_20221108_123751.jpg

 

Madonna della Guardia ist ein durchaus anspruchsvoller Trail in Finale und sowohl für gute Enduristen/Bikeparkfahrer wie auch fahrtechnisch interessierte Biker lohnend. 

 

Ganz so flach wie ihr das bei euren Fotos dargestellt habt, ist der Abschnitt nicht. Bei dieser Ansicht kommt die Steilheit auch nicht ganz rüber:

 

20220620_161125-01.thumb.jpeg.441fca2aab1b4509197214f58bc70c0e.jpeg

 

Die wirklich schöne Felsenschlüsselstelle kommt aber erst danach 🤩

 

Und ja, ich kenne eine vergleichbare Abfahrt in NÖ. Die ist aber im Unterschied zu Finale nicht legal 🤫😉

 

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wie aufs Stichwort gestern live gegangen... das mit der Steilheit kriegst aus meiner Sicht als Fotograf selten hin ... selbst auf den Youtube-Videos schaut das tw. net so schlimm aus wie in natura, wenn ich da an diverse Videos von Kilian Bron oder den Varigotti-DH im neuesten Video vom Fabio Wibmer denk ... 

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Zitat

Eine Sram-Bremsscheibe wird man nie mit diesem Standard sehen,

Offenbar ist da jemand ahnungslos. Ich fahre folgende Scheiben schon seiit 2019:

https://geizhals.at/sram-centerline-rounded-centerlock-bremsscheiben-200mm-00-5018-037-027-a2325008.html

6-Loch Scheiben tue ich mir nur im Notfall an, wie bei einem Schnäppchen-Laufradsatz, der halt so eine Nabe hat, leider.

Und wer glaubt, dass man bei 6-Loch Scheiben keinen Drehmomentschlüssel braucht, darf sich nicht wundern, wenn er später unter lockeren Bremsscheiben und/oder Naben mit abgerissenem Gewinde leidet. Beides schon gesehen.

 

Bearbeitet von Rowerek
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